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Dokumentenidentifikation DE102006036806B3 08.11.2007
Titel Stein-Glas-Element mit Kapillarschnitt
Anmelder IIstone GmbH, 44879 Bochum, DE
Erfinder Blanke-Bohne, Johannes, Prof. Dr., 44879 Bochum, DE;
Marquardt, Reinhold, Dr., 45884 Gelsenkirchen, DE
Vertreter Kohler Schmid Möbus Patentanwälte, 70565 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 07.08.2006
DE-Aktenzeichen 102006036806
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 08.11.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.11.2007
IPC-Hauptklasse E04C 2/26(2006.01)A, F, I, 20060807, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B32B 17/06(2006.01)A, L, I, 20060807, B, H, DE   B32B 13/12(2006.01)A, L, I, 20060807, B, H, DE   
Zusammenfassung Ein Stein-Glas-Element mit mindestens einer Steinplatte (2) und einer Tragplatte (1), die mindestens eine Glasscheibe umfasst, welche mittels einer transparenten oder opaken Gießharzschicht (4) großflächig mit der Steinplatte verbunden ist, wobei die der Tragplatte gegenüberliegende Oberfläche der Steinplatte mit einer Feuchtigkeit abweisenden Abdeckung (3) in Form einer Schicht oder einer weiteren Platte versehen ist, zeichnet sich dadurch aus, dass die Steinplatte parallel zu mindestens einer Seitenkante einen Kapillarschnitt (15) aufweist, der mit einem Dichtstoff ausgefüllt ist, welcher eine Feuchtigkeitsdiffusion (6) in Richtung auf das Innere der Steinplatte (2) verhindert. Damit kann mit einfachen Mitteln bei einem Stein-Glas-Element der oben genannten Art eine Feuchtigkeitsdiffusion in das Innere des Steins verhindert werden, um gravierende Folgeschäden zu vermeiden. Dabei soll eine optische bzw. ästhetische Beeinträchtigung des Elements möglichst minimal sein und der technische Aufwand soll keine erheblichen Kostensteigerungen verursachen. Der rahmenlose Fassadenbau soll nach wie vor möglich sein.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Stein-Glas-Element mit mindestens einer Steinplatte und einer Tragplatte, die mindestens eine Glasscheibe umfasst, welche mittels einer transparenten oder opaken Gießharzschicht großflächig mit der Steinplatte verbunden ist, wobei die der Tragplatte gegenüberliegende Oberfläche der Steinplatte mit einer Feuchtigkeit abweisenden Abdeckung in Form einer Schicht oder einer weiteren Platte versehen ist.

Ein derartiges Stein-Glas-Element ist aus EP 0 799 949 B1 bekannt. Speziell wird hier auch ein Stein-Glas-Element mit symmetrischem Aufbau Glas/Stein/Glas vorgeschlagen. Solche Elemente werden insbesondere mit Natursteinplatten seit 1996 hergestellt und sowohl im Kalt- wie auch Warmbereich eingesetzt.

Besonderes Kennzeichen ist hier die nahezu vollständige Versiegelung der großflächigen Natursteinplatten. Jedoch sind die Schnittränder der Elemente in der Regel offen und zugänglich für Feuchtigkeiten, wobei die Kapillarwirkung der Natursteine und deren Wasseraufnahmefähigkeit eine optische Änderung (Verdunklung) auslösen kann. Eine komplette Rundum-Versiegelung der Ränder kann jedoch bei starker Sonneneinstrahlung und hohen Temperaturen nicht uneingeschränkt empfohlen werden, weil sonst ein im Inneren des Verbundes entstehender Staudruck nicht automatisch ausgeglichen werden könnte.

Die in EP 0 799 949 B1 vorgeschlagenen Gießharze sind in nur Verbindung mit den dort angegebenen notwendigerweise einzumischenden, jeweils auf die Steinsorte abgestimmten Haftvermittlern in der Lage eine minimale Feuchtigkeitsaufnahme ohne weitere Folgeschäden am Verbund zu regulieren. Wird jedoch irgendein beliebiges im Handel erhältliches Gießharz, wie z.B. im Glas/Glas Verbund verwendet oder gar zusätzlich noch mit äußerst hydrophilen Natursteinen wie Alabaster kombiniert, ist ein Stein-Glas-Verbund extrem gefährdet. Eine zur Zeit noch installierte – von der Fa. Flabeg Steinglas GmbH, Recklinghausen, heute unter dem Namen NGV GmbH, Recklinghausen firmierend, gefertigte – aufwendige Fassade für die LZB Chemnitz muss wegen erheblicher Delaminationen und optischen Veränderungen, die noch vor der Abnahme auftraten, komplett ausgetauscht werden. Feuchtigkeitseinfluss hat hier sowohl den Verbund zerstört, wie auch den Stein zersetzt.

