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Dokumentenidentifikation EP1837151 08.11.2007
EP-Veröffentlichungsnummer 0001837151
Titel Vorrichtung und Verfahren zum Herstellen von Kunststoffteilen
Anmelder OLHO Sinsheim GmbH, 74889 Sinsheim, DE
Erfinder Fassl, Thomas, 75031 Eppingen, DE
Vertragsstaaten AT, BE, BG, CH, CY, CZ, DE, DK, EE, ES, FI, FR, GB, GR, HU, IE, IS, IT, LI, LT, LU, LV, MC, MT, NL, PL, PT, RO, SE, SI, SK, TR
Sprache des Dokument DE
EP-Anmeldetag 02.03.2007
EP-Aktenzeichen 070042965
EP-Offenlegungsdatum 26.09.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 08.11.2007
IPC-Hauptklasse B29C 45/17(2006.01)A, F, I, 20070828, B, H, EP
IPC-Nebenklasse B29C 45/16(2006.01)A, L, I, 20070828, B, H, EP   

Beschreibung[de]
TECHNISCHES GEBIET

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Herstellen von Kunststoffteilen mit zumindest einer ersten Kavität, Mitteln zum Einbringen oder Einspritzen von fließfähigem, aushärtendem Kunststoffmaterial in die erste Kavität und Mitteln zum Einbringen von Gas oder Flüssigkeit zum Erzeugen eines ersten Hohlraums in das Innere des eingebrachten noch plastischen Kunststoffmaterials.

STAND DER TECHNIK

Spritzgussteile aus Kunststoff werden häufig aus zwei oder mehr Komponententeilen hergestellt. Zu diesem Zweck wird zuerst ein Trägerteil als konventionelles kompaktes Spritzgussteil erstellt. In einem nachfolgendem Arbeitsgang wird dieses mit einem in der Regel weicherem Werkstoff ganz oder teilweise überspritzt.

Darüber hinaus ist das sogenannte Hohlraumverfahren bekannt, das beispielsweise in der EP 0 545 028 B1 beschrieben ist. Dabei werden Bauteile aus Kunststoff aus Gründen der Herstellbarkeit, der Gewichtsreduktion oder wegen der besseren Steifigkeit häufig in diesem sogenannten Hohlraumverfahren hergestellt. Hierbei wird während des Herstellungsprozesses ein Gas oder eine Flüssigkeit in das noch plastische Kunststoffbauteil gepresst, so das ein Hohlraum entsteht. Das Gas verflüchtigt sich anschließend von selbst. Bei Verwendung von Flüssigkeiten muss diese noch entfernt werden.

DARSTELLUNG DER ERFINDUNG

Ausgehend von dem genannten Stand der Technik liegt der vorliegenden Erfindung die Aufgabe beziehungsweise das Problem zugrunde, eine Vorrichtung und ein Verfahren zum Herstellen von Kunststoffbauteilen anzugeben, die einerseits die Vorteile des Hohlraumverfahrens ermöglicht und gleichzeitig ein Kunststoffteil mit weicher Oberfläche herstellbar ist.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist durch die Merkmale des unabhängigen Anspruchs 1 gegeben. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind Gegenstand der von dem unabhängigen Anspruch 1 direkt oder indirekt abhängigen Ansprüche.

Das erfindungsgemäße Verfahren ist durch die Merkmale des unabhängigen Anspruchs 8 gegeben. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbildungen sind Gegenstand der von dem unabhängigen Anspruch 8 direkt oder indirekt abhängigen Ansprüche.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung der eingangs genannten Art ist demgemäß gekennzeichnet durch Mittel zur Schaffung einer zweiten Kavität, deren Innenwandung und zumindest bereichsweise die Außenwandung des eingebrachten Kunststoffmaterials einen vergrößerten zweiten Hohlraum als den durch die erste Kavität gebildeten Hohlraum bilden und Mittel zum Einbringen oder Einspritzen von weichem Kunststoffmaterial in den zweiten Hohlraum.

Mit der erfindungsgemäßen Vorrichtung ist es möglich, die oben beschriebenen Herstellverfahren zu kombinieren, wodurch neue Produkte entstehen, die beispielsweise vorteilhaft im Automobilbereich eingesetzt werden können.

