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Dokumentenidentifikation DE202007010983U1 08.11.2007
Titel Hundetrainingswagen
Anmelder Link, Claudia, 88416 Ochsenhausen, DE
Vertreter Lehr, D., Rechtsanw., 40210 Düsseldorf
DE-Aktenzeichen 202007010983
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 08.11.2007
Registration date 04.10.2007
Application date from patent application 07.08.2007
IPC-Hauptklasse A01K 15/02(2006.01)A, F, I, 20070807, B, H, DE

Beschreibung[de]

Hundetrainingswagen,

insbesondere zur Verbesserung der Ausdauer und Muskulatur von Hunden und Training der Umsetzung von Befehlen im Hinblick auf Tempo- und Richtungswechsel, so dass mit geringem Zeitaufwand eine artgerechte geistige und körperliche Auslastung des Tieres erzielt werden kann.

Hundetrainingswagen traditioneller Bauart und üblicher flacher Konstruktion verfügen entweder über ein Fahrgestell in Form einer Drei- oder Vier-Räder-Konstruktion. Die Lenkung erfolgt über miteinander fest verbundene Lenkstangen. Dadurch weisen diese Trainingswagen im Vergleich zu dem angemeldeten Hundetrainingswagen Defizite auf, insbesondere in Hinblick auf den Wenderadius/Wendekreis und Kurvenradius, sowie in der Zerlegbarkeit, Portabilität und Lagerfähigkeit. Derartige Hundetrainingswagen lassen sich nicht zerlegen, ohne sie demontieren zu müssen, sind daher sperrig, platzintensiv und unhandlich. Lediglich die Lenkstange lässt sich einklappen, so dass sie flach auf dem Fahrgestell aufliegt. Bedingt durch ihr Gewicht, können derartige Hundetrainingswagen in der Regel erst ab zwei Zughunden eingesetzt werden. Derartige Hundetrainingswagen erfüllen nicht die Anforderungen der STVO.

Die andere Art Hundetrainingswagen mit einem Drei-Räder-Fahrgestell (so genannte Trikes) bestehen bis auf den Rahmen aus Fahrradkomponenten und ähneln daher einem dreirädrigen Fahrrad für Erwachsene/Behinderte. Sie haben den Nachteil, dass sie sehr kippanfällig sind. Hinterräder und Vorderrad sind mittels eines Metallrahmens verbunden, welcher V-förmig verläuft, was die Konstruktion insbesondere in der Kurvenlage sehr instabil macht da der Schwerpunkt der Konstruktion sehr weit oben liegt. Ferner lassen sich Hundetrainingswagen der Trike-Bauart entweder nur durch Demontage der Vorderrad-Komponenten so zerlegen, dass sie in ein normales Auto passen, oder die Demontage erfolgt mittels einer dicken Querstrebe und Schraubbholzen die in die V-Gabel integriert sind. Diese zuletzt genannte Verbindung hat jedoch den Nachteil, dass man dann zwei sehr voluminöse und relativ hohe Komponenten hat, die ebenfalls nicht in ein normales Auto passen.

Die auf dem Markt befindlichen Trike-Hundetrainingswagen erfüllen nicht die Anforderungen der STVO.

Der in den Schutzansprüchen angegebenen Erfindung liegt das Problem zu Grunde, einen Hundetrainingswagen zu schaffen, der aufgrund seiner Fahrgestellkonstruktion stabil, leicht, handlich und mit zwei schnellen Handgriffen in zwei Teile zerlegbar ist damit er in einem normalen Auto verstaut werden kann und der Platz sparend aufzubewahren ist. Ferner soll er einen flexiblen Wendekreis besitzen, also enge und weite Kurven gleichermaßen zuverlässig meistern, kippsicher sein und eine Fliehkraftstabilität aufweisen, die Anforderungen der STVO durch die Montage von einer optionalem Vorderrad-Beleuchtung erfüllen und bereits ab einem Hund eingesetzt werden können.

Diese Probleme werden in den Schutzansprüchen 1., 2. und 3 gelöst.

Es wurde eine Drei-Rad-Fahrgestellkonstruktion gewählt.

Die Fahrgestellkonstruktion des Hinterbaus, an dem die Hinterräder angebracht sind, ist U-förmig gestaltet (1). Im Bereich der beiden offenen Enden der Schenkel des U-förmigen Hinterbaus befinden sich die Hinterradaufhängungen. Die U-förmige Fahrgestellkonstruktion ist flach gestaltet und horizontal zum Untergrund verlaufend (1), wodurch der Schwerpunkt sehr tief liegt. Das Vorderrad-Lenker-Gestell wird durch eine Steck-Schraubverbindung mit der Hinterradkonstruktion verbunden (1, 2 und 3). Durch das Zusammenstecken der Hinterrad-Fahrgestellkonstruktion mit der Vorderrad-Lenkstangenkonstruktion wird die Drei-Rad-Konstruktion des Hundetrainingswagens hergestellt. Das Vorderrad-Lenker-Gestell besitzt eine von der (einstrahligen) Lenkstange etwa mittig abgehende, abgeschrägt nach unten verlaufende Metallstange (Verbindungsrohr) (3, 2 und 1), das in ein passendes Verbindungsstück (Gegenspieler) gesteckt wird, das von der Hinterradkonstruktion abgeht und nach schräg oben verläuft (Schlüssel-Schloß-Prinzip) (3 und 2). In beiden Verbindungsrohren befinden sich kompatible Halbtonnenprofile (also Verzahnungsvorrichtungen/-bolzen), die sich beim Ineinandertreffen beim Zusammenstecken verzahnen (2). Die so verzahnten Verbindungsteile werden durch einen besonderen Schraubbolzen fixiert (3, 2 und 1).

