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Dokumentenidentifikation DE102007014292A1 08.11.2007
Titel Werkzeug, insbesondere Fräswerkzeug
Anmelder Leitz GmbH & Co. KG, 73447 Oberkochen, DE
Vertreter GRAMM, LINS & PARTNER GbR, 38122 Braunschweig
DE-Anmeldedatum 22.03.2007
DE-Aktenzeichen 102007014292
Offenlegungstag 08.11.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.11.2007
IPC-Hauptklasse B23B 29/034(2006.01)A, F, I, 20070322, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B23B 31/02(2006.01)A, L, I, 20070322, B, H, DE   B23C 5/24(2006.01)A, L, I, 20070322, B, H, DE   B23C 5/26(2006.01)A, L, I, 20070322, B, H, DE   B27G 13/12(2006.01)A, L, I, 20070322, B, H, DE   
Zusammenfassung Ein Werkzeug, insbesondere Fräswerkzeug zur rechts- und linksdrehenden Bearbeitung von Werkstoffen, mit einem Werkzeugträger (20) zur Aufnahme von wenigstens zwei Schneidelementen (18, 18a), wobei ein erstes Schneidelement (18) für die linksdrehende Bearbeitung und ein zweites Schneidelement (19a) für die rechtsdrehende Bearbeitung vorgesehen ist und die Schneiden (19, 19a) der Schneidelemente (18, 18a), bezogen auf eine Längsachse A des Werkzeugträgers (20), gegenüberliegend angeordnet sind, zeichnet sich dadurch aus, dass ein Schneidelement (18) oder (18a) in Abhängigkeit von der Drehrichtung in eine aktive, schneidende Stellung und das andere Schneidelement (18a) oder (18) gleichzeitig in eine inaktive, nicht-schneidende Stellung bringbar ist.

Beschreibung[de]
Werkzeug, insbesondere Fräswerkzeug

Die Erfindung betrifft ein Werkzeug, insbesondere Fräswerkzeug zur rechts- und linksdrehenden Bearbeitung von Werkstoffen, mit einem Werkzeugträger zur Aufnahme von wenigstens zwei Schneidelementen, wobei ein erstes Schneidelement für die linksdrehende Bearbeitung und ein zweites Schneidelement für die rechtsdrehende Bearbeitung vorgesehen ist, und die Schneiden der Schneidelemente, bezogen auf eine Längsachse des Werkzeugträgers gegenüberliegend angeordnet sind.

Ein solches Schneidwerkzeug ist beispielsweise aus der DE 480 625 bekannt. Um bei der Holzbearbeitung Fräsarbeiten durchführen zu können, bedient man sich sogenannter Schaftwerkzeuge. Dabei fährt das Werkzeug entweder in Längsrichtung in den Werkstoff ein oder es wird senkrecht in den Werkstoff gebohrt. Bei Faserstoffen, wie z. B. Holz, besteht jedoch aufgrund nicht homogener Festigkeiten, sprich ihrer Maserung, die Gefahr eines unerwünschten Materialausreißens während der Bearbeitung. Um dies zu vermeiden, wird bei großflächigen Holzstücken so gearbeitet, dass die Drehrichtung des Fräswerkzeuges immer zur Werkstückmitte hin gerichtet ist, so dass die Bewegungsrichtung der Schneiden gegen die Werkstückkante gerichtet ist. Damit das Fräswerkzeug bei einer Drehrichtungsumkehr nicht gewechselt werden muss, sind bei dem bekannten Werkzeug exzentrisch zur Lagerscheibenmitte Fräskörper vorgesehen, die in einer quer durch die Scheibe gehenden diametralen Nut schwenkbar sind und zu beiden Seiten ihrer Drehzapfen schräge Anschlagflächen besitzen, die sich beim Ausschwenken der Fräskörper infolge der Massenträgheit an die den Ausschlagwinkel begrenzenden Kanten der Nut anlegen, so dass die Fräskörper in beiden Arbeitsstellungen zweiseitig gestützt werden.

