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Dokumentenidentifikation DE102006021256A1 08.11.2007
Titel Motorstartschaltkreis
Anmelder Danfoss Compressors GmbH, 24939 Flensburg, DE
Erfinder Schmidt, Claus, Ing., Odense, DK;
Kristensen, Hans Peter, Ing., Aabenraa, DK
Vertreter Brisch, G., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 70597 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 28.04.2006
DE-Aktenzeichen 102006021256
Offenlegungstag 08.11.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.11.2007
IPC-Hauptklasse H02P 1/44(2006.01)A, F, I, 20060428, B, H, DE
IPC-Nebenklasse H02H 7/085(2006.01)A, L, I, 20060428, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft einen Motorstartschaltkreis für einen Induktionsmotor, insbesondere einen Einphasen-Wechselstrom-Induktionsmotor, mit einer Hauptwicklung (4) und einer Hilfswicklung (5), die über Stromversorgungsanschlussstellen (24, 25) mit Strom, insbesondere mit Wechselstrom, versorgt werden, und mit einer Startschalteinrichtung (15), die dazu dient, den Stromdurchfluss durch die Hilfswicklung (5) nach dem Starten des Motors zu unterbrechen, und die mit einer Messeinrichtung zusammenwirkt, die dazu dient, die Spannung über der Hilfswicklung (5) abzufühlen.
Um den Motorstartschaltkreis im Hinblick auf die Betriebssicherheit zu optimieren, sind zwischen die Stromversorgungsanschlussstellen (24, 25) eine Schutzsicherung (30) und eine Schutzschalteinrichtung (47) so in Reihe geschaltet, dass, wenn die Schutzschalteinrichtung (47) geschlossen ist, der Strom so durch die Schutzschalteinrichtung (47) und die Schutzsicherung (30) fließt, dass die Schutzsicherung (30) ausgelöst wird, um den Stromfluss zu unterbrechen.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Motorstartschaltkreis für einen Induktionsmotor, insbesondere einen Einphasen-Wechselstrom-Induktionsmotor, mit einer Hauptwicklung und einer Hilfswicklung, die über Stromversorgungsanschlussstellen mit Strom, insbesondere mit Wechselstrom, versorgt werden, und mit einer Startschalteinrichtung, die dazu dient, den Stromdurchfluss durch die Hilfswicklung nach dem Starten des Motors zu unterbrechen, und die mit einer Messeinrichtung zusammenwirkt, die dazu dient, die Spannung über der Hilfswicklung abzufühlen.

Herkömmliche Motorstartschaltkreise sind mit einem thermischen Unterbrecher ausgestattet, der auch als Thermoschalter oder Wicklungsschutzschalter bezeichnet wird. Bei Induktionsmotoren für Kompressoren von Haushaltsgeräten, Wärmepumpen und Klimaanlagen, kann der Thermoschalter in einem hermetisch abgeschlossenen Kompressorgehäuse untergebracht sein. Der Thermoschalter oder Wicklungsschutzschalter ist normalerweise geschlossen und dient dazu, den Stromfluss durch die Hilfswicklung und die Hauptwicklung zu unterbrechen, wenn der Rotor blockiert und die Stromstärke einen zulässigen Maximalwert überschreitet oder eine zu starke Wärmeentwicklung in der Wicklung selbst auftritt. Zum allgemeinen Stand der Technik werden die Druckschriften DE 197 35 552 A1, EP 0 924 735 A3, US 5,818,122und JP 58107069 A genannt, die verschiedene Sicherungselemente oder Sicherheitsschalter für Stromkreise von Kraftfahrzeugen offenbaren, die an eine Fahrzeugbatterie angeschlossen sind.

Aufgabe der Erfindung ist es, einen im Hinblick auf die Betriebssicherheit optimierten Motorstartschaltkreis gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1 und/oder eine Leiterplatte mit einem derartigen Motorstartschaltkreis zu schaffen.

