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Dokumentenidentifikation DE102006055319B3 31.10.2007
Titel Wäschetrockner
Anmelder Leifheit AG, 56377 Nassau, DE
Erfinder Pakusa, Norbert, 56377 Schweighausen, DE;
Gross, Christian, 57250 Netphen, DE
DE-Anmeldedatum 23.11.2006
DE-Aktenzeichen 102006055319
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 31.10.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.10.2007
IPC-Hauptklasse D06F 57/00(2006.01)A, F, I, 20061123, B, H, DE
IPC-Nebenklasse D06F 57/08(2006.01)A, L, I, 20061123, B, H, DE   D06F 57/10(2006.01)A, L, I, 20061123, B, H, DE   
Zusammenfassung Ein Wäschetrockner mit einem Gestell weist an dem Gestell angeordnete, als Bänder ausgeführte Wäscheaufhängeelemente auf. Die Bänder sind Bestandteil eines Textilgewebes, das - vorzugsweise zueinander parallele - Schlitze aufweist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Wäschetrockner mit einem Gestell und an dem Gestell angeordneten Wäscheaufhängeelementen, die als Bänder ausgeführt sind

Die meisten Wäschetrockner weisen üblicherweise Wäscheleinen oder Wäschestangen auf, an denen die Wäsche beispielsweise mit Hilfe von Wäscheklammern befestigt werden kann. Es ist auch möglich, die Wäschestücke einfach über die Wäscheleinen oder die Wäschestangen zu legen. Nachteiliger Weise entstehen – insbesondere bei empfindlicher Wäsche, wie beispielsweise bei Wollwäschestücken und Strickwaren – unschöne Druckstellen. Diese Druckstellen entstehen auch, wenn die empfindliche Wäsche eben – mehrere Wäscheaufhängeelemente übergreifend – auf die Wäscheleinen oder auf die Wäschestangen gelegt wird. Aus Metall hergestellte Wäschestangen haben den zusätzlichen Nachteil, dass es durch Rostbildung – beispielsweise im Bereich von Beschädigungen der Oberflächenbeschichtung – zur Bildung von Rost kommt, der die Wäsche beschmutzen kann.

Zu Vermeidung von Druckstellen gibt es Trockenvorrichtungen, die mit einem Netz ausgerüstet sind, auf das das zu trocknende Wäschestück gelegt werden kann. Solche Trockenvorrichtungen sind beispielsweise aus DE 82 08 272 U1 und aus DE 86 24 279 U1 bekannt. Die Trockenvorrichtungen haben den Nachteil, dass ein – platzsparendes – Aufhängen von unempfindlichen Wäschestücken beispielsweise mit Hilfe von Wäscheklammern nicht möglich ist.

Aus GB 956 560 A ist ein Wäschetrocknungsgestell bekannt, das Gitterartig angeordnete Bänder zum flachen Ablegen von Wäsche aufweist.

Aus DE 10 2004 056 816 A1 ist eine Vorrichtung zur Aufnahme und Belüftung von Gegenständen insbesondere von Bettdecken bekannt. Die Vorrichtung weist eine bewegliche Einrichtung zum Klappen auf. Die aufgeklappte Stellung ist durch mindestens zwei Spannbänder bestimmt.

Aus EP 0 526 829 A1 ist ein zusammenlegbarer Wäscheständer mit einer Strickwarentrockenrauflage bekannt. Die Strickwarentrockenrauflage kann aus einen Textiltuch bestehen, das mit Schnellverschlusselementen zur Befestigung an einem Aufhänggitter ausgerüstet ist.

Um empfindliche Wäschestücke auf normalen Wäscheleinen zu trocken, ist beispielsweise aus der DE 296 01 758 U1 bekannt, die Wäscheleine mit einem längeren, runden Schaumstoffteil zu polstern.

Aus der DE 38 30 358 A1 ist einen Trockenvorrichtung mit mindestens einer horizontalen Auflage aus einem Gitter oder parallel zueinander angeordneten Streben bekannt.

In der DE 203 14 289 U1 wird ein Tisch mit jeweils um ihre Längsachse schwenkbaren und in einem Rahmen angeordneten Lamellen beschrieben, die es ermöglichen, über die Lamellen in senkrecht gestellter Position Wäschestücke zu hängen.

Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung einen effizient herstellbaren Wäschetrockner anzugeben, der sowohl ein platzsparendes Aufhängen von unempfindlichen Wäschestücken – beispielsweise mit Wäscheklammern –, als auch ein schonendes Aufhängen von empfindlichen Wäschestücken ermöglicht.

Die Aufgabe wird durch einen Wäschetrockner gelöst, der dadurch gekennzeichnet ist, dass ein großflächiges Textilgewebe mit Schlitzen versehen ist, wobei die durch die Schlitze voneinander getrennten Teile des Textilgewebes die Bänder bilden.

Der Wäschetrockner hat den Vorteil, dass empfindliche Wäschestücke ohne die Gefahr der Bildung von Druckstellen getrocknet werden können, wobei für das Aufhängen von unempfindlicher Wäsche eine im Vergleich zu bekannten Wäscheaufhängegestellen gleich große oder sogar größere Aufnahmekapazität zur Verfügung gestellt ist.