Probleme sind immer dann zu erwarten, wenn der Stein beidseitig mit wasserdichten Stoffen (Platten aus Glas, Stein und Metall, sowie Lacke usw.) verbunden bzw. versiegelt wird. Die meist dünne Steinplatte mit einer Dicke von weniger als 1 cm entfaltet dadurch eine erhebliche Kapillarwirkung. Einmal aufgestiegenes Wasser – durchaus bis zu 30 cm Höhe – verlässt den Stein nur sehr langsam wieder über die verbliebenen offenen sehr kleinen Schnittflächen.

Aufgabe der Erfindung ist es daher, mit einfachen Mitteln bei einem Stein-Glas-Element der eingangs genannten Art eine Feuchtigkeitsdiffusion in das Innere des Steins zu verhindern, damit derartige gravierende Folgeschäden vermieden werden können. Dabei soll eine optische bzw. ästhetische Beeinträchtigung des Elements möglichst minimal sein und der technische Aufwand soll keine erheblichen Kostensteigerungen verursachen. Der rahmenlose Fassadenbau soll nach wie vor möglich sein.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß auf überraschend einfache, aber sehr wirkungsvolle Weise dadurch gelöst, dass die Steinplatte parallel zu mindestens einer Seitenkante einen Kapillarschnitt aufweist, der mit einem Dichtstoff ausgefüllt ist, welcher eine Feuchtigkeitsdiffusion in Richtung auf das Innere der Steinplatte verhindert.

Die Kapillaren werden nach dem Verbund von Träger- und Steinplatte in möglichst kurzem Abstand vom Rand durch einen Schnitt abgetrennt. Transparente bzw. transluzente und natursteinverträgliche Dichtstoffe sind am Markt verfügbar. Die chemische und optische Verträglichkeit mit dem betroffenen Gießharz und ebenso mit dem verwendeten Stein muss dabei gewährleistet sein.

Im Standardfall wird der Kapillarschnitt senkrecht zur Oberfläche der Steinplatte ausgeführt. Dies kann mit einem einfachen Sägeschnitt erfolgen. Ist das Element für eine Rahmenmontage vorgesehen, kann diese Isoliermaßnahme ausreichend sein um die Diffusionen zu verhindern. Der durchaus sichtbare Kapillarschnitt in der Breite eines Sägeblattes kann im Montagerahmen „versteckt" werden.

Ist ein Kapillarschnitt sichtbar, wird vorgeschlagen, die sichtbare Trennlinie möglichst dünn zu halten, indem der Kapillarschnitt schräg zur Oberfläche der Steinplatte ausgeführt wird. Vorteilhaft ist dabei, dass das Steinmaterial bei Verwendung eines transparenten Klebers sichtbar bleibt.

Wenn eine Diffusion vollständig unterbunden werden soll, wird die Steinplatte vom Kapillarschnitt vollständig durchtrennt. Nachteilig ist in solchen Fällen, dass eine sichtbare Trennlinie entsteht.

Alternativ wird in solchen Fällen vorgeschlagen, dass auf mindestens einer der beiden gegenüberliegenden Oberflächen der Steinplatte ein die Steinplatte nicht vollständig durchtrennender Kapillarschnitt in Form einer Profilnut vorgesehen wird. Dabei kann man dem am Boden jeder Profilnut stehen gebliebenen restliche Steinmaterial, das einen dünnen Steg (1mm bis 3mm) bildet, durch eine Imprägnierung oder chemische Behandlung Feuchtigkeit abweisende Eigenschaften verleihen. Hierdurch bleibt optisch der Stein sichtbar, der Steinsteg ist jedoch nicht mehr diffusionsfähig. Die exakte kleinstmögliche Dicke des Steges kann nur in Einzelversuchen mit der betroffenen Steinsorte ermittelt werden.

