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Dokumentenidentifikation DE19745766B4 08.11.2007
Titel Schlammaufbereitungsstation für eine Tunnelvortriebsmaschine, deren Strebspitze aus durch Druck verdichtetem Schlamm besteht
Anmelder MS Developpement et Participation S.A., Aubiere, FR
Erfinder Guillaume, Jean-Paul, Monton, FR
Vertreter Dr. Weitzel & Partner, 89522 Heidenheim
DE-Anmeldedatum 16.10.1997
DE-Aktenzeichen 19745766
Offenlegungstag 23.04.1998
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 08.11.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.11.2007
IPC-Hauptklasse E21D 9/087(2006.01)A, F, I, 20051205, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung kommt aus dem Gebiet des Tiefbaus und befasst sich mit einer Einrichtung zur Aufbereitung des Schlamms, die dazu dient, eine Tunnelvortriebsmaschine auszustatten, deren Bohrschild aus durch Druck verdichtetem Schlamm besteht.

Man kennt die Technik des Tunnelvortriebs, bei welcher die Tunnelvortriebsmaschine mit einem Bohrschild ausgestattet ist, das unter hohem Druck verdichteten Schlamm anwendet. Diese Technik wird besonders zum Graben in beweglichen Böden verwandt, sie bedient sich eines unter Druck gehaltenen Schlammkreislaufs, um die Abbauwand während der Ausgrabung aufrechtzuerhalten, um so den Einsturz zu vermeiden, und um den Abraum zu einer anders lokalisierten Aufbereitungsanlage zu bringen. Der Schlamm wird von der Abbauwand der Tunnelvortriebsmaschine mit Hilfe von Pumpen zur Aufbereitungsanlage abtransportiert, in welcher der Abraum hauptsächlich getrennt und getrocknet wird, und wo ein Teil des Schlamms aufbereitet wird und zur Tunnelvortriebsmaschine zurückgeschickt wird. Der Tunnelvortrieb wird in Abschnitten vorgenommen; jeder Abschnitt entspricht einem vorherbestimmten Vorrücken der Tunnelvortriebsmaschine.

Die Hauptschwierigkeit dieser Technik besteht in ihrer Anwendung in unmittelbarer Nähe des Grundwassers, welches Risiken birgt wie die des Einsturzes oder auch einer plötzlichen Veränderung der Natur und Zusammensetzung des Erdreichs, und somit in der rheologischen und volumenspezifischen Charakteristik des Schutts in der Abbauzone der Tunnelvortriebsmaschine.

Im Übrigen ist die Einsturzgefahr um so höher, je mehr sich der Tunneldurchmesser vergrößert.

Die Anforderung an die Sicherheit als auch an die Größe und Ausführungsgeschwindigkeit des Abbaubetriebs, veranlassen die Planungsführenden, immer verlässlichere Schlammaufbereitungsmethoden zu entwickeln.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Schlammaufbereitungsstation für eine Tunnelvortriebsmaschine, deren Bohrschild aus durch Druck verdichtetem Schlamm besteht, durch die die rheologischen und volumenspezifischen Eigenschaften des zur Tunnelvortriebsmaschine zurückgeführten aufbereiteten Schlamms verlässlich zu machen, um so alle Sicherheitsgarantien bezüglich einer Veränderung des Grabungsterrains zu bieten, und schließlich zu ermöglichen, in einem beweglichen Terrain einen Tunnel von großem Durchmesser zu graben, das heißt von mehr als 10 Metern, mit einer schnellen Ausführungsgeschwindigkeit, das heißt in einer Größenordnung von mehr als 20 Metern pro Tag.

