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Dokumentenidentifikation DE60311026T2 08.11.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001347241
Titel Heizeinrichtung mit zwei Brennstoffarten
Anmelder Palazzetti Lelio S.p.A., Porcia, IT
Erfinder Palazzetti, Ruben, 33080 Porcia (PN), IT
Vertreter Grünecker, Kinkeldey, Stockmair & Schwanhäusser, 80538 München
DE-Aktenzeichen 60311026
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IT, LI, LU, MC, NL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument EN
EP-Anmeldetag 14.03.2003
EP-Aktenzeichen 030057897
EP-Offenlegungsdatum 24.09.2003
EP date of grant 10.01.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.11.2007
IPC-Hauptklasse F24B 5/02(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, EP
IPC-Nebenklasse F24B 1/02(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, EP   

Beschreibung[de]
BEREICH DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Heizvorrichtung, wie beispielsweise eine Feuerungsanlage, eine Heizung oder dergleichen, die alternativ mit wenigstens zwei verschiedenen Brennstoffen gespeist werden kann, wie beispielsweise Pellets und Holz, bei der die Einleitung von brandfördernder Luft in eine Brennkammer nur aufgrund der natürlichen Ansaugkraft stattfindet.

Die Vorrichtung gemäß der Erfindung umfasst ein System zum Regulieren und Teilen des Stroms, um der Brennkammer Luft in Mengen zuzuführen, die für verschiedene Verbrennungserfordernisse der unterschiedlichen Brennstoffe und auch für die unterschiedlichen Mengen von beschicktem Brennstoff geeignet sind.

HINTERGRUND DER ERFINDUNG

Der Stand der Technik umfasst Feuerungsanlagen oder Heizungen, die alternativ und/oder gemeinsam mit zwei Arten von verschiedenen Brennstoffen arbeiten, wie beispielsweise mit Pellets, d.h. gepresste Späne von Holzresten, und mit Holz.

Diese Lösung wird insbesondere geschätzt, da es möglich ist, die Speisung mit Pellets mit Hilfe von zeitlich festgelegten Beschickungseinrichtungen zu automatisieren, wodurch die Betriebsautonomie der Heizvorrichtung beträchtlich erhöht und der Bedarf an Interventionen durch den Benutzer verringert wird.

Herkömmliche Heizvorrichtungen umfassen eine Brennkammer, in der Einrichtungen zur Aufnahme der beiden Brennstoffe angeordnet sind, die normalerweise aus Kohlepfannen und/oder Stützgittern bestehen.

Verbrennungsluft wird der Brennkammer zugeführt, um die Verbrennung in Gang zu bringen und aufrecht zu erhalten.

Herkömmliche Vorrichtungen verwenden zumindest ein Gebläse, das in einer regulierbaren Art und Weise angesteuert und mit Energie versorgt wird, wobei das Gebläse zumindest betätigt wird, wenn bei der Verbrennung Pellets verwendet werden. Pellets benötigen eine größere Menge an Verbrennungsluft als Holz, und sie erfordern zudem eine Änderung der Lufteinleitung entsprechend der Menge an beschickten Pellets, die sich während der Verbrennung normalerweise ändert.

Die Verwendung eines Gebläses weist einen ersten Nachteil auf, der darin besteht, dass die für eine optimale Verbrennung erforderliche brandfördernde Luft im Falle eines plötzlichen Energieausfalls plötzlich nicht mehr bereitgestellt werden kann; dies führt dazu, dass ein Überschuss an nicht verbrannten Partikeln ausgegeben wird, die schädlich für die Umwelt sind. Zudem zieht das Vorhandensein des Gebläses einen Anstieg der Kosten und des Verbrauches der Vorrichtung nach sich. Ferner kann die Regulierung des Gebläses ungenau und nicht ordnungsgemäß auf die Beschickungsdynamik der Pellets abgestimmt sein.

EP-A-985883 und EP-A-1 134 497 offenbaren Heizanwendungen, die mit zwei verschiedenen Arten von Brennstoffen gespeist werden können.

US-A-4,387,700 beschreibt einen Ofen mit einer automatischen Vorrichtung zum Reduzieren des Stromes zu seiner Verbrennungskammer. Dieses Dokument zeigt die Merkmale, die in dem Oberbegriff des Anspruchs 1 definiert sind.

Diese Dokumente offenbaren keine Heizvorrichtung, die dazu geeignet ist, die Zufuhr der Luft, die zu der Verbrennungskammer geleitet wird, entsprechend der Art des verwendeten Brennstoffs zu variieren.

