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Dokumentenidentifikation DE602005000507T2 31.10.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001654428
Titel Verfahren und Maschine zum Herstellen eines Bedeckungselementes
Anmelder Studioart S.r.l., Arzignano, IT
Erfinder DALLE MESE, Nadia, I-36071 ARZIGNANO, IT;
DALLE MESE, Gianfranco, I-36071 ARZIGNANO, IT
Vertreter Riebling, P., Dipl.-Ing. Dr.-Ing., Pat.-Anw., 88131 Lindau
DE-Aktenzeichen 602005000507
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IS, IT, LI, LT, LU, MC, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 21.03.2005
EP-Aktenzeichen 057182321
WO-Anmeldetag 21.03.2005
PCT-Aktenzeichen PCT/IB2005/000724
WO-Veröffentlichungsnummer 2005118976
WO-Veröffentlichungsdatum 15.12.2005
EP-Offenlegungsdatum 10.05.2006
EP date of grant 24.01.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.10.2007
IPC-Hauptklasse E04F 13/08(2006.01)A, F, I, 20061212, B, H, EP

Beschreibung[de]
Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zur Herstellung eines Abdeckelements, insbesondere einer Kachel, einem Streifen, einen Splint, einem Mosaik oder dergleichen, bestehend aus einer Veredelungsschicht aus Haut, Hautimitat, Leder, natürlichem oder synthetischem Stoff.

Das Abdeckelement wird im Einzelnen, aber nicht ausschließlich, zur Bedeckung von Böden und/oder Wänden von Gebäuden, eingesetzt; aus diesem Grund wird in der vorliegenden Beschreibung auf diese spezifische Anwendung der Erfindung Bezug genommen, obwohl diese auch in zahlreichen anderen Gebieten, insbesondere zum Abdecken von Möbelelementen, wie zum Beispiel von Möbeln und anderen Objekten eingesetzt werden kann.

Hintergrund der Erfindung

Es sind Kacheln bekannt, welche eine Veredelung bestehend aus einer Schicht von gegerbter Tierhaut oder Leder, einem Stoff oder anderen vergleichbaren Materialien aufweisen, welche zum Bedecken von Böden und/oder Wänden von Gebäuden eingesetzt werden.

Diese Kacheln weisen einen Träger aus vielschichtigem Holzmaterial auf, auf dem eine Hautschicht, mittels Kleber, Umfalzen oder Aufnageln aufgelegt ist und welche eine Dicke zwischen 1,5 und 3 cm aufweist.

Ein erster Nachteil solcher Kacheln sind die hohen Kosten, welche durch den Einsatz eines aus Holzmaterial hergestellten Trägermaterials von geeigneter Konsistenz und ebenso durch die Technik zum Aufbringen der Haut auf dem Träger verursacht werden.

Der Einsatz eines hölzernen Trägers und einer Aufbringtechnik bildet auch die konstruktive Realisierbarkeitsgrenze, weil dieses nicht den Einsatz von Deckmaterial mit begrenzter Größe vorsieht, insbesondere in Größenordnungen, welche bei mosaikartigen Bedeckungen üblich ist.

Ein weiterer Nachteil besteht bei der Variation der Größe bezüglich des Holzes, gemäß der Variation von einwirkenden Temperaturen und Feuchtigkeit. Diese Variationen schaffen die Notwendigkeit zielgerichtete Strategien zum Auflegen der Kacheln einzuführen, sowohl unter gewissen Umständen und auch langfristig, welche in jedem Fall ausreichend sind, um Brüche, Beugungen oder das Ablösen von Kacheln zu verhindern.

Die Druckschrift FR 2838761 offenbart ein Verfahren zum Überziehen einer Oberfläche mittels Paneelelementen, welche jeweils einen starren Träger zur Gewährleistung der Paneelelementebene nach der Anbringung auf der Oberfläche ermöglichen. Der feste Träger weist zwei parallele Oberflächen auf, worin die erste gegenüberliegend der Oberfläche vollständig mit einem flexiblen Material überzogen ist. Das flexibel Überzugsmaterial überdeckt auch die seitlichen Kanten des starren Trägers und, insbesondere auch die sich gegenüberliegenden Flächen entlang der Kanten.

