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Dokumentenidentifikation DE202007010979U1 08.11.2007
Titel Vorrichtung zum Befestigen eines Flachdisplays an einem Träger in einem Gerätegehäuse
Anmelder Loewe Opta GmbH, 96317 Kronach, DE
Vertreter Maryniok und Kollegen, 96317 Kronach
DE-Aktenzeichen 202007010979
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 08.11.2007
Registration date 04.10.2007
Application date from patent application 07.08.2007
IPC-Hauptklasse G09F 9/00(2006.01)A, F, I, 20070807, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Befestigen eines Flachdisplays, das rückseitig und/oder in den Eckenbereichen Halter mit Bohrungen und/oder Gewindebohrungen oder -einsätzen aufweist, an Trägern in einem Gerätegehäuse, insbesondere eines Fernsehempfanggerätes oder Monitors, aufweisend mindestens ein Verbindungselement, das in eine Aufnahme am Träger einführbar ist.

Aus der EP 0 302 026 A1 ist eine Vorrichtung zum Befestigen einer Bildröhre in einem Gehäuse eines Fernsehempfängers oder Monitors bekannt, bei der ein Zwischenglied als Verbindungselement zum Ausgleich der Toleranzen einer von hinten in einen Frontrahmen eingesetzten und hieran befestigten Bildröhre vorgesehen ist. Dieses Zwischenelement ist verschiebbar und verdrehsicher in einer Aufnahme gelagert und wird durch Federelemente gegen die Befestigungslasche einer in den Frontrahmen eingesetzten und ausgerichteten Bildröhre gedrückt und durch Einschrauben einer Schraube in der Aufnahme bei gleichzeitiger Befestigung der Befestigungslasche verklemmt, so dass ein fester Sitz der Bildröhre über das als Verbindungselement vorgesehene Zwischenelement mit der Aufnahme in dem Frontrahmen gegeben ist. Über diese Befestigungsart werden insbesondere Tiefentoleranzen der Befestigungslaschen und der Bildröhre zur Vorderseite des Gehäuserahmens ausgeglichen. Damit das Verbindungselement in der Aufnahme verspannt werden kann, ist eine zentrische Bohrung eingebracht, in die die Schraube eingeschraubt wird, wobei der Durchmesser der Bohrung so gering ist, dass durch die eingeführte Schraube die Seitenwände sich nach außen aufweiten. Als Federelement kann bei Ausführung des Verbindungselementes aus Kunststoff ein solches an der oberen Stirnseite direkt angespritzt sein. Bei einer anderen Ausführung ist eine Druckfeder in einem zentrischen Führungskanal in der Aufnahme vorgesehen, die das Verbindungselement untergreift und nach oben drückt. Die Vorrichtung setzt eine spezielle Innenausbildung des Frontrahmens mit der Aufnahme voraus, an die das Gerät stets gebunden ist.

Aus der DE 42 09 650 A1 ist eine Vorrichtung zum Befestigen einer Bildröhre in einem Fernsehempfangsgerät oder Monitor bekannt, bei dem die Bildröhre in den Eckenbereichen Befestigungslaschen aufweist. Diese werden an Trägern im Gehäuse des Fernsehempfangsgerätes oder Monitors unter Verwendung von zapfenförmigen Verbindungselementen befestigt, die in Aufnahmen an dem Träger einführbar und gegen die Kraft einer Feder darin verschiebbar gelagert sind. Die Bildröhre kann von vorn in das Gehäuse eingesetzt und von einem Frontrahmen hierin gesichert und gegen die Kraft einer Feder in Längsrichtung schwingend in dem Gehäuse aufgehängt werden, wodurch gleichzeitig Toleranzen im Tiefenmaß der Bildröhre ausgeglichen werden. Diese Konstruktion setzt ein massives Gehäuse voraus, um die Kräfte über die Aufnahme vom Gehäuse auffangen zu können. Des Weiteren ist eine Eigensicherung der Bildröhre im Gehäuse ohne Frontrahmen nicht möglich.

