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Dokumentenidentifikation DE202007010424U1 31.10.2007
Titel Betonfertigteiltreppe
Anmelder Hieber Betonfertigteilwerk GmbH, 86441 Zusmarshausen, DE
Vertreter Munk, L., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 86150 Augsburg
DE-Aktenzeichen 202007010424
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 31.10.2007
Registration date 27.09.2007
Application date from patent application 26.07.2007
IPC-Hauptklasse E04F 11/025(2006.01)A, F, I, 20070726, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E04F 11/02(2006.01)A, L, I, 20070726, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Betonfertigteiltreppe mit Treppenstufen, denen Trittelemente zugeordnet sind.

Die derzeit gebräuchlichen Betonfertigteiltreppen sind als einteilige Betonformlinge ausgebildet, die sich über die ganze Treppenbreite erstrecken. Dies ist jedoch aus ästhetischen Gründen vielfach unerwünscht. Die bekannten Betonfertigteiltreppen kommen daher trotz der wirtschaftlichen Vorteile, die Betonfertigteile bieten, dort nicht in Frage, wo ein über die ganze Treppenbreite sich erstreckender Betonkörper als störend empfunden wird. Abgesehen davon besitzen die über die ganze Treppenbreite sich erstreckenden Betonkörper auch ein vergleichsweise großes Gewicht und sperriges Volumen, was die Lagerhaltung und den Transport sowie die Montage erschweren kann und einen hohen Betonverbrauch ergibt.

Hiervon ausgehend ist es daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, die Nachteile der bekannten Anordnungen zu vermeiden und eine Treppe eingangs erwähnter Art zu schaffen, die keinen über die Treppenbreite durchgehenden Betonkörper aufweist und dennoch als Betonfertigteiltreppe ausgebildet ist.

Als Lösung wird eine Ausbildung als Wangentreppe vorgeschlagen, deren seitliche Wangen als Betonfertigteile ausgebildet sind, die an ihrer Oberseite mit die Trittelemente aufnehmenden Stufen und im Bereich der Trittseite der Stufen mit den Trittelementen zugeordneten, nach außen durch jeweils einen Steg begrenzten Aufnahmeeinlassungen versehen sind.

Diese Maßnahmen ergeben eine Betonfertigteiltreppe mit leichtem, unterhalb der Trittelemente offenem Aussehen, was vielfach erwünscht ist. Dennoch sind die wirtschaftlichen Vorteile der Verwendung von Betonfertigteilen gegeben. Ein weiterer Vorteil ist darin zu sehen, dass die beiden Wangen zusammen ein kleineres Volumen und Gewicht als die bekannten Treppen eingangs erwähnter Art aufweisen. Vorteilhaft ist auch, dass hinsichtlich der Art der Trittelemente eine große Bandbreite besteht. Da den Trittelementen nach außen durch Stege begrenzte Aufnahmeeinlassungen zugeordnet sind, ergibt sich in vorteilhafter Weise auch eine einheitlich als Betonfläche erscheinende Wangenaußenseite. Außerdem erübrigt sich in vorteilhafter Weise eine stirnseitige Bearbeitung der Trittelemente. Die vorgeschlagenen Maßnahmen ergeben demnach eine ausgezeichnete Gesamtwirtschaftlichkeit.

Vorteilhafte Ausgestaltungen und zweckmäßige Fortbildungen der übergeordneten Maßnahmen sind in den Unteransprüchen angegeben. So können die seitlichen Wangen zweckmäßig durch Queranker miteinander verbunden werden. Dies ergibt ein einheitliches Einbauelement, was die Montage erleichtern kann. Außerdem wird hierdurch sichergestellt, dass die Trittelemente nicht durch Seitenkräfte zwischen den beiden Wangen belastet werden, sondern lediglich die Trittkräfte aufnehmen müssen. Dies erleichtert die Konstruktion und die Befestigung der Trittelemente.

Zweckmäßig können die die Wangen bildenden Betonfertigteile aus selbstverdichtendem Beton bestehen. Dieses Material besitzt eine gute Fließfähigkeit, so dass sich automatisch saubere Sichtflächen ohne nennenswerte Nacharbeit ergeben.

Eine weitere Fortbildungen der übergeordneten Maßnahmen kann darin bestehen, dass die Trittelemente im Bereich der zugeordneten Aufnahmeeinlassungen mit den Wangen verklebt und/oder verstiftet sind. Diese Maßnahmen ergeben eine einfache Montage und dennoch einen zuverlässigen Halt der Trittelemente.

Vorteilhaft kann die Oberseite der Trittelemente niveaugleich mit der Oberseite der die zugeordneten Aufnahmeeinlassungen begrenzenden Stege sein. Dies ergibt in vorteilhafter Weise durchgehende Flächen, was die Reinigung erleichtert und die Sicherheit erhöht.

Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und zweckmäßige Fortbildungen der übergeordneten Maßnahmen sind in den restlichen Unteransprüchen angegeben und aus der nachstehenden Beispielsbeschreibung anhand der Zeichnung näher entnehmbar.

In der nachstehend beschriebenen Zeichnung zeigen:

1 einen Längsschnitt durch eine erfindungsgemäße Treppe,

2 eine Draufsicht auf die erfindungsgemäße Treppe und

3 eine perspektivische Teilansicht der erfindungsgemäßen Treppe in explosionsartiger Darstellung.

Eine Treppe 1 ganz allgemein dient, wie aus 1 ersichtlich ist, zur Überbrückung eines Höhenabstands. Dieser ist in in Anstiegsrichtung gegeneinander versetzte Treppenstufen 2 unterteilt. Den Treppenstufen 2 sind bei der dargestellten Treppe 1 Trittelemente 3 zugeordnet.

Die dargestellte Treppe 1 ist als Wangentreppe ausgebildet. Diese besteht aus zwei seitlichen Wangen 4, auf denen die Trittelemente 3 mit ihren Endbereichen aufgenommen sind. Die Wangen 4 sind zur Schaffung einer Betonfertigteiltreppe als Betonfertigteile ausgebildet, die, wie am besten aus 3 ersichtlich ist, an ihrer Oberseite mit mit den Treppenstufen 2 korrespondierenden Stufen 2' versehen sind. Im Bereich der horizontalen Oberseite, das heißt der Trittseite der Stufen 2'ist jeweils, wie aus 3 weiter erkennbar ist, eine nach außen durch einen Steg 5 begrenzte Aufnahmeeinlassung 6 vorgesehen, in die das zugeordnete Trittelement 3 mit seinem zugewandten Endbereich einlegbar ist. Der Steg 5 und die Aufnahmeeinlassung 6 erstrecken sich über die ganze Stufenbreite. Das gilt dementsprechend auch für die Trittelemente 3.

Die seitlichen, als einzeln herstellbare Betonfertigteile ausgebildeten Wangen 4, die einen zueinander spiegelbildlichen Aufbau aufweisen, sind, wie aus 2 entnehmbar ist, durch wenigstens einen, im dargestellten Beispiel durch zwei Queranker 7 fest miteinander verbunden. Hierdurch ergibt sich ein zusammenhängendes, einheitliches Einbauelement, das nur noch mit den Trittstufen 3 belegt werden muss. Diese sind nachträglich anbringbar, was die Montage vereinfacht. Die Queranker 7 sind, wie aus 3 entnehmbar ist, an ihren Enden mit Flanschplatten 8 versehen, die an den Innenseiten der Wangen 4 festlegbar sind. Hierzu können die Wangen 4 mit eingegossenen Dübeln 9 versehen sein.

Die die Wangen 4 bildenden Betonfertigteile werden in zugeordneten Formen gegossen. Diese sind so ausgebildet, dass die die Stege 5 und Aufnahmeeinlassungen 6 enthaltende Wangenoberseite der Formunterseite zugeordnet ist und die Wangenunterseite die Füllseite bildet, wie in 3 durch einen Pfeil 10 angedeutet ist. Auf diese Weise wird eine zuverlässige Ausformung der Stege 5 und Aufnahmeeinlassungen 6 bewerkstelligt. Die Wandungen der Form ergeben saubere Sichtflächen, so dass keine nachträgliche Nacharbeit erforderlich ist. In jedem Fall soll die Außenseite der Wangen 4 als Sichtfläche ausgebildet sein. Zum Füllen der Form findet selbstverdichtender Beton Verwendung, der sehr fließfähig ist, so dass sich eine saubere Oberflächenbeschaffenheit ergibt.

Die Trittelemente 3 greifen, wie in 3 durch unterbrochene Linien angedeutet ist, mit ihren Endbereichen in die jeweils zugeordneten Aufnahmeeinlassungen 6 ein. Zur Erzielung eines zuverlässigen Halts der Trittelemente 3 können diese mit der zugeordneten Auflagefläche verklebt sein. Zusätzlich oder alternativ kann auch eine Verstiftung vorgesehen sein. Im dargestellten Beispiel sind die Trittelemente 3 hierzu, wie 3 weiter zeigt, mit über ihre Unterseite vorspringenden Stiften 11 versehen, die in zugeordnete, im Bereich der Auflageflächen der Aufnahmeeinlassungen 6 vorgesehene, zweckmäßig eingegossene Dübel 12 einführbar sind. Im dargestellten Beispiel sind die Trittelemente 3 mit nach unten vorspringenden Stiften 11 und die Wangen 4 mit den Dübeln 12versehen. Die Anordnung könnte aber auch umgekehrt sein. Ebenso wäre es denkbar, trittelementseitig und wangenseitig jeweils einen Dübel und einen Stift vorzusehen.

