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Dokumentenidentifikation DE102006052435A1 08.11.2007
Titel Anzeigeeinheit mit einem Display zur Anzeige medizinischer Daten und Verfahren zur Anzeige medizinischer Daten mit einer solchen Anzeigeeinheit
Anmelder Siemens AG, 80333 München, DE
Erfinder Aulbach, Peter, 91301 Forchheim, DE
DE-Anmeldedatum 07.11.2006
DE-Aktenzeichen 102006052435
Offenlegungstag 08.11.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.11.2007
IPC-Hauptklasse G09F 9/00(2006.01)A, F, I, 20061107, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A61B 6/03(2006.01)A, L, I, 20061107, B, H, DE   A61B 19/00(2006.01)A, L, I, 20061107, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft eine Anzeigeeinheit (1) mit einem Display (2) zur Anzeige medizinischer Daten mit einer Mehrzahl von Eingangsschnittstellen (3, 4, 5, 6) und mit einem Konfigurationsmittel (7), wobei das Konfigurationsmittel (7) so eingerichtet ist, dass die über die Eingangsschnittstellen (3, 4, 5, 6) eingespielten medizinischen Daten entsprechend einer Konfiguration in unterschiedlichen Teilbereichen (9, 10, 11, 12) des Displays (2) darstellbar sind. Die erfindungsgemäße Anzeigeeinheit (1) ermöglicht eine flexible Anzeige medizinischer Daten in Abhängigkeit einer Untersuchung und/oder eines Benutzers auf nur einem einzigen Display (2).

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Anzeigeeinheit mit einem Display zur Anzeige medizinischer Daten und ein Verfahren zur Anzeige medizinischer Daten mit einer solchen Anzeigeeinheit.

Bei interventionellen Anwendungen, bei denen ein Tomographiegerät, beispielsweise ein Computertomographiegerät, ein Angiographiegerät oder ein Magnetresonanz-Tomographiegerät, eingesetzt wird, benötigt der behandelnde Arzt vielfältige Informationen, um einen Engriff schnell, präzise und mit geringst möglichem Patientenrisiko durchführen zu können.

Solche Informationen können beispielsweise aus Voruntersuchungen mit einem Kontrastmittel oder aus zeitlich getriggerten Aufnahmen oder aber auch aus einer Abtastung des Untersuchungsbereichs während der Untersuchung stammen. Bei einem Eingriff in die Lunge oder in das Herz kann es beispielsweise zweckmäßig sein, das Füllverhalten während der Atmung bzw. während des Herzschlags oder die Bewegungen des entsprechenden Organs darzustellen. Es kann darüber hinaus notwendig sein, dass dem behandelnden Arzt eine detaillierte Information über ein bestimmtes Zielgebiet, auf das sich der Eingriff richtet, in vergrößerter Form dargestellt wird. Zoomfaktor und gewählter Bildausschnitt sind von Untersuchung zu Untersuchung verschieden und müssen zu Beginn der Untersuchung jedes Mal neu festgelegt werden.

Damit eine kontrollierte Navigation eines Interventionsinstrumentes in einem Zielgebiet erfolgen kann, ist es in der Regel notwendig, dass ganz unterschiedliche Bildinformationen von demselben Zielgebiet zeitgleich dargestellt werden. Interventionelle Eingriffe erfolgen oftmals ohne Einsatz eines Kontrastmittels. Wichtige Informationen über Feinstrukturen sind in den während der Untersuchung gewonnenen Übersichtsbildern daher nicht immer erkennbar, so dass eine Navigation erschwert und ohne zusätzliche Information zum Teil unmöglich wird. Eine Zuordnung der aktuellen Navigationsposition zu Feinstrukturen im Gewebe wird häufig erst durch einen Vergleich der während der Untersuchung gewonnenen Bildinformation mit einem zeitgleich dargestellten Referenzbild möglich, das unter Einsatz eines Kontrastmittels aufgezeichnet wurde.

Neben den unterschiedlichen Formen von Bildinformationen werden darüber hinaus auch einige Informationen über Scan-Parameter oder über Vitaldaten des Patienten benötigt. Wichtige Vitalparameter können beispielsweise aus einem EKG zur Beurteilung der Herzfrequenz, aus dem Blutdruck, der Sauerstoffsättigung des Bluts, der Körpertemperatur oder beispielsweise aus der Atemfrequenz gewonnen werden. Je nach Eingriff kann es erforderlich sein, einige dieser Daten während der Behandlung darzustellen.

