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Dokumentenidentifikation DE60312107T2 31.10.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001420095
Titel Luftversorgungsvorrichtung für Düsenwebmaschine
Anmelder Tsudakoma Kogyo K.K., Kanazawa, Ishikawa, JP
Erfinder Yoneda, Hidetomo, Ishikawa-ken, JP
Vertreter Samson & Partner, Patentanwälte, 80538 München
DE-Aktenzeichen 60312107
Vertragsstaaten BE, CH, DE, IT, LI
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 21.10.2003
EP-Aktenzeichen 030239248
EP-Offenlegungsdatum 19.05.2004
EP date of grant 28.02.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 31.10.2007
IPC-Hauptklasse D03D 47/30(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP

Beschreibung[de]
HINTERGRUND DER ERFINDUNG 1. Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Luftversorgungsvorrichtung zum Zuführen von Luft zu einer Schussfadeneinbringdüse, insbesondere einer Hauptdüse für eine Düsenwebmaschine.

2. Beschreibung des Standes der Technik

Eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Zuführen von Luft zur Hauptdüse der Düsenwebmaschine sind durch verschiedene Veröffentlichungen bekannt.

Die japanische Gebrauchsmuster-Veröffentlichung Nr. 1-58678 (1989-04-12) (Seite 8, 1) ist eine dieser Veröffentlichungen, auf die nachfolgend als „Literatur 1" oder „Lit. 1" Bezug genommen wird.

Gemäß diesem Stand der Technik (Lit. 1) umfasst die darin offenbarte Luftversorgungsvorrichtung den ersten Druckluftregler (Lit. 1, 1, Bezugszeichen 4), einen Luftbehälter (Lit. 1, 1, Bezugzeichen 5), der mit dem ersten Druckluftregler verbunden ist, das erste Schaltventil (Lit. 1, 1, Bezugszeichen 6), das mit dem Luftbehälter und mit einer Hauptdüse verbunden ist (Lit. 1, 1, Bezugszeichen 1), das zweite Schaltventil (Lit. 1, 1, Bezugszeichen 17), das mit dem Luftbehälter verbunden ist, und den zweiten Druckluftregler (Lit. 1, 1, Bezugszeichen 18), der mit dem zweiten Schaltventil und mit der Hauptdüse verbunden ist.

Allerdings umfasst sie gemäß der Literatur 1 die Beschreibung dahingehend, dass bei Anbringung der vorliegenden Einrichtung an einer Mehrfarben-Webmaschine jede Schussfadeneinbringdüse mit der Einrichtung ausgestattet sein kann (siehe Seite 8, Zeile 14 bis 16 der Lit. 1). Wie aus dieser Beschreibung ersichtlich ist, ist, wenn der oben erwähnte Stand der Technik an einer Webmaschine mit mehreren Hauptdüsen angebracht wird, die Gesamtzahl der ersten und zweiten Schaltventile gleich einem Wert, der durch Multiplikation der Zahl von Schaltventilen (= 2 im Fall des obigen Standes der Technik), die für die Hauptdüse notwendig sind, mit der Zahl der Hauptdüsen erhalten wird. Mit anderen Worten ist die Gesamtzahl der Schaltventile proportional zur Zahl der Hauptdüsen.

Demgemäß kann, da die Zahl der Hauptdüsen steigt, der zum Anordnen der Schaltventile notwendige Raum nicht erweitert werden und gleichzeitig wird die Zahl der Leitungen, die mit den Schaltventilen, Druckluftreglern und Hauptdüsen verbunden sind, erhöht, wodurch nicht nur der innere Aufbau der Luftversorgungsvorrichtung sondern auch die Steuervorrichtung des Schaltventils sehr kompliziert werden.

Außerdem wird, wenn die Zahl der Leitungen erhöht wird, ihre Gesamtlänge größer, wodurch der Düsendruckverlust höher wird. Weiterhin besteht, wenn die Zahl der Schaltventile erhöht wird, die Möglichkeit, dass bei der Steuervorrichtung der Schaltventile oft elektrische Probleme auftreten, was die Schussfadeneinbringung instabil machen könnte.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Demgemäß ist es eine Aufgabe der Erfindung, den Schussfadeneinbringbetrieb der Düsenwebmaschine dadurch zu stabilisieren, dass die grundlegenden Maschinen und Werkzeuge, wie das Schaltventil und andere, die zum Durchführen der Schussfadeneinbringung unentbehrlich sind, vereinfacht werden.

Im Hinblick auf Mängel bei den bekannten, oben beschriebenen Luftversorgungsvorrichtungen haben die Erfinder der vorliegenden Erfindung jede Anstrengung unternommen, um eine neue Luftversorgungsvorrichtung zu entwickeln, die an verschiedenen Düsenwebmaschinen anbringbar ist. Wir streben zum Beispiel Luftversorgungsvorrichtungen an, durch die es möglich wird, nicht nur die Leitungen von der Druckluftversorgungsquelle zur Hauptdüse zu vereinfachen, sondern auch eine Luftversorgungsvorrichtung der einen Art leicht in eine andere Art umzuwandeln, zum Beispiel von einer Einfarben-Düsenwebmaschine zu einer Mehrfarben-Düsenwebmaschine oder umgekehrt. Mit anderen Worten zielen wir auf eine Luftversorgungsvorrichtung ab, die allgemein von jeder Art von Düsenwebmaschine verwendet werden kann. Als Ergebnisse unserer Bemühungen schlagen wir nun nachfolgend die Luftversorgungsvorrichtung eines neuen Typs vor.

Die Luftversorgungsvorrichtung gemäß der Erfindung umfasst: eine Druckluftversorgungsquelle; ein erstes Schaltventil, welches mit der Druckluftversorgungsquelle verbunden ist; wenigstens einen ersten Druckluftregler, der mit dem ersten Schaltventil verbunden ist, bei dem die Abgabemenge und/oder der Druck der Druckluft auf einen vorbestimmten ersten Einstellwert eingestellt wird; einen zweiten Druckluftregler, der mit der Druckluftversorgungsquelle verbunden ist, bei dem die Abgabemenge und/oder der Druck der Druckluft auf einen zweiten Einstellwert eingestellt wird, welcher vom ersten Einstellwert abweicht, wobei die Anzahl der zweiten Druckluftregler der Anzahl der ersten Druckluftregler entspricht; und ein zweites Schaltventil, welches mit dem ersten und zweiten Druckluftregler verbunden ist, wobei die Anzahl der zweiten Schaltventile wenigstens der Anzahl der ersten Druckluftregler entspricht. Das zweite Schaltventil ist mit der Hauptdüse verbunden, das erste Schaltventil ist in einem bestimmten Zeitraum während des Schussfadeneinbringzeitraums geöffnet, und das zweite Schaltventil ist sowohl während des ersten Zeitraums als auch während eines zweiten Zeitraums, der sich vom ersten Zeitraum unterscheidet, geöffnet.

Hier umfasst der Ausdruck „ein vorbestimmter erster Zeitraum während des Schussfadeneinbringzeitraums" einen vorbestimmten Zeitraum im Schussfadeneinbringzeitraum (d.h. vom Beginn der Schussfadeneinbringung bis zu deren Ende) sowie den gesamten Zeitraum der Schussfadeneinbringung.

Bei der Luftversorgungsvorrichtung gemäß der Erfindung ist der zweite Einstellwert des zweiten Druckluftreglers auf einen Wert eingestellt, der niedriger als der erste Einstellwert des ersten Druckluftreglers ist. Wenn der zweite Einstellwert wie der obige eingestellt ist, sind sowohl das erste als auch das zweite Schaltventil während des ersten Zeitraums geöffnet. Demgemäß strömt die Druckluft von der Druckluftversorgungsquelle durch den ersten Druckluftregler und wird dann von der Hauptdüse in dem Zustand ausgestoßen, in dem die Abgabemenge oder der Druck der Druckluft hoch ist. Außerdem wird im zweiten Zeitraum, da das erste Schaltventil geschlossen ist, während das zweite Schaltventil geöffnet ist, die Druckluft von der Druckluftversorgungsquelle durch den zweiten Druckluftregler hindurchgeleitet und dann von der Hauptdüse in dem Zustand ausgestoßen, in dem die Abgabemenge oder der Druck der Druckluft gering ist. Kurzum kann die Abgabemenge oder der Druck der Druckluft, der aus dem zweiten Schaltventil ausgestoßen wird, durch Öffnen oder Schließen nur des ersten Schaltventils geändert werden.

Die Wirkung der Luftversorgungsvorrichtung gemäß der Erfindung zeigt sich wirkungsvoll, wenn die Zahl der Hauptdüsen, die in der Düsenwebmaschine angeordnet sind, von eins auf über zwei erhöht wird. Das bedeutet, dass, um die Zahl der Hauptdüsen zu erhöhen, die Luftversorgungsvorrichtung Abzweigungsleitungen, die mit der Abgabeseite der ersten Schaltventile verbunden sind, zwei oder mehr erste und zweite Druckluftregler und die zweiten Schaltventile vorsehen kann und jeden der ersten Druckluftregler mit jeder der Abzweigungsleitungen verbindet. Oder die Luftversorgungsvorrichtung kann zwei oder mehr Abzweigungsleitungen vorsehen, die die Abgaben vom ersten und zweiten Druckluftregler erhalten und in jeweils zwei oder mehr zweite Schaltventile abzweigen und jedes der zweiten Schaltventile mit jedem der voneinander unterschiedlichen Hauptdüsen verbinden.