Der vorliegende Anmelder hat diese Erfindung entwickelt und realisiert, um die Nachteile des Standes der Technik zu überwinden und um weitere Vorteile zu erzielen.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Die vorliegende Erfindung ist im Wesentlichen in dem Hauptanspruch dargelegt und gekennzeichnet, während die abhängigen Ansprüche weitere Eigenschaften der Erfindung beschreiben.

Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Heizvorrichtung, wie beispielsweise eine Feuerungsanlage, eine Heizung oder dergleichen, derjenigen Art zu schaffen, die mit wenigstens zwei Brennstoffen gespeist wird, wie beispielsweise Pellets und Holz, bei der die brandfördernde Luft allein aufgrund der natürlichen Ansaugkraft einer Brennkammer zugeführt wird, wobei diese entsprechend der Art des verwendeten Brennstoffs und der variierenden beschickten Brennstoffmenge regulierbar ist.

Zur Lösung dieser Aufgabe umfasst eine Heizvorrichtung der zuvor genannten Art wenigstens eine Brennkammer, in der Einrichtungen zum Fördern und Aufnehmen eines ersten und eines zweiten Brennstoffes angeordnet sind.

Gemäß einer Ausprägung der Erfindung umfasst Einrichtungen zum Regulieren und Teilen der Einleitung von Verbrennungsluft, die mit wenigstens einer Einlassöffnung zusammenwirken; die Mittel gestatten es, die Luft in regulierbaren Mengen der Brennkammer allein aufgrund der natürlichen Ansaugkraft zuzuführen.

Die Reguliereinrichtungen sind dazu geeignet, selektiv eine variable und kontrollierte Menge der Verbrennungsluft dem ersten Brennstoff oder dem zweiten Brennstoff zuzuführen. Die Reguliereinrichtung umfasst eine Einrichtung zum Unterteilen des Stroms, die dazu geeignet ist, selektiv in vorbestimmten Positionen angeordnet zu werden, um die wenigstens eine Einlassöffnung für die Verbrennungsluft in der Brennkammer in einer variablen, jedoch abgestimmten und gesteuerten Art und Weise zu schließen.

Gemäß einer Ausführungsform der Erfindung wird wenigstens eine Position der Stromteileinrichtung verwendet, wenn ein erster Brennstoff vorhanden ist, und wenigstens eine zweite Position, die sich von der ersten unterscheidet, verwendet wird, wenn ein zweiter Brennstoff vorhanden ist.

Bei einer bevorzugten Ausführungsform umfasst die wenigstens eine Öffnung eine erste und eine zweite Öffnung, die an einer Vorderwand des Rahmens der Heizvorrichtung ausgebildet sind und mit der Brennkammer kommunizieren, um selektiv die Luft zum ersten Brennstoff und/oder zum zweiten Brennstoff zu fördern. Bei dieser Ausführungsform umfasst die Stromteileinrichtung einen bewegbaren Verschluss, der in einer Vielzahl von vorbestimmten Positionen angeordnet werden kann, die in Bezug auf die Einlassöffnungen variabel sind, um die Zufuhr der brandfördernden Luft, die der Brennkammer zugeführt wird, zu variieren.

Der Verschluss ist mit einer manuellen Betätigungseinrichtung, wie beispielsweise ein Hebel, ein Griff oder dergleichen verbunden, mit deren Hilfe ein Benutzer den Verschluss von außen in eine vorbestimmte Position bewegen kann.

Die Heizeinrichtung gemäß der Erfindung umfasst auch eine Einrichtung zum automatischen Beschicken des ersten Brennstoffes in die Aufnahmeeinrichtung.

Gemäß der Erfindung empfängt eine Steuereinheit sich auf die Position der Teileinrichtung beziehende Steuersignale und reguliert automatisch den Antrieb der automatischen Beschickungseinrichtung gemäß der zugeführten Luftzufuhr. Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist es die Menge des zugeführten Brennstoffs, der automatisch die Position der Stromteileinrichtung reguliert.

Gemäß einer weiteren Variante umfasst die Vorrichtung eine Temperatursensoreinrichtung, die relative Signale zur Steuereinheit senden kann, um die Stromteileinrichtung entsprechend der beispielsweise in der Brennkammer und/oder in der Abgasleitung erfassten Temperatur anzutreiben.

