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Dokumentenidentifikation DE102006016476A1 08.11.2007
Titel Wälzlager mit Sensor
Anmelder Schaeffler KG, 97421 Schweinfurt, DE
Erfinder Heim, Jens, 97493 Bergrheinfeld, DE;
Werb, Roland, 97519 Riedbach, DE;
Mock, Christian, 97421 Schweinfurt, DE;
Niebling, Peter, 97688 Bad Kissingen, DE
DE-Anmeldedatum 07.04.2006
DE-Aktenzeichen 102006016476
Offenlegungstag 08.11.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.11.2007
IPC-Hauptklasse G01L 1/00(2006.01)A, F, I, 20060407, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G01L 1/18(2006.01)A, L, I, 20060407, B, H, DE   G01L 1/16(2006.01)A, L, I, 20060407, B, H, DE   F16C 19/10(2006.01)A, L, I, 20060407, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Wälzlager mit einem Außenring (2), einem Innenring (3) und einer Vielzahl von zwischen dem Außenring (2) und dem Innenring (3) angeordneten Wälzkörpern, wobei das Wälzlager (1) wenigstens einen Sensorstreifen (4) aufweist, der an einer Umfangsfläche (6) wenigstens eines Lagerrings (2, 3) angeordnet ist. Erfindungsgemäß weist der Sensorstreifen eine vorgegebene aktive Länge (L) auf und diese aktive Länge (L) ist unter Berücksichtigung des Abstandes (d) zweier benachbarter Wälzkörper (5) festgelegt.

Beschreibung[de]
Gebiet der Erfindung

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein Wälzlager mit einem Sensor. Die Erfindung wird unter Bezugnahme auf ein Wälzlager in einem Kraftfahrzeug beschrieben, es wird jedoch darauf hingewiesen, dass die Erfindung auch bei anderen Vorrichtungen, in denen Wälzlager eingesetzt werden, anwendbar ist.

Um die Sicherheit und den Fahrkomfort moderner Fahrzeuge weiter zu verbessern, benötigen die elektronischen Regelsysteme für den Fahrbetrieb im Fahrzeug zunehmend mehr Information über die aktuelle Fahrsituation. Zusätzlich zu den aktuellen Daten des Motors, des Getriebes und der Drehzahl der einzelnen Räder sollen auch die aktuellen Kräfte und Kraftrichtungen wie Radaufstandskräfte, die auf die einzelnen Reifen wirken, zur Regelung des Fahrbetriebs mit herangezogen werden. Um diese Kräfte zu erfassen sind aus dem Stand der Technik verschiedene Lösungsversuche bekannt. So ist es bekannt, bei einer Radlagereinheit an verschiedenen Stellen an dem jeweils stehenden Lagerring Sensoren anzuordnen. Aus den gemessenen Kräften an dem stehenden Ring des Radlagers können bei einer Geradeausfahrt oder bei einer Kurvenfahrt die Kräfte, die am Reifen wirken, bestimmt werden.

Aus der DE 101 05 298 C1 ist eine Radlagereinheit zum Messen der Kontaktkräfte zwischen Reifen und Straße bekannt. Bei der dort beschriebenen Vorrichtung sind Sensoren am stehenden Lagerring oder dessen Gehäuse vorgesehen.

Die aus dem Stand der Technik bekannten Sensoren wie beispielsweise Dehnmessstreifen (DMS) geben bei der Messung der Kräfte ein periodisches Signal aus. Dieses Signal setzt sich zusammen aus einem periodischen Signal, welches punktsymmetrisch ist und einem Gleichanteil, der von der Belastung des Lagers abhängig ist. Der periodische Signalanteil entsteht durch die Relativbewegung der Wälzkörper gegenüber dem Sensorstreifen, d. h. die Periode hängt damit von der Wälzkörperumlauffrequenz und der Anzahl der Wälzkörper ab. Damit wird im Stand der Technik ein in Abhängigkeit von der Wälzkörperumlauffrequenz periodisches Signal gemessen. So treten beispielsweise bei einem Wälzlager mit zwölf Wälzkörpern pro Umlauf der Wälzkörper zwölf Perioden auf.

Messtechnisch interessant ist der Gleichanteil aus dem die jeweils wirkenden Kräfte ermittelt werden. Im Stand der Technik werden gleitende Mittelwertfilter mit der Fensterbreite einer Signalperiode verwendet. Auch ist es bekannt, das Signal über die Signalperiode integrieren, um den Gleichanteil von dem periodischen Signal zu trennen.