Demgemäß kann die Luftversorgungsvorrichtung gemäß der Erfindung, die in der Düsenwebmaschine mit zwei oder mehr Hauptdüsen angebracht ist, das erste Schaltventil als allgemeines Schaltventil verwenden. Mit anderen Worten kann, wenn die Luftversorgungsvorrichtung in der Düsenwebmaschine mit mehreren Hauptdüsen eingebaut ist, die Abgabemenge oder der Druck der Druckluft, die vom zweiten Schaltventil ausgestoßen wird, durch Öffnen oder Schließen nur des allgemeinen ersten Schaltventils geändert werden. Deshalb kann im Vergleich zur bekannten Luftversorgungsvorrichtung die Zahl der teuren, im Einsatz befindlichen Schaltventile effektiv reduziert werden, was zu einer Kostenverringerung sowie einer Vereinfachung der Leitungen führt. Außerdem macht es eine Reduzierung der Schaltventilanzahl möglich, elektrische Störungen in der Steuervorrichtung zu verringern, und eine Vereinfachung der Leitungen macht es möglich, den Verlust im Düsendruck zu reduzieren.

Eine andere Luftversorgungsvorrichtung umfasst: eine Druckluftversorgungsquelle; mindestens einen Druckluftregler, der mit der Druckluftversorgungsquelle verbunden ist; und ein Schaltventil, das mit dem Druckluftregler sowie mit einer Hauptdüse in einer Eins-zu-eins-Entsprechung verbunden ist. Das Schaltventil öffnet im ersten Zeitraum, bei dem es sich um einen vorbestimmten Zeitraum während des Schusseinbringzeitraums handelt, mittels der Hauptdüse sowie im zweiten Zeitraum, der sich vom ersten Zeitraum unterscheidet, und der Druckluftregler steuert die Abgabemenge und/oder den Druck der Druckluft, die dem Schaltventil zugeführt wird, in Übereinstimmung mit dem ersten und zweiten Zeitraum.

Diese andere Luftversorgungsvorrichtung ist mit dem Druckluftregler ausgestattet, der in der Lage ist, die Abgabemenge oder den Druck der Druckluft zu steuern. Deshalb kann die Zahl der Schaltventile und der Druckluftregler auch im Vergleich zur bekannten Luftversorgungsvorrichtung verringert werden. Außerdem ermöglicht es eine Reduzierung der Zahl der Schaltventile und Druckluftregler, die Zahl der Leitungen, die sie miteinander verbinden, zu verringern und so eine Vereinfachung der Leitungen zu realisieren.

Eine weitere unterschiedliche Luftversorgungsvorrichtung umfasst: eine Druckluftversorgungsquelle; und mindestens einen Druckluftregler, der mit der Druckluftversorgungsquelle und mit einer Hauptdüse in einer Eins-zu-eins-Entsprechung verbunden ist. Der Druckluftregler steuert die Abgabemenge und/oder den Druck der Druckluft, die an die Hauptdüse abgegeben wird, auf der Grundlage des vorher eingestellten Drehwinkels der Hauptwelle.

Bei dieser weiteren unterschiedlichen Luftversorgungsvorrichtung wird, da der Druckluftregler die Abgabemenge und/oder den Druck der Druckluft, die der Hauptdüse zugeführt wird, auf der Grundlage des vorher eingestellten Drehwinkels der Hauptwelle steuert, die Druckluft von der Druckluftversorgungsquelle über die Druckluftsteuereinrichtung an die Hauptdüse abgegeben, die in der Lage ist, die Abgabemenge oder den Druck der Druckluft kontinuierlich zu steuern.

Da die weitere unterschiedliche Luftversorgungsvorrichtung mit der Druckluftsteuereinrichtung, die in der Lage ist, die Abgabemenge oder den Druck der Druckluft auf der Grundlage des Drehwinkels der Hauptwelle kontinuierlich zu steuern, ausgestattet ist, kann die Zahl der Schaltventile und der Druckluftregler im Vergleich zur bekannten Luftversorgungsvorrichtung reduziert werden, so dass die Düsensteuerung der Druckluft, die vom Schaltventil ausgestoßen wird, nur von der Druckluftsteuereinrichtung gesteuert wird.

Die Reduzierung der Zahl der Schaltventile und Druckluftregler macht es möglich, die Zahl der diese verbindenden Leitungen zu reduzieren, so dass die Leitungen stark vereinfacht werden. Weiterhin vereinfacht eine Reduzierung der Zahl der Schaltventile und Druckluftregler auch die Steuerfunktion des Schaltventils und auch des Druckluftreglers.

Die Luftversorgungsvorrichtung gemäß der Erfindung umfasst Leitungen zum Zuführen der Druckluft zur Verwendung beim Vollzeitdüsenbetrieb zu einer Hauptdüse von der Druckluftversorgungsquelle. Der Wert der Abgabemenge oder der Druck der Druckluft, die der Hauptdüse zur Verwendung beim Vollzeitdüsenbetrieb zugeführt wird, wird vorzugsweise auf einen Wert eingestellt, der kleiner als der Einstellwert des Druckluftreglers ist. Auf diese Weise wird die geringe Menge an Druckluft immer von der Hauptdüse ausgestoßen. Mit anderen Worten strömt die Druckluft immer in der Hauptdüse in der Schussfadeneinbringrichtung (d.h. in der Richtung von der Schussfadenlagereinheitsseite zur Seite des vorderen Endabschnitts des Schussfadens hin). Daher wird verhindert, dass der Schussfaden, der im Inneren der Hauptdüse bleibt, herauskommt.

Die Luftversorgungsvorrichtung gemäß der Erfindung umfasst weiter Leitungen zum Verbinden des zweiten Schaltventils entsprechend einer Hauptdüse mit einer oder mehr Hilfs-Hauptdüsen bzw. Hilfsdüsen zum Unterstützen des Schussfadenflugs während der Schussfadeneinbringzeit. Die Hilfsdüsen sind zwischen der Hauptdüse und der Schussfadenlagereinheit angeordnet. Bei dieser Anordnung kann der Schussfaden, der in der Schussfadenlagereinheit gelagert ist, problemlos zum Inneren der Hauptdüse befördert werden, wodurch die Schussfadeneinbringung sicher durchgeführt wird.

Bei der Luftversorgungsvorrichtung gemäß der Erfindung umfasst der Druckluftregler mindestens ein Drosselventil und einen Regler. Außerdem umfasst die Druckluftversorgungsquelle mindestens eine Druckluftquelle, einen Hilfs-Druckluftregler und einen Druckluftbehälter.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

1 ist ein Leitungskreisdiagramm zur Verwendung in einer Luftversorgungsvorrichtung gemäß der ersten Ausführungsform der Erfindung.

2 ist ein Ablaufdiagramm der Luftversorgungsvorrichtung, wie in der 1 gezeigt.

3 ist ein Leitungskreisdiagramm zur Verwendung in einer Luftversorgungsvorrichtung gemäß der zweiten Ausführungsform der Erfindung.

4 ist ein Ablaufdiagramm der Luftversorgungsvorrichtung, wie in der 3 gezeigt.

5 ist ein Leitungskreisdiagramm zur Verwendung in einer Luftversorgungsvorrichtung gemäß der dritten Ausführungsform der Erfindung.

6 ist ein Leitungskreisdiagramm zur Verwendung in einer Luftversorgungsvorrichtung gemäß der vierten Ausführungsform der Erfindung.

7 ist ein Teil eines Luftkreisdiagramms zur Verwendung in einer Luftversorgungsvorrichtung gemäß der fünften Ausführungsform der Erfindung.

8 ist der andere Teil eines Leitungskreisdiagramms, wie in der 7 gezeigt, zur Verwendung in einer Luftversorgungsvorrichtung gemäß der fünften Ausführungsform der Erfindung.

9 ist ein Leitungskreisdiagramm zur Verwendung in einer anderen Luftversorgungsvorrichtung.

10 ist ein Ablaufdiagramm der Luftversorgungsvorrichtung, wie in der 9 gezeigt.

11 ist ein Leitungskreisdiagramm zur Verwendung in einer anderen Luftversorgungsvorrichtung.

12 ist ein Leitungskreisdiagramm zur Verwendung in einer noch anderen Luftversorgungsvorrichtung.

13 ist ein Ablaufdiagramm der Luftversorgungsvorrichtung, wie in der 12 gezeigt.

14 ist ein weiteres Ablaufdiagramm einer noch anderen Luftversorgungsvorrichtung.

15 ist ein Leitungskreisdiagramm zur Verwendung in einer noch anderen Luftversorgungsvorrichtung.

AUSFÜHRLICHE BESCHREIBUNG DER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORMEN

In den 1, 3, 5, 6, 7, 8, 9 und 11 zeigt, wie nachfolgend beschrieben, jede Pfeilspitze die Strömungsrichtung der Druckluft an.