Der einfachste Kapillarschnitt wird mit einer Säge ausgeführt und hat daher einen rechteckigen Querschnitt. Nachteilig ist die sichtbare Breite des Schnittes. Werden jedoch von beiden der Steinoberflächen versetzte Schnitte parallel zum Rand ausgeführt, kann eine dünne Trennlinie erzeugt werden. Die Tiefe beider Schnitte kann sowohl einen Steg, aber auch eine größere Trennquerschnittsfläche erzeugen. Der Versatz hat in jedem Fall optische Vorteile.

Durch Einsatz eines Fräsvorganges kann ein Kapillarschnitt auch V-förmig ausgeführt sein. Wird dieser von beiden Steinoberflächen aus vorgenommen, kann eine dünne Trennlinie erzeugt werden. Auch hier kann durchaus ein Steinsteg entstehen.

Ein etwa gleichwertiges Ergebnis wird mit runden Fräsköpfen für Kapillarschnitte erzielt.

Die Kapillarschnitte sollen mit einem möglichst geringen Abstand von der betroffenen Seitenkante der Steinplatte angesetzt werden. Wenn die Deckplatte im Gießharzverfahren aufgebracht wird, muss auf dem verbleibenden Rand noch ein Abstands- und Dichtband angebracht werden können, um das flüssige Gießharz danach einfüllen zu können.

Der so entstehende und nicht vermeidbare Streifen des Steines ist nach wie vor der Diffusion ausgesetzt. Die Wasseraufnahme ist hier aber sehr begrenzt und die Diffusionsfläche zur Abgabe des Wassers im Verhältnis zur Wassermenge sehr groß.

Die Wasseraufnahme kann weiter reduziert und gleichzeitig die offene Abgabefläche vergrößert werden, wenn man an der nach außen gerichteten Seitenfläche der Steinplatte, die an eine Seitenkante angrenzt, zu welcher der Kapillarschnitt parallel verläuft, ein parallel zu den beiden gegenüberliegenden Oberflächen der Steinplatte verlaufenden Schnitt anbringt. Der Stein bleibt dabei an den Sichtoberflächen erhalten, verhält sich in diesem Bereich jedoch wie die nicht gefährdeten, nur einseitig verklebten Stein-Glas-Elemente.

In Fällen, wo kein vorgespanntes Glas verwendet wurde, bietet es sich an, die mit Element-Übermaß erzeugten Kapillarschnitte durch Besäumung des Stein-Glas-Elementes mit einer Seitenkante des Elementendmaßes abschließen zu lassen. Hierdurch lässt sich eine optische Beeinträchtigung ganz vermeiden.

In der Regel beinhalten die betroffenen Stein-Glas-Elemente eine Abdeckung, die mittels einer Gießharzschicht mit der Steinplatte verbunden ist. Diese Gießharzschicht hat vorzugsweise die gleichen Bestandteile und Eigenschaften wie die Schicht, die zwischen Trägerplatte und Steinplatte verwendet wird.

Während die Trägerplatte vorwiegend aus Glas besteht, kann die Deckplatte durchaus auch aus anderem Material bestehen. Sehr häufig wird aber wegen der gewünschten Transluzenz eine weitere Glasplatte als Deckplatte bevorzugt. Gerade wegen der Transluzenz werden hier die durch Steinmaterial verdeckten Kapillarschnitte (schrägen Schnitte) vorgeschlagen, weil hier die geringste optische Beeinträchtigung verursacht wird. Bei Schnitten von beiden Oberflächen der Steinplatte aus kann auch eine Kombination von schrägen und senkrechten Schnitten ausgeführt werden um eine sichtbare Trennlinie im Kapillarschnitt zu vermeiden.

Wird hingegen keine Transluzenz gefordert – beispielsweise weil der Stein dazu nicht geeignet ist – kommen als Abdeckungen auch Metallplatten, durchaus auch in strukturierter Form vor.

Als Variante der Erfindung hat auch eine weitere Steinplatte als Abdeckung gewisse Vorzüge. Die witterungsbeständige Glasseite könnte nach außen gekehrt sein, während die natürliche Oberfläche der zweiten Steinplatte im Innenbereich bevorzugt wäre. Beispiele hierfür sind: Granit, Marmor, Alabaster, Schiefer, Kunststein.