Ein Ziel der vorliegenden Erfindung ist die Erlangung eines Abdeckelements mit einer Veredelungsschicht aus Haut, Leder und dessen Nebenprodukten, Hautimitat, oder natürlichem oder synthetischem Stoff überzogenen Träger, welcher in verschiedenen Formen in begrenzter Größe, insbesondere auch der Dicke zu vernünftigen Kosten hergestellt werden kann.

Ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung ist es, ein Abdeckelement mit einer Veredelung aus Textilmaterial oder ähnlichem zu erzielen, welches einfach verlegt werden kann, widerstandsfähig und stabil in Bezug auf einwirkende, unterschiedliche Temperaturen und Feuchtigkeit ist.

Der Anmelder hat diese Erfindung vorgeschlagen und ausgeführt und die Nachteile des Stand der Technik auszugleichen und diese Zwecke und andere Vorteile zu erzielen.

Zusammenfassung der Erfindung

Die vorliegende Erfindung wird im Wesentlichen durch den Hauptanspruch ausgeführt und dargestellt, während die abhängigen Ansprüche weitere innovative Merkmale der Erfindung darstellen.

Das Abdeckelement, welches durch ein Verfahren und eine Maschine gemäß der vorliegenden Erfindung hergestellt werden kann, weist zumindest teilweise eine Veredelungsschicht aus Haut, aus Leder oder aus dessen Nebenprodukten, Hautimitat oder natürlichem oder synthetischem Stoff, welcher mittels Kleber darauf befestigt ist, auf.

Gemäß einem Merkmal des Abdeckelements wird mindestens die Frontoberfläche und der umfängliche Rand des Trägers der Abdeckoberfläche zumindest teilweise von der Veredelungsschicht bedeckt.

Gemäß einer Variante wird die Veredelungsschicht auch auf die untere Oberfläche des Trägers angewendet, sodass mindestens ein Teil dieser Oberfläche angrenzend zu dem umfänglichen Rand verdeckt ist.

Vorteilhafter Weise besteht der Träger im Wesentlichen aus starrem und stabilem Material, welches sowohl ein synthetisches Material, insbesondere Polyester verstärkt mit Glasfaser (FRP) ist oder natürliche Materialien mit Ausnahme von Holz, insbesondere Stein, Glas, Keramik, Ziegelstein oder einem Material, das aus krautartigen Pflanzen gewonnen wird, und, insbesondere Reis, Mais, Sojabohnen oder dergleichen hergestellt sein kann.

Der starre und stabile Träger ermöglicht es, die Nachteile, welche sich von der Veränderung der Größe in Bezug auf die Variation der Temperaturen der Feuchtigkeit ergeben, zu überwinden und damit das Auslegen der Abdeckelemente zu vereinfachen.

Die Dicke der Veredelungsschicht liegt vorteilhafter Weise zwischen einigen Zehntel Millimetern und einigen Millimetern, insbesondere zwischen 0,2 mm und 2 mm, während die Dicke des Trägers in der Größenordnung von einigen Millimetern z.B. zwischen einem 5 mm liegt, gemäß der anderen Abmessungen (Länge und Breite) des Abdeckelements, so dass die gesamte Dicke des Abdeckelements weniger als 1 cm beträgt.

In einer bevorzugten Ausführungsform wird beim Herstellen des Trägers aus FRP Kleber eingesetzt, welche zum Anbringen der Veredelungsschicht basierend auf Polychloropren Klebstoff, wie er zum Ankleben von Polyvinylchlorid (PVC) eingesetzt wird, verwendet.

Gemäß einer Variante wird ein Verdünnungsmittel dem Polychloropren Klebstoff beigefügt.

Gemäß einer weiteren Variante wird als Verbindungsmaterial Polyurethankleber auf Wasserbasis verwendet, welcher durch Hitze aktiviert wird, insbesondere bei einer Temperatur von 60 bis 70°C.