Dadurch, dass die schwenkbar gelagerten Schneidelemente exzentrisch zur Fräserachse an einer mit der Fräserachse befestigten Scheibe befestigt werden, baut dieses Werkzeug in radialer Richtung sehr groß. Als Oberfräser kann dieses Werkzeug deshalb nicht eingesetzt werden. Auch sind mit einem solchen Werkzeug filigrane Fräsarbeiten nicht möglich.

Es sind außerdem Werkzeuge bekannt, die zwei übereinander angeordnete Schneiden aufweisen und somit einen Werkzeugwechsel überflüssig machen. Dabei wird das Werkzeug derart in den Werkstoff eingefahren, dass jeweils nur eine Schneide zur Bearbeitung genutzt wird. Muss die Drehrichtung des Werkzeuges gewechselt werden, wird die Einfahrtiefe verändert, so dass sich die andere Schneide im Werkstoff befindet. Die Bearbeitung kann nun mit einer entgegengesetzten Drehrichtung fortgesetzt werden. Die Lagerung der Schneiden übereinander führt jedoch dazu, dass nur geringe Frästiefen möglich sind, weil nur mit reduzierter Schneidenlänge auf dem Werkzeug gearbeitet werden kann. Außerdem können keine Taschen gefräst werden, weil das Werkzeug bei der Drehrichtungsumkehr durch das Werkstück hindurchtauchen müsste.

Bei komplexeren Werkstücken kann es notwendig sein, das Werkzeug während der Bearbeitung mehrfach zu wechseln, um jeweils in umgekehrter Drehrichtung fortfahren zu können. Es werden also vielfach zwei Werkzeuge benötigt. Dies führt neben höheren Kosten auch zu einem erhöhten Platzbedarf im Werkzeugwechsel der Dreh- oder Fräsmaschine, was zu höheren Produktionskosten und längeren Rüstzeiten führt.

Aus der DE 295 04 295 ist eine Vorrichtung zum Abrunden, Fasen oder Profilieren von Platten aus Holz bekannt, bei der zwei Schneidplatten über Verbindungsglieder lösbar mit einem Schneidenträger verbunden ist. Die Schneidplatten sind zusammen mit mindestens zwei Schneiden versehen, deren axialer Abstand voneinander an die Dicke der zu bearbeitenden Platte angepasst ist. Die Schneidplatten können in axialer Richtung des Schneidenträgers über eine Langlochverbindung in ihrer axialen Lage verstellt werden.

Von dieser Problemstellung ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, den Aufbau und die Handhabung des eingangs beschriebenen Werkzeuges zu vereinfachen. Dabei soll die Produktion günstig erfolgen können und eine Störunanfälligkeit gewährleistet werden.

Zur Problemlösung zeichnet sich ein gattungsgemäßes Werkzeug dadurch aus, dass das eine Schneidelement in Abhängigkeit von der Drehrichtung des Werkzeuges in eine aktive, schneidende Stellung und das andere Schneidelement gleichzeitig in eine inaktive, nichtschneidende Stellung bringbar ist.

Dadurch, dass in Abhängigkeit von der Drehrichtung jeweils ein Schneidelement in die aktive bzw. inaktive Stellung gebracht wird, wird nur der radial äußere Bereich belegt, der zum Schneiden notwendig ist. Das nicht aktive Schneidelement kann in einen radial inneren Bereich gebracht werden, wodurch das Werkzeug sehr kompakt ausgestaltet ist und es sich deshalb als Oberfräser eignet. Die Schneiden müssen nicht diametral gegenüberliegen. Ein Winkel von 110–120° ist durchaus ausreichend.

Jede Schneide kann also mit einer Schneidkante wechselweise auf dem Schneidradius bewegt werden. Vorzugsweise ist der Werkzeugträger mit seinem Schaft exzentrisch in ein Spannfutter einer Werkzeugmaschine einsetzbar und mit diesem drehfest verbindbar. Hierzu ist insbesondere dann vorzugsweise der Schaft zur Ausbildung von zwei Anschlägen mit einer Teil-Umfangsnut versehen, die mit einem radial im Spannfutter angeordneten Bolzen zusammenwirkt.

