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Dokumentenidentifikation DE102006025738B3 08.11.2007
Titel Einbringen von Zusatzstoffen in einen Filterstrang
Anmelder Hauni Maschinenbau AG, 21033 Hamburg, DE
Erfinder Wolff, Stephan, 21509 Glinde, DE;
Scherbarth, Thorsten, 21502 Geesthacht, DE;
Horn, Sönke, 21502 Geesthacht, DE;
Maurer, Irene, 21035 Hamburg, DE;
Buhl, Alexander, 23974 Blowatz, DE;
De Boer, Jann, 20359 Hamburg, DE
Vertreter Patentanwälte Seemann & Partner, 20095 Hamburg
DE-Anmeldedatum 31.05.2006
DE-Aktenzeichen 102006025738
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 08.11.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.11.2007
IPC-Hauptklasse A24D 3/02(2006.01)A, F, I, 20060531, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A24D 3/04(2006.01)A, L, I, 20060531, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft die Bildung eines Filterstrangs (9) der Tabak verarbeitenden Industrie, insbesondere für die Zigarettenherstellung, wobei ein Basisstrang (16) längsaxial gefördert wird und dem Basisstrang (16) über eine Transportvorrichtung (3) eine Trägerschnur (2) mit in regelmäßigen Abständen daran angeordneten Körpern (12) zugeführt wird. Die Körper (12) enthalten vorzugsweise Zusatzstoffe, wie Geschmacksstoffe oder Aktivkohle.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Bilden eines Filterstrangs der Tabak verarbeitenden Industrie, insbesondere für die Zigarettenherstellung, wobei ein Basisstrang längsaxial gefördert wird, sowie ein entsprechendes Herstellungsverfahren für Filter der Tabak verarbeitenden Industrie, das die Bildung eines Filterstrangs und das Zerteilen des Filterstrangs in Filterstäbe umfasst.

Des Weiteren betrifft die Erfindung eine Einrichtung zum Bilden eines Filterstrangs der Tabak verarbeitenden Industrie, insbesondere für die Zigarettenherstellung, mit einer Vorrichtung zur längsaxialen Förderung eines Basisstrangs sowie eine entsprechende Filterherstellungseinrichtung der Tabak verarbeitenden Industrie, die eine Einrichtung zum Bilden eines Filterstrangs und eine Vorrichtung zum Zerteilen des Filterstrangs in Filterstäbe umfasst.

Schließlich betrifft die Erfindung einen Filter oder Filterstrang der Tabak verarbeitenden Industrie, der insbesondere nach einem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt ist.

Aus DE 39 32 891 A1 sind ein Filter mit Fäden oder Streifen, die einen partikelförmigen Zusatzstoff tragen, sowie ein Verfahren zum Herstellen eines solchen Filters bekannt. Einer oder mehrere Fäden werden während oder vor der Filterstabformung mit dem Filtermaterial mitgerissen.

US 4 281 671 beschreibt die Herstellung eines Filters mit einem mit einer Flüssigkeit getränkten Faden, der zentral über den Zuführtrichter der Filterstrangherstellung zugeführt wird.

Aus US 4 549 875 ist bekannt, ein den Rauch modifizierendes Mittel in flüssiger oder gasförmiger Form einem sich bildenden Filterstrang zuzuführen. Das Mittel kann unter anderem als Suspension mit Mikrokapseln in Wasser vorliegen. Die Zufuhr erfolgt mittig über eine Düse in den Zuführtrichter für das Filtertow.

In EP 1 021 961 A2 wird beschrieben, wie Zusatzstoffe in Kugelform in einen Faserstrang der Tabak verarbeitenden Industrie einzubringen sind, indem der Zusatzstoff auf einen Basisstrang aufgelegt und durch Zufuhr weiteren Materials bedeckt wird.