Bei dieser Methode tritt jedoch das Problem auf, dass zwischen dem Auftreten eines Kraft- oder Momentenereignisses bis zur Ausgabe des dadurch entstandenen Gleichanteils der gemessenen Dehnung ein Zeitversatz auftritt, der proportional zur Dauer einer Signalperiode ist. Daneben ist es nicht möglich, bei einem stehendem Lager ohne Kenntnis der Wälzkörperposition von den gemessenen Dehnungen auf die wirkende Kräfte und Momente zurück zu schließen, da, wie erwähnt, das von dem DMS-Streifen ausgegebene Signal auch von der Lage der Wälzkörper gegenüber dem DMS-Streifen abhängt.

Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein kraft- und Momente messendes Wälzlagers zur Verfügung zu stellen, welches sowohl im Stillstand als auch in allen Drehzahlenbereichen, in denen das Lager betrieben werden kann, eine drehzahlunabhängige und qualitativ gleich bleibende Signalerfassung bzw. Auswertung und Ausgabe ermöglicht. Daneben soll das Auswerteverfahren vereinfacht werden und insbesondere auf die Verwendung zusätzlicher Filter wie ein gleitender Mittelwertfilter und dergleichen verzichtet werden. Weiterhin soll die Signalerfassung vereinfacht werden.

Dies wird erfindungsgemäß durch ein Wälzlager nach Anspruch 1 erreicht. Vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen sind Gegenstand der Unteransprüche.

Das erfindungsgemäße Wälzlager weist einen Außenring und einen Innenring auf und eine Vielzahl von zwischen dem Außenring und dem Innenring angeordneten Wälzkörpern. Dabei weist das Wälzlager wenigstens einen Sensorstreifen auf, der an einer Umfangsfläche wenigstens eines Lagerrings angeordnet ist. Erfindungsgemäß weist der Sensorstreifen eine vorgegebene aktive Länge auf und diese aktive Länge ist unter Berücksichtigung des Abstandes zweier benachbarter Wälzkörper festgelegt. Dabei kann der Sensorstreifen an der Umfangsfläche angeordnet sein, er kann jedoch auch an einem an die Umfangsfläche angrenzenden Gehäuseteil vorgesehen sein.

Der Abstand zweier benachbarter Wälzkörper kann einerseits direkt der geometrische Abstand der Mittelpunkte dieser beiden Wälzkörper sein. Daneben ist es auch möglich, den Abstand über den Winkel, den die jeweiligen Mittelpunkte der beiden Wälzkörper bezüglich des Lagermittelpunkts miteinander einschließen, zu bestimmen.

Unter der aktiven Länge des Sensorstreifens wird diejenige Länge verstanden, über die hinweg die auf den Sensorstreifen übertragenen Kräfte ermittelt werden. Insbesondere handelt es sich dabei um die Messgitterlänge eines DMS bzw. den Bereich der Dehnungsübertragung auf dem DMS.

Bevorzugt handelt es sich bei der Umfangsfläche um eine den Wälzkörpern abgewandte Umfangsfläche.

Unter der den Wälzkörpern abgewandten Umfangsfläche, wird diejenige Umfangsfläche eines Innen- oder Außenrings verstanden, die nicht mit den Wälzkörpern in Kontakt steht. Im Falle des Außenrings handelt es sich insbesondere um den Außenumfang desselben und im Falle des Innenrings um dessen Innenumfang.

Durch die Berücksichtigung des Abstandes zweier benachbarter Wälzkörper bei der Festlegung der aktiven Länge des Sensormessstreifens, können diejenigen Messeffekte, welche durch das Vorbeiführen der Wälzkörper an dem Messstreifen entstehen, unterdrückt werden und damit bereits das gemessene Signal von dem oben beschriebenen periodischen Anteil befreit werden.

Vorzugsweise ist die aktive Länge ein ganzzahliges Vielfaches des auf die abgewandte Umfangsfläche projizierten Abstandes der benachbarten Wälzkörper. Bei dieser Ausführungsform wird durch diese spezielle geometrische Form eine Mittelung des gemessenen Signals erreicht. Insbesondere wird kein periodisches Signal ausgegeben, da das von dem Sensorstreifen ausgegebene Signal unabhängig von der genauen Position der Wälzkörper bezüglich des Sensorstreifens ist. Damit wird durch diese Ausführungsform die gleitende Mittelwertbildung aus dem Stand der Technik im Zeitbereich des Sensorstreifen-Signals durch eine geometrische Mittelung durch die gezielte Formgebung des Sensorstreifens ersetzt. Diese geometrische Mittelung erzeugt keinen Zeitversatz.