Der erfinderische Fortschritt besteht, im Gegensatz zu den auf diesem Gebiet üblichen Vorgehensweisen, darin, eine Einrichtung zu entwickeln, in der die Zusammensetzung des zur Tunnelvortriebsmaschine gesandten Schlamms durch eine quasi eigenständige Handhabung der volumenspezifischen und rheologischen Eigenschaften des von der Tunnelvortriebsmaschine kommenden Schlamms garantiert wird, in den verschiedenen Etappen seiner Aufbereitung, dank der folgenden Vorkehrungen, die einzeln oder kombiniert eingesetzt werden können:

  • – Zuerst wird eine Reserve von für die Abbauwand geeignetem Schlamm in der Größenordnung der zur Realisation eines Bohrabschnitts benötigten Menge zwischen einem Aufbereitungsbehälter des von der Tunnelvortriebsmaschine kommenden Schlamms, der von Sand gesäubert wurde (sogenannter entsandeter Schlamm) angeordnet, unter Beigabe von zusammengestellten Schlammanteilen (sogenannter neuer Schlamm) entsteht aufbereiteter Schlamm (sogenannter regenerierter Schlamm), der zum Tunnel zugeführt wird.
  • – An zweiter Stelle werden quasi kontinuierlich Proben entnommen von:

    – dem entsandeten Schlamm,

    – dem Schlamm nach Beendigung seiner Aufbereitung und

    – dem Schlamm unterhalb der genannten Reserve.

Diese Proben werden vorzugsweise in automatisierter Form analysiert, um die volumenspezifischen und rheologischen Eigenschaften der Schlammproben zu bestimmen: Das Analyseresultat wird ständig einem Automaten mitgeteilt, der zuerst die Zufuhr der verschiedenen Zusätze zum neuen Schlamm überwacht, welcher mit dem entsandeten Schlamm vermischt wird, und an zweiter Stelle die Menge des neuen Schlamms, der mit dem entsandeten Schlamm vermischt wird, bemisst. Anzumerken ist, dass die Bestimmungsmethode der Eigenschaften der Schlammproben vorzugsweise Methoden der Dichtebestimmung der Proben beinhaltet und Methoden der Bestimmung ihrer Viskosität, beginnend mit der sichtbaren Viskosität (Messung bei 600 t/mn) und der plastischen Viskosität (Messung bei 300 t/mn). Die so erzielten Werte werden zur Bewertung der Schlammproben analysiert und automatisch mit vorher gespeicherten Richtwerten verglichen. Vorzugsweise wird ein paralleler Kreislauf eingerichtet, um auf eine plötzliche Veränderung der Bodenbeschaffenheit reagieren zu können und um den neuen Schlamm an dem Kreislauf vorbeizuleiten, der die Reserve des regenerierten Schlamms enthält, so dass der der Tunnelvortriebsmaschine zugeführte Schlamm augenblicklich den Anforderungen des Terrains entspricht. Die genannte Umleitung wird im Voraus entweder manuell oder automatisch ausgeführt. Die Erfindung wird besser verständlich und die relevanten Einzelheiten werden anhand eines Ausführungsbeispiels in Verbindung mit der beiliegenden Zeichnung dargestellt, in der:

1 ein Schema des allgemeinen Aufbaus einer Anlage der Erfindung nach einer bevorzugten Ausführungsart zeigt.

2 ist ein Schema, das die automatischen Kontroll- und Verwaltungsvorrichtungen der rheologischen, volumenspezifischen und massetechnischen Eigenschaften des Schlamms während verschiedener Aufbereitungsetappen des benutzten Schlamms in derselben Anlage darstellt.

In 1 zeigt eine Anlage zur Aufbereitung des Schlamms, die dazu vorgesehen ist, eine Tunnelvortriebsmaschine 2 auszurüsten, deren Bohrschild aus durch Druck verdichtetem Schlamm besteht. Die Tunnelvortriebsmaschine 2 arbeitet fortlaufend, jede Sequenz entspricht dem Abraum eines durch eine Flächenwand vorher festgelegten begrenzten Erdvolumens, dem so genannten Bohrabschnitt.

