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Dokumentenidentifikation DE202007010420U1 08.11.2007
Titel Ewiger (Bild-)Kalender mit immer aktuellem Kalendarium
Anmelder Wawra, Andreas, 30167 Hannover, DE
DE-Aktenzeichen 202007010420
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 08.11.2007
Registration date 04.10.2007
Application date from patent application 26.07.2007
IPC-Hauptklasse G09D 3/04(2006.01)A, F, I, 20070726, B, H, DE

Beschreibung[de]

Jahres(bild)kalender mit Monatsblättern haben in der Regel ein Kalendarium für ein bestimmtes Jahr und sind daher nur in einem Jahr nutzbar. „Ewige Kalender" dagegen sind jahrelang nutzbar, weisen aber in der Regel kein jahresaktuelles Kalendarium auf. Ein stets aktuelles Kalendarium mit der Zuordnung von Tagesdatum und Wochentag ist ein wesentlicher Pluspunkt für einen ewigen Kalender. Voraussetzung für eine optimale Nutzerfreundlichkeit eines solchen Kalenders ist es, dass die Einstellung eines aktuellen Kalendariums mit möglichst wenig Aufwand verbunden ist. Ein weiterer Pluspunkt für Nutzer ist dann gegeben, wenn dem aktuellen Kalendarium eines ewigen Kalenders datumsbezogene handschriftliche Eintragungen zugeordnet werden können. Ein Kalender mit diesen Merkmalen ist u.a. ein idealer „Geburtstagskalender".

Grundsätzliches Ziel der Erfindung war es, eine Kombination aus einem Jahres(bild)kalender mit zwölf Monatsblättern und einem ewigen Kalender mit immer gültigem Kalendarium zu entwickeln und so auszustatten, dass der neuartige Kalender mit möglichst geringem Aufwand unbegrenzt und stets aktuell verwendet werden kann. Dieses Ziel wird mit den in den Schutzansprüchen 1 bis 4 beschriebenen Merkmalen erreicht.

Besonders vorteilhaft ist diese Kombination für so genannte Geburtstagskalender, deren Kalenderblätter die Möglichkeit bieten müssen, datumsbezogene Einträge vorzunehmen. Aus diesem Grund wurde für das Ausführungsbeispiel ein Geburtstagskalender gewählt. Ohne Liniatur für datumsbezogene handschriftliche Eintragungen ergeben sich weitere Verwendungsmöglichkeiten des neuartigen Kalenders.

Die hier vorgestellte Lösung für einen immer währenden Kalender mit stets aktuellem Kalendarium ist nach Kenntnis des Anmelders bislang einzigartig: die Kombination aus 1. einer vertikal verschiebbaren Wochentagsleiste, die parallel zum gesamten Monatskalendarium angeordnet ist, und 2. der spezielle Aufbau der Monatskalendarien. Diese aufeinander abgestimmte Funktionseinheit ermöglicht eine zeitlich unbegrenzte Nutzung mit nur einer einzigen Handbewegung am jeweils 1. März eines Jahres.

Bei einer Internetrecherche ermittelte der Anmelder drei Dokumente über ewige Kalender mit teilweise ähnlichen Ansätzen und Elementen, aber anderen Lösungen:

  • - 1) Patentschrift CH 689 072 A5, erteilt am 31. 8. 1998 Kennzeichen des Kalenders: horizontal verschiebbare Wochenstreifen auf jedem Monatsblatt, parallel zu einem mehrzeiligen Block der Datumszahlen einer Woche (1 bis 7; 8 bis 14 usw.); in jedem Jahr wird der Wochenstreifen jeden Monats einmal verschoben, um Datum und Wochentag aufeinander abzustimmen
  • - 2) Gebrauchsmusterschrift DE 298 17 191 U1, veröffentlicht am 25. 3. 1999 Kennzeichen des Kalenders: zwei Versionen aus Karton/Kunststoff, bedruckt, bzw. aus Stahl; bei der Druckversion Ausstanzen von zwölf vertikalen Monatsfeldern in eine Grundplatte aus Karton; neben den (mindestens) 37 Abschnitten der gezahnten Monatsfelder sind die Wochentage in mehrfacher Abfolge aufgedruckt; Abstimmung des Kalendariums auf Datum und Wochentag durch Einsetzen von zwölf gezahnten Monatsstreifen mit 29 bis 31 Abschnitten an die richtige Position der zwölf Monatsfelder einmal im Jahr; Kalender ist nicht als Bildkalender angelegt
  • - 3) Gebrauchsmusterschrift DE 299 14 907 U1, eingetragen am 5. 1. 2000 (ohne Zeichnungen)