Aus US 3 162 199 sind ein Tabakartikel mit eingeschlossenen Tabakadditiven sowie seine Herstellung bekannt. Die Tabakadditive sind in ein mit dem Tabakstrang mitlaufendes, hohles Band eingeschlossen und werden mit der Verbrennung des Tabaks freigesetzt. Das hohle, mit den Tabakadditiven gefüllte Band ist im Hinblick auf eine gleichmäßige Freisetzung der Tabakadditive und um eine Verflüchtigung zu verhindern, in vorgegebenen Abständen in Kassetten unterteilt.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Verfahren zum Bilden eines Filterstrangs der Tabak verarbeitenden Industrie, insbesondere für die Zigarettenherstellung, zur Verfügung zu stellen, das ein präzises Einbringen von Zusatzstoffen nach Menge und Position der Zusatzstoffe ermöglicht. Gleichfalls soll ein entsprechendes Herstellungsverfahren für Filter der Tabak verarbeitenden Industrie vorgestellt werden. Des Weiteren ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Einrichtung zum Bilden eines Filterstrangs der Tabak verarbeitenden Industrie zur Verfügung zu stellen, mit der ein präzises Einbringen von Zusatzstoffen nach Länge und Position ermöglicht wird. Ebenfalls soll eine entsprechende Filterherstellungseinrichtung der Tabak verarbeitenden Industrie vorgestellt werden. Schließlich ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, einen Filter oder Filterstrang der Tabak verarbeitenden Industrie vorzustellen, der Zusatzstoffe enthält, die präzise im Hinblick auf ihre Menge und ihre Position im Filter oder Filterstrang enthalten sind.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein Verfahren zum Bilden eines Filterstrangs der Tabak verarbeitenden Industrie, insbesondere für die Zigarettenherstellung, wobei ein Basisstrang längsaxial gefördert wird, das sich dadurch auszeichnet, dass dem Basisstrang über eine Transportvorrichtung eine Trägerschnur mit in regelmäßigen Abständen daran angeordneten Körpern zugeführt wird. Unter regelmäßig ist in diesem Zusammenhang zu verstehen, dass die Körper beispielsweise in gleichen Abständen auf der Trägerschnur angeordnet sind oder aber auch in einem Muster, welches sich über die Länge eines Filters, der später aus dem Filterstrang gewonnen wird, periodisch wiederholt, wobei die Länge des Filters eine Periode sein kann. Das Muster kann dabei von Filter zu Filter gleich ausgestaltet sein, d. h. die Wiederholung ist in den jeweiligen Filtern zueinander vorgesehen.

In einer bevorzugten Ausführungsform des Verfahrens ist vorgesehen, dass eine Steuer- und/oder Regelvorrichtung mindestens eine Fördervorrichtung für den Basisstrang und/oder mindestens eine Fördervorrichtung für die Trägerschnur so ansteuert, dass der Transport des Basisstrangs durch die mindestens eine Fördervorrichtung für den Basisstrang und der Transport der Trägerschnur durch die mindestens eine Fördervorrichtung für die Trägerschnur mit einer vorgegebenen Geschwindigkeit erfolgen.

Dabei erfolgen der Transport des Basisstrangs durch die mindestens eine Fördervorrichtung für den Basisstrang und der Transport der Trägerschnur durch die mindestens eine Fördervorrichtung für die Trägerschnur vorzugsweise mit einer im Wesentlichen übereinstimmenden Geschwindigkeit. Auf diese Weise werden auch Materialspannungen vermieden, die die Qualität des Filterstrangs negativ beeinflussen können.

In einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform des Verfahrens erfolgt die Zuführung der Trägerschnur über die Transportvorrichtung mit Transportwalzen. Auf diese Weise ist eine schonende Förderung der Trägerschnur gewährleistet.

Weiterhin ist in einer vorteilhaften Ausgestaltung des Verfahrens vorgesehen, dass die Trägerschnur durch ein Rohr geführt wird, welches auf den Basisstrang zuläuft, so dass die Rohröffnung vom Basisstrang umgeben ist und die Trägerschnur im Wesentlichen entlang der Mittelachse des Basisstrangs in den Basisstrang eingeführt wird. Diese Art der Zuführung ermöglicht eine besonders präzise Positionierung der Trägerschnur im Basisstrang.

Dabei kann die Trägerschnur in dem Rohr in Förderrichtung von einem, insbesondere einstellbaren, Transportluftstrom sehr schonend gefördert werden, bevor sie dem Basisstrang zugeführt wird.

