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Dokumentenidentifikation DE602004003985T2 08.11.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001465314
Titel Überspannungsschutzmodule zur Wechselstromkopplung und zum Blockieren von Gleichstrom mit Möglichkeit die Gleichspannungsblockierung zu umgehen
Anmelder Alcatel Lucent, Paris, FR
Erfinder Sharpe, Randall B., NC 27516 Chapel Hill, US
Vertreter Patentanwälte U. Knecht und Kollegen, 70435 Stuttgart
DE-Aktenzeichen 602004003985
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 30.03.2004
EP-Aktenzeichen 040076069
EP-Offenlegungsdatum 06.10.2004
EP date of grant 03.01.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.11.2007
IPC-Hauptklasse H02H 9/04(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse H04M 3/18(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
Bereich der Erfindung

Die vorliegende Erfindung bezieht sich im Allgemeinen auf Überspannungsschutz-Vorrichtungen, und insbesondere auf Überspannungsschutz-Vorrichtungen, die entsprechend konfiguriert sind, um eine Gleichstrom-Blockierungsfunktion und/oder eine Wechselstrom-Kopplungsfunktion zu bieten.

Hintergrund

Ortsnetzbetreiber-Teilnehmernetzgeräte, wie z.B. digitale Teilnehmer-Multiplexer (DLCs) und DSL-Multiplexer (DSLAMs) bieten den Teilnehmern DSL-Dienste (Digital Subscriber Line) über verdrillte Drahtleitungen oder „Schleifen". Die elektronischen Komponenten und Systeme, die in den DLCs und DSLAMs enthalten sind, werden durch den Einsatz von Schutzvorrichtungen (Überspannungsschutz), die in der Nähe des Netzwerkgeräts angeordnet sind, vor Schäden durch induzierte Überspannung (z.B. durch Blitzschlag), die durch die verdrillten Leitungspaare übertragen wird, geschützt. Solche Überspannungsschutz-Vorrichtungen sind für die Netzwerkdienste (einfache Fernsprechdienste (POTS), Asymmetrical Digital Subscriber Line (ADSL), etc.) im Wesentlichen transparent, während sie vorübergehende Überspannungen erden. Die Schutzvorrichtungen sind für die MLT (Schleifenprüfsysteme), die die Leitungspaare zwischen den Teilnehmerendgeräten und den vorgeschalteten Netzwerk-Einrichtungen auf Fehler überprüfen, im Wesentlichen ebenfalls transparent.

Wenn entfernte elektronische Geräte, die typischerweise außerhalb der Räume des Teilnehmers angeordnet sind, über verdrillte Leitungspaare von einem Netzwerkgerät- oder einem anderen entfernten Standort mit Strom versorgt werden, sind die Stromzufuhrgeräte zur Bereitstellung des Stroms für diese entfernte Elektronik mit dem verdrillten Leitungspaar gekoppelt. Wenn die Netzwerkelektronik mit dem verdrillten Leitungspaar wechselstromgekoppelt ist, können die Stromzufuhrgeräte direkt mit dem verdrillten Leitungspaar überbrückt werden. Wenn die Netzwerkelektronik jedoch mit dem verdrillten Leitungspaar gleichstromgekoppelt ist, wie dies typischerweise bei kombinierten POTS/ADSL-Leitungskarten der Fall ist, kann keine einfache, direkte Überbrückung implementiert werden. So steht beispielsweise die Spannung, die von dem Stromzufuhrgerät geliefert wird (z.B. nominell –200 VDC) in Konflikt mit der Spannung der POTS-„Fernsprechbatterie" (nominell –48VDC).

Die herkömmlichen Methoden zur Bereitstellung einer Gleichstromspannung durch Stromzufuhrgeräte über ein verdrilltes Leitungspaar sind bekannt. In Fällen, in denen kein POTS benötigt wird, werden die herkömmlichen kombinierten POTS/ADSL-Karten durch reine ADSL-Karten ersetzt, wodurch die konfliktfreie Stromversorgung gewährleistet wird. In Fällen, in denen POTS- und ADSL-Funktionalitäten erleichtert werden, selbst wenn das POTS-Signal nicht genutzt wird, werden kombinierte POTS/ADSL-Signale durch einen Hochpassfilter geleitet, um die ungenutzte Spannung der POTS-Fernsprechbatterie zu eliminieren, wodurch die daraus resultierenden, gefilterten Signale mit der Stromzufuhr gekoppelt werden können.

