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Dokumentenidentifikation DE102006020914A1 08.11.2007
Titel Garofen, insbesondere Haushaltsgarofen
Anmelder Electrolux Home Products Corp. N.V., Zaventem, BE
Erfinder Leidig, Karl, 91610 Insingen, DE;
Horstmann, Reiner, 34302 Guxhagen, DE
Vertreter Hochmuth, J., Dipl.-Ing., Pat.-Ass., 90429 Nürnberg
DE-Anmeldedatum 05.05.2006
DE-Aktenzeichen 102006020914
Offenlegungstag 08.11.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.11.2007
IPC-Hauptklasse F24C 1/00(2006.01)A, F, I, 20060505, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F24C 15/32(2006.01)A, L, I, 20060505, B, H, DE   F24C 7/08(2006.01)A, L, I, 20060505, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Ofen (1), insbesondere einen Haushaltsgarofen, der einen Garraum (2) aufweist, in den zu garende Speisen einbringbar sind und der mit einer Ofentüre (3) verschließbar ist, wobei Mittel vorhanden sind, mit denen ein heißer Luft- und/oder Dampfstrom durch den Garraum (2) geleitet werden kann. Um eine verbesserte Erwärmung des Garguts zu erreichen, ist erfindungsgemäß vorgesehen, dass die Mittel zum Durchleiten eines heißen Luft- und/oder Dampfstroms durch den Garraum (2) einen Ventilator (4) aufweisen, der an der von der Ofentüre (3) abgewandten Seite des Garraums (2) angeordnet ist, wobei die Mittel weiterhin einen Strömungsleitkanal (5) aufweisen, der oberhalb des Garraums (2) verläuft und vom Ventilator (4) in den Bereich der Ofentüre (3) führt, wobei der Strömungsleitkanal (5) einen Auslass (6) aufweist, der oberhalb der Ofentüre (3) angeordnet ist und erhitzte Luft oder Dampf nach unten in den Garraum (2) leitet.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Garofen, insbesondere einen Haushaltsgarofen, der einen Garraum aufweist, in den zu garende Speisen einbringbar sind und der mit einer Ofentüre verschließbar ist, wobei Mittel vorhanden sind, mit denen ein heißer Luft- und/oder Dampfstrom durch den Garraum geleitet werden kann.

Derartige Haushaltsöfen sind im Stand der Technik hinlänglich bekannt. In einem konventionellen Ofen sind im Boden- und Deckenbereich des Garraums Heizelemente angeordnet, die elektrisch beheizt werden und auf diese Weise das zu garende Gut erhitzen.

Bekannt sind auch Konvektionsöfen, bei denen mittels Heißluft Wärme dem zu garenden Gut zugeführt wird. Hierzu ist oft im Garraum lediglich ein Ventilator angeordnet, der für eine Luftbewegung im Garraum sorgt.

Mit den vorbekannten Maßnahmen ist es möglich, das zu garende Gut binnen einer gewissen Zeit hinreichend zu erwärmen. Gelegentlich ist es wünschenswert, die Kochzeit zu reduzieren, was spezielle Maßnahmen erfordert.

Bekannt ist es hierbei, Heißluft oder Dampf zu erzeugen, die bzw. der in den Garraum eingeleitet wird. Dabei wird zumeist eine turbulente Strömung angestrebt, so dass die Elemente zur Einbringung von Heißluft bzw. Dampf für eine entsprechende Verwirbelung sorgen.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen Garofen der eingangs genannten Art so weiterzubilden, dass eine kurze Garzeit erreichbar ist, wobei allerdings das zu garende Gut möglichst schonend erwärmt werden soll.

Die Lösung dieser Aufgabe durch die Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Durchleiten eines heißen Luftstroms und/oder Dampfstroms durch den Garraum einen Ventilator aufweisen, der an der von der Ofentüre abgewandten Seite des Garraums angeordnet ist, wobei die Mittel weiterhin einen Strömungsleitkanal aufweisen, der oberhalb des Garraums verläuft und vom Ventilator in den Bereich der Ofentüre führt, wobei der Strömungsleitkanal einen Auslass aufweist, der oberhalb der Ofentüre angeordnet ist und erhitzte Luft und/oder Dampf nach unten in den Garraum leitet.

Dabei ist insbesondere und bevorzugt vorgesehen, dass der Ventilator, der Strömungsleitkanal und der Auslass zur Erzeugung einer laminaren Strömung der erhitzten Luft und/oder des Dampfes durch den Garraum ausgelegt sind. Hierdurch wird das zu garende Gut nicht nur rasch, sondern auch schonend erhitzt.