[Erste Ausführungsform: Luftversorgungsvorrichtung für eine Einfarben-Düsenwebmaschine]

Mit Bezug auf die 1 und 2 ist eine Luftversorgungsvorrichtung 10 an einer Düsenwebmaschine vom Einfarben-Typ mit einer einzigen Hauptdüse 12 anbringbar.

Die Luftversorgungsvorrichtung 10 verwendet einen Leitungskreis mit einer Leitungseinheit „a", die zwei Druckluftregler 16 und 18 parallel zwischen einer Luftdruckversorgungsquelle 14 und der Hauptdüse 12 anordnet. Diese Druckluftregler 16 und 18 werden während der Schussfadeneinbringzeit bzw. der Schussfadenabschneidezeit verwendet.

Die Druckluftversorgungsquelle 14 umfasst eine Druckluftquelle (nicht gezeigt), wie beispielsweise einen Kompressor, einen Hilfs-Druckluftregler (nachfolgend als „Hilfsregler" bezeichnet) 22, der mit dem Luftaustritt der obigen Druckquelle über eine Leitung 20 verbunden ist, und einen Druckluftbehälter (nachfolgend nur als „Behälter" bezeichnet) 26.

Eine Leitung 28, die von einem der Luftaustritte des Behälters 26 aus verläuft, ist mit der Hauptdüse 12 verbunden und verläuft durch ein Schaltventil 30, den Druckluftregler 16, eine Zusammenflussleitung bzw. Zusammenflussverbindung 32 und ein Schaltventil 34, und zwar in dieser Reihenfolge. Eine weitere Leitung 36, die von einem anderen Luftaustritt des Behälters 26 aus verläuft, ist mit der Zusammenflussleitung 32 verbunden, die an der Leitung 38 angeordnet ist, welche vom Druckluftregler 16 durch den Druckluftregler 18 verläuft.

Der Hilfsregler 22 stellt den Druck der im Behälter 26 gespeicherten Druckluft ein, während die Druckluftregler 16 und 18 die Abgabemenge der Druckluft einstellen. Der Druckluftregler 16 stellt die Abgabemenge der Druckluft daraus auf einen etwas größeren Wert ein, während der Luftregler 18 die Abgabemenge der Druckluft daraus auf einen etwas kleineren Wert als den Einstellwert des Druckluftreglers 16 einstellt.

Die Düsenwebmaschine, die mit einer Luftversorgungsvorrichtung 10 versehen ist, arbeitet wie folgt.

Die Druckluft, die vom Behälter 26 zugeführt wird, wird aus der Hauptdüse 12 zu einem Schussfaden 40 hin ausgestoßen, der sich in der Hauptdüse 12 befindet, wodurch der Schussfaden 40 in Richtung auf die Schussfadeneinbringung fliegt (in der 1 von links nach rechts).

Der fliegende Schussfaden 40 wird zu einer vorbestimmten Zeit von einer Schneideeinrichtung 42, die auf der Garnzuführseite zwischen der Hauptdüse 12 und einem Gewebe (nicht gezeigt) angeordnet ist, abgeschnitten, wobei die vorbestimmte Zeit nachfolgend beschrieben ist.

Der Ausstoßbetrieb der Luftversorgungsvorrichtung 10 wird zum Beispiel gemäß dem in der 2 gezeigten Ablaufdiagramm durchgeführt. Diese Figur zeigt darüber hinaus den Betrieb der Schneideeinrichtung 42 auf der Garnzuführseite.

Der Schussfadeneinbringausstoß, der einen abgewinkelten Bereich bezeichnet, in dem der Ausstoß aus der Hauptdüse 12 in der Schussfadeneinbringzeit (erster Zeitraum) während des Düsenwebmaschinenbetriebs erfolgen soll, wird in einem Schussfadeneinbringdüsenbereich M zwischen 80° und 160° bezüglich des Kurbelwinkels &thgr; durchgeführt. Das Abschneiden des Schussfadens 40 wird in einem Abschneidebereich zwischen einem Kurbelwinkel &thgr; von 20° und einem Wert in der Nähe davon durchgeführt. Der Abschneideausstoß, der einen abgewinkelten Bereich bezeichnet, in dem der Ausstoß durch die Hauptdüse 12 in der Schussfadenabschneidezeit (zweiter Zeitraum) während des Düsenwebmaschinenbetriebs erfolgen soll, wird in einem Schussfadenabschneideausstoßbereich C zwischen 340° und 30° im Hinblick auf den Kurbelwinkel &thgr; unter Einschluss des obigen Abschneidebereichs durchgeführt.

Während der Schussfadeneinbringausstoßzeit sind die Schaltventile 30 und 34 gleichzeitig geöffnet. Allerdings ist während der Schussfadenabschneideausstoßzeit das Schaltventil 30 nicht geöffnet, obwohl das Schaltventil 34 geöffnet ist.

Der Schussfadenabschneideausstoß wird ausgeführt, um zu verhindern, dass der Schussfaden 40, der nach dem Abschneiden durch die Schneideeinrichtung 42 noch auf der Garnzuführseite bleibt und dessen vorderes Ende von der Hauptdüse 12 in der Schussfadeneinbringrichtung vorsteht, von der Hauptdüse 12 aufgrund der Wirkung auf die Spannung, die dem Schussfaden 40 während der Anschlagszeit gegeben wird, weg gezogen wird.

Mit anderen Worten- ist eine große Abgabemenge der Druckluft notwendig, um den Schussfaden 40 fliegen zu lassen. In Übereinstimmung mit dieser Anforderung sind im Schussfadeneinbringbereich M beide Schaltventile 30 und 34 geöffnet und die Abgabemenge der Druckluft wird durch den Druckluftregler 16 bzw. 18 eingestellt. Dann strömt die Druckluft, wie von diesen Reglern eingestellt, durch die beiden Leitungen 38 und 44 und trifft sich an der Zusammenflussleitung 32.

Damit wird eine große Menge an Druckluft dem Schaltventil 34 zugeführt und wird durch Öffnen des Schaltventils 34 auch der Hauptdüse 12 zugeführt, wodurch der Schussfaden 40 sicher von der Druckluft, die von der Hauptdüse 12 ausgestoßen wird, weggeblasen wird.

Wenn der Schussfaden 40 von der Schneideeinrichtung 42 abgeschnitten wird, passiert es manchmal, dass der Schussfaden 40 aufgrund der Reaktion auf die auf den Schussfaden 40 wirkenden Spannung von der Hauptdüse 12 weg gerissen wird. Um diese Situation zu verhindern, ist zur Schussfadenabschneidezeit das Schaltventil 30 geschlossen, während das Schaltventil 34 geöffnet ist, so dass eine geringe Menge an Druckluft, wie vom Druckluftregler 18 eingestellt, aus der Hauptdüse 12 ausgestoßen wird. Auf diese Weise wird verhindert, dass der Schussfaden 40 von der Hauptdüse 12 weg gezogen wird.

[Zweite Ausführungsform: Luftversorgungsvorrichtung für eine 2-Farben-Düsenwebmaschine]

Mit Bezug auf die 3 und 4 ist eine Luftversorgungsvorrichtung 46 an einer Düsenwebmaschine vom 2-Farben-Typ anbringbar und verwendet einen Leitungskreis, der eine Leitungseinheit „b" zusätzlich zu der Leitungseinheit „a" der Luftversorgungsvorrichtung 10 umfasst. Die Leitungseinheit „b" verbindet die Druckluftversorgungsquelle 14 mit der Hauptdüse 50 zum Fliegenlassen eines anderen Schussfadens 48.

Die Luftversorgungsvorrichtung 46 umfasst eine Abzweigungsleitung 54, die an der Leitung 52 zwischen dem Schaltventil 30 und dem Druckluftregler 16 in der Leitungseinheit „a" angeordnet ist. In der Leitungseinheit „b" verläuft eine Leitung 56, die sich von dieser Abzweigungsleitung 54 erstreckt, weiter von der Abzweigungsleitung 54 stromabwärts und ist mit der Hauptdüse 50 über einen Druckluftregler 58, eine Zusammenflussleitung 60und ein Schaltventil 62 in dieser Reihenfolge verbunden. Eine Leitung 64, die sich vom dritten Luftaustritt des Behälters 14 erstreckt, ist mit der Zusammenflussleitung 60 verbunden, die auf einer Leitung 66 angeordnet ist, welche vom Druckluftregler 58 durch einen Druckluftregler 68 verläuft.

Mit anderen Worten sind die Druckluftregler 58 und 68 mit der Leitung 56, die von der Abzweigungsleitung 54 verläuft, bzw. der Leitung 64, die sich vom dritten Luftaustritt des Behälters 26 erstreckt, verbunden. Als Ergebnis werden die Druckluftregler 58 und 68 parallel zueinander zwischen dem Behälter 26 und der Zusammenflussleitung 60 verbunden.

In der Luftversorgungsvorrichtung 46 werden die Druckluftregler 58 und 68 so eingestellt, dass die Abgabemenge der Druckluft von jedem gleich der von jedem der Druckluftregler 16 und 18 wird. Das heißt, dass die Abgabemenge der Druckluft vom Druckluftregler 58 auf einen etwas größeren Wert eingestellt wird, während die Abgabemenge derselben vom Druckluftregler 68 auf einen Wert eingestellt wird, der etwas kleiner als der Einstellwert des Druckluftreglers 58 ist.

