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Dokumentenidentifikation DE102006038261B3 31.10.2007
Titel Wagen, insbesondere Stationswagen
Anmelder Hinz Fabrik GmbH, 12107 Berlin, DE
Erfinder Michalke, Peter, 14197 Berlin, DE;
Schmidt, Gregor, 10779 Berlin, DE
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, 14050 Berlin
DE-Anmeldedatum 09.08.2006
DE-Aktenzeichen 102006038261
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 31.10.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.10.2007
IPC-Hauptklasse A47B 81/00(2006.01)A, F, I, 20060809, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A47B 67/04(2006.01)A, L, I, 20060809, B, H, DE   B60B 33/00(2006.01)A, L, I, 20060809, B, H, DE   
Zusammenfassung Bei einem insbesondere für den Einsatz in Krankenhäusern vorgesehenen Stationswagen mit Laufrollen (12) sind die Halter (11) für die Laufrollen (12) an den Enden von Auslegern (9) befestigt, die an ihren den Laufrollen (12) abgewandten Enden Befestigungsschenkel (15, 16) aufweisen, die gabelartig eine Tragplatte (8) übergreifen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Wagen, insbesondere Stationswagen für Krankenhäuser, Pflegeheime oder ähnliche Institutionen mit einem Schubladen und/oder Fächer aufweisenden Korpus, der im Bereich seiner Ecken um eine vertikale Schwenkachse drehbare Halter für Laufrollen aufweist.

Aus der DE 10 2004 029 606 A1 sind Stationswagen der vorstehenden Art bekannt, bei denen der regelmäßig aus Holz bestehende Korpus auf einem Metallrahmen befestigt ist, der im Bereich seiner Ecken mit Gewindebohrungen für Befestigungsschrauben für die Halter der Laufrollen versehen ist.

Die bekannten Stationswagen vermögen insofern nicht voll zu befriedigen, als die Abmessungen der vielfach mit zusätzlichen Tragstreben für die Halter ausgestatteten Metallrahmen jeweils individuell auf die Abmessungen des Korpus abgestimmt werden müssen. Der für die Herstellung unterschiedlicher Metallrahmen erforderliche Aufwand ist folglich nicht zuletzt im Hinblick darauf, dass es sich bei den von den Metallrahmen gebildeten Traggestellen für den jeweiligen Korpus regelmäßig um Schweißkonstruktionen handelt, erheblich.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Wagen der in Betracht gezogenen Art zu schaffen, der sich wirtschaftlich herstellen lässt und bei dem sich die Position der Laufrollen ohne großen Aufwand variieren lässt. Gelöst wird die vorstehende Aufgabe erfindungsgemäß dadurch, dass die Halter an einem Ende von Auslegern befestigt sind, deren anderes Ende zwei im Abstand voneinander und parallel zueinander angeordnete Befestigungsschenkel aufweist, die eine Tragplatte für den Korpus des Wagens übergreifen. Durch die Verwendung einer vorzugsweise aus Holz, insbesondere Schichtholz bestehenden Tragplatte, deren Abmessungen sich problemlos variieren lassen, und durch die lagenmäßig mehr oder weniger frei wählbare Anbringung der Halter an der Tragplatte lassen sich insbesondere bei der Fertigung kleinerer und mittlerer Serien erhebliche Kosteneinsparungen erzielen. Die Festigkeit der Verbindung zwischen der Tragplatte und den die Halter tragenden, vorzugsweise als Leichtmetall-Druckgussteile ausgebildeten Auslegern ist aufgrund der die Tragplatte nach Art einer Gabel übergreifenden, parallel zueinander verlaufenden Befestigungsschenkel der Ausleger sehr hoch.

Weitere Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen und der nachstehenden Beschreibung einer in den beigefügten Zeichnun- gen dargestellten Ausführungsform der Erfindung. Es zeigen:

1 einen mit einer Vielzahl von Schubladen ausgestatteten Stationswagen für den Einsatz in Krankenhäusern od. dgl.,

2 die Draufsicht auf die mit vier Auslegern für Laufrollen-Halter versehene Tragplatte des Stationswagens gemäß 1,

3 einen mit einer Aufnahme für einen Ausleger versehenen Abschnitt der Tragplatte des Stationswagens gemäß 1 und 2,

4 einen in die Aufnahme der Tragplatte gemäß 2 und 3 passenden, mit einem Laufrollen-Halter ausgestatteten Ausleger,

5 die Ansicht eines Auslegers von schräg unten betrachtet und

6 einen Schnitt durch eine untere Ecke des Stationswagens gemäß 1.

In den Figuren ist 1 der Korpus eines Stationswagens mit fünf Schubladen 2, 3, 4, 5 und 6. Der Boden 7 des Korpus 1 stützt sich auf einer Tragplatte 8 ab, mit der er verschraubt ist.

Die Tragplatte 8 ist – wie aus 2 erkennbar – im Bereich ihrer vier Ecken mit Auslegern 9 ausgestattet, die als Leichtmetall-Druckgussteile ausgebildet sind und deren über die Tragplatte 8 vorstehende Enden Lager für Abweisrollen 10 und Halter 11 von Laufrollen 12 bilden. Bei der in den 1 bis 3 dargestellten Ausführungsform des Stationswagens nehmen die Längsachsen 13 der Ausleger 9 gegenüber den Seitenkanten 14 der aus Schichtholz oder Kunststoff bestehenden Tragplatte 8 einen Winkel &agr; von 45° ein, der jedoch ohne weiteres geändert werden kann.