    Kennzeichen: Kalender aus einzelnen Trägern (Blättern) mit der Kennzeichnung der Tagesbenennungen in der Woche in sieben Reihenfolgen und aus einzelnen Trägern mit Tagen, Wochen und Monaten; die in Reihe nebeneinander liegenden Blätter können einzeln umgedreht oder umgewendet werden, z.B. mit Hilfe einer Spirale; verschiedene Ausführungen; die Bedeutung des 1. März wird dargelegt

Der neuartige Kalender des Anmelders nutzt einzelne, zum Teil abgewandelte Elemente, die auch in den drei aufgelisteten Lösungen zu finden sind. Die Kombination aber, die technische Umsetzung und die einzigartig einfache Handhabung unterscheiden den hier vorgestellten von den anderen. Bei 1) und 2) sind zwölf Einstellungen pro Jahr nötig, um eine datums- und wochentagsgenaue Nutzung zu gewährleisten, bei 3) ist die Handhabung der Einstellung unklar.

Der Kalender des Anmelders besteht aus zwei funktionellen Hauptkomponenten, wie 1 am Ausführungsbeispiel „Geburtstagskalender" illustriert wird:

  • – zwölf Monatsblätter mit dem Bereich 1 des Kalendariums, wo die Datumszahlen „1" bis maximal „31" des jeweiligen Monats rechtsbündig stehen, und mit dem Bereich 6, der aus 37 durch Linien gegliederten Zeilen für handschriftliche Einträge besteht
  • – einer verschiebbaren Wochentagsleiste 2.

Beim Ausführungsbeispiel verbindet eine gemeinsame dreilagige Leistenkonstruktion 3 aus Karton bzw. stärkerem Papier die beiden Hauptkomponenten. Diese Schicht aus drei aufeinander geklebten Lagen aus Karton oder stärkerem Papier, bildet die Rückwand für die Kalenderblätter, eine Spiralbindung 8 (für die Nutzung als Wandkalender) fixiert diese als Einheit auf der Rückwand des Gesamtkalenders. Der Unterbau ist dreilagig, weil bei dieser Ausführung drei Lagen für die Leistenkonstruktion 3 erforderlich sind.

Alternativ kann statt der Leistenkonstruktion aus Karton oder stärkerem Papier ein Datenschieber aus Kunststoff verwendet werden. Bei dieser Ausführung können beide Komponenten auf einer einlagigen Rückwand aus Karton nebeneinander befestigt werden.

- Wochentagsleiste

2 vermittelt an einem Ausführungsbeispiel, wie die Konstruktion 3 mit der verschiebbaren Leiste 2 aufgebaut ist. Die obere Lage A dient als Passepartout 4 für die darunter liegende Leiste. Diese wird aus der mittleren Lage B ausgestanzt und ist auf beiden Seiten einige Millimeter breiter als das Passepartout 4 darüber. Rechts und links wird die Leiste von den Kanten rk und Ik des Ausschnitts in Lage B geführt, aus dem die Leiste ausgestanzt wurde. Ein weiterer Ausschnitt 5 wird in die untere Lage C gestanzt, und zwar in mittlerer Höhe unter der Wochentagsleiste. Die Leiste kann mit Daumen (von der Vorderseite) und Zeigefinger (von der Unterseite) einfach auf und ab bewegt werden.

Die Wochentagsleiste 2 ist in mehrfacher Abfolge mit den Abkürzungen der Wochentage bedruckt und liegt parallel zum gesamten Monatskalendarium (siehe 2 und 3). Der Abstand zwischen den Abkürzungen der Wochentage ist genau so groß wie der zwischen den Linien bzw. den Ziffern auf den Monatsblättern.

- Kalenderblätter

Jedes Monatsblatt des Ausführungsbeispiels in 3 ist in einen Bildteil 7 und einen Kalendariumsbereich 6 mit Linien aufgeteilt. Exemplarisch sind die Kalendarien mehrerer Monatsblätter ohne Bildbereich abgebildet. Die Zahlen der Tage des jeweiligen Monats („1" bis maximal „31") stehen rechtsbündig. Der Bereich mit den Linien ist, bis auf die Zahlen, nur bei Kalendern wichtig, die datumsbezogene Einträge ermöglichen sollen, bei einem reinen Jahres(bild)kalender wird das Bild um diese Fläche vergrößert.