Das Anlegen der Veredelungsschicht mittels Klebstoff ermöglicht die Reduktion der Verarbeitungszeiten und der Kosten zur Herstellung der Abdeckelemente in Bezug auf den Stand der Technik.

Diese baulichen Merkmale erlauben es, Abdeckelemente im Wesentlichen jeder Größe und Form herzustellen, insbesondere rechteckiger oder quadratischer Oberflächen, welche eine Seitenlänge zwischen 2 cm und 40 cm haben, mit einem beachtlichen Ertrag an Vielseitigkeit und Einsatzmöglichkeiten für das Elemente, wie hiernach erläutert werden soll.

Gemäß einer weiteren Variante bedeckt die Veredelungsschicht nur einen Teil der Vorderseite des Trägers während ein weiterer Teil der Vorderseite durch ein eingefügtes anderes Material, insbesondere Holz, Metall, Glas oder anderes, bedeckt wird.

Gemäß einer weiteren Abwandlung weist das Abdeckelement ein grundlegendes Substrat auf dem eine Vielzahl von Trägern stehen, welches mindestens teilweise durch die Veredelungsschicht verdeckt wird.

In einer möglichen Form der Ausführungsform sind die Träger in kurzer Entfernung voneinander angeordnet, so dass eine Vielzahl von dazwischen liegenden Rillen entstehen und diese eine Größe in Korrelation zu Mosaiksteinchen aufweist.

Gemäß einer ersten Ausführungsform ist das Grundsubstrat aus im Wesentlichen einem starren natürlichem oder synthetischem Material hergestellt ist.

Gemäß einer Variante ist das Grundsubstrat aus mindestens teilweise flexiblen natürlichem oder synthetischem Material hergestellt, so dass es dem Abdeckelement möglich ist in optimaler Weise zu jeder anderen Oberfläche verklebt zu werden, welche gleichförmig geformt ist.

Gemäß einer weiteren Eigenschaft des Verfahrens zur Herstellung eines Abdeckelements, wie es oben beschrieben wird, welches nicht durch die beigefügten Ansprüche abgedeckt ist, weist, wenn die Fläche der Frontoberfläche des Trägers gleich oder größer ist als 100 cm2 ist, dieses Verfahren folgendes auf: ein erster Schritt in dem ein Träger hergestellt wird, welches gewünschte Form und Größe hat; ein zweiter Schritt in dem separat eine Veredelungsschicht hergestellt wird, welche so geformt ist, dass sie das gewünschte Teilstück der Frontoberfläche, des Umfangrandes und möglicherweise der hinteren Oberfläche des Trägers bedeckt; ein dritter Schritt in dem die Oberfläche des Trägers mit Klebermaterial besprenkelt wird; ein vierter Schritt in dem die erste Schicht, welche zuvor geformt wurde, positioniert wird und auf die vordere Oberfläche des Trägers aufgebracht wird; ein fünfter Schritt, in dem die Lippen der Veredelungsschicht nach hinten gezogen werden, zur Bedeckung mindestens der umfänglichen Ränder des Trägers; und ein möglicher sechster Schritt in dem die Lippen nach unten gebördelt werden, um die Benutzeroberfläche des Trägers zu bedecken.

Der fünfte Schritt und der mögliche sechste Schritt werden vorteilhafter Weise mit einer mittels Klingen faltenden Maschine durchgeführt, während die Veredelungsschicht durch ein Saugmittel in Position gehalten wird.

Wenn die Fläche der Frontoberfläche eines jeden Trägers weniger als 10 cm2 beträgt, sieht das Verfahren nach Anspruch 1 die simultane Herstellung einer Vielzahl von Bedeckungselementen vor. In diesem Falle werden in einem ersten Schritt verschiedene Träger und ihre Oberflächen zunächst mit Klebematerial besprenkelt und dann auf einer Fläche so angeordnet, dass sie in einem vorgegebenen Abstand beabstandet sind; einem zweiten Schritt wird ein einzelnes Blatt des Veredelungsmaterial auf die vordere Oberfläche der verschiedenen Träger aufgebracht; dann in einem dritten Schritt, wird ein einzelnes Blatt in Stücke geschnitten, so dass eine Veredelungsschicht für jeden der unterschiedlichen Träger hergestellt wird; jeder der Veredelungsschlichten wird dann individuell gefaltet zur Abdeckung der Randecken jedes Trägers und möglicherweise nach unten abgelenkt wird zur Bedeckung der unteren Oberfläche.