Bei Flachdisplaygeräten ist es üblich, das Flachdisplay über Halter an der Rückseite an Trägern eines Gehäuses mittels Schrauben zu befestigen. Die Flachdisplays weisen aber ebenfalls mindestens in der Tiefe Toleranzen bezüglich ihrer Befestigungspunkte an den Haltern auf. Diese betragen in der Regel ± 1 mm, können durchaus aber auch bis zu ± 5 mm betragen. Um das Display dennoch in dem Gehäuse so zu lagern, dass die Frontseite bündig mit den Gehäuseteilen abschließt, ist deshalb ein Tiefenausgleich unerlässlich. Hierzu können entweder eine Schraubverbindung mit Konterung verwendet oder aber individuelle Distanzteile zwischen Halter und Träger gelegt werden. Eine Montage mit derartigen Hilfsmitteln ist relativ aufwendig und insbesondere zeitintensiv, da mindestens drei Stützpunkte ausgeglichen werden müssen, um einen sicheren Halt und eine genaue Tiefenlage des Displays in dem Gehäuse einstellen zu können. Vielfach weisen aber die Displays je nach Größe mindestens vier oder auch sechs und mehr Befestigungspunkte auf. Ebenso können auch seitlich Laschen oder in den Eckenbereichen vorstehen, über diese ist eine Befestigung des Displays ebenfalls möglich. Dies zeigt, dass ein Ausbalancieren des Flachdisplays bei der Montage aufwendig sein kann, insbesondere bei größeren Displays. Darüber hinaus können die individuellen Einstellungen an den Verbindungspunkten zu Spannungen in dem Abschirmblech des Flachdisplays führen und damit auch unerwünschte Kräfte auf den Glaskörper desselben ausgeübt werden.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zu Grunde, eine Vorrichtung zu konzipieren, die eine spannungsfreie, schnelle Montage eines Flachdisplays an den Trägern eines Gehäuses auf einfache Art und Weise ermöglicht, die einen sicheren Halt des Displays in dem Gehäuse sicherstellt und auch von ungelernten Fachkräften montiert werden kann.

Die Aufgabe löst die Erfindung durch eine Vorrichtung, wie sie im Anspruch 1 angegeben ist.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen im Detail angegeben.

Die Vorrichtung nach der Erfindung zeichnet sich dadurch aus, dass die Aufnahme eine Klemmbuchse ist, die in ein Durchgangsloch im Träger längsverschieblich einsetzbar ist und mit der Stirnfläche an dem Halter an dem Flachdisplay anliegt. In die Klemmbuchse wird dann das Verbindungselement, das als Spreizbuchse oder Spreizkörper, der als Vollkörper ausgebildet ist, hineingedrückt. Die Innendurchmesser der Klemmbuchse und Außendurchmesser des Verbindungselementes, nämlich der Spreizbuchse oder des Spreizkörpers, sind so aufeinander abgestimmt, dass die Klemmbuchse beim Einsetzen des Verbindungselementes außenseitig im Wesentlichen parallel aufgeweitet wird, was dazu führt, dass die Klemmbuchse mit der Durchgangslochwand in dem Träger, an dem das Flachdisplay befestigt werden soll, einen Formschluss herstellt und sich nicht mehr bewegen lässt. Wenn sowohl in dem Verbindungselement, also der Spreizbuchse oder dem Spreizkörper, als auch in der Klemmbuchse eine Durchgangsbohrung am Boden vorgesehen ist, so ist ersichtlich, dass eine Schraube dazu verwendet werden kann, um den Halter an der Rückwand oder in den Eckenbereichen oder an seitlich vorstehenden Laschen des Flachdisplays an die Vorrichtung anschrauben zu können. Die Halter stellen flächenartige Befestigungsstützpunkte dar, auf denen die Bodenwand der Klemmbuchse aufliegt. Sie sind in der Regel aus dem Abschirmblech des Flachdisplays ausgeformt und weisen entweder ein Bohrung auf, in die eine selbstschneidende Schraube einschraubbar ist, oder es ist bereits ein Gewinde eingebracht oder ein Gewindeeinsatz eingenietet, so dass mittels einer normalen Gewindeschraube eine Befestigung erfolgen kann.

Wenn an dem Verbindungselement ein Zapfen vorstehend vorgesehen ist, der durch eine Bohrung in dem Boden der Aufnahme bzw. der Klemmbuchse eingeführt ist und aus der Oberfläche hervorsteht, ist es auch möglich, durch Aufsetzen des Halters mit einer entsprechend angepassten Bohrung und durch Aufbringen einer Sicherungsklemmscheibe die Verbindung herzustellen. Eine solche Befestigungsart empfiehlt sich, wenn die Befestigung außerhalb des Flachdisplays im Randbereich an vorstehenden Laschen erfolgt. Wenn die Befestigung über Halter an der Rückwand erfolgt, stellt eine Schraubverbindung eine einfachere Ausführungsform da.