Diese Anlage verwirklicht einen geschlossenen Kreislauf, der ab der Öffnung der Tunnelvortriebsmaschine 2 folgende Teile beinhaltet:

  • – eine Pumpe 4, um den Schlamm von der Tunnelvortriebsmaschine 2 zum Aufbereitungsort zu bringen;
  • – eine Entsandungsvorrichtung, um den von der Tunnelvortriebsmaschine kommenden Schlamm von Sand zu trennen, der dann entsandeter Schlamm genannt wird, und den durch Schleudern 64 gewonnenen Sand zur Aufbewahrung und Entsorgung zu befördern;
  • – eine erste Transportvorrichtung 10 zum Heranführen des entsandeten Schlamms in einen sogenannten Aufbereitungsbehälter 12, in dem eine Mischung zwischen dem entsandeten Schlamm und dem neuen Schlamm hergestellt wird. Dieser Aufbereitungsbehälter 12 ist mit sogenannten Abzweigungsvorrichtungen 14 ausgestattet, die den Überschuss in einen Aufbewahrungsbehälter 8 leiten und danach in eine Recyclinganlage 16;
  • – einen Behälter 18 für den neuen Schlamm, wobei der neue Schlamm aus verschiedenen Komponenten zusammengestellt wurde, die aus den entsprechenden Lieferbehältern 8, 20, 22, 24, 26 stammen;
  • – eine zweite Transportvorrichtung 30 zum Heranführen für den neuen Schlamm aus dem Behälter für neuen Schlamm 18 zum besagten Aufbereitungsbehälter 12;
  • – eine dritte Transportvorrichtung 28, die die Zugabe der Komponenten von den Lieferbehältern in den Behälter 18 mit neuen Schlamm reguliert; und
  • – eine vierte Transportvorrichtung zum Heranführen 32 einer Mischung aus neuem Schlamm vermischt mit entsandetem Schlamm zur Öffnung der Tunnelvortriebsmaschine 2.

Diese erfindungsgemäße Vorrichtung enthält außerdem einen sogenannten Regenerationsbehälter 34, der zwischen dem Aufbereitungsbehälter 12 und der vierten Transportvorrichtung zum Heranführen 32 angebracht ist. Dieser Regenerationsbehälter 34 ist mit Mischvorrichtungen 36 ausgestattet, um seinen Inhalt homogen zu erhalten und in einer Menge zu bevorraten, die zur Erstellung eines Bohrabschnitts ausreicht. Die Ausstattung der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist dergestalt, dass eine gewisse Menge aufbereiteter Schlamm, der als regenerierter Schlamm bezeichnet wird, die zum Tunnelvortrieb eines Bohrabschnitts benötigt wird, vorher zubereitet wird und für den Tunnelvortrieb zur Verfügung steht.

Aufgrund des im Regenerationsbehälter 34 vorrätigen Puffervolumens wird der regenerierte Schlamm, der zur Tunnelvortriebsmaschine 2 zurückfließt, im Gegensatz zur gebräuchlichen Verfahrensweise, nicht sofort während des Tunnelvortriebs hergestellt (also in der Zeit, in der der Schlamm zwischen der Tunnelvortriebsmaschine und der Einrichtung fließt), was ihm eine verlässlichere Zusammensetzung verleiht.

Aus diesen Vorgaben resultiert schließlich ein Maß an Sicherheit des Tunnelvortriebs im Hinblick auf unerwünschte Konsequenzen, wie insbesondere Einstürze, die beim Einsatz eines unbrauchbaren Schlamms auftreten können.

In 1 und 2 enthält die Einrichtung außerdem eine erste Steuerungsvorrichtung 38 zur Steuerung der dritten Transportvorrichtungen 28 und eine zweite Steuerungsvorrichtung 39 zur Steuerung des Zuflusses 52 des neuen Schlamms zum Aufbereitungsbehälter 12. Der Einsatz der ersten Steuerungsvorrichtung 38 und zweiten Steuerungsvorrichtungen 39 steht unter ständiger Überwachung einer vierten Steuerungsvorrichtung 40, die die Informationen kontrolliert und analysiert, welche z.B. von der Regelvorrichtung 42 zur Bestimmung des Sollzustandes, der Messvorrichtung 44 zur Bestimmung der Viskosität und der Messvorrichtung 46 zur Dichtebestimmung, kommen. Die Informationen müssen aus mindestens einer der folgenden Schlammarten stammen:

  • – entsandeter Schlamm von den ersten Transportvorrichtungen 10;
  • – aufbereiteter Schlamm aus dem Aufbereitungsbehälter 12;
  • – regenerierter Schlamm von den vierten Transportvorrichtungen zum Heranführen 32.