Die verschiedenen Schritte des Verfahrens werden in einer automatisierten Maschine durchgeführt, wie sie durch den abhängigen Anspruch 3 definiert wird, sowohl mit Druckmittel ausgestattet ist, um die Veredelungsschicht gegen den Träger zu drücken als auch mit Heizmittel, um das Klebermaterial zur Reaktivierung zu erhitzen.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

Diese und andere Merkmale der vorliegenden Erfindung werden anhand der folgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung augenscheinlich, gegeben als nicht einschränkendes Beispiel im Bezug auf die beigefügten Darstellungen:

1 ist eine dreidimensionale Ansicht eines Abdeckelement;

2 stellt einen Schnitt entlang A – A aus 1 dar;

3 stellt einen vergrößerten Ausschnitt einer Variante eines Abdeckelements dar;

4 ist eine Draufsicht einer Herleitung einer Abdeckschicht aufgebracht über einen Träger zur Herstellung eines Abdeckelements nach 3;

5 ist eine schematische Darstellung einer Vorrichtung zum simultanen Herstellen einer Vielzahl von Abdeckelementen gemäß der vorliegenden Erfindung;

6 stellt ein Abdeckelement in einer anderen Variante dar;

7 ist ein Schnitt entlang B – B aus 6;

8 stellt eine Variante aus 7 dar.

Detaillierte Beschreibung nach einer bevorzugten Ausführungsform

Im Bezug auf die beigefügten Zeichnungen bezeichnet das Bezugszeichen 10 im Wesentlichen ein Abdeckelement zur Abdeckung von Gebäudeoberflächen, insbesondere Böden und Wänden, Möbeln oder dergleichen.

Die Ausführungsform dargestellt in 1 und 2 ist das Abdeckelemente 10 als eine Kachel ausgebildet und weist einen Träger 11 auf, im Wesentlichen in einer abgeflachten Form und hergestellt aus einem synthetischen Material u.a. Kunststoffharz, welches durch eine aus Haut bestehenden Veredelungsschicht 12 abgedeckt wird.

Vorteilhafterweise ist der Träger 11 im Wesentlichen ein Parallelepiped und weist eine quadratische Basis auf mit standardisierter Größe, insbesondere 2,5 × 2,5 cm, 5 × 5 cm, 10 × 10 cm, 20 × 20 cm, 30 × 30 cm, oder rechteckiger Form bis zu 30 × 40 cm und größer, obwohl es auch in dem Bereich der vorliegenden Erfindung vorkommt andere Formen des Trägers 11 und somit auch des Abdeckelements 10 einzuführen.

Im einzelnen umschließt die Veredelungsschicht 12 sowohl die Frontoberfläche 11a, welcher diejenige Oberfläche ist, die zur Außenseite hin liegt, als auch die Randkante 11b des Trägers 11, wie es in dem Beispiel hier dargestellt ist, und ist auf dem Letzteren mittels eines Klebers 13 angebracht.

In einer bevorzugten Ausführungsform ist der Träger 11 aus Glasfaser verstärktem Polyester (FRP) hergestellt oder aus einem semiexpandierten PVC, aus einem semiexpandierten Polyurethan, und die Hautschicht 12 ist darauf mittels eines Klebers basierend auf Polychloropren Kleber hergestellt, welcher ein Kleber für PVC ist und dem ein Verdünnungsmittel beigefügt wurde.

Vorteilhafterweise weist der Kleber eine Menge von Polychloropren Kleber auf von mehr als 50 %, eine Menge an PVC Kleber zwischen 10 % und 40 %, und eine Menge von Verdünnungsmittel zwischen 5 % und 20 %.