Jeweilige Abgabemengen von den Druckluftreglern 16, 58 und 18, 68 können auf dieselben Einstellwerte eingestellt werden. Außerdem können jeweilige Abgabemengen von den Druckluftreglern 16, 58 und 18, 68 auf Einstellwerte eingestellt werden, die sich je nach den Merkmalen der Schussfäden 40 und 48 voneinander unterscheiden.

Wie oben beschrieben, ist die Luftversorgungsvorrichtung 46 zur Verwendung in der 2-Farben-Düsenwebmaschine mit der Leitungseinheit „b" zur Verwendung in einer anderen Hauptdüse 50 zusätzlich zur Leitungseinheit „a" in der Luftversorgungsvorrichtung 10 vorgesehen, wobei die Leitungseinheit „b" die Leitung 56, die sich von der Abzweigungsleitung 54 erstreckt, die Leitung 64, die vom Behälter 26 aus verläuft, die Druckluftregler 58 und 68, die parallel zwischen den Behälter 26 und der Zusammenflussleitung 60 gekoppelt sind, und das Schaltventil 62 umfasst.

Mit anderen Worten gehört in der Luftversorgungsvorrichtung 46 das Schaltventil 30 allgemein jeder Leitung, die vom Behälter 26 zu den Hauptdüsen 12 und 50 verläuft. Demgemäß gibt es, da die Luftversorgungsvorrichtung 46 die Leitungseinheiten „a" und „b" aufweist, die das Schaltventil 30 gemeinsam haben, keinen Bedarf, das Schaltventil im Verhältnis zur Zahl der Hauptdüsen herzustellen, so dass die Zahl der Schaltventile im Vergleich zur bekannten Luftversorgungsvorrichtung reduziert wird.

Es wird hier davon ausgegangen, dass es drei Luftversorgungsvorrichtungen gibt, von denen jede notwendig ist, um die Druckluft an drei Düsenwebmaschinen mit 2 Hauptdüsen, 4 Hauptdüsen bzw. 6 Hauptdüsen weiterzuleiten. Die Tabelle 1 zeigt das Verhältnis zwischen der Zahl der Hauptdüsen und der Zahl der Schaltventile, die zur Schussfadeneinbringzeit sowie zur Schussfadenabschneidezeit benötigt werden. Wie in der Tabelle 1 gezeigt ist, wird die Zahl der Schaltventile, die für die Schussfadeneinbringung zwischen die Hauptdüse und den Druckluftregler anzuordnen sind, gleich der Zahl der Hauptdüsen, und zwar ungeachtet der Luftversorgungsvorrichtung gemäß der Erfindung und dem Stand der Technik. Allerdings wird beim Schussfadenabschneiden die Zahl der Schaltventile, die für das Schussfadenabschneiden zwischen der Druckluftversorgungsquelle und dem Druckluftregler anzuordnen ist, auf nur eins reduziert, und zwar ungeachtet der Zahl der Hauptdüsen. Demgemäß kann, selbst wenn die Zahl der Hauptdüsen erhöht wird, ein Ansteigen der Gesamtzahl der Schaltventile in der Luftversorgungsvorrichtung 10 im Vergleich zum Stand der Technik wirksam unterdrückt werden.

Tabelle 1

Der Düsenbetrieb der Luftversorgungsvorrichtung 46 wird zum Beispiel gemäß einem Ablaufdiagramm durchgeführt, wie in der 4 gezeigt.

Ähnlich zur Luftversorgungsvorrichtung 10 führt die Hauptdüse den Schussfadeneinbringausstoß im Schussfadeneinbringausstoßbereich M durch, d.h. im Bereich des Kurbelwinkels &thgr;. Außerdem führt, da die Luftversorgungsvorrichtung 56 in der 2-Farben-Düsenwebmaschine verwendet wird, entweder die Hauptdüse 12 oder 50 entsprechend dem gegenständlichen Schussfaden, der schussfadengemäß eingebracht wird, den Schussfadeneinbringausstoß im Schussfadeneinbringausstoßbereich M bei jedem Schussfadeneinbringzyklus durch.

Zuerst sind im Schussfadeneinbringausstoßbereich M des ersten Zyklus, wie in der 4 gezeigt, die Schaltventile 30 und 34 in dem Zustand geöffnet, in dem das Schaltventil 62 geschlossen ist. In diesem Zustand wird eine große Abgabemenge der Druckluft von der Hauptdüse 12 ausgestoßen, wodurch der Schussfaden 40 akkurat in der Schussfadeneinbringrichtung weggeblasen wird. Zu dieser Zeit wird die Abgabemenge der Druckluft von den Druckluftreglern 16 und 18 jeweils so eingestellt, dass sie für den Flug des Schussfadens 40 geeignet ist.

Als nächstes ist im Schussfadenabschneideausstoßbereich C des ersten Zyklus, wie in der 4 gezeigt, das Schaltventil 34 in dem Zustand geöffnet, in dem die Schaltventile 30 und 62 geschlossen sind. In diesem Zustand wird eine geringe Abgabemenge der Druckluft von der Hauptdüse 12 ausgestoßen und der Schussfaden 40 wird von der Schneideeinrichtung 42 abgeschnitten. Zu dieser Zeit wird die Abgabemenge der Druckluft vom Druckluftregler 18 so eingestellt, dass sie zum Abschneiden des Schussfadens 40 geeignet ist.

Weiterhin sind im Schussfadeneinbringausstoßbereich M des zweiten Zyklus, wie in der 4 gezeigt, die Schaltventile 30 und 62 in dem Zustand geöffnet, in dem das Schaltventil 34 geschlossen ist. In diesem Zustand wird eine große Menge an Druckluft von der Hauptdüse 50 ausgestoßen, wodurch der Schussfaden 48 von der Hauptdüse 650 genau in der Schussfadeneinbringrichtung weg geblasen wird. Zu diesem Zeitpunkt wird die Abgabemenge der Druckluft von den Druckluftreglern 58 und 68 jeweils so eingestellt, dass sie für den Flug des Schussfadens 48 geeignet ist.

Außerdem ist im Schussfadenabschneideausstoßbereich C des zweiten Zyklus, wie in der 4 gezeigt, das Schaltventil 62 in dem Zustand geöffnet, in dem die Schaltventile 30 und 34 geschlossen sind. In diesem Zustand wird eine geringe Menge an Druckluft von der Hauptdüse 50 ausgestoßen und der Schussfaden 48 wird von einer Schneideeinrichtung 70 abgeschnitten, die zwischen der Hauptdüse 50 und einem Gewebe im halbgewebten Zustand angeordnet ist. Allerdings kann der Schussfaden 48 von der Schneideeinrichtung 42 anstelle der Schneideeinrichtung 70 geschnitten werden. Zu dieser Zeit wird die Abgabemenge der Druckluft vom Druckluftregler 68 so eingestellt, dass sie zum Schneiden des Schussfadens 48 geeignet ist.

In dem in der 4 gezeigten Beispiel wiederholt die Luftversorgungsvorrichtung 46 den Betrieb im ersten und zweiten Zyklus, wie oben beschrieben.

In der Luftversorgungsvorrichtung 46 kann die Abgabemenge der Druckluft, die von den Hauptdüsen 12 und 50 ausgestoßen wird, getrennt mittels der Druckluftregler 16 und 58 zur Verwendung bei der Schussfadeneinbringung sowie mittels der Druckluftregler 18 und 68 zur Verwendung beim Schussfadenabschneiden in Reaktion auf die Schussfäden 40 und 48 eingestellt werden. Daher kann die Luftversorgungsvorrichtung 46 nicht nur zur Schussfadeneinbringung derselben Schussfadenart sondern auch zur Schussfadeneinbringung von unterschiedlichen Schussfadenarten verwendet werden. Demgemäß kann die Düsenwebmaschine, die die Luftversorgungsvorrichtung 46 aufnimmt, die Zahl der Schussfadenarten, die die Düsenwebmaschine handhaben kann, erhöhen.

[Dritte Ausführungsform: Luftversorgungsvorrichtung für die 2-Farben-Düsenwebmaschine]

Mit Bezug auf die 5 kann eine Luftversorgungsvorrichtung 72 auf eine Düsenwebmaschine vom 2-Farben-Typ angebracht werden und verwendet einen Leitungskreis mit einer Leitungseinheit „c" zusätzlich zur Leitungseinheit „a" der Luftversorgungsvorrichtung 10. Die Leitungseinheit „c" ist mit der Hauptdüse 50 zum Wegblasen des Schussfadens 48 verbunden.

In der Luftversorgungsvorrichtung 72 ist eine Leitung 74, die als Abzweigungsleitung wirkt, mit der Zusammenflussleitung 32 der Luftversorgungsvorrichtung 10(1) verbunden, so dass die Zusammenflussleitung 32 als Zusammenfluss/Abzweigungsleitung 76 verwendet wird. Die Leitung 74 ist mit der Hauptdüse 50 durch das Schaltventil 62 verbunden. Bei der Luftversorgungsvorrichtung 72 kann es allerdings möglich sein, die Leitung 74, die als Abzweigungsleitung wirkt, mit einer Leitung zu verbinden, die von der Zusammenflussleitung 32 der Luftversorgungsvorrichtung 10 zur Hauptdüse 12 verläuft, wodurch die Nachbarschaft der Zusammenflussleitung 32 und der Leitung 74 als Zusammenfluss/Abzweigungsleitung 76 wirkt.

