PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE202007010285U1 31.10.2007
Titel Erntemaschine
Anmelder Hippe Handelsgesellschaft mbH & Co. KG, 49170 Hagen, DE
Vertreter Busse & Busse Patentanwälte, 49084 Osnabrück
DE-Aktenzeichen 202007010285
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 31.10.2007
Registration date 27.09.2007
Application date from patent application 20.07.2007
IPC-Hauptklasse A01F 12/40(2006.01)A, F, I, 20070720, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A01F 29/02(2006.01)A, L, I, 20070720, B, H, DE   A01F 29/12(2006.01)A, L, I, 20070720, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf eine Erntemaschine, insbesondere einen selbstfahrenden Mähdrescher in einer Ausbildung nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Mähdrescher herkömmlicher Bauart haben eine in Fahrtrichtung vordere Gutaufnahme, einen vorderen Messerbalken, eine dem Messerbalken nachgeordnete Einzugsschnecke, eine Dreschtrommel mit zugeordnetem Dreschkorb, Dreschorgane, Unter- und Obersiebe, eine Kornschnecke, einen Korntank und eine den Dreschorganen nachgeordnete Strohhäckslereinrichtung, die üblicherweise eine quer zur Fahrtrichtung der Maschine ausgerichtete Häckseltrommel aufweist. Über diese Häckseltrommel wird das gehäckselte Stroh ausgebracht. Nachteilig hierbei ist, daß bei den zunehmend angestrebten größeren Arbeitsbreiten von Erntemaschinen eine gleichmäßige Ausbringung des Stroh-Streu-Gemisches über die gesamte Arbeitsbreite nicht möglich ist.

Um hier Abhilfe zu schaffen, ist schon vorgeschlagen worden (DE 43 21 905 C2), der Häckseleinrichtung zwei Wurfgebläse für den Breitverteilungsaustrag des anfallenden Erntehäckselgutes nachzuschalten. Die Wurfgebläse werden von oben her über einen Übergabetrichter mit dem Resterntegut beschickt. Damit geht jedoch ein Richtungswechsel des Resterntegutflusses einher, so daß das gehäckselte Resterntegut zunächst abgebremst wird und dann für eine Breitverteilung durch die Wurfgebläse erneut zu beschleunigen ist.

Um den Verlust einer solchen Bewegungsenergie zu verringern, ist bei der Erntemaschine nach der DE 199 08 111 C1 vorgesehen, die Gutaustrittsöffnung des Häckslers zu Zwecken der Gutübergabe ohne Richtungsänderung in die gleiche Ebene zu legen wie die Guteintrittsöffnung der Wurfgebläse und dabei die Öffnung in etwa tangential in das Wurfgebläse münden zu lassen. Damit baut die Maschine jedoch relativ lang und erfordert eine Vielzahl von zusätzlichen Anbauteilen, um eine energieschonende Breitverteilung für das gehäckselte Stroh-Streu-Gemisch sicherstellen zu können.

Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Erntemaschine der eingangs genannten Art zur Verfügung zu steilen, mit der auch bei größeren Arbeitsbreiten ein Stroh-Streu-Gemisch über die Arbeitsbreite gleichmäßig verteilt auszubringen ist, ohne eine Vielzahl zusätzlicher Bauteile zu benötigen.

Zur Lösung dieser Aufgabe zeichnet sich die Maschine der eingangs genannten Art durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale aus. Hinsichtlich wesentlicher vorteilhafter Ausgestaltungen wird auf die Ansprüche 1 bis 5 verwiesen.

Durch die Aufteilung der Häckseleinrichtung in zumindest zwei Häckseltrommeln, die in herkömmlicher Ausbildung auf ihrer Mantelfläche Zerkleinerungswerkzeuge in z.B. Gestalt von Messern haben, ist mit einem geringen baulichen Aufwand ein Stroh-Streu-Gemisch auch bei Erntemaschinen mit großer Arbeitsbreite von z.B. 9 Metern gleichmäßig verteilt über die gesamte Arbeitsbreite auszubringen, ohne daß es besonderer Wurfgebläse mit vorgeordneten Trichtern und dergleichen bedarf. Im Zuge der zunehmend angestrebten Minimalbodenbearbeitung ist damit eine Forderung zu erfüllen, das Stroh-Streu-Gemisch gleichmäßig und hinreichend zerkleinert flächenoptimiert auch bei großen Arbeitsbreiten einer Erntemaschine auszubringen. Die entsprechenden Gegenschneiden sind parallel zu den Zerkleinerungswerkzeugen der Häckseltrommeln ebenfalls und damit schräg zur Längsmittelachse der Erntemaschine vorzusehen.

