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Dokumentenidentifikation DE202007010350U1 08.11.2007
Titel Glättwerkzeug zum Aufbringen von Putz
Anmelder Senkaya, Huseyin, 96476 Bad Rodach, DE
Vertreter Maryniok und Kollegen, 96317 Kronach
DE-Aktenzeichen 202007010350
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 08.11.2007
Registration date 04.10.2007
Application date from patent application 25.07.2007
IPC-Hauptklasse E04F 21/16(2006.01)A, F, I, 20070725, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Glättwerkzeug zum Aufbringen von Putz auf eine Wand, insbesondere im Übergangsbereich zwischen der Öffnung einer Wand und einem Fensterrahmen.

Aus der DE 20 2006 015 025 U1 ist bereits eine Kelle mit Kellenblatt bekannt. An dem Kellenblatt ist ein Griff angebracht, welcher eine Griffbefestigung und ein Griffelement aufweist. Die Griffbefestigung ist mit dem Kellenblatt verschweißt. Sowohl das Kellenblatt als auch die Griffbefestigung bestehen aus rostfreiem Stahl. Die Griffbefestigung weist im Bereich der Verschweißung mit dem Kellenblatt einen niobhaltigen oder titanhaltigen Chromstahl auf.

Aus der DE 196 39 509 B4 ist eine Isolierputzkelle mit Abstandshalter bekannt. Diese Isolierputzkelle ist für das Aufbringen eines Armierungsmörtels mit darin integriertem Armierungsgewebe vorgesehen. Sie weist ein eine ebene Platte darstellendes Kellenblatt und einen Handgriff auf. Dieser ist über einen Steg mit der Oberseite des Kellenblattes verbunden. Eine Längsseite der Isolierputzkelle ist mit als Abstandshalter wirkenden, vorstehenden Zähnen versehen, die in einem das Aufbringen und Verteilen von Mörtel nicht behindernden Abstand angeordnet und mit zur Unterseite vorstehendem Bogenschenkel ausgebildet sind. Die Abstandshalter weisen jeweils einen halbkreisförmigen Bogenmantel auf. Zwei Bogenmäntel sind an den Enden der Längsseite der Isolierputzkelle angeordnet. Ein Bogenmantel ist in der Mitte der Längsseite der Isolierputzkelle angeordnet. Alle Bogenmäntel weisen den gleichen Radius auf. Des Weiteren wird in der DE 196 39 504 B4 eine Isolierputzkelle beschrieben, deren eine Längsseite mit als Abstandshalter wirkenden Zähnen ausgerüstet ist.

Durch diese Zähne ergeben sich gleichmäßige Ausnehmungen entlang der Längsseite der Isolierputzkelle.

Des Weiteren ist es bereits bekannt, in eine Wandöffnung eines Rohbaus mit einem Fensterrahmen versehene Fenster einzusetzen. Danach wird das Fenster eingeputzt, d. h. es wird Putz auf das Mauerwerk der Wandöffnung aufgebracht. Dabei wird das Fenster zu Vermeidung einer Verschmutzung desselben abgeklebt. Zur Vereinfachung des Einputzvorganges ist es bereits bekannt, im Bereich des Übergangs zwischen dem Außenrand des Fensterrahmens und dem Mauerwerk eine beispielsweise U-förmige Abschlussleiste mittels eines Klebebandes anzukleben. Dennoch bleibt es schwierig, mittels eines herkömmlichen Glättwerkzeugs, beispielsweise einer Kelle, eine exakte Verputzfläche herzustellen.

Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, ein Glättwerkzeug zur Verfügung zu stellen, mittels dessen die Herstellung einer exakten Verputzfläche vereinfacht ist.

Diese Aufgabe wird durch ein Glättwerkzeug mit den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den abhängigen Ansprüchen.

