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Dokumentenidentifikation DE202007007184U1 31.10.2007
Titel Wickeletikett zur Anbringung an einem Behältnis
Anmelder Faubel & Co. Nachfolger GmbH, 34212 Melsungen, DE
Vertreter Walther, Walther & Hinz GbR, 34130 Kassel
DE-Aktenzeichen 202007007184
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 31.10.2007
Registration date 27.09.2007
Application date from patent application 19.05.2007
IPC-Hauptklasse G09F 3/00(2006.01)A, F, I, 20070519, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G09F 3/10(2006.01)A, L, I, 20070519, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein Wickeletikett gemäß dem Oberbegriff des Anspruches 1.

Bekannt sind Wickeletiketten zur Anbringung auf vornehmlich zylindrische Behältnisse, die einen Klebeabschnitt, einen Wickelabschnitt und einen Verschluss besitzen. Dabei ist der Klebeabschnitt mit einem Permanentkleber versehen und kann dauerhaft am Behältnis aufgeklebt werden. Der Wickelabschnitt selbst klebt nicht auf dem Behältnis, sondern wird um das zylindrische Behältnis herum gewickelt. Am freien Ende des Wickelabschnittes befindet sich ein Verschluss, dessen Rückseite wieder mit Klebstoff versehen ist, so dass der Verschluss auf dem darunter liegenden Wickeletikett zur Anlage kommt und den Wickelabschnitt in der gewünschten Position hält. In geöffnetem Zustand wird der Verschluss vom Wickeletikett abgezogen und der Wickelabschnitt vom Behältnis weggeholt. Somit ist nun auch der auf der Rückseite des Wickelabschnittes befindliche Platz zur Verfügung, um Informationen oder Daten aufzunehmen. Auch wird somit die Oberseite des Klebeabschnittes wieder sichtbar, so dass hier auch Informationen und Daten aufgenommen werden können. Im Ergebnis besitzt also ein solches Wickeletikett viel Platz zur Aufnahme von Daten und Informationen, so dass auf ein herkömmlichen Beipackzettel verzichtet werden kann.

In der täglichen Praxis im Krankenhaus oder in einem Pflegeheim ist eine genaue Dokumentation der vom Patienten eingenommenen Medikamente erforderlich. Hierzu muss das Pflegepersonal oder der Arzt die Daten des Medikamentes dem Etikett entnehmen und in die Patientenakte eintragen. Dies ist aufwendig, zeitintensiv und es können versehentlich auch Übertragungsfehler auftreten.

Davon ausgehend liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe zu Grunde, ein Wickeletikett der eingangs genannten Art zu schaffen, mit dem zu Dokumentationszwecken wichtige Medikamenteninformationen in einfacher Weise in die Patientenakte übertragen werden können, ohne dass Übertragungsfehler auftreten.

Als technische Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß ein Wickeletikett mit den Merkmalen des Anspruches 1 vorgeschlagen. Vorteilhafte Weiterbildungen dieses Wickeletikettes sind den Unteransprüchen zu entnehmen.

Ein nach dieser technischen Lehre ausgebildetes Wickeletikett hat den Vorteil, dass das Pflegepersonal während oder kurz nach der Betreuung des Patienten eine der am Wickeletikett befindlichen Vignetten abnehmen kann und in die Patientenakte einbringen kann. Hierdurch entfällt das lästige Übertragen der Medikamentendaten. Durch die Vignette werden die Daten unverändert in die Akte übernommen, so dass keine Übertragungsfehler auftreten können. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass hiermit die Übertragung der Medikamentendaten quasi automatisch erfolgt, ohne dass hierzu ein Stift oder Ähnliches erforderlich ist. Im Ergebnis wird eine nicht unerhebliche Zeitersparnis für das Pflegepersonal erreicht, bei gleichzeitiger Ausschaltung von Fehlerquellen.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist die Vignette mit einem Klebstoff versehen und dennoch ablösbar am Wickeletikett gehalten, so dass die Vignette in einfacher Weise vom Wickeletikett abgenommen und in der Patientenakte wieder eingeklebt werden kann. Hierdurch erfolgt die Übertragung der Vignette vom Wickeletikett in einfacher und praktischer Weise.