Die Häckseltrommeln sind bevorzugtermaßen antriebsmäßig zu koppeln, so daß diese von einem gemeinsamen Antrieb anzutreiben sind. Dazu stehen bekannte Antriebsverbindungsteile zur Verfügung, die auch bei winkeliger Ausrichtung der Häckseltrommeln zueinander für eine sichere antriebsmäßige Kopplung Sorge tragen.

Es ist auch möglich, zwischen zwei schräg zueinander ausgerichteten Häckseltrommeln in einem Zentralbereich der Maschine eine geradlinig, d.h. orthogonal zur Maschinenlängsachse und damit quer zur Fahrtrichtung ausgerichtete Zentralhäckseltrommel vorzusehen, die das Stroh-Streu-Gemisch mittig auswirft, so daß somit die beiden benachbarten schräg stehenden Häckseltrommeln den jeweils äußeren neben dem Zentralbereich liegenden Auswurfbereich bedienen.

Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, die Häckseltrommeln so vorzusehen, daß sich ihre Schrägausrichtung zueinander und damit die Winkelstellung auch zur Maschinenlängsmittelachse verändern läßt. Damit kann ein unterschiedliches Streubild eingestellt werden.

Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der Zeichnung, in der ein Ausführungsbeispiel einer Häckseltrommelanordnung gezeigt ist.

In der einzigen Figur ist auf die einzelne Darstellung der maschinentypischen Gestaltungsdetails eines Mähdreschers verzichtet worden. Dieser soll jedoch eine Pickup in Gestalt einer Haspel und einen Messerbalkens haben, denen eine Einzugsschnecke nachgeordnet ist, die von den Außenseiten der Maschine jeweils das Erntegut einer Zentralöffnung mit einer Einzugsschnecke zuführt. Daran schließen sich in Gutflußrichtung eine Dreschtrommel mit einem Dreschkorb an, Dreschorgane und Unter- und Obersiebe an. Zudem ist eine Überkehrschnecke mit einer Überkehr- und einer Kornschnecke vorgesehen, die das gedroschene Korn in einen Korntank überführt.

Das gedroschene Erntegut wird danach der in der Zeichnung dargestellten Häckseleinrichtung zugeführt, die in dem dargestellten Ausführungsbeispiel aus zwei Häckseltrommeln 2 und 3 besteht, deren jeweilige Längsmittelachsen 2.1 bzw. 3.1 einander schneiden, und zwar im Bereich der Maschinenlängsmittelachse 4. Die Längsmittelachsen 2.1 und 3.1 der Häckseltrommel 2.3 schneiden sich unter einem stumpfen Winkel &agr; und sind daher schräg zueinander ausgerichtet. Auf ihrer Mantelfläche tragen die jeweiligen Häckseltrommeln 2 und 3 Messer 5 als Zerkleinerungswerkzeuge, die mit Messern 6 von Gegenschneiden 7 zusammenwirken, die parallel zu der jeweiligen Häckseltrommel 2 und 3 ebenfalls schräg zur Maschinenlängsmittelachse 4 ausgerichtet sind. Die Häckseltrommeln 2 und 3 sind von einem gemeinsamen Antrieb 8 angetrieben und über Kraftübertragungsteile 9 antreibbar.


Anspruch[de]
Erntemaschine, insbesondere selbstfahrender Mähdrescher, mit einer im abgabeseitigen Bereich vorgesehenen Häckseleinrichtung (1) zur Zerkleinerung des im abgabeseitigen Bereich ankommenden Erntegutes, welches von der Häckseleinrichtung (1) und/oder einer dieser in Gutflußrichtung nachgeordneten Abwurfvorrichtung ausgebracht wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Häckseleinrichtung (1) zumindest zwei Häckseltrommeln (2, 3) aufweist, deren Längsmittelachsen (2.1, 3.1) sich unter einem stumpfen Winkel schneiden und mithin schräg zur Maschinenlängsmittelachse (4) ausgerichtet sind. Erntemaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Häckseltrommeln (2, 3) auf ihrer Mantelfläche Zerkleinerungswerkzeuge (5) haben, die mit Gegenschneiden (6) zusammenwirken, die in kongruenter Schrägstellung zu den Zerkleinerungswerkzeugen (5) vorgesehen sind. Erntemaschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen zwei schräg zueinander ausgerichteten Häckseltrommeln (2, 3) eine zentrale Häckselvorrichtung angeordnet ist, deren Längsmittelachse sich orthogonal zur Maschinenlängsmittelachse (4) erstreckt. Erntemaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden schräg zueinander ausgerichteten Häckseltrommeln (2, 3) von einem gemeinsamen Antrieb (8, 9) antreibbar sind. Erntemaschine nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Schrägstellung der Häckseltrommeln (2, 3) veränderbar ist.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com