Somit führt eine Veränderung der Eigenschaften irgendeiner der aufgeführten Schlammarten zu einer unmittelbaren Korrektur der Eigenschaften des neuen Schlamms, seines Zulaufs in den Aufbereitungsbehälter 12 und somit des aufbereiteten Schlamms.

Aus diesen Vorgaben folgt, dass die rheologisch, volumenspezfisch und massetechnisch erwünschten Eigenschaften des aufbereiteten Schlamms zum einen dauerhaft überwacht und verlässlich sind, zum anderen automatisch einer Veränderung des untertunnelten Gebiets angepasst werden.

Verständlicherweise sollten die oben genannten Steuerungsvorrichtungen 38, 39 und 40 am besten mit einer Schlammaufbereitungseinrichtung verbunden sein, die mit dem oben genannten Regenerationsbehälter 34 ausgestattet ist. Darüber hinaus sollte eine Einrichtung zur Schlammaufbereitung für eine Tunnelvortriebsmaschine, deren Bohrschild aus durch Druck verdichtetem Schlamm besteht, dadurch charakterisiert sein, dass sie mit besagten Steuerungsvorrichtungen 38, 39 und 40 ausgestattet ist, desgleichen notwendigerweise mit besagtem Regenerationsbehälter 34. Gemäß einer bevorzugten Realisation erfolgt die Dichte- und Viskosizitätsbestimmung besagter Schlammarten in Abschnitten aus den von den Schlammarten gezogenen Proben.

Idealerweise enthält die Einrichtung des Weiteren:

  • – einen Zusatzaufbereitungsbehälter 48, der zwischen der vierten Transportvorrichtung zum Heranführen 32 und dem Behälter mit neuem Schlamm 18 angebracht ist. Dieser Zusatzaufbereitungsbehälter 48 steht parallel zu der aus dem Aufbereitungsbehälter 12 und dem Regenerationsbehälter 34 gebildeten Einheit zur Verfügung, und
  • – Selektionsvorrichtung 50 für den neuen Schlamm, die zwischen dem Aufbereitungsbehälter 12 und dem Zusatzaufbereitungsbehälter 48 angeordnet sind.

Der Zusatzaufbereitungsbehälter 48 kann so eventuell die durch den Aufbereitungsbehälter 12 und dem Regenerationsbehälter 34 gebildete Einheit durch den Einsatz der Selektionsvorrichtungen 50 umgehen. Dadurch können die Eigenschaften und/oder die Zusammensetzung des zu der Tunnelvortriebsmaschine 2 durch die dritten Transportvorrichtungen 32 zugeführten regenerierten Schlamms im Notfall schnell angepasst werden. Besonders wichtig ist dies im Fall einer durchgreifenden und radikalen Veränderung der Eigenschaften des für die Tunnelvortriebsmaschine bestimmten Schlamms und somit des untertunnelten Erdreichs, oder auch bei Wartungsarbeiten in der Spitze der Tunnelvortriebsmaschine, bei denen eine Injektion von Konsolidierungsschlamm in das Bohrschild spezifische Eigenschaften aufweisen muss.

Es wird darauf verwiesen, dass die ersten Steuerungsvorrichtungen 38 von den Regel- und Messvorrichtungen 42, 44 zur Bestimmung der rheologischen Eigenschaften der Schlammproben abhängen, und dass die zweiten Steuerungsvorrichtungen von der Regelvorrichtung 42, 46 und der Messvorrichtung zur Bestimmung der masse- und volumenspezifischen Eigenschaften des besagten Schlammes abhängen.

Der Einsatz besagter Auswahlmittel 50 hängt von mindestens einer der Vorrichtungen aus der Gruppe der Handsteuerungsvorrichtungen und der Steuerungsmittel 51 ab, die wiederum von den vierten Steuerungsvorrichtungen abhängen.