Bislang werden die für den Eingriff notwendigen medizinischen Daten auf verschiedenen Anzeigeeinheiten dargestellt, die wahlweise über ein mit der Decke oder dem Boden verbundenes Stativ nebeneinander angeordnet sind. Typischerweise weist jede Modalität eine Schnittstelle auf, über die die medizinischen Daten an jeweils eine der medizinischen Modalität zugeordneten Anzeigeeinheit übermittelt werden. Standardmäßig werden Anzeigeeinheiten mit typischen Bilddiagonalen von 17 bis 21 Zoll und einer maximalen Auflösung von 1600 × 1200 Bildpunkten eingesetzt. Ein Problem besteht darin, dass die verschiedenen Anzeigeeinheiten untereinander kalibriert werden müssen, damit die dargestellte Information untereinander vergleichbar ist. Zu diesem Zweck werden in regelmäßigen Zeitabständen aufwendig durchzuführende Messungen durchgeführt und Prüfprotokolle erstellt.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, eine Anzeigeeinheit bereitzustellen, mit der in einfacher und übersichtlicher Form relevante medizinische Daten zur Anzeige gebracht werden können.

Diese Aufgabe wird durch eine Anzeigeeinheit mit einem Display zur Anzeige medizinischer Daten gemäß den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 1 und gemäß eines Verfahrens zur Anzeige medizinischer Daten auf einer Anzeigeeinheit gemäß den Merkmalen des unabhängigen Anspruchs 9 gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Anzeigeeinheit gemäß Anspruch 1 sind jeweils Gegenstand der Unteransprüche 2 bis 8; vorteilhafte Ausgestaltungen des Verfahrens gemäß Anspruch 9 sind jeweils Gegenstand der Unteransprüche 10 bis 16.

Erfindungsgemäß weist die Anzeigeeinheit ein Display zur Anzeige medizinischer Daten und eine Mehrzahl von Eingangsschnittstellen sowie ein Konfigurationsmittel auf, wobei das Konfigurationsmittel so eingerichtet ist, dass die über die Eingangsschnittstellen eingespielten medizinischen Daten entsprechend einer Konfiguration in unterschiedlichen Teilbereichen des Displays darstellbar sind.

Somit ist es möglich, medizinische Daten, die von unterschiedlichen, physikalisch getrennt ausgeführten Geräten stammen, auf nur einem einzigen Display darzustellen, so dass eine aufwendig durchzuführende Kalibrierung unterschiedlicher Anzeigeeinheiten entfällt. Durch das bei der Anzeigeeinheit vorgesehene Konfigurationsmittel ist es möglich, die medizinischen Daten entsprechend einer Konfiguration auf vordefinierten Teilbereichen des Displays abzubilden. Somit können dem behandelnden Arzt die medizinischen Daten in kompakter und übersichtlicher Form zugänglich gemacht werden.

Teilbereiche, die auf dem Display dargestellt werden sollen, werden vorteilhaft in der Konfiguration durch Angabe von Größe und Position der einzelnen Teilbereiche festgelegt.

Die Konfiguration ermöglicht darüber hinaus vorteilhaft die Zuordnung zwischen den über die Schnittstellen eingespielten Daten und den zur Darstellung der Daten verwendeten Teilbereichen des Displays. Vorzugsweise wird darüber hinaus in der Konfiguration jeweils ein Datenteilbereich definiert, der einen Ausschnitt aus den eingespielten Daten darstellt und der zur Darstellung in dem entsprechenden Teilbereich verwendet werden soll.

In einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung wird die Konfiguration in Abhängigkeit einer Applikation oder in Abhängigkeit einer Person ausgewählt. Somit lassen sich bei der Darstellung der medizinischen Daten auf dem Display ganz individuelle Wünsche des Benutzers als auch spezielle Anforderungen an die verschiedenen Untersuchungen berücksichtigen.

In vorteilhafter Weise sind die unterschiedlichen Konfigurationen unmittelbar der Anzeigeeinheit zugeordnet und werden in einer dafür vorgesehenen Speichereinheit vorgehalten. Alternativ dazu wäre es ebenso denkbar, dass die Konfiguration zu Beginn einer Untersuchung von einem externen Gerät geladen wird.

