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Dokumentenidentifikation DE102006021250A1 08.11.2007
Titel Sendegerät für den Nahbereich
Anmelder Wild, Frank, 91126 Schwabach, DE
Erfinder Wild, Frank, 91126 Schwabach, DE;
Horn, Hans-Joachim, 90451 Nürnberg, DE;
Landgraf, Hans, 91126 Schwabach, DE
DE-Anmeldedatum 04.05.2006
DE-Aktenzeichen 102006021250
Offenlegungstag 08.11.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.11.2007
IPC-Hauptklasse H04Q 7/06(2006.01)A, F, I, 20060504, B, H, DE
IPC-Nebenklasse H04M 3/487(2006.01)A, L, I, 20060504, B, H, DE   
Zusammenfassung Es werden Geräte beschrieben, die einen oder mehrere Sender mit unterschiedlichen Sendeverfahren beinhalten und im Nahbereich von einigen Metern wirken.
Die Sendegeräte senden Informationen, die sie aus einem eigenen Speicher beziehen oder von externen Speichern per Kabel oder Funk übermittelt bekommen.
Beginn und Ende der Sendezeit werden durch einen Näherungssensor sowie über die Empfangseinheit gesteuert, wenn eine Person mit Empfangsgerät, z. B. mit einem Mobilfunkgerät, in die Nähe des Senders kommt.
Als "masseloses" Informations-Übermittlungs-Verfahren findet es z. B. Anwendung bei der Funkübertragung von Prospekten und Datenblättern auf Messen und Ausstellungen oder bei der Funkübertragung von Geschäfts- oder Visitenkarten in Hotels oder Restaurants oder auch an öffentlichen Plätzen für die Übermittlung aktueller kultureller Informationen oder Sightseeing-Touren. Im Werbe- und Marketingbereich ist die Übermittlung von Werbedaten denkbar.
Sowohl das gezielte Weiterleiten der empfangenen Informationen an eine Internet-Empfangsadresse ist mit dem Sendegerät vorgesehen als auch das Abspeichern der relevanten Daten im Empfangsgerät.
Das Mitnehmen von wichtigen und umfangreichen Informationen in Papierform erübrigt sich.

Beschreibung[de]

Bei vielen Gelegenheiten des täglichen Lebens ist die Mitnahme von gedruckten Informationen üblich oder auch wichtig. Hierunter zählen bspw. Produktbeschreibungen in Datenblattformat, umfassendes Prospektmaterial oder Geschäftskarten/Visitenkarten, Fahrpläne für Verkehrsteilnehmer und weitere digitale sowie multimediale Informationen.

Beim Besuch eines Hotels oder Restaurants kann der Besucher bei Gefallen detaillierte Informationen mitnehmen um diese z.B. als Empfehlung an Freunde oder Geschäftspartner problemlos und ohne Aufwand weitergeben. Auf Messen und Ausstellungen werden vom Messeplan und Ausstellerverzeichnis bis hin zu unübersehbare Mengen von Prospektmaterialien an die Besucher verteilt. Infostände von Verkehrsträgern wie Bahn und Fluggesellschaften, verteilen Pläne für ihre Start und Bewegungsdaten. Nur um einige Beispiele zu nennen.

Die Menge von gedrucktem Infomaterial steigert sich beim Empfänger u. U. sowohl zu belastendem Volumen als auch Gewicht und lässt sich nur eingeschränkt replizieren bzw. auszugsweise bearbeiten, aufbereiten oder archivieren.

Andererseits können moderne tragbare Kommunikationsgeräte wie z.B. Mobilfunkgeräte Signale empfangen, die von Infrarot – oder Funksendern für den Nahbereich abgegeben werden. Empfangene Daten können dann, wie bei den Personalcomputern bekannt, bequem über Suchfunktionen gezielt aufgerufen und bei Bedarf individuell vervielfältigt werden.

Es wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, ein elektronisches Gerät zu verwenden, das einen oder mehrere Sender mit unterschiedlichen Übertragungsverfahren enthält die im Nahbereich wirken, um die "papierene" Informationsübermittlung durch ein "masseloses" Übertragungsverfahren zu ersetzen.