Die Klemmbuchse, ebenso das Verbindungselement, sind sowohl aus Festigkeits- als auch aus EMV-Gründen bevorzugt aus Metall, z. B. als Zinkdruckgussteil gefertigt, können aber auch aus Kunststoff bestehen. Die Klemmbuchse kann dabei eine geschlossene Außenwand aufweisen, sofern diese elastisch ausgeführt ist. Bei etwas dickeren Wänden oder im Falle der Fertigung aus Metall empfiehlt es sich jedoch, die Klemmbuchse als Zinkdruckguss- oder Kunststoffformteil auszubilden, wobei in die Mantelwand Schlitze eingebracht sind, um die einzelnen, dadurch freien Streifen als Klemmstreifen verwenden zu können. Zu diesem Zweck können die Schlitze so ausgelegt sein, dass ein Korb entsteht, dessen Boden ringförmig ausgebildet ist und ein Durchgangsloch für den Einsatz der Schraube aufweist. Die Schlitzung kann dabei in verschiedener Art und Weise eingebracht sein, entscheidend ist, dass die freigeschnittenen Wandstreifen mindestens teilweise als elastische Streifen nach außen gedrückt werden können, um die Formschlussverbindung mit dem Durchgangsloch in dem Träger herstellen zu können.

In vorteilhafter Weise sind die Schlitze so eingebracht, dass die Korbstruktur durch Bindung der freigeschnittenen Mantelwandstreifen an dem Bodenring hergestellt ist und diese nach oben vorstehen. Dieser Bodenring sollte eine polygonartige Form aufweisen. In den Lücken benachbarter Mantelwandstreifen, die obenseitig über Randsegmente miteinander verbunden sind, sind zungenförmige Wandstreifen vom oberen Rand in Richtung des Bodens verlaufend frei endend vorgesehen. Diese sind federnd ausgeführt, so dass sie nach außen gedrückt werden können. Hierüber wird dann der Formschluss hergestellt. Auf diesen zungenförmigen Wandstreifen können Längsrippen aufgebracht sein, die beim Verpressen durch die eindrückte Spreizbuchse oder den Spreizkörper unter geringfügiger Oberseitenverformung einen Formschluss mit der Innenseite des Durchgangsloches im Träger herstellen. Durch das Aufweiten und Verpressen erfolgt an der relativ schmalen, ringförmigen Lochwandung am Träger eine Verformung der Metallrippen oder der Kunststoffmasse der Klemmbuchse.

Die angegebene Korbgeometrie hat sich als besonders geeignet bei Klemmbuchsen aus Metall erwiesen. Beim Spreizvorgang werden zwei gegenläufige Bewegungen erreicht. Hierzu ist zum Einen die Buchse geschlitzt, damit die einzelnen Segmente nach außen gespreizt werden können. Zusätzlich sind die Segmente nochmals geschlitzt, um die zungenförmigen Wandstreifen freizustellen, damit diese sich parallel nach außen bewegen können. Ein besonderes Merkmal ist auch die polygone Bodenform der Klemmbuchse. Durch diese Form werden beim Spreizvorgang die Spannungen in den einzelnen Segmenten auf ein Minimum reduziert, um eine Rissbildung im Schlitzbereich zu verhindern.

Ist die Bodenform rund, können durch die Verformung die zulässigen Materialspannungen deutlich überschritten werden, was unwillkürlich zum Brechen der Buchse führen würde, sofern die Klemmbuchse aus Metall besteht.

Damit ein Durchschieben der Klemmbuchse durch das Durchgangsloch in dem Träger nicht möglich ist, ist weiterhin vorgesehen, dass der obere Rand stufenförmig gegenüber der Mantelwand abgesetzt ist, so dass eine natürliche Sperre gegeben ist. Auch können die zungenförmigen Wandstreifen innenseitig zum Korbboden verlaufend ansteigende Rippen aufweisen, um eine parallele Aufweitung beim Einschieben des in sich konischen Verbindungselementes bzw. der Spreizbuchse oder des Spreizkörpers zu ermöglichen. Die Spreizbuchse und der Spreizkörper können auch über ihre Länge unterschiedliche Durchmesser aufweisen, beispielsweise einen kurzen, zylinderförmigen Einführungsteil und einen sich daran anschließenden konischen Pressteil. Ein solcher Körper weist eine geschlossene Mantelwand auf und sollte so steif ausgebildet sein, dass der gewünschte Formschluss sichergestellt ist und beibehalten werden kann.