Die Aufgabe ist bei einem Motorstartschaltkreis für einen Induktionsmotor, insbesondere einen Einphasen-Wechselstrom-Induktionsmotor, mit einer Hauptwicklung und einer Hilfswicklung, die über Stromversorgungsanschlussstellen mit Strom, insbesondere mit Wechselstrom, versorgt werden, und mit einer Startschalteinrichtung, die dazu dient, den Stromdurchfluss durch die Hilfswicklung nach dem Starten des Motors zu unterbrechen, und die mit einer Messeinrichtung zusammenwirkt, die dazu dient, die Spannung über der Hilfswicklung abzufühlen, dadurch gelöst, dass zwischen die Stromversorgungsanschlussstellen eine Schutzsicherung und eine Schutzschalteinrichtung so in Reihe geschaltet sind, dass, wenn die Schutzschalteinrichtung geschlossen ist, der Strom so durch die Schutzschalteinrichtung und die Schutzsicherung fließt, dass die Schutzsicherung ausgelöst wird, um den Stromfluss zu unterbrechen. Die Hauptwicklung wird auch als Betriebswicklung bezeichnet. Die Hilfswicklung wird auch als Startwicklung bezeichnet. Im Betrieb eines herkömmlichen Motorstartschaltkreises kann es passieren, dass die Startschalteinrichtung nicht korrekt öffnet und permanent geschlossen bleibt. In diesem Fall fließt permanent ein Fehlerstrom durch die Hilfswicklung und die Startschalteinrichtung. Diese permanente Bestromung der Hilfswicklung und der Startschalteinrichtung kann zu einer Beschädigung der Hilfswicklung und/oder der Startschalteinrichtung führen. Herkömmliche thermische Unterbrecher reagieren zu langsam und sind auch nicht dazu ausgelegt, um bei Fehlern der Startschalteinrichtung wirksam zu werden. Durch die erfindungsgemäße Schutzsicherung wird sichergestellt, dass der durch die mit einer Fehlfunktion behaftete Startschalteinrichtung bewirkte Fehlerstrom nur kurz andauert, so dass eine unerwünschte Beschädigung der Hilfswicklung und/oder der Hauptwicklung und/oder der Startschalteinrichtung sicher vermieden werden kann. Das kann durch die herkömmlichen Wicklungsschutzschalter nicht gewährleistet werden.

Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Motorstartschaltkreises ist dadurch gekennzeichnet, dass die Startschalteinrichtung und die Schutzschalteinrichtung an eine Steuereinrichtung angeschlossen sind, die sowohl die Funktion der Startschalteinrichtung als auch die Funktion der Schutzschalteinrichtung steuert. Bei der Steuereinrichtung, die auch als Controller bezeichnet wird, handelt es sich zum Beispiel um ein FPGA (Field programmable Gate Array), ein ASIC (Application-Specific Integrated Circuit), einen Mikroprozessor oder einen Mikrocontroller.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Motorstartschaltkreises ist dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzsicherung und/oder die Schutzschalteinrichtung Teil einer auswechselbaren Montageeinheit sind. Das Auswechseln der auswechselbaren Montageeinheit ist deutlich kostengünstiger und einfacher als ein Austausch des kompletten Motors.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Motorstartschaltkreises ist dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzschalteinrichtung von einem Schutzrelais gebildet wird. Bei dem Schutzrelais kann es sich um ein herkömmliches Schutzrelais handeln.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Motorstartschaltkreises ist dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzschalteinrichtung von einer Halbleiterschalteinrichtung gebildet wird. Bei der Halbleiterschalteinrichtung handelt es sich zum Beispiel um einen Triac oder einen FET (field effect transistor).

Die Erfindung betrifft auch ein Verfahren zum Starten eines Induktionsmotors, insbesondere eines Einphasen-Wechselstrom-Induktionsmotors, mit einem vorab beschriebenen Motorstartschaltkreis. Die Schutzschalteinrichtung befindet sich vor dem Einschalten der Stromversorgung im geöffneten Zustand. Gemäß einem wesentlichen Aspekt der Erfindung wird die Schutzschalteinrichtung geschlossen, wenn die Startschalteinrichtung nach einer Startphase des Induktionsmotors geschlossen bleibt. Dadurch wird ein so großer Stromfluss durch die Schutzsicherung erzeugt, dass die Schutzsicherung ausgelöst wird, dass heißt öffnet, um den Stromfluss zu unterbrechen. Dadurch wird erreicht, dass kein Strom mehr durch die Wicklungen und die Startschalteinrichtung fließt.

Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, dass die Spannung über der geschlossenen Startschalteinrichtung erfasst wird, um festzustellen, ob die Startschalteinrichtung nach der Startphase des Induktionsmotors geschlossen bleibt und/oder die Startphase des Induktionsmotors abgeschlossen ist.

Ein weiteres bevorzugtes Ausführungsbeispiel des Verfahrens ist dadurch gekennzeichnet, dass die 5chutzschalteinrichtung geschlossen wird, wenn die Spannung über der geschlossenen Startschalteinrichtung nach der Startphase relativ niedrig bleibt. Während der Startphase ist die Spannung über der Startschalteinrichtung relativ niedrig. Bei ordnungsgemäßem Betrieb steigt die Spannung nach der Startphase an und ist dann relativ hoch. Im normalen Betrieb wird die Startschalteinrichtung dann geöffnet. Wenn die Startschalteinrichtung nicht korrekt öffnet und die Spannung nach der Startphase relativ niedrig bleibt, dann wird das gemäß der vorliegenden Erfindung als Fehler interpretiert, woraufhin die Schutzschalteinrichtung geschlossen wird.

Die Erfindung betrifft auch eine Leiterplatte mit einem vorab beschriebenen Motorstartschaltkreis, der insbesondere nach einem vorab beschriebenen Verfahren arbeitet. Bei der Leiterplatte handelt es sich um eine gedruckte Leiterplatte, die auch als Printed Circiut Board oder Platine bezeichnet wird und als Träger für elektronische Bauelemente dient.

Ein bevorzugtes Ausführungsbeispiel der Leiterplatte ist dadurch gekennzeichnet, dass die Leiterplatte einen programmierbaren Chip enthält. Der Aufbau und die Herstellung von integrierten Schaltkreisen werden als bekannt vorausgesetzt.

Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnung verschiedene Ausführungsbeispiele im Einzelnen beschrieben sind. Es zeigen:

1 einen Schaltplan eines Motorstartschaltkreises mit einem Wicklungsschutzschalter und einer zusätzlichen Schutzsicherung;

2 einen ähnlichen Motorstartschaltkreis wie in 1 mit einer Schutzsicherung und einer Schutzschalteinrichtung;

3 einen ähnlichen Motorstartschaltkreis wie in 2 mit einem Startkondensator und einem Betriebskondensator;

4 einen ähnlichen Motorstartschaltkreis wie in 2 mit einem Startkondensator und

5 einen ähnlichen Motorstartschaltkreis wie in 2 mit Halbleiterschalteinrichtungen.

In 1 ist ein Motorstartschaltkreis 1 in Form eines Schaltplans dargestellt. Der Motorstartschaltkreis 1 umfasst die elektrischen beziehungsweise die elektronischen Bauelemente zum Starten und Betreiben eines Einphasen-Wechselstrom-Induktionsmotors, der kurz als Motor bezeichnet wird. Der Motor umfasst eine Hauptwicklung 4 und eine Hilfswicklung 5, die in einem hermetisch abgeschlossenen Kompressorgehäuse angeordnet sind, das durch einen rechteckigen Rahmen 8 angedeutet ist.

Ein Betriebskondensator 11 ist in Reihe zu der Hilfswicklung 5 geschaltet. Des Weiteren ist eine Startschalteinrichtung 15 in Reihe zu der Hilfswicklung 5 geschaltet. Die Startschalteinrichtung 15 dient dazu, eine Verbindung zwischen einer Leitung 16 und einer Leitung 17 zu unterbrechen. Im dargestellten Zustand ist die Verbindung zwischen den Leitungen 16 und 17 durch die Schalteinrichtung 15 unterbrochen. Die Leitung 17 verbindet die Startschalteinrichtung 15 und im geschlossenen Zustand der Startschalteinrichtung die Leitung 16 mit der Hilfswicklung.