In dem Strömungsleitkanal sind bevorzugt Heizmittel zum Erhitzen vorbeiströmender Luft- und/oder Dampfes angeordnet. Die Heizmittel sind in der Regel als elektrische Heizmittel ausgeführt.

Der Strömungsleitkanal hat vorzugsweise zumindest abschnittsweise einen rechteckförmigen Querschnitt. Der Ventilator ist mit Vorteil in einem Gehäuse angeordnet, der zumindest einen Teil der Wandung des Garraums bildet. In diesem Falle kann weiter vorgesehen sein, dass das Gehäuse eine Luft- und/oder Dampfeintrittsöffnung an der dem Garraum zugewandten Seite aufweist.

Die Erwärmung des zu garenden Guts wird weiter verbessert, wenn zusätzlich im Bodenbereich des Garraums ein flächig ausgebildetes Heizelement angeordnet ist, das meist als elektrisches Heizelement ausgeführt ist. Zwischen dem Heizelement und dem Garraum kann eine wärmedurchlässige, insbesondere wärmeleitende und/oder wärmestrahlungsdurchlässige, Platte angeordnet sein, die bevorzugt als Glaskeramikplatte ausgeführt ist.

Die Drehachse des Ventilators kann in Längsrichtung des Garraums von der Ofentüre zur hinteren Wandung des Garraums ausgerichtet sein. Der Ventilator kann von einem Motor angetrieben werden, der von der Drehachse des Ventilators seitlich versetzt angeordnet ist. In diesem Falle kann die Übertragung des Drehmoments zwischen dem Motor und dem Ventilator über einen Riemen hergestellt werden.

Mit dem Erfindungsvorschlag wird es möglich, eine schnelle und schonende Erwärmung des zu garenden Guts zu erreichen.

Es kann ein Luft- und/oder Dampfstrom von bis zu ca. 400 m3/h durch den Garraum geleitet werden, wobei eine laminare Strömung aufrechterhalten bleibt. Dadurch wird das zu garende Gut sehr schonend erwärmt. Die zusätzliche Einleitung von Wärme über die Bodenplatte versorgt in vorteilhafter Weise den Garraum mit hinreichender Wärmeenergie.

Die Erfindung nutzt insofern die Kombination von Heißluft und/oder Dampf und Strahlungswärme. Somit wird eine effiziente Erwärmung des zu garenden Guts in kurzer Zeit erreicht.

In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt. Es zeigen:

1 eine perspektivische Ansicht des Hauptteils eines Haushaltsofens,

2 die Ansicht des Hauptteils des Ofens von hinten aus betrachtet und

3 den Schnitt durch das Hauptteil des Ofens von der Seite aus betrachtet.

In den Figuren ist ein Ofen 1 zusehen bzw. das Hauptteil eines Ofens ohne umgebendes Gehäuse. Der Ofen 1 hat einen Garraum 2, der vorne mit einer klappbaren Ofentüre 3 verschlossen werden kann. Die Erwärmung des sich im Garraum 2 befindlichen zu garenden Guts erfolgt wie folgt:

Der Ofen 1 weist Mittel 4, 5, 6, 7 zum Durchleiten eines heißen Luftstroms und/oder Dampfstroms durch den Garraum 2 auf. Diese Mittel haben zunächst einen Ventilator 4, der in einem Gehäuse 8 untergebracht ist. Das Gehäuse 8 befindet sich an der hinteren, von der Ofentüre 3 abgewandten Seite des Garraums 2. Der Ventilator 4 ist von einem Motor 14 angetrieben. Die Drehachse 13 des Ventilators und diejenige des Motors 14 sind parallel. Das Drehmoment wird vom Motor 14 zum Ventilator 4 mittels eines Riemens 15 übertragen.

Beim Antrieb des Ventilators 4 wird Luft und/oder Dampf in einen oberen Bereich 16 des Gehäuses 8 gefördert und von dort durch einen Strömungsleitkanal 5 nach vorne in Richtung Ofentüre 3. Wie es am besten in 3 zu sehen ist, tritt die Luft und/oder Dampf aus dem Strömungsleitkanal 5 über einen Auslass 6 aus und strömt im Bereich der Ofentüre 3 nach unten in den Garraum 2. Die Pfeile in 3 deuten die Strömung der Luft bzw. des Dampfes an.

Das Gehäuse 8 hat eine Eintrittsöffnung 9, über die Luft und/oder Dampf aus dem Garraum 2 wieder abgezogen werden kann, so dass es zu einer geschlossenen Zirkulation oder Strömung kommt. Die Erwärmung der Luft bzw. des Dampfes erfolgt durch ein Heizmittel 7, das im Strömungsleitkanal 5 angeordnet ist.

