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Dokumentenidentifikation DE102006020024A1 08.11.2007
Titel Dentallegierung
Anmelder C. Hafner GmbH + Co. KG, 75173 Pforzheim, DE
Erfinder Böhm, Uwe, Dr., 75173 Pforzheim, DE;
Grusche, Heiko, 75242 Neuhausen, DE
Vertreter porta patent- und rechtsanwälte Dr. techn. Waldemar Leitner, Tanja Zeiher, 75172 Pforzheim
DE-Anmeldedatum 26.04.2006
DE-Aktenzeichen 102006020024
Offenlegungstag 08.11.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.11.2007
IPC-Hauptklasse C22C 5/02(2006.01)A, F, I, 20060426, B, H, DE
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Dentallegierung, enthaltend Gold, Platin, Silber und Zink.
Erfindungsgemäß ist vorgesehen, daß die Dentallegierung 80-85 Gew.-% Gold, 3-8 Gew.-% Platin, 1-5 Gew.-% Silber, 1-5 Gew.-% Zink sowie 3-8 Gew.-% Palladium enthält, wobei sich alle Bestandteile zu 100 Gew.-% ergänzen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Dentallegierung, enthaltend Gold, Platin, Silber und Zink.

Derartige Dentallegierungen sind bekannt und werden unter anderem für einen Einsatz an Teleskopkronen, Konuskronen und abnehmbaren Suprastrukturen verwendet. Bei derartigen abnehmbaren Dentalteilen tritt das Problem auf, daß eine starke Materialbeanspruchung durch Reibung beim Abnehmen und Einsetzen des Dentalteils auftritt. Herkömmliche Dentallegierungen der eingangs genannten Art enthalten daher mehr oder weniger Kupfer, welches die Härte und Festigkeit der Dentallegierung erhöht, wobei extraharte Legierungen einen Kupfergehalt von bis zu 11 % oder darüber aufweisen.

Die Verwendung von Kupfer bringt die Nachteile mit sich, daß es bei den Legierungen durch sogenannte Sauerstoffbelüftungszellen aufgrund der starken Oxidbildung des Kupfers zu Verfärbungen des Dentalteils innerhalb und außerhalb von Doppelkronen und Stegkonstruktionen kommt. Diese Schwarzfärbung kann in nachteiliger Art und Weise durch nichts verhindert werden.

Ein weiterer Nachteil von Kupfer sind seine zelltoxischen Eigenschaften. Der Einsatz von Dentallegierungen, die einen zur Erzielung der erforderlichen Härte und/oder Festigkeit genügend hohen Kupfergehalt aufweisen, ist aus gesundheitlicher Sicht unerwünscht.

Kupferfreie Legierungen haben in bezug auf ihre Oberflächenhärte wesentlich schlechtere Eigenschaften. Bei aus derartigen Legierungen ausgebildeten Dentalteilen, die ineinander gleiten sollen, z. B. die o. g. Teleskopkronen, Konuskronen und abnehmbaren Suprastrukturen, treten daher bei der Verwendung von kupferfreien Legierungen Kratzer und regelrechte Furchen auf. Es besteht daher die Gefahr, daß sich die ineinander gleitenden Teile festfressen. Auch ist es mit derartigen kupferfreien Dentallegierungen aufgrund der geringen Stabilität der aus ihnen hergestellten Dentalteile nicht machbar, grazile und großspannige Dentalkonstruktionen herzustellen.

Es ist daher Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Dentallegierung, die insbesondere für abnehmbare Dentalteile wie Teleskopkronen, Konuskronen und abnehmbaren Suprastrukturen geeignet ist, zu schaffen, welche kupferfrei ist und eine hinreichend gute Oberflächenhärte aufweist.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Dentallegierung gelöst, die 80–85 Gew.-% Gold, 3–8 Gew.-% Platin, 1–5 Gew.-% Silber, 1–3 Gew.-% Zink sowie 3–8 Gew.-% Palladium aufweist.

Durch die Verwendung von Palladium anstelle von Kupfer wird eine Dentallegierung geschaffen, die sich dadurch auszeichnet, daß sie – obwohl kupferfrei – stabil genug gegen die Deformationen ist, wie sie bei den im Mund üblichen Kräften auftreten, eine ausreichende Oberflächenhärte aufweist und ausgezeichnete Gleiteigenschaften besitzt. Die erfindungsgemäße Dentallegierung erlaubt es daher in vorteilhafter Art und Weise, auf die Verwendung von Kupfer zu verzichten, was insbesondere aus zelltoxiologischen Gründen von Vorteil ist.