Einphasen-Wechselstrom-Induktionsmotoren umfassen bekanntermaßen einen Ständer, der auch als Stator bezeichnet wird, und einen Läufer, der auch als Rotor bezeichnet wird. Voraussetzung für die Entstehung eines Drehfelds im Ständer ist eine zeitliche Verschiebung des Stroms in der Hilfswicklung gegenüber dem Strom in der Hauptwicklung. Die in der Haupt- und der Hilfswicklung entstehenden Wechselfelder sind dann räumlich und zeitlich zueinander versetzt und bilden ein gemeinsames Drehfeld. Das Drehfeld bewirkt einen Selbstanlauf des Motors. Nach dem Starten oder Hochlaufen des Motors wird die Hilfswicklung 5 durch die Startschalteinrichtung 15 abgeschaltet. Nach dem Abschalten der Hilfswicklung 5 arbeitet der Motor wie ein Anwurfmotor.

Die Startschalteinrichtung 15 steht über eine Steuerleitung 18 mit einer Steuereinrichtung 20 in Verbindung. Die Steuereinrichtung 20 steht über eine weitere Leitung 22 und die Leitung 17 mit der Hilfswicklung 5 in Verbindung. Über die Leitungen 22 und 17 kann durch die Steuereinrichtung 20 die Spannung zwischen einer Leiterverzweigung 31 und der Leitung 22 abgefühlt werden.

Durch einen rechteckigen Rahmen 23 ist angedeutet, dass die Steuereinrichtung 20 und die Startschalteinrichtung 15 Teile eines Starters sind, der dazu dient, den Motor zu starten. Die Stromversorgung des Motorstartschaltkreises 1 erfolgt durch Anlegen einer Wechselspannung 2 an zwei Stromversorgungsanschlussstellen 24 und 25. Die Stromversorgungsanschlussstelle 25 steht über eine Leitung 26 mit der Steuereinrichtung 20, dem Betriebskondensator 11 und der Hauptwicklung 4 in Verbindung. Die Stromversorgungsanschlussstelle 24 steht über eine Leitung 27 mit der Steuereinrichtung 20, dem Betriebskondensator 11 und den beiden Wicklungen 4 und 5 in Verbindung.

Ein Wicklungsschutzschalter 28 ist in Reihe zu den beiden Wicklungen 4 und 5 geschaltet. Der Wicklungsschutzschalter 28 ist im normalen Betrieb des Motors geschlossen. Wenn der Rotor blockiert, dann kann das dazu führen, dass die Stromstärke einen zulässigen Maximalwert überschreitet und/oder eine zu starke Wärmeentwicklung auftritt. In einem derartigen Fall öffnet der Wicklungsschutzschalter, um eine Beschädigung der Wicklungen 4 und 5 zu verhindern.

Zwischen den beiden Stromversorgungsanschlussstellen 24 und 25 und den Wicklungen 4 und 5 sind zwei Leiterverzweigungen 29 und 31 vorgesehen, zwischen welche die Steuereinrichtung 20 geschaltet ist. Zwischen der Stromversorgungsanschlussstelle 24 und der Leiterverzweigung 29 ist in der Leitung 27 eine Schutzsicherung 30 vorgesehen. Die Schutzsicherung 30 dient dazu, die Bestromung des Motorstartschaltkreises 1 zu unterbrechen, wenn die Startschalteinrichtung 15 nicht korrekt öffnet und permanent geschlossen bleibt. In diesem Fall fließt permanent ein Fehlerstrom durch die geschlossene Schalteinrichtung 15 und die Hilfswicklung 5. Diese permanente Bestromung kann zu einer Beschädigung der Hilfswicklung 5 und/oder der Startschalteinrichtung 15 führen.

