PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE19844501B4 31.10.2007
Titel Handgeführte Bohrmaschine
Anmelder A & M Electric Tools GmbH, 71364 Winnenden, DE
Erfinder Schmidt, Alfred, 71336 Waiblingen, DE;
Stämmele, Siegfried, 71397 Leutenbach, DE;
Schmied, Helmut, 71522 Backnang, DE
Vertreter Patentanwalt Dipl.-Ing. Walter Jackisch & Partner, 70192 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 29.09.1998
DE-Aktenzeichen 19844501
Offenlegungstag 30.03.2000
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 31.10.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.10.2007
IPC-Hauptklasse B23B 45/02(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B25F 5/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   B25D 17/26(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine handgeführte Bohrmaschine der im Oberbegriff des Anspruchs 1 angegebenen Gattung.

In einem Gehäuse der Bohrmaschine ist eine Bohrspindel von einem Elektromotor um eine Bohrachse rotierend antreibbar gehalten. Die Bohrspindel trägt an einem aus dem Gehäuse geführten Ende eine Werkzeugaufnahme für ein Bohrwerkzeug, beispielsweise einen Wendelbohrer. Zwischen der Bohrspindel und dem Elektromotor ist ein Getriebe angeordnet, welches die Ausgangsdrehzahl des Motors in die gewünschte Werkzeugdrehzahl übersetzt.

Bei bekannten handgeführten Bohrmaschinen liegen alle bewegten Teile des Triebstranges auf der Bohrachse axial hintereinander.

Insbesondere Bohrmaschinen, in deren Triebstrang zwischen dem Elektromotor und der Bohrspindel noch ein Getriebe angeordnet ist, weisen eine sehr große Länge auf und sind daher für eine Bedienungsperson nur schwer handhabbar. Bei leistungsstarken Bohrmaschinen ist eine sichere Werkzeugführung in vielen Anwendungsbereichen nur eingeschränkt möglich, beispielsweise bei Bohrarbeiten in engen Räumlichkeiten oder an Baumaterialien, welche dem Bohrwerkzeug einen großen Eindringwiderstand entgegensetzen. Darüber hinaus ist oft im Betrieb bekannter Bohrmaschinen bei Schmierung des Getriebes mit flüssigem Schmiermittel ein Austreten der Schmierflüssigkeit aus dem Gehäuse beobachtet worden.

Aus der DE 41 16 343 A1 ist eine handgeführte Bohrmaschine bekannt, deren Arbeitsspindel zwischen einer Position zum Geradebohren und einer Position zum Winkelbohren verschwenkbar ist. Zum Winkelbohren liegt die Arbeitsspindel winklig zur Antriebsachse des Elektromotors, was ein Arbeiten unter räumlich beengten Bedingungen erleichtert. Ein mehrstufiges, auf zwei Gehäuseräume aufgeteiltes Getriebe ermöglicht die Verschwenkbarkeit. Maßnahmen gegen das Austreten von Schmierflüssigkeit sind nicht offenbart.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die gattungsgemäße Bohrmaschine derart weiterzubilden, daß die Handhabbarkeit der Bohrmaschine und die Sicherheit der Werkzeugführung verbessert ist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.

Mit einer Anordnung des Elektromotors mit einer abgewinkelt zur Bohrachse liegenden Antriebsachse wird die Länge des Gehäuses der Bohrmaschine in Richtung der Bohrachse erheblich verkürzt. Der Schwerpunkt der Bohrmaschine liegt näher am Werkzeug, wodurch die Werkzeugführung vereinfacht wird. Darüber hinaus wird der Schwerpunkt der Bohrmaschine durch die abgewinkelte Anordnung des Elektromotors von der Bohrachse entfernt. Bei einem gegen das Antriebsdrehmoment wirkenden Bremsmoment, beispielsweise bei einem Klemmen des Bohrers, wirkt die Trägheit des massebehafteten Elektromotors mit dem Hebelarm des exzentrisch liegenden Schwerpunktes dem Klemmdrehmoment entgegen. Der bei einem solchen schlagartigen Abbremsen des Triebstranges auftretende Ruck, welcher von der Bedienungsperson der Bohrmaschine aufgefangen werden muß, ist bei der erdfindungsgemäßen Bohrmaschine im Vergleich zu bekannten Anordnungen gering.