In einer weiteren, bevorzugten Ausführungsform ist an der Vignette, vorzugsweise an einer oberen Ecke der Vignette, eine Griffflasche ausgebildet, so dass die Vignette in einfacher Weise ergriffen und vom Wickeletikett abgezogen werden kann.

In einer anderen, ebenso bevorzugten Ausführungsform ist die Vignette dem Behältnis abgewandten Seite des Wickeletikettes angebracht. Diese erleichtert das Ergreifen der Vignette, da das Wickeletikett hierzu nur teilweise abgewickelt werden braucht.

In einer weiteren, bevorzugten Ausführungsform sind die Vignetten im Wickelabschnitt angeordnet, so dass im Klebeabschnitt alle wichtigen Daten und Informationen betreffend das Medikament abgedruckt werden können. Dies hat den Vorteil, dass die wichtigen Informationen stets am Behältnis verbleiben, da der Klebeabschnitt in der Regel mit einem Permanentklebstoff dauerhaft am Behältnis angebracht ist. Folglich stehen dem Patienten auch dann alle wichtigen Informationen und Daten zur Verfügung, wenn alle Vignetten aufgebraucht sind oder falls der Wickelabschnitt einmal vom Etikett abgetrennt wird.

In einer bevorzugten Weiterbildung ist der Klebeabschnitt kleiner als der Umfang des Behältnisses ausgebildet, so dass der Klebeabschnitt mit seinem Permanentklebstoff direkt auf dem Behältnis und nicht auf einem Teil des Wickeletikettes zur Anlage kommt. Wäre der Klebeabschnitt größer als der Umfang des Behältnisses, so würde ein Teil des Klebeabschnittes überdeckt werden, so dass hierauf ohnehin keine Informationen abgedruckt werden können.

In einer anderen, bevorzugten Weiterentwicklung ist der Wickelabschnitt größer als der Umfang des Behältnisses ausgebildet, so dass der Wickelabschnitt den Klebeabschnitt vollständig überdeckt. Hierdurch steht auf dem Wickelabschnitt eine große Fläche zum Bedrucken mit Informationen und Daten zur Verfügung.

In einer ganz besonders bevorzugten Ausführungsform ist der Wickelabschnitt in einen Vignettenabschnitt und einen Informationsabschnitt unterteilt. Hierdurch kann eine Anzahl von Vignetten im Wickelabschnitt platziert werden und gleichzeitig können noch weitergehende Informationen im Wickelabschnitt abgedruckt werden.

Vorteilhafterweise ist der Informationsabschnitt in Wickelrichtung betrachtet dem Vignettenabschnitt nachgeordnet. Dies hat den Vorteil, dass bei einem geschlossenen Wickeletikett der Informationsabschnitt stets lesbar ist und somit die hierauf abgedruckten Informationen und Daten sowohl für den Patienten als auch für das Pflegepersonal jederzeit, also auch bei geschlossenem Etikett lesbar sind.

In einer bevorzugten Weiterbildung entspricht der Informationsabschnitt mindestens dem Umfang des Behälters. Dies hat den Vorteil, dass der Verschluss im applizierten Zustand auf den Informationsabschnitt des Wickelabschnittes zur Anlage kommt. Hierdurch wird erreicht, dass der Informationsabschnitt des Wickelabschnittes in dem Behälter einmal umkreist und dabei gleichzeitig eine Art Schutzschicht für die nun darunter liegenden Vignetten bildet, so dass die Vignetten nicht versehentlich abgenommen werden können und gegen Verschmutzung geschützt sind. Gleichzeitig wird hierdurch eine größtmögliche Fläche zum Bedrucken von Informationen und Daten zur Verfügung gestellt, die auch bei geschlossenem Etikett jederzeit lesbar ist.

