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Dokumentenidentifikation DE60310386T2 31.10.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001488034
Titel VORRICHTUNG UND VERFAHREN ZUR BEHANDLUNG EINES BAHNFÖRMIGEN MATERIALS
Anmelder Akab of Sweden AB, Boräs, SE
Erfinder MEIJNER, Göran, S-506 34 BORAS, SE;
GAMALIELSSON, Lars, S-518 42 SJÖMARKEN, SE;
MAGNUSSON, Anders, S-506 44 BORAS, SE
Vertreter Ruckh, R., Dipl.-Phys. Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 73277 Owen
DE-Aktenzeichen 60310386
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 06.03.2003
EP-Aktenzeichen 037087608
WO-Anmeldetag 06.03.2003
PCT-Aktenzeichen PCT/SE03/00312
WO-Veröffentlichungsnummer 2003080913
WO-Veröffentlichungsdatum 02.10.2003
EP-Offenlegungsdatum 22.12.2004
EP date of grant 13.12.2006
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.10.2007
IPC-Hauptklasse D05B 33/02(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]
FACHGEBIET

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Schneiden und Vorwärtsbefördern eines gewebeförmigen Materials zu einem anschließenden Behandlungsschritt. Die Erfindung wurde hauptsächlich mit dem Zweck zur Verwendung auf dem Gebiet des Nähens in Verbindung mit automatischem und kontinuierlichem Nähen von Bettlaken z.B. aus einem gewebeförmigen Material auf einer Zufuhrhaspel entwickelt, kann aber auch zum Schneiden und Vorwärtsbefördern von anderen gewebeförmigen Materialien wie z.B. Papier oder Pappmaterialien verwendet werden.

STAND DER TECHNIK UND PROBLEME

Es ist bei der Handhabung eines gewebeförmigen Materials, das um eine bestimmte Strecke vorwärts zu befördern ist, in ein Materialstück einer bestimmten Länge zu schneiden ist und danach für eine anschließende Behandlung weiter zu befördern ist, bekannt, dass das Schneiden und Vorwärtsbefördern einen Verfahrensengpass bildet, wenn der anschließende Behandlungsschritt sehr schnell ist. Dies ist insbesondere der Fall, wenn die Materialstücke in eine Richtung vorwärts befördert werden müssen, die sich von der Richtung, in die das gewebeförmige Material zum Schneiden vorwärts befördert wird, unterscheidet. Dies ist z.B. der Fall, wenn das Material ein Stoff ist, wobei in diesem Fall Nähte/Säume im anschließenden Behandlungsschritt entlang der geschnittenen Kanten der Materialstücke kontinuierlich durchzuführen sind. In einer herkömmlichen Schneidestation muss in diesem Fall ein erstes geschnittenes Materialstück in eine Richtung zum anschließenden Behandlungsschritt aus der Schneidestation heraus befördert werden, bevor neues gewebeförmiges Material herausgezogen und in der Schneidestation zu einem zweiten Materialstück geschnitten werden kann. Dadurch treten Räume zwischen den einzelnen Materialstücken auf, wenn sie den anschließenden Behandlungsschritt erreichen, wodurch die Kapazität der gesamten Anlage gesenkt wird.

US 5,133,273 bot eine Lösung für ein ähnliches Problem an. Ein erstes Stoffstück wird in einer Schneidestation geschnitten. Es wird danach schnell heraus befördert, wobei seine Vorderseite mit einer geringeren Geschwindigkeit in eine Nähmaschine geführt wird, während sein hinterer Teil gesammelt wird, d.h. er fällt nach unten in einen darunterliegenden Raum, einer Sammelstation. Auf diese Weise muss nicht darauf gewartet werden, bis das gesamte erste Stück langsam in die Nähmaschine befördert ist, sondern das Schneiden eines zweiten Gewebestücks kann schnell verlaufen. In US 5,476,053 wird ebenfalls das gleiche Prinzip eingesetzt. Der Nachteil eines derartigen Verfahrens besteht darin, dass der Griff der und dadurch die Kontrolle über die längs geschnittenen Kanten verloren geht, wenn die Gewebestücke gesammelt werden, während sie darauf warten, in die Nähmaschine geführt zu werden. Dies kann zu schwerwiegenden Fehlern beim Nähen führen. Die Lösung erfordert überdies, dass die Nähmaschine langsamer arbeitet, als die Maschine zum Schneiden und Vorwärtsbefördern.