Da die Querkräfte zwischen den Wangen 4 durch die Queranker 7 übertragen werden, dient die Befestigung der Trittelemente 4 lediglich deren Halterung, was eine leichte Ausführung und die gleichzeitige Anbringung einer Pufferung zwischen den Trittelementen und der zugeordneten, wangenseitigen Auflagefläche erlaubt. So wäre es beispielweise denkbar, unterhalb der Trittelemente 4 stoß- und/oder geräuschdämpfende Gummipuffer etc. einzulegen.

Die mit ihren Endbereichen in die zugeordneten Aufnahmeeinlassungen 6 einlegbaren Trittelemente 3 können ebenfalls als Betonfertigteile ausgebildet sein. Auch eine Ausführung aus Stein, Holz, Glas oder Metall wäre denkbar. Die Trittelemente 3 können auch als Gitterelemente ausgebildet sein. In jedem Fall sind die Trittelemente 3 zweckmäßig so angeordnet, dass ihre Oberseite mit der Oberseite der benachbarten Stege 5 niveaugleich ist, so dass Kanten vermieden werden. Dies kann dadurch erreicht werden, dass die Dicke der Trittelemente 3 der Höhe der Stege 5 und dementsprechend der Tiefe der Aufnahmeeinlassungen 6 entspricht. Wo Trittelemente mit geringerer Dicke vorliegen, können an den Enden dieser Trittelemente die Differenz ausgleichende Elemente, vorzugsweise in Form von winkelförmigen Beschlägen angebracht werden.

Dem dargestellten Beispiel liegt eine einläufige Treppe zugrunde. Bei mehrläufigen Treppen mit Zwischenpodest können an die oberen und/oder unteren Enden der Wangen 4 Ansätze zur Aufnahme des Zwischenpodests angeformt sein, wie in 1 bei 13 durch strichpunktierte Linien angedeutet ist. Im Bereich dieser Ansätze ist zweckmäßig eine über die ganze Wangenbreite durchgehende Auflagefläche ohne seitliche Stegbegrenzung vorgesehen. Zur Bildung des Podestes können den Trittelementen entsprechende Bodenelemente Verwendung finden.

Selbstverständlich wäre es auch denkbar, die Podeste unabhängig von den Treppen auszubilden und diese mit ihrem oberen bzw. unteren Ende hierauf abzustützen. Derartige Podeste können durch zwei parallele Träger gebildet werden, die durch den Trittelementen entsprechende Bodenelemente überbrückt sind und vorzugsweise ebenfalls durch Queranker miteinander verbunden sein können.


Anspruch[de]
Betonfertigteiltreppe mit Treppenstufen (2), denen Trittelemente (3) zugeordnet sind, gekennzeichnet durch eine Ausbildung als Wangentreppe, deren seitliche Wangen (4) als Betonfertigteile ausgebildet sind, die an ihrer Oberseite mit die Trittelemente (3) aufnehmenden Stufen (2') und im Bereich der Oberseite der Stufen (2') mit den Trittelementen (3) zugeordneten, nach außen durch jeweils einen Steg (5) begrenzten Aufnahmeeinlassungen (6) versehen sind. Betonfertigteiltreppe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Wangen (4) durch Queranker (7) miteinander verbunden sind. Betonfertigteiltreppe nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Queranker (7) an ihren Enden mit an den einander zugewandten Innenflanken der Wangen (4) festlegbaren Flanschplatten (8) versehen sind. Betonfertigteiltreppe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die die Wangen (4) bildenden Betonfertigteile als Gußformlinge ausgebildet sind. Betonfertigteiltreppe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest die Außenseite der Wangen (4) als Sichtfläche ausgebildet ist. Betonfertigteiltreppe nach einem der vorhergehenden Ansprüche 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die die Wangen (4) bildenden Betonfertigteile aus selbstverdichtendem Beton bestehen. Betonfertigteiltreppe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trittelemente (3) im Bereich der zugeordneten Aufnahmeeinlassungen (6) mit den Wangen (4) verklebt und/oder verstiftet sind. Betonfertigteiltreppe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trittelemente (3) zumindest teilweise als Betonfertigteile und/oder Holzelemente und/oder Glaselemente und/oder Metallelemente und/oder Steinelemente ausgebildet sind. Betonfertigteiltreppe nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Trittelemente (3) zumindest teilweise als Gitterrost ausgebildet sind. Betonfertigteiltreppe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Trittelemente (3) mit ihren Enden auf in die zugeordneten Aufnahmeeinlassungen (6) einlegbaren und hierin festlegbaren Winkelbeschlägen aufnehmbar sind. Betonfertigteiltreppe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Oberseite der Trittelemente (3) niveaugleich mit der Oberseite der die zugeordneten Aufnahmeeinlassungen (6) begrenzenden Stege (5) ist. Betonfertigteiltreppe nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an die oberen und/oder unteren Enden der Wangen (4) waagrechte Ansätze zur Aufnahme eines Podests angeformt sind.






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