Genauer entspricht bei Verwendung eines DMS als Sensorstreifen sowohl die Messgitterlänge des DMS als auch der Bereich der Dehnungsübertragung auf den DMS dem auf die abgewandte Umfangsfläche projizierten Wälzkörperabstand oder einem ganzzahligen Vielfachen davon.

Falls beispielsweise der Sensorstreifen auf dem Außenring angeordnet ist, wäre insoweit die Mantelfläche dieses Außenrings für die Bestimmung der Messgitterlänge und der Dehnungsübertragung des DMS entscheidend.

Bei anderen Ausführungsformen kann jedoch die aktive Länge auch beispielsweise geringfügig geringer oder höher als der auf die abgewandte Umfangsfläche projizierte Abstand sein. In diesem Falle würde neben dem Gleichanteil auch ein geringfügiger periodischer Anteil ausgegebenen werden, der gleichzeitig als Maß für die Umlauffrequenz der Wälzkörper verwendet werden könnte. Entscheidend ist jedoch, dass sich, wie oben gesagt, die aktive Länge des Sensorstreifens an dem Wälzkörperabstand orientiert.

Unter dem projizierten Abstand wird eine Projektion ausgehend vom Mittelpunkt des Wälzlagers verstanden. Je nach der Formgebung der entsprechenden Umfangsfläche kann es sich bei der projizierten Fläche um eine ebene oder gekrümmte Fläche handeln.

Vorzugsweise ist die aktive Länge der auf die abgewandte Umfangsfläche projizierte Abstand zweier benachbarter Wälzkörper. Dies stellt den Spezialfall dar, dass es sich bei dem ganzzahligen Vielfachen das genau Einfache des projizierten Abstandes der benachbarten Wälzkörper handelt.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform ist der Sensorstreifen auf einem ruhenden Lagerring angeordnet. Diese Vorgehensweise ist vorteilhaft, da einerseits die gemessenen Signale einfacher übertragen werden können und andererseits bei der Auswertung der Kräfte nicht die jeweilige Drehposition eines drehenden Rings berücksichtigt werden muss.

Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist der Sensorstreifen auf dem Außenring des Lagers angeordnet. Dies bedeutet, dass, wie oben erwähnt, die Messgitterlänge des Sensorstreifens in diesem Fall dem auf die Mantelfläche des Außenrings projizierten Wälzkörperabstand oder einen ganzzahligen Vielfachen davon entspricht.

Bei einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist eine Vielzahl von Sensorstreifen vorgesehen. Diese Sensorstreifen sind an dem jeweils ruhenden Lagerring an festen vorbestimmten Positionen angeordnet. Diese Positionen sind im Hinblick auf die zu messenden Kräfte ausgewählt, beispielsweise im Hinblick auf zu messende Gewichtskräfte, zu messende Bremskräfte oder auch zu bestimmende Reibbeiwerte.

Vorzugsweise handelt es sich bei den Sensorstreifen um einen DMS-Streifen. Mit diesen Dehnungsmessstreifen oder Dünnschicht-Dehnungsmessstreifen können die Reaktionskräfte (die Spannungsveränderung) an dem jeweils feststehenden Lagerring des Radlagers ermittelt werden. Bei einer Fahrt ohne bremsen können aus diesen Belastungen direkt die Radaufstandskräfte ermittelt werden. In einer bevorzugten Ausführungsform könne auch Halbleiter-DMS verwendet werden. Diese bieten den Vorteil geringer Abmessungen.

Anstelle eines Dehnmessstreifens wäre es auch möglich, neuerdings bekannt gewordene PZT (Blei-Zirkonat-Titanat) Fasern einzusetzen. Derartige Sensoren basieren auf dem piezoelektrischen Effekt. Die Fasern können dabei beispielsweise mit Epoxidharz vergossen werden.

Die vorliegende Erfindung ist weiterhin auf ein Fahrzeug und insbesondere auf ein Kraftfahrzeug mit einem Wälzlager der oben beschriebenen Art gerichtet.

Weitere Vorteile und Ausführungsformen ergeben sich aus den beigefügten Zeichnungen.