Der Wicklungsschutzschalter 28 reagiert zu langsam und ist auch nicht dazu ausgelegt, um bei einer Fehlfunktion der Startschalteinrichtung 15 wirksam zu werden. Durch die erfindungsgemäße Schutzsicherung 30 wird sichergestellt, dass der durch die nicht korrekt funktionierende Startschalteinrichtung 15 bewirkte Fehlerstrom nur kurz andauert. Die zusätzliche Schutzsicherung 30 reagiert schneller als der Wicklungsschutzschalter 28 und sorgt beim Auftreten eines Fehlerstroms für eine schnelle Unterbrechung des Stromflusses.

In den 2 bis 5 sind Motorstartschaltkreise 41, 51, 61 und 71 dargestellt, die dem in 1 dargestellten Motorstartschaltkreis 1 ähneln. Zur Bezeichnung gleicher Teile oder Elemente werden gleiche Bezugszeichen verwendet. Um Wiederholungen zu vermeiden, wird auf die vorangegangene Beschreibung der 1 verwiesen. Im Folgenden wird hauptsächlich auf die Unterschiede zwischen den einzelnen Ausführungsbeispielen eingegangen.

Bei dem in 2 dargestellten Ausführungsbeispiel ist zwischen der Schutzsicherung 30 und der Leiterverzweigung 29 eine weitere Leiterverzweigung in der Leitung 27 vorgesehen. In der Leitung 26 ist zwischen der Stromversorgungsanschlussstelle 24 und der Leiterverzweigung 31 noch eine weitere Leiterverzweigung 45 vorgesehen. Die beiden Leiterverzweigungen 44 und 45 stehen über eine Leitung 46 miteinander in Verbindung, in der eine Schutzschalteinrichtung 47 angeordnet ist. Im dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Schutzschalteinrichtung 47 geöffnet, so dass die Verbindung zwischen den Leiterverzweigungen 44 und 45 durch die Leitung 46 unterbrochen ist. Die Schutzschalteinrichtung 47 steht über eine Steuerleitung 48 mit der Steuereinrichtung 20 in Verbindung.

Beim Starten des Motors befindet sich die Schutzschalteinrichtung 47 im geöffneten Zustand. Nach dem Einschalten der Stromversorgung wird in der Steuereinrichtung 20 die Spannung über der Startschalteinrichtung 15 erfasst. Während einer so genannten Startphase, in welcher der Motor mit Unterstützung durch die Hilfswicklung hochgefahren wird, ist die Spannung über der Startschalteinrichtung 15 relativ niedrig. Im normalen Betrieb steigt die Spannung nach dem Hochlaufen des Motors, das heißt, wenn die Startphase beendet ist, an und ist dann relativ hoch. Im normalen Betrieb wird die Startschalteinrichtung 15 dann geöffnet. Wenn die Startschalteinrichtung 15 nicht öffnet und die Spannung nach der Startphase relativ niedrig bleibt, dann wird das als Fehler interpretiert und die Schutzschalteinrichtung wird geschlossen. Über die geschlossene Schutzschalteinrichtung 47 wird ein direkter Stromfluss zwischen den Stromversorgungsanschlussstellen 24 und 25 durch die Schutzsicherung 30 erzeugt. Das führt dazu, dass die Schutzsicherung 30 ausgelöst wird beziehungsweise durchbrennt und den Stromkreis unterbricht.

Bei dem in 3 dargestellten Ausführungsbeispiel ist in der Leitung 17 zusätzlich ein Startkondensator 54 vorgesehen. Der Startkondensator 54, der auch als Anlaufkondensator bezeichnet wird, dient dazu, das Anlaufmoment zu erhöhen. Das liefert den Vorteil, dass der Motor unter Last anlaufen kann. Nach dem Starten oder Hochlaufen des Motors wird der Anlaufkondensator 54 abgeschaltet, so dass nur noch der Betriebskondensator 11 wirksam ist. Das Abschalten des Anlaufkondensators 54 erfolgt durch die Startschalteinrichtung 15 und ist erforderlich, da durch die hohe Gesamtkapazität von Anlaufkondensator 54 und Betriebskondensator 11 ein großer Strom durch die Hilfswicklung 5 fließt. Das würde im Dauerbetrieb zu einer Überhitzung führen.