Da das Schaltventil 62 direkt mit der Zusammenfluss/Abzweigungsleitung 76 verbunden ist, ohne durch die Druckluftregler 58, 68 hindurchzugehen, wie in der 3 gezeigt, wird die Abgabemenge der Druckluft, die dem Schaltventil 62 zugeführt wird, fast gleich zu der, die dem Schaltventil 34 zugeführt wird. Demgemäß ist die Luftversorgungsvorrichtung 72 in geeigneter Weise an eine Düsenwebmaschine von der Art anbringbar, bei der dieselbe Art von Schussfäden 40 und 58 von den Hauptdüsen 12 bzw. 50 schussfadenmäßig eingeführt werden.

Die Luftversorgungsvorrichtung 72 hat weder den Druckluftregler 58 noch 68, wie in der 3 gezeigt. Demgemäß ist der Leitungskreis der Luftversorgungsvorrichtung 72 im Vergleich zur Luftversorgungsvorrichtung 46 stark vereinfacht. Außerdem kann es möglich sein, dass entweder der Druckluftregler 58 oder 68 allgemein verwendet wird.

Der Strahlbetrieb der Luftversorgungsvorrichtung 72 wird zum Beispiel gemäß einem Ablaufdiagramm durchgeführt, wie in der 4 gezeigt.

Vierte Ausführungsform: Luftversorgungsvorrichtung mit der Hilfsdüse für die 2-Farben-Düsenwebmaschine]

Mit Bezug auf die 6 verwendet eine Luftversorgungsvorrichtung 78 einen Leitungskreis, der die Leitungseinheiten „a" und „b" der Luftversorgungsvorrichtung 46 (3) umfasst, die Leitungseinheiten „d" und „e", die mit den Druckluftreglern 80 und 82 zur Verwendung im Vollzeitdüsenbetrieb verbunden sind, und gleichzeitig verwendet sie eine Doppelhauptdüse 84 mit zwei Hauptdüsen 12 und 50.

Eine Leitung 86, die sich vom Behälter 26 zu den Druckluftreglern 18 und 68 erstreckt und als allgemeiner Strömungskanal dient, zweigt durch eine Abzweigungsleitung 88 in die Druckluftregler 18 und 68 ab. Die Leitungen 44 und 90, die sich von den jeweiligen Luftaustritten der Druckluftregler 18 und 68 erstrecken, sind mit den Zusammenflussleitungen 32 bzw. 60 verbunden.

Eine Abzweigungsleitung 92 ist auf der Leitung 86 zwischen dem Behälter 26 und der Abzweigungsleitung 88 angeordnet. Die Leitungen 94 und 96, die von dieser Abzweigungsleitung 92 aus verlaufen, werden jeweils durch die Druckluftregler 80 und 82 mit Zusammenflussleitungen 102 und 104 verbunden, die jeweils an den Leitungen 98, 100 zwischen den Schaltventilen 34, 62 und den Hauptdüsen 12, 50 angeordnet sind.

Der Leitungskreis der Luftversorgungsvorrichtung 78 umfasst Abzweigungsleitungen 106, 108, die an den Leitungen 98, 100 angeordnet sind, welche von den Abzweigungsleitungen 102, 104 zu den Hauptdüsen 12, 50 verlaufen. Leitungen, die abzweigen und in einer Richtung von den Abzweigungsleitungen 106, 108 verlaufen, sind jeweils mit den Hauptdüsen 12 und 50 verbunden, während die Leitungen 110, 112, die in der anderen Richtung verlaufen, mit den Hilfsdüsen 114 bzw. 116 verbunden sind.

Demgemäß umfasst die Luftversorgungsvorrichtung 78 die Leitungseinheiten „d" und „e", die die Druckluft, die vom Behälter 26 den Hauptdüsen 12, 50 sowie den Hilfsdüsen 114, 116 über Druckluftregler 80 und 82 zugeführt wird, zuführen.

Gemäß dem Leitungskreis der oben beschriebenen Luftversorgungsvorrichtung wird es für die Hauptdüsen 12, 50 und Hilfsdüsen 114, 116 möglich, den Vollzeitdüsenbetrieb der Druckluft durchzuführen, wobei die Abgabemenge durch die Druckluftregler 80 und 82 eingestellt wird. Demgemäß wird auch verhindert, dass die Schussfäden 40 und 48, die auch in die Hauptdüsen 12, 50 und Hilfsdüsen 114, 116 eingeführt werden, von den Hauptdüsen 12, 50 und den Hilfsdüsen 114 und 116 in der entgegengesetzten Richtung zur Schussfadeneinbringrichtung weg gezogen werden.

Die Regler 80 und 82 sind so eingestellt, dass ihre Einstellwerte kleiner als der Einstellwert von jedem Druckluftregler 16, 58, 18 und 68 wird. Allerdings kann der Einstellwert der Druckluftregler 80 und 82 auf einen Wert eingestellt werden, der gleich dem Einstellwert von einem der Druckluftregler 16, 58, 18 oder 68 ist.

In der Luftversorgungsvorrichtung 78 umfasst der Leitungskreis zwischen der Druckluftversorgungsquelle 14 und den Hauptdüsen 12, 50 die folgenden drei Nebenleitungskreise, die parallel angeordnet sind. Nämlich: (1) den ersten Nebenleitungskreis zur Verwendung bei der Schussfadeneinbringung, der aus dem gewöhnlichen Schaltventil 30, den Druckluftreglern 16, 58, die so eingestellt sind, dass eine große Abgabemenge resultiert, und den Schaltventilen 34, 62 besteht; (2) den zweiten Nebenleitungskreis zur Verwendung beim Schussfadenabschneiden, der aus den Druckluftreglern 18 und 68, die so eingestellt sind, dass eine geringe Abgabemenge resultiert, und den Schaltventilen 34 und 62 besteht; und (3) den dritten Nebenleitungskreis zur Verwendung beim Vollzeitdüsenbetrieb, der aus den Druckluftreglern 80 und 82 besteht, die so eingestellt sind, dass eine sehr kleine Abgabemenge resultiert.

Bei der wie oben ausgebildeten Luftversorgungsvorrichtung 78 haben Nebenleitungskreise mit der Druckluftversorgungsquelle 14 und den Druckluftreglern 18, 68 und 80, 82 eine gemeinsame Leitung 86. Demgemäß ist der Leitungskreis der Luftversorgungsvorrichtung 78 in großem Maße vereinfacht.

In der 6 haben die Abzweigungsleitungen 54, 88, 92, 106 und 108, wie durch einen schwarzen Kreis (Punkt) angegeben, kein Sperrventil. Andererseits besitzen die Zusammenflussleitungen 32, 60, 102 und 104, wie durch das schwarze Dreieck angegeben, ein Sperrventil zum Blockieren einer Strömung (Rückströmung) zu den entsprechenden Druckluftreglern 16, 18, 58, 68, 80 und 82.

Wie in der 6 gezeigt, ist kein Druckluftregler in der Leitung, die zwischen den Zusammenflussleitungen 102, 104 und den Abzweigungsleitungen 106 und 108 gebildet sind, die jeweils mit Hilfsdüsen 114, 116 sowie mit den Hauptdüsen 12, 50 verbunden sind, umfasst. Demgemäß kann die Luftversorgungsvorrichtung 78 zusätzlich die Funktion des Messens des Druckluftdrucks in der Leitung in dem Bereich, der durch eine punktierte, jede Zusammenflussleitung 102 und 104 umgebende Linie angegeben ist, und des Einstellens der Abgabemenge der Druckluft bei den Druckluftreglern 16, 18, 58, 68, 80 und 82 auf der Grundlage des oben gemessenen Drucks aufweisen.

In der mit der Luftversorgungsvorrichtung 78 ausgestatteten Düsenwebmaschine werden die Schussfäden 40 und 48 in die Hauptdüsen 12 und 50 durch die Hilfsdüsen 114 bzw. 116 eingeführt und von den Hilfsdüsen 114 und 116 zur Doppelhauptdüse 84 ausgestoßen, sobald die Schaltventile 34 und 62 geöffnet sind.

Die Düsenzeit der Druckluft von den Hilfsdüsen 114 und 116 ist dieselbe wie die von den Hauptdüsen 12 und 50. Der Druckluftausstoß von den Hilfsdüsen 114 und 116 und den Hauptdüsen 12 und 50 wird auch gemäß dem Ablaufdiagramm durchgeführt, wie zum Beispiel in der 4 gezeigt.