Daraus ergibt sich folgende Verfahrensweise für die Kontrolle und die automatische Funktion einer Einrichtung zur Aufbereitung des Schlamms einer Tunnelvortriebsmaschine 2, deren Bohrschild aus durch Druck verdichtetem Schlamm besteht:

  • – regelmäßige und etappenweise Ziehung von Proben von wenigstens dem entsandeten Schlamm (Probe A), dem aufbereiteten Schlamm (Probe B) und dem regenerierten Schlamm (Probe C),
  • – bei jeder dieser Proben (A, B, C) sukzessive Erstellung (56) einer Masse-, Volumen- und rheologischen Bilanz, danach
  • – Vergleich jedes erhaltenen Resultats mit den vorgeschriebenen Informationen eines Leistungsverzeichnisses, welches dank Speichervorrichtungen 58 im Voraus aufgezeichnet wurde, und dadurch Bestimmung der Zugabe von Additiven zu dem neuen Schlamm sowie die Bestimmung der Menge des neuen Schlamms, die mit dem entsandeten Schlamm vermischt wird;
  • – ständige Übertragung der erhaltenen Informationen zu einem Automaten 60, der mit Steuerungsvorrichtungen 38, 39 und 51 ausgestattet ist und der den Einsatz von mindestens einer der Selektionsvorrichtungen 50 (51), der dritten Transportvorrichtungen 28 (38), der Regulierungsmittel 52 des Ausstoßes des neuen Schlammes in den Aufbereitungsbehälter 12 (39); der Steuerungsvorrichtungen 38, 39 und 51, deren Einsatz wiederum von besagten Analysemitteln 40 oder alternativ von den Informationsmitteln 62 eines Computers abhängt.

Die vierte Steuerungsvorrichtung 40 enthält Anzeigemittel 54, durch die ein Operator Informationen erhält, um die Zusammensetzung oder die Eigenschaften des neuen Schlamms anzugleichen oder zu verändern, insbesondere indem er die vorgeschriebenen Informationen des Leistungsverzeichnisses durch die Informationsvorrichtungen 62 modifiziert und eventuell die Operatoren der Tunnelvortriebsmaschine vor der Veränderung der Eigenschaft des untertunnelten Gebietes warnt.

Die Zusatzbehälter enthalten eines der folgenden Elemente:

  • – Überschussschlamm aus dem Aufbereitungsbehälter 12 (Lagerbehälter 8),
  • – Frischwasser (Behälter 20),
  • – ein Additiv (wie 22) aus der Additivgruppe der Polymere, der Viskosen und der Salze,
  • – Betonitschlamm (Behälter 24),
  • – recyceltes Wasser (Behälter 26), gewonnen bei der Aufbereitung des Überschussschlamms in der Recycleeinrichtung 16.

Die Vorrichtungen des Verfahrens der Erfindung sind vorteilhaft angeordnet und in 2 im Einzelnen dargestellt in Form einer Einheit 66, die aus den vierten Kontroll- und Analysemitteln 40, den Messvorrichtungen 44 und 46 der Bestimmung der Dichte und Viskosizität der Proben und dem Automaten 60 besteht.

Die besagten zweiten Mittel 14 bestehen aus einem sogenannten Schwimmschieber, dessen Handhabung zur Öffnung und Schließung von einem Schieber abhängt, der sich auf dem Schlamm im Aufbereitungsbehälter befindet.

Zu beachten ist, dass die dritte Transportvorrichtung 28 und die Mittel zur Regelung des Ausstoßes des neuen Schlamms in die Aufbereitungsbehälter 12 und/oder 48 aus Schiebern bestehen, deren Handhabung zur Öffnung/Schließung von Steuerungsmitteln 38, 39 abhängt, wie in den Figuren dargestellt, oder auch entsprechend durch Adduktionsschlammpumpen im Kreislauf, deren Einsatz von den besagten Steuerungsmitteln 38, 39 abhängt.

