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Dokumentenidentifikation DE202007008570U1 08.11.2007
Titel Wärmedämmplatte
Anmelder GABA GmbH, 45527 Hattingen, DE
Vertreter Schneiders & Behrendt Rechts- und Patentanwälte, 44787 Bochum
DE-Aktenzeichen 202007008570
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 08.11.2007
Registration date 04.10.2007
Application date from patent application 20.06.2007
IPC-Hauptklasse E04B 1/80(2006.01)A, F, I, 20070620, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E04F 13/073(2006.01)A, L, I, 20070620, B, H, DE   E04F 13/075(2006.01)A, L, I, 20070620, B, H, DE   E04C 2/292(2006.01)A, L, I, 20070620, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Wärmedämmplatte, insbesondere für die Verkleidung von Kellerdecken oder Kellerwänden, bestehend aus einem plattenförmigen Hartschaumkörper, der beidseitig mit einer als Dampfsperre dienenden Aluminiumfolie kaschiert ist.

Eine derartige Wärmedämmplatte ist beispielsweise aus dem DE-GM-88 06 812.9 bekannt.

Die beidseitige Kaschierung mit einer als Dampfsperre wirkenden Aluminiumfolie ist bei solchen Wärmedämmungsplatten insofern wichtig, als der Schaumstoff auf Dauer gegen den Zutritt von Luft und Wasserdampf geschützt wird und die im Schaumstoff enthaltenen Expansionsgase nicht oder nur sehr langsam ausgetauscht werden, was sich günstig auf die Lebensdauer und insbesondere die guten Wärmedämmungseigenschaften des Hartschaumstoffes auswirkt.

Ein weiterer Vorteil von derartigen Wärmedämmplatten besteht darin, dass sie mit einfachem Handwerkszeug, beispielsweise mit einer Handkreissäge, einer Stichsäge oder dergleichen bearbeitet werden können, um die Platten insbesondere an den Rändern den örtlichen Gegebenheiten anzupassen. Aus diesem Grund sind diese Wärmedämmplatten insbesondere auch für den nachträglichen Einbau bei der Altbausanierung geeignet. Die guten Wärmdämmungseigenschaften sorgen dafür, dass durch die damit isolierten Kellerdecken und Kellerwände nur wenig Wärme abwandern kann, so dass die darüber liegenden Wohnräume weniger fußkalt sind und mit geringeren Heizkosten beheizt werden können.

Ein Nachteil der bekannten Wärmedämmplatten besteht darin, dass die nur mit der Aluminiumfolie kaschierten, nach innen weisenden Oberflächen verhältnismäßig weich sind, so dass die damit isolierte Wand oder Decke empfindlich gegen Beschädigungen ist. Das ist insbesondere in Kellerräumen misslich, wo beim Aufstellen von Regalen oder beim Lagern von sperrigen Gegenständen oft an die Wände gestoßen wird wo dann hässliche Druckstellen und Beschädigungen an den nach innen weisenden Oberflächen auftreten können.

Es ist deshalb Aufgabe der Erfindung, die Wärmedämmplatte der eingangs genannten Art dahingehend weiterzubilden, dass die nach innen weisenden Oberflächen eine wesentlich höhere mechanische Festigkeit haben, ohne die mechanische Bearbeitbarkeit oder die Wärmedämmungseigenschaften zu beeinträchtigen.

Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung eine einseitig auf der Sichtseite der Wärmedämmplatte angeordnete Schutzplatte vor, die auf die Aluminiumkaschierung aufgeklebt ist, 2 bis 5 mm, vorzugsweise 3 mm, dick ist und aus einem Faserverbundwerkstoff besteht. Solche Faserverbundwerkstoffe haben eine hohe Druckfestigkeit und insbesondere einen starken inneren Zusammenhalt, so dass sie weniger leicht reißen oder zersplittern. Auf der anderen Seite lassen sich solche Platten aus Faserverbundwerkstoff ohne Weiteres mit Handkreissägen und Stichsägen zerteilen, so dass die einfache Bearbeitbarkeit der Wärmedämmplatten trotz der signifikanten Festigkeitssteigerung gewährleistet bleibt. Letzteres wäre beispielsweise nicht möglich, wenn man eine Schutzschicht z. B. aus Stahlblech vorsehen würde. Wegen der leichten Bearbeitbarkeit lassen sich die Wärmedämmplatten gemäß der Erfindung leicht verlegen, sind aber gegen Beschädigungen der nach der Verlegung sichtbaren Oberflächen sehr gut geschützt.

Eine zweckmäßige Weiterbildung der Erfindung sieht vor, dass die Schutzplatte als hochdichte Holzfaserplatte (HDF) ausgebildet sind. Solche hochdichten Holzfaserplatten sind sehr preisgünstig und können gleich ab Werk mit einer dekorativen Lackbeschichtung versehen sein, so dass die damit verkleideten Flächen nach der Verlegung der Wärmedämmplatten nicht mehr behandelt zu werden brauchen.

Eine andere vorteilhafte Ausführungsform der Wärmedämmplatte gemäß der Erfindung sieht vor, dass die Schutzplatte als Zementfaserplatte ausgebildet ist. Auch solche Zementfaserplatten haben eine sehr harte Oberfläche und einen guten inneren Zusammenhalt, so dass Beschädigungen der auf den Hartschaumkörper aufgeklebten Schutzplatte nicht zu befürchten sind.

Solche Zementfaserplatten haben eine saugende Oberfläche und können dementsprechend leicht bemalt, tapeziert oder verputzt werden.

Alternativ ist es gemäß einer zweckmäßigen Weiterbildung der Erfindung auch möglich, diese Zementfaserplatten schon bei der Herstellung durch die Hinzufügung eines Pigments in der jeweils gewünschten Farbe einzufärben.

Um den Luftzutritt zu den Hartschaumkörper der fertig verlegten Wärmedammplatten zu minimieren, sieht die Erfindung weiterhin vor, dass der Hartschaumkörper an seinen Kanten mit Nut- oder Federverbindungselementen versehen ist, die bei lückenlos stumpf aneinander stoßenden Schutzplatten benachbarter Wärmedämmplatten unter Presssitz an den Nut- und Federelementen der benachbarten Hartschaumträger anliegen. Auf diese Weise werden die benachbarten Wärmedämmplatten nahezu luftdicht miteinander verbunden, so dass ein unerwünschter Luftdurchtritt kaum noch stattfinden kann.

Die Hartschaumkörper können beispielsweise aus Polyurethan-Hartschaum mit einem Raumgewicht von 25 bis 35 kg/m3, vorzugsweise 30 bis 32 kg/m3 bestehen. Ein solcher Hartschaum ist besonders tragfest und dauerhaft.

Alternativ ist auch der etwas preiswertere Polystyrol-Hartschaum mit einem Raumgewicht von 15 bis 25 kg/m3, vorzugsweise 20 bis 23 kg/m3 für die Herstellung der Hartschaumkörper geeignet.

Bei der angegebenen Dichte haben die Hartschaumkörper eine Druckfestigkeit, die ausreicht, die aufgeklebten Schutzplatten von hinten großflächig abzustützen, so dass auch bei hohen Punktlasten die verhältnismäßig dünnen Schutzplatten unbeschädigt bleiben.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im Folgenden anhand der Zeichnung näher erläutert, in der ein Schnitt durch zwei aneinander angrenzend verlegte Wärmedämmplatten dargestellt ist.

In der Zeichnung sind die plattenförmigen Hartschaumkörper der beiden aneinandergrenzenden Wärmedämmplatten jeweils mit dem Bezugszeichen 1 bezeichnet. Diese Hartschaumkörper bestehen vorzugsweise aus Polyurethan (PMR) oder aus Polystyrol und werden beiderseits von einer aufkaschierten dünnen Aluminiumfolie 2 abgedeckt, die zugleich als Dampfsperre wirkt.