CH-A-660 719 offenbart eine Apparatur zum Befördern von Gewebestücken aus einer Schneidemaschine.

KURZE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Eine Hauptaufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Vorrichtung bereitzustellen, die es ermöglicht, dass ein zweites Materialstück gleichzeitig zum Schneiden heraus gezogen werden kann, wenn ein erstes geschnittenes Materialstück von der Schneidestation zum anschließenden Behandlungsschritt vorwärts befördert wird, d.h., ohne dass es warten muss, bis das erste Stück vollständig aus dem Weg befördert ist. Es ist auch eine Aufgabe, dass es möglich sein sollte, dass dies mit einer konstant bewahrten Kontrolle über die geschnittenen Kanten der Materialstücke kontinuierlich durchgeführt wird. Es ist weiterhin eine Aufgabe, dass die geschnittenen Materialstücke mit hoher Geschwindigkeit und im Wesentlichen ohne jegliche Räume dazwischen zum anschließenden Behandlungsschritt vorwärts befördert werden sollten, sodass kontinuierliches Nähen z.B. im anschließenden Behandlungsschritt erfolgen kann, wenn das Material ein Stoff ist.

Diese und andere Aufgaben werden durch die erfindungsgemäße Vorrichtung, wie in Anspruch 1 dargelegt und das erfindungsgemäße Verfahren, wie in Anspruch 11 dargelegt, erzielt.

Demgemäß basiert die Lösung der vorliegenden Probleme auf der Vorrichtung, d.h. der Schneidestation, die zwei „Stockwerke" aufweist, wobei ein zweites Materialstück in eine erste Richtung im zweiten Stockwerk (eine zweite vertikale Ebene) gleichzeitig zum Schneiden herausgezogen wird, wenn das erste Gewebestück aus dem ersten Stockwerk (eine erste vertikale Ebene) in eine zweite Richtung vorwärts befördert wird, usw. Es ist auch ein Mittel zum abwechselnden Vorwärtsbefördern der geschnittenen Materialstücke in eine dritte vertikale Ebene, geeigneterweise zwischen der ersten und der zweiten vertikalen Ebene (d.h. zwischen den beiden „Stockwerken"), zum anschließenden Behandlungsschritt angeordnet, wobei das Befördern normalerweise in die zweite Richtung erfolgt. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform kann dieses Mittel durch eine schwenkbare Zuführung gebildet sein, die sicherstellt, dass die Materialstücke in der gleichen vertikalen Ebene auf dem Beförderungsweg in Richtung des anschließenden Behandlungsschritts landen. Natürlich ist es auch denkbar, dass sich die dritte vertikale Ebene entweder mit der ersten oder der zweiten vertikalen Ebene deckt.

DETAILIERTE BESCHREIBUNG DER ERFINDUNG

Im Folgenden wird die Erfindung mit Bezug auf ein bevorzugtes Beispiel detaillierter beschrieben, das durch eine Bettlakenmaschine dargestellt und in den Zeichnungen veranschaulicht ist, unter welchen:

1 eine Anlage zum Schneiden und Nähen von Bettlaken darstellt, wobei in der Anlage die erfindungsgemäße Vorrichtung ein Teil ist,

2 eine Vergrößerung der erfindungsgemäßen Vorrichtung in 1 darstellt, in welcher sich eine schwenkbare Zuführung in einer untersten Aufnahmeposition befindet,

3 eine Vergrößerung der erfindungsgemäßen Vorrichtung in 1 darstellt, in welcher sich eine schwenkbare Zuführung in einer obersten Aufnahmeposition befindet,

4 eine Halteklammer und eine Schneidevorrichtung für die erfindungsgemäße Vorrichtung in 1-3 in einer Perspektivansicht darstellt.