Die Vorteile der Erfindung bestehen insbesondere darin, dass aufgrund der im Anspruch 1 angegebenen Ausnehmung an der Ecke zwischen der ersten Längsseite und der ersten Schmalseite des Glättwerkzeugs beim Abziehen des aufgebrachten Putzes der Bereich der Abschlussleiste ausgespart wird und in Verlängerung zur Abschlussleiste eine Putzoberfläche entsteht, die sich exakt an der gewünschten Stelle befindet. Das Aussehen und die Positionierung der Putzoberfläche ist folglich nicht mehr alleine vom Können des Verputzers abhängig. Vielmehr kann mittels des beanspruchten Glättwerkzeugs ein Aufbringen, Abziehen und Glätten des Putzes vorgenommen werden und darüber hinaus auch die Putzkante an einer gewünschten Position, nämlich in Verlängerung zu einer Kante der Abschlussleiste, hergestellt werden. Dies wird im Wesentlichen dadurch erreicht, dass das Blatt des Glättwerkzeugs an der Ecke zwischen einer Längsseite und einer Schmalseite eine Ausnehmung aufweist, die an die Abmessungen der Abschlussleiste angepasst ist.

Weitere vorteilhafte Eigenschaften der Erfindung ergeben sich aus deren beispielhafter Erläuterung anhand der Figuren.

Es zeigt

1 eine Skizze einer Draufsicht auf ein Glättwerkzeug gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel für die Erfindung,

2 eine Skizze einer Seitenansicht des Glättwerkzeugs gemäß 1 in Richtung des in der 1 gezeigten Pfeiles x,

3 eine Skizze zur Veranschaulichung der Abmessungen der Ausnehmung im Vergleich zu den Abmessungen der Abschlussleiste,

4 eine Skizze einer Draufsicht auf ein Glättwerkzeug gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel für die Erfindung und

5 eine Skizze einer Draufsicht auf ein Glättwerkzeug gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel für die Erfindung.

Die 1 zeigt eine Skizze einer Draufsicht auf ein Glättwerkzeug gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel für die Erfindung. Bei diesem beispielhaft gezeigten Glättwerkzeug handelt es sich um eine Kelle 1. Diese weist einen Handgriff 2 und ein mit dem Handgriff 2 über einen Verbindungskörper 8 fest verbundenes Blatt 3 auf. Dieses hat eine erste Längsseite 4, eine zweite Längsseite 5, eine erste Schmalseite 6 und eine zweite Schmalseite 7. An der Ecke zwischen der ersten Längsseite 4 und der ersten Schmalseite 6 ist eine rechteckige Ausnehmung 9 vorgesehen. Des Weiteren ist an der Ecke zwischen der ersten Längsseite 4 und der zweiten Schmalseite 7 ebenfalls eine rechteckige Ausnehmung 9 vorgesehen.

Die 2 zeigt eine Skizze einer Seitenansicht des Glättwerkzeugs gemäß 1 in Richtung des in der 1 gezeigten Pfeiles x. In dieser Seitenansicht sind der Handgriff 2, der Verbindungskörper 8 und die erste Längsseite 4 des Blattes 3 mit den Aussparungen 9 gezeigt.

Die Abmessungen der Ausnehmungen 9 im Vergleich zu den Abmessungen der Abschlussleiste sind in der 3 veranschaulicht. Aus dieser Figur ist ersichtlich, dass die Abmessungen der Aussparung 9 des Blattes 3 den Abmessungen der Abschlussleiste 12 entsprechen. Diese Abschlussleiste 12 ist im Übergangsbereich zwischen dem Mauerwerk 10 und dem Fensterrahmen 11 vorgesehen und mittels eines Klebebandes 13 am Fensterrahmen 11 befestigt. Durch ein Bewegen bzw. Ziehen der Kelle in einer Richtung senkrecht zur Papierebene kann der aufgebrachte Putz in gewünschter Weise abgezogen werden, um eine Putzkante zu erzeugen, die in Verlängerung zu einer Kante der Abschlussleiste verläuft.