Eine besonders bevorzugte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrichtung zeichnet sich dadurch aus, dass die Mittel zur Schaffung der zweiten Kavität und die Mittel zum Einbringen oder Einspritzen von weichem Kunststoffmaterial nach den Mitteln zum Einbringen von Gas oder Flüssigkeit in das Innere des Kunststoffmaterials aktiviert werden. Bei dieser Ausgestaltung wird zunächst ein Trägerteil im Hohlraumverfahren erstellt und anschließend mit einer Weichkomponente überspritzt oder beschäumt. Als Material für die Weichkomponente kommt beispielsweise TPE, TPU als Überspritzmaterial oder PUR als Beschäummaterial in Betracht.

Wegen der teilweise recht hohen Drucke beim Anbringen beziehungsweise Einspritzen der weichen Komponente zeichnet sich eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung dadurch aus, dass Mittel zur Schaffung eines Gegendrucks in dem ersten Hohlraum während der Aktivierung der Mittel zum Einbringen oder Einspritzen von weichem Kunststoffmaterial vorhanden sind. Dabei wird der Hohlraum im Inneren des Trägerteils aus Kunststoffmaterial durch einen Gegendruck während des Einbringens der Weichkomponente gestützt

Eine alternative Ausgestaltung zeichnet sich dadurch aus, dass die Mittel zur Schaffung einer zweiten Kavität und die Mittel zum Einbringen oder Einspritzen von weichem Kunststoffmaterial vor der Aktivierung der Mittel zum Einbringen von Gas oder Flüssigkeit in das Innere des Kunststoffmaterials aktiviert werden. Bei dieser Ausgestaltung ist von Vorteil, dass beim Einbringen der Weichkomponente noch ein vollständiger Kunststoffmaterialkern vorliegt, der trotz des Einbringdrucks der Weichkomponente nicht verformt wird. Anschließend wird in das noch plastische Innere des Kunststoffmaterials zur Bildung eines Hohlraums Gas oder Flüssigkeit eingebracht.

Eine bevorzugte Ausgestaltung zeichnet sich dadurch aus, dass der zweite Hohlraum das Kunststoffmaterial in einem Teilbereich bis zu 180° (Altgrad) umgibt, wobei auch Ausgestaltungen mit einem Umgebungsbereich von bis zu 360° (Altgrad) problemlos umsetzbar sind.

Bei dem Einbringen des Gases oder der Flüssigkeit in das Innere des noch plastischen Kunststoffmaterials wird bevorzugt eine sogenannte Nebenkavität eingesetzt, in den das Kunststoffmaterial des Innenbereiches zur Bildung des Hohlraums im Inneren der Kavität verdrängt werden kann.

Alternativ kann auch das sogenannte Aufblasverfahren oder das Masserückdrückverfahren eingesetzt werden.

Eine besonders bevorzugte Weiterbildung zeichnet sich dadurch aus, dass Mittel zum Verbringen des eingebrachten Kunststoffmaterials von der ersten in die zweite Kavität vorhanden sind.

Ein erfindungsgemäßes Verfahren zur Herstellung von Kunststoffteilen mit folgenden Verfahrensschritten: Einbringen oder Einspritzen von fließfähigem, aushärtendem Kunststoffmaterial in eine, einen Hohlraum bildende erste Kavität und Einbringen von Gas oder Flüssigkeit zum Erzeugen eines ersten Hohlraums in das Innere des in die erste Kavität eingebrachten noch plastischen Kunststoffmaterials ist gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte: Schaffung einer zweiten Kavität, deren Innenwandung und zumindest bereichsweise die Außenwandung des eingebrachten Kunststoffmaterials einen vergrößerten zweiten Hohlraum als den durch die erste Kavität gebildeten Hohlraum bilden und Einbringen oder Einspritzen von weichem Kunststoffmaterial in den zweiten Hohlraum.

Die Schaffung der zweiten Kavität und das Einbringen oder Einspritzen von weichem Kunststoffmaterial wird bevorzugt nach dem Einbringen von Gas oder Flüssigkeit in das Innere des Kunststoffmaterials.

In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung wird ein Gegendruck in dem ersten Hohlraum während dem Einbringen oder Einspritzen von weichem Kunststoffmaterial in die zweite Kavität aufgebaut.

Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung zeichnet sich dadurch aus, dass die Schaffung einer zweiten Kavität und das Einbringen oder Einspritzen von weichem Kunststoffmaterial vor dem Einbringen von Gas oder Flüssigkeit in das Innere des Kunststoffmaterials erfolgt.

Es können auch Mittel zum Verbingen des in die erste Kavität eingebrachten ausgehärteten Kunststoffmaterials von der ersten in die zweite Kavität eingesetzt werden, wobei daran anschließend das weiche Kunststoffmaterial in die zweite Kavität eingebracht wird.