In 1 ist eine Bettlakenmaschine, d.h. eine Maschine zum Schneiden eines gewebeförmigen Materials in die Form von Bettlakenstoff 1 von einer Zufuhrhaspel 2, zum Vorwärtsbefördern und zur anschließenden Behandlung in Form einer Nähmaschine 3 veranschaulicht. Die Maschine weist eine erfindungsgemäße Vorrichtung, d.h. eine Station zum Schneiden und Vorwärtsbefördern auf, die in der oberen linken Ecke von 1 angeordnet, im Allgemeinen mit 10 bezeichnet und in 2 und 3 detaillierter dargestellt ist.

Die Vorrichtung 10 weist mindestens ein Ziehelement 12 auf, das zum Herausziehen des Stoffmaterials 1 in eine erste Richtung A aus der Zufuhrhaspel 2 angeordnet ist. Eine Schneidevorrichtung 26 (in 4 detaillierter dargestellt und in 3 bezeichnet) ist zum Schneiden des gewebeförmigen Materials 1 in einzelne Materialstücke 16 angeordnet.

Die Vorrichtung weist des Weiteren zwei Paare von Mitteln zum Vorwärtsbefördern 18a, 18b; 20a, 20b auf, die zum Vorwärtsbefördern der Materialstücke 16 in eine zweite Richtung B angeordnet sind. Diese zwei Paare von Mitteln zum Vorwärtsbefördern 18a, 18b bzw. 20a, 20b sind jeweils an einer ersten und einer zweiten vertikalen Ebene, d.h. in zwei unterschiedlichen „Stockwerken" angeordnet. In der dargestellten bevorzugten Ausführungsform sind die Mittel zum Vorwärtsbefördern durch Endlosbänder gebildet, wobei jedes Paar von Mitteln zum Vorwärtsbefördern 18a, 18b und 20a, 20b jeweils zwei Endlosbänder in einer ersten horizontalen Position (bei 18a und 20a) und zwei Endlosbänder in einer zweiten horizontalen Position (bei 18b und 20b) mit Blick in die erste Richtung A aufweist. Diese Endlosbänder sind in der jeweiligen vertikalen und horizontalen Position übereinander angeordnet und derart angeordnet, dass sie vertikal voneinander getrennt sind, damit das Ziehelement 12 dazwischen hindurchgeht und sie zum Einklemmen der Kante des Materials 1 zusammen gebracht werden. Wird eine der geschnittenen Kanten eines ersten Materialstücks 16 z.B. in der ersten vertikalen Ebene zwischen den beiden Endlosbändern in dem einen Teil 18a von einem der Paare von Mitteln zum Vorwärtsbefördern geklemmt, und die andere Kante desselben Materialstücks 16 zwischen die zwei Endlosbänder im anderen Teil 18b desselben Mittels zum Vorwärtsbefördern geklemmt, kann das Materialstück 16 in der ersten vertikalen Ebene in die zweite Richtung B durch die auf Walzen angetriebenen Endlosbänder weiter befördert werden. Erfindungsgemäß kann dies in der ersten vertikalen Ebene gleichzeitig erfolgen, wenn die zwei Endlosbänder z.B. in dem einen Teil 20a des zweiten der Paare von Mitteln zum Vorwärtsbefördern in der zweiten vertikalen Ebene vertikal voneinander getrennt sind, sodass das Ziehelement 12 dazwischen eingeführt werden kann, um eine neue freie Kante des gewebeförmigen Gewebestücks oder Stoffs 16 aufzufangen, um dann den Stoff um einen vorgegebenen Abstand zu den zwei Endlosbändern im zweiten Teil 20b desselben Paars von Mitteln zum Vorwärtsbefördern herauszuziehen, wobei die Endlosbänder auch vertikal voneinander getrennt sind, sodass die Zieheinheit 12 dazwischen eingeführt werden kann, um die Stoffkante ihrem Einklemmen zuzuführen. Ist dies erfolgt, wird das gewebeförmige Material bei 20a in der ersten horizontalen Position zum Bilden eines zweiten Materialstücks geschnitten. Die Vorrichtung weist des Weiteren ein Steuermittel 4 auf, das die Vorrichtung in Betrieb setzt, sodass das erste Materialstück 16 gerade das erste Paar an Mitteln zum Vorwärtsbefördern 18a, 18b verlassen hat, wenn das zweite Materialstück gerade vom gewebeförmigen Material 1 abgeschnitten wurde. Demzufolge kann das zweite Materialstück durch die Endlosbänder in den Mitteln zum Vorwärtsbefördern 20a, 20b gleichzeitig in die zweite vertikale Ebene in die Richtung B in derselben Weise weiter befördert werden, wie es mit dem ersten Materialstück in den Mitteln zum Vorwärtsbefördern 18a, 18b erfolgte, wenn ein Herauszieh- und Schneidezyklus in der ersten vertikalen Ebene erneut beginnt. Arbeitet die Vorrichtung abwechselnd ohne Pausen in dieser Weise, werden neue Materialstücke aus der Zufuhrhaspel herausgezogen, abgeschnitten und in die zweite Richtung B mit einer derartigen Geschwindigkeit weiter befördert, dass im Wesentlichen keine horizontalen Räume zwischen den einzelnen Materialstücken auftreten, wenn sie in die zweite Richtung B weiter befördert werden.