Darin zeigen:

1 eine Darstellung zur Geometrie eines Sensorstreifens in einer ersten Ausführungsform;

2 eine Darstellung zur Geometrie eines Sensorstreifens in einer zweiten Ausführungsform;

3 eine Darstellung zur Geometrie eines Sensorstreifens in einer dritten Ausführungsform;

4 eine Darstellung eines mit einem erfindungsgemäßen DMS aufgenommenen Signals;

5 eine Signalverarbeitung nach dem Stand der Technik; und

6 eine Darstellung des zeitlichen Verzuges im Vergleich.

1 zeigt eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Wälzlagers sowie eine schematische Draufsicht zur Veranschaulichung der Länge des Sensorstreifens in Abhängigkeit von dem Wälzkörper-Abstand.

Dabei bezieht sich das Bezugszeichen 2 auf einen Außenring des Lagers und das Bezugszeichen 3 auf einen Innenring bzw. auf eine Innenringhälfte. Zwischen dem Außenring und dem Innenring ist eine Vielzahl von Wälzkörpern 5 in zwei Reihen angeordnet.

Das Bezugszeichen 7 bezieht sich auf den sich drehenden Radflansch. An dem Außenumfang des Außenrings 2 ist bei der in 1 gezeigten Ausführungsform ein Sensorstreifen 4 vorgesehen, der sich in der Umfangsrichtung des Außenrings 2 und damit in einer Ebene senkrecht zur Figurenebene erstreckt. Das Bezugszeichen 11 kennzeichnet ein Abdichtelement und das Bezugszeichen 12 einen Vorsprung des Radflansches 7 zur axialen Fixierung der Innenringhälften 3.

Wie sich aus dem linken schematischen Teilbild von 1 ergibt, ist der Außenumfang des Außenrings 2 bei dieser Ausführungsform kreisförmig ausgebildet. Dabei bezieht sich das Bezugszeichen Kw auf die Kreislinie der Wälzkörper 5, d. h. diejenige Kreislinie, auf der die Mittelpunkte bzw. die Drehachsen der Wälzkörper 5 angeordnet sind. Das Bezugszeichen L kennzeichnet die aktive Länge des Sensorstreifens 4.

Wie eingangs erwähnt, entspricht die Messgitterlänge des Dehnmessstreifen dem auf die Mantelfläche des Außenrings ausgehend vom Mittelpunkt M projizierten Wälzkörperabstand d oder einem ganzzahligen Vielfachen davon.

Bei der in 1 gezeigten Ausführungsform könnte die aktive Länge ein L des Messstreifens auch ausgedrückt werden durch den Zusammenhang L = 2&pgr;R/n, wobei R der Radius der Umfangsfläche des Außenrings und n die Anzahl der Wälzkörper 5 in einer Reihe ist. Damit hängt die aktive Länge hier von dem Außendurchmesser des Außenrings 2 ab.

2 zeigt eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Wälzlagers. Der wesentliche Unterschied liegt hier in der Ausgestaltung des Außenumfangs des Außenrings 2. Dieser weist bei der in 2 gezeigten Ausführungsform abgeflachte Bereiche 13 auf, auf denen Sensorstreifen angeordnet sind. Auch bei dieser Ausführungsform könnte die Länge des hier gerade verlaufenden Sensorstreifens beispielsweise aus geometrischen Überlegungen unter zu Hilfenahme der Strahlensätze ermittelt werden.

3 zeigt eine weitere Ausführungsform des erfindungsgemäßen Wälzlagers. Hier ist der Sensorstreifen an einer gegenüber der Kreisform des Außenrings erhabenen Abflachung 14 angeordnet. Auch in diesem Fall verläuft der DMS im Wesentlichen geradlinig und seine Länge kann sich ebenfalls aus geometrischen Überlegungen unter zu Hilfenahme der Strahlensätze ergeben.

Zusätzlich zu den in den 13 gezeigten Ausführungsformen kann jedoch die Oberfläche, auf dem der Dehnmessstreifen 4 angeordnet ist, auch andere Formen annehmen, entscheidend ist jedoch in jedem Fall, dass die Länge dieses Dehnmessstreifens der oben erwähnten Projektion oder einem Vielfachen davon entspricht oder daran angepasst ist.