Jeder Ausleger 9 besitzt an seinem dem Halter 11 abgewandten Ende zwei parallel zueinander verlaufende Befestigungsschenkel 15 und 16, die die Tragplatte 8 im Bereich ihrer Ecken gabelartig übergreifen. Zur Lagejustierung und zur Erzielung eines sicheren Sitzes der Ausleger 9 ist die Tragplatte 8 an ihrer Oberseite mit einer den Befestigungsschenkel 15 aufnehmenden Wanne 17 versehen, die in eine Aussparung 18 übergeht, welche seitliche Anschläge 19, 20 für Flankenabschnitte der Ausleger 9 bildet.

Das jeweils äußere Ende der Ausleger 9 ist mit einem Zapfen 21 versehen, auf dem jeweils eine Abweisrolle 10 gelagert ist und der ein Innengewinde 22 für einen Befestigungsbolzen 23 aufweist, mittels dessen der Halter 11 mit dem Ausleger 9 verbunden ist. Die Abweisrollen 10 werden partiell von Wandabschnitten 24 der Ausleger 9 umschlossen.

Jeder Ausleger 9 ist mit zwei Paaren jeweils fluchtender Bohrungen 25, 26 und 27, 28 versehen, von denen die Bohrung 25 ein Innengewinde aufweist. Die Bohrungen 25, 26 dienen zur Aufnahme einer Befestigungsschraube 29, deren Gewinde in das Innengewinde der Bohrung 25 geschraubt ist. Die als gewindelose Durchgangsbohrungen ausgebildeten Bohrungen 27, 28 fluchten mit Bohrungen 30 im Boden 7 des Korpus 1 und dienen zusammen mit dieser Bohrung 30 zum Verbinden des Korpus 1 mit der Tragplatte 8 mittels einer Befestigungsschraube 31 und einer Mutter 32.

Es versteht sich, dass auch die Tragplatte 8 mit Bohrungen 33 und 34 für die Befestigungsschrauben 29 und 31 versehen sein muss.


Anspruch[de]
Wagen, insbesondere Stationswagen für Krankenhäuser, Pflegeheime oder ähnliche Institutionen mit einem Schubladen und/oder Fächer aufweisenden Korpus, der im Bereich seiner Ecken um eine vertikale Schwenkachse drehbare Halter für Laufrollen aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Halter (11) an einem Ende von Auslegern (9) befestigt sind, deren anderes Ende zwei im Abstand voneinander und parallel zueinander angeordnete Befestigungsschenkel (15, 16) aufweist, die eine Tragplatte (8) für den Korpus (1) des Wagens übergreifen. Wagen, insbesondere Stationswagen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass einer (16) der beiden Befestigungsschenkel (15, 16) gegen die Unterseite der Tragplatte (8) anliegt, während der andere Befestigungsschenkel (15) in einer Wanne (17) an der Oberseite der Tragplatte (8) gelagert ist. Wagen, insbesondere Stationswagen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsschenkel (15, 16) des Auslegers (9) mindestens zwei fluchtende Bohrungen (25, 26) zur Aufnahme einer Schraube (29) zur Befestigung des Auslegers (9) an der Tragplatte (8) aufweisen. Wagen, insbesondere Stationswagen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine im oberhalb der Tragplatte (8) zu liegen kommenden Befestigungsschenkel (15) des Auslegers (9) angeordnete Bohrung (25) als Gewindebohrung ausgebildet ist. Wagen, insbesondere Stationswagen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragplatte (8) mit dem Boden (7) des Korpus (1) verbunden ist. Wagen, insbesondere Stationswagen nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Befestigungsschenkel (15, 16) der Ausleger (9) zwei im Abstand voneinander angeordnete Paare fluchtender Bohrungen (25, 26; 27, 28) aufweisen, von denen mindestens ein Bohrungspaar von Durchgangsbohrungen (27, 28) zur Aufnahme jeweils einer Befestigungsschraube (31) gebildet wird, die sowohl zur Verbindung der Ausleger (9) mit der Tragplatte (8) als auch zur Verbindung der Tragplatte (8) mit dem Boden (7) des Korpus (1) dient. Wagen, insbesondere Stationswagen nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragplatte (8) nach außen offene Aussparungen (18) zur Aufnahme eines sich an die Befestigungsschenkel (15, 16) anschließenden Abschnittes der Ausleger (9) aufweist. Wagen, insbesondere Stationswagen nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragplatte (8) aus Holz, insbesondere Schichtholz besteht. Wagen, insbesondere Stationswagen nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragplatte (8) aus Kunststoff besteht. Wagen, insbesondere Stationswagen nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragplatte (8) rechtwinklig ist und die Längsachsen (13) der Ausleger (9) gegenüber den Seitenkanten der Tragplatte (8) einen Winkel (&agr;) von 45° einnehmen. Wagen, insbesondere Stationswagen nach einem der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausleger (9) als Aluminium-Druckgussteile ausgebildet sind. Wagen, insbesondere Stationswagen nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Ausleger (9) an seinem zur Befestigung des Halters (11) dienenden Ende einen Zapfen (21) mit einem Innengewinde (22) für einen Befestigungsbolzen (23) aufweist, mittels dessen der Halter (11) mit dem Ausleger (9) verbunden ist. Wagen, insbesondere Stationswagen nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, dass auf dem Zapfen (21) drehbar eine Abweisrolle (10) gelagert ist. Wagen, insbesondere Stationswagen nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausleger (9) an ihren jeweils einen Halter (11) tragenden Enden mit die Abweisrollen (10) partiell umschließenden Wandabschnitten (24) versehen sind.






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