Gemäß einer weiteren Variante umfasst die Vorrichtung eine Einrichtung zum Analysieren der Abgase, die relative Signale zu der Steuereinheit sendet, um die Stromteileinrichtung entsprechend des höheren oder niedrigeren Gehaltes unverbrannter Substanzen in dem Abgas anzutreiben.

Gemäß einer weiteren Variante umfasst die Vorrichtung eine optische Sensoreinrichtung, die mit der Brennkammer verbunden und wenigstens in Richtung der Flamme ausgerichtet ist. Die optische Sensoreinrichtung kann wenigstens das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein der Flamme und eine oder mehrere Eigenschaften der Flamme erfassen, wie beispielsweise ihre Höhe, ihre vorherrschende Farbe, ihre vorherrschende Kontur, die emittierte Leuchtkraft oder dergleichen, und sie kann entsprechend dieser Erfassung einige Eingangssignale zu der Steuereinheit senden. Die Steuereinheit ist derart eingerichtet, dass die Stromteileinrichtung so angesteuert wird, dass die Menge der Luft, die der Brennkammer zugeführt wird, basierend auf der optischen Erfassung einiger Eigenschaften der Flamme variiert wird; wenn beispielsweise die optische Einrichtung erfasst, dass die Flamme kleiner als ein voreingestellter Wert ist, oder dass ihre Leuchtkraft geringer als ein definierter Wert ist, so wird die Steuereinheit die Stromteileinrichtung derart antreiben, dass beispielsweise die Menge der Luft zur Brennkammer erhöht und die ordnungsgemäßen Bedingungen der Verbrennung der Flamme wiederhergestellt werden.

Mit der Vorrichtung gemäß der Erfindung ist es möglich, das Einleiten von Verbrennungsluft in eine Brennkammer sowohl entsprechend der Art des verwendeten Brennstoffs als auch entsprechend der vorhandenen Menge des Brennstoffes und auch die gewünschte Wärmemenge manuell von außen zu regulieren, ohne ein regulierbares Fördergebläse zu verwenden.

Ferner kann die Regulierung des Stroms mit Hilfe eines angetriebenen Betätigungselementes automatisiert und entsprechend mit der Menge des Brennstoffes, die automatisch zugeführt wird, und auch mit der erreichten Temperatur in Beziehung gesetzt werden, ebenso mit der Zusammensetzung der Abgase und mit den Eigenschaften der in der Brennkammer brennenden Flamme.

Ein weiterer Vorteil der vorliegenden Erfindung besteht darin, dass sie im Falle eines plötzlichen Stromausfalls sicherstellt, dass die Verbrennung aufrecht erhalten wird, ohne dass gefährliche Emissionen in der Umgebung erzeugt werden, das auf die Tatsache zurückzuführen ist, dass die Vorrichtung mit einer natürlichen Ansaugkraft der brandfördernden Luft stattfindet.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

Diese und weitere Vorteile der vorliegenden Erfindung werden anhand der nachfolgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform, die als ein nicht einschränkendes Beispiel dient, unter Bezugnahme auf die beiliegenden Zeichnungen deutlich, in denen:

1 eine Vorderansicht der Heizvorrichtung gemäß der vorliegenden Erfindung ist;

2 eine Querschnittansicht der Vorrichtung gemäß 1 ist;

3 bis 7 die verschiedenen Betriebspositionen zeigen, die eine Stromreguliereinrichtung der in 1 gezeigten Vorrichtung einnehmen kann; und

8 eine Vorderansicht einer in den 3 bis 7 dargestellten Stromreguliereinrichtung ist.

GENAUE BESCHREIBUNG EINER BEVORZUGTEN AUSFÜHRUNGSFORM

Unter Bezugnahme auf die 1 und 2 wird eine Heizvorrichtung gemäß der Erfindung durch eine Heizeinrichtung 10 repräsentiert, die mit verschiedenartigen Brennstoffen gespeist werden kann, nämlich mit Pellets 11 und Holz (in den Zeichnungen nicht dargestellt), und die aus einem Rahmen mit einer kastenartigen Struktur 12 ausgebildet ist, in dessen Inneren eine Verbrennungskammer 14 vorgesehen ist.