In einer weiteren, bevorzugten Weiterbildung ist der Verschluss auf seiner dem Behältnis zugewandten Seite mit einem Permanentkleber versehen, dessen Klebkraft durch ein die Klebwirkung verringerndes Mittel geschwächt wird, welches auf der mit dem Verschluss korrespondierenden Fläche des Wickeletikettes aufgebracht ist. Ein solches die Klebwirkung verringerndes Mittel kann beispielweise Silikon oder ein Silikonlack sein.

In einer anderen, bevorzugten Ausführungsform ist das Wickeletikett zweilagig ausgebildet, so dass das Wickeletikett eine Trägerschicht und eine Deckschicht besitzt. Auch ist es möglich, das Wickeletikett drei- und mehrlagig auszubilden, wobei das Wickeletikett in diesem Fall ebenfalls eine Trägerschicht und zwei oder mehr Deckschichten besitzt.

In einer ganz speziellen Ausführungsform ist die dem Behältnis zugewandte Unterseite des Wickeletikettes mit einem Permanentkleber versehen, der im Bereich des Wickelabschnittes mit einem Neutralisator abgedeckt ist. Dieser Neutralisator bewirkt, dass der Permanentkleber im Bereich des Wickelabschnittes keine oder nur eine geringe Klebewirkung entfaltet. Dies ist eine sehr kostengünstige Herstellungsweise, da der Permanentkleber vollautomatisch aufgetragen werden kann und da anschließend in einfacher Weise der Neutralisator hinzukommt. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass hierdurch der Wickelabschnitt in einfacher Weise vom Behältnis gelöst werden kann, während der Klebeabschnitt permanent am Behältnis verbleibt.

In noch einer speziellen Ausführungsform ist die Oberfläche des Wickeletikettes mit einem die Klebewirkung verringernden Mittel, insbesondere Silikon oder Silikonlack, versehen. Dies hat den Vorteil, dass hierdurch die Klebewirkung des Permanentklebers im Bereich des Verschlusses geschwächt wird, so dass der Verschluss mehrfach vom Wickeletikett abgezogen (geöffnet) werden kann, ohne dass der Verschluss hierdurch unansehnlich wird. Dabei ist es vorteilhaft, dieses Mittel flächendeckend auf der Oberfläche des Wickeletikettes aufzubringen, damit der Verschluss an jeder beliebigen Stelle des Wickeletikettes angebracht werden kann. Wäre das Mittel nur in den Bereichen des Wickeletikettes angebracht, in dem der Verschluss zu erwarten ist, so könnte es versehentlich passieren, dass der Verschluss bei der Benutzung des Wickeletikettes an einer anderen Stelle anklebt und in diesem Falle könnte der Verschluss nicht wieder vom Etikett getrennt werden, ohne dies ernsthaft zu beschädigen.

Weitere Vorteile des erfindungsgemäßen Wickeletikettes ergeben sich aus der beigefügten Zeichnung und den nachstehend beschriebenen Ausführungsformen. Ebenso können die vorstehend genannten und die noch weiter ausgeführten Merkmale erfindungsgemäß jeweils einzeln oder in beliebigen Kombinationen miteinander verwendet werden. Die erwähnten Ausführungsformen sind nicht als abschließende Aufzählung zu verstehen, sondern haben vielmehr beispielhaften Charakter. Es zeigen:

1 eine perspektivische Ansicht eines Behältnisses mit einem erfindungsgemäßen Wickeletikett, wobei das Wickeletikett vollständig abgewickelt dargestellt ist;

2 das Behältnis gemäß 1, wobei das Wickeletikett nur teilweise abgewickelt ist, und wobei eine Vignetten explosionsartig dargestellt ist;

3 eine Seitenansicht des Behältnisses gemäß 1 mit lose aufgewickeltem Wickeletikett;

4 eine geschnitten dargestellte Draufsicht auf das Behältnis gemäß 3, geschnitten entlang Linie IV-IV in 3;

5 eine Draufsicht auf ein flach ausgelegtes, erfindungsgemäßes Wickeletikett;

6 eine geschnitten dargestellte Seitenansicht des Wickeletikettes gemäß 5, geschnitten entlang Linie VI-VI in 5;

7 eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Wickeletikettes auf einem Behältnis dargestellt, wobei das Wickeletikett nur teilweise abgewickelt ist, und wobei eine Vignettet explosionsartig dargestellt ist;

8 eine Draufsicht auf ein flach ausgelegtes Wickeletikett gemäß 7

9 eine geschnitten dargestellte Seitenansicht des Wickeletikettes gemäß 7.