Weiterhin sind auf die Hartschaumstoffkörper 1, das heißt auf deren Aluminiumkaschierung einseitig Schutzplatten 3 aus einem Faserverbundwerkstoff aufgeklebt. Diese Schutzplatten 3 aus Faserverbundwerkstoff sind 2 bis 5 mm, vorzugsweise 3 mm, dick und bestehen vorzugsweise aus einem hochdichten Holzfaserwerkstoff (HDF) oder einem Zementfaserwerkstoff. Die derart ausgebildeten Schutzplatten haben einerseits eine ausgezeichnete Druckfestigkeit, insbesondere wenn sie großflächig von den darunter liegenden Hartschaumkörpern 1 abgestützt werden. Zu diesem Zweck haben die Hartschaumkörper dass in den Schutzansprüchen angegebene Raumgewicht.

Wenn die Schutzplatten 3 als hochdichte Holzfaserplatten (HDF) ausgebildet sind, sind sie zweckmäßig an der Sichtseite lackiert. Wenn sie demgegenüber als Zementfaserplatten ausgebildet sind, kann der Zement zweckmäßig durch Hinzufügung von Pigmenten eingefärbt sein.

Wie in der Zeichnung erkennbar, sind die aneinandergrenzenden Hartschaumkörper 1 an ihren Kanten mit ineinandergreifenden Nut- und Federverbindungselementen 4 und 5 versehen. Diese Nut- und Federverbindungselemente 4 und 5 sind so ausgebildet und bemessen, dass sie bei lückenlos stumpf aneinander stoßenden Schutzplatten 3 unter Presssitz aneinander anliegen.

Hierdurch wird im Bereich der Nut- und Federverbindungen 4 und 5 im Stoßbereich der aneinandergrenzenden Wärmedämmplatten ein weitestgehend luftdichter Verbund hergestellt.


Anspruch[de]
Wärmedämmplatte, insbesondere für die Verkleidung von Kellerdecken oder Kellerwänden, bestehend aus einem plattenförmigen Hartschaumkörper (2), der beidseitig mit einer als Dampfsperre dienenden Aluminiumfolie (3) kaschiert ist, gekennzeichnet durch eine einseitig auf der Sichtseite der Wärmedämmplatte angeordnete, auf die Aluminiumkaschierung (2) aufgeklebte Schutzplatte (3) aus einem Faserverbundwerkstoff. Wärmedämmplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzplatte (3) 2 bis 5 mm, vorzugsweise 3 mm, dick ist. Wärmedämmplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzplatte (3) als hochdichte Holzfaserplatte (HDF) ausgebildet ist. Wärmedämmplatte nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die hochdichte Holzfaserplatte auf der Sichtseite lackiert ist. Wärmedämmplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schutzplatte (3) als Zementfaserplatte ausgebildet ist. Wärmedämmplatte nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Zementfaserplatte farbig pigmentiert ist. Wärmedämmplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Hartschaumkörper (1) an seinen Kanten mit Nut- und Federverbindungselementen (4, 5) versehen ist, die bei lückenlos stumpf aneinander stoßenden Schutzplatten (3) benachbarter Wärmedämmplatten unter Presssitz an den Nut- und Federverbindungselementen (4, 5) der benachbarten Hartschaumkörper (1) anliegen. Wärmedämmplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Hartschaumkörper aus Polyurethan-Hartschaum mit einem Raumgewicht von 25 bis 35 kg/m3, vorzugsweise von 30 bis 32 kg/m3 besteht. Wärmedämmplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Hartschaumkörper aus Polystyrol-Hartschaumstoff mit einem Raumgewicht von 15 bis 25 kg/m3, vorzugsweise von 20 bis 23 kg/m3 besteht.






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