In der oberen Zone der kastenartigen Struktur 12 ist ein Behälter 16 für die Pellets 11 angeordnet, der mit einem programmierbaren Zuführelement verbunden ist, das aus einer Schraube besteht und in den Zeichnungen nicht dargestellt ist, wobei das Zuführelement durch eine Motoruntersetzungseinheit 20 angetrieben wird und mit einer Zeitgebereinheit 21 versehen ist. Mit Hilfe der Schraube werden die Pellets 11 dem Behälter 16 entnommen und über eine Zuführleitung 18 einer Kohlenpfanne 15 zugeführt, die in der Brennkammer 14 angeordnet ist.

Die kastenartige Struktur 12 umfasst eine vordere Wand 19, in deren unteren Zone Öffnungen 22 und 24 ausgebildet sind, die mit der Außenseite und mit der Brennkammer 14 kommunizieren; die Luft wird durch die Öffnungen 22 und 24 für die Verbrennung des Holzes und der Pellets 11 zugeführt.

Die Größe der ersten Öffnung 22 und der zweiten Öffnung 24 ist derart ausgelegt, dass ein optimierter Strom der Verbrennungsluft entsprechend für die Verbrennung von Holz oder Pellets 11 zugeführt werden kann. Genauer gesagt weist die erste Öffnung 22 eine Größe auf, die für eine optimale Verbrennung von Holz ausgelegt ist, während die zweite Öffnung 24, die wie nachfolgend beschrieben, verschlossen werden kann, für eine optimale Verbrennung von Pellets 11 ausgelegt ist.

Die Kohlenpfanne 15 umfasst Durchgangslöcher 15b an ihrer Unterseite, so dass Luft hindurchströmen und Asche entfernt werden kann. Die brandfördernde Luft für die Verbrennung von Pellets 11 sowie für die Verbrennung von Holz wird dank der natürlichen Ansaugkraft aufgrund des Unterdrucks zugeführt, der innerhalb der Brennkammer 14 erzeugt wird, nachdem die Verbrennungsabgase durch eine Auslassleitung 17 abgelassen wurden.

Die Heizeinrichtung 10 umfasst ferner eine Einrichtung zum Teilen des Stroms der brandfördernden Luft (3 bis 8), die aus einem Verschluss 30 ausgebildet ist, der zusammenwirkend mit den beiden Öffnungen 22 und 24 gleitet. Der Verschluss 30 ist mit einem Antriebshebel 26 verbunden, der in einen vorderen Grill 29 eingesetzt und über einen Arm 27 mit dem Verschluss 30 verbunden ist. In dem Verschluss 30 sind auch ein erstes Fenster 31a und ein zweites Fenster 31b ausgebildet, deren Größe entsprechend der ersten Öffnung 22 und der zweiten Öffnung 24 zugeordnet ist. Der Verschluss 30 kann vor oder hinter den Einlassöffnungen 22 und 24 entlang einem Paar von Führungen 32 (2 und 8) gleiten, die einander gegenüber entsprechend oberhalb und unterhalb der Öffnungen 22 und 24 angeordnet sind.

Der Hebel 26 kann selektiv in eine Vielzahl von vorbestimmten Positionen A, B, C, D und E bewegt werden, die jeweils einem anderen verschlossenen Zustand der Öffnungen 22 und 24 entsprechen, um die brandfördernde Luft in verschiedenen Mengen zuzuführen. In diesem Fall kann die Position des Antriebshebels 26 mit Hilfe eines Sensors 41 erfasst werden, der mit einer Reguliervorrichtung 40 verbunden ist, die entsprechend der Förderung von zugeführter Luft den Antrieb der Zeitgebereinheit 21 der Motoruntersetzungseinheit 20 reguliert, um automatisch die Geschwindigkeit und die Beschickungszeiten der Pellets 11 in die Brennkammer 14 gemäß der zugeführten Luftmenge zu variieren.

Die Heizvorrichtung gemäß der Erfindung funktioniert wie folgt. In dem vorliegend dargestellten Beispiel gleitet der Verschluss 30 vor den Einlassöffnungen 22 und 24, wobei der Verschluss 30 ebenso gut hinter den besagten Öffnungen 22 und 24 gleiten kann.

Wenn sich der Hebel 26 in einer ersten Position A befindet, ist der Verschluss 30 ganz nach rechts (3) verschoben und verschließt die zweite Öffnung 24 vollständig, während sich das erste Fenster 31a und die erste Öffnung 22 überdecken, so dass brandfördernde Luft der Brennkammer 14 zugeführt werden kann. Diese Position wird verwendet, wenn die Vorrichtung 10 hauptsächlich unter Verwendung von Holz betrieben wird, und die Luft, die nur durch die Öffnung 22 zugeführt wird, entspricht derjenigen Menge, die für eine optimale Verbrennung erforderlich ist.