Eine weitere Ausführungsform des Verfahrens besteht darin, dass der Basisstrang in einer Vorrichtung zum Aufschauern von Fasern, insbesondere einem Saugstrangförderer, zu einem Faserkuchen ausgebildet wird. Unter Faserkuchen versteht man in diesem Zusammenhang auch ein Faservlies.

Hierbei werden die Körper bevorzugt mit Krafteinwirkung im Wesentlichen quer zur Förderrichtung des Faserkuchens in den Faserkuchen eingebracht.

Die Aufgabe wird weiterhin gelöst durch ein Herstellungsverfahren für Filter der Tabak verarbeitenden Industrie, umfassend die Bildung eines Filterstrangs und das Zerteilen des Filterstrangs in Filterstäbe, welches dadurch ausgezeichnet ist, dass das Herstellungsverfahren ein erfindungsgemäßes Verfahren zum Bilden eines Filterstrangs der Tabak verarbeitenden Industrie umfasst.

In einer bevorzugten Ausführungsform des Herstellungsverfahrens steuert eine Steuer- und/oder Regelvorrichtung eine Schneidvorrichtung so an, dass das Zerteilen des Filterstrangs in Filterstäbe durch die Schneidvorrichtung so auf den Transport des Basisstrangs durch mindestens eine Fördervorrichtung für den Basisstrang und den Transport der Trägerschnur durch mindestens eine Fördervorrichtung für die Trägerschnur abgestimmt ist, dass eine definierte Lage der Schnittstellen am Filterstrang zu den auf der im Filterstrang verlaufenden Trägerschnur regelmäßig angeordneten Körpern eingehalten wird. Auf diese Weise lässt sich beispielsweise vermeiden, dass ein Körper der Trägerschnur beim Zerteilen des Filterstrangs in Filterstäbe durch die Schneidvorrichtung zerstört wird.

Außerdem wird die Aufgabe gelöst durch eine Einrichtung zum Bilden eines Filterstrangs der Tabak verarbeitenden Industrie, insbesondere für die Zigarettenherstellung, mit einer Vorrichtung zur längsaxialen Förderung eines Basisstrangs, die dadurch gekennzeichnet ist, dass eine Transportvorrichtung für die Zuführung einer Trägerschnur mit in regelmäßigen Abständen daran angeordneten Körpern zu dem längsaxial geförderten Basisstrang vorgesehen ist.

In einer vorteilhaften Ausführungsform der Einrichtung sind Transportwalzen für die Zuführung der Trägerschnur vorgesehen, deren zylindrische Laufflächen für die Aufnahme der Körper ausgebildet sind. So gelangen die Körper auf der Trägerschnur unversehrt in den Basisstrang.

Die besondere Ausbildung erfolgt dabei durch Vertiefungen, die zum Beispiel als Nut oder Mulde ausgeführt sind.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform ist eine Steuer- und/oder Regelvorrichtung zur Ansteuerung mindestens einer Fördervorrichtung für den Basisstrang und/oder mindestens einer Fördervorrichtung für die Trägerschnur vorgesehen.

Des Weiteren ist in einer vorteilhaften Ausgestaltung der Einrichtung in Förderrichtung der Trägerschnur unmittelbar vor dem Zuführen der Trägerschnur zum Basisstrang ein von der Trägerschnur durchlaufendes Rohr vorgesehen, welches auf den Basisstrang zuläuft, so dass die Rohröffnung vom Basisstrang umgeben ist und die Trägerschnur im Wesentlichen entlang der Mittelachse des Basisstrangs in den Basisstrang eingeführt wird.

Bevorzugt ist dabei eine Vorrichtung zur Erzeugung eines, insbesondere einstellbaren, Transportluftstroms in dem Rohr in Förderrichtung der Trägerschnur vorgesehen.

Eine weitere bevorzugte Ausführungsform der Einrichtung weist eine Vorrichtung zum Aufschauern von Fasern, insbesondere einen Saugstrangförderer, zur Bildung des Basisstrangs in der Art eines Faserkuchens auf.

