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Dokumentenidentifikation DE202007006509U1 08.11.2007
Titel Sicherheits-Türbeschlag mit elektromagnetischer Zusatzverriegelung
Anmelder Rapsch, Thimo, 83395 Freilassing, DE
DE-Aktenzeichen 202007006509
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 08.11.2007
Registration date 04.10.2007
Application date from patent application 08.05.2007
IPC-Hauptklasse E05B 15/00(2006.01)A, F, I, 20070508, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E05B 17/22(2006.01)A, L, I, 20070508, B, H, DE   E05B 47/00(2006.01)A, L, I, 20070508, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Innentüren aus Holz in üblicher Bauart werden größtenteils mit einem "Einfachfalz nach DIN 18101" hergestellt.

Ferner werden diese Türen meistens mittels eines Türschlosses nach "DIN 18251" verriegelt oder geöffnet, welches seitlich in etwa der halben Höhe der Türe eingefräst wird. Durch entsprechende Türscharniere auf der Gegenseite des Türschlosses wird die Türe begehbar (drehbar) gemacht.

Diese herkömmlichen Türschlösser nach DIN 18251 halten nur bedingt Einbruchs- oder unbefugten Öffnungsversuchen stand. Deshalb werden im Fachhandel sogenannte "Zusatz-Sicherheitsschlösser" angeboten, die üblicherweise oberhalb des bereits vorhandenen Schlosses auf der Innenseite der Türe installiert (aufgeschraubt) werden.

Die Installation dieser Zusatz-Sicherheitsschlösser erfordert neben nicht unerheblichem Montageaufwand durch den Fachmann unter anderem auch mindestens eine oder mehrere Durchfräsungen (Durchmesser von 20 bis zu 50 Millimetern) am Türblatt, welches den Wert der Türe schmälert.

Zudem sind diese Zusatzschlösser aus Konstruktionsgründen von der Aussenseite der Tür aus erkennbar und somit unbefugten Öffnungsversuchen ausgeliefert.

Auch in gestalterischer Hinsicht beeinträchtigen Zusatzschlösser das Gesamtbild der Türe wesentlich.

Der im Schutzanspruch 1 angegebenen Erfindung liegt das Problem zugrunde, einen Sicherheits-Türbeschlag zu schaffen, welcher eine zusätzliche Sicherheitsverriegelung der Türe ermöglicht, von außen nicht einsehbar ist und dessen Installation den Wert und das Gesamtbild der Türe nicht beeinträchtigt. Auch war es Aufgabe, die Installation desgleichen bedeutend einfacher bewerkstelligen zu können.

Dieses Problem wird mit den im Schutzanspruch 1 aufgeführten Merkmalen gelöst.

Mit der Erfindung wird erreicht, daß eine zuverlässige, von der Aussenseite der Türe nicht einsehbare, zusätzliche Sicherheitsverriegelung ohne größeren Aufwand wie Fräsungen und dergleichen installiert werden kann.

Der Sicherheits-Türbeschlag (1) wird an derselben Stelle der bisherigen (demontierten) Türdrückergarnitur auf das Türblatt geschraubt. Die Abmessungen des Sicherheitsbeschlages sind passend auf Türschlösser nach DIN 18251 sowie dem Einfachfalz-System nach DIN 18101 ausgelegt und das bereits vorhandene Türschloß behält somit seine vollständige Funktion.

Auf der Türzarge (Türstock) wird entsprechend das mit 2 Elektromagneten versehene Schließgehäuse (3) montiert.

Dieses ist mittels elektrischen Leitungen mit der Steuereinheit (4), welches vorzugsweise in der Nähe der Türe installiert ist, verbunden. Die Steuereinheit wird aus dem Stromnetz mit Energie versorgt.

Die Verriegelungsfunktion kann über Funk (Funkschlüssel oder Transponder) oder andere geeignete Übertragungswege erfolgen. bei elektrischer Bestromung (z.B. auf dem Funk-Übertragungsweg mittels Funkschlüssel) der im Schließgehäuse sitzenden Elektromagneten (2 – Nr. 1) werden die beiden Schließriegel im Beschlaggehäuse (2 – Nr. 2) in das Verriegelungsgehäuse angezogen und verriegeln somit die Türe.

Ohne eine elektrische Bestromung der Elektromagneten sorgen zwei Rückholfedern stets für eine entriegelte Position der Schließriegel.

Folglich bleibt bei eventuellem Stromausfall der Sicherheitsbeschlag geöffnet und die Türe wird nur durch das herkömmliche Türschloß verriegelt.

Das Schließgehäuse am Türstock ist bei geschlossener Türe komplett durch den Sicherheitsbeschlag abdeckend eingeschlossen.

Anmerkung: Der Druckwiderstand bewegt sich bei ca. 850 kg

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der 1 bis 5 erläutert. Es zeigen:

1: Vorderansicht des Sicherheits-Türbeschlages in Originalgröße

2: Rückansicht des Sicherheits-Türbeschlages mit Schließgehäuse (3) in verriegelter Position:

1
Elektromagneten
4
Distanzstücke
2
Schließriegel
3
Rückholfedern
5
Anschlagschrauben

3: Seitenansicht Schließgehäuse (Nr. 7 u. 8) Vorderansicht Schließgehäuse (Nr. 6)

4: Abbildung Steuereinheit mit Leuchtdiode (9)

5: Draufsicht Beschlaggehäuse (DIN re)


Anspruch[de]
Sicherheits-Türbeschlag mit elektromagnetischer Zusatzverriegelung, bestehend aus Beschlaggehäuse (1) und Schließgehäuse (3), dadurch gekennzeichnet, dass eine über Funk oder andere Übertragungswege ausgelöste Sicherheitsverriegelung einen zusätzlichen Verschluss der Türe ausübt. Sicherheits-Türbeschlag nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Beschlaggehäuse (1) eine Höhe von mindestens 12,0 cm, maximal 15,0 cm, vorzugsweise 13,0 cm hat. Sicherheits-Türbeschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Beschlaggehäuse (1) eine Breite von mindestens 12,0 cm, maximal 15,0 cm, vorzugsweise 13.1 cm hat. Sicherheits-Türbeschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Beschlaggehäuse (1) eine Tiefe von mindestens 1,5 cm, maximal 4,0 cm, vorzugsweise 3,1 cm hat. Sicherheits-Türbeschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Tiefe des Beschlaggehäuses (5) auf einer Seite ein Überstand von mindestens 1,0 cm, maximal 2,5 cm, vorzugsweise 1,3 cm ist. Sicherheits-Türbeschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Tiefe des Beschlaggehäuses (5) der Überstand von Anspruch Nr. 5 mindestens 1,5 cm, maximal 4,0 cm, vorzugsweise 2,6 cm lang ist. Sicherheits-Türbeschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abmessungen des Sicherheits-Türbeschlages (1) aud die Maße der DIN-Norm 18251 für Türschlösser abgestimmt sind. Sicherheits-Türbeschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Abmessungen des Sicherheits-Türbeschlages auf die Maße des "Einfachfalz-Systems DIN 15101" für Innentüren abgestimmt sind. Sicherheits-Türbeschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Schließgehäuse (3) im geschlossenem Zustand der Türe durch das Beschlaggehäuse (1 u. 5) abgedeckt ist. Sicherheits-Türbeschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Schließgehäuse (3) mindestens 1, maximal 4, vorzugsweise 2 Elektromagneten installiert sind. Sicherheits-Türbeschlag nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass in dem Beschlaggehäuse (1 u. 2) mindestens 1, maximal 4, vorzugsweise 2 Riegel aus Stahl unter Federzug installiert sind.






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