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Dokumentenidentifikation DE202007009507U1 31.10.2007
Titel Mehrstufiges Gebläse
Anmelder Brandschutztechnik Müller GmbH, 34289 Zierenberg, DE
Vertreter Walther, Walther & Hinz GbR, 34130 Kassel
DE-Aktenzeichen 202007009507
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 31.10.2007
Registration date 27.09.2007
Application date from patent application 06.07.2007
IPC-Hauptklasse F04D 29/42(2006.01)A, F, I, 20070706, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F04D 17/12(2006.01)A, L, I, 20070706, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft ein mehrstufiges, insbesondere zweistufiges Gebläse, umfassend mindestens zwei Gebläseeinheiten mit jeweils einem Antrieb, wobei die beiden Gebläseeinheiten miteinander in Verbindung stehen.

Aus dem Stand der Technik ist ein zweistufiges Gebläse bekannt, bei der die beiden Gebläsestufen auf einem geminsamen Gehäuseboden angeordnet sind. Die eine Gebläsestufe ist vertikal ausgerichtet, während die andere Gebläsestufe horizontal auf dem Gehäuseboden angeordnet ist. Hierbei ist die Druckseite der ersten Gebläsestufe mit der Saugseite der zweiten Gebläsestufe verbunden, so dass sich ein zweistufiges Gebläse ergibt. Im Bereich der ersten Gebläsestufe befindet sich der Lufteinlass, im Bereich der zweiten Gebläsestufe der Luftauslass. Derartige Gebläse dienen beispielsweise dazu, Zelte aufzublasen. Solche Gebläse, auch Turbogebläse genannt, dienen dazu, verhältnismäßig große Luftmengen über einen relativ gesehen kurzen Zeitraum zur Verfügung zu stellen.

Diese bekannten Gebläse haben verschiedene Nachteile. Zunächst einmal ist festzuhalten, dass ein solches aus dem Stand der Technik bekanntes zweistufiges Gebläse relativ voluminös baut, eben deshalb, weil eine Gebläsestufe – wie bereits ausgeführt – liegend und die andere Gebläsestufe stehend auf dem Gehäuseboden angeordnet sind. Darüber hinaus gestaltet sich auch die Montage relativ aufwändig, und zwar insofern, als die beiden Gebläsestufen immer zusammen montiert werden müssen.

Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, ein mehrstufiges, insbesondere zweistufiges Gebläse, umfassend mindestens zwei Gebläseeinheiten der eingangs genannten Art bereitzustellen, das einen geringen Bauraum aufweist und darüber hinaus leicht und in kurzer Zeit zu montieren ist.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass jeder Gebläseeinheit ein eigenes Gehäuse zugeordnet ist, wobei jedes Gehäuse eine Saug- und eine Druckkammer aufweist, wobei die Saugkammer der ersten Gebläsestufe einen Lufteinlass und die Druckkammer der zweiten Gebläsestufe einen Luftauslass aufweist, wobei die Druckkammer der ersten Gebläsestufe mit der Saugkammer der zweiten Gebläsestufe in Verbindung steht. Hieraus wird Folgendes deutlich:

Jeder der beiden Gebläseeinheiten ist ein eigenes Gehäuse zugeordnet. Das heißt, dass die beiden Gebläsestufen einzeln zu montieren sind und erst nach der Montage zu dem zweistufigen Gebläse komplettiert werden. Das bedeutet, dass die beiden Gehäuse einer jeden Gebläseeinheit mit jeweils einem Antrieb nach der Montage durch ein gemeinsames Deckelgehäuse zu einer Einheit zusammengeführt werden. Dieses Deckelgehäuse besitzt die entsprechenden Schalter und Kabel, um ein solches Gebläuse eigenständig nutzen zu können. Hieraus wird deutlich, dass durch den modularen Aufbau der beiden Gebläsestufen eine wesentliche Ersparnis in der Montagezeit erzielt werden kann, da die Gebläuseeinheiten in Serie gefertigt werden können und danach lediglich unter einem Deckelgehäuse zusammengeführt werden. Darüber hinaus baut ein derartiges Gebläse platzsparend, dass einige Gebläsestufen senkrecht stehend in dem jeweiligen Gehäuse angeordnet sind.

Weitere vorteilhafte Merkmale ergeben sich aus den Unteransprüchen.

