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Dokumentenidentifikation DE102006019965A1 08.11.2007
Titel Verfahren zur Ermittlung der Restlebensdauer eines Backlights
Anmelder Siemens AG, 80333 München, DE
Erfinder Nagel, Uwe, 76189 Karlsruhe, DE
DE-Anmeldedatum 28.04.2006
DE-Aktenzeichen 102006019965
Offenlegungstag 08.11.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.11.2007
IPC-Hauptklasse G09F 9/35(2006.01)A, F, I, 20060428, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G09G 3/34(2006.01)A, L, I, 20060428, B, H, DE   
Zusammenfassung Es wird ein Verfahren zur Ermittelung einer Restlebensdauer eines mit einer Backlight-Regeleinrichtung (1) versehenen Backligths vorgeschlagen, wobei die Backlight-Regeleinrichtung (1) eine von einem Backlight-Sensor (2) erfasste Leuchtdichte des Backlights (3) auf einen Sollwert (Sw) einregelt. Es sind Maßnahmen vorgesehen, mit welchen die Restlebensdauer eines Backlights einfach ermittelt werden kann.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Ermittlung der Restlebensdauer eines mit einer Backlight-Regeleinrichtung versehenen Backlights, wobei die Backlight-Regeleinrichtung eine von einem Backlight-Sensor erfasste Leuchtdichte des Backlights auf einen Sollwert einregelt.

Aus der DE 199 05 690 B4 ist ein Verfahren zur Anzeige der Verbrauchszeit der Hintergrundbeleuchtung (Backlight) für LCD-Monitore bekannt. Dort wird eine voreingestellte maximale Verbrauchszeit einer Hintergrundbeleuchtung mit einer bis dahin angelaufenen Verbrauchszeit verglichen. Die angelaufene Verbrauchszeit entspricht einer „mitgeloggten" Einschaltdauer der Hintergrundbeleuchtung, welche auf einer LCD-Anzeige angezeigt wird, wobei ferner eine Anweisungsmitteilung für einen Austausch der Hintergrundbeleuchtung angezeigt wird, falls die angelaufene Verbrauchszeit die voreingestellte maximale Verbrauchszeit überschreitet. Die voreingestellte maximale Verbrauchszeit basiert auf Erfahrungswerten im Hinblick auf typische Verbrauchszeiten derartiger Hintergrundbeleuchtungen. Diese Verbrauchszeit kann nicht für jede Hintergrundbeleuchtung garantiert werden, was bedeutet, dass die Anweisungsmitteilung für einen Austausch der Hintergrundbeleuchtung fehlerhaft sein kann.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs genannten Art anzugeben, durch welches eine Restlebensdauer eines Backlights einfach ermittelt werden kann.

Diese Aufgabe wird durch die im Anspruch 1 angegebenen Maßnahmen gelöst.

Die Erfindung geht von der Idee aus, zur Ermittlung der Restlebensdauer die Änderung der Stellgröße der Backlight-Regeleinrichtung auszuwerten. Aufgrund der Alterung des Backlights und der sich dadurch ergebenden Änderung des Istwertes muss die aktuelle Stellgröße erhöht werden, um diesen Istwert auf den vorgegebenen Sollwert einzuregeln. Während des Betriebs des Backlights werden sowohl die Stellgrößen als auch die Betriebsstunden des Backlights aufgezeichnet. Aus diesen aufgezeichneten bzw. „mitgeloggten" Stellgrößen, aus den Betriebsstunden und aus einer maximal möglichen Stellgröße der Backlight-Regeleinrichtung wird die Restlebensdauer des Backlights berechnet.

In einer Ausgestaltung der Erfindung wird die Restlebensdauer auf einer LCD-Anzeige angezeigt, wodurch ein Benutzer z. B. mittels einer „On Screen Display Funktionalität" bei Bedarf über den Zustand des Backlights informiert wird.

Anhand der Zeichnung, in der ein Ausführungsbeispiel der Erfindung veranschaulicht ist, werden im Folgenden die Erfindung, deren Ausgestaltungen sowie Vorteile näher erläutert.

Es zeigen:

1 eine Anordnung mit einer Backlight-Regeleinrichtung und

2 und 3 tabellarische Darstellungen von aufgezeichneten Betriebsstunden und Stellgrößen.

Die in den 1 bis 3 dargestellten gleichen Teile sind mit gleichen Bezugszeichen versehen.

In 1 ist mit 1 eine Backlight-Regeleinrichtung bezeichnet, welche eine durch einen Backlight-Sensor 2 erfasste Leuchtdichte eines Backlights 3 auf einen durch eine OSD (On Screen Display)-Einstelleinheit 4 vorgebbaren Sollwert Sw einregelt, um im Wesentlichen konstante Leuchtdichteverhältnisse auf einer LCD-Anzeige 5 eines LCD-Displaymoduls zu erzielen. Dazu ist die Backlight-Regeleinrichtung 1 mit an sich bekannten Mitteln versehen, welche aus dem Sollwert Sw und einem der erfassten Leuchtdichte entsprechenden Istwert Iw eine Stellgröße ermitteln und welche entsprechend der Stellgröße über eine Regelstrecke das Backlight 3 ansteuern.