Diese herkömmlichen Methoden zur Bereitstellung einer Gleichstromversorgung über das verdrillte Leitungspaar weisen jedoch damit verbundene, erhebliche Einschränkungen auf. In dem Fall, in dem herkömmliche kombinierte POTS/ADSL-Karten durch reine ADSL-Karten ersetzt werden, hätte eine herkömmliche Methode erhebliche Zusatzausgaben für den Austausch der kombinierten POTS/ADSL-Karten, die bereits in dem Netzwerk installiert waren, durch neu entwickelte, reine ADSL-Karten zur Folge. Des Weiteren würde der Ersatz herkömmlicher, kombinierter POTS/ADSL-Karten durch reine ADSL-Karten eine Neuverkabelung der DLC- oder DSLAM-Schaltschränke oder die Installation von Querverbindungs-Schaltschränken zur Verbindung neu zugeordneter Leitungen außerhalb der DLC- oder DSLAM-Schaltschränke erforderlich machen. Falls ein kombiniertes POTS/ADSL-Signal gefiltert wird, könnte diese Hochpassfilterung des Signals von einem DLC oder DSLAM eine komplette MLT (Schleifenprüfung) verhindern, da MLT für viele Tests (z.B. Erfassung von Widerstandsfehlern, Erfassung der Anwesenheit von Fremdspannungen etc.) das Spektrum bis zum Gleichstrom verwendet. Außerdem ist es aufgrund vielpaariger Kabelbäume und vielpaariger Anschlüsse, die häufig mit den Geräten in den Schaltschränken vorverkabelt sind, schwierig, selektiven Zugriff auf einzelne verdrillte Leitungspaare zu erhalten, da wenig Platz zur Verfügung steht, um den Zugang zu zusätzlichen Leitungspaaren und die Geräte zur Hochpassfilterung unterzubringen.

In dem französischen Patentantrag FR 2 825 530 wird eine Schutzeinheit beschrieben, die zum Schutz eines Geräts vor Überspannung geeignet ist. Die Schutzschaltung ist zwischen zwei Stromzuführungen angeschlossen. Die Schutzschaltung umfasst zwei parallel verbundene Zweige, wobei der erste Zweig einen in Reihe geschalteten kapazitiven Widerstand und einen Varistor umfasst und der zweite Zweig den Reihenanschluss einer Gasentladungsvorrichtung und eines Thermistors umfasst.

Im US-Patent Nr. 6.377.435 wird eine Schaltung zum Schutz von Übertragungsleitungen beschrieben, wobei die Schaltung Querverbindungs- und Ringleitungen umfasst, die jeweils eine geschützte und eine ungeschützte Seite aufweisen. Die Schaltung umfasst außerdem eine erste und eine zweite Überspannungsvorrichtung, die in Reihe mit der ungeschützten Seite der Querverbindungs- und Ringleitungen verbunden ist; eine geerdete Überspannungs-Klemmvorrichtung, die an einem Punkt zwischen der geschützten Seite und der ungeschützten Seite sowohl mit der Querverbindungs- als auch mit der Ringleitung verbunden ist, wobei die Klemmvorrichtung mit der Erde verbunden ist; und ein erstes und ein zweites PTC-Polymerelement, das jeweils in Reihe mit der geschützten Seite der Querverbindungs- und Ringleitung verbunden ist.

Daher wäre eine Lösung hilfreich, die die Kombination von Überspannungsschutz, DSL-Signalübertragung, kompletter MLT (Schleifenprüfung) und Überbrückung einer Gleichstromversorgung in Verbindung mit einem verdrillten Leitungspaar erleichtert, so dass die Einschränkungen in Verbindung mit den herkömmlichen Lösungen beseitigt werden können.

Kurze Beschreibung der Zeichnungen

beschreibt ein Netzgerät-Schutzmodul entsprechend einer Ausführungsvariante der vorliegenden Erfindung.

beschreibt eine Ausführungsvariante des Netzgerätesystems entsprechend einer Ausführungsvariante der vorliegenden Erfindung.

Detaillierte Beschreibung der Zeichnungen

Die Ausführungsvarianten der vorliegenden Erfindung beziehen sich auf ein Netzgerät-Schutzmodul zum Einsatz in einer Vermittlungsstelle oder einem entfernten DSL-Netzgerät (z.B. DSLAMs, DLCs, etc.). Ein solches Netzgerät-Schutzmodul ermöglicht die vereinfachte Kombination aus Überspannungsschutz, DSL-Signalübertragung, kompletter MLT (Schleifenprüfung) und Überbrückung einer Gleichstromversorgung in Verbindung mit einer verdrillten Übertragungsleitung (in der vorliegenden Beschreibung auch als verdrilltes Leitungspaar bezeichnet), so dass die Einschränkungen in Verbindung mit den herkömmlichen Lösungen zur Bereitstellung solcher Funktionen beseitigt werden.