Darüber hinaus ist zu beachten, dass die Schleudervorrichtungen des regenerierten Schlamms vorzugsweise aus einer Pumpe 36 bestehen, die zwischen dem Aufbereitungsbehälter 12 und dem Regenerationsbehälter 34 angebracht ist, um eine ständige Zirkulation des Schlamms zwischen den beiden Behältern 12 und 34 zu ermöglichen und die Homogenität des regenerierten Schlamms je nach Veränderung der Eigenschaften des aufbereiteten Schlamms zu gewährleisten; insbesondere je nach Zugabe von neuem Schlamm in den Aufbereitungsbehälter 12.

Auch wenn hier eine bevorzugte Anordnung der Erfindung dargestellt wird, ist sie nicht an diese Form gebunden, sondern auf jede Einrichtung zur Aufbereitung des Schlamms anwendbar, die dazu dient, eine Tunnelvortriebsmaschine mit obengenannten Eigenschaften auszustatten.


Anspruch[de]
Einrichtung zur Aufbereitung von Schlamm, die dazu dient, eine Tunnelvortriebsmaschine (2) auszustatten, deren Bohrschild aus durch Druck verdichtetem Schlamm besteht, wobei die Tunnelvortriebsmaschine (2) sequentiell in einer Abfolge von an das vorliegende Terrain angepassten Bohrabschnitten arbeitet; diese Einrichtung setzt einen geschlossenen Kreislauf ein, der ab der Öffnung der Tunnelvortriebsmaschine folgende Elemente aufweist:

– eine Pumpe (4), um den Schlamm von der Tunnelvortriebsmaschine (2) zum Aufbereitungsort zu transportieren;

– eine Vorrichtung (6), um den von der Tunnelvortriebsmaschine (2) kommenden Schlamm von Sand zu befreien und so entsandeten Schlamm herzustellen und um den gewonnenen Sand zu lagern und abzuführen;

– einen Behälter für neuen Schlamm (18), wobei der neue Schlamm (18) aus verschiedenen Anteilen besteht, die aus Lieferbehältern (8, 20, 22, 24, 26) zugeführt werden;

– eine erste Transportvorrichtung (10) zum Zuführen des entsandeten Schlamms zu einem Aufbereitungsbehälter (12), in dessen Inneren aus dem entsandeten Schlamm und dem neuen Schlamm eine Mischung hergestellt wird, wobei der Aufbereitungsbehälter (12, 48) mit einer Abzweigungsvorrichtung ausgestattet ist, die den Überschuss zunächst in einen Speicherbehälter (8) leitet und dann in eine Recyclinganlage (16);

– eine zweite Transportvorrichtung (30) zum Zuführen des neuen Schlamms zum Aufbereitungsbehälter (12);

– eine dritte Transportvorrichtung (28), die die Zuführung aus den Lieferbehältern (8, 20, 22, 24, 26) zum Behälter für neuen Schlamm (18) reguliert;

– ein Regenerationsbehälter (34) nach dem Aufbereitungsbehälter (12), der mit einer Mischvorrichtung (36) ausgestattet ist, um seinen Inhalt durch den Austausch mit dem Regenerationsbehälter (34) homogen zu halten und um eine für den Bauabschnitt hinreichende Menge von aufbereiteten Schlamms, der als regenerierter Schlamm bezeichnet wird, zu bevorraten;

– einen Regenerationsbehälter (34) nach dem Aufbereitungsbehälter (12), der mit einer Mischvorrichtung (36) ausgestattet ist, um seinen Inhalt durch den Austausch mit dem Aufbereitungsbehälter (12) homogen zu erhalten und um eine für den Bohrabschnitt hinreichende Menge von aufbereiteten Schlamms, der als regenerierter Schlamm bezeichnet wird, zu bevorraten;

– eine vierte Transportvorrichtung (32) zum Zuführen von Schlamm zur Tunnelvortriebsmaschine (2), wobei diesem eine Mischung aus neuem Schlamm (18) und regeneriertem Schlamm aus dem Regenerationsbehälter (34) zugeführt wird.
Einrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung ein Steuerungsmittel umfasst, wobei die Steuerung Daten über die Viskosität und die Dichte mindestens einer der folgenden Schlammarten verarbeitet;