Wenn der Spreizkörper ein Vollkörper ist, so kann eine Befestigung auch in umgekehrter Richtung mittels einer Schraube und zwar auch mittels einer selbstschneidenden Schraube erfolgen, indem diese durch die Bohrung in dem Halter in den Vollkörper eingeschraubt wird, so dass auch hierüber ein sicherer Halt gegeben ist. Auch kann ein solcher Vollkörper einen zapfenförmigen Ansatz aufweisen, auf den eine sich innenseitig in den angespritzten Kunststoff- oder Metallkörper eingrabende Ringfeder zur Fixierung des Panels aufdrückbar ist. Es kann aber auch ein angeformter Gewindezapfen für die Aufnahme einer Mutter vorgesehen sein. Als hohler Metallkörper lassen sich Gewindezapfen oder zapfenförmiger Ansatz ebenfalls mit anformen. Die Länge der Klemmbuchse richtet sich nach der Art der Ausführung des Trägers. Handelt es sich um einen U-förmigen Träger, so muss die Klemmbuchse länger sein als die Seitenwandhöhe des U-förmigen Trägers. Die verschiebbare Länge, also der mit der Vorrichtung zu bewirkende Toleranzbereich liegt in der Regel zwischen 1 mm und 6 mm, er kann aber auch größer sein, entsprechend muss die Länge der Klemmbuchse gewählt werden.

Die Erfindung nachfolgend anhand des in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels ergänzend erläutert:

In den Zeichnungen zeigen:

1 einen Ausschnitt in teilperspektivischer Darstellung einer Vorrichtung nach der Erfindung, die in einen Träger eingesetzt und an der Rückseite eines Flachdisplays befestigt ist,

2 eine Schnittzeichnung durch die Vorrichtung nach 1 mit den wesentlichen Elementen zur Herstellung der gewünschten Befestigung des Flachdisplays und

3 das Ausführungsbeispiel in 2 im Schnitt mit vollständig eingezogener Spreizbuchse.

In 1 ist in einer teilperspektivischen Darstellung die Vorrichtung nach der Erfindung, in einen Träger 3 eines Gehäuses, z.B. eines Farbfernsehgerätegehäuses, eingesetzt, dargestellt. Diese Vorrichtung besteht aus einer Aufnahme 1, die als Klemmbuchse ausgeführt ist. Die Klemmbuchse 1 ist aus Metall, z. B. aus Zink als Zinkdruckgussteil gefertigt, kann aber auch aus Kunststoff bestehen und weist am Umfang verteilt drei Schlitze 12 auf, die Klemmbuchse 1 ist also längs geschlitzt. Der obere Rand ist als vorstehender Rand gegenüber der Mantelwand 10 ausgebildet, so dass ein Durchschieben der Klemmbuchse 1 durch das Durchgangsloch 2 in dem U-förmigen Träger 3 nicht möglich ist. Aus der perspektivischen Darstellung ist ferner ersichtlich, dass die Klemmbuchse 1 korbförmig ausgebildet ist. Die geschlitzten Wandstreifen sind unten an einer ringförmigen, vorzugsweise polygonalen Stirnwand angeformt und im Spritzgießverfahren aus Metall oder Kunststoff hergestellt. Die Stirnwand, die eine mit dem Loch in der Bodenwand des Verbindungselementes 6 deckungsgleiche Bodenöffnung 9 aufweist (2 und 3), weist eine Stirnfläche 4 auf, mit der die Klemmbuchse 1 auf dem Halter 5 aufliegt, der aus dem Abschirmblech des Flachdisplays ausgeformt ist. In dem Halter 5 ist in einer Bohrung ein Gewindeeinsatz eingenietet, so dass eine Befestigung mittels einer Maschinenschraube 8, wie aus 2 und 3 ersichtlich, erfolgen kann.