Weitere Ausführungsformen und Vorteile der Erfindung ergeben sich durch die in den Ansprüchen ferner aufgeführten Merkmale sowie durch die nachstehend angegebenen Ausführungsbeispiele. Die Merkmale der Ansprüche können in beliebiger Weise miteinander kombiniert werden, insoweit sie sich nicht offensichtlich gegenseitig ausschließen.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNG

Die Erfindung sowie vorteilhafte Ausführungsformen und Weiterbildungen derselben werden im Folgenden anhand der in der Zeichnung dargestellten Beispiele näher beschrieben und erläutert. Die der Beschreibung und der Zeichnung zu entnehmenden Merkmale können einzeln für sich oder zu mehreren in beliebiger Kombination erfindungsgemäß angewandt werden. Es zeigen:

Fig. 1a bis d
stark schematisierte Verfahrenszustände einer Vorrichtung zum Herstellen von Kunststoffspritzteilen, die im Ergebnis ein Kunststoffbauteil mit einem Tragprofil aus Kunststoff mit einem ersten Hohlraum und mit einer das Tragprofil zumindest bereichsweise umgebende weiche Kunststoffschicht ergibt,
Fig. 2a bis c
stark schematisierte Verfahrenszustände einer Vorrichtung zum Herstellen von Kunststoffspritzteilen, die im Ergebnis ein Kunststoffbauteil mit einem Tragprofil aus Kunststoff mit einem ersten Hohlraum und mit einer das Tragprofil vollständig umgebende weiche Kunststoffschicht ergibt,
Fig. 3
schematische Draufsicht auf eine Hälfte eines Dachhaltegriffs, dessen Profil mittels einer Vorrichtung gemäß den Fig. 1a bis d hergestellt worden ist und
Fig. 4
schematischer Schnitt durch das Bauteil gemäß Fig. 3 entlang Schnittführung A-A.

WEGE ZUM AUSFÜHREN DER ERFINDUNG

In Fig. 1 ist ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung 10.1 stark schematisiert dargestellt anhand der einzelnen Verfahrensschritte zur Herstellung eines Kunststoffteils 50 (Fig. 1d).

Die Vorrichtung 10.1 besitzt eine obere Werkzeughälfte 32 und eine untere Werkzeughälfte 34, die jeweils eine Ausnehmung aufweisen, so dass eine in Fig. 1a dargestellte im Ausführungsbeispiel kreisrunde erste Kavität 12 vorhanden ist, die einen Hohlraum 13 bildet. In diese erste Kavität 12 wird über Mittel 16 zum Einbringen fließfähiges, aushärtendes Kunststoffmaterial 14 in das Innere der ersten Kavität 12 gespritzt.

Unmittelbar danach wird über Mittel 18 zum Einbringen von Gas in das noch plastische Innere des Kunststoffmaterials 14 Gas eingedrückt, so dass ein erster Hohlraum 20 entsteht. Das dabei verdrängte Kunststoffmaterial wird beispielsweise einer in den Figuren nicht näher dargestellten Nebenkavität zugeführt oder in eine Einspritzdüse zurückgedrückt..

Daran anschließend wird die obere Werkzeughälfte 32 durch eine zweite obere Werkzeughälfte 36 ersetzt, die eine zweite Kavität 22.1 aufweist, deren Durchmesser halbkreisförmig größer ist als der Außendurchmesser des eingebrachten Kunststoffmaterials 14. Die Bildung der zweiten Kavität 22.1 kann alternativ durch Vergrößerung der ersten Kavität 12 erfolgen. Dadurch wird oberhalb des eingebrachten Kunststoffmaterials 14 ein zweiter Hohlraum 28.1 gebildet. Daran anschließend werden Mittel 24 zum Einbringen von weichem Kunststoffmaterial eingesetzt, die in den zweiten Hohlraum 28 weiches Kunststoffmaterial 26.1 eindrücken. Während des Eindrückens von weichem Kunststoffmaterial 26.1 durch die Mittel 24 können Mittel 30 zur Schaffung eines Gegendrucks innerhalb des ersten Hohlraums 20 aktiviert sein, um Eindrückungen des bereits eingebrachten Kunststoffmaterials 14 zu verhindern.

Es ist beispielsweise möglich, dass zur Verbringung des eingebrachten Kunststoffmaterials 14 aus der ersten Kavität 12 in die zweite Kavität 22.2 in den Figuren nicht näher dargestellte Mittel zum Positionieren des im ersten Schritt eingebrachten Kunststoffmaterials 14 eingesetzt werden.