Eine zuverlässige Abdichtung des Maschinengehäuses bei optimaler Schmierung des Getriebes zwischen dem Elektromotor und der Bohrspindel ist durch die erfindungsgemäße Anordnung der Getriebestufen in getrennten Räumen innerhalb des Gehäuses möglich. Auf diese Weise können die Getriebestufen mit unterschiedlichen Schmiermitteln geschmiert werden, wobei die mit dem Elektromotor verbundene Getriebestufe zweckmäßig mit Schmierfett abgeschmiert wird. Auch bei den hohen Ausgangsdrehzahlen des Elektromotors kann das viskose Schmierfett mit einfachen Abdichtungsmaßnahmen innerhalb des Gehäuses zurückgehalten werden, wobei gleichzeitig die in dem Fettraum aufgenommene Getriebestufe ausreichend geschmiert wird. Die im Triebstrang folgende Getriebestufe, welche auf die Bohrspindel wirkt, ist in einem weiteren Raum innerhalb des Gehäuses angeordnet, welcher von dem Fettraum getrennt liegt. Die weitere Getriebestufe kann somit mit einem anderen, insbesondere auch flüssigen Schmiermittel geschmiert werden.

Bevorzugt liegen die Antriebsachse des Elektromotors und die Bohrachse rechtwinklig zueinander, wodurch eine besonders kurze Ausführung der Bohrmaschine und dabei eine optimale Schwerpunktlage erreicht ist. Zweckmäßig ist der Elektromotor in einem als Handgriff der Bohrmaschine ausgebildeten Teil des Gehäuses aufgenommen. Der Handgriff steht dabei entsprechend der abgewinkelten Anordnung des Elektromotors angestellt zum Gehäuseteil, welcher die Bohrspindel enthält.

Der Elektromotor ist zweckmäßig über ein Kegelradgetriebe in den Triebstrang der Bohrmaschine eingebunden. Das Kegelradgetriebe überträgt in der für diese Getriebebauart bekannt zuverlässigen Weise das Drehmoment des abgewinkelt angeordneten Elektromotors auf die parallel bzw. koaxial zur Bohrachse liegenden Rotationsteile des Triebstranges. Das Kegelradgetriebe ist vorteilhaft in einem geschlossenen Raum innerhalb des Gehäuses angeordnet, welcher das Austreten des Schmiermittels des Kegelradgetriebes aus dem Gehäuse verhindert. Als Schmiermittel für das Kegelradgetriebe wird vorteilhaft Schmierfett gewählt, welches bei den hohen Drehzahlen des Kegelradgetriebes und insbesondere des mit dem Elektromotor verbundenen Ritzels ausreichend abgedichtet in dem Raum einschließbar ist.

Zwischen dem Kegelradgetriebe und der Bohrspindel ist im Triebstrang ein Schaltgetriebe angeordnet, welches die Ausgangsdrehzahl des Kegelradgetriebes mit einer einstellbaren Übersetzung auf die Bohrspindel überträgt, wodurch die Arbeitsdrehzahl der Bohrmaschine einstellbar ist. Das Schaltgetriebe ist in einer öldichten Getriebekammer innerhalb des Gehäuses aufgenommen und wird zweckmäßig mit flüssigem Schmierstoff geschmiert. Die Triebstrangteile der Getriebekammer laufen abhängig von der gewählten Übersetzung mehr oder weniger langsam um im Vergleich mit der Motor- bzw. der Ritzeldrehzahl des Kegelradgetriebes und sind daher in ihren Lagerbereichen im Gehäuse mit einfachen Mitteln abdichtbar.