Zusätzlich wird Wärme auch durch Wärmestrahlung bzw. Wärmeleitung in den Garraum 2 eingebracht. Hierzu dient ein Heizelement 11, das im Bodenbereich 10 des Garraums 2 angeordnet ist, und zwar unterhalb einer Platte 12 aus Glaskeramik. Diese Erwärmung wird auch als DHC-Erwärmung bezeichnet (Direct Heat Conduction), d. h. es ist eine direkte elektrische Beheizung vorgesehen.

Mit dieser Ausgestaltung kann das zu garende Gut schnell und schonend erhitzt werden. Das Gehäuse 8 ist breit ausgebildet (s. 2) und fördert über den ebenfalls breit ausgebildeten Strömungsleitkanal 5 einen laminaren Luft- und/oder Dampfstrom durch den Garraum 2. Der Auslass 6 ist daher ebenfalls als breiter Schlitz ausgeführt und kann sich über die wesentliche Breite des Garraums 2 erstrecken. Vorgesehen ist bevorzugt, dass die Breite des Strömungsleitkanals 5 und diejenige des Auslasses 6 mindestens 70% der Breite des Ofens 1 betragen.

1
Ofen
2
Garraum
3
Ofentüre
4, 5, 6, 7
Mittel zum Durchleiten eines heißen Luft- und/oder Dampfstroms
4
Ventilator
5
Strömungsleitkanal
6
Auslass
7
Heizmittel
8
Gehäuse
9
Eintrittsöffnung
10
Bodenbereich
11
Heizelement
12
wärmedurchlässige Platte (Glaskeramikplatte)
13
Drehachse
14
Motor
15
Riemen
16
oberer Bereich des Gehäuses


Anspruch[de]
Garofen (1), insbesondere Haushaltsgarofen, der einen Garraum (2) aufweist, in den zu garende Speisen einbringbar sind und der mit einer Ofentüre (3) verschließbar ist, wobei Mittel vorhanden sind, mit denen ein heißer Luftstrom und/oder Dampfstrom durch den Garraum (2) geleitet werden kann, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Durchleiten eines heißen Luftstroms und/oder Dampfstroms durch den Garraum (2) einen Ventilator (4), der an der von der Ofentüre (3) abgewandten Seite des Garraums (2) angeordnet ist, und einen Strömungsleitkanal (5) aufweisen, der oberhalb des Garraums (2) verläuft und vom Ventilator (4) in den Bereich der Ofentüre (3) führt, wobei der Strömungsleitkanal (5) einen Auslass (6) aufweist, der oberhalb der Ofentüre (3) angeordnet ist und erhitzte Luft und/oder Dampf nach unten in den Garraum (2) leitet. Garofen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilator (4), der Strömungsleitkanal (5) und der Auslass (6) zur Erzeugung einer laminaren Strömung der erhitzten Luft und/oder des Dampfes durch den Garraum (2) ausgelegt sind. Garofen nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Strömungsleitkanal (5) Heizmittel (7) zum Erhitzen vorbeiströmender Luft und/oder Dampfes angeordnet sind. Garofen nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Heizmittel (7) elektrische Heizmittel sind. Garofen nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Strömungsleitkanal (5) zumindest abschnittsweise einen rechteckförmigen Querschnitt aufweist. Garofen nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilator (4) in einem Gehäuse (8) angeordnet ist, der zumindest einen Teil der Wandung des Garraums (2) bildet. Garofen nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse (8) eine Öffnung (9) für Luft und/oder Dampf an der dem Garraum (2) zugewandten Seite aufweist. Garofen nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass im Bodenbereich (10) des Garraums (2) ein flächig ausgebildetes Heizelement (11) angeordnet ist. Garofen nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Heizelement (11) ein elektrisches Heizelement ist. Garofen nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen dem Heizelement (11) und dem Garraum (2) eine wärmedurchlässige Platte (12) angeordnet ist. Garofen nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die wärmedurchlässige Platte (12) eine Glaskeramikplatte ist. Garofen nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachse (13) des Ventilators (3) in Längsrichtung des Garraums (2) von der Ofentüre (3) zur hinteren Wandung des Garraums (2) ausgerichtet ist. Garofen nach einem der Ansprüche 1 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass der Ventilator (3) von einem Motor (14) angetrieben wird, der von der Drehachse (13) des Ventilators (3) seitlich versetzt angeordnet ist. Garofen nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehverbindung zwischen dem Motor (14) und dem Ventilator (3) über einen Riemen (15) hergestellt ist.






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