– des entsandeten Schlamms – Probe (A);

– des Schlamms aus dem Aufbereitungsbehälter (12) – Probe (B);

– des regenerierten Schlamms an dem Regenerationsbehälter (34) – Probe (C)

und wobei bei einer Abweichung von den Sollwerten die Zusammensetzung des neuen Schlamms (18), die dem Aufbereitungsbehälter (12) zugeführt wird, verändert wird.
Einrichtung gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Bestimmung der Dichte und der Viskosität der Schlammarten durch sequentiell entnommene Proben (A, B, C) bestimmt wird. Einrichtung gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zur Bestimmung der Viskosität die scheinbare und die plastische Viskosität der Schlammarten bestimmt wird. Einrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung zusätzlich folgendes umfasst:

– einen Zusatzaufbereitungsbehälter (48), der zwischen der vierten Transportvorrichtung (32) zum Zuführen von Schlamm zur Tunnelvortriebsmaschine (2) und dem Behälter für den neuen Schlamm (18) angeordnet ist, wobei der Zusatzaufbereitungsbehälter (48) im Austausch mit dem Regenerationsbehälter (34) steht;

– eine Selektionsvorrichtung (50) zur Steuerung der Zufuhr des neuen Schlamms zum Aufbereitungsbehälter (12) und dem Zusatzaufbereitungsbehälter (48).
Einrichtung gemäß Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Selektionsvorrichtung eine Handsteuerung und eine Verbindung zu einem Steuerungsmittel umfasst, das die Analyseinformationen aus der Bestimmung der Viskosität und der Dichte der Schlämme verarbeitet. Einrichtung gemäß Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung ein Anzeigemittel (54) zur Darstellung der Kontroll- und Analyseinformationen umfasst. Einrichtung gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Speicherbehälter (8) wenigstens eines der folgenden Elemente aufnimmt:

– Überschussschlamm aus dem Aufbereitungsbehälter (12);

– Frischwasser (20);

– ein Additiv aus der durch Polymere, Viskosen und Salze (22) gebildeten Gruppe;

– Betonitschlamm (24);

– recyceltes Wasser (26), das durch die Aufbereitung des Überschussschlamms in der Recyclinganlage (16) gewonnen wird.
Einrichtung gemäß des Anspruchs 1, dadurch gekennzeichnet, dass das zweite Transportmittel (14) einen Schwimmschieber umfasst, der von einem Schwimmer gesteuert wird, der sich auf dem Schlamm im Aufbereitungsbehälter (12, 48) befindet. Verfahren der Kontrolle und der automatischen Funktion einer Einrichtung gemäß des Anspruchs 6, dadurch gekennzeichnet, dass sie folgendermaßen aufgebaut ist:

– regelmäßige und etappenweise Ziehung von Proben von zumindest dem entsandeten Schlamm (Probe A), dem aufbereiteten Schlamm (Probe B) und dem regenerierten Schlamm (Probe C);

– bei jeder dieser Proben (A, B, C) sukzessive Erstellung (56) einer Masse-, Volumen- und rheologischen Bilanz, danach

– Vergleich jedes erhaltenen Resultats mit den vorgeschriebenen Informationen eines Leistungsverzeichnisses, welches dank Speichermittel (58) im voraus aufgezeichnet wurde, und dadurch Bestimmung der Zugabe von Additiven zu dem neuen Schlamm, sowie die Bestimmung der Menge des neuen Schlamms, die mit dem entsandeten Schlamm vermischt wird;

– ständige Übertragung der erhaltenen Informationen zu einem Automaten (60), der mit Steuerungsmittel (38, 39, 51) ausgestattet ist und der den Einsatz von mindestens einer Selektionsvorrichtung (50), der dritten Mittel (28), der Regulierungsmittel (52) des Ausstoßes des neuen Schlammes in den Aufbereitungsbehälter; Steuerungsmittel, deren Einsatz wiederum von besagten Analysemitteln abhängt.






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