Dabei ist vorteilhafter Weise eine Vorrichtung zur Förderung der Trägerschnur und zur Ausübung einer Kraft auf die Körper im Wesentlichen quer zur Förderrichtung des Faserkuchens vorgesehen. Hierfür besonders geeignet ist ein Fächerrad, das mit Ausnehmungen für die Körper versehen ist und durch seine Drehbewegung zum einen die Trägerschnur fördert und zum anderen über seine Ausnehmungen die Körper quer zur Förderrichtung des Faserkuchens in den Faserkuchen einbringt.

Die Aufgabe wird außerdem gelöst durch eine Filterherstellungseinrichtung der Tabak verarbeitenden Industrie, die eine Einrichtung zur Bildung eines Filterstrangs und einer Vorrichtung zum Zerteilen des Filterstrangs in Filterstäbe umfasst, wobei es sich bei der Einrichtung um eine erfindungsgemäße Einrichtung zum Bilden eines Filterstrangs der Tabak verarbeitenden Industrie handelt.

In einer bevorzugten Ausführungsform der Filterherstellungseinrichtung ist eine Steuer- und/oder Regelvorrichtung zur Ansteuerung einer Schneidvorrichtung vorgesehen, so dass das Zerteilen des Filterstrangs in Filterstäbe durch die Schneidvorrichtung auf den Transport des Basisstrangs durch mindestens eine Fördervorrichtung für den Basisstrang und den Transport der Trägerschnur durch mindestens eine Fördervorrichtung für die Trägerschnur abgestimmt ist.

Die Aufgabe wird des Weiteren gelöst durch einen Filter oder Filterstrang der Tabak verarbeitenden Industrie, der insbesondere mit einem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellt ist und sich dadurch auszeichnet, dass der Filter oder Filterstrang in seinem Inneren eine Trägerschnur mit mindestens einem Körper und mehreren in regelmäßigen Abständen daran angeordneten Körpern aufweist. Unter Filter ist in diesem Zusammenhang ein Filterstab ebenso wie ein Filtersegment eines Multisegmentfilters zu verstehen.

In einer bevorzugten Ausführungsform des Filters oder Filterstrangs umfasst der mindestens eine Körper gasdurchlässige poröse Aktivkohleelemente.

Außerdem ist der mindestens eine Körper bevorzugt in der Form eines Ellipsoids, insbesondere einer Kugel, ausgebildet.

Mit Vorteil weist der mindestens eine Körper dabei eine äußere Hülle auf, die aus einem anderen Material als ein in dem Körper enthaltener Zusatzstoff besteht.

Die Trägerschnur ist vorzugsweise aus Filtermaterial gefertigt bzw. umfasst vorzugsweise Filtermaterial wie Celluloseacetat.

Eine besondere vorteilhafte Ausführungsform des Filters oder Filterstrangs ergibt sich, wenn die Hülle des wenigstens eines Körpers so ausgebildet ist, dass sie sich auf Druck von außen öffnet.

Grundsätzlich gilt, dass die eingebrachten Körper jede beliebige Form und Funktion haben können. Die äußere Hülle des Körpers besteht zum Beispiel aus einem anderen Material als der im Inneren vorhandene feste, flüssige oder gasförmige Zusatzstoff, vergleichbar einer Kapsel. Die Körper bestehen in einer vorteilhaften Variante aus einem einheitlichen Material, welches insgesamt einen Aggregatzustand annimmt oder partiell unterschiedliche Aggregatzustände besitzt, zum Beispiel wie bei einem Gelkörper. Auch kann die Trägerschnur aus jedem beliebigen Material bestehen, das den jeweiligen Ansprüchen genügt. In einer besonders zweckmäßigen Variante besteht die Trägerschnur aus dem gleichen Material wie das sie umgebende, vorhandene Filtermaterial selbst. Der Körper kann auch aus einem Rauch filternden Material bestehen bzw. dieses umfassen. Hierbei können Rauchbestandteile adsorbiert oder absorbiert werden.