Eine vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß die erfindungsgemäße Dentallegierung 84 Gew.-% Gold, 6 Gew.-% Platin, 4 Gew.-% Silber, 2 Gew.-% Zink und 4 Gew.-% Palladium enthält. Eine derartige Dentallegierung zeichnet sich durch besonders vorteilhafte Eigenschaften aus.

Eine weitere vorteilhafte Weiterbildung der Erfindung sieht vor, daß die erfindungsgemäße Dentallegierung eine Beimischung von 0,01–0,2 Gew.-% Iridium, Ruthenium oder Rhenium, vorzugsweise von 0,1 Gew.-% der vorgenannten Stoffe, enthält. Die Verwendung von Iridium, Ruthenium oder Rhenium besitzt den Vorteil, daß hierdurch eine Kornverfeinerung der erfindungsgemäßen Dentallegierung erzielt wird.

Weitere vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.

Weitere Einzelheiten und Vorteile der Erfindung sind dem Ausführungsbeispiel zu entnehmen.

Die beschriebene Dentallegierung, welche sich insbesondere für einen Einsatz an abnehmbaren Dentalteilen, z. B. Teleskopkronen, Konuskronen und abnehmbaren Suprastrukturen, eignet, zeichnet sich dadurch aus, daß sie kupferfrei ist. Sie weist 80–85 Gew.-% Gold, 3–8 Gew.-% Platin, 1-5 Gew.-% Silber, 1–3 Gew.-% Zink sowie 3–6 Gew.-% Palladium auf. Bevorzugt wird eine Legierung, die 84 Gew.-% Gold, 6 Gew.-% Platin, 4 Gew.-% Silber, 2 Gew.-% Zink und 4 Gew.-% Palladium aufweist.

Optional kann noch vorgesehen sein, daß der Legierung 0,01–0,2 Gew.-% Iridium, Ruthenium oder Rhenium beigemischt sind. Bei der vorstehend beschriebenen Legierung wird hierbei bevorzugt, daß anstelle von 4 Gew.-% Silber nur 3,9 Gew.-% Silber und 0,1 Gew.-% Iridium, Ruthenium oder Rhenium vorhanden sind.

Das Iridium, Ruthenium oder Rhenium wird hierbei als Beimischung verwendet, um eine Kornverfeinerung der Legierung zu erzielen.

Zusammenfassend ist festzuhalten, daß durch die beschriebenen Maßnahmen eine Dentallegierung geschaffen wird, die sich insbesondere für den Einsatz bei abnehmbaren Dentalteilen wie Teleskopkronen, Konuskronen und abnehmbaren Suprastrukturen eignet. Die beschriebene Dentallegierung zeichnet sich dadurch aus, daß sie kupferfrei ist und ist die Herstellung von Dentalteilen erlaubt, die stabil genug gegenüber Deformationen, wie sie bei den im Mund üblichen Kräften auftreten, ist. Die beschriebene Legierung weist eine ausreichende Oberflächenhärte und ausgezeichnete Gleiteigenschaften auf, so daß sie für die Verwendung in abnehmbaren Dentalteilen prädestiniert ist.


Anspruch[de]
Dentallegierung, enthaltend Gold, Platin, Silber und Zink, dadurch gekennzeichnet, daß die Dentallegierung 80–85 Gew.-% Gold, 3–8 Gew.-% Platin, 1-5 Gew.-% Silber, 1-5 Gew.-% Zink sowie 3–8 Gew.-% Palladium enthält, wobei sich alle Bestandteile zu 100 Gew.-% ergänzen. Dentallegierung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Legierung 84 Gew.-% Gold, 6 Gew.-% Platin, 4 Gew.-% Silber, 2 Gew.-% Zink und 6 Gew.–% Palladium enthält. Dentallegierung nach den vorangehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß die Dentallegierung eine Beimischung von Iridium, Rhenium oder Ruthenium enthält. Dentallegierung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Iridium-, Ruthenium- oder Rheniumgehalt zwischen 0,01–0,2 Gew.-%, vorzugsweise 0,1 Gew.-%, beträgt. Dentallegierung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Dentallegierung 84 Gew.-% Gold, 6 Gew.-% Platin, 2 Gew.-% Zink und 6 Gew.-% Palladium, sowie 3,9 Gew.-% Silber und 0,1 Gew.-% Iridium, Rhenium oder Ruthenium enthält.






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