Ausführungsbeispiele der Erfindung sowie weitere vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung gemäß den Unteransprüchen sind in den folgenden schematischen Zeichnungen dargestellt. Es zeigen:

1 ein Tomographiegerät mit einer erfindungsgemäßen Anzeigeeinheit,

2 ein erstes Beispiel einer Konfiguration der Anzeigeeinheit,

3 ein zweites Beispiel einer Konfiguration der Anzeigeeinheit, und

4 ein Verfahren zur Anzeige medizinischer Daten auf der Anzeigeeinheit.

In 1 ist ein Tomographiegerät, hier ein Computertomographiegerät, in perspektivischer Ansicht mit einer erfindungsgemäßen Anzeigeeinheit 1 dargestellt.

Im Inneren des Computertomographiegerätes befindet sich ein auf einer Gantry um eine Drehachse 13 drehbar angeordnetes Aufnahmesystem 14 zur Erfassung von Projektionen aus einer Vielzahl von unterschiedlichen Projektionsrichtungen.

Dem Computertomographiegerät ist eine Lagerungsvorrichtung 15 mit einer beweglichen Tischplatte 16 zugeordnet, auf der ein Patient lagerbar ist. Die Tischplatte 16 ist in Richtung der Drehachse 13 verstellbar, so dass ein Zielgebiet, in dem die Intervention durchgeführt werden soll, innerhalb eines durch das Aufnahmesystem 14 definierten Messbereiches positioniert werden kann. Zur Erfassung von Projektionen weist das Aufnahmesystem 14 einen Röntgenstrahler 17 in Form einer Röntgenröhre und einem diesem gegenüberliegend angeordneten Detektor 18 auf, wobei der Detektor 18 bogenförmig ausgebildet ist und mehrere zu Detektorzeilen aufgereihte Detektorelemente umfasst. Der Röntgenstrahler 17 erzeugt eine Strahlung in Form eines fächerförmigen Röntgenstrahlenbündels, welche jeweils mittels einer verstellbaren Blende auf das zu erfassende Zielgebiet eingestellt werden kann.

Die Röntgenstrahlung durchdringt den Messbereich des Aufnahmesystems 14 und trifft anschließend auf die Detektorelemente des Detektors 18 auf. Die Detektorelemente erzeugen in Abhängigkeit von der Schwächung der durch den Messbereich des Aufnahmesystems 14 tretenden Röntgenstrahlung Schwächungswerte. Die Umwandlung der Röntgenstrahlung in Schwächungswerte erfolgt beispielsweise jeweils mittels einer mit einem Szintillator optisch gekoppelten Fotodiode oder mittels eines direkt konvertierenden Halbleiters. Die bei einer Abtastung gewonnenen Projektionen des Aufnahmesystems 14 werden an einen Steuerrechner 8 übermittelt und zu einem Bild verrechnet.

Bei interventionellen Anwendungen kann es zweckmäßig sein, dass die Erfassung von Projektionen aus einer fest definierten vorgegebenen Projektionsrichtung erfolgt, wobei das Aufnahmesystem 14 typischerweise auf eine Winkelposition verstellt wird, bei der die Interventionsebene senkrecht auf den Zentralstrahl des Röntgenfächers ausgerichtet ist. Je nach Eingriff kann es jedoch auch vorteilhaft sein, dass zur kontrollierten Navigation des Interventionsinstrumentes Projektionen während der Rotation der Gantry erfasst werden, aus denen kontinuierlich dreidimensionale Bilder zur Navigationskontrolle berechnet werden.

Zur schnellen und präzisen Durchführung seines Eingriffs werden die medizinischen Daten aus unterschiedlichsten Geräten und Voruntersuchungen auf einer einzigen Anzeigeeinheit 1 dargestellt. Die Anzeigeeinheit 1 weist zu diesem Zweck eine Mehrzahl, in diesem speziellen Fall vier unterschiedliche Eingangsschnittstellen 3, 4, 5, 6 auf, über welche die medizinischen Daten eingespielt werden. Darüber hinaus umfasst die Anzeigeeinheit 1 ein Konfigurationsmittel 7, das so eingerichtet ist, dass die über die Eingangsschnittstellen 3, 4, 5, 6 eingespielten medizinischen Daten entsprechend einer vorgegebenen Konfiguration in unterschiedliche Teilbereiche 9 eines der Anzeigeeinheit 1 zugeordneten Displays 2 dargestellt werden.