[Fünfte Ausführungsform: Luftversorgungsvorrichtung mit Hilfsdüse für eine 4-Farben-Düsenwebmaschine]

Mit Bezug auf die 7 und 8 ist eine Luftversorgungsvorrichtung 118 an einer Düsenwebmaschine vom 4-Farben-Typ mit 4 Hauptdüsen sowie 4 diesen entsprechenden Hilfsdüsen anbringbar. Die Luftversorgungsvorrichtung 118 verwendet einen Leitungskreis, der die Leitungseinheiten „f" und „g" umfasst, die zusätzlich zu den Leitungseinheiten „a", „b", „d" und „e" der Luftversorgungsvorrichtung 78 jeweils mit den Hauptdüsen 124, 126 sowie mit den Hilfsdüsen 128, 130 zur Verwendung bei der Schussfadeneinbringung der Schussfäden 120 und 122 verbunden sind, wie in der 6 gezeigt. (Die Symbole „a", „b", „d" und „e" sind weder in der 7 noch in der 8 gezeigt).

Die Leitungseinheiten „f" und „g" besitzen eine Abzweigungsleitung 132 an der Leitung, die vom Schaltventil 30 zur Abzweigungsleitung 52 verläuft. Die Leitungen 134 und 136, die von dieser Abzweigungsleitung 132 stromabwärts verlaufen, sind mit den Hauptdüsen 124 bzw. 126 über die Druckluftregler 138, 140, die Zusammenflussleitungen 142, 144, die Abzweigungsleitungen 146, 148, die Schaltventile 150, 152 bzw. die Zusammenflussleitungen 154, 156 in dieser Reihenfolge verbunden.

In der vierten Ausführungsform sind, wie in der 6 gezeigt, die Hilfsdüsen 114, 116 über die Leitungen 110, 112 mit den Abzweigungsleitungen 106, 108 verbunden, die an den Leitungen 98, 100 angeordnet sind, welche sich von den Schaltventilen 34, 62 aus erstrecken. Stattdessen sind in der fünften Ausführungsform, wie in den 7 und 8 gezeigt, die Hilfsdüsen 114, 116 über die Schaltventile 166, 168 mit den Leitungen 170, 172 verbunden, die von den Abzweigungsleitungen 162, 164 verlaufen, welche an den Leitungen 158, 160 zwischen den Zusammenflussleitungen 32, 60 und den Schaltventilen 34, 62 angeordnet sind.

Einerseits sind die Hilfsdüsen 128, 130 jeweils mit den Leitungen 178, 180 verbunden, die von den Abzweigungsleitungen 146, 148 über die Schaltventile 174, 176 verlaufen.

Die Leitungen 186, 188, die von den Abzweigungsleitungen 182, 184, die an Leitungen 44, 90 zwischen den Druckluftreglern 18, 68 und den Zusammenflussleitungen 32, 60 angeordnet sind, verlaufen, sind jeweils mit den Zusammenflussleitungen 142, 144 verbunden, die an den Leitungen 134, 136 zwischen den Druckluftreglern 138, 140 und den Abzweigungsleitungen 146, 148 angeordnet sind.

Die Leitungen 194, 196, die von den Abzweigungsleitungen 190, 192 verlaufen, welche an den Leitungen 94, 96 zwischen dem Druckluftregler 80, 82 und den Abzweigungsleitungen 102, 104 angeordnet sind, sind jeweils mit den Zusammenflussleitungen 154, 156 verbunden, welche an den Leitungen 134, 136 zwischen den Schaltventilen 150, 152 und den Hauptdüsen 124, 126 angeordnet sind.

In ähnlicher Weise umfasst bei der Luftversorgungsvorrichtung 118 der Leitungskreis zwischen der Druckluftversorgungsquelle 14 und den Hauptdüsen 12, 50, 124, 126 und der Druckluftversorgungsquelle 14 die folgenden drei Nebenleitungskreise, die parallel angeordnet sind. Nämlich: (1) den ersten Nebenleitungskreis zur Verwendung bei der Schussfadeneinbringung, der aus dem üblichen Schaltventil 30, den Druckluftreglern 16, 58, 138und 140, die so angeordnet sind, dass eine große Abgabemenge resultiert, und den Schaltventilen 34, 62, 150 und 152 gebildet ist; (2) den zweiten Nebenleitungskreis zur Verwendung beim Schussfadenabschneiden, der aus den Druckluftreglern 18, die so eingestellt sind, dass eine kleine Abgabemenge resultiert, und allgemein von den Hauptdüsen 12, 124 benutzt werden, den Druckluftreglern 68, die so eingestellt sind, dass eine kleine Abgabemenge resultiert, und allgemein von den Hauptdüsen 50 und 126 verwendet werden; und den Schaltventilen 34, 62, 150 und 152 besteht; und (3) den dritten Nebenleitungskreis zur Verwendung beim Vollzeitdüsenbetrieb, der über die Druckluftregler 80 und 82 verbunden ist, die so eingestellt sind, dass eine sehr kleine Abgabemenge resultiert.

In ähnlicher Weise umfasst bei der Luftversorgungsvorrichtung 118 der Leitungskreis zwischen den Hilfsdüsen 114, 116, 128 und 130 und der Druckluftversorgungsquelle 14 die folgenden drei Nebenleitungskreise, die parallel angeordnet sind. Nämlich: (1) den ersten Nebenleitungskreis zur Verwendung bei der Schussfadeneinbringung, der aus dem üblichen Schaltventil 30, den Druckluftreglern 16, 58, 138 und 140, die so eingestellt sind, dass eine große Abgabemenge resultiert, und den Schaltventilen 166, 168, 174 und 176 besteht; (2) den zweiten Nebenleitungskreis zur Verwendung beim Schussfadenabschneiden, der aus den Druckluftreglern 18, die so eingestellt sind, dass eine geringe Abgabemenge resultiert, und allgemein von den Hilfsdüsen 114, 128 verwendet werden, und die Druckluftregler 68, die so eingestellt sind, dass eine geringe Abgabemenge resultiert, und allgemein von den Hilfsdüsen 116, 130 verwendet werden, und die Schaltventile 166, 168, 174 und 176 ausgebildet ist; und (3) den dritten Nebenleitungskreis zur Verwendung beim Vollzeitdüsenbetrieb, der über die Druckluftregler 80 und 82, die so eingestellt sind, dass eine sehr geringe Abgabemenge resultiert, verbunden ist.

Bei der obigen Luftversorgungsvorrichtung 118 wird der Einstellwert der Druckluftregler 138 und 140 auf einen Wert eingestellt, der gleich dem der Druckluftregler 16 und 58 ist. Allerdings kann der Einstellwert der Druckluftregler 138 und 140 auf einen Wert eingestellt werden, der sich in Reaktion auf die Merkmale der Schussfäden 120 und 122 vom Einstellwert der Druckluftregler 16 und 58 unterscheidet, falls notwendig.

Zum Beispiel wird davon ausgegangen, dass die Luftversorgungsvorrichtung 118 bewirkt, dass die Hauptdüse eine Runde des Düsenbetriebs in dem Zeitraum durchführt, der dem ersten und zweiten Zyklus äquivalent ist, wie in der 4 gezeigt, dass die Hauptdüsen 12, 50 den Düsenbetrieb in der ersten Runde durchführen, während die Hauptdüsen 124, 126 den Düsenbetrieb in der zweiten Runde durchführen. Außerdem vollziehen die Hilfsdüsen den Düsenbetrieb derart, dass sie dem Düsenbetrieb der entsprechenden Hauptdüsen zu jeder Zeit nachkommen.

Die Ausstoßzeit der Hilfsdüsen 114, 116, 128 und 130 kann von der der Hauptdüsen 12, 50, 124 und 126 durch Öffnen oder Schließen der Schaltventile 166, 168, 174 und 176 abgekoppelt werden. Der Ausstoßbereich der Hilfsdüsen 114, 116, 128 und 130, die den Schaltventilen 116, 168, 174 und 176 entsprechen, liegt vorzugsweise im Bereich von 80° ~ 120° bezüglich des Kurbelwinkels &thgr;.

Wie oben beschrieben kann jede der Luftversorgungsvorrichtungen 46, 72, 78 und 118 durch Zufügen eines vorbestimmten Leitungskreises zur Leitungseinheit „a" der Luftversorgungsvorrichtung 10 gebildet werden. Demgemäß kann die Düsenwebmaschine vom Einfarben-Typ leicht zur Düsenwebmaschine vom Mehrfarben-Typ umgewandelt werden. Weiterhin wird es möglich, den Leitungskreisaufbau zwischen der Druckluftversorgungsquelle 15 und der Hauptdüse zu vereinfachen.

[Unterschiedliche Luftversorgungsvorrichtung für die Einfarben-Düsenwebmaschine]

Mit Bezug auf die 9 und 10 verwendet eine Luftversorgungsvorrichtung 198 eine Leitungseinheit „h" als Leitungskreis, wobei die Leitungseinheit „h" mit einem Druckluftregler 200 vom variablen Typ ausgestattet ist, wobei die abströmende Druckluftmenge zu jeder Zeit variabel gesteuert wird, wenn nötig.

Die Luftversorgungsvorrichtung 198 ist eine Luftversorgungsvorrichtung zur Verwendung bei einer Düsenwebmaschine vom Einfarben-Typ mit nur einer Hauptdüse 202. Der Leitungskreis der Luftversorgungsvorrichtung 198 umfasst eine Druckquelle (nicht gezeigt), einen Regler 204, einen Behälter 206, einen Druckluftregler 200 und ein Schaltventil 210, die in dieser Reihenfolge zur stromabwärtigen Seite mit Hilfe von mehreren notwendigen Leitungen 212 miteinander in Reihe verbunden sind. Der Regler 204 und der Behälter 206 bilden eine Druckluftversorgungsquelle 208. Das Schaltventil 210 ist mit der Hauptdüse 202 über die Leitung 212 verbunden.