In der rechten Hälfte jedes Kalenderblatts sind in vertikaler Richtung 37 Zeilen angelegt (auch ohne Liniatur). Das Monatsblatt Oktober (3) verdeutlicht, warum es 37 Zeilen sein müssen: Steht die „1" in Zeile 7, dann muss die „31" in Zeile 37 stehen. Abgestimmt auf das Gesamtkalendarium, muss die „1" des jeweils Monatsersten in einer der ersten sieben Zeilen eines Monatskalendariums stehen, und zwar genau dort, wie es die normale Tagesabfolge bei einem Monatswechsel vorgibt; Beispiel: Ist der 31. ein Mittwoch, dann muss der 1. des Folgemonats ein Donnerstag sein. Nur so lassen sich die Monatskalendarien aufeinander abstimmen (Datum auf dem Kalenderblatt und Wochentag auf der Leiste). Die Kalendarien verschiedener Monate in 3 verdeutlichen diesen Zusammenhang. Das Gesamtkalendarium des Ausführungsbeispiels ist so angelegt, dass die Ziffer „1" des Kalenderblatts Januar in der ersten Zeile steht.

Die einzige Unregelmäßigkeit aller Monate hinsichtlich ihrer jeweiligen Anzahl an Tagen weist der Februar auf: 28 Tage sind es in „normalen" Jahren, 29 Tage in Schaltjahren. Aus diesem Grund kommt dem 1. März als Stichtag eine entscheidende Bedeutung in diesem Kalender zu. Damit die Zuordnung von Wochentag auf der Leiste und Datum/Zahl auf den Kalenderblättern (1 in 1) über zwölf Monate stimmt, ohne die Wochentagsleiste zu verschieben, ist der Wochentag entscheidend, auf den der 1. März eines Jahres fällt.

Das „Eichen" des Kalendariums mit Hilfe der Schiebeleiste gewährleistet, dass Datum und Wochentag über einen Zeitraum von zwölf Monaten (Anfang März bis Ende Februar des Folgejahres) richtig aufeinander abgestimmt sind, unabhängig davon, ob es sich um ein Schaltjahr handelt oder nicht. Das Verschieben der Wochentagsleiste am jeweils 1. März kompensiert also die unterschiedliche Anzahl an Tagen im Februar und sorgt gleichzeitig für das stets aktuelle Gesamtkalendarium. Erhält jemand diesen Kalender zu Weihnachten oder zum Jahreswechsel, dann ist eine einmalige „Ersteichung" am Stichtag 1. März des Vorjahres erforderlich, um für die Monate Januar und Februar ein aktuelles Kalendarium zu erhalten. Am 1. März folgt dann die reguläre „Jahreseichung" für die nächsten zwölf Monate. So geht es dann an jedem 1. März weiter – unbegrenzt.

Die entscheidende Funktion der verschiebbaren Wochentagsleiste beim Monatswechsel von Februar auf März illustriert 3. Da der 1. März in diesem Ausführungsbeispiel auf einen Mittwoch fällt (Stellung D), muss der oberste sichtbare „Mi" der Wochentagsleiste auf derselben Höhe wie die „1" des März-Kalenderblatts stehen. Diese Einstellung gilt bis zum 28./29. Februar des Folgejahres. Am 1. März des Folgejahres, einem Donnerstag, wird die Leiste so verschoben, dass der oberste sichtbare „Do" auf Höhe der „1" des März-Kalendariums steht (Stellung E).

Ewiger (Bild-)Kalender mit immer aktuellem Kalendarium

Mit einem speziellen Kalendarium für die zwölf Monatsblätter und mit Hilfe einer verschiebbaren Wochentagsleiste ist es möglich, einen Jahres(bild)kalender so zu gestalten, dass er mit nur einer einzigen Einstellung pro Jahr (jeweils am 1. März) als ewiger Kalender zu nutzen ist, der immer das aktuelle Tagesdatum dem jeweiligen Wochentag zuordnet.