Die Eingangsschnittstellen 3, 4, 5, 6 können dabei für ganz unterschiedliche Datentypen eingerichtet sein. Es ist beispielsweise denkbar, dass die medizinischen Daten in einem Videoformat, als DICOM Daten oder als Rohdaten vorliegen. Ebenso wäre es denkbar, dass die Daten entsprechend einem XLM-Standard strukturiert sind und der Datenaustausch zwischen einem externen Gerät 23; 24 und der Anzeigeeinheit 1 mittels eines HTTP- oder FTP-Protokoll durchgeführt wird. Als Display eignet sich besonders gut ein hochauflösendes TFT Display, das zweckmäßigerweise je nach Ausführung eine Bilddiagonale von bis zu 56 Zoll aufweisen kann. Darüber hinaus sind auch andere Displayarten einsetzbar, mit denen ähnlich hohe Umschaltgeschwindigkeiten realisiert werden können und bei denen die Information ebenfalls von einem großen Raumwinkelbereich aus lesbar ist. Eine Displaytechnologie, die diese Eigenschaften erfüllt ist, beispielsweise neben der TFT-Technologie auch die OLED-Technologie. Das Konfigurationsmittel 7 kann beispielsweise Teil eines Grafikprozessors der Anzeigeeinheit 1 sein. Es ist jedoch auch denkbar, dass das Konfigurationsmittel 7 in Form eines davon getrennt ausgeführten Logikschaltkreises realisiert wird. Der Logikschaltkreis kann beispielsweise ein FPGA sein.

Der dem Computertomographiegerät zugeordnete Steuerrechner 8 erfüllt in diesem Beispiel ganz unterschiedliche Funktionen. Eine Funktion besteht darin, das Computertomographiegerät entsprechend eines Kontroll-Scans derart anzusteuern, dass Projektionen von dem Zielgebiet der Intervention erfasst werden. Schritthaltend mit der Erfassung der Projektionsdaten findet die Rekonstruktion von Übersichtsbildern statt. Der Steuerrechner 8 stellt zudem medizinische Bilddaten von dem Zielgebiet aus Voruntersuchungen bereit, die beispielsweise unter Einsatz eines Kontrastmittels gewonnen wurden. Sowohl die Bilddaten aus der Voruntersuchung als auch die rekonstruierten Bilder aus dem Kontroll-Scan werden zeitgleich auf der Anzeigeeinheit 1 zur kontrollierten Navigation des Interventionsinstrumentes dargestellt. Die Übermittlung der Daten an die Anzeigeeinheit 1 erfolgt in diesem Fall getrennt über eine an der Anzeigeeinheit 1 vorgesehene erste und zweite Eingangsschnittstelle 3, 4. Der Steuerrechner initialisiert und überwacht darüber hinaus auch externe Geräte 23, 24 zur Protokollierung der Vitalfunktionen oder beispielsweise zur Gabe von Kontrastmittel.

Die Anzeigeeinheit 1 weist eine dritte Eingangsschnittstelle 6 auf, die mit einem externen Gerät 23 in Form eines EKG-Gerätes verbunden ist. Über diese Schnittstelle werden medizinische Daten über Herzrhythmus und Herzfrequenz der Anzeigeeinheit 1 zugespielt. Eine vierte Eingangsschnittstelle 5 der Anzeigeeinheit 1 ist mit einem externen Gerät 24 in Form eines Kontrastmittelinjektor verbunden, über den medizinische Daten beispielsweise in Form von injizierten Kontrastmittelvolumen und Kontrastmittelflussgeschwindigkeit der Anzeigeeinheit 1 übermittelt werden.

Die eingespielten medizinischen Daten werden entsprechend einer Konfiguration in den unterschiedlichen Teilbereichen 9 des Displays 2 dargestellt. Mit der Konfiguration werden im Einzelnen die Größe und Position der einzelnen Teilbereiche 9 auf dem Display 2 angegeben. Darüber hinaus wird eine Zuordnung zwischen den über die Eingangsschnittstellen 3, 4, 5, 6 eingespielten Daten und den zur Darstellung der Daten verwendeten Teilbereichen 9 des Displays 2 spezifiziert. Für den Fall, dass nur ein geringerer Anteil der medizinischen Daten, die über die Eingangsschnittstelle 3, 4, 5, 6 eingespielt werden, von Bedeutung ist, kann es zweckmäßig sein, dass die Konfiguration eine Spezifizierung des Datenteilbereiches ermöglicht, der zur Darstellung gebracht werden soll. Weitere Konfigurationsparameter könnten beispielsweise Zoomfaktoren, die Art der Farbdarstellung oder auch Perspektive der Darstellung eines 3D-Datensatzes sein.

