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Dokumentenidentifikation DE202007007048U1 08.11.2007
Titel Gitarre
Anmelder Schweden, Bernd, 84489 Burghausen, DE
Vertreter Gößmann, C., Pat.-Anw., 84453 Mühldorf
DE-Aktenzeichen 202007007048
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 08.11.2007
Registration date 04.10.2007
Application date from patent application 15.05.2007
IPC-Hauptklasse G10D 3/02(2006.01)A, F, I, 20070515, B, H, DE
IPC-Nebenklasse G10D 1/08(2006.01)A, L, I, 20070515, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Hohlkorpus-Musikinstrument, insbesondere Gitarre oder Bassgitarre, umfassend einen Korpus mit zwei gegenüberliegenden, sich flächig erstreckenden Deckwandungen, von denen eine als Boden und die andere als Decke ausgebildet ist, einen Hals und mehrere sich über die Decke des Korpus sowie den Hals gespannt erstreckende Saiten, wobei mindestens eine der Deckwandungen auf ihrer der gegenüberliegenden Deckwandung zugewandten Innenseite ein oder mehrere Konstruktionselemente, beispielsweise zur Versteifung der Deckwandung und/oder zur Ermöglichung einer Verbindung mit, bzw. eines Anschlusses von weiteren Bauteilen, aufweist. Unter einem Hohlkorpus-Musikinstrument wird jede Art von Musikinstrument verstanden, bei dem ein Hohlkorpus als Resonanzkörper zur Formung des Klangbildes des Musikinstrumentes fungiert, wie insbesondere bei einer Gitarre, Bassgitarre, einem Cello, einer Mandoline, etc..

Verbesserungen der Klangeigenschaften von Hohlkorpus-Musikinstrumenten sind schon vielfach durch konstruktive Veränderungen an ihrem äußeren Korpus vorgenommen worden, die aber nicht zu einem wesentlich anderen Klang führten als herkömmliche Hohlkorpus-Musikinstrumente.

Es bestand nun die Aufgabe den Stand der Technik zu verbessern, insbesondere bekannte Hohlkorpus-Musikinstrumente einen völligen anderen Klang zu verleihen.

Die Aufgabe wird durch die Erfindung gelöst.

Aufgabe der Erfindung ist ein Hohlkorpus-Musikinstrument, insbesondere Gitarre oder Bassgitarre umfassend einen Korpus mit zwei gegenüberliegenden, sich flächig erstreckenden Deckwandungen (1, 2), von denen eine als Boden (2) und die andere als eine Decke (1) ausgebildet ist, einen Hals und mehrere sich über die Decke (1) des Korpus sowie den Hals gespannt erstreckende Saiten, dadurch gekennzeichnet, dass im Inneren des Korpus ein den Klang beeinflussendes Flächengebilde, insbesondere ein Blech befestigt ist, wobei dieses Flächengebilde als Blech aus einem Metall ist, aber auch aus Holz sein kann.

Der Korpus des Hohlkorpus-Musikinstruments ist vorzugsweise aus Holz oder Metall oder einer Mischbauweise aus beiden Materialien gefertigt. Bei dem Metall handelt es sich vorzugsweise um Eisen, Stahl, Kupfer, Aluminium oder Messing, bevorzugt um Eisen oder Stahl, besonders bevorzugt aus Edelstahl.

In einer bevorzugten Ausführungsform wird das Flächengebilde, vorzugsweise in Form eines Blechs, senkrecht zum Boden des Korpus befestigt, dabei kann es die Form eines Rings, vorzugsweise als Band aufweisen, der einen Kreis bildet oder im wesentlichen parallel zur Zarge verläuft. Das Flächengebilde kann auch die Form einer Röhre, vorzugsweise aus Blech aufweisen, wobei Röhre bedeutet, dass das Flächengebilde im Vergleich zum Ring einen wesentlichen geringeren Durchmesser aufweist und das Verhältnis Länge zum Durchmesser, so ist dass die Länge einen höheren Wert aufweist als der Durchmesser.

In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform wird das Flächengebilde, vorzugsweise in Form eines Blechs, horizontal zum Boden des Korpus befestigt, dabei weist es die Form eines im wesentlichen rechteckigen oder runden Flächengebildes auf, wobei ein rundes Flächengebilde bevorzugt ist, das vorzugsweise an einer Stelle freischwingend befestigt ist.

Das Flächengebilde kann sowohl in seiner senkrechten als auch in seiner horizontalen Anordnung entweder am Boden oder am Deckel befestigt sein. Es kann auch sowohl am Boden als auch am Deckel befestigt werden. Bevorzugt ist jedoch eine Befestigung, sowohl am Boden oder als auch am Deckel des Hohlkorpus-Musikinstrument. Vorzugsweise wird das Flächengebilde beabstandet zum Boden oder der Decke befestigt, vorzugsweise in einem Abstand von 0,5 cm bis 3 cm, bevorzugt 1 cm bis 2 cm. Vorzugsweise wird das Flächengebilde von einem Halter vorzugsweise aus Hartholz gehalten, wobei der Halter so aufgebaut ist, dass er die Vibrationen der Saiten auf das Flächengebilde überträgt.