Durch die exzentrische Anordnung des Werkzeugträgers im Spannfutter verdreht sich beim Anlaufen der Werkzeugmaschine der Schaft in Folge der Massenträgheit des Werkzeugträgers relativ entgegen der Drehrichtung, und das Ende der Nut begrenzt die Drehung, wenn das Nutende gegen den Stift anschlägt. Dann ist der Werkzeugträger drehfest mit dem Spannfutter verbunden. Erfolgt erneut eine Änderung der Drehrichtung, verdreht sich der Schaft relativ in die entgegengesetzte Richtung, bis der Bolzen an das entgegengesetzte Nutende anschlägt.

Anstelle einer Teil-Umfangsnut können zur Ausbildung von zwei Anschlägen im Schaft auch zwei radiale Stifte vorgesehen sein, die mit dem radial im Spannfutter angeordneten Bolzen zusammenwirken. Die Funktion ist identisch. Die Stifte können zur Ausbildung der Anschläge auch in einer vollen Umfangsnut angeordnet sein.

Um den Fräser beim Schärfen im Spannfutter festsetzen zu können, ist der Schaft des Werkzeuges vorzugsweise mittels Form- und/oder Kraftschluss drehfest mit dem Spannfutter verbindbar. Hierzu kann eine radial angeordnete Schraube im Spannfutter vorgesehen sein, die gegen den Schaft spannbar ist.

Zur raschen Positionierung des Werkzeuges im Spannfutter ist vorzugsweise der Schaft mit einem Ringflansch zur axialen Anlage am Spannfutter versehen. Dieser Ringflansch wirkt außerdem zur Erhöhung der Massenträgheit, als Auswuchtfläche und als Staubschutz.

Die Schneiden können schwenkbar auch um die Längsachse des Werkzeugträgers angeordnet werden, wenn die Längsachse eine Drehachse des Werkzeugträgers ist. Der Werkzeugträger kann dann exzentrisch in eine Hülse bzw. einen Spannschaft eingesetzt werden. Der Spannschaft kann dann konzentrisch in ein herkömmliches Spannfutter einer Werkzeugmaschine eingesetzt werden. Die Verdrehbarkeit des Werkzeugträgers infolge der Massenträgheit beim Anlaufen der Werkzeugmaschine wird dann innerhalb des Spannschaftes gewährleistet. Hierzu muss der Werkzeugträger drehbar im Spannschaft gelagert sein.

Die Lagerung des Werkzeugträgers im Spannschaft erfolgt zweckmäßigerweise durch Wälzlager, insbesondere durch Kugellager, oder Gleitlager oder dergleichen. Eine solche Lagerung des Werkzeugträgers im Spannschaft sorgt für eine geringe Wärmeentwicklung im Lager sowie eine hohe Dauerstandfestigkeit und geringe Reibungsverluste.

Auch hier muss die Drehbarkeit des Werkzeugträgers im Spannschaft begrenzbar sein und durch wenigstens einen Anschlag, in aller Regel aber zwei Anschläge, erfolgen. Der Anschlag hat weiterhin den Vorteil, dass der Radius für den Links- wie auch für den Rechtslauf während des Werkzeugeinsatzes konstant ist und die Umstellung der Schneidflugkreisradien nach Drehrichtungswechsel automatisch erfolgen kann. Die Ausbildung der Anschläge kann, wie vorstehend bereits beschrieben, erfolgen.

Vorteilhaft ist es, wenn ein die Exzentrizität ausgleichendes Gewicht vorgesehen ist, das die Unwucht vermindert oder die Belastungen auf die Dreh- oder Fräsmaschine reduziert.

Insbesondere vorzugsweise ist das die Exzentrizität ausgleichende Gewicht ein Anschlagelement am Spannschaft. Die verminderte Anzahl der Bauteile erleichtert die Wartung und spart Produktionskosten.

Die Schneidplatten können mit dem Werkzeugträger verklebt, verlötet oder verschraubt sein oder auch einstückig ausgebildet sein.

Die Anordnung von wenigstens zwei Schneidelementen hintereinander parallel zur Drehachse bringt den Vorteil, dass handelsübliche Schneidplatten (HW/HL oder ähnliche) verwendet werden können.