Demzufolge kann die von der Stromversorgung gelieferte Spannung (z.B. nominell 200 VDC) über eine verdrillte Übertragungsleitung an das DSL-Netzendgerät (NTD) in die Räume des Teilnehmers geleitet werden, ohne die vollständigen MLT-Funktionalitäten zu behindern. Ein DSL NTD ist ein Beispiel für ein DSL-Netzendgerät in den Räumen des Teilnehmers, das die Spannung nutzt, die von der Stromversorgung über eine angeschlossene verdrillte Übertragungsleitung geliefert wird. Ein DSL NTD ist ein aktives Gerät, das über die vorgeschaltete Stromversorgung mit Strom versorgt wird und das, zumindest in einer Ausführungsvariante, bei einer ADSL-Übertragung POTS-Funktionalitäten bietet (d.h. die POTS-Fernsprechbatteriespannung wird nicht über eine angeschlossene verdrillte Übertragungsleitung geliefert).

Netzgerät-Schutzmodule gemäß den Ausführungsvarianten der vorliegenden Erfindung (d.h. Überspannungsschutzmodule zur Wechselstromkopplung und zur Blockierung von Gleichstrom mit der Möglichkeit, die Gleichspannungsblockierung zu umgehen) bieten eine Reihe von Vorteilen. Ein Vorteil besteht darin, dass sie als direkter Ersatz für herkömmliche Überspannungsschutzvorrichtungen eingesetzt werden können, die in herkömmlichen Spannungsschutzvorrichtungen eingesetzt werden. Daher ist keine Neuverkabelung der verdrillten Übertragungsleitungen im DLC- oder DSLAM-Schaltschrank erforderlich. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass sie keinen kostenaufwändigen Austausch der kombinierten ADSL/POTS-Karten im DLC oder DSLAM erfordern, wodurch sie eine konstengünstigere Methode darstellen. Noch ein Vorteil besteht darin, dass die allgemeine Methode keinen zusätzlichen Platz in einem DCL- oder DSLAM-Schrank erfordert. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass sie die komplette MLT (Schleifenprüfung) nicht beeinträchtigen.

Im Folgenden werden die einzelnen Zeichnungen erläutert, wobei in ein Netzgerät-Schutzmodul 10 gemäß einer Ausführungsvariante der vorliegenden Erfindung dargestellt ist. Das Netzgerät-Schutzmodul 10 umfasst Überspannungsschutzschaltungen 12, die entsprechend konfiguriert sind, um Überspannungsschutz-Funktionen zu bieten, Wechselstromkopplungs-/Gleichspannungsblockierungsschaltungen 14, die entsprechend konfiguriert sind, um Funktionen zur Wechselstromkopplung und zur Blockierung von Gleichstrom zu bieten, sowie Schaltungen zur Umgehung der Gleichspannungsblockierung 16, die entsprechend konfiguriert sind, um Funktionen zur Umgehung der Gleichspannungsblockierung zu bieten. In mindestens einer Ausführungsvariante der vorliegenden Erfindung sind die Überspannungsschutzschaltungen 12, die Wechselstromkopplungs-/Gleichspannungsblockierungsschaltungen 14 und die Schaltungen zur Umgehung der Gleichspannungsblockierung 16 alle in einer diskreten Montagevorrichtung 19 enthalten.

Ein Gehäuse mit einer Vielzahl darin montierter und von außen zugänglicher Kontakte ist ein Beispiel für eine solche diskrete Montagevorrichtung 19. Gemäß einer Ausführungsvariante der vorliegenden Erfindung ist die diskrete Montagevorrichtung 19 zur unveränderten Montage auf einer handelsüblichen Geräte-Spannungsschutzeinheit konfiguriert, die eine OEM-Konfiguration zur Montage herkömmlicher Überspannungsschutzvorrichtungen aufweist. Ein Beispiel für eine solche handelsübliche Geräte-Spannungsschutzeinheit ist eine Geräte-Spannungsschutzeinheit der Serie 310, die von AVAYA Incorporated angeboten wird. Ein Beispiel für eine solche herkömmliche Spannungsschutzeinheit ist ein 5-Pin-Überspannungsschutzmodul, das von Marconi Communications Incorporated angeboten wird.