Nach dem Aushärten und Entformen ist das in Fig. 1d dargestellte Kunststoffteil 50 erstellt, das ein hohles Tragprofil aufweist, das oberseitig von einer weichen Kunststoffschicht umgeben ist.

In Fig. 2 ist eine alternative Vorrichtung 10.2 dargestellt, die prinzipiell einen ähnlichen Aufbau aufweist, wie die Vorrichtung 10.1 gemäß Fig. 1. Gleiche Bauteile tragen dasselbe Bezugszeichen und werden nicht nochmals erläutert.

Auch bei der Vorrichtung 10.2 wird zunächst fließfähiges, aushärtbares Kunststoffmaterial 14 in das Innere der ersten Kavität 12 eingespritzt. Daran anschließend wird jedoch sowohl die obere Werkzeughälfte 32 als auch die untere Werkzeughälfte 34 durch eine zweite obere Werkzeughälfte 36 und eine zweite untere Werkzeughälfte 38 ersetzt, wobei beide Werkzeughälften 36, 38 Ausnehmungen aufweisen, die zusammengesetzt eine zweite Kavität 22.2 ergeben, deren Außendurchmesser größer ist als der Außendurchmesser des eingebrachten Kunststoffmaterials 14. Dadurch entsteht im Querschnitt ein kreisringförmiger zweiter Hohlraum 28.2 in den über die Mittel 24 weiches Kunststoffmaterial 26.2 in den zweiten Hohlraum 28.2 eingebracht wird. Bei diesem Vorgang ist das Kunststoffmaterial 14 noch als Vollmaterialbauteil vorhanden, so dass es nicht zu Querschnittsverformungen aufgrund des Einbringdruckes des weichen Kunststoffmaterials 26.2 kommt.

Daran anschließend wird in das noch plastische Innere des Kunststoffmaterials 14 über die Mittel 18 zum Anbringen von Gas in das Innere des Kunststoffmaterials 14 eingebracht, so dass sich wiederum ein erster Hohlraum 20 bildet.

Nach dem Aushärten und Entformen liegt ein Kunststoffbauteil 52 gemäß Fig. 2d vor, das ein hohles Tragprofil besitzt, das vollständig von weichem Kunststoffmaterial 26.2 umgeben ist.

In Fig. 3 ist schematisch eine Hälfte eines Dachhaltegriffs 60 für ein Fahrzeug dargestellt, dessen Profilquerschnitt mittels dem Verfahren gemäß der Vorrichtung der Figuren 2a bis d hergestellt worden ist. In der Schnittdarstellung gemäß Fig. 4 ist deutlich ein elliptisches Tragprofil 62 mit einem elliptischen Hohlraum 64 zu erkennen, wobei das Tragprofil 62 vollumfänglich von einer Schicht 66 aus weichem Kunststoffmaterial umgeben ist.

Der dargestellte Dachhaltegriff 60 ist lediglich ein Ausführungsbeispiel eines Kunststoffbauteils, das mit den oben beschriebenen Vorrichtungen hergestellt werden kann. Es ist eine Vielzahl von weiteren Kunststoffteilen mit unterschiedlichster Hohlprofilquerschnittsausbildung und zumindest bereichsweiser Beschichtung mit weichem Kunststoffmaterial denkbar.