Außerdem umfasst die Luftversorgungsvorrichtung 198 weiter eine Leitung 218 zur Verwendung beim Vollzeitdüsenfetrieb, die von einer Druckluftversorgungsquelle zur Verwendung beim Vollzeitdüsenbetrieb (nicht gezeigt) verläuft, und ist über einen Regler 214 mit einer Zusammenflussleitung 216 verbunden, die zwischen dem Schaltventil 210 und der Hauptdüse 202 angeordnet ist. Die Druckluft zur Verwendung beim Vollzeitdüsenbetrieb kann von der Druckluftversorgungsquelle 208 durch Verbinden der Leitung 218 damit und Verwenden der Druckluftversorgungsquelle 208 im Allgemeinen erhalten werden.

Der Düsenbetrieb der Luftversorgungsvorrichtung 198 wird gemäß dem Ablaufdiagramm durchgeführt, wie zum Beispiel in der 10 gezeigt. Mit anderen Worten wird der Schussfadeneinbringausstoß von der Hauptdüse 202 im Schussfadeneinbringausstoßbereich M von 80° ~ 160° bezüglich des Kurbelwinkels &thgr; durchgeführt.

Demgemäß ist das Schaltventil 210 im Schussfadeneinbringausstoßbereich M sowie im Schussfadenabschneideausstoßbereich C geöffnet. Einerseits wird durch den Druckluftregler 200 die Abgabemenge der Druckluft in Übereinstimmung mit dem Schussfadeneinbringausstoßbereich M und dem Schussfadenabschneideausstoßbereich C groß oder klein. Die Abgabemenge der Druckluft vom Druckluftregler 200 wird in einem Augenblick eingestellt, der auf einem Signal von einer Befehlseinrichtung (nicht gezeigt) basiert, die die Daten im Hinblick auf den Kurbelwinkel &thgr; empfangen hat.

Da die Leitung 218 zur Verwendung beim Vollzeitdüsenbetrieb direkt mit der Hauptdüse 202 verbunden ist, stößt die Hauptdüse 202 die Druckluft aus, wobei der Druck immer vom Regler 214 ungeachtet des Kurbelwinkels &thgr; eingestellt wird. Die Leitung 218 zur Verwendung beim Vollzeitdüsenbetrieb und der Regler 214 können weggelassen werden.

Bei dem Leitungskreis der Luftversorgungsvorrichtung 198 wird die Zahl der Schaltventile 214 im Vergleich zu dem im Leitungskreis der Luftversorgungsvorrichtung 10 reduziert, wie in der 1 gezeigt, so dass der gesamte Aufbau des Leitungskreises vereinfacht wird.

[Unterschiedliche Luftversorgungsvorrichtung für die 2-Farben-Düsenwebmaschine]

Mit Bezug auf die 11 ist eine Luftversorgungsvorrichtung 220 an einer Düsenwebmaschine vom 2-Farben-Typ anbringbar und verwendet einen Leitungskreislauf, der eine neu hinzugefügte Hauptdüse 222 aufweist. Die Luftversorgungsvorrichtung 220 ist eine Luftversorgungsvorrichtung zur Verwendung bei einer Düsenwebmaschine vom 2-Farben-Typ, die von der Luftversorgungsvorrichtung 198 abgewandelt wurde.

Eine Leitung 224, die vom Behälter 206 der Druckluftversorgungsleitung 208 verläuft, ist mit der Hauptdüse 222 über einen Druckluftregler 226, ein Schaltventil 228 und eine Zusammenflussleitung 230 in dieser Reihenfolge in Reihe verbunden. Mit anderen Worten sind Schaltventile 210, 228 jeweils mit den Druckluftreglern 200, 226 sowie mit den Hauptdüsen 202, 222 auf der Grundlage einer Eins-zu-eins-Entsprechung verbunden.

Eine Leitung 234, die von einer Abzweigungsleitung 232 verläuft, die an der Leitung 218 zwischen dem Regler 214 und der Zusammenflussleitung 216 angeordnet ist, ist mit der Zusammenflussleitung 230 verbunden, welche an der Leitung 224 zwischen dem Schaltventil 228 und der Hauptdüse 222 angeordnet ist.

Die Luftversorgungsvorrichtung 220 ist in der Lage, getrennt die Abgabemenge der Druckluft einzustellen, die von den Hauptdüsen 202, 222 ausgestoßen wird, indem wechselnd der jeweilige Einstellwert auf die Abgabemenge der Druckluft von den Druckluftreglern 200, 226 eingestellt wird. Demgemäß macht es die Düsenwebmaschine, die mit der Luftversorgungsvorrichtung 220 ausgestattet ist, möglich, die Schussfadeneinbringung mit unterschiedlichen Schussfäden durchzuführen.

Bei der Luftversorgungsvorrichtung 220 ist es beim Weben mit derselben Schussfadensorte bevorzugt, dass die jeweiligen Einstellwerte der Abgabemenge der Druckluft von den Druckluftreglern 200, 226 auf einen zueinander identischen Wert eingestellt werden. In diesem Fall wird der Leitungskreis der Luftversorgungsvorrichtung 220 derart geändert, dass der Druckluftregler 226 weggelassen wird, und die Leitung 224 wird so geändert, dass sie mit der Hauptdüse 222 und dem Druckluftregler 200 über das Schaltventil 228 verbunden ist. Auf diese Weise kann die Zahl der Druckluftregler in dem Leitungskreis der Luftversorgungsvorrichtung 220 reduziert werden und wird weiter vereinfacht.

[Weitere unterschiedliche Luftversorgungsvorrichtung für eine Einfarben-Düsenwebmaschine]

Mit Bezug auf die 12 und 13 ist eine Luftversorgungsvorrichtung 236 an einer Düsenwebmaschine vom Einfarben-Typ anbringbar. Bei dieser Luftversorgungsvorrichtung wird eine Leitung 244, die von einer Druckluftversorgungsquelle 242 verläuft, mit einer Hauptdüse 28 über eine Druckluftsteuereinrichtung 246 verbunden, die in der Lage ist, die Abgabemenge der Druckluft von Null bis zur maximalen Abgabemenge zu steuern. Demgemäß hat ein Einstellen der Abgabemenge der Druckluft auf Null dieselbe Wirkung wie das Abschalten der Druckluftabgabe durch Schließen des Schaltventils.

Die Druckluftsteuereinrichtung 246 stellt die Abgabemenge der Druckluft, die von der Druckluftversorgungsquelle 242 zugeführt wird, auf der Grundlage eines Befehlssignals von einer Befehlseinrichtung 254 ein, die das Abgabesignal von einem Kodierer 252 empfängt, der den Drehwinkel der Hauptwelle 250 misst. Die eingestellte Druckluft-Abgabemenge wird der Hauptdüse 248 zugeführt.

Die Befehlseinrichtung 254 erhält einen Kurbelwinkel &thgr;, der auf dem Drehwinkel der Hauptwelle 250 basiert, und gibt das Befehlssignal auf der Grundlage des Kurbelwinkels &thgr; aus. Der Kodierer 252 misst den Drehwinkel der Hauptwelle 250, er kann aber den Kurbelwinkel &thgr; direkt messen und muss nicht den Drehwinkel der Hauptachse 250 messen.

Der Düsenbetrieb der Luftversorgungsvorrichtung 236 wird gemäß dem Ablaufdiagramm durchgeführt, wie zum Beispiel in der 13 gezeigt. Die Druckluftsteuereinrichtung 246 ändert kontinuierlich die Abgabemenge von der Druckluftversorgung 242 auf der Grundlage des Kurbelwinkels &thgr;, d.h. eine vorbestimmte große Abgabemenge im Schussfadeneinbringbereich M, eine vorbestimmte geringe Abgabemenge im Schussfadenabschneidebereich C und eine vorbestimmte sehr geringe Abgabemenge für den Vollzeitdüsenbetrieb, als anderen Bereich als dem obigen.

[Weitere unterschiedliche Luftversorgungsvorrichtung für die Einfarben-Düsenwebmaschine]

Mit Bezug auf die 14 kann die Luftversorgungsvorrichtung 236, wie in der 12 gezeigt, wechselnd die Zeit des Druckluftausstoßes ändern.

Während des Schussfadeneinbringzeitraums muss in der ersten Bereichshälfte M1 des Schussfadeneinbringbereichs M, da die Schussfadeneinbringung nur mittels der Hauptdüse 248 durchzuführen ist, die Abgabemenge der Druckluft, die von der Hauptdüse 248 ausgestoßen wird, groß sein.

Im Vergleich dazu wird der Schussfaden mit der Druckluft, die von der Hauptdüse 248 sowie von den Unterdüsen (nicht gezeigt) ausgestoßen wird, unter Einbringung in das Kettfaden-Webfach durch das Innere des Kettfaden-Webfachs befördert. Folglich kann die Abgabemenge der Druckluft, die von der Hauptdüse 248 verwendet wird, gering sein.