Gemäß einem ersten Aspekt der Erfindung liegen die erste Richtung A und die zweite Richtung B in der horizontalen Ebene rechtwinklig zueinander.

Die Vorrichtung weist vorzugsweise zwei Ziehelemente 12 auf, d.h. eines für jede vertikale Ebene, jedoch ist nur ein Ziehelement dargestellt. Die Vorrichtung weist geeigneterweise auch eine Halteklammer 28 auf, die eine obere Halteleiste 28a und eine untere Halteleiste 28b aufweist, die zusammen zum Greifen des gewebeförmigen Materials 1 angeordnet sind, und die Beiden vorzugsweise eine gezahnte Vorderkante aufweisen, die das Ziehelement 12 (nicht dargestellt) ebenfalls aufweist, in einer derartigen Weise, dass die gezahnte Kante des jeweiligen Ziehelements 12 mit der gezahnten Kante der Halteklammer in Eingriff stehen kann, um die Überführung einer freien geschnittenen Kante des gewebeförmigen Materials 1 sicherzustellen. Die Halteklammer 28 weist auch ein Mittel 30, vorzugsweise in der Form von Hydraulik- oder Pneumatikzylindern, auf, um die freie geschnittene Kante des gewebeförmigen Materials 1 abwechselnd in die erste vertikale Position bei 18a bzw. an der zweiten vertikalen Position bei 20a zu positionieren. Die Schneidevorrichtung 26 ist vorzugsweise derart angeordnet, dass sie zwischen der Halteklammer 28 und dem Endlosband in dieser ersten horizontalen Position bei 18a und 20a arbeitet. Dadurch wird das gewebeförmige Material durch die Halteklammer und die Endlosbänder mit einem kleinen Abstand dazwischen an Ort und Stelle gehalten, sodass die Schneidevorrichtung 26 z.B. in Form einer Schneidklinge in diesem Raum arbeiten kann. Ist der Schneidvorgang beendet, überführt die Halteklammer 28 mithilfe des Mittels 30 das Material zur nächsten vertikalen Ebene. Muss das Ziehelement 12 ein neues Materialstück herausziehen, lässt die Halteklammer ihren Griff des Materials los, um es dann erneut zu greifen, wenn der Schneidvorgang erfolgen muss.

Gemäß einem anderen Aspekt der Erfindung sind die Mittel zum Vorwärtsbefördern 18b, 20b in der zweiten horizontalen Position derart angeordnet, dass sie in der horizontalen Richtung in die erste Richtung A verschiebbar sind, um eine variable Einstellung der Breite der abzuschneidenden Materialstücke zu erzielen. Im kontinuierlichen Betrieb befinden sie sich jedoch die ganze Zeit in der horizontalen Position, solange die Materialstücke nur in einer einzigen Breite hergestellt werden. Es ist jedoch in einer anderen Ausführungsform der Erfindung auch denkbar, dass diese Mittel zum Vorwärtsbefördern 18b 20b auch die Funktion des Ziehelements aufweisen, wobei sie in diesem Fall während des kontinuierlichen Betriebs der Vorrichtung in die erste Richtung A vorwärts und zurück laufen.