Zur Ermittlung einer Restlebensdauer

des Backlights 3 werden zu vorgebbaren Zeitpunkten ti, i = 0, 1, 2, ..., für vorgebbare Sollwerte
j = 1, 2, ..., sowohl erfasste Betriebsstunden
bzw. eine erfasste Betriebsdauer des Backlights 3 als auch Stellgrößen
aufgezeichnet und in einem Speicher der Backlight-Regeleinrichtung 1 oder in einem Speicher einer Auswerteeinheit 6 hinterlegt. In diesem Speicher ist ferner eine maximal mögliche Stellgröße Smax hinterlegt, welche eine Eigenschaft des Backlights bzw. der Backlight-Regeleinrichtung ist. Für den Fall, dass beispielsweise während eines Normalbetriebs zu einem Zeitpunkt t2 eine Restlebensdauer
für eine aufgezeichnete Stellgröße
zu ermitteln ist, errechnet die Auswerteeinheit 6 aus der Stellgröße Smax sowie den Stellgrößen
und den Betriebsstunden
und
die Restlebensdauer
des Backlights 3 zu
mit j = 1, 2, ..., wobei
Smax
die maximal mögliche Stellgröße,
die aufgrund einer Sollwertvorgabe zum Zeitpunkt t2 sich einstellende Stellgröße,
eine aufgrund einer Sollwertvorgabe zu einem Zeitpunkt t1 sich einstellende Stellgröße,
die erfassten Betriebsstunden bzw. die erfasste Betriebsdauer bis zum Zeitpunkt t2,
die erfassten Betriebsstunden bzw. die erfasste Betriebsdauer bis zum Zeitpunkt t1
ist bzw. sind.

Allgemein gilt für die Restlebensdauer

zu verschiedenen Zeitpunkten ti, i = 0, 1, 2, ..., und für verschiedene Stellgrößen
j = 1, 2, 3, ..., welche sich aufgrund von vorgebbaren Sollwerten
einstellen,

Im Folgenden wird auf 2 und 3 verwiesen, in welchen jeweils für einen Sollwert

(2) und
(3) zu verschiedenen Zeitpunkten ti, i = 0, 1, 2, ..., eine Restlebensdauer
und
in einer tabellarischen Darstellung gezeigt ist.

Es wird angenommen, dass die maximal mögliche Stellgröße Smax = 250 beträgt und dass sich aufgrund des vorgegebenen Sollwertes

die aktuellen Stellgrößen
und aufgrund des vorgegebenen Sollwertes
die aktuellen Stellgrößen
einstellen, damit ein Istwert Iw auf den jeweiligen Sollwert
und
eingeregelt wird.

Für den vorgegebenen Sollwert

(2) erhöht sich zu Zeitpunkten ti, i = 0, 1, 2, ... 10, die aktuelle Stellgröße
von 193 bis 250, damit sich der Istwert Iw auf den Sollwert
einregelt. Gemäß der Formel (1) und für die erfassten und aufgezeichneten Betriebsstunden
ermittelt die Auswerteeinheit 6 eine Restlebensdauer
des Backlights von 6.125, 5.125, ... und 0 Stunden.

Für den Fall, dass anstatt eines Sollwertes

der geringere Sollwert
(3) vorgegeben ist, erhöht sich dagegen zu Zeitpunkten ti, i = 0, 1, 2, ... 10, die aktuelle Stellgröße
von lediglich 126 auf 190, um den Istwert Iw auf den Sollwert
einzuregeln. Für die erfassten und aufgezeichneten Betriebsstunden
ermittelt die Auswerteeinheit 6 in diesem Fall zu diesen Zeitpunkten ti jeweils eine höhere Restlebensdauer
des Backlights 3 von 16.714, 15.714, ... und 10.000 Stunden.

Die jeweilige Restlebensdauer

des Backlights 3 ist auf der LCD-Anzeige 5 nach einer entsprechenden OSD-Benutzereingabe anzeigbar. Die Auswerteeinheit 6 übermittelt dazu die jeweilige Restlebensdauer
der OSD-Einstelleinheit 4 über eine Kommunikationsverbindung 7, wobei die Auswerteeinheit 6 aufgrund einer Benutzeranforderung die jeweilige Restlebensdauer
über eine Leitung 8 der LCD-Anzeige 5 zuführt (1), auf der die Restlebensdauer
angezeigt wird.


Anspruch[de]
Verfahren zur Ermittlung einer Restlebensdauer eines mit einer Backlight-Regeleinrichtung (1) versehenen Backlights, wobei die Backlight-Regeleinrichtung (1) eine von einem Backlight-Sensor (2) erfasste Leuchtdichte des Backlights (3) auf einen Sollwert (Sw) einregelt, dadurch gekennzeichnet, dass

– zu Zeitpunkten ti, i = 0, 1, 2, ..., Betriebsstunden
des Backlights (3) erfasst werden

– zu diesen Zeitpunkten ti Stellgrößen
welche sich aufgrund vorgegebener Sollwerte
zu diesen Zeitpunkten einstellen, erfasst werden und

– eine aktuelle Restlebensdauer
aus einer maximalen Stellgröße Smax, den Stellgrößen
und den Betriebsstunden
des Backlights (3) gemäß der Beziehung
j = 1, 2, ..., ermittelt wird.
Verfahren nach Anspruch 1, dass die Restlebensdauer
auf einer LCD-Anzeige (5) dargestellt wird.






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