Es liegt im Bereich der vorliegenden Erfindung einen Träger 11 vorzusehen, welcher aus einem Material, ausgenommen Kunststoffmaterial, ist und einer Veredelungsschicht des Trägers 11, welches aus Textilmaterial oder aus anderen natürlichen oder synthetischen Materialien, welche vergleichbar sind mit Stoff oder Haut, hergestellt ist.

Es liegt im Bereich der vorliegenden Erfindung jede weitere Gestalt des Abdeckelement 10 vorzusehen, insbesondere einen Streifen, einen Splint oder dergleichen, auch wenn dieses von beträchtlich beschränkter Größe ist.

Die Einsatz eines Trägers 11 aus synthetischen Material, vorzugsweise aus einem Gussmaterial und der Einsatz des Kleber 13 zum Aufbringen der Hautschicht 12 ermöglicht auf der einen Seite Abdeckelemente 10 aus beliebiger Form herzustellen, sowohl flache, gemäß der Erfindung, als auch gekrümmte (nicht abgedeckt durch die beigefügten Ansprüche), und auf der anderen Seite Abdeckelemente 10 herzustellen, welche eine Größe aufweisen, welche im Wesentlichen entsprechend der von Mosaiksteinen ist.

Gemäß einer Variante dargestellt in 3, weist die Veredelungsschicht 12 laterale Lippen 12a auf, welche sich unter und gegen die untere Oberfläche 11c des Trägers 11 gegenüberliegend zu der Frontoberfläche 11a, wenden.

4 stellt eine Formgebung dar, welche vorzugsweise in einer Veredelungsschicht 12 in Bezug auf den Träger 11 gegeben ist. Es ist zu sehen, dass die Größe S korrespondierend zu der Dicke des Trägers 11 ist und dass die Größe L korrespondierend zu den Lippen 12a ist, welche sich unterhalb und gegen die untere Oberfläche C wenden.

Das Verfahren zur Herstellung eines Abdeckelements 10, wie es hierin beschrieben ist, worin die Fläche der Frontoberfläche 11a gleich oder größer 100 cm2 ist, zum Beispiel ein Format von 10 × 10 cm und größer, weist einen ersten Schritt auf währenddessen der Träger 11 mit der gewünschten Größe und Form hergestellt wird.

Abgetrennt davon wird die Veredelungsschicht 12 hergestellt, z.B. durch Umformung, wie es im 4 dargestellt ist, so dass diese geeignet ist, das gewünschte Teilstück der vorderen Oberfläche 11a, die umlaufende Kante 11b und möglicherweise mindestens einen Teil der untere Oberfläche 11c des Trägers 11 benachbart zu der umlaufenden Kante 11b zu bedecken.

Mindestens die Oberflächen 11a und 11c aber auch, wenn dieses gewünscht wird, die Randkante 11b des Trägers 11 wird insbesondere mit Hitze reaktivierbarem, Klebermaterial 13 gesprenkelt.

Anschließend wird die Veredelungsschicht 12, welche positioniert und aufgebracht mittels eines Druck gebenden Mittels einer konventionellen Bauart und dieses auf der vorderen Oberfläche 11a des Trägers 11. In diesem Schritt wird das Klebematerial 13 vorzugsweise durch Hitze entwickelnde Mittel, wie z.B. einem elektrischen Widerstand oder durch Einblasen heißer Luft, reaktiviert.

In dem folgenden Schritt werden die Lippen 12a der Veredelungsschicht 12 nach hinten gefaltet, um mindestens die umlaufende Kante 11b des Trägers 11 zu bedecken.

In einem möglichen letzten Schritt werden die Lippen 11a ebenso umgefalzt, um diese mit der unteren Oberfläche des Trägers 11 zu verkleben, wobei hier der Kleber 13 bereits beigefügt ist (3).

Wenn die Fläche der vorderen Oberfläche 11a eines jeden Trägers weniger als 100 cm2 beträgt, wird das Verfahren der vorliegenden Erfindung simultan zum Herstellen einer Vielzahl von Abdeckelement 10 durchgeführt. In diesem Fall werden in einem ersten Schritt die unterschiedlichen Träger 11, deren Oberflächen bereits mit Klebematerial 13 besprenkelt sind, auf einer Fläche angeordnet, insbesondere auf einer unteren Platte 21 (5) einer automatischen Vorrichtung 20, so dass diese benachbart voneinander und in einer vorbestimmt Distanz beabstandet, angeordnet sind.