Anspruch[de]
Vorrichtung (10) zum Herstellen von Kunststoffteilen (50, 52) mit - zumindest einer einen Hohlraum (13) bildenden ersten Kavität (12), - Mitteln (16) zum Einbringen oder Einspritzen von fließfähigem, aushärtendem Kunststoffmaterial (14) in die erste Kavität (12) und - Mitteln (18) zum Einbringen von Gas oder Flüssigkeit zum Erzeugen eines ersten Hohlraums (20) in das Innere des eingebrachten noch plastischen Kunststoffmaterials (14), - gekennzeichnet durch - Mittel zur Schaffung einer zweiten Kavität (22.1, 22.2), deren Innenwandung und zumindest bereichsweise die Außenwandung des eingebrachten Kunststoffmaterials (14) einen vergrößerten zweiten Hohlraum (28.1, 28.2) als den durch die erste Kavität (12) gebildeten Hohlraum (13) bilden und - Mittel (14) zum Einbringen oder Einspritzen von weichem Kunststoffmaterial (26.1, 26.2) in den zweiten Hohlraum (28.1, 28.2). Vorrichtung nach Anspruch 1, - dadurch gekennzeichnet, dass - die Mittel zur Schaffung der zweiten Kavität (22.1) und die Mittel (14) zum Einbringen oder Einspritzen von weichem Kunststoffmaterial (26.1) nach den Mitteln zum Einbringen von Gas oder Flüssigkeit in das Innere des Kunststoffmaterials (14) aktiviert werden. Vorrichtung nach Anspruch 2, - dadurch gekennzeichnet, dass - Mittel (30) zur Schaffung eines Gegendrucks in dem ersten Hohlraum (20) während der Aktivierung der Mittel (14) zum Einbringen oder Einspritzen von weichem Kunststoffmaterial vorhanden sind. Vorrichtung nach Anspruch 1, - dadurch gekennzeichnet, dass - die Mittel zur Schaffung einer zweiten Kavität (22.2) und die Mittel (14) zum Einbringen oder Einspritzen von weichem Kunststoffmaterial (26.2) vor der Aktivierung der Mittel (18) zum Einbringen von Gas oder Flüssigkeit in das Innere des Kunststoffmaterials (14) aktiviert werden. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, - dadurch gekennzeichnet, dass - der zweite Hohlraum (28.1) das Kunststoffmaterial (14) in einem Teilbereich bis zu 180° (Altgrad) umgibt. Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 4, - dadurch gekennzeichnet, dass - der zweite Hohlraum (28.2) das Kunststoffmaterial (14) in einem Bereich bis zu 360° (Altgrad) umgibt. Vorrichtung nach einem oder mehreren der vorstehenden Ansprüche, - dadurch gekennzeichnet, dass - Mittel zum Verbringen des in die erste Kavität eingebrachten ausgehärteten Kunststoffmaterials (14) von der ersten in die zweite Kavität vorhanden sind. Verfahren zum Herstellen von Kunststoffteilen (50, 52) mit folgenden Verfahrensschritten - Einbringen oder Einspritzen von fließfähigem, aushärtendem Kunststoffmaterial (14) in eine, einen Hohlraum (13) bildende erste Kavität (12) und - Einbringen von Gas oder Flüssigkeit zum Erzeugen eines ersten Hohlraums (20) in das Innere des in die erste Kavität (12) eingebrachten noch plastischen Kunststoffmaterials (14), - gekennzeichnet durch folgende Verfahrensschritte - Schaffung einer zweiten Kavität (22.1, 22.2), deren Innenwandung und zumindest bereichsweise die Außenwandung des eingebrachten Kunststoffmaterials (14) einen vergrößerten zweiten Hohlraum (28.1, 28.2) als den durch die erste Kavität (12) gebildeten Hohlraum (13) bilden und - Einbringen oder Einspritzen von weichem Kunststoffmaterial (26.1, 26.2) in den zweiten Hohlraum (28.1, 28.2). Verfahren nach Anspruch 8, - dadurch gekennzeichnet, dass - die Schaffung der zweiten Kavität (22.1) und das Einbringen oder Einspritzen von weichem Kunststoffmaterial (26.1) erfolgt nach dem Einbringen von Gas oder Flüssigkeit in das Innere des Kunststoffmaterials (14) erfolgt. Verfahren nach Anspruch 9, - dadurch gekennzeichnet, dass - ein Gegendruck in dem ersten Hohlraum (20) während dem Einbringen oder Einspritzen von weichem Kunststoffmaterial aufgebaut wird. Verfahren nach Anspruch 8, - dadurch gekennzeichnet, dass - die Schaffung einer zweiten Kavität (22.2) und das Einbringen oder Einspritzen von weichem Kunststoffmaterial (26.2) vor dem Einbringen von Gas oder Flüssigkeit in das Innere des Kunststoffmaterials (14) erfolgt. Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 8 bis 11, - dadurch gekennzeichnet, dass - Mittel zum Verbringen des in die erste Kavität eingebrachten ausgehärteten Kunststoffmaterials (14) von der ersten in die zweite Kavität eingesetzt werden. Bauteil (50, 52), insbesondere hergestellt mit einer Vorrichtung nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 7 oder mittels einem Verfahren nach einem oder mehreren der Ansprüche 8 bis 12, - gekennzeichnet durch - ein aus Kunststoffmaterial (14) gebildetes Tragprofil mit einem ersten Hohlraum (20), das zumindest bereichsweise von einer Schicht aus weichem Kunststoffmaterial (26.1, 26.2) überspritzt oder umschäumt ist.






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