In den 1 bis 4 ist ein erfindungsgemäßes Wickeletikett 10 zusammen mit einem im Wesentlichen zylindrischen Behältnis 12 dargestellt, während in den 5 und 6 das Wickeletikett 10 in Alleinstellung gezeigt ist. Dieses Wickeletikett ist zweilagig ausgeführt und besitzt eine durchgehende Trägerschicht 14 und eine Deckschicht 16 auf der dem Behältnis 12abgewandten Seite des Wickeletikettes 10, wie insbesondere 6 zu entnehmen ist. Sowohl die Trägerschicht 14, als auch die Deckschicht 16sind auf ihrer Unterseite 18 mit einem Permanentkleber 20 versehen, wobei die Deckschicht 16 auf der Trägerschicht 14 zur Anlage kommt.

Das Wickeletikett 10 lässt sich in verschiedene Abschnitte unterteilen. In Wickelrichtung gesehen beginnt das Wickeletikett 10 mit einem Klebeabschnitt 22, gefolgt von einem Wickelabschnitt 24 und einem Verschluss 26 am freien Ende des Wickelabschnitts 24. Der Wickelabschnitt 24 selbst unterteilt sich nochmals in einen Vignettenabschnitt 28 und einen Informationsabschnitt 30. Auf der Unterseite 18 der Trägerschicht 14 ist auf dem Permanentkleber 20 im Bereich des Wickelabschnittes 24 ein Neutralisator 32 aufgetragen, der die Klebekraft des Permanentklebers 20 in diesem Bereich nahezu vollständig neutralisiert. In einer anderen Ausführungsform ist der Neutralisator so gewählt, dass er hier lediglich die Klebekraft des Permanentklebers 20 schwächt.

Im Bereich des Vignettenabschnittes 28 sind zehn einzeln abnehmbare Vignetten vorgesehen. In anderen Ausführungsformen kann die Anzahl der Vignetten den Erfordernissen im Anwendungsfall angepasst werden. In der hier dargestellten Ausführungsform ist dabei die Trägerschicht 16 in den betreffenden Stellen durchgeschnitten, so dass diese rechteckig ausgebildeten Vignetten 34 entstehen. Die Unterseite der Deckschicht 16 ist, wie auch die Unterseite der Trägerschicht 14, flächendeckend mit einem Permanentkleber 20 versehen. Im Bereich des Vignettenabschnittes 28 jedoch ist auf der Trägerschicht 14 ein Silikonlack 36 aufgebracht, um in diesem Bereich die Klebekraft des Permanentklebers 20 auf der Unterseite der Deckschicht 16, insbesondere der Vignetten 34 zu schwächen. Hierdurch wird erreicht, dass die einzelnen Vignetten 34 nicht permanent auf der Trägerschicht 14 kleben, sondern von dieser abnehmbar sind. Gleichzeitig wird hiermit erreicht, dass die Vignette 34 an anderer Stelle, zum Beispiel in einer Patientenakte wieder aufgeklebt werden kann und in der dann gewünschten Position verbleibt.

Auf der vom Behältnis 12 abgewandten Oberseite 38 der Deckschicht 16 ist ebenfalls flächendeckend eine Silikonschicht 40 aufgebracht. Diese Silikonschicht 40 dient ebenfalls dazu, die Wirkung des Permanentklebers 20 zu reduzieren. Dies ist besonders dann von Bedeutung, wenn der Verschluss 26 mit seinem an der Unterseite angebrachten Permanentkleber 20 auf der Oberseite 38 der Deckschicht 16 zur Anlage kommt, um das Wickeletikett 10 zu verschließen. Das gilt auch für den Fall, dass der Verschluss 26 versehentlich nicht in der Endposition am Wickeletikett 10 anklebt, sondern in irgendeiner Zwischenstellung. Wäre die Silikonschicht 40 nicht flächendeckend vorhanden, so bestünde die Gefahr, dass der Verschluss 26 irgendwo am Wickeletikett 10 zur Anlage kommt und nicht mehr zu entfernen ist, ohne das Wickeletikett 10 zu beschädigen.