Dieses Gerät sendet erfindungsgemäß die relevanten Daten an den Empfänger, der in seine Nähe kommt, automatisch oder auf Anforderung. Es ist daher vorteilhaft, das Gerät nicht nur mit einem Sendeverfahren wirken zu lassen – z.B. mit Infrarotsendern – sondern auch mit einem gebräuchlichen Funksender, abgestimmt für den Nahbereich – wie z.B. Bluetooth – , denn eine Vorhersage über den verwendeten Empfänger der Nachricht ist nur möglich, wenn dieser sich bei aktiviertem Bluetooth-Empfang dem Sender nähert oder in direkter IR-Ausrichtung zum Sendegerät befindet. Damit die Sender nicht im Dauerbetrieb arbeiten müssen, ist erfindungsgemäß vorgesehen, die Ein- und Ausschaltung des Senders/Empfängers mittels Näherungssensor vorzunehmen bzw. über den Kennungsempfang eines sich nähernden Gerätes zu aktivieren.

Das Gerät kann erfindungsgemäß den zu sendenden Informationsinhalt sowohl über Kabel als auch über Funk von elektronischen Speichereinheiten erhalten, oder aber die elektronischen Speicher fest oder wechselbar beinhalten.

Damit auf die neue Möglichkeit der Übertragung von Informationen "ohne Volumen und Gewicht aufmerksam gemacht werden kann, ist erfindungsgemäß auch vorgesehen, dass in einem größeren Umkreis, als für den Datenempfang erforderlich, optische oder akustische Signale – von einem Näherungssensor initiiert – eingeschaltet werden können.

Letztlich bietet ein Ablagefach im Gerät auch solchen Personen, die keinen geeigneten Empfänger zur Hand haben, die wichtigsten zu übermittelnden Informationen in Form von bedruckten Karten oder Blättern an.

Damit der Speicher des empfangenden Gerätes, wie z.B. ein Pocket-PC oder ein PDA nicht überlastet wird, besteht erfindungsgemäß durch Anwählen z.B. einer Internet-Adresse mit Hilfe der Eingabeeinheit an das Sendegerät die Möglichkeit, die gewünschten Daten direkt an die Emailadresse des Interessenten zu befördern. Die Eingabeenheit kann auch dazu genutzt werden, eine Auswahl von Informationen über Codenummern zu gestatten, denen Informationen zugeordnet sind, sowie über Codeeingabe einen autorisierten Empfang zu ermöglichen.

Ein abschirmender Käfig, in welchen das Empfangsgerät während der Datenübertragung gehalten werden kann, schützt erfindungsgemäß gegebenenfalls vor Störungen anderer Informationsteilnehmer.

Ein codegesteuertes Empfangsgerät, ausschließlich für den Empfang und die Speicherung der vom Sendegerät gesendeten Daten konzipiert, kann als Organisationsmittel bei Messen und Ausstellungen an interessierte Besucher ausgeliehen werden.

Schutzmaßnahmen gegen Entwendung von Geräten und deren Informationsmitteln sind notwendiges Zubehör, wie Fixierung am Standort und codierte Schnittstellen.

Zeichnungen

1+2 stellt eine Version in säulenförmiger Ausführung (1) dar, die bei (2) mit einer Reihe von Infrarot Sendedioden ausgestattet ist. (3) ist die Funkeinheit für den Funksender, (4) die Schnittstelle für die Übermittlung von Betriebsdaten und (5) eine bedruckte Karte, die in dem Ablagefach (6) zur Mitnahme bereitsteht.

Der Anschluss des Kopfhörers erfolgt über den Stecker (8), der auch das Kabel für den Kopfhörer aufweist, und die Buchse (8a) von unten in die Elektronikbaugruppe. Wahlweise kann die Vielfachbuchse (11) die Kontakte des Vielfachsteckers (5) übernehmen.

(8) und (9) sind Tasten und Schalter, die zur Einstellung der Funktionen und Betriebsdaten dienen. (7) ist ein Näherungssensor und mit (10) wird angedeutet, wie ein optisch wirksames Schild oder Display bei Annäherung auf das Gerät aufmerksam machen kann.

Mit (11) ist ein eingebauter Beschleunigungssensor angedeutet, und (12) demonstriert beispielhaft, wie in eine Öffnung der Außenwand des Gehäuses ein standortsicherndes Teil eingreifen kann.

3 zeigt beispielhaft eine weitere Ausführungsversion (1), bei der zusätzlich zu 1 eine Eingabeeinheit (Tastatur) (13) und eine Abschirmkammer (14) eingearbeitet sind, bei der auf ihrem Boden die Sendeantennen (2) und (3) parallel zu den äußeren Sendeantennen (2a) und (3a) angeordnet sind. Alle übrigen bezifferten Teile entsprechen denen der 1.