Die zur aktuellen Untersuchung verwendete Konfiguration wird wahlweise aus einer der Anzeigeeinheit 1 unmittelbar zugeordneten Speichereinheit 22 oder aus einer Speichereinheit des Steuerrechners 8 über eine der vorhandenen Eingangsschnittstellen 3, 4 eingespielt. Die Auswahl der Konfiguration erfolgt in Abhängigkeit der durchzuführenden Untersuchung und/oder in Abhängigkeit der Person, die die Untersuchung durchführt. Die Anzeigeeinheit 1 ist also derart konfigurierbar, dass bei der Anzeige der medizinischen Daten auf dem Display 2 individuelle Wünsche des Benutzers oder individuelle Erfordernisse der Untersuchung berücksichtig werden können. Die Auswahl erfolgt dabei typischerweise über eine Tastatur, die an dem Steuerrechner 8 oder der Anzeigeeinheit 1 angeschlossen ist.

Dadurch, dass die medizinischen Daten aus ganz unterschiedlichen Modalitäten und aus unterschiedlichen Untersuchungen auf nur einer Anzeigeeinheit 1 mit nur einem Display 2 dargestellt werden, entfällt die aufwendig durchzuführende Kalibrierung unterschiedlicher Monitore. Somit ist es gewährleistet, dass der visuelle Eindruck unterschiedlicher Bildinformationen, die in den unterschiedlichen Teilbereichen 9 dargestellt werden, der gleiche ist.

Beispielhafte Konfigurationen der Teilbereiche, die auf dem Display 2 angezeigt werden können, sind in den 2 und 3 gezeigt. 2 zeigt eine Konfiguration, bei der das Display 2 in 2 × 5 gleich große Teilbereiche 10 untergliedert ist, wobei nur drei der Teilbereiche mit einem Bezugszeichen versehen sind. 3 zeigt eine Konfiguration, bei der vier gleich große Teilbereiche 11 nebeneinander dargestellt werden, während ein im Vergleich zu den restlichen vier Teilbereichen 11 großer, weiterer Teilbereich 12 vorgesehen ist, in dem eine gezoomte Darstellung der Zielregion zur Anzeige gebracht werden kann.

Der Einsatz einer Anzeigeeinheit 1 bei der die zeitgleiche Darstellung von diversen Zusatzinformationen von anderen Quellen, z.B. post-processing Workstations, RIS, HIS, PACS usw. ermöglicht wird, führt auch zu einem geringeren Platzbedarf im Vergleich zum Einsatz von mehreren Einzelmonitoren. Durch die individuelle Konfigurierbarkeit der Anzeigeeinheit 1 kann auch auf ein lästiges Umschalten zwischen einzelnen Bildern verzichtet werden, so dass der behandelnde Arzt hierfür keine Zeit aufwenden muss. Darüber hinaus entfallen die Schwierigkeiten einer sterilen Bedienung bei einem solchen Umschaltvorgang.

Die Anzeigeeinheit 1 kann beispielsweise über ein Deckenstativ oder über einen mit dem Boden fixierten Ständer unmittelbar in Sichtweite des behandelnden Arztes gebracht werden.

Alternativ zu der in 1 gezeigten kabelgebundenen Übertragung medizinischer Daten zwischen den einzelnen Geräten 23, 24, 8 und der Anzeigeeinheit 1 kann es auch vorgesehen sein, dass eine drahtlose Übertragung, beispielsweise über WLAN oder einer anderen geeigneten Übertragungstechnik, stattfindet. Die Anzeigeeinheit 1 kann auch für ganz unterschiedliche Tomographiegeräte eingesetzt werden. Magnetresonanztomographiegeräte oder Angiographiegeräte seien nur beispielhaft an dieser Stelle erwähnt.

In 4 ist nochmals das Verfahren zur Anzeige von medizinischen Daten auf einer Anzeigeeinheit 1 dargestellt. In einem ersten Verfahrensschritt 19 findet die Auswahl einer Konfiguration in Abhängigkeit der durchzuführenden Untersuchung und/oder in Abhängigkeit des Benutzers statt. In einem zweiten Verarbeitungsschritt 20 wird die Anzeigeeinheit 1 entsprechend der ausgewählten Konfiguration konfiguriert. Aus der Konfiguration ergeben sich insbesondere Größe und Position der definierten Teilbereiche 9, 10, 11, 12 sowie Zuordnung zwischen den Eingangsschnittstellen 3, 4, 5, 6 der Anzeigeeinheit 1 und den Teilbereichen 9, 10, 11, 12 auf dem Display 2. In einem dritten Verfahrensschritt 21 werden die medizinischen Daten der Anzeigeeinheit 1 zugespielt und in den entsprechenden Teilbereichen 9, 10, 11, 12 dargestellt.