Falls das Flächengebilde ein Blech ist, ist es vorzugsweise aus Federstahl, vorzugsweise mit einer Dicke von 0,2 mm bis 1 mm.

Figuren

1 zeigt eine Gitarre mit einem Klangblechring.

2 zeigt eine Gitarre mit einem horizontalen Klangblechhalter.

3 zeigt eine Gitarre mit einer Klangblechröhre.

Fig. 1

1a zeigt eine Gitarre in Draufsicht, die einen Deckel (1) und einen Boden (2) aufweist, wobei im Inneren der Klangblechring (3) mit seiner Befestigung (4) dargestellt ist. In 1b ist seitlich eine Schnittansicht in Längsrichtung der Gitarre dargestellt, wobei die Befestigung (4) und der Klangblechring (3) in einer seitlichen Ansicht bei geöffneter Zarge (5) dargestellt sind. In 1c wird eine Schnittansicht durch das Vorderteil der Gitarre in der Zarge (5) dargestellt, wobei der Klangblechring von der Seite mit der Befestigung (4) dargestellt ist, die am Deckel an der Brücke (6) und am Boden mit einer Gegenplatte (7) befestigt ist.

Fig. 2

1a zeigt eine Gitarre in Draufsicht, die einen Deckel (1) und einen Boden (2) aufweist, wobei im Inneren das horizontal zum Boden angeordnete Klangblech (3) (nicht gezeigt) mit seiner Befestigung (4) dargestellt ist. In 2b ist seitlich eine Schnittansicht in Längsrichtung der Gitarre dargestellt, wobei die Befestigung (4) und das horizontale Klangblech (3) in einer seitlichen Ansicht bei geöffneter Zarge (5) dargestellt sind. In 2c wird eine Schnittansicht durch das Vorderteil der Gitarre in der Zarge (5) dargestellt, wobei das horizontale Klangblech von der Seite mit der Befestigung (4) dargestellt ist, das am Deckel an der Brücke (6) und am Boden mit einer Gegenplatte (7) befestigt ist.

Fig. 3

1a zeigt eine Gitarre in Draufsicht, die einen Deckel (1) und einen Boden (2) aufweist, wobei im Inneren eine Klangblechröhre (3) horizontal zum Boden mit seiner Befestigung (4) dargestellt ist. In 2b ist seitlich eine Schnittansicht in Längsrichtung der Gitarre dargestellt, wobei die Befestigung (4) und die Klangblechröhre (3) in einer seitlichen Ansicht bei geöffneter Zarge (5) dargestellt sind. In 3c wird eine Schnittansicht durch das Vorderteil der Gitarre in der Zarge (5) dargestellt, wobei die Klangblechröhreg von der Seite mit der Befestigung (4) dargestellt ist, die am Deckel an der Brücke (6) und am Boden mit einer Gegenplatte (7) befestigt ist.


Anspruch[de]
Hohlkorpus-Musikinstrument umfassend einen Korpus mit zwei gegenüberliegenden, sich flächig erstreckenden Deckwandungen (1, 2), von denen eine als Boden (2) und die andere als eine Decke (1) ausgebildet ist, einen Hals und mehrere sich über die Decke (1) des Korpus sowie den Hals gespannt erstreckende Saiten, dadurch gekennzeichnet, dass im Inneren des Korpus ein Blech befestigt ist. Hohlkorpus-Musikinstrument nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Korpus aus Holz oder Metall ist. Hohlkorpus-Musikinstrument nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass es sich bei dem Metall um Eisen, Edelstahl, Kupfer, Aluminium oder Messing handelt. Hohlkorpus-Musikinstrument nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Blech senkrecht zum Boden des Korpus befestigt ist. Hohlkorpus-Musikinstrument nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Blech horizontal zum Boden des Korpus befestigt ist. Hohlkorpus-Musikinstrument nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Blech als Ring in Form eines Bandes im Korpus befestigt ist. Hohlkorpus-Musikinstrument nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Blech als Röhre im Korpus befestigt ist. Hohlkorpus-Musikinstrument nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Blech beabstandet zum Boden oder der Decke des Korpus befestigt ist. Hohlkorpus-Musikinstrument nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass das Blech ein Federstahlblech ist. Hohlkorpus-Musikinstrument nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 9 dadurch gekennzeichnet, dass das Blech eine Dicke von 0,2 mm bis 1 mm aufweist.






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