In diesem Fall umfasst die untere Platte 21 vier Sitze zur Aufnahme von vier Trägern 11. Ein einzelnes Blatt 12, welches mit einer gestrichelten Linie in 5 dargestellt ist, es wird aus Material hergestellt, welches aus der Veredelungsschicht eines jeden Abdeckelement 10 besteht, dieses wird auf der Frontoberfläche 11a der verschiedenen Träger 11b aufgebracht, dann wird im nächsten Schritt ein individuelles Blatt 12 auf die Größe zurecht geschnitten mittels einer oberen Form 25, welche vier Stößel 26 aufweist, welche mit Schneidklingen versehen sind, und welche in korrespondierenden Sitzen 22 angeordnet sind.

Die obere Form 25 wird in einer konventionellen Art in die Nähe der unteren Platte 21 gebracht, so dass die Schneideklingen die Stößel 26 durch die Dicke von vier Veredlungsschichten 12, aufgelagert auf den vier Trägern 11, hindurchführen kann. Während der Absenkbewegung der oberen Form 25 werden Druckelemente 28 und 29 angeordnet, korrespondierend zu den Sitzen 22 und jeweils mit den Stößeln 26 auf jede der Veredlungsschichten 12 gegen die korrespondierenden Träger 11 gedrückt, so dass ein Andruck auf den Kleber 13, welcher bereits auf die Oberflächen 11a, 11b und 11c des Trägers 11 ausgebreitet wurde, garantiert ist.

In der folgenden Aufwärtsbewegung des unteren Druckelements 28 und des oberen Druckelements 29 werden die Träger in einer Aussparung innerhalb der Stößel 26 gedrückt, so dass die Lippen 12a auf der umlaufenden Kante 11b umgefaltet werden.

Die Druckelemente 28 und 29 sind mit einem elektrischen Widerstand im Inneren ausgestattet, so dass sie selektiv zur Erhitzung des Klebematerial 13 eingesetzt werden können und dieses reaktivieren.

Eine Variante dargestellt in 6, 7 und 8 stellt ein Abdeckelement 110 dar, welches ein Substrat 10 einschließt, auf dem zum Beispiel durch Aufkleben eine Vielzahl von Trägern 11 einer begrenzten Größe überzogen von einem Veredelungsmaterial 12 aufgebracht sind. Die Träger 11 sind in geringer Distanz voneinander beabstandet, so dass sie eine Vielzahl von dazwischen liegenden Rillen 15, welche in einem Gittermuster angeordnet sind, aufweisen und dadurch dem Abdeckelement 110 einen dekorativen Mosaikmustereffekt bescheren.

Gemäß einer ersten Ausführungsform ist das Substrat 14 im Wesentlichen aus einem starren Material, insbesondere Plastik oder Metall hergestellt, so dass das Abdeckelement 110 gemäß seiner Größe die Form einer Kachel oder eines Paneels aufweist.

Gemäß einer Variante, dargestellt in 8 ist das Substrat 14 aus einem flexiblen Material, insbesondere aus natürlichem oder synthetischen Gummi hergestellt, so dass das Abdeckelement 110 deformierbar ist und so sich auf die Oberfläche, auf die es angeordnet wird, anpasst.

Das Substrat 14 ist aus einem flexiblen Material hergestellt und weist ein Aufkommen von dazwischen liegenden Rillen 15 auf, welche es erlauben, ein Abdeckelement 110 wie gewünschten herzustellen, und es derart zu Abdeckzwecken zu benutzen, dass es ohne Unterbrechung des Fortlaufes geformt oder an angewinkelten Flächen eingesetzt werden kann, insbesondere in Bezug auf Möbelelemente oder zylindrischen Säulen, welches eine erhebliche Erhöhung der Genauigkeit und Einfachheit der Anwendung mit sich bringt.