Im einfachsten Fall kann die Abdeckung auch nur aus einer Feuchtigkeit abweisenden Lack- oder Kunststoffschicht auf der der Tragplatte gegenüber liegenden Oberfläche der Steinplatte gebildet worden sein. Überwiegend handelt es sich hierbei um transparentes Material, das einen gewissen Schutz gegen Verschmutzung z.B. durch farbige Flüssigkeiten wie Rotwein usw. darstellt. In diesen Fällen darf der Kapillarschnitt das Material nicht vollständig durchtrennen. Der stehengebliebene Steinsteg muss dann gesondert imprägniert oder chemisch behandelt werden, so dass die Diffusion der Feuchtigkeit auch im Steg unterbrochen wird.

Aufwand und Kosten sparend kann der Kapillarschnitt vorgesehen werden, wenn der Kapillarschnitt mit dem gleichen Gießharz der großflächigen Verklebung ausgefüllt ist. Das könnte in einem einzigen Arbeitsgang erreicht werden. Bei optisch polymerisierenden Gießharzen würde man dann immer einen zweiseitigen Schnitt bevorzugen, weil die Gießharztiefe im Kapillarschnitt genügend gering gehalten werden kann.

Wenn jedoch der Kapillarschnitt zu tief für eine optisch gesteuerte Polymerisation ist, müssen im gesonderten Arbeitsgang vom Gießharz verschiedene Dichtstoffe verwendet werden, die jedoch einerseits mit dem Gießharz und der Steinplatte chemisch verträglich sein müssen und andererseits ähnliche optische Eigenschaften wie das Gießharz aufweisen sollten.

Bei extremen Feuchtigkeitsverhältnissen lässt sich durch weitere Maßnahmen die Diffusionsunterbrechung noch sicherer machen. So lassen sich im Kapillarschnitt Feuchtigkeit sperrende Materialien wie Glas-, Metall-, Kunststoffstreifen, oder Profil- bzw. Schlauchdichtungen einsetzen, bzw. verkleben. Dies ist in jedem Fall aber ein aufwendiger gesonderter Arbeitsgang.

Eine andere Variante, die Diffusionsabwehr zu erhöhen, besteht darin, dass mehrere parallel verlaufende Kapillarschnitte angebracht werden. Nachteilig ist, dass die zwar geringe optische Beeinträchtigung mehrfach auftritt.

Weitere Kapillarschnitte an weiteren Elementkanten sind möglich. Für waagerecht verlaufende Kanten sollte immer eine dichte Feuchtigkeitssperre aufgebaut werden. Gerade auf der unteren Seite des Elementes bilden sich in großer Zahl hängende Tropfen, die in den Kapillaren aufsteigen und mindestens eine optische Verdunklung des Steines verursachen. Seitlich kann der Kapillarschnitt auch ohne dichte Sperre ausgeführt sein, weil entstehende Feuchtigkeit in der Regel seitlich herunter läuft. So bleibt ein Druckausgleich des Verbund-Elementes zur Umgebung möglich.

Dichtmaterial und eingesetzte Sperren können in beliebig vielen Kombinationen ausgeführt werden. Weitere Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der Beschreibung und den Zeichnungen. Ebenso können die vorstehend genannten und die weiter aufgeführten Merkmale je für sich oder zu mehreren in beliebigen Kombinationen Verwendung finden. Die gezeigten und beschriebenen Ausführungsformen sind nicht als abschließende Aufzählung zu verstehen, sondern haben vielmehr beispielhaften Charakter für die Schilderung der Erfindung.

Es zeigen jeweils in einer geschnittenen Explosionsdarstellung:

1 einen vollständigen senkrechten Kapillarschnitt, der den Stein auftrennt;

2 einen vollständigen schrägen Kapillarschnitt, der den Stein auftrennt;

3 einen unvollständigen Kapillarschnitt, bei dem die Sichtfläche erhalten bleibt;

4 einen unvollständigen Kapillarschnitt, bei dem ein mittiger Steinsteg entsteht;

5 einen vollständigen beidseitigen schrägen Kapillarschnitt;

6 einen vollständigen senkrechten beidseitigen Kapillarschnitt;

7 einen vollständigen gefrästen beidseitigen Kapillarschnitt in V-Form;

8 einen vollständigen gefrästen beidseitigen Kapillarschnitt in runder Form;

9 einen vollständigen senkrechten Kapillarschnitt in dem eine streifenförmige Diffusionsperre eingesetzt ist;

10 einen vollständigen senkrechten Kapillarschnitt mit eingesetzter Schlauchdichtung; und

11 zwei vollständige senkrechte Kapillarschnitte.