So ist insbesondere vorgesehen, dass mindestens eines der beiden Gehäuse eine Überströmkammer aufweist, die die Druckkammer der ersten Gebläsestufe mit der Saugkammer der zweiten Gebläsestufe verbindet. Insbesondere durch eine solche Überströmkammer in dem einen Gehäuse wird die Möglichkeit des modularen Aufbaues eines solchen zweistufigen Gebläses ermöglicht. Insbesondere wird hierdurch die Montage auch insofern erleichtert, als durch die entsprechenden Zu- und Abführungen zu der Überströmkammer bzw. auch von der Überströmkammer weg keine gesonderten Bauteile erforderlich sind, um die beiden Gebläsestufen zu verbinden.

Für die leichte Montage ist insbesondere erforderlich, dass das Gehäuse zur Bildung der Druckkammer durch einen Deckel verschließbar ist, wobei der Deckel die Gebläseeinheit mit dem Antrieb aufnimmt. Hieraus wird deutlich, dass die Gebläseeinheit mit dem Antrieb zunächst an dem Deckel montiert wird und dann der Deckel auf das Gehäuse aufgesetzt wird und insofern auch das Gehäuse unter Bildung der Druckkammer verschließt. Die Kammern des Gehäuses selbst sind luftdicht abgeschlossen, was durch die Verwendung entsprechender Dichtungsmassen erreicht werden kann.

In diesem Zusammenhang bleibt darauf hinzuweisen, dass die Saugkammer von der Druckkammer durch einen Zwischenboden getrennt ist, wobei sich der Einlass der Gebläseeinheit in der Saugkammer und der Auslass der Gebläuseeinheit in der Druckkammer befindet. Der Zwischenboden selbst ist zu dem Gebläsegehäuse der Gebläseeinheit abgedichtet. Durch die Fixierung des Gebläsegehäuses in dem Zwischenboden wird auch erreicht, dass sich bei Betrieb des Gebläses das Gebläsegehäuse auf Grund des hierbei entstehenden Unterdrucks nicht an das Lüfterrad ziehen kann, was beim Stand der Technik regelmäßig der Fall ist, da dort das Gehäuse des Gebläses nicht gesondert befestigt ist.

Anhand der Zeichnungen wird die Erfindung nachstehend beispielhaft näher erläutert.

1 zeigt anhand einer explosionsartigen Darstellung ein zweistufiges Gebläse;

2 zeigt eine Darstellung gemäß 1 im zusammengebauten Zustand;

3 zeigt das Gehäuse mit der Überströmkammer im Schnitt.

Das zweistufige Gebläse gemäß 1 umfasst die beiden Gebläseeinheiten 1 und 2 mit den jeweiligen Antrieben 1a, 2a. Jeder Gebläseeinheit mit dem entsprechenden Antrieb ist ein Gehäuse 3, 4 zugeordnet. Die beiden Gehäuse 3, 4 sind miteinander kuppelbar. Das Deckelgehäuse 5 verschließt die elektrischen Antriebe der beiden Gebläseeinheiten.

Gegenstand der Erfindung sind nun die beiden Gehäuse 3, 4 mit der jeweiligen Gebläseeinheit 1, 2 und dem Antrieb 1a, 2a. Das Gehäuse 3 weist den Lufteinlass 31 und den Zwischenboden 32 auf. Das Gebläsegehäuse 22 umfasst zwei übereinander angeordnete Teilabschnitte 22a und 22b, wobei der Gebläsegehäuseteil 22b Öffnungen zum Ansaugen der durch den Lufteinlass 31 eingesaugten Luft dient und der Gebläsegehäuseteil 22a Öffnungen zum Auslass der angesaugten und verdichteten Luft aufweist. Der Gebläsegehäuseteil 22a befindet sich in der Druckkammer 34, wohingegen der Gebläusegehäuseteil 22b sich in der Saugkammer 35 befindet. Montiert ist die Gebläseeinheit 22 mit dem Antrieb 2a auf dem Deckel 37, der auch den Verschluss zu der Druckkammer 34 darstellt. Durch den Zwischenboden 32 wird das Überströmen der bereits vorverdichteten Luft zurück in die Ansaugkammer verhindert.