Die Getriebekammer und der Fettraum des Kegelradgetriebes liegen durch eine Innenwand des Gehäuses getrennt, wobei es als zweckmäßig gesehen wird, wenn die Innenwand im wesentlichen radial zur Bohrachse in einen separaten Gehäuseteil ausgebildet ist, welches in radialer Überdeckung des Großrades des Kegelradgetriebes auf einen hinteren Gehäuseabschnitt aufgesetzt ist. Dieser Gehäuseabschnitt begrenzt im hinteren Bereich der Bohrmaschine den Fettraum, im dem das Kegelradgetriebe aufgenommen ist. Das Gehäuseteil mit der Innenwand ist einfach auf das hintere Gehäuseteil aufsetzbar und ggf. wieder abnehmbar und ermöglicht einen leichten Zugriff in dem Fettraum, um das Kegelradgetriebe zu montieren. Insbesondere bei Serienfertigungen der Bohrmaschine können – bei sonst gleicher Ausstattung der Bohrmaschine durch Einbau unterschiedlicher Kegelgetriebeübersetzungen – Bohrmaschinen für unterschiedliche Einsatzbereiche ohne weiteren Aufwand gefertigt werden. Beispielsweise wird für eine sogenannte Naßbohrmaschine, bei deren Einsatz kühlende Schmieremulsionen an die Wirkstelle des Bohrwerkzeuges gebracht wird, eine höhere Übersetzung der Kegelräder mit einer entsprechend langsamen Spindeldrehzahl eingebaut. Bei Trockenbohrmaschinen wiederum werden Kegelräder mit weniger unterschiedlichen Zähnezahlen eingesetzt und eine entsprechend höhere Drehzahl der Bohrspindel erreicht.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist nachstehend anhand der Zeichnung näher erläutert. In der Zeichnung zeigt:

1 einen Längsschnitt durch einen Ausschnitt einer handgeführten Bohrmaschine,

2 eine Gesamtansicht der Bohrmaschine mit hinterem Handgriff.

Die 1 zeigt eine handgeführte Bohrmaschine 1, welche mit einem leistungsstarken Antrieb für anspruchsvolle Bohrarbeiten unter Einsatz von Diamantbohrern vorgesehen ist. Der Antrieb des Bohrwerkzeuges erfolgt durch einen Elektromotor 6. Die hohe Antriebsdrehzahl des Elektromotors 6 wird im Triebstrang der Bohrmaschine 1 über mehrere Getriebestufen untersetzt auf eine Bohrspindel 2 übertragen. Die Bohrspindel 2 ist in einem Gehäuse 5 der Bohrmaschine 1 um eine Bohrachse 3 rotierend antreibbar gehalten. An einem aus dem Gehäuse 5 geführten Ende 4 der Bohrspindel 2 ist eine Werkzeugaufnahme 12 für das Bohrwerkzeug 13 formschlüssig mitnehmbar gehalten. Die Werkzeugaufnahme 12 ist im Ausführungsbeispiel eine Spannvorrichtung, in der in üblicher Weise ein auswechselbarer Wendelbohrer zur spanenden Bohrbearbeitung eines Werkstückes einspannbar ist.