Die Wechselstromkopplungs-/Gleichspannungsblockierungsschaltungen 14 umfassen einen ersten Kondensator 18 und einen zweiten Kondensator 20, die jeweils in Reihe mit einer ersten Stromzuführung 22 bzw. einer zweiten Stromzuführung 24 (d.h. mit einem Paar Stromzuführungen) verbunden sind. Der erste Kondensator 18 und der zweite Kondensator 20 stellen eine Ausführungsvariante der Vorrichtung zur Bereitstellung der Wechselstromkopplungs-/Gleichspannungsblockierungs-Funktionalitäten dar. In mindestens einer Ausführungsvariante der Wechselstromkopplungs-/Gleichspannungsblockierungsschaltung weisen der erste Kondensator 18 und der zweite Kondensator 20 eine Kapazität von etwa 1 Mikro-Farad auf. Man geht davon aus, dass die spezifische Kapazität für die Kondensatoren (18, 20) in Abhängigkeit von der jeweiligen Implementierung des Netzgerät-Schutzmoduls 10 festgelegt wird.

Die Schaltung zur Umgehung der Gleichspannungsblockierung 16 umfasst einen Steueranteil 26, der zwischen der ersten Stromzuführung 22 und der zweiten Stromzuführung 24 angeschlossen ist. Der Steueranteil 26 ist entsprechend konfiguriert, um den selektiven Anschluss und die Trennung eines ersten Parallelwiderstands 28 und eines zweiten Parallelwiderstands 30 am ersten Kondensator 18 bzw. zweiten Kondensator 20 zu ermöglichen. Wird eine geeignete Gleichspannung am Stromzuführungspaar (22, 24) angelegt, wird der Steueranteil 26 der Schaltung zur Umgehung der Gleichspannungsblockierung 16 aktiviert (d.h. als Reaktion auf den aktuellen Strom durch den Steueranteil 26) und bewirkt die Unterbrechung der Parallelwiderstände (28, 30) an den jeweiligen Kondensatoren (18, 20), wobei die Funktionen zur Gleichspannungsblockierung aktiviert werden. Liegt keine Gleichspannung mehr an dem Stromzuführungspaar (22, 24) an, wird der Steueranteil 26 der Schaltung zur Umgehung der Gleichspannungsblockierung 16 deaktiviert, wodurch die Funktionen zur Gleichspannungsblockierung ebenfalls deaktiviert (d.h. umgangen) werden, indem die Parallelwiderstände (28, 30) über dem jeweiligen Kondensator (18, 20) angeschlossen werden können. Auf diese Weise ist die Schaltung zur Umgehung der Gleichspannungsblockierung 16 entsprechend konfiguriert, um die Möglichkeit zu bieten, dass die Funktionen zur Umgehung der Gleichspannungsblockierung selektiv aktiviert und deaktiviert werden können. Die Schaltung zur Umgehung der Gleichspannungsblockierung 16 stellt eine Ausführungsvariante der Vorrichtung zur Bereitstellung von Funktionen zur Umgehung der Gleichspannungsblockierung dar.

Ein Paar normalerweise geschlossener Relaiswege ist ein Beispiel für den ersten Parallelwiderstand 28 und den zweiten Parallelwiderstand 30. In der vorliegenden Beschreibung ist vorgesehen, dass ein solches Paar normalerweise geschlossener Relaiswege anhand eines einzelnen Relais oder einer Vielzahl von Relais (z.B. 2 Relais) vereinfacht werden kann. Die Aktivierungsspule eines einzelnen Relais ist ein Beispiel für den Steueranteil 26 der Schaltung zur Umgehung der Gleichspannungsblockierung 16. Aktivierungsspulen eines Relaispaars mit einem dazwischen angeschlossenen Widerstand (d.h. zur Begrenzung des Stromflusses durch die Aktivierungsspulen) sind ein weiteres Beispiel für den Steueranteil 26 der Schaltung zur Umgehung der Gleichspannungsblockierung 16. Die Ausführungsvarianten der vorliegenden Erfindung beschränken sich nicht auf feste und mechanische Relais, es kann stattdessen jede nützliche Schaltung oder Komponente eingesetzt werden, die Relaisfunktionen bietet.