Zudem ist der erfindungsgemäße Wäschetrockner besonders effizient herstellbar, da die Bänder aus einem großflächigen Textilgewebe, das mit Schlitzen versehen ist, gebildet werden, wobei die durch die Schlitze voneinander getrennten Teile des Textilgewebes die Bänder bilden. Es kann beispielsweise vorgesehen sein, dass eine breite Textilbahn in dem Gestell des Trockners – zumindest in einer Aufklappstellung – flächig gespannt ist, die als Trockenfläche für empfindliche Wäschestücke dient und die gleichzeitig die Wäscheaufhängeelemente in Form von Bändern bereit stellt.

Vorzugsweise sind die Bänder aus wasserunempfindlichem Material – beispielsweise aus Nylon oder Nylongewebe – hergestellt. Um ein zu weites Durchhängen der mit Wäsche beladenen Bänder zu vermeiden, sind die Bänder vorzugsweise aus zugfestem weitgehend undehnbarem Material hergestellt.

In einer vorteilhaften Ausführung sind die Bänder in einer gemeinsamen Trockenebene – vorzugsweise flach nebeneinander – angeordnet. Die Bänder bilden so eine lediglich von schmalen Schlitzen unterbrochne Trockenfläche auf der empfindliche Wäsche – wie beispielsweise Wollpullover – zum Trocknen abgelegt werden können ohne dass während des Trocknungsvorganges unschöne Druckstellen entstehen. Vorzugsweise sind die Bänder parallel zueinander angeordnet.

In einer vorteilhaften Ausführung ist der Wäschetrockner zusammenklappbar. Es ist vorteilhafter Weise – zumindest in einer Aufklappstellung – vorgesehen, dass die Bänder im Gestell gespannt sind. Insbesondere zur Schonung der Bänder kann vorgesehen sein, dass die Bänder im zusammengeklappten Zustand des Wäschetrockners entspannt sind. In einer vorteilhaften Ausführung spannen sich die Bänder beim Aufklappen des Wäschetrockners automatisch.

In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand schematisch dargestellt und wird anhand der Figuren nachfolgend beschrieben, wobei gleich wirkende Elemente mit denselben Bezugszeichen versehen sind. Dabei zeigen:

1 einen erfindungsgemäßen Wäschetrockner, der als zusammenklappbarer Standtrockner ausgeführt ist,

2 einen anderen erfindungsgemäßen Wäschetrockner mit einem Scherenstandgestell, und

3 einen weiteren erfindungsgemäßen zusammenklappbaren Wäschetrockner mit einem Scherenstandgestell.

1 zeigt einen erfindungsgemäßen Wäschetrockner 1 mit einem Gestell 2, das einen Halterahmen 3 aufweist, an dem als Bänder 4 ausgeführte Wäscheaufhängeelemente angeordnet sind. Das Gestell 2 weist darüber hinaus zwei u-förmige Standbügel 5 auf, die beiklappbar an dem Halterahmen 3 angeordnet sind. Die Bänder 4, die als Textilbänder ausgeführt sind, sind nebeneinander flach in einer gemeinsamen Trockenebene angeordnet, so dass empfindliche Wäsche eben auf den Bändern zum Trocknen abgelegt werden kann.

2 zeigt einen anderen erfindungsgemäßen Wäschetrockner mit einem Scherenstandgestell 6, der ebenfalls zusammenklappbar ausgebildet ist. Das Scherenstandgestell ist Bestandteil eines Gestells 2, das als Bänder 4 ausgeführte Wäscheaufhängeelemente trägt. Die Bänder 4 sind Bestandteil eines großflächigen Textilgewebes 7, das zueinander parallele Schlitze 8 aufweist, wobei die durch die Schlitze 8 voneinander getrennten Teile des Textilgewebes 7 die Bänder 4 bilden. Das Textilgewebes 7 ist in einem Halterahmen 3 eingespannt, der Bestandteil des Gestells 2 ist.

3 zeigt einen weiteren erfindungsgemäßen zusammenklappbaren Wäschetrockner 1 mit einem Scherenstandgestell 6. Der Wäschetrockner 1 ist derart ausgebildet, dass die Bänder 4 im zusammengeklappten Zustand des Wäschetrockners 1 entspannt sind und sich beim Aufklappen des Wäschetrockners automatisch spannen. Das Gestell 2 weist zwei Halteholme 9 auf, an denen das Textilgewebe 7, das die Bänder 4 beinhaltet, befestigt ist.

1
Wäschetrockner
2
Gestell
3
Halterahmen
4
Bänder
5
Standbügel
6
Scherenstandgestell
7
Textilgewebe
8
Schlitze
9
Halteholme


Anspruch[de]
Wäschetrockner mit einem Gestell und an dem Gestell angeordneten Wäscheaufhängeelementen, die als Bänder ausgeführt sind, dadurch gekennzeichnet, dass ein großflächiges Textilgewebe mit Schlitzen versehen ist, wobei die durch die Schlitze voneinander getrennten Teile des Textilgewebes die Bänder bilden. Wäschetrockner nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bänder flach in einer gemeinsamen Trockenebene angeordnet sind. Wäschetrockner nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bänder parallel zueinander angeordnet sind. Wäschetrockner nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Bänder im Gestell gespannt sind. Wäschetrockner nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Wäschetrockner zusammenklappbar ist. Wäschetrockner nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Bänder im aufgeklappten Zustand des Wäschetrockners gespannt sind. Wäschetrockner nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Bänder im zusammengeklappten Zustand des Wäschetrockners entspannt sind.






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