Das Gehäuse 5 der Bohrmaschine 1 ist in senkrecht zur Bohrachse 3 stehenden Ebenen geteilt, wobei das hintere Gehäuseteil 24 in einem Fortsatz als Handgriff 25 ausgebildet ist. Der Handgriff 25 liegt etwa senkrecht zur Bohrachse 3 und enthält im Ausführungsbeispiel die Bedienungselemente (Schalter etc.) des Elektromotors. An dem Gehäuse 5 ist benachbart dem Bohrwerkzeug 13 und dem austretenden Teil der Bohrspindel 2 ein Führungsgriff 31 angeordnet, welcher sich im wesentlichen radial zur Bohrachse 3 und etwa parallel zu dem hinteren Handgriff 25 erstreckt. Zum Betrieb der Bohrmaschine umgreift eine Bedienungsperson sowohl den hinteren Handgriff 25 als auch den zur Führung des Werkzeuges vorgesehenen vorderen Handgriff 31. Der hintere Handgriff 25 ist als Teil des Gehäuses 5 hohl ausgebildet und enthält den Elektromotor 6, wobei die Antriebsachse 7 des Elektromotors 6 rechtwinklig zur Bohrachse 3. liegt. Der Elektromotor 6 ist über ein Kegelradgetriebe 8 in den Triebstrang der Bohrmaschine 1 eingebunden, wobei eine Treibwelle 16 auf der Abtriebseite der Kegelradstufe 8 parallel zur Bohrachse 3 liegt. Die Antriebswelle 17 des Elektromotors 6 trägt das Ritzel 18 des Kegelradgetriebes 8, wodurch die hohe Antriebsdrehzahl des Elektromotors 6 entsprechend der Übersetzung der Kegelradstufe 8 herabgesetzt wird.

Die Treibwelle 16 des Kegelradgetriebes 8 ist mit dem Eingang eines Schaltgetriebes 9 drehmomentübertragend verbunden, wobei ein Ritzel am freien Ende der Treibwelle 16 mit dem Stirnrad eines Vorgeleges 29 des Schaltgetriebes kämmt. Das Vorgelege 29 treibt mit unterschiedlichen Übersetzungen zwei koaxial zur Bohrachse um die Bohrspindel 2 angeordneter Zahnräder 30, 30', von denen jeweils eins von einem Schaltring 14 einer Kupplung in drehmomentübertragende Verbindung mit der Bohrspindel 2 gebracht wird. Der Schaltring 14 ist axial verschiebbar und durch einen von außerhalb des Gehäuses 5 betätigbaren Schiebeschalter 15 verstellbar. In der Zeichnung sind beide Stellungen des Schaltringes 14 gezeigt, wobei oberhalb der Bohrachse 3 die Betriebsstellung mit schneller Getriebeübersetzung des Schaltgetriebes 9 dargestellt ist. In dem unterhalb der Bohrachse 3 liegenden Abschnitt der Zeichnung ist die Nabe des Zahnrades 30 der langsamen Getriebeübersetzung mit der Bohrspindel 2 gekoppelt.

Das Kegelradgetriebe 8 und das Schaltgetriebe 9 sind in jeweils einer abgedichteten Gehäusekammer 10, 11 angeordnet, welche durch eine radial zur Bohrachse 3 liegende Innenwand 20 im Gehäuse 5 getrennt liegen. An der Innenwand 20 stützen sich die Wellenlager sowohl der Treibwelle 16 als auch der Bohrspindel 2 ab. Die Innenwand 20 ist zweckmäßig wie im gezeigten Ausführungsbeispiel in einen separaten Gehäuseteil 21 ausgebildet, welches in radialer überdeckung des Großrades 19 des Kegelradgetriebes 8 auf den hinteren Gehäuseabschnitt 24 aufsetzbar ist. An das mittlere Gehäuseteil 21, welches die radiale Innenwand 20 zur Trennung des Gehäuseinnenraums aufweist, schließt sich das vordere Gehäuseteil 22 an, welches die Getriebekammer 11 des Schaltgetriebes 9 begrenzt.