Die Oberseite 38 der Deckschicht 16 ist sowohl im Bereich des Klebeabschnittes 22, als auch im Bereich des Informationsabschnittes 30 mit Informationen und Daten zu dem hier verpackten Stoff oder Medikament versehen. Auch die Rückseite des Wickelabschnittes 24 kann mit Informationen bedruckt werden. Auf jeder der Vignetten 34 ist eine Zusammenfassung der wichtigsten Daten und Informationen zu dem hier verpackten Stoff oder Medikament zusammengefasst, damit zusammen mit der Vignette 34 alle wichtigen Informationen z. B. in eine Patientenakte übernommen werden können.

Wie insbesondere den 1 bis 4 zu entnehmen ist, wird das Wickeletikett 10 mit seinem Klebeabschnitt 22 um das Behältnis gewickelt. Dabei ist der Klebeabschnitt 22 so gewählt, dass er das Behältnis 12 annähernd einmal umschließt. In Wickelrichtung betrachtet, schließt sich an den Klebeabschnitt 22 der Wickelabschnitt 24 an. Während der Klebeabschnitt 22 auf seiner Unterseite 18 einen Permanentkleber 20 zum dauerhaften Ankleben des Wickeletikettes 10 am Behältnis 12 aufweist, ist der Permanentkleber 20 im Bereich des Wickelabschnittes 24 durch einen Neutralisator 32 in seiner Wirkung nahezu aufgehoben. Im Bereich des Verschlusses 26 ist der Permanentkleber 20 an der Unterseite der Trägerschicht wieder vorhanden, so dass mit dem Verschluss 26 das Wickeletikett am Behältnis ordnungsgemäß verschlossen werden kann.

Die Oberseite 38 der Deckschicht 16 ist im Bereich des Klebeabschnittes 22 mit allgemeinen Informationen und Daten zum Produkt bedruckt. An diesen Klebeabschnitt 22 schließt sich der Vignettenabschnitt 28 an, in dem hier insgesamt zehn einzeln abnehmbare Vignetten 34 zur Verfügung gestellt sind. Diese Vignetten können vom Pflegepersonal oder vom Arzt in einfacher Weise abgenommen und in eine Patientenakte geklebt werden, so dass die auf der Vignette 34 abgedruckten Daten und Informationen dann auch in der jeweiligen Akte zur Verfügung stehen. An den Vignettenabschnitt 28 schließt sich ein Informationsabschnitt 30 an, an dem wieder allgemeine Informationen und Daten zu dem Produkt, dem Wirkstoff oder dem Medikament abgedruckt sind. Dabei ist der Informationsabschnitt 30 so lang gewählt, dass dieser das Behältnis 12 mindestens einmal umschlingt. Mit dem am freien Ende des Wickelabschnittes 24 bzw. Informationsabschnittes 30 angebrachten Verschluss 26 kann das Etikett dann zuverlässig verschlossen werden. Dabei kommt die Unterseite 18 der Trägerschicht 14 im Bereich des Verschlusses 26 auf der Oberseite 38 der Deckschicht 16 im Informationsabschnitt 30 zur Anlage, wie insbesondere in 4 zu entnehmen ist. Da die Oberseite 38 der Deckschicht 16 mit einer Silikonschicht 40 überzogen ist, lässt sich der Verschluss 26 zu gegebener Zeit auch wieder vom Wickeletikett 10 ablösen, so dass die innenseitig angebrachten Informationen und/oder die nach dem Öffnen des Wickeletiketts zutage getretenen Vignetten 34 wieder zugänglich werden. Die Gestaltung des Informationsabschnittes 30 ist derart, dass dieser das Behältnis 12 mindestens einmal umwickelt und hat auch den Vorteil, dass hierdurch die Vignetten 34 geschützt sind und nicht ohne Weiteres jedermann zugänglich sind.