Indem der Regulierhebel 26 ganz nach links in die Position B bewegt wird, wie es in 4 gezeigt ist, verschließt der Verschluss 30 die erste Öffnung 22, während das zweite Fenster 31b vollständig in Deckung mit der zweiten Öffnung 24 angeordnet ist, um einen maximalen Strom von brandfördernder Luft in Richtung der Kohlenpfanne 15 zu erzielen, in der die Pellets 11 angeordnet sind. Diese Position, bei der die Zufuhr von Luft nur durch die zweite Öffnung 24 erfolgt, wird angesteuert, wenn die Vorrichtung 10 hauptsächlich mit Pellets 11 betrieben wird.

Der Sensor 41 erfasst die Position B des Hebels 26, die dem maximalen Strom von brandfördernder Luft entspricht, und reguliert die Geschwindigkeit der Schraube, um die Kohlenpfanne 15 in einer Menge mit Pellets 11 zu beschicken, die dem Luftstrom entspricht und zu diesem proportional ist, um die Verbrennungsbedingungen zu optimieren.

Wenn der Regulierhebel hingegen in den Zwischenpositionen C und D positioniert wird, verschließt der Verschluss 30 etwa ein Drittel (5) und zwei Drittel (6) der zweiten Öffnung 24, so dass geringere Mengen von brandfördernder Luft der Kohlenpfanne 15 zugeführt werden.

In Übereinstimmung mit den Positionen C und D erfasst der Sensor 41 auch die Position des Hebels 26 und übermittelt mit Hilfe der Vorrichtung 40 ein Befehlssignal zur Regulierung der Geschwindigkeit der Schraube, um eine Menge an Pellets 11 zu beschicken, die dem Luftstrom, welcher der Brennkammer 14 zugeführt wird, entspricht, proportional zu diesem ist.

Wenn der Verschluss 30 hingegen in die Position E bewegt wird, sind beide Öffnungen 22 und 24 teilweise offen. In dieser Position E wird die Heizeinrichtung 10 zur gleichzeitigen Verbrennung von Holz und Pellets 11 reguliert.

Die Heizvorrichtung 10 umfasst in einer oberen Zone der Verbrennungskammer 14 eine Mehrzahl von Löchern 51, um einen Luftstrom zuzuführen, der die so genannte sekundäre Verbrennung der Substanzen bewirkt, die während der primären Verbrennung nicht verbrannt wurden. Gemäß einer Variante der Erfindung ist eine Tür 50 mit Hilfe eines Gelenkarmes (vorliegend nicht gezeigt) direkt mit dem Hebel 26 verbunden, um die Löcher 51 selektiv zu verschließen.

Wenn sich der Regulierhebel 26 in der Position A oder E befindet, was der Luftzufuhr für die Verbrennung von Holz entspricht, wird die Tür 50 geöffnet, um dem oberen Teil der Brennkammer 14 Luft zuzuführen und eine sekundäre Verbrennung zu erzielen. Wenn sich der Antriebshebel 26 hingegen in eine der Positionen B, C oder D befindet, in denen die Verbrennung zur Verbrennung von Pellets 11 reguliert wird, wird die Tür 50 verschlossen, um die Zirkulation von Luft in dem oberen Teil der Brennkammer 14 zu verhindern und um die Zirkulation auf dem Niveau der Kohlenpfanne 15 zu konzentrieren, wodurch die Nachverbrennung der Pellets 11 optimiert wird.

Gemäß einer vorliegend nicht dargestellten Variante kann die Vorrichtung beispielsweise wenigstens einen Temperatursensor und/oder einen Sensor zum Analysieren der Zusammensetzung der Abgase und/oder einen optischen Sensor zum Erfassen wenigstens einer Eigenschaft der in der Brennkammer brennenden Flamme aufweisen. Die zuvor genannten Sensoren sind mit einer Verarbeitungseinheit verbunden, die dazu geeignet ist, anhand der Signale, die von den Sensoren übermittelt werden, Informationen über die Eigenschaft der Verbrennung zu erzielen und die Bewegung des Verschlusses 30 automatisch anzutreiben, um entsprechend die Menge der Luft, die der Brennkammer 14 zugeführt wird, zu regulieren.