Das Einbringen der Körper in das Filtermaterial kann verschiedene Funktionen erfüllen. Beispielsweise können durch Zerplatzen der Kapseln Geschmacksstoffe im Filter freigesetzt werden, bevorzugt unmittelbar vor dem Genuss einer Zigarette. Je nach Intensität des zum Zerplatzen der Kapsel aufzubringenden Drucks kann damit die Freisetzung und die Intensität des betreffenden Geschmacksstoffes beeinflusst werden. Ganz nach Belieben des Rauchers kann eine Kapsel auch geschlossen bleiben, so dass die Zigarette pur und ohne weiteren Geschmacksstoff als Zusatz geraucht wird.

Nach dem gleichen Prinzip werden filterwirksame Stoffe im Filter freigesetzt, die erst unmittelbar vor dem Genuss einer Zigarette aktiviert werden und die Filterleistung erhöhen. Die Körper sind dabei als eigenständige Filterelemente anzusehen, beispielsweise sind sie als gasdurchlässige poröse Aktivkohleelemente ausgebildet, die die Filterwirkung erhöhen.

Die Erfindung wird nachstehend ohne Beschränkung des allgemeinen Erfindungsgedankens anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben, wobei bezüglich aller im Text nicht näher erläuterten erfindungsgemäßen Einzelheiten ausdrücklich auf die Zeichnungen verwiesen wird. Es zeigen:

1 eine erste Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Einrichtung in einer schematischen Seitenansicht;

2 eine zweite Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Einrichtung in einer schematischen Seitenansicht;

3 ein Detail der Einrichtung aus 2 in einer schematischen Ansicht in Förderrichtung des Faserkuchens.

In den folgenden Figuren sind jeweils gleiche oder gleichartige Elemente bzw. entsprechende Teile mit denselben Bezugsziffern versehen, so dass von einer entsprechenden erneuten Vorstellung abgesehen wird.

1 zeigt eine schematische Seitenansicht einer Einrichtung zum Bilden eines Filterstrangs 9 der Tabak verarbeitenden Industrie. Der Filterstrang 9 wird aus einem Basisstrang 10 und einer Trägerschnur 2 mit in gleichmäßigen Abständen daran angeordneten Körpern 12 gebildet. Die Trägerschnur 2 wird hierbei als fertiges Produkt in einem Vorratsgebinde 1 angeliefert und einer Transportvorrichtung 3 von einer Bereitstellungsvorrichtung 11, ggf. mit einer automatischen Wechselvorrichtung 31, für das mindestens eine Vorratsgebinde 1, zugeführt. Die Transportvorrichtung 3 umfasst ein Antriebsrad 13, das Transportwalzen 4, die sich innerhalb der Transportvorrichtung 3 und an der Eingangsöffnung eines Rohres 5 für die Trägerschnur 2 befinden, antreibt.

In Förderrichtung 20 der Trägerschnur 2 betrachtet hinter der Transportvorrichtung 3 wird die Trägerschnur 2 durch das Rohr 5 geführt, welches so auf den Basisstrang 10 zuläuft, dass die Rohröffnung vom Basisstrang 10 umgeben ist und die Trägerschnur 2 im Wesentlichen entlang der Mittelachse des Basisstrangs 10 in den Basisstrang 10 eingeführt wird. Beim Durchführen der Trägerschnur 2 durch das Rohr 5 wird die Trägerschnur 2 von einem Transportluftstrom 6 aus einer Vorrichtung 8 zur Erzeugung eines solchen, ggf. einstellbaren, Transportluftstroms gefördert. Der Basisstrang 10, beispielsweise ein Acetatstrang bzw. aus Celluloseacetat, umschließt die Rohröffnung zentrisch und fast vollständig.

Handelt es sich bei dem Basisstrang 10 um eine triacetinbenetzte Acetatfaser, so wird die mittig liegende Trägerschnur 2 mit Aushärten der Faser fest in die Struktur des Filterstrangs 9 gebunden.

