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Dokumentenidentifikation DE202007010805U1 08.11.2007
Titel Kreismesserhalter mit Schlepphandschutz
Anmelder Wilhelm Bilstein KG Spezialfabrik für Maschinenmesser und Kompressorventile, 51491 Overath, DE
DE-Aktenzeichen 202007010805
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 08.11.2007
Registration date 04.10.2007
Application date from patent application 02.08.2007
IPC-Hauptklasse B26D 7/22(2006.01)A, F, I, 20070802, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Kreismesserhalter für Langsschneidemaschinen, der im wesentlichen aus einen Grundkörper (Gehäuse) besteht mit einem vertikalen Stellantrieb für ein daran in einem Messerkopf gelagertes Kreismesser, das zwischen einer oberen Ruhe- und einer unteren Schneidposition hin- und herbewegbar gelagert ist. Der Kreismessermesserhalter ist dabei mit einem Handschutz versehen, der entweder als Vollhandschutz oder als Sekundärhandschutz an einem Primärhandschutz ausgebildet ist, sodass in Ruheposition die Kreismesserschneide vollständig abgedeckt ist und in der Schneidposition nur der mit dem Untermesser in Eingriff stehende Teil der Kreismesserschneide freiliegt.

Ein derartiger Vollhandschutz ist z.B. in der 20 2004 019 430 beschrieben. Durch gehäusefeste Anschläge ist der Handschutz in seiner Bewegungsabfolge bei Ruhe- und Schneidposition festgelegt. Der Antrieb der Schutzhaube erfolgt hierbei direkt durch eine Antriebsfeder.

Ein entsprechender Sekundärhandschutz ebenfalls mit Federantrieb ist z.B. in der 20 2005 001 029 beschrieben.

In der DE 20 2007 001 390 ist ein Kreismesserhalter beschrieben, bei dem der Antrieb des Handschutzes reibschlüssig erfolgt, indem ein Mitnehmerzapfen am vertikalen Stellantrieb den Handschutz in einem Schlitz mit gewellter Seitenrandform mitnimmt und bei weiterer Absenkung bis zur Freigabe der Kreismesserschneide diesen hindurchrutschen lässt.

Diese Ausführung ist zum einen mit dem Nachteil verbunden, dass nach mehrmaliger Benutzung die Seitenrandform am Schlitz verschleisst, sodass eine dauerhafte Funktion nicht gegeben ist, und zum anderen der Handschutz in unterer Schutzposition gegen Hochrutschen z.B. bei Materialstau nicht gegeben ist.

Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, diese Nachteile zu vermeiden.

Die Lösung dieser Aufgaben wird erfindungsgemäss dadurch erreicht, dass anstelle des formschlüssigen Reibantriebes ein kraftschlüssiger Reibantrieb eingesetzt wird, indem aneinander reibende, ebene Flächen die Schutzhaube in seiner Bewegung durch Haftreibung mitgeschleppen und dass eine Bewegung der Schutzhaube in unterer Schutzposition nach oben durch eine Sperre verhindert wird.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand schematischer Zeichnungen näher erläutert. Es zeigen:

1 die messerrückseitige Seitenansicht eines Kreismesserhalters in unterer Schneidposition mit einem Sekundärhandschutz in unterer Schutzposition,

2 den Messerhalter gemäss 1 in der Rückansicht,

3 den Kreismesserhalter gemäss 1 von der anderen Seite mit Anschlaggestaltung für den Sekundärhandschutz in oberer Schutzposition.

1 zeigt die messerrückseitige Seitenansicht eines Kreismesserhalters mit einem Primär- und Sekundärhandschutz gemäss DE 20 2005 001 029 5, 6, 7, auf dessen Ausführung Bezug genommen wird. Das Kreismesser 2 befindet sich in unterer Schneidposition und ist durch einen Schlitz in einer unteren Abkantung des Sekundärhandschutzes 3 hindurchgetreten. Der Sekundärhandschutz 3 befindet sich ebenfalls in unterer Schutzposition. Am Grundkörper 1 ist ein Teil des Stellantriebes zu sehen und zwar die beiden Führungssäulen 4.1/2 mit daran befestigter Traverse 5, an dem der Messerkopf 6 mit Primärhandschutz 7 befestigt ist. Zwischen Traverse 5 und Primärhandschutz 7 wird der Sekundärhandschutz 3 am Primärhandschutz 7 in hier nicht sichtbaren Längsschlitzen geführt, wie im Einzelnen in der DE 20 2005 001 029 beschrieben. Der Antrieb erfolgt durch Haftreibung zwischen einer Fläche am mitschleppendem Vertikalantrieb bzw. an einem daran befestigten Teil, wie hier am Primärhandschutz 7, und einer Fläche am sich relativ dazu bewegenden Handschutz, wie hier Sekundärhandschutz 3, wobei der Kraftschluss z.B. durch gewölbte Blattfedern 8.1/2 erfolgt. Die Wegbegrenzung des Sekundärhandschutzes 3 erfolgt an seinem oberen Teilende 3a durch gehäusefeste Anschläge, wie ebenfalls in der DE 20 2005 001 029 grundsätzlich beschrieben, während der Stellantrieb sich weiterbewegt und die Haftreibung in Gleitreibung übergeht.