Die Druckkammer 34 besitzt mehrere, und hier insbesondere drei Auslässe 38, wobei korrespondierend hierzu die Überströmkammer 50 des Gehäuses 4 mit ebenfalls drei korrespondierend hierzu angeordneten Öffnungen 58 versehen ist. Die Überströmkammer ist nach unten hin, d. h. in Richtung auf die Saugkammer 45 des Gehäuses 4 geöffnet. Das heißt, dass die bereits vorverdichtete Luft aus der Druckkammer 34 der Saugkammer 45 des zweiten Gehäuses durch die Überströmkammer 50 zugeführt wird. Dort wiederum ist ein Zwischenboden 42 vorgesehen, der die Gebläseeinheit 1 mit dem Antrieb 1a aufnimmt. Der Zwischenboden 42 trennt auch hier die Saugkammer 45 von der Druckkammer 44; darüber hinaus sind auch hier die beiden Gebläsegehäuseteile 42a, 42b vorgesehen, wobei der Zwischenboden 42 wie bei der Gebläsestufe im Gehäuse 2 ein unkontrolliertes Überströmen der verdichteten Luft in den Ansaugraum der zweiten Gebläsestufe verhindert. Im Bereich der Druckkammer 44 befindet sich der Luftauslass 41, aus dem die verdichtete Luft ausströmen kann. Der Deckel 47 nimmt auch hier die Gebläseeinheit 1 mit dem Antrieb 1a auf und bildet den Verschluss für die Druckkammer 44. Nach Verbindung der beiden Gehäuse 3, 4 wird das Deckelgehäuse 5 übergestülpt und mit den beiden Gehäusen 3, 4 verbunden.

Hieraus wird deutlich, dass die Luft durch den Lufteinlass 31 eingesaugt wird, von der Druckkammer 34 durch die Öffnungen 38, 58 in die Überströmkammer 50 gelangen, dort im Bereich der Saugkammer 45 austreten und durch den Luftauslass 41 aus der Druckkammer 44 austreten (3, Pfeil 100).

Wesentlich bei der Erfindung ist nun, dass die Montage der Gebläsestufen jeweils gesondert erfolgen kann. Wesentlich ist auch, dass vom Ergebnis her eine jede Gebläsestufe auch als eigenständiges Gebläse fungieren kann. Denn die dafür erforderlichen Öffnungen sowohl im Bereich der Saugkammer als auch im Bereich der Druckkammer sind vorhanden.


Anspruch[de]
Mehrstufiges, insbesondere zweistufiges Gebläse, umfassend mindestens zwei Gebläseeinheiten (1, 2) mit jeweils einem Antrieb (1a, 2a), wobei die beiden Gebläseeinheiten (1, 2) miteinander in Verbindung stehen, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Gebläseeinheit (1, 2) ein eigenes Gehäuse (3, 4) zugeordnet ist, wobei jedes Gehäuse (3, 4) eine Saug- (35, 45) und eine Druckkammer (34, 44) aufweist, wobei die Saugkammer (35, 45) der ersten Gebläsestufe einen Lufteinlass (31) und die Druckkammer (34, 44) der zweiten Gebläsestufe einen Luftauslass (41) aufweist, wobei die Druckkammer (35) der ersten Gebläsestufe mit der Saugkammer (35) der zweiten Gebläsestufe in Verbindung steht. Mehrstufiges, insbesondere zweistufiges Gebläse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der beiden Gehäuse (3, 4) eine Überströmkammer (50) aufweist, die die Druckkammer (34) der ersten Gebläsestufe mit der Saugkammer (45) der zweiten Gebläsestufe verbindet. Mehrstufiges, insbesondere zweistufiges Gebläse nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kammern (34, 35; 44, 45) luftdicht abgeschlossen sind. Mehrstufiges, insbesondere zweistufiges Gebläse nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (3, 4) zur Bildung der Druckkammer (34, 44) durch einen Deckel (37, 47) verschließbar ist, wobei der Deckel (37, 47) die Gebläseeinheit mit dem Antrieb (1a, 2a) aufnimmt. Mehrstufiges, insbesondere zweistufiges Gebläse nach einem der voranstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Saugkammer (35, 45) von der Druckkammer (34, 44) durch einen Zwischenboden (32, 42) getrennt ist, wobei sich der Einlass (31) der Gebläseeinheit in der Saugkammer (35) und der Auslass der Gebläseeinheit in der Druckkammer (44) befindet.






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