Die Schnittzeichnungen der 1 bis 11 zeigen jeweils den gleichen prinzipiellen Aufbau eines Stein-Glas-Elementes mit mindestens einer Steinplatte 2 und einer Tragplatte 1, die mindestens eine Glasscheibe umfasst, welche mittels einer transparenten oder opaken Gießharzschicht 4 großflächig mit der Steinplatte 2 verbunden ist, wobei die der Tragplatte 1 gegenüberliegende Oberfläche der Steinplatte 2 mit einer Feuchtigkeit abweisenden Abdeckung 3 in Form einer Schicht oder einer weiteren Platte versehen ist. Der jeweils mit einem Kreis bzw. einer Ellipse hervorgehobene Bereich stellt den unterschiedlich ausgeführten Kapillarschnitt 5 der 1 bis 11 dar. Die Feuchtigkeitsdiffusion 6 greift an der offenliegenden Schnittfläche des Steines an.

1 zeigt einen vollständigen senkrechten Kapillarschnitt 15, der den Stein auftrennt. Repräsentativ auch für die übrigen 2 bis 11 ist im hier waagerecht dargestellten Schnitt 19 gezeigt, wie die Wasseraufnahme im durch den Kapillarschnitt 15 entstandenen Randstreifen weiter reduziert und gleichzeitig die offene Abgabefläche vergrößert wird, wobei aber die Sichtfläche des Steinstreifens erhalten bleibt.

2 zeigt einen vollständigen schrägen Kapillarschnitt 25, der den Stein auftrennt. Vorteilhaft ist hier die mögliche optische Überlappung des Steinmaterials, der den Kapillarschnitt kaum wahrnehmbar werden lässt.

3 zeigt einen unvollständigen Kapillarschnitt als Profilnut, wobei ein Nutenboden 35 entsteht. Die Sichtfläche des Steines zur gläsernen Tragplatte 1 bleibt dabei über einen stehengelassenen Steinsteg 37 erhalten.

4 zeigt einen unvollständigen Kapillarschnitt, wobei ein mittiger Steinsteg 47 entsteht, mit den beiden Nutenböden 45 und 45'.

5 zeigt einen vollständigen schrägen Kapillarschnitt 55, der von der Gegenseite her entgegengesetzt schräg ausgeführt ist und damit unter allen Blickwinkeln keine sichtbare Trennlinie aufweist.

6 zeigt einen vollständigen senkrechten Kapillarschnitt 65, der von der Gegenseite her versetzt ausgeführt ist und damit die sichtbare Trennlinie minimal halten kann.

7 zeigt einen vollständigen gefrästen Kapillarschnitt in V-Form 75, der auch von der Gegenseite her ausgeführt ist und damit die sichtbare Trennlinie minimal halten kann.

8 zeigt einen vollständigen gefrästen Kapillarschnitt in runder Form, der auch von der Gegenseite her ausgeführt ist, wobei zwei Nutenböden 85, 85' entstehen und ein schmaler Steg 87 erzeugt wird.

9 zeigt einen vollständigen senkrechten Kapillarschnitt 95, in dem eine streifenförmige Diffusionssperre 98 eingesetzt ist und damit die Diffusion vollständig und sicher unterbindet.

10 zeigt einen vollständigen senkrechten Kapillarschnitt 105 mit eingesetzter Schlauchdichtung 108 die eine Diffusion unterbindet.

11 schließlich zeigt zwei vollständige senkrechte Kapillarschnitte 115, 115', die eine zusätzlich sichere Diffusionssperre darstellen.