Die Klemmbuchse 1 weist aber auch vom oberen Rand ausgehend zungenförmige Wandstreifen 11 auf, auf denen Längsrippen 13 angebracht sind. Diese zungenförmigen Wandstreifen sind ebenfalls um 120° versetzt angeordnet und dienen der Befestigung der Klemmbuchse 1 in dem Durchgangsloch 2 des Trägers durch Formschlussbildung. Der Formschluss selbst wird dadurch hergestellt, dass in die Klemmbuchse 1 das Verbindungselement 6, nämlich eine Spreizbuchse, hineingedrückt wird. Durch das Hineindrücken der Spreizbuchse 6, die am Boden ebenfalls ein Durchgangsloch aufweist, werden die zungenförmigen Wandstreifen 11 nach außen gedrückt, so dass, wie aus den Figuren ersichtlich, ein Formschluss zwischen der ringförmigen Innenwand des Durchgangsloches 2 und der Klemmbuchse 1 entsteht, wodurch die Klemmbuchse 1 gesichert an dem Träger 3 gehalten ist.

In 2 ist der Zustand in einer Schnittzeichnung dargestellt, in welcher die Formschlussverbindung einsetzt. Des Weiteren ist aus 2 ersichtlich, dass auch innenseitig an den zungenförmigen Wandstreifen 11 Rippen oder Verformungen vorgesehen sind, die auf die Konusform der Spreizbuchse 6 abgestimmt sind, um eine nahezu parallele seitliche Verdrängung der zungenförmigen Wandstreifen 11 der Klemmbuchse 1 zu erreichen. Selbst wenn die Spreizbuchse 6 bei der Vormontage nicht vollständig eindrückbar ist, wird sie durch die Schraube 8, die in die Gewindebohrung des Halters 5 eingeschraubt wird, hineingezogen und nimmt die in 3 angegebene Position ein. Diese zeigt, dass eine sichere Verbindung zwischen der erfindungsgemäßen Vorrichtung, dem Träger 3 und dem Halter 5 hergestellt ist.

Die Erfindung hat insbesondere Vorteile bei der Montage. So wird das Flachdisplay auf eine Montagevorrichtung oder einen Tisch aufgelegt. Die Klemmbuchse 1 wird in die zylindrische Bohrung 2 des aufgelegten Trägers 3 eingesetzt, bis sie auf dem Halter 5 mit der Stirnfläche 4aufliegt. Es spielt dabei keine Rolle, ob der Halter 3 nun im unteren oder oberen Toleranzbereich einen 1 mm Abstand oder einen 5 oder 6 mm Abstand aufweist. Nun kann die Spreizbuchse 6 in die Klemmbuchse 1 eingeschoben werden und wird durch Verschrauben mittels der Schraube 8 gegen den Boden der Klemmbuchse 1 gezogen. Durch die Kegelform bzw. konische Form der Spreizbuchse 6 werden die freigestellten Wandabschnitte bzw. Segmente der Klemmbuchse 1 nach außen bewegt und gegen die Bohrungswand des Durchgangsloches 2 gepresst. Der Pressvorgang bewirkt eine Verformung der filigranen Längsrippen 13 auf den zungenförmigen Wandstreifen 11, wodurch ein Formschluss in axialer Richtung hergestellt wird. Es ist ersichtlich, dass es sich hier um eine Ausbildung handelt, die eine sehr rationelle, schnelle Montage ermöglicht.

1
Aufnahme/Klemmbuchse
2
Durchgangsloch
3
Träger
4
Stirnfläche
5
Halter
6
Verbindungselement/Spreizbuchse
7
Stirnwand
8
Schraube
9
Bodenöffnung
10
Mantelwand
11
Wandstreifen
12
Schlitz
13
Längsrippen
14
Rippe
15
Durchgangsloch