Daher steuert die Luftversorgungsvorrichtung 236 die Druckluftsteuereinrichtung 246 derart, dass die Abgabemenge der von der Hauptdüse 248 verwendeten Druckluft in zwei Schritten gesteuert wird, konkreter gesagt dass die Abgabemenge der Druckluft zur Verwendung bei der Schussfadeneinbringung in der ersten Bereichshälfte M1 des Schussfadeneinbringbereichs M groß wird, während in der zweiten Bereichshälfte M2 des Schussfadeneinbringbereichs M die Abgabemenge kleiner als die in der ersten Bereichshälfte M1 wird.

Allerdings "gibt es, wenn die Abgabemenge unsachgemäß oder abrupt in der zweiten Bereichshälfte M2 reduziert wird, die Möglichkeit, dass der Schussfadeneinbringfehler je nach der Benutzungsbedingung des Schussfadens erfolgen kann. Um dies zu vermeiden, kann daher die Luftversorgungsvorrichtung 236 die Druckluftsteuereinrichtung 246 derart steuern, dass die von der Hauptdüse 248 verwendete Abgabemenge nicht in zwei Schritten sondern in drei oder mehr Schritten oder auf der schrittlosen Grundlage geändert wird, mit anderen Worten auf der kontinuierlichen Grundlage.

Außerdem kann die Befehlseinrichtung 254 die Druckluftsteuereinrichtung 246 anweisen, die Abgabemenge der Druckluft auf Null zu reduzieren, während die Schussfadeneinbringung beendet wird (z.B. der Bereich von 240°~340° bezüglich des Kurbelwinkels &thgr; der 14). Auf diese Weise wird es möglich, die Gesamtmenge der von der Luftversorgungsvorrichtung 236 verbrauchten Druckluft zu reduzieren.

[Weitere unterschiedliche Luftversorgungsvorrichtung für die 2-Farben-Düsenwebmaschine]

Wie in der 15 gezeigt, ist die Luftversorgungsvorrichtung 256 an einer Düsenwebmaschine vom 2-Farben-Typ anbringbar und besteht aus dem Leitungskreis der Luftversorgungsvorrichtung 236, wie in der 12 gezeigt, und einer neuen Leitung, die mit einer Hauptdüse 258 zur Verwendung bei der Schussfadeneinbringung verbunden ist.

Diese neue Leitung 260, die von der Druckluftversorgungsquelle 242 aus verläuft, ist mit der Hauptdüse 258 über eine Druckluftsteuereinrichtung 262 verbunden.

Es werden Befehlssignale zur Verwendung in der Hauptdüse 248 und 258 empfangen, die von der Befehlseinrichtung 254 an die Druckluftsteuereinrichtungen 246 bzw. 262 ausgegeben werden.

In ähnlicher Weise werden im Fall der Anbringung der Luftversorgungsvorrichtung 256 an einer 3- oder Mehr-Farben-Düsenwebmaschine drei oder mehr Leitungen mit jeweils einer Druckluftsteuereinrichtung derart vorbereitet, dass sie der Zahl der Hauptdüsen auf einer Eins-zueins-Grundlage entsprechen, und getrennt mit der Druckluftversorgungsquelle 242 verbunden. In diesem Fall kann die Druckluftsteuereinrichtung allgemein verwendet werden.

[Weitere Ausführungsformen]

Es ist nicht notwendig, erneut zu erläutern, dass die unterschiedlichen und weiteren Luftversorgungsvorrichtungen mit den Hilfsdüsen ausgestattet werden können, wie in Zusammenhang mit der 4. und 5. Ausführungsform beschrieben.

Bei allen oben beschriebenen Ausführungsformen muss auch nicht noch einmal beschrieben werden, dass ein Sperrventil an der Austrittseite des Druckluftreglers und der Druckluftsteuereinrichtung angebracht werden kann.

Bei allen oben beschriebenen Ausführungsformen ist beschrieben worden, dass die Druckluft-Abgabemenge durch den Druckluftregler und die Druckluftsteuereinrichtung eingestellt wird. Es ist allerdings möglich, dass anstelle der Druckluft-Abgabemenge der Druck selbst durch den Druckluftregler und die Druckluftsteuereinrichtung eingestellt wird. Weiterhin können der Druckluftregler und die Druckluftsteuereinrichtung zur Verwendung beim Einstellen der Abgabemenge gleichzeitig mit dem Druckluftregler und der Druckluftsteuereinrichtung zur Verwendung beim Einstellen des Drucks bestehen. Außerdem werden der Druckluftregler und die Druckluftsteuereinrichtung mit anderen Mitteln, zum Beispiel dem Drosselwinkel, dem Öffnungsgrad und so weiter, eingestellt.

Darüber hinaus wird in den obigen Ausführungsformen der zweite Zeitraum als ein Zeitraum zur Verwendung beim Schussfadenabschneiden beschrieben, während sich die Düsenwebmaschine im Betrieb befindet, es kann aber möglich sein, den zweiten Zeitraum als Zeitraum zur Verwendung beim Vollzeitdüsenbetrieb zu benutzen, während die Düsenwebmaschine angehalten ist. Andererseits wird beschrieben, dass der Düsenbetrieb im ersten Zeitraum als vorbestimmter Zeitraum im Einbringungszeitraum (d.h. dem Zeitraum vom Beginn bis zum Ende der Schussfadeneinbringung) durchgeführt wird, aber es ist auch möglich, dass der Düsenbetrieb über den gesamten Schussfadeneinbringzeitraum erfolgt.

Obwohl verschiedene Ausführungsformen der Erfindung oben mit Bezug auf die beigefügten Zeichnungen gezeigt und beschrieben wurden, ist die Erfindung nicht auf diese Ausführungsformen beschränkt. Verschiedene Änderungen und Modifikationen sind im Rahmen der beigefügten Ansprüche möglich.


Anspruch[de]
Luftversorgungsvorrichtung für eine Düsenwebmaschine mit:

einer Druckluftversorgungsquelle (14);

einem ersten Schaltventil (30), welches mit der Druckluftversorgungsquelle verbunden ist;

wenigstens einem ersten Druckluftregler (16, 58, 138, 140), der mit dem ersten Schaltventil verbunden ist, und bei dem die Abgabemenge und/oder der Druck der Druckluft auf einen vorbestimmten ersten Einstellwert eingestellt wird;

einem zweiten Druckluftregler (18, 69), der mit der Druckluftversorgungsquelle verbunden ist, bei dem die Abgabemenge und/oder der Druck der Druckluft auf einen zweiten Einstellwert eingestellt wird, welcher vom ersten Einstellwert abweicht, wobei die Anzahl der zweiten Druckluftregler der Anzahl der ersten Druckluftregler entspricht; und

einem zweiten Schaltventil (34, 62, 150, 152), welches mit dem ersten und zweiten Druckluftregler verbunden ist, wobei die Anzahl der zweiten Schaltventile wenigstens der Anzahl der ersten Druckluftregler entspricht,

wobei das zweite Schaltventil mit der Hauptdüse (12, 50, 124, 126) verbunden ist, das erste Schaltventil in einem bestimmten Zeitraum während des Schußfadeneinbringzeitraums geöffnet ist, und das zweite Schaltventil sowohl während des ersten Zeitraums als auch während eines zweiten Zeitraums, der sich vom ersten Zeitraum unterscheidet, geöffnet ist.
Luftversorgungsvorrichtung nach Anspruch 1, ferner aufweisend eine Abzweigungsleitung (54), die mit der Abgabeseite des ersten Schaltventils (30) verbunden ist, wobei wenigstens zwei der ersten und zweiten Druckluftregler (16, 18, 58, 68, 138, 140) und zweite Schaltventile (34, 62, 150, 152) vorgesehen sind, und jeder der mehreren ersten Druckluftregler mit der Abzweigungsleitung verbunden ist. Luftversorgungsvorrichtung nach Anspruch 1, ferner aufweisend eine Abzweigungsleitung (76), welche die jeweiligen Abgaben aus dem ersten und zweiten Druckluftregler (16, 18, 58, 68, 138, 140) aufnimmt und sich zu jedem der wenigstens zwei zweiten Schaltventile (34, 62, 150, 152) verzweigt, wobei jedes der zweiten Schaltventile mit jeder der unterschiedlichen Hauptdüsen (12, 50, 124, 126) verbunden ist. Luftversorgungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, ferner aufweisend Leitungen (86) zum Liefern der Druckluft aus der Druckluftversorgungsquelle (14) an eine Hauptdüse (12, 50, 124, 126) zur Nutzung im Vollzeitdüsenbetrieb. Luftversorgungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, ferner aufweisend Leitungen (86) zum Verbinden der zweiten Schaltventile (34, 62, 150, 152), die den Hauptdüsen (12, 50, 124, 126) zugeordnet sind, mit wenigstens einer der Hilfsdüsen (114, 116, 128, 130) zum Unterstützen des Schußfadenfluges während des Schußfadeneinbringzeitraums. Luftversorgungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, bei welcher der Druckluftregler ein Drosselventil und/oder einen Regler aufweist. Luftversorgungsvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, bei welcher die Druckluftversorgungsquelle (14, 208, 242) wenigstens eine Druckluftquelle, einen Hilfs-Druckluftregler (22) und einen Drucklufttank (26) aufweist.






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