2 zeigt den Kreismesserhalter gem. 1 in der Rückansicht. Am Grundkörper 1 ist ein Teil des Stellantriebes zu sehen und zwar die Führungssäule 2 mit daran befestigter Traverse 3. Zwischen Traverse 3 und Primärhandschutz 4 wird der Sekundärhandschutz 5 am Primärhandschutz 4 geführt, wie im Einzelnen in der DE 20 2005 001 029 beschrieben. Eine Teilfläche des Sekundärhandschutzes 5 wird über die mittels Niederhalteteil 7 und Schrauben 8 flachgedrückte Blattfeder 6 gegen den Primärhandschutz 4 gedrückt und so bei der Auf- und Abwärtsbewegung des Stellantriebes mitgeschleppt. Der Sekundärhandschutz 5 besteht im wesentlichen aus einen einheitlichen Blechteil, wie in 8 gem. obiger DE 20 2005 001 029 abgebildet. In einer Frästasche 9 im Grundkörper 1 ist der Sekundärhandschutz 5 zusätzlich geführt und durch gehäusefeste Anschläge in seiner Bewegung nach oben und unten festgelegt.

3 zeigt den Kreismesserhalter gemäss 1 in einer Teilansicht von der anderen Seite mit einer Anschlaggestaltung für den Sekundärhandschutz in oberer Schutzposition. Der Grundkörper 1 ist mit einer Frästasche 2 versehen, an dessen oberem Ende der Sekundärhandschutz 3a in seiner Bewegung nach oben begrenzt ist. Der Sekundärhandschutz 3 ist mit einem Längsschlitz 4 versehen, in dem ein Zapfen 5 an einem Anschlagkörper 6 zum einen geführt und zum anderen in seiner Bewegung nach unten begrenzt wird. Der Anschlagkörper 6 ist seinerseits über einen Längsschlitz 7 mittels Schraube 8 am Grundkörper 1 in der Frästasche 2 tiefenverstellbar, um den Sicherheitsabstand in unterer Schneidposition des Kreismessers bzw. unterer Schutzposition des Sekundärhandschutzes zu gewährleisten, wie im Funktionsablauf mit Kinematik von Stellantrieb und Handschutz gem. DE 0 2005 001 029 im einzelnen beschrieben. Der Anschlagkörper 6 ist soweit in der Frästasche 2 eingelassen, dass die Gesamtbaubreite des Kreismesserhalters bzw. des Grundkörpers 1 nicht beeinträchtigt wird.

Die Mitschleppwirkung kann erfindungsgemäss auch durch einen oder mehrere Permanentmagnete oder Magnetband erfolgen, welche z.B. bei Ausführung gemäss 1 am Primärhandschutz ebenflächig eingelassen und verklebt sind und so den direkt anliegenden Sekundärhandschutz mitschleppen.


Anspruch[de]
Kreismesserhalter für Längsschneidemaschinen, der im wesentlichen aus einem Grundkörper besteht mit einem vertikalen Stellantrieb für ein daran in einem Messerkopf gelagertes Kreismesser, das zwischen einer oberen Ruhe- und einer unteren Schneidposition hin- und her bewegbar gelagert, und mit einem Handschutz, der entweder als Vollhandschutz oder als Sekundärhandschutz an einem Primärhandschutz ausgebildet ist, sodass in Ruheposition die Kreismesserschneide vollständig abgedeckt ist und in der Schneidposition nur der mit dem Untermesser in Eingriff stehende Teil der Kreismesserschneide freiliegt, und der Handschutz durch grundkörperfeste Anschläge begrenzt und mittels Reibkraft bewegt wird, dadurch gekennzeichnet, dass ein kraftschlüssiger Reibantrieb eingesetzt wird, indem aneinander reibende, ebene Flächen am Stellantrieb bzw. an daran befestigten Teilen einerseits und am Handschutz andererseits diesen in seiner Bewegung durch Haftreibung mitschleppen. Handschutz nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass der Kraftschluss durch Federkraft erfolgt. Handschutz nach Anspruch 1 und 2 dadurch gekennzeichnet, dass die Feder als gewölbte Blattfeder ausgebildet ist. Handschutz nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass der Kraftschluss durch Magnetkraft erfolgt. Handschutz nach Anspruch 1 bis 4 dadurch gekennzeichnet, dass der grundkörperfeste Anschlag an einem Längsschlitz im Handschutz über einem Zapfen an einem Anschlagkörper erfolgt, welcher seinerseits am Grundkörper tiefenverstellbar angeordnet ist. Handschutz nach Anspruch 5 dadurch gekennzeichnet, dass der Anschlagkörper in einer Frästasche im Grundkörper ebenflächig zum diesem eingelassen ist. Handschutz nach Anspruch 1 bis 5 dadurch gekennzeichnet, dass an diesem eine Sperre wirksam wird, die den Handschutz in seiner unteren Schutzposition hält und die über den Stellantrieb bei dessen Bewegung aus der Schneid- in die Ruheposition wieder gelöst wird.






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