Bei dem in 4 dargestellten Motorstarkschaltkreis 61 ist nur der Startkondensator 54 vorgesehen. Es ist kein Betriebskondensator (11 in 3) vorgesehen.

Bei dem in 5 dargestellten Ausführungsbeispiel ist nur ein Betriebskondensator 11 und kein Anlaufkondensator oder Startkondensator vorgesehen. Darüber hinaus sind in dem Motorstartschaltkreis 71eine Halbleiterstartschalteinrichtung 75 und eine Halbleiterschutzschalteinrichtung 77 vorgesehen. Bei den Halbleiterschalteinrichtungen 75 und 77 handelt es sich um Triacs.


Anspruch[de]
Motorstartschaltkreis für einen Induktionsmotor, insbesondere einen Einphasen-Wechselstrom-Induktionsmotor, mit einer Hauptwicklung (4) und einer Hilfswicklung (5), die über Stromversorgungsanschlussstellen (24,25) mit Strom, insbesondere mit Wechselstrom, versorgt werden, und mit einer Startschalteinrichtung (15), die dazu dient, den Stromdurchfluss durch die Hilfswicklung (5) nach dem Starten des Motors zu unterbrechen, und die mit einer Messeinrichtung zusammenwirkt, die dazu dient, die Spannung über der Hilfswicklung (5) abzufühlen, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen die Stromversorgungsanschlussstellen (24,25) eine Schutzsicherung (30) und eine Schutzschalteinrichtung (47) so in Reihe geschaltet sind, dass, wenn die Schutzschalteinrichtung (47) geschlossen ist, der Strom so durch die Schutzschalteinrichtung (47; 77) und die Schutzsicherung (30) fließt, dass die Schutzsicherung (30) ausgelöst wird, um den Stromfluss zu unterbrechen. Motorstartschaltkreis nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Startschalteinrichtung (15) und die Schutzschalteinrichtung (47) an eine Steuereinrichtung (20) angeschlossen sind, die sowohl die Funktion der Startschalteinrichtung (15) als auch die Funktion der Schutzschalteinrichtung (47;77) steuert. Motorstartschaltkreis nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzsicherung (30) und/oder die Schutzschalteinrichtung (47;77) Teil einer auswechselbaren Montageeinheit sind. Motorstartschaltkreis nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzschalteinrichtung (47) von einem Schutzrelais gebildet wird. Motorstartschaltkreis nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzschalteinrichtung (77) von einer Halbleiterschalteinrichtung gebildet wird. Verfahren zum Starten eines Induktionsmotors, insbesondere eines Einphasen-Wechselstrom-Induktionsmotors, mit einem Motorstartschaltkreis nach einem der vorhergehenden Ansprüche, wobei sich die Schutzschalteinrichtung (47;77) im geöffneten Zustand befindet, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzschalteinrichtung (47;77), wenn die Startschalteinrichtung (15) nach einer Startphase des Induktionsmotors geschlossen bleibt, geschlossen wird, wodurch ein so großer Stromfluss durch die Schutzsicherung (30) erzeugt wird, dass die Schutzsicherung (30) ausgelöst wird, um den Stromfluss zu unterbrechen. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannung über der geschlossenen Startschalteinrichtung (15) erfasst wird, um festzustellen, ob die Startschalteinrichtung (15) nach der Startphase des Induktionsmotors geschlossen bleibt und/oder die Startphase des Induktionsmotors abgeschlossen ist. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzschalteinrichtung (47;77) geschlossen wird, wenn die Spannung über der geschlossenen Startschalteinrichtung (15) nach der Startphase relativ niedrig bleibt. Leiterplatte mit einem Motorstartschaltkreis (1;41;51;61;71) nach einem der Ansprüche 1 bis 5, der insbesondere nach einem Verfahren gemäß den Ansprüchen 6 bis 8 arbeitet. Leiterplatte nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiterplatte einen programmierbaren Chip enthält.






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