Die Überspannungsschutzschaltung 12 ist zwischen dem Stromzuführungspaar (22, 24) und einem Erdleiter 32 angeschlossen. Eine Vorrichtung zur Unterdrückung von Stoßspannungen (TVS) wie z.B. ein TVS-Gerät der Marke SIDACtor oder ein ähnliches TVS-Gerät ist ein Beispiel für eine Überspannungsschutzschaltung 12. Die Überspannungsschutzschaltung 12 ist ein Beispiel für eine Vorrichtung, die den Überspannungsschutz gewährleistet.

stellt eine Ausführungsvariante eines Netzgerätsystems 100 entsprechend einer Ausführungsvariante der vorliegenden Erfindung dar. Das Netzgerätsystem 100 umfasst ein Fernsprechgerät 102, eine Geräte-Spannungsschutzeinheit 104 und eine Vielzahl von Netzgerät-Schutzmodulen 10 (wie oben in Bezug auf erläutert), die auf der Geräte-Spannungsschutzeinheit 104 montiert sind. Die Geräte-Spannungsschutzeinheit 104 ist über eine verdrillte Übertragungsleitung 105 zwischen dem Fernsprechgerät 102 und einem DSL NTD in den Räumen des Teilnehmers (nicht abgebildet) angeschlossen. In der Praxis ist die Geräte-Spannungsschutzeinheit in einem DLC und DSLAM vorinstalliert und mit dem Fernsprechgerät 102 (oder zumindest mit einer Rückwandplatine, über die der Anschluss an ein solches Gerät erfolgt) vorverkabelt.

Eine von der Stromversorgung (nicht abgebildet) gelieferte Gleichspannung (z.B. –200 VDC) wird an die verdrillte Übertragungsleitung 105 (z.B. in einem Anschlusskasten) angelegt. Eine solche Stromversorgung kann lokal oder entfernt von dem Fernsprechgerät 102 angeordnet sein. Die Schaltung zur Gleichspannungsblockierung 16 der Netzgerät-Schutzmodule 10 verhindert, dass die Gleichstromversorgungsspannung an das Fernsprechgerät 102 angelegt wird.

Das Fernsprechgerät 102 umfasst eine DSL Multiplexing-Einrichtung 106 und eine Prüfeinrichtung 108. Die Geräte-Spannungsschutzeinheit 104 ist mit der DSL Multiplexing-Einrichtung 106 und/oder der Prüfeinrichtung 108 verbunden. Es kann in Erwägung gezogen werden, dass die Geräte-Spannungsschutzeinheit 104 direkt mit der DSL Multiplexing-Einrichtung 106 verbunden wird und dass die Prüfeinrichtung 108 die Signale durch die Geräte-Spannungsschutzeinheit 104 über die DSL Multiplexing-Einrichtung 106 übertragen werden.

Ein DLC (z.B. ein zentrales Steuerelement oder Primärmultiplexer) und ein DSLAM sind zwei Beispiele für DSL Multiplexing-Einrichtungen 106. In mindestens einer Ausführungsvariante der vorliegenden Erfindung ist die Prüfeinrichtung 108 entsprechend konfiguriert, um die MLT-Funktionen (Schleifenprüfung) durchzuführen. Dementsprechend ist das MLT-Testgerät ein Beispiel für die Prüfeinrichtung 108. Die Kombination aus Geräte-Spannungsschutzeinheit 104 und mindestens einem Netzgerät-Schutzmodul 10 ist ein Beispiel für eine Netzgerät-Schutzvorrichtung.

Im Betrieb ist eine Vielzahl von Netzgerät-Schutzmodulen 10 in die Geräte-Spannungsschutzeinheit 102 eingestöpselt (oder auf andere Weise betriebsbereit damit verbunden). Eines oder mehrere Netzgerät-Schutzmodule 10 können einen oder mehrere daran montierte herkömmliche Überspannungsschutzvorrichtungen ersetzen. Jedes Netzgerät-Schutzmodul 10 ist entsprechend konfiguriert, um den Überspannungsschutz, die Funktionen zu Gleichstromkopplung/Wechselspannungsblockierung und zur Umgehung der Wechselspannungsblockierung zu gewährleisten. Die Funktion zur Umgehung der Wechselspannungsblockierung bietet die Möglichkeit zur Durchführung der kompletten MLT (Schleifenprüfung), während die Stromversorgung (d.h. die Gleichspannung) in der verdrillten Übertragungsleitung 105 wegfällt. Der Einsatz einer vorinstallierten und vorverkabelten Geräte-Spannungsschutzeinheit 104 und der selektive Einsatz der Netzgerät-Schutzmodule 10 ermöglichen die Stromversorgung über die einzelnen verdrillten Übertragungsleitungen, ohne Ersatz der Leitungskarten, OSS-Neuzuordnung, Neuverkabelung oder Dienstausfälle für die Kunden an den Leitungskarten, die die POTS-Fähigkeit aufrecht erhalten.