Anhand der 1 und 2 wurde als Glättwerkzeug eine Kelle beschrieben, deren Blatt an einer Ecke zwischen einer Längsseite und einer Schmalseite eine Ausnehmung und an einer Ecke zwischen der Längsseite und der anderen Schmalseite eine weitere Ausnehmung aufweist. Alternativ dazu kann es sich bei dem Glättwerkzeug auch um ein anderes Werkzeug handeln, beispielsweise eine Glättscheibe, usw.

Ein Vorteil der in der 1 dargestellten Kelle besteht darin, dass die Längsseite 4, in welche die beiden Ausnehmungen 9 eingebracht sind, zum Aufbringen von Putz bzw. zur Erzeugung einer Putzfläche im Übergangsbereich zwischen einer Mauer und einem Fenster verwendet werden kann, während die andere Längsseite 5, welche keine Ausnehmungen aufweist, in herkömmlicher Weise zur Erzeugung einer Putzfläche verwendet werden kann.

Die 4 zeigt eine Skizze einer Draufsicht auf ein Glättwerkzeug gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel für die Erfindung. Bei diesem Ausführungsbeispiel ist: an der Ecke zwischen der ersten Längsseite 4 und der ersten Schmalseite 6 des Blattes 3 eine rechteckige Ausnehmung 9 vorgesehen. Des Weiteren ist an der Ecke zwischen der ersten Schmalseite 6 und der zweiten Längsseite 5 des Blattes 3 eine weitere rechteckige Aussparung 9 vorgesehen. Im Bereich der zweiten Schmalseite 7 sind keine Ausnehmungen vorgesehen.

Die 5 zeigt eine Skizze einer Draufsicht auf ein Glättwerkzeug gemäß einem dritten Ausführungsbeispiel für die Erfindung. Bei diesem Ausführungsbeispiel weist das Blatt 3 an allen vier Ecken zwischen den Längsseiten und den Schmalseiten jeweils eine Ausnehmung 9 auf.

Des Weiteren kann eine Glättwerkzeug gemäß der Erfindung auch nur eine einzige Ausnehmung aufweisen, die an einer Ecke zwischen einer Längsseite und einer Schmalseite des Blattes des Glättwerkzeuges vorgesehen ist.

1
Glättwerkzeug, Kelle
2
Handgriff
3
Blatt
4
Erste Längsseite des Blattes
5
Zweite Längsseite des Blattes
6
Erste Schmalseite des Blattes
7
Zweite Schmalseite des Blattes
8
Verbindungskörper
9
Ausnehmung
10
Mauer
11
Fensterrahmen
12
Abschlussleiste
13
Klebeband
x
Blickrichtung


Anspruch[de]
Glättwerkzeug, aufweisend einen Handgriff (2) und einen mit dem Handgriff direkt oder über einen Verbindungskörper (8) fest verbundenen Blatt (3), welches eine erste Längsseite (4), eine zweite Längsseite (5), eine erste Schmalseite (6) und einen zweite Schmalseite (7) aufweist, dadurch ge kennzeichnet, dass das Blatt (3) an der Ecke zwischen der ersten Längsseite (4) und der ersten Schmalseite (6) eine Ausnehmung (9) aufweist. Glättwerkzeug nach Anspruch 1,dadurch gekennzeichnet, dass das Blatt (3) an der Ecke zwischen der ersten Längsseite (4) und der zweiten Schmalseite (7) ebenfalls eine Ausnehmung (9) aufweist. Glättwerkzeug nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Blatt (3) an der Ecke zwischen der zweiten Längsseite (5) und der ersten Schmalseite (6) ebenfalls eine Ausnehmung (9) aufweist. Glättwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Blatt (3) an allen vier Ecken zwischen den Längsseiten und den Schmalseiten jeweils eine Ausnehmung aufweist. Glättwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausnehmung (9) rechteckförmig ausgebildet ist. Glättwerkzeug nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass es eine Kelle ist.






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