Fig. 1 und Fig. 2:
1
Bereich der Zahlenabfolge „1" bis maximal „3 1" der Tagesdaten auf dem Kalendarium der Monatsblätter
2
Verschiebbare Wochentagsleiste
3
Konstruktion der Wochentagsleiste
4
Passepartout in Lage A
5
Ausschnitt in Lage C
6
Freiraum mit 37 Feldern für handschriftliche Einträge
7
Bildbereich
8
Spiralbindung für die Nutzung als Wandkalender
A
obere Lage der Leistenkonstruktion 3
B
mittlere Lage der Leistenkonstruktion 3C
C
untere Lage der Leistenkonstruktion 3
Ik/rk
linke/rechte Kante des ausgestanzten Bereichs in Lage B; entlang dieser Kanten wird die Wochentagsleiste 2 geführt
Fig. 3:
D
exemplarischer Stand der Wochentagsleiste vom 1. März „Jahr 1" („Vorjahr") bis zum 28./29. Februar „Jahr 2" („Folgejahr")
E
exemplarischer Stand der Wochentagsleiste ab 1. März „Jahr 2" („Folgejahr")


Anspruch[de]
Ewiger Jahres(bild)kalender mit immer aktuellem Kalendarium,

dadurch gekennzeichnet,

dass die beiden für die Funktion wichtigen Komponenten des Kalenders, die das spezielle Kalendarium ausmachen, nämlich:

– die Anordnung der Datumszahlen 1 auf der rechten Seite der Monatsblätter und

– die verschiebbare Wochentagsleiste 2

so aufgebaut und aufeinander abgestimmt sind, dass der Kalender durch eine einzige Einstellung im Jahr über ein immer aktuelles Kalendarium verfügt, das die Zuordnung von Datum und Wochentag ermöglicht. Das einmalige Eichen im Jahr erfolgt über das Verschieben der Wochentagsleiste am jeweils 1. März.
Kalendarium auf den Monatsblättern mit der Anordnung der Datumszahlen 1 nach Anspruch 1., dadurch gekennzeichnet, dass das Kalendarium aus 37 Abschnitten (Feldern) besteht und rechtsbündig die vertikale Abfolge der Zahlen „1" bis maximal „31" des jeweiligen Monats aufgedruckt ist. In welcher der ersten sieben Zeilen die jeweilige Monats-„1" steht, hängt davon ab, wie das Gesamtkalendarium angelegt ist. Wochentagsleiste 2 nach Anspruch 1., dadurch gekennzeichnet, dass sie mit den Abkürzungen der Wochentage in mehrfacher Abfolge bedruckt ist, damit sie – parallel zu den Wochentagsabkürzungen auf den Kalenderblättern – den Zeitraum eines ganzen Monats plus mindestens sechs weitere Zeilen abdeckt, und dass sie vertikal so verschiebbar ist, dass jede Wochentagsabkürzung auf der Leiste einmal neben jeder der ersten sieben Zeilen eines Monatskalendariums platziert werden kann. Im Ausführungsbeispiel besteht die Konstruktion der Leiste (3) aus drei Lagen Karton bzw. stärkerem Papier (2). Alternativ kann statt der Leiste aus Karton ein entsprechend bedruckter Datenschieber aus Kunststoff verwendet werden. Abstimmung von Kalendarium und Wochentagsleiste nach Anspruch 1., dadurch gekennzeichnet,

– dass Kalenderblätter und Wochentagsleiste eine Funktionseinheit bilden und über zwölf Monate hinweg die richtige Zuordnung von Datum und Wochentag gewährleisten. Dazu werden sie auf einem gemeinsamen Träger in vertikaler Richtung parallel zueinander angeordnet.

– dass die Zeilenabstände der Monatskalendarien und der Abkürzungen für die Wochentage auf der Leiste identisch sind.
Aufbau der Kalendarien der Monatsblätter 1 nach Anspruch 2., dadurch gekennzeichnet, dass auf der rechten Hälfte jeden Kalenderblatts zusätzlich zur rechtsbündig aufgedruckten vertikalen Abfolge der Zahlen „1" bis maximal „31" des jeweiligen Monats Platz für eine mit horizontalen Linien gegliederte Fläche von 37 Feldern/Zellen (6) vorhanden ist, die für den Eintrag handschriftlicher Notizen genutzt werden kann. Eine so gestaltete Variante ist z.B. als so genannter Geburtstagskalender verwendbar. Erweiterung von Anspruch 4., dadurch gekennzeichnet, dass das Kalendarium der Monatsblätter und die Wochentagsleiste auch in der Horizontalen parallel zueinander liegen können. Die Wochentagsleiste wird in diesem Fall im unteren Bereich des Kalenders unterhalb der Tagesdaten von „1" bis maximal "31" eines Kalenderblatts angebracht.






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