In der hier dargestellten Ausführungsform ist der Aufbau des Wickeletikettes 10 dergestalt, dass im Klebeabschnitt 22 alle wichtigen Informationen zum Produkt einmal abgedruckt sind. Die gleichen Informationen sind auch im Informationsabschnitt 30 abgedruckt, während auf der Rückseite des Wickelabschnittes 24 weitergehende Informationen bereit gestellt werden. In der Praxis bedeutet dies nun, dass im permanent an dem Behältnis klebenden Klebeabschnitt 22 alle wichtigen Informationen und Daten zur Verfügung stehen und dass diese auch nicht zerstörungsfrei entfernt werden können. Wird das Wickeletikett 10 vollständig um das Behältnis 12 gewickelt und mit dem Verschluss 26 verschlossen, so ist nur noch der Informationsabschnitt 30 sichtbar. Aus diesem Grunde sind im Informationsabschnitt 30 nochmal alle wichtigen Informationen und Daten abgedruckt, wie dies im Klebeabschnitt 22 bereits der Fall war, damit der Patient und/oder das Pflegepersonal auch bei einem geschlossenen Wickeletikett 10 sämtliche Informationen abrufen kann.

In den 7 bis 9 ist eine zweite Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Wickeletiketts 110 dargestellt, welches wie das Wickeletikett 10 gemäß der ersten Ausführungsform ebenfalls zweilagig aus einer Trägerschicht 114 und einer Deckschicht 116 zusammengesetzt ist. Auch dieses Wickeletikett 110 umfasst einen Klebeabschnitt 122, einen Wickelabschnitt 124 und einen Verschluss 126, wobei der Wickelabschnitt 124 so lang ausgebildet ist, dass der Verschluss 126 stets auf dem Wickeletikett 110 selbst zur Anlage kommt. Dieses Wickeletikett 110 weist drei Vignetten 134 auf, die im Gegensatz zu dem Wickeletikett 10 gemäß der ersten Ausführungsform hier im Klebeabschnitt 122 angeordnet sind. Hierdurch wird der Klebeabschnitt 122 in einen Informationsabschnitt 130 und einen Vignettenabschnitt 128 unterteilt, wobei hier in Wickelrichtung betrachtet zunächst der Informationsabschnitt 130 und dann der Wickelabschnitt 128 angeordnet ist. Auch beim Wickeletikett 110 sind die Vignetten 134 lösbar am Wickeletikett 110 gehalten und auf ihrer Rückseite mit Klebstoff versehen. Dabei ist die Rückseite der Deckschicht 16 flächendeckend mit einem Permanentklebstoff 20 versehen. Damit die Vignetten 134 ablösbar gehalten werden, ist auf der Oberseite der Trägerschicht 114 im Bereich der Vignetten 134 ein Silikonlack 136 aufgebracht, um die Klebekraft des Permanentklebers 120 zu reduzieren. Die Oberseite der Deckschicht 16 ist durchgehend mit einer Silikonschicht 140 versehen, um die Klebekraft des am Verschluss 126 befindlichen Permanentklebers 120 zu reduzieren, so dass der Verschluss 126 mehrfach geöffnet und wieder verschlossen werden kann, ohne das Wickeletikett 100 zu beschädigen.

In einer anderen, hier nicht dargestellten Ausführungsform wird im Bereichs des Wickelabschnittes auf den Informationsabschnitt verzichtet und statt dessen der Vignettenabschnitt entsprechend vergrößert.

Die Anzahl der Vignetten ist vom Einzelfall abhängig und kann den Anfordernissen entsprechend angepasst werden. Die hier gemachten Angaben sind nur als Beispiele zu verstehen.