4 zeigt einen Vergleich der Sensorssignale. Dabei bezieht sich das Bezugszeichen 17 auf ein mit einem Dehnmessstreifen nach dem Stand der Technik aufgenommenes Signal. Hier weist das Signal die oben erwähnten periodischen Schwankungen auf, die durch die Vorbeibewegung des Wälzkörpers an dem Dehnmessstreifen entstehen. Das Bezugszeichen 18 bezieht sich auf ein Signal mit einem erfindungsgemäßen Dehnmessstreifen, welches von dem periodischen Anteil des Signals 17 bereinigt ist. Im Fall des Signals 17 muss zur Ermittelung des messtechnisch relevanten Gleichanteils dieses Signal über wenigstens eine Signalperiode integriert werden. In den 46 ist die Amplitude A gegenüber der Zeit t aufgetragen.

5 zeigt eine derartige Integration. Genauer gesagt ist in 5 ein Zeitfenster 19 gezeigt, welches die mindestens nötige Fensterbreite für die gleitende Mittelwertbildung anzeigt. Die Integration über dieses Fenster ergibt den messtechnisch relevanten Wert des Gleichanteils.

6 zeigt eine Veranschaulichung des Zeitverzugs &Dgr;t durch die gleitende Mittelwertbildung. Hier bezieht sich das Bezugszeichen 19 wiederum auf das Zeitfenster, welches nötig ist, um eine Mittelwertbildung durchzuführen. Bei zeitlicher Betrachtung ergibt sich, dass das Signal 17a, das mit einem Dehnmessstreifen nach dem Stand der Technik und gleitender Mittelwertbildung aufgenommen wurde, um die zeitliche Differenz &Dgr;t verspätet ist, d. h. gegenüber dem entsprechenden Signal, welches mit dem erfindungsgemäßen Dehnmessstreifen aufgenommen wurde, versetzt ist. Damit kann durch den erfindungsgemäßen Sensorstreifen der zeitliche Verzug entfallen.

Sämtliche in den Anmeldungsunterlagen offenbarten Merkmale werden als erfindungswesentlich beansprucht, sofern sie einzeln oder in Kombination gegenüber dem Stand der Technik neu sind.

1
Wälzlager
2
Außenring
3
Innenring bzw. Innenringhälfte
4
Sensorstreifen
5
Wälzkörper
6
Umfangsfläche des Außenrings 2
7
sich drehender Radflansch
11
Abdichtelement
12
Vorsprung des Radflansches 7
13
abgeflachte Bereiche
14
erhabene Abflachung
17
Signal mit Sensorstreifen nach Stand der Technik
17a
zeitversetztes Signal
18
Signal mit erfindungsgemäßen Sensorstreifen
19
Zeitfenster
d
Wälzkörperabstand
L
aktive Länge des Sensorstreifens
M
Mittelpunkt
n
Anzahl der Wälzkörper
R
Radius
Kw
Kreislinie der Wälzkörper
&Dgr;t
Zeitverzug
A
Amplitude
t
Zeit


Anspruch[de]
Wälzlager mit einem Außenring (2), einem Innenring (3) und einer Vielzahl von zwischen dem Außenring (2) und dem Innenring (3) angeordneten Wälzkörpern (5), wobei das Wälzlager (1) wenigstens einen Sensorstreifen (4) aufweist, der an einer Umfangsfläche (6) wenigstens eines Lagerrings (2, 3) angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensorstreifen eine vorgegebene aktive Länge (L) aufweist und diese aktive Länge (L) unter Berücksichtigung des Abstandes (d) zweier benachbarter Wälzkörper (5) festgelegt ist. Wälzlager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Umfangsfläche (6) eine den Wälzkörpern (5) abgewandte Umfangsfläche (6) ist. Wälzlager nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die aktive Länge ein ganzzahliges Vielfaches des auf die abgewandte Umfangsfläche (6) projiziertem Abstandes (d) der benachbarten Wälzkörper ist (5). Wälzlager nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die aktive Länge der auf die abgewandte Umfangsfläche (6) projizierte Abstand (d) zweier benachbarten Wälzkörper (5) ist. Wälzlager nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensorstreifen (4) auf einem ruhenden Lagerring (2, 3) angeordnet ist. Wälzlager nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensorstreifen auf dem Außenring (2) des Lagers angeordnet ist. Wälzlager nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vielzahl von Sensorstreifen (4) vorgesehen ist. Wälzlager nach wenigstens einem der vorangegangenen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Sensorstreifen (4) ein DMS-Streifen (4) oder ein Sensor auf Basis eines piezoelektrischen Effekts, insbesondere eine PZT (Blei-Zirkonat-Titanat) Faser, ist. Fahrzeug, insbesondere Kraftfahrzeug mit wenigstens einem Wälzlager (1) nach einem der vorangegangenen Ansprüche.






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