Diese Steck-Schraubverbindung ermöglicht die schnelle Zerlegung des Hundetrainingswagens in zwei Teile durch das Lösen des Schraubbolzens (2) und des Bremshebels von dem die Bremszüge zu den synchron gebremsten Hinterrädern abgehen. Dadurch werden aus dem Hundetrainingswagen 2 handliche und flache Teile, wodurch er sich Platz sparend und leicht verstauen lässt. Die gesamte Konstruktion ist durch ihre besondere Konstruktion – flaches Fahrgestell und Drei-Rad-Fahrgestellkonstruktion und einstrahlige Bauweise – aus sich heraus sehr stabil und erfordert keine weiteren Rahmenkonstruktionen oder den Rahmen stabilisierende Konstruktionen (mehrstrahlige Bauweisen). Der Wendekreis ist sehr flexibel, sowohl für weite, als auch für enge Kurven. Die Konstruktion ist sehr kippstabil und weist eine hohe Fliehkraftstabilität aus.

Die Hinterräder haben eine Neigung nach innen, wie bei einem Pferde-Rennsulky, um die Reduzierung des Kippmoments zu erhöhen, auch beim Fahren in Schräglage oder beim einseitigen Überfahren eines relativ hohen Hindernisses (Bordstein, Ast, Stein, etc.). Die Trittbretter sind geschlossen und aus Riffelblech, um einerseits ein Verhaken im Untergrund (Zweige, Äste, Ackersteine) zu vermeiden und andererseits den Fahrer vor Spritzwasser und Steinschlag zu schützen. Aus diesem Grund wurden auch alle Räder des Hundetrainingswagens mit Schutzblechen versehen. Die Hinterräder wurden mit Katzenaugen versehen und für das Vorderrad gibt es ein optionales Batterie betriebenes Beleuchtungs-Set, so dass der Hundetrainingswagen die Anforderungen gem. STVO erfüllt (der Hund/die Hunde müssten bei einer Nutzung auf öffentlichen Straßen wie bei einem Fahrrad hinter oder neben dem Hundetrainingswagen laufen, da die Laufrichtung des Tieres nicht manuell sondern nur verbal beeinflussbar ist). Damit der Trainingswagen auch im Dunkeln seitlich gesehen wird sind in die Radspeichen aller 3 Räder Katzenaugen montiert.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird anhand der 1 bis 3 erläutert. Es zeigen

1. die U-förmig angeordnete Hinterradfahrgestellkonstruktion, welche die Hinterradaufhängungen und die Verbindungsstangen (Schraub-Steckverbindung) zwischen Hinterradfahrgestellkonstruktion und Vorderrad-Lenkstangen-Konstruktion in zusammengestecktem Zustand zeigen,

2. die Darstellung (Innen- und Außenansicht) der Schraub-Steckverbindung in getrenntem Zustand, die beide kompatiblen Verbindungsrohre zeigen, einschließlich der sich in den Rohren befindlichen Verbindungsbolzen und den Schraubbolzen, einschließlich des Gewindeganges für den Schraubbolzen,

3. die Darstellung des Schraub-Steck-Verbindungsrohres inkl. Rahmen der Vorderrad-Lenkstange (Außenansicht), die das Schraubloch des Schraubbolzens zeigt.


Anspruch[de]
Hundetrainingswagen, der dadurch gekennzeichnet ist,

1. dass das Fahrgestell auf einer Drei-Rad-Konstruktion beruht (1), wobei die Hinterradkonstruktion flach U-förmig angeordnet ist (1) und horizontal zum Boden verläuft und das Vorderradgestell (2 und 3), sich mit dem Hinterradgestell durch eine Schraub-Steckverbindung (1, 2 und 3), die aus nur einem Stütz-/Verbindungsrohr besteht, zusammenfügen und wieder trennen läßt,

2. die Schraub-Steckverbindung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet ist,

dass ein einfaches und verdrehsicheres Zusammenfügen von Vorderrad-Lenkstangengestell und Hinterradgestell ermöglicht wird, und dadurch das Vorderrad-Verbindungsrohr (2 C) passgenau in den Gegenspieler des Hinterradfahrgestells eingefügt werden kann (2 A, B und C) und beide Verbindungsteile aus innen liegenden, ineinander greifenden/sich verzahnenden Halbtonnenprofilen bestehen (2 A), die durch einen Gewinde-Sicherungsbolzen (2 B und 3) fixiert werden.






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