4 übermittelt eine Vorstellung von einem zusätzlichen Empfangsgerät (15), das außer den Empfangsantennen für Infrarot (18) und Funk (19), eine USB-/Firewireschnittstelle (16), eine Tastatur (21) auch Funktionstasten (20) enthält. Ein Speicherstick (17) deutet an, wie der Wechsel des Informationsinhaltes auch mechatronisch gestaltet werden kann. Ein Beispiel für eine Minimallösung zur Datenübermittlung im Zusammenwirken mit dem Sendegerät.


Anspruch[de]
Sendegerät für den Nahbereich in einem Umkreis von einigen Metern, mit Gehäuse, mit interner oder externer Energiequelle, und einem fest eingebauten oder wechselbaren elektronischen Speicher dadurch gekennzeichnet, dass mindestens ein Infrarotsender und ein Funksender in dem Gehäuse eingebaut sind, welche dieselbe Information einzeln, gleichzeitig oder im schnellen Wechsel miteinander ausstrahlen. Sendegerät nach einem der vorstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Funkeinheit ein DECT, WLAN-, RFID-, Bluetooth- oder ZiG Bee-Sender ist. Sendegerät nach einem der vorstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Sendeenergie des Infrarotsenders auf mehrere Infrarotquellen verteilt ist, die am Gehäuse oder unter lichtdurchlässigen Gehäuseteilen regelmäßig oder unregelmäßig angeordnet sind. Sendegerät nach einem der vorstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Informationen, welche die Sender abstrahlen sollen, aus dem Speicher des Sendegerätes stammen. Sendegerät nach einem der vorstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass Beginn und/oder Ende der Sendung durch einen Näherungssensor des Sendegerätes initiiert werden. Sendegerät nach einem der vorstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass über den Sensor bei größerem Abstand des sich nähernden Objektes zunächst optische und/oder akustische Signale aktiviert werden, die auf das Sendegerät aufmerksam machen und erst bei weiterer Annäherung an das Objekt die Funkeinheit aktiviert wird. Sendegerät nach einem der vorstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass das Gehäuse des Sendegerätes ein offenes oder abgedecktes Ablagefach für das Einlegen von Visitenkarten/Geschäftskarten oder anderen gedruckten Informationen enthält. Sendegerät nach einem der vorstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass das Sendegerät eine elektronische Schaltung enthält, die aus den Sendevorgängen die Anzahl der Inanspruchnahmen ableitet und auslesbar abspeichert. Sendegerät nach einem der vorstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass das Sendegerät mit einer Diebstahlsicherung und einer abschließbaren und/oder passwortgeschützten Schnittstelle versehen ist, die zum Laden und Auslesen des Speichers, zur Übertragung der zu sendenden Informationen, zur Sensorsteuerung, zur Einstellung der Sendeleistung und weiterer Betriebsdaten mittels PC geeignet ist. Sendegerät nach einem der vorstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass das Sendegerät mit einem Beschleunigungssensor ausgestattet ist, welcher nach Aktivierung und bei hastigen Bewegungen des Gerätes selbst, einen Alarm-/Signalton initiiert. Sendegerät nach einem der vorstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass das Sendegerät mittels Stahlsicherungskabel mit Schlosseinheit, über eine am Gehäuse vorgesehene Öffnung an einem feststehenden Objekt fixiert werden kann. Sendegerät nach einem der vorstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass das Sendegerät mit Tastern oder Schaltern ausgerüstet ist, mit denen eine Auswahl der angebotenen Informationen und/oder der Sendeprotokolle und/oder weiterer Betriebszustände vorgenommen werden kann. Sendegerät nach einem der vorstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Auswahl der Informationen, Sendeprotokolle oder anderer Betriebszustände über kabellose Übertragungsverfahren erfolgen kann. Sendegerät nach einem der vorstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass das Sendegerät mit einem eingebauten oder externe Eingabeeinheit (z.B. Tastatur) ausgestattet ist, mit dem Kontakt zum Internet hergestellt werden kann. Sendegerät nach einem der vorstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass das Gerät mit einer Abschirmkammer ausgestattet ist, in die das Empfangsgerät während der Datenübertragung gehalten werden kann und die Funkeinheiten für die Sender enthält. Sendegerät nach einem der vorstehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass das Sendegerät mit einem Empfangsgerät zusammenwirkt, das bezüglich Sendeenergie, Sendefrequenz und Codegestaltung auf das Sendegerät abgestimmt ist und lediglich die zur Informationsübermittlung erforderlichen Elemente enthält.






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