Das vordere Gehäuseteil 22 ist an seinem offenen Ende, aus dem die Bohrspindel 2 mit dem Werkzeug 13 austritt, einwärts gezogen, wobei in dem so gebildeten Wandkragen ein Spindellager 23 und ein Wellendichtring 26 angeordnet sind, welcher die Getriebekammer 11 öldicht verschließt. Die Getriebekammer 11 enthält Schmieröl zur Schmierung der umlaufenden Triebstrangteile. Die ölschmierung des Schaltgetriebes 9 und der Kupplung gewährleistet eine hohe Lebensdauer der bewegten Triebstrangteile. Das Schmieröl wird bei den im Schaltgetriebe 9 auftretenden Drehzahlen von etwa einem Drittel bis zu einem Fünftel der Antriebsdrehzahl des Elektromotors von dem Wellendichtring 26 zurückgehalten. Eine ölschmierung des Kegelradgetriebes 8 ist meist nicht möglich, da bei den hohen Drehzahlen des Motors und des Kegelritzels 18 eine vollständige Abdichtung aufgrund der bei hohen Drehzahlen schnell zu erwartenden Verschleißerscheinungen dauerhaft nicht möglich ist. Zur Schmierung des Kegelradgetriebes 8 wird deshalb zweckmäßig Schmierfett eingesetzt, welches in dem Fettraum 10 von dem hinteren Gehäuseteil 24 und der Innenwand 20 des mittleren Gehäuseteils 21 eingeschlossen ist. Das mittlere Gehäuseteil 21 mit der radialen Innenwand 20 ist mit einem Kragen 27 in das hintere Gehäuseteil 24 eingesteckt, wobei eine umlaufende Schulter des mittleren Gehäuseteils 21 auf dem Rand des hinteren Gehäuseteils 24 zum Anschlag kommt und so eine ausreichende Abdichtung des Fettraums 10 gewährleistet ist.

Die Trennung des Innenraums des Gehäuses in fluidisch getrennte Kammern stellt eine technisch elegante Lösung dar, wodurch eine einfache Abdichtung des Gehäuses und mit der rechtwinkligen Anordnung des Antriebsmotors 6 eine in Achsrichtung der Bohrachse 3 kurze Ausführung der Bohrmaschine 1 möglich ist. Das Schaltgetriebe 9 kann kostengünstig und mit hoher Lebenserwartung in der eigenen Getriebekammer 11 mit flüssigem Öl geschmiert sein, wobei die Dichtwirkung des als Standardbauteil verfügbaren Wellendichtringes 26 bei den Betriebsdrehzahlen der Bohrspindel 2 ausreicht, um das Schmieröl in der Getriebekammer 11 zurückzuhalten. Die räumlich von der Getriebekammer 11 getrennte Ausbildung des Fettraumes 10 und die auch bei hohen Drehzahlen zuverlässig abdichtbare Fettschmierung des Kegelradgetriebes 8 macht erst den Einsatz eines solchen Getriebes möglich, welches die hohe Antriebsdrehzahl des Elektromotors 6 in die erforderliche Eingangsdrehzahl des Schaltgetriebes 9 bei hohem Drehmoment untersetzt. Trotz hoher Drehzahlen des Kegelradgetriebes 8 kann durch den Einsatz von Schmierfett eine einfache und kostengünstige Abdichtung des hinteren Kegelradgehäuses vorgesehen werden, so daß bei Einsatz der vorteilhaften Kegelradgetriebestufe die Herstellungskosten der Bohrmaschine gering gehalten sind.

Die 2 zeigt die Gesamtansicht einer Bohrmaschine 1* mit einem vorderen Handgriff, nämlich dem Führungsgriff 31 und einem hinteren Handgriff 35. Die Bohrmaschine 1* umfaßt ein Kegelradgetriebe 38 und ein Schaltgetriebe 39, deren Konstruktion den Getrieben 8, 9 in 1 entspricht und die daher nicht noch einmal geschnitten dargestellt sind. Das Schaltgetriebe 39 weist einen Betätigungsknopf 41 auf, mittels welchem unterschiedliche Schaltstufen des Getriebes einstellbar sind. Das Kegelradgetriebe 38 und das Schaltgetriebe 39 sind in einem gemeinsamen Gehäuse 5 angeordnet, wobei zwischen Kegelradgetriebe 38 und Schaltgetriebe 39 sich eine Innenwand 40 befindet.

Der hintere Handgriff 35 ist bügelförmig gestaltet und umfaßt einen oberen Bügelabschnitt 35' und einen unteren Bügelabschnitt 35'', die jeweils zur Abstützung des Bügels 35 an den Gehäuseteilen dienen.