Anspruch[de]
Anzeigeeinheit mit einem Display (2) zur Anzeige medizinischer Daten, mit einer Mehrzahl von Eingangsschnittstellen (3, 4, 5, 6) und mit einem Konfigurationsmittel (7), wobei das Konfigurationsmittel (7) so eingerichtet ist, dass die über die Eingangsschnittstellen (3, 4, 5, 6) eingespielten medizinischen Daten entsprechend einer Konfiguration in unterschiedlichen Teilbereichen (9, 10, 11, 12) des Displays (2) darstellbar sind. Anzeigeeinheit nach Anspruch 1, wobei das Konfigurationsmittel (7) eine Einrichtung zur Aufnahme von Konfigurationsdaten über Größe und Position der Teilbereiche (9, 10, 11, 12) auf dem Display (2) aufweist. Anzeigeeinheit nach Anspruch 1 oder 2, wobei das Konfigurationsmittel (7) eine Einrichtung zur Aufnahme von Konfigurationsdaten über mindestens eine Zuordnung zwischen den über die Eingangsschnittstellen (3, 4, 5, 6) eingespielten medizinischen Daten und den zur Darstellung der medizinischen Daten verwendeten Teilbereichen (9, 10, 11, 12) des Displays (2) aufweist. Anzeigeeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei das Konfigurationsmittel (7) für zumindest eine der Eingangsschnittstellen (3, 4, 5, 6) eine Einrichtung zur Aufnahme von Konfigurationsdaten über einen Datenteilbereich aufweist, der einen Ausschnitt aus den eingespielten medizinischen Daten darstellt und der zur Darstellung in dem entsprechenden Teilbereich (9, 10, 11, 12) verwendet werden soll. Anzeigeeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei das Konfigurationsmittel (7) eine Einrichtung zur applikationsabhängigen Auswahl der Konfiguration aufweist. Anzeigeeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei das Konfigurationsmittel (7) eine Einrichtung zur personenbezogenen Auswahl der Konfiguration aufweist. Anzeigeeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Konfiguration aus einer Speichereinheit (22) der Anzeigeeinheit ladbar ist. Anzeigeeinheit nach einem der Ansprüche 1 bis 6, wobei die Konfiguration über eine der Eingangsschnittstellen (3, 4, 5, 6) von einem externen System ladbar ist. Verfahren zur Anzeige medizinischer Daten auf einer Anzeigeeinheit (1), wobei die medizinischen Daten über eine Mehrzahl von Eingangsschnittstellen (3, 4, 5, 6) eingespielt und entsprechend einer Konfiguration auf einem Display (2) in unterschiedlichen Teilbereichen (9, 10, 11, 12) dargestellt werden. Verfahren nach Anspruch 9, wobei mit der Konfiguration Größe und Position der Teilbereiche (9, 10, 11, 12) festgelegt werden. Verfahren nach Anspruch 9 oder 10, wobei mit der Konfiguration mindestens eine Zuordnung zwischen den über die Eingangsschnittstellen (3, 4, 5, 6) eingespielten medizinischen Daten und den zur Darstellung der medizinischen Daten verwendeten Teilbereichen (9, 10, 11, 12) des Displays (2) festgelegt wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 9 bis 11, wobei mit der Konfiguration für mindestens eine der Eingangsschnittstellen (3, 4, 5, 6) ein Datenteilbereich festgelegt wird, der einen Ausschnitt aus den eingespielten medizinischen Daten darstellt und der zur Darstellung in dem entsprechenden Teilbereich (9, 10, 11, 12) verwendet werden soll. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei die Konfiguration in Abhängigkeit einer Applikation ausgewählt wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die Konfiguration in Abhängigkeit einer Bedienperson ausgewählt wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14, wobei die Konfiguration aus einem Speicher der Anzeigeeinheit geladen wird. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 14, wobei die Konfiguration aus einer Speichereinheit (22) eines externen Systems geladen wird.






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