Der Filterstrang 9 wird anschließend in einer Schneidvorrichtung 23 in Filterstäbe geschnitten. Eine Steuer- und/oder Regelvorrichtung 21, die die Transportvorrichtung 3, die Transportwalzen 4, die Vorrichtung zur Erzeugung eines einstellbaren Transportluftstroms 8 und die Transportdüse 7 ansteuert, dient der Synchronisation bei der Förderung des Basisstrangs 10 und der Förderung der Trägerschnur 2. Das bedeutet, dass die Fördergeschwindigkeit für den Basisstrang 10 und die Fördergeschwindigkeit für die Trägerschnur 2 im Wesentlichen übereinstimmen. Des Weiteren ist eine Steuer- und/oder Regelvorrichtung 22 vorgesehen, die die Schneidvorrichtung 23 ansteuert, so dass das Zerteilen des Filterstrangs 9 in Filterstäbe durch die Schneidvorrichtung 23 so auf den Transport des Basisstrangs 10 und den Transport der Trägerschnur 2 abgestimmt ist, dass eine definierte Lage der Schnittstellen am Filterstrang 9 zu den auf der im Filterstrang 9 verlaufenden Trägerschnur 2 gleichmäßig angeordneten Körpern 12 eingehalten wird.

In der 2 ist eine weitere Ausführungsform einer erfindungsgemäßen Einrichtung zum Bilden eines Filterstrangs 9 in einer schematischen Seitenansicht dargestellt. Hier wird eine Trägerschnur 2 über eine Transportvorrichtung 3 zu einem Saugstrangförderer 19 gebracht und dort über ein speziell ausgebildetes Fächerrad 14 in einen gebildeten Faserkuchen 16 eingedrückt. Die Geschwindigkeiten des Saugbandes des Saugstrangförderers 19 in Förderrichtung 28 und der Transporteinrichtung 3 in Förderrichtung 20 laufen synchron zueinander. Eine entsprechende Steuer- und/oder Regelvorrichtung ist in der 2 nicht abgebildet.

Vorrichtungen zur Erzeugung eines Basisstrangs 16 sind beispielsweise bekannt aus EP 1 464 238 A1 und EP 1 464 239 A1. In beiden Dokumenten wird ausführlich beschrieben, wie mittels des Saugstrangförderers 19 aus vereinzelten Fasern 25 in einem Fließbett 24 ein Faserkuchen 16 gebildet wird. Die vereinzelten Fasern 25 werden dabei auf ein luftdurchlässiges Saugband 26 des Saugbandförderers 19 aufgeschauert. Das Saugband 26 bewegt sich in Förderrichtung 28. Es bildet sich ein in Förderrichtung 28 hin an Stärke linear zunehmender Faserkuchen 16 auf dem Saugband 26. Der aufgeschüttete Faserkuchen 16 wird am Ende der Aufschüttzone des Fließbetts 24 mittels Trimmung durch eine Trimmvorrichtung 27 auf eine einheitliche Stärke getrimmt. Die Trimmvorrichtung 27 kann eine mechanische sein, wie beispielsweise Trimmscheiben, oder eine pneumatische, die beispielsweise über Luftdüsen betrieben wird.

In der 3 ist ein durch eine Umrandung 30 in 2 hervorgehobenes Detail der Einrichtung aus 2 in einer Ansicht in Förderrichtung 28 des Faserkuchens 16 dargestellt. Über das Fächerrad 14 wird die Trägerschnur 2 in die Zeichenebene gefördert, und die Körper 12 werden durch Druckeinwirkung quer zur Förderrichtung 28 des Faserkuchens 16, in diesem Fall senkrecht nach oben, in den Faserkuchen 16 eingebracht.

1
Vorratsgebinde
2
Trägerschnur
3
Transportvorrichtung
4
Transportwalzen
5
Rohr
6
Transportluftstrom
7
Transportdüse
8
Vorrichtung zur Erzeugung eines einstellbaren Transportluftstroms
9
Filterstrang
10
Basisstrang
11
Bereitstellungsvorrichtung
12
Körper
13
Antriebsrad
14
Fächerrad
16
Faserkuchen
19
Saugstrangförderer
20
Förderrichtung der Trägerschnur
21
Steuer- und/oder Regelvorrichtung zur Synchronisation
22
Steuer- und/oder Regelvorrichtung zur Schnittlagenregelung
23
Schneidvorrichtung
24
Fließbett
25
Fasern
26
Saugband
27
Trimmvorrichtung
28
Förderrichtung des Faserkuchens
30
Umrandung
31
Wechselvorrichtung