Zum Überführen der einzelnen Materialstücke zum anschließenden Behandlungsschritt, hier durch eine Nähmaschine 3 veranschaulicht, in ein und derselben vertikalen Ebene, weist die Vorrichtung auch ein Mittel 22 auf, um die geschnittenen Materialstücke abwechselnd aus der ersten und der zweiten vertikalen Ebene in die zweite Richtung B in eine dritte vertikale Ebene zu diesem anschließenden Behandlungsschritt weiter zu befördern. Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform, weist dieses Mittel 22 zum abwechselnden Befördern ein Paar schwenkbarer Zuführungen 22a, 22b auf, die angeordnet sind, um abwechselnd Materialstücke in der ersten bzw. zweiten vertikalen Ebene aufzunehmen und sie vorwärts in die dritte vertikale Ebene zum anschließenden Behandlungsschritt 3 zu befördern. 2 stellt die schwenkbaren Zuführungen 22a, 22b dar, wenn sie in einer untersten Aufnahmeposition sind, d.h. wenn sie ein erstes Materialstück 16 von dem untersten Paar von Mitteln zum Vorwärtsbefördern 18a, 18b fangen. 3 stellt die schwenkbaren Zuführungen 22a, 22b dar, wenn sie in einer obersten Aufnahmeposition sind, d.h. wenn sie ein zweites Materialstück (das jedoch nicht dargestellt ist) von dem obersten Paar an Mitteln zum Vorwärtsbefördern 20a, 20b fangen. Die schwenkbaren Zuführungen 22a, 22b weisen vorzugsweise zwei Endlosbänder auf, die zum Greifen der geschnittenen Kanten der Materialstücke angeordnet sind. Dasselbe erfolgt durch eine anschließende Zuführung 24, die zum Weiterbefördern der Materialstücke in der dritten vertikalen Ebene zum Behandlungsschritt 3 angeordnet ist.

Die Erfindung ist nicht durch die beschriebene Ausführungsform beschränkt, kann jedoch innerhalb des Umfangs der Ansprüche variiert werden. Es ist zu realisieren, dass z.B. die Vorrichtung mehr als zwei verschiedene vertikale „Stockwerke" aufweisen kann. Es ist ebenfalls zu realisieren, dass ein doppeltes gewebeförmiges Material geeigneterweise aus zwei verschiedenen Zufuhrhaspeln zum Schneiden und Vorwärtsbefördern von Stoffstücken z.B. zum Nähen von Bettdeckenüberzügen herausgezogen werden kann.