10, 110
Wickeletikett
12, 112
Behältnis
14, 114
Trägerschicht
16, 116
Deckschicht
18, 118
Unterseite der Trägerschicht
20, 120
Permanentkleber
22, 122
Klebeabschnitt
24, 124
Wickelabschnitt
26, 126
Verschluss
28, 128
Vignettenabschnitt
30, 130
Informationsabschnitt
32, 132
Neutralisator
34, 134
Vignette
36, 136
Silikonlack
38, 138
Oberseite der Deckschicht
40, 140
Silikonschicht


Anspruch[de]
Wickeletikett zur Anbringung an einem Behältnis (12, 112), mit einem Klebeabschnitt (22, 122) zum Ankleben des Wickeletikettes (10, 110) an dem Behältnis (12, 112), wobei eine Rückseite des Klebeabschnittes (22, 122) zumindest teilweise mit Klebstoff versehen ist, mit einem Wickelabschnitt (24, 124), mit dem das Behältnis (12, 112) teilweise, ganz oder mehr als einmal umwickelt werden kann, wobei der Wickelabschnitt (24, 124) in Wickelrichtung betrachtet dem Klebeabschnitt (22, 122) nachgeordnet ist, und mit einem am freien Ende des Wickelabschnittes (24, 124) angebrachten Verschluss (26, 126) zum Befestigen des freien Endes des Wickelabschnittes (24, 124) auf dem Wickeletikett (10, 110), dadurch gekennzeichnet, dass am Wickeletikett (10, 110) eine Anzahl abnehmbarer Vignetten (34, 134) gehalten sind. Wickeletikett nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Vignetten (34, 134) mit Klebstoff versehen sind und ablösbar am Wickeletikett (10, 110) gehalten sind. Wickeletikett nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an der Vignette eine Grifflasche ausgebildet ist. Wickeletikett nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vignetten (34, 134) an einer dem Behältnis (12, 112) abgewandten Seite des Wickeletikettes (10, 110) angebracht sind. Wickeletikett nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Vignetten (34) im Wickelabschnitt (24) angeordnet sind. Wickeletikett nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschluss (26, 126) im applizierten Zustand auf dem Wickeletikett (10, 110), insbesondere auf dem Wickelabschnitt (24, 124), zur Anlage kommt. Wickeletikett nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Klebeabschnitt (22, 122) kleiner ist, als der Umfang des Behältnisses (12, 112). Wickeletikett wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Wickelabschnitt (22, 122) größer ist, als der Umfang des Behältnisses (12, 112). Wickeletikett nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Wickelabschnitt (22) einen Vignettenabschnitt (28) und einen Informationsabschnitt (30) aufweist. Wickeletikett nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Informationsabschnitt (30) in Wickelrichtung betrachtet dem Vignettenabschnitt (28) nachgeordnet ist. Wickeletikett nach den Ansprüchen 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Informationsabschnitt (30) mindestens dem Umfang des Behälters (12) entspricht, so dass der Verschluss (26) im applizierten Zustand auf dem Informationsabschnitt (30) des Wickelabschnittes (24) zur Anlage kommt. Wickeletikett nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Verschluss (26, 126) mit einem Permanentkleber (20, 120) versehen ist, wobei auf der mit dem Verschluss (26, 126) korrespondieren Fläche des Wickeletikettes (10, 110) ein die Klebewirkung verringerndes Mittel, insbesondere Silikon (40, 140) oder Silikonlack (36, 136), vorgesehen ist. Wickeletikett nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Wickeletikett (10, 110) zumindest zweilagig ausgebildet ist, so dass das Wickeletikett zumindest eine Trägerschicht (14, 114) und eine Deckschicht (16, 126) besitzt. Wickeletikett nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die dem Behältnis (12, 112) zugewandte Unterseite (18, 118) des Wickeletikettes (10, 110) durchgängig mit einem Permanentkleber (20, 120) versehen ist, während der Permanentkleber (20, 120) im Bereich des Wickelabschnittes (24, 124), nicht aber im Bereich des Klebeabschnittes (22, 122) und nicht im Bereich des Verschlusses (26, 126) durch einen Neutralisator (32, 132) abgedeckt ist. Wickeletikett nach wenigstens einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberfläche (38, 138) des Wickeletikettes (10, 110) mit einem die Klebewirkung verringernden Mittel, insbesondere Silikon (40, 140) oder Silikonlack (36, 136), versehen ist.






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