Anspruch[de]
Verfahren zum Bilden eines Filterstrangs (9) der Tabak verarbeitenden Industrie, insbesondere für die Zigarettenherstellung, wobei ein Basisstrang (10, 16) längsaxial gefördert wird, dadurch gekennzeichnet, dass dem Basisstrang (10, 16) über eine Transportvorrichtung (3) eine Trägerschnur (2) mit in regelmäßigen Abständen daran angeordneten Körpern (12) zugeführt wird. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuer- und/oder Regelvorrichtung (21) mindestens eine Fördervorrichtung (7, 19) für den Basisstrang (10, 16) und/oder mindestens eine Fördervorrichtung (3, 4, 8, 14) für die Trägerschnur (2) so ansteuert, dass der Transport des Basisstrangs (10, 16) durch die mindestens eine Fördervorrichtung (7, 19) für den Basisstrang (10, 16) und der Transport der Trägerschnur (2) durch die mindestens eine Fördervorrichtung (3, 4, 8, 14) für die Trägerschnur (2) mit einer vorgegebenen Geschwindigkeit erfolgen. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Transport des Basisstrangs (10, 16) durch die mindestens eine Fördervorrichtung (7, 19) für den Basisstrang (10, 16) und der Transport der Trägerschnur (2) durch die mindestens eine Fördervorrichtung (3, 4, 8, 14) für die Trägerschnur (2) mit einer im Wesentlichen übereinstimmenden Geschwindigkeit erfolgen. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuführung der Trägerschnur (2) über die Transportvorrichtung (3) mit Transportwalzen (4) erfolgt. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerschnur (2) durch ein Rohr (5) geführt wird, welches auf den Basisstrang (10) zuläuft, so dass die Rohröffnung vom Basisstrang (10) umgeben ist und die Trägerschnur (2) im Wesentlichen entlang der Mittelachse des Basisstrangs (10) in den Basisstrang (10) eingeführt wird. Verfahren nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerschnur (2) in dem Rohr (5) in Förderrichtung (20) von einem, insbesondere einstellbaren, Transportluftstrom (6) gefördert wird, bevor sie dem Basisstrang (10) zugeführt wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Basisstrang (16) in einer Vorrichtung zum Aufschauern von Fasern, insbesondere einem Saugstrangförderer (19), zu einem Faserkuchen ausgebildet wird. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Körper (12) mit Krafteinwirkung im Wesentlichen quer zur Förderrichtung (28) des Faserkuchens (16) in den Faserkuchen (16) eingebracht werden. Herstellungsverfahren für Filter der Tabak verarbeitenden Industrie, umfassend die Bildung eines Filterstrangs (9) und das Zerteilen des Filterstrangs (9) in Filterstäbe, dadurch gekennzeichnet, dass das Herstellungsverfahren ein Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 8 umfasst. Herstellungsverfahren für Filter der Tabak verarbeitenden Industrie nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuer- und/oder Regelvorrichtung (22) eine Schneidvorrichtung (23) so ansteuert, dass das Zerteilen des Filterstrangs (9) in Filterstäbe durch die Schneidvorrichtung (23) so auf den Transport des Basisstrangs (10, 16) durch mindestens eine Fördervorrichtung (7, 19) für den Basisstrang (10, 16) und den Transport der Trägerschnur (2) durch mindestens eine Fördervorrichtung (3, 4, 8, 14) für die Trägerschnur (2) abgestimmt ist, dass eine definierte Lage der Schnittstellen am Filterstrang (9) zu den auf der im Filterstrang (9) verlaufenden Trägerschnur (2) regelmäßig angeordneten Körpern (12) eingehalten wird. Einrichtung zum Bilden eines Filterstrangs (9) der Tabak verarbeitenden Industrie, insbesondere für die Zigarettenherstellung, mit einer Vorrichtung (7, 19) zur längsaxialen Förderung eines Basisstrangs (10, 16), dadurch gekennzeichnet, dass eine Transportvorrichtung (3) für die Zuführung einer Trägerschnur (2) mit in regelmäßigen Abständen daran angeordneten Körpern (12) zu dem längsaxial geförderten Basisstrang (10, 16) vorgesehen ist. Einrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass Transportwalzen (4) für die Zuführung der Trägerschnur (2) vorgesehen sind, deren zylindrische Laufflächen für die Aufnahme der Körper (12) ausgebildet sind. Einrichtung nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuer- und/oder Regelvorrichtung (21) zur Ansteuerung mindestens einer Fördervorrichtung (7, 19) für den Basisstrang (10, 16) und/oder mindestens einer Fördervorrichtung (3, 4, 8, 14) für die Trägerschnur (2) vorgesehen ist. Einrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass in Förderrichtung (20) der Trägerschnur (2) unmittelbar vor dem Zuführen der Trägerschnur (2) zum Basisstrang (10, 16) ein von der Trägerschnur (2) durchlaufenes Rohr (5) vorgesehen ist, welches auf den Basisstrang (10) zuläuft, so dass die Rohröffnung vom Basisstrang (10) umgeben ist und die Trägerschnur (2) im Wesentlichen entlang der Mittelachse des Basisstrangs (10) in den Basisstrang (10) eingeführt wird. Einrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vorrichtung (8) zur Erzeugung eines, insbesondere einstellbaren, Transportluftstroms (6) in dem Rohr (5) in Förderrichtung (20) der Trägerschnur (2) vorgesehen ist. Einrichtung nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vorrichtung zum Aufschauern von Fasern, insbesondere ein Saugstrangförderer (19), zur Bildung des Basisstrangs (16) in der Art eines Faserkuchens vorgesehen ist. Einrichtung nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, dass eine Vorrichtung, insbesondere ein Fächerrad (14), zur Förderung der Trägerschnur (2) und zur Ausübung einer Kraft auf die Körper (12) im Wesentlichen quer zur Förderrichtung (28) des Faserkuchens (16) vorgesehen ist. Filterherstellungseinrichtung der Tabak verarbeitenden Industrie, umfassend eine Einrichtung zur Bildung eines Filterstrangs (9) und eine Vorrichtung zum Zerteilen des Filterstrangs (9) in Filterstäbe, dadurch gekennzeichnet, dass die Filterherstellungseinrichtung eine Einrichtung nach einem der Ansprüche 11 bis 17 umfasst. Filterherstellungseinrichtung der Tabak verarbeitenden Industrie nach Anspruch 18, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuer- und/oder Regelvorrichtung (22) zur Ansteuerung einer Schneidvorrichtung (23) zum Zerteilen des Filterstrangs (9) in Filterstäbe vorgesehen ist, die auf den Transport des Basisstrangs (10, 16) durch mindestens eine Fördervorrichtung (7, 19) für den Basisstrang (10, 16) und den Transport der Trägerschnur (2) durch mindestens eine Fördervorrichtung (3, 4, 8, 14) für die Trägerschnur (2) abgestimmt ist. Filter oder Filterstrang (9) der Tabak verarbeitenden Industrie, insbesondere hergestellt nach einem Verfahren der Ansprüche 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Filter oder der Filterstrang (9) in seinem Inneren eine Trägerschnur (2) mit mindestens einem Körper (12) oder mehreren in regelmäßigen Abständen daran angeordneten Körpern (12) aufweist. Filter oder Filterstrang (9) nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Körper (12) gasdurchlässige poröse Aktivkohleelemente umfasst. Filter oder Filterstrang (9) nach Anspruch 20 oder 21, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Körper (12) als Ellipsoid, insbesondere als Kugel, ausgebildet ist. Filter oder Filterstrang (9) nach einem der Ansprüche 20 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass der mindestens eine Körper (12) eine äußere Hülle aufweist, die aus einem anderen Material als ein in dem Körper (12) enthaltener Zusatzstoff besteht. Filter oder Filterstrang (9) nach einem der Ansprüche 20 bis 23, dadurch gekennzeichnet, dass die Trägerschnur (2) aus Filtermaterial besteht. Filter oder Filterstrang (9) nach Anspruch 23 oder 24, dadurch gekennzeichnet, dass die Hülle des mindestens einen Körpers (12) so ausgebildet ist, dass sie sich auf Druck von außen öffnet.






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