100
Netzgeräte-System
102
Fernsprechgerät
104
Geräte-Spannungsschutzeinheit
108
Prüfeinrichtung
106
DSL Multiplexing-Einrichtung
From Power Feed Equipment
Von der Stromversorgung
To Subscriber Premise NID
Zum Endgerät in den Räumen des Teilnehmers


Anspruch[de]
Ein Netzgerät-Schutzmodul (10), das so konfiguriert ist, dass es abnehmbar an einer Netzgeräte-Schutzeinheit (104) montiert werden kann, wobei das Netzgerät-Schutzmodul (10) Folgendes umfasst:

– ein Paar Stromzuführungen (22, 24);

– Überspannungsschutz-Schaltungen (12), die die Funktionen für den Überspannungsschutz gewährleisten können; und

– Schaltungen zur Wechselstromkopplung/Gleichspannungsblockierung (14), die die Funktionen zur Wechselstromkopplung und Gleichspannungsblockierung gewährleisten können;

gekennzeichnet durch

– eine Schaltung zur Umgehung der Gleichspannungsblockierung (16), die die Funktionen zur Umgehung der Gleichspannungsblockierung gewährleisten kann, wobei die genannte Schaltung zur Umgehung der Gleichspannungsblockierung (16) so konfiguriert ist, dass sie die Möglichkeit bietet, mindestens einen Parallelwiderstand (28) über die Schaltung zur Wechselstromkopplung/Gleichspannungsblockierung (14) selektiv anzuschließen und zu trennen; und dass der mindestens eine Parallelwiderstand (28) getrennt wird, wenn Gleichspannung zwischen dem Paar Stromzuführungen (22, 24) anliegt.
Das Netzgerät-Schutzmodul gemäß Anspruch 1, wobei die genannte Schaltung zur Wechselstromkopplung/Gleichspannungsblockierung (14) einen Kondensator (18) umfasst, der in Reihe an die erste Zuführung des Stromzuführungspaars (22, 24) angeschlossen ist und wobei die genannte Schaltung zur Umgehung der Gleichspannungsblockierung (16) so konfiguriert ist, dass ein Parallelwiderstand (28) über den Kondensator (18) selektiv angeschlossen und getrennt werden kann. Das Netzgerät-Schutzmodul gemäß Anspruch 1 oder Anspruch 2, wobei die genannte Schaltung zur Umgehung der Gleichspannungsblockierung (16) einen Steueranteil (26) umfasst, der zwischen dem Stromzuführungspaar (22, 24) angeschlossen ist. Das Netzgerät-Schutzmodul gemäß einem der Ansprüche 1 bis 3, wobei alle genannten Schaltungen in einer diskreten Montagevorrichtung (19) angeordnet sind, und die diskrete Montagevorrichtung (19) so konfiguriert ist, dass sie an einer unveränderten, handelsüblichen Spannungsschutzeinheit (104) montiert werden kann, die OEM-konfiguriert ist, so dass herkömmliche Spannungsschutzvorrichtungen daran montiert werden können. Das Netzgerät-Schutzmodul gemäß einem der Ansprüche 1 bis 4, wobei der Parallelwiderstand (28) aus dem normal geschlossenen Weg eines Relais besteht. Das Netzgerät-Schutzmodul gemäß einem der Ansprüche 1 bis 5, wobei die genannte Überspannungsschutz-Schaltung (12) zwischen dem Stromzuleitungspaar (22, 24) und einer Erdleitung (32) angeschlossen ist. Eine Netzgerät-Schutzvorrichtung, die Folgendes umfasst:

– ein Schutzmodul (10) gemäß einem der Ansprüche 1 bis 6; und

– eine Geräte-Spannungsschutzeinheit (104), die so konfiguriert ist, dass sie zwischen einem Fernsprechgerät (102) und einem DSL-Endgerät (NTD) in den Räumen des Teilnehmers angeschlossen werden und dass das Schutzmodul (10) daran montiert werden kann, wobei das Schutzmodul (10) die genannten Funktionen gewährleistet, die in Verbindung mit dem Fernsprechgerät (102) und dem DSL NTD implementiert werden sollen, wenn das Schutzmodul (10) an der Geräte-Spannungsschutzeinheit (104) montiert ist.






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