Anspruch[de]
Heizvorrichtung, wie beispielsweise eine Feuerungsanlage, eine Heizung (10) oder dergleichen, die alternativ mit wenigstens zwei verschiedenartigen Brennstoffen gespeist werden kann und wenigstens eine Brennkammer (14) umfasst, in der Einrichtungen zum Aufnehmen wenigstens eines ersten und eines zweiten Brennstoffs angeordnet sind, wobei wenigstens eine Einlassöffnung (22, 24) vorhanden ist, die brandfördernde Luft in die Brennkammer (14) transportieren kann, und das Einleiten der brandfördernden Luft in die Brennkammer (14) nur aufgrund der natürlichen Ansaugkraft stattfindet, dadurch gekennzeichnet, dass eine Reguliereinrichtung (30, 31a, 31b) zum Regulieren eines Stroms brandfördernder Luft in die Brennkammer (14) mit der wenigstens einen Einlassöffnung (22, 24) zusammenwirken kann, um selektiv eine regulierbare Menge brandfördernder Luft auf den ersten oder den zweiten Brennstoff zuzuleiten. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Reguliereinrichtung eine Stromteileinrichtung (30) umfasst, die selektiv in einer Vielzahl von Positionen in Bezug auf die wenigstens eine Einlassöffnung (22, 24) angeordnet werden kann, wobei die Positionen einer vordefinierten Abgabe brandfördernder Luft entsprechen, die in die Brennkammer (14) eingeleitet wird. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die wenigstens eine Einlassöffnung wenigstens eine erste Öffnung (22) mit einer optimierten Größe für die Verbrennung eines ersten Brennstoffs und wenigstens eine zweite Öffnung (24) mit einer optimierten Größe für die Verbrennung des zweiten Brennstoffs umfasst. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Stromteileinrichtung einen Verschluss (30) umfasst, der mittels einer Betätigungseinrichtung (26) verschoben werden kann, um die wenigstens eine Einlassöffnung (22, 24) für die Einleitung brandfördernder Luft veränderlich zu schließen. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungseinrichtung einen manuellen Antriebshebel (26) umfasst. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Betätigungseinrichtung ein angetriebenes Betätigungselement umfasst. Vorrichtung nach einem der Ansprüche von 2 bis einschließlich 6, die eine automatische Beschickungseinrichtung (18, 20, 21) für einen (11) der zwei Brennstoffe umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Steuereinheit (40) umfasst, die mit einer Sensoreinrichtung (41) zum Erfassen der Position der Teileinrichtung (30) verbunden ist, um den Antrieb der automatischen Beschickungseinrichtung (18, 20, 21) entsprechend der in die Brennkammer (14) eingeleiteten Menge an Luft zu regulieren. Vorrichtung nach einem der Ansprüche von 2 bis einschließlich 6, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Steuereinheit (40) zum Erfassen der in die Brennkammer eingeleiteten Menge an Brennstoff umfasst, um automatisch die Position der Stromteileinrichtung (30) entsprechend der Menge zu regulieren. Vorrichtung nach einem der Ansprüche von 2 bis einschließlich 8, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Temperatursensoreinrichtung umfasst, die die Position der Stromteileinrichtung (30) entsprechend der Temperatur regulieren kann, die in wenigstens einer Zone der Heizvorrichtung erreicht ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche von 2 bis einschließlich 9, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Analysiereinrichtung zum Analysieren der Abgase umfasst, die die Position der Stromteileinrichtung (30) entsprechend der Zusammensetzung der Gase regulieren kann. Vorrichtung nach einem der Ansprüche von 2 bis einschließlich 10, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine optische Sensoreinrichtung zum Erfassen wenigstens einer Eigenschaft einer in der Brennkammer (14) brennenden Flamme umfasst, die die Position der Stromteileinrichtung (30) entsprechend dem Merkmal der Flamme regulieren kann. Vorrichtung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Merkmal der Flamme wenigstens eines von Vorhandensein oder Nichtvorhandensein der Flamme, ihrer Höhe, ihrer vorherrschenden Farbe, ihrer vorherrschenden Kontur oder emittierten Leuchtkraft ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche von 2 bis einschließlich 12, die eine Einrichtung (50, 51) zum selektiven Einleiten sekundärer brandfördernder Luft in einen oberen Teil der Brennkammer (14) umfasst, dadurch gekennzeichnet, dass die Einrichtung (50) an einer Position angeordnet werden kann, an der das Einleiten der sekundären Luft unterbrochen wird, wenn die Stromteileinrichtung (30) an eine vorgegebene Position gebracht wird.






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