Anspruch[de]
Vorrichtung (10) zum Schneiden und Vorwärtsbefördern eines gewebeförmigen Materials (1) zu einem anschließenden Behandlungsschritt (3), dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung mindestens ein Ziehelement (12), das derart angeordnet ist, dass das Material vorzugsweise aus einer Zufuhrhaspel (2) abwechselnd in eine erste bzw. eine zweite vertikale Ebene und in einer ersten Richtung (A) gezogen wird; eine Schneidevorrichtung (26) zum Schneiden des gewebeförmigen Materials (1) in einzelne Materialstücke (16); zwei Paare an Mitteln zum Vorwärtsbefördern (18a, 18b; 20a, 20b), die derart angeordnet sind, dass geschnittene Materialstücke (16) vorwärts in eine zweite Richtung (B) befördert werden, wobei die Paare an Mitteln zum Vorwärtsbefördern (18a, 18b; 20a, 20b) in der ersten bzw. zweiten Ebene angeordnet sind, und Mittel (22a, 22b) zum abwechselnden Befördern der geschnittenen Materialstücke (16) aus den zwei vertikalen Ebenen und weiter in eine dritte vertikale Ebene zum anschließenden Behandlungsschritt (3) umfasst. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch zwei Ziehelemente (12), eines für jede vertikale Ebene. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Vorwärtsbefördern (18a, 18b; 20a, 20b) Endlosbänder umfassen, wobei jedes Paar an Mitteln zum Vorwärtsbefördern vorzugsweise zwei Endlosbänder (18a, 20a), die in einer ersten horizontalen Position übereinander angeordnet sind, und zwei Endlosbänder (18b, 20b), die mit Blick in die erste Richtung (A) in einer zweiten horizontalen Position übereinander angeordnet sind, umfasst, wobei die übereinander angeordneten Endlosbänder derart angeordnet sind, dass sie vertikal voneinander getrennt sind, damit das Ziehelement dazwischen durchläuft, und sie zum Einklemmen des Materials (1, 16) vertikal zusammen gebracht werden. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Vorwärtsbefördern (18a, 20a) in der ersten horizontalen Position in Verbindung mit der Schneidevorrichtung (26) angeordnet sind, während die Mittel zum Vorwärtsbefördern (18b, 20b) in der zweiten horizontalen Richtung zur ersten Richtung (A) für eine variable Einstellung einer Breite der Materialstücke (16) verschiebbar sind. Vorrichtung nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch eine Halteklammer (28), die Mittel (30) zum abwechselnden Positionieren einer geschnittenen Kante des gewebeförmigen Materials (1) in eine erste bzw. zweite Ebene umfasst, wobei die Schneidevorrichtung vorzugsweise zwischen der Halteklammer (28) und den Mitteln zum Vorwärtsbefördern (18a, 20a) in die erste horizontale Position angeordnet ist. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Richtung (A) und die zweite Richtung (B) rechtwinkelig zueinander liegen. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das mindestens eine Ziehelement (12) derart angeordnet ist, dass es bereits ein zweites Materialstück (16) zum Schneiden herauszieht, bevor ein erstes geschnittenes Materialstück (16) die Mittel zum Vorwärtsbefördern (18a, 18b; 20a, 20b) verlassen hat. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (22a, 22b) zum Befördern der geschnittenen Materialstücke (16) abwechselnd aus den zwei vertikalen Ebenen und nach vorn in einer dritten vertikalen Ebene einen schwenkbaren Beförderungsapparat umfasst. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Vorwärtsbefördern (18a, 18b; 20a, 20b) zusammen mit den Mitteln (22a, 22b) zum abwechselnden Befördern aus den zwei vertikalen Ebenen und nach vorn in der dritten Ebene angeordnet sind, um einen Griff der Längskanten der geschnittenen Materialstücke (16) mit Blick in die zweite Richtung (B) während des kontinuierlichen Betriebs der Vorrichtung (10) ständig beizubehalten. Vorrichtung nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Vorwärtsbefördern (18a, 18b; 20a, 20b) zusammen mit den Mitteln (22a, 22b) zum abwechselnden Befördern aus den zwei vertikalen Ebenen und nach vorn in der dritten Ebene derart angeordnet sind, dass die geschnittenen Materialstücke (16) derart vorwärts befördert werden, dass im Wesentlichen kein oder nur ein kleiner Spalt dazwischen vorliegt, während sie in den anschließenden Behandlungsschritt (3) eintreten. Verfahren zum Schneiden und Vorwärtsbefördern eines gewebeförmigen Materials (1) zu einem anschließenden Behandlungsschritt (3), dadurch gekennzeichnet, dass das Material (1) vorzugsweise von einer Zufuhrhaspel (2) abwechselnd aus einer ersten bzw. zweiten Ebene und in einer ersten Richtung (A) herausgezogen wird; dass das gewebeförmige Material (1) in einzelne Materialstücke (16) geschnitten wird; dass die geschnittenen Materialstücke (16) aus der ersten bzw. zweiten vertikalen Ebene und in einer zweiten Richtung (B) vorwärts (18a, 18b; 20a, 20b) befördert werden, und dass die geschnittenen Materialstücke (16) abwechselnd aus den zwei vertikalen Ebenen in einer dritten vertikalen Ebene zum anschließenden Behandlungsschritt (3) nach vorn befördert (22a, 22b) werden. Verfahren nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass ein zweites Materialstück bereits herausgezogen und abgeschnitten wird, bevor ein erstes Materialstück (16) vollständig zur dritten vertikalen Ebene befördert wurde. Verfahren nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass ein Griff der Längskanten der geschnittenen Materialstücke (16) mit Blick in die zweite Richtung (B) während der kontinuierlichen Durchführung des Verfahrens ständig beibehalten wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 11–13, dadurch gekennzeichnet, dass die geschnittenen Materialstücke (16) nach vorn in der zweiten Richtung (B) befördert werden, sodass im Wesentlichen kein oder nur ein kleiner Raum dazwischen besteht, wenn sie in den anschließenden Behandlungsschritt (3) eintreten.






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