Wenigstens ein Schneidelement besitzt eine Grundschnittfunktion, wobei ein Schneidelement eine Grundschnittkante aufweist, die schräg zur Längsachse des Werkzeugträgers ausgerichtet sein kann. So können auch Taschenfräsungen vorgenommen werden, was die Einsatzfähigkeit des Werkzeuges weiter steigert.

Mit Hilfe einer Zeichnung soll die Erfindung nachfolgend näher beschrieben werden.

Es zeigt:

1 die Seitenansicht eines Werkzeuges im Teillängsschnitt nach einem ersten Ausbildungsbeispiel;

2 den Schnitt entlang der Linie II-II nach 1;

3 die Seitenansicht eines Werkzeuges im Teillängsschnitt nach einem zweiten Ausführungsbeispiel;

4 den Schnitt entlang der Linie IV-IV nach 3;

5 die Draufsicht auf das Werkzeug gemäß Sichtpfeil V/VII nach 1 im Rechtslauf;

6 die Darstellung gemäß 2 im Rechtslauf;

7 die Draufsicht auf das Werkzeug gemäß Sichtpfeil V/VII nach 1 im Linkslauf;

8 die Darstellung gemäß 2 im Linkslauf;

9 die Draufsicht auf das Werkzeug gemäß Sichtpfeil V/VII nach 1 im Rechtslauf;

10 die Darstellung gemäß 2 im Rechtslauf entlang der Linie IV-IV nach 3;

11 die Draufsicht auf das Werkzeug gemäß Sichtpflicht V/VII im Linkslauf;

12 die Darstellung gemäß 2 im Linkslauf entlang der Linie IV-IV nach 3.

Das Werkzeug besteht aus dem Werkzeugträger 20 mit seinem Schaft 21 und den beiden diametral gegenüberliegend am Werkzeugträger 20 angeordneten Schneidelementen 18, 18a mit den daran angeordneten Schneiden 19, 19a. Über den Schaft 21 ist das Werkzeug 10 relativ zum Spannfutter 40 verdrehbar in dieses eingesetzt und hierin gelagert. Das Spannfutter 40 wird über die Schnittstelle 60 mit einer Werkzeugmaschine verbunden. Im Spannfutter 40 ist eine Labyrinthdichtung 50 vorgesehen, die zur Abdichtung gegen Staub mit Fett gefüllt werden kann.

Über einen Teil des Umfanges des Schaftes 21 ist eine Radialnut 23 (2) eingefräst, die zwei Anschläge 24, 25 ausbildet. Die Nut 23 bzw. die Anschläge 24, 25 wirken mit einem in das Spannfutter radial eingeschraubten Bolzen 41 zusammen.

Wird das Spannfutter 40 in Drehung gesetzt, bleibt das Werkzeug 10 infolge seiner Massenträgheit hinter der Drehgeschwindigkeit zurück und wird erst in Drehrichtung mitgenommen, wenn der Bolzen 41 gegen den entsprechenden Anschlag 24, 25 anläuft. In 2 dreht sich das Werkzeug im Linkslauf (bezogen auf die Maschinenseite) und im Uhrzeigersinn bei Betrachtung auf die Werkzeugspitze (Pfeil V). Das Werkzeug 10 wird dann in Drehrichtung D mitgenommen, wenn der Anschlag 24 gegen den Bolzen 41 anschlägt. Dadurch gelangt dann die Schneide 19a am Schneidelement 18a auf die radial äußere Bahn (vgl. 5) und damit in eine aktive, schneidende Stellung, während die diametrale Schneide 19 auf die radial innere, inaktive und nichtschneidende Bahn gelangt.

Wird die Drehrichtung umgekehrt (vgl. 7, 8) wird das Werkzeug 10 von dem angetriebenen Spannfutter 40 dann mitgenommen, wenn der Bolzen 41 gegen den Anschlag 45 anläuft. Dann gelangt die Schneide 19 am Schneidelement 18 in die äußere, aktive und schneidende Position, während die Schneide 19a in die radial innere Position gelangt.