Anspruch[de]
Stein-Glas-Element mit mindestens einer Steinplatte (2) und einer Tragplatte (1), die mindestens eine Glasscheibe umfasst, welche mittels einer transparenten oder opaken Gießharzschicht (4) großflächig mit der Steinplatte (2) verbunden ist, wobei die der Tragplatte (1) gegenüberliegende Oberfläche der Steinplatte (2) mit einer Feuchtigkeit abweisenden Abdeckung (3) in Form einer Schicht oder einer weiteren Platte versehen ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Steinplatte (2) parallel zu mindestens einer Seitenkante einen Kapillarschnitt (15; 25; 35; 45, 45'; 55; 65; 75; 85, 85'; 95; 105; 115, 115') aufweist, der mit einem Dichtstoff ausgefüllt ist, welcher eine Feuchtigkeitsdiffusion (6) in Richtung auf das Innere der Steinplatte (2) verhindert. Stein-Glas-Element nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass der Kapillarschnitt (15; 35; 45, 45'; 65; 95; 105; 115, 115') senkrecht zur Oberfläche der Steinplatte (2) ausgeführt ist. Stein-Glas-Element nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass der Kapillarschnitt (25; 55; 75; 85, 85') schräg zur Oberfläche der Steinplatte (2) ausgeführt ist. Stein-Glas-Element nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kapillarschnitt (15, 25, 55, 65, 75, 95, 105, 115, 115') die Steinplatte (2) vollständig durchtrennt. Stein-Glas-Element nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass auf mindestens einer der beiden gegenüberliegenden Oberflächen der Steinplatte (2) ein die Steinplatte (2) nicht vollständig durchtrennender Kapillarschnitt in Form einer Profilnut (35; 45, 45'; 85, 85') vorgesehen ist. Stein-Glas-Element nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass am Boden jeder Profilnut (35; 45, 45'; 85, 85') stehen bleibendes restliches Steinmaterial einen Steg (37; 47; 87) bildet, der durch eine Imprägnierung oder chemische Behandlung Feuchtigkeit abweisende Eigenschaften aufweist. Stein-Glas-Element nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kapillarschnitt (15; 35; 45, 45'; 65; 95; 105; 115, 115') rechteckig ausgeführt ist. Stein-Glas-Element nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Kapillarschnitt (75) V-förmig ausgeführt ist. Stein-Glas-Element nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Kapillarschnitt (85, 85') rund ausgeführt ist. Stein-Glas-Element nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kapillarschnitt (15; 25; 35; 45, 45'; 55; 65; 75; 85, 85'; 95; 105; 115, 115') mit Abstand von einer Seitenkante der Steinplatte (2) verläuft. Stein-Glas-Element nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass an der nach außen gerichteten Seitenfläche der Steinplatte (2), die an eine Seitenkante angrenzt, zu welcher der Kapillarschnitt parallel verläuft, ein parallel zu den beiden gegenüberliegenden Oberflächen der Steinplatte (2) verlaufender Schnitt (19) angebracht ist. Stein-Glas-Element nach einem der Ansprüche 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Kapillarschnitt durch Besäumung des Stein-Glas-Elementes mit einer Seitenkante des Elementes abschließt. Stein-Glas-Element nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (3) mittels der Gießharzschicht (4) mit der Steinplatte (2) verbunden ist. Stein-Glas-Element nach einem der Ansprüche 1 bis 13 dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (3) eine Glas- oder Metallplatte ist. Stein-Glas-Element nach einem der Ansprüche 1 bis 13 dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung (3) eine weitere Steinplatte, beispielsweise aus Granit, Marmor, Alabaster, Schiefer, Kunststein usw. ist. Stein-Glas-Element nach einem der Ansprüche 1 bis 12 dadurch gekennzeichnet, dass die Abdeckung durch eine Feuchtigkeit abweisende Lack- oder Kunststoffschicht auf der der Tragplatte (1) gegenüber liegenden Oberfläche der Steinplatte (2) gebildet wird. Stein-Glas-Element nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Kapillarschnitt (15; 25; 35; 45, 45'; 55; 65; 75; 85, 85'; 95; 105; 115, 115') mit dem gleichen Gießharz (4) der großflächigen Verklebung ausgefüllt ist. Stein-Glas-Element nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass der Kapillarschnitt (15; 25; 35; 45, 45'; 55; 65; 75; 85, 85'; 95; 105; 115, 115') mit einem vom Gießharz (4) verschiedenen Dichtstoff aufgefüllt ist, der einerseits mit dem Gießharz (4) und der Steinplatte (2) chemisch verträglich ist und andererseits ähnliche optische Eigenschaften wie das Gießharz (4) aufweist. Stein-Glas-Element nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass im Kapillarschnitt (95; 105) Feuchtigkeit sperrende Materialien wie Glas-, Metall-, Kunststoffstreifen (98), oder Profil- bzw. Schlauchdichtungen (108) eingesetzt, bzw. verklebt sind. Stein-Glas-Element nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere parallel verlaufende Kapillarschnitte (115, 115') angebracht sind.






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