Aus 2 wird deutlich, daß der hintere Handgriff 35 mittels dem oberen Bügelabschnitt 35' derart an dem Kegelradgetriebe angreift, daß die Oberkanten jeweils fluchten. Der untere Bügelabschnitt 35'' ist am Gehäuse 34 des elektrischen Antriebsmotors befestigt, wobei zwischen dem hinteren Handgriff 35 und dem Gehäuse 34 ein ausreichender Abstand 42 zum Durchgriff der Finger einer Hand gegeben ist. Am oberen Ende des Handgriffs 35 befindet sich in den Abstand 42 ragend ein Betätigungselement 36 für einen in der Zeichnung nicht dargestellten Schalter. Am unteren Ende des Handgriffs 35 ist ein elektrisches Anschlußkabel 37 eingeführt.


Anspruch[de]
Handgeführte Bohrmaschine mit einer Spindel (2), welche in einem Gehäuse (5) von einem Elektromotor (6) um eine Achse (3) rotierend antreibbar gehalten ist und an einem aus dem Gehäuse (5) geführten Ende (4) eine Werkzeugaufnahme (12) für ein Werkzeug (13) trägt, wobei zwischen der Spindel (2) und dem Elektromotor (6) ein Getriebe (8, 9) angeordnet ist, wobei der Elektromotor (6) mit einer abgewinkelt zur Achse (3) liegenden Antriebsachse (7) angeordnet ist und das Getriebe (8, 9) aus mindestens zwei Getriebestufen besteht, welche in durch eine Innenwand (20, 40) getrennten Räumen (10, 11) innerhalb des Gehäuses (5) angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Getriebestufen mit unterschiedlichen Schmiermitteln geschmiert sind. Bohrmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebsachse (7) des Elektromotors (6) und die Bohrachse (3) rechtwinklig zueinander liegen. Bohrmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektromotor (6) in einem als Handgriff (25) der Bohrmaschine (1) ausgebildeten hinteren Teil des Gehäuses (5) aufgenommen ist. Bohrmaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Elektromotor in einem Gehäuse (34) angeordnet ist und dieses Gehäuse (34) einen bügelförmigen Handgriff (35) trägt. Bohrmaschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Handgriff (35) einen oberen und einen unteren Abschnitt (35', 35'') aufweist, die zur Abstützung des Handgriffs (35) an Gehäuseteilen (34, 38) dienen. Bohrmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektromotor (6) über ein Kegelradgetriebe (8) in den Triebstrang der Bohrmaschine (1) eingebunden ist. Bohrmaschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der das Kegelradgetriebe (8) aufnehmende Raum (10) geschlossen ausgebildet ist. Bohrmaschine nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Raum (10) Schmierfett zur Schmierung des Kegelradgetriebes (8) enthält. Bohrmaschine nach einem der Ansprüche 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass im Triebstrang zwischen dem Kegelradgetriebe (8) und der Bohrspindel (2) ein Schaltgetriebe (9) angeordnet ist. Bohrmaschine nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass das Schaltgetriebe (9) in einer öldichten Getriebekammer (11) innerhalb des Gehäuses (5) aufgenommen ist. Bohrmaschine nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Innenwand (20, 40) im wesentlichen radial zur Bohrachse (3) an einem separaten Gehäuseteil (21) des Gehäuses ausgebildet ist, welches in radialer Überdeckung eines Großrades (19) des Kegelradgetriebes (8) auf einen den Fettraum (10) begrenzenden Gehäuseabschnitt (24) aufgesetzt ist. Bohrmaschine nach Anspruch 10 oder 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Getriebekammer (11) Schmieröl zur Schmierung der umlaufenden Triebstrangteile enthält. Bohrmaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass am Gehäuse (5) benachbart dem Austritt der Bohrspindel (2) ein Führungsgriff (31) ausgebildet ist, welcher sich im wesentlichen radial zur Bohrachse (3) und etwa parallel zu einem hinteren Griff (25, 35) erstreckt.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com