Wie 4 zeigt, können die Anschläge 24, 25 auch durch in den Schaft 21 eingesetzte Stifte 26, 27 gebildet werden, die entsprechend mit dem Bolzen 41 zusammenwirken. Vorzugsweise ist hierzu eine volle Umfangsnut 23a vorgesehen, in die die Stifte 26, 27 radial eingesetzt sind. Die Nuten 23 bzw. 23a übernehmen auch die Aufgabe der axialen Positionierung des Schafts. Beim Einsetzen des Werkzeuges 10 in das Spannfutter 40 wird die Positionierung vom Ringflansch 22 unterstützt.

Damit zum Schleifen das Werkzeug 10 im Spannfutter 40 festsetzbar ist, ist in das Spannfutter 40 ein Bolzen 42 einschraubbar, der gegen den Schaft 21 verspannbar ist. Im Schaft 21 kann eine dem Bolzenkopf entsprechende Vertiefung oder Bohrung vorgesehen sein, so dass das Festsetzen durch Form- und Kraftschluss erfolgt.

Ein drittes Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den 13 bis 15 dargestellt. Für ähnliche bzw. identische Bauteile werden die Bezugsziffern beibehalten. Das allgemein mit 10 bezeichnete Werkzeug ist ebenfalls zur Bearbeitung von Werkstoffen sowohl rechts- als auch linksläufig einsetzbar. Das als Schaftwerkzeug ausgebildete Werkzeug 10 weist einen hülsenförmig ausgebildeten Spannschaft 30 und den Werkzeugträger 20 mit den darauf mittels Klingenschrauben 28 angebrachten Schneidelementen 18, 18a auf. Auch diese Schneidelemente 18, 18a können alternativ geklebt, geschweißt oder genietet ausgeführt sein.

Am Außenradius des Werkzeugträgers 20 sind auf der Höhe des Überganges zum Spannschaft 30 Anschlagschrauben 16 angebracht. Anstelle von Anschlagschrauben 16 können auch hier Lötstellen, Verdickungen, Schweißnähte oder ähnliches als Anschlag dienen.

Die Längsachse A des Werkzeugträgers 20 ist zur Längsachse B des Spannschaftes exzentrisch angeordnet. Eine Lagerscheibe 29, die am unteren Ende des Spannschaftes 30 mit dem Werkzeugträger 20 verbunden ist, verhindert in Kombination mit einer die Lagerscheibe 29 durchdringenden Lagerschraube 12 das Hinausgleiten des Werkzeugträgers 20 aus dem Spannschaft 30.

Ein Wuchtgewicht 14 (siehe 14 und 15), das am oberen Ende des Spannschaftes 30 ein- oder mehrteilig angeordnet ist, verhindert das Hinausgleiten des Werkzeugträgers 20 aus dem Spannschaft 30. Wie in 14 zu erkennen ist, sind die Längsachse A des Werkzeugträgers 20 und die Längsachse B des Spannschaftes 30 exzentrisch zueinander angeordnet. Verdeutlichung findet dies auch in 15, die zeigt, dass die Außenkontur des Werkzeugträgers 34 nicht mit der Außenkontur des Spannschaftes 32 zentrisch steht. Der Spannschaft 30 kann in ein herkömmliches, hier nicht dargestelltes Spannfutter einer Werkzeugmaschine konzentrisch eingesetzt werden.

Der Spannschaft 30 weist bevorzugt einen ringförmigen Querschnitt in Längsrichtung auf. Der Werkzeugträger 20 weist in dem mit dem Spannschaft zusammenwirkenden Bereich einen kreisförmigen Querschnitt auf. Der Außendurchmesser des kreisförmigen Querschnittes ist dabei kleiner als der Innendurchmesser des ringförmigen Querschnittes, so dass sich der Werkzeugträger 20 in den Spannschaft 30 einfügen lässt. Etwa mittig weist der Werkzeugträger 20 eine Verdickung auf, die die Einfügetiefe des Werkzeugträgers 20 in den Spannschaft 30 begrenzt.