Es sein vorausgesetzt, dass Modifikation und/oder Zusätze an den Abdeckelementen 10 wie sie hierin beschrieben wurden, angeführt werden können.

Insbesondere kann eine Hautschicht 12, ein Stoff oder ein vergleichbares Material einen Teil oder nur die äußere Oberfläche 11a des Trägers 11 bedecken und der restliche Teil der äußeren Oberfläche 11a kann durch Einfügen eines anderen Materials, insbesondere Holz, Metall, Glas oder andere Materialien abgedeckt werden.

Zudem kann die Hautschicht 12, Stoff oder vergleichbares Material im Wesentlichen jede Dekoration, Färbung, Einprägung und jedes andere individuelle Muster aufweisen.

Es ist zweifellos, dass obwohl die vorliegende Erfindung in Bezug auf spezifische Beispiele dargestellt wurden, ein Fachmann in der Lage ist verschiedene äquivalente Formen eines Abdeckelements zu bilden, welches innerhalb des Schutzes der beigefügten charakterisierenden Ansprüche liegt.


Anspruch[de]
Verfahren zum gleichzeitigen Herstellen einer Vielzahl von Abdeckelementen (10), worin jedes einen Träger (11) mit einer Frontoberfläche (11A) von weniger als 100 cm2 aufweist, und mindestens teilweise mit einer Veredelungsschicht (12) aus Haut, Leder und deren Nebenprodukten, wie Hautimitat, oder natürlichem oder synthetischem Stoff bedeckt ist, welche mittels Klebemittel (13) an diesem Träger (11) befestigt ist, dadurch gekennzeichnet, dass dieses Verfahren die folgenden Schritte aufweist:

– einen ersten Schritt, worin die Vielzahl von Trägern (11) mit deren Frontoberflächen (11A) und deren Umfangskanten (11B) bereits mit dem Kleber (13) besprenkelt sind, auf einer Ebene angeordnet sind, so dass diese angrenzend und zueinander in einem vorbestimmten Abstand beabstandet sind;

– einen zweiten Schritt, worin eine einzelne Schicht von Veredelungsmaterial auf der Frontoberfläche (11A) der Vielzahl von Trägern (11) aufgebracht ist;

– einen dritten Schritt, worin die einzelne Schicht auf eine Größe geschnitten ist, derart, um eine Veredelungsschicht (12) für jeden Träger der Vielzahl von Trägern (11) zu bilden;

– einen vierten Schritt, worin die Veredelungsschicht (12) einzeln zur Abdeckung der Umfangskanten (11B) jedes des Trägers (11) gefalzt ist.
Ein Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass während des vierten Schrittes jede Veredelungsschicht (12) nach unten gebogen ist, gegen die diesbezügliche Bodenoberfläche (11C), welche mit einem Klebemittel besprüht ist. Maschine zum automatischen Ausführen mindestens einiger Schritte des Verfahrens gemäß den Ansprüchen 1 oder 2, zur gleichzeitigen Herstellung einer Vielzahl von Abdeckelementen (10), worin jedes einen Träger (11) mit einer Frontoberfläche (11A) von weniger als 100 cm2 aufweist, und mindestens teilweise durch eine Veredelungsschicht (12) aus Haut, Leder oder ihren Nebenprodukten, wie Hautimitat, oder natürlichem oder synthetischem Stoff bedeckt ist, welche auf dem Träger (11) mittels Klebemittel (13) befestigt ist, worin die Maschine Auflageflächen (22) zum Aufnehmen der Träger (11) aufweist, Schneideklingen in Übereinstimmung mit den Auflageflächen (22) zum Abmaßen einer einzelnen Schicht zur Bildung einer Veredelungsschicht (12) für jeden Träger (11) aufweist, Eindruckmittel (28, 29) angeordnet in Übereinstimmung mit den Auflageflächen (22) und der Schneideklingen, um die Veredelungsschicht (12) gegen den Träger (11) zu drücken, um sicherzustellen, dass diese mittels des Klebemittels (13) aufgebracht sind, und Heizmittel, zur Erwärmung des Klebermittels (13) zwecks Reaktivierung des Klebemittels (13).






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