Anspruch[de]
Vorrichtung zum Befestigen eines Flachdisplays, das rückseitig und/oder in den Eckenbereichen Halter mit Bohrungen und/oder Gewindebohrungen oder -einsätzen aufweist, an Trägern in einem Gerätegehäuse, insbesondere eines Fernsehempfangsgerätes oder Monitors, aufweisend mindestens ein Verbindungselement, das in eine Aufnahme am Träger einführbar ist, dadurch gekennzeichnet,

dass die Aufnahme (1) eine Klemmbuchse ist, die in ein Durchgangsloch (2) im Träger (3) längsverschieblich einsetzbar ist und mit der Stirnfläche (4) an dem Halter (5) anliegt,

dass das Verbindungselement (6) eine Spreizbuchse oder ein Spreizkörper ist, der in die Klemmbuchse einsteckbar ist,

dass durch Aufweitung der Klemmbuchse (1) zwischen der ringförmigen Anlagefläche der Klemmbuchse (1) und der Innenseite des Durchgangloches (2) eine Formschlussverbindung hergestellt ist, und

dass aus der Stirnwand (7) des Verbindungselementes (6) ein zapfenförmiger Ansatz oder eine eingesetzte Schraube (8) mit dem Schraubenhals vorsteht und eine Bodenöffnung (9) in der Aufnahme (1) übersteht oder

dass in den Spreizkörper eine durch die Bohrungen in dem Halter (5) und der Bodenöffnung (9) in der Aufnahme (1) eingesetzte Schraube einschraubbar ist, wobei das Flachdisplay mittels Klemm- oder Schraubverbinder befestigt ist.
Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmbuchse (1) aus Metall besteht, insbesondere ein Zinkgussteil ist, oder ein Kunststoffformteil ist, das eine längsgeschlitzte Mantelwand (10) und zwischen diese eingearbeitet zungenförmige Wandstreifen (11) aufweist. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens auf dem zungenförmigen Wandstreifen (11) Längsrippen (13) aufgebracht sind, die beim Verpressen durch die eingedrückte Spreizbuchse oder den Spreizkörper unter geringfügiger Oberseitenverformung einen Formschluss mit der Innenseite des Durchgangsloches (2) im Träger (3) herstellen. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmbuchse (1) korbförmig ausgeführt ist und in der Stirnwand an der Unterseite ein Durchgangsloch aufweist und dass die Mantelwand angeformte Stege aufweist, die mit der ringförmigen Stirnwand verbunden sind. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Klemmbuchse (1) in Einschubrichtung außenseitig am Mantel einen überstehenden Sicherungsrand aufweist. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens die zungenförmigen Wandstreifen (11) innenseitig zum Korbboden verlaufend, ansteigend Rippen (14) aufweisen. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Spreizbuchse (6) oder der Spreizkörper über die Länge verteilt Außendurchmesser, die größer sind als die Innendurchmesser der Klemmbuchse (1), und ein im Wesentlichen kreisrunden Einfuhrabschnitt und einen sich daran anschließenden konusförmigen Erweiterungsabschnitt aufweisen. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Spreizbuchse (6) hohl ausgebildet ist und einen Boden mit zentrischer Lochung aufweist, durch die eine Schraube durchsteckbar ist oder einen Gewinde- oder Fixierzapfen aufweist, auf die oder den die Lasche des Flachdisplays aufsetzbar ist. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Spreizkörper ein Vollkörper ist und einen zapfenförmigen Ansatz aufweist, auf den eine sich innenseitig in den angespritzten Metall- oder Kunststoffkörper eingrabende Ringfeder zur Fixierung des Panels aufdrückbar oder ein angeformter Gewindezapfen für die Aufnahme eine Mutter ist. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass der Körper ein Vollkörper ist und die Befestigungsschraube in den Vollkörper durch eine zentrische Mittenbohrung bei gleichzeitiger Spreizwirkung einschraubbar ist. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Länge der Klemmbuchse (1) zwischen 12 und 25 mm und der Durchmesser zwischen 8 und 25 mm betragen und dass die Spreizbuchse oder der Spreizkörper form- und dimensionierungsangepasst ist. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass sowohl die Klemmbuchse (1), die Spreizbuchse als auch der Spreizkörper aus Metall oder Kunststoff bestehen, insbesondere als Metalldruckgussteile ausgebildet sind, wobei der Boden der Klemmbuchse (1) polygonartige Außenkontur aufweist. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die eingesetzte Schraube eine Stahlschraube ist. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Träger (3) ein Panelhalter aus Stahlblech oder aus einem anderen Metall geformt ist und Durchgangslöcher (2) zur Aufnahme der Klemmbuchse (1) aufweist. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Halter im Wesentlichen parallel zur Display-Vorderseite verlaufende Halter oder Rückwandstützpunkte in Form von Laschen sind.






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