10
Werkzeug
12
Lagerschraube
14
Wuchtkörper
16
Anschlagschraube
18
Schneidelement
18a
Schneidelement
19
Schneide
19a
Schneide
20
Werkzeugträger
21
Schaft
22
Ringflansch
23
Teil-Umfangsnut/Nut
23a
Umfangsnut
24
Anschlag
25
Anschlag
26
Stift
27
Stift
28
Klingenschrauben
29
Lagerscheibe
30
Spannschaft
32
zylinderische Außenkontur Spannschaft
34
zylinderische Außenkontur Werkzeugträger
40
Spannfutter
41
Bolzen
42
Schraube
50
Labyrinthdichtung
60
Schnittstelle
A
Längsachse des Werkzeugträgers/Spannfutters
B
Längsachse des Spannschaftes/Schaftes


Anspruch[de]
Werkzeug, insbesondere Fräswerkzeug zur rechts- und linksdrehenden Bearbeitung von Werkstoffen, mit einem Werkzeugträger (20) zur Aufnahme von wenigstens zwei Schneidelementen (18, 18a), wobei ein erstes Schneidelement (18) für die linksdrehende Bearbeitung und ein zweites Schneidelement (18a) für die rechtsdrehende Bearbeitung vorgesehen ist und die Schneiden (19, 19a) der Schneidelemente (18, 18a), bezogen auf eine Längsachse A des Werkzeugträgers (20), gegenüberliegend angeordnet sind, dadurch gekennzeichnet, dass ein Schneidelement (18) oder (18a) in Abhängigkeit von der Drehrichtung in eine aktive, schneidende Stellung und das andere Schneidelement (18a) oder (18) gleichzeitig in eine inaktive, nichtschneidende Stellung bringbar ist. Werkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Werkzeugträger (20) mit seinem Schaft (21) exzentrisch in ein Spannfutter (40) einer Werkzeugmaschine einsetzbar und mit diesem drehfest verbindbar ist. Werkzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaft (21) zur Ausbildung von zwei Anschlägen (24, 25) eine Teil-Umfangsnut (23) aufweist, die mit einem radial im Spannfutter (40) angeordneten Bolzen (41) zusammenwirkt. Werkzeug nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaft (21) zur Ausbildung von zwei Anschlägen (24, 25) zwei radiale Stifte (26, 27) aufweist, die mit einem radial im Spannfutter (40) angeordneten Bolzen (41) zusammenwirken. Werkzeug nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaft (21) mit dem Spannfutter (40) mittels Form- und/oder Kraftschluss drehfest verbindbar ist. Werkzeug nach Anspruch 5, gekennzeichnet durch eine im Spannfutter (40) radial angeordnete Schraube (42), die gegen den Schaft (21) spannbar ist. Werkzeug nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Schaft (21) einen Ringflansch (22) zur Erhöhung der Massenträgheit aufweist. Werkzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneiden (18, 18a) schwenkbar um die Längsachse (A) angeordnet sind und die Längsachse (A) eine Drehachse des Werkzeugträgers (20) ist. Werkzeug nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Werkzeugträger (20) in dem Spannschaft (30) oder dem Spannfutter (40) drehbar gelagert ist. Werkzeug nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehachse des Werkzeugträgers (20) und die Längsachse (B) des Spannschaftes (30) bzw. des Spannfutters (40) exzentrisch zueinander angeordnet sind. Werkzeug nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Lagerung des Werkzeugträgers (20) im Spannschaft (30) bzw. im Spannfutter (40) durch Kugellager und/oder Wälzlager und/oder Gleitlager und/oder dergleichen erfolgt. Werkzeug nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Drehbarkeit des Werkzeugträgers (20) im Spannschaft (30) bzw. Spannfutter (40) begrenzbar ist. Werkzeug nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Begrenzung durch mindestens einen Anschlag erfolgt. Werkzeug nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlag veränderbar ist. Werkzeug nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein die Exzentrizität ausgleichendes Gewicht (14) vorgesehen ist. Werkzeug nach Anspruch 15, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewicht das Anschlagelement am Spannschaft (30) bildet. Werkzeug nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schneidelemente (18, 18a) austauschbar sind. Werkzeug nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens zwei Schneidelemente (18 und 18a) hintereinander parallel zur Drehachse angeordnet sind. Werkzeug nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein Schneidelement (18, 18a) eine Grundschnittfunktion besitzt. Werkzeug nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Schneidelement (18, 18a) eine Grundschnittkante aufweist. Werkzeug nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Grundschnittkante schräg zur Längsachse (A) des Werkzeugträgers ausgerichtet ist.






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