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Eisschaber - Dokument DE102005006948B4
 
PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE102005006948B4 15.11.2007
Titel Eisschaber
Anmelder Müller, Rainer, 82110 Germering, DE;
Jürgens, Dirk, 81927 München, DE;
Bardutzky, Klaus, 76228 Karlsruhe, DE
Erfinder Müller, Rainer, 82110 Germering, DE;
Jürgens, Dirk, 81927 München, DE;
Bardutzky, Klaus, 76228 Karlsruhe, DE
Vertreter Weidner Stern, Patentanwälte, 99084 Erfurt
DE-Anmeldedatum 16.02.2005
DE-Aktenzeichen 102005006948
Offenlegungstag 24.08.2006
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 15.11.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.11.2007
IPC-Hauptklasse B60S 1/04(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B60S 3/00(2006.01)A, L, I, 20051017, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft einen Eisschaber zum manuellen und mechanischen Entfernen von Eis, Schnee oder Reif, insbesondere von Autoscheiben, mit den Merkmalen aus dem Oberbegriff des Patentanspruchs 1.

Gattungsgemäße Eisschaber oder Eiskratzer verfügen über mindestens eine rechtwinklig quer zur Vorschubrichtung verlaufende Schabekante, welche in einem bestimmten Winkelbereich auf der zu reinigenden Scheibe aufsetzbar ist. Zum Ergreifen und Betätigen sind in Vorschubrichtung hinter der Schabekante jeweils ein Griffteil ausgebildet. Bei einer bekannten Bauform ist dies ein stielförmiger Griff, welcher im Wesentlichen mit den vier Fingern einer Hand umgriffen wird. Diese Greifvariante führt allgemein schnell zu Ermüdungserscheinungen. Bei einer anderen Variante ist hinter der Schabekante ein Griffteil mit zwei im Wesentlichen parallel gegenüber liegenden Flächen ausgebildet, welches bei Gegenüberstellung des Daumens zu den anderen vier Fingern einer Hand (so genannte Opposition) ergreifbar ist.

Bei den Ausführungen mit einem stielförmigen Griff ist es üblich, den Griff entsprechend lang auszubilden, auch um zu vermeiden, dass das abgeschabte Eis an die Finger des Benutzers gelangt. Mit zunehmendem Abstand zwischen Schabekante und Hand wird es jedoch immer schwieriger, den erforderlichen Anpressdruck auf die Schabekante auszuüben, so dass zum Anpressen oftmals die zweite Hand zu Hilfe genommen werden muss.

Um bei in der Nähe der Schabekante angreifenden Fingern zu verhindern, dass das abgeschabte Eis an die Finger gelangt, ist es bekannt, hinter der Schabekante eine nach Art des Räumschildes eines Schneeschiebers vorzugsweise konkav ausgebildete Schiebefläche auszubilden, durch welche das abgeschabte Eis vor dem Eisschaber her geschoben werden soll (z.B. DE 100 02 618 A1, DE 84 26 376 U1 und DE 80 13 198 U1). Diese Lösungen sind jedoch nur bei kurzen Vorschubbewegungen wirksam, da der Raum vor der Schiebefläche schnell gefüllt wird, und danach das abgeschabte Eis trotzdem über die Schiebefläche hinweg an die Finger des Benutzers gelangt. Insbesondere beim Reinigen von breiten Windschutzscheiben ist dies nachteilig, da eine begonnene Schabebewegung öfter unterbrochen werden muss, um das Eis vom Eisschaber zu entfernen. Um dies zu vermeiden, wird bei einigen Bauformen die Schiebefläche sehr hoch ausgebildet, wodurch jedoch der Blick auf die Schabestelle verhindert wird und der Eisschaber eine sehr klobige Form erhält. Ebenfalls eine sehr klobige Bauform weisen Eisschaber auf, bei denen eine Handschuh artige Ausformung zur Aufnahme der Hand ausgebildet ist (z.B. DE 41 17 517 A1 und DE 82 11 694 U1.

Mit zwei gegenüberliegenden Greifflächen ausgebildete Eisschaber, ein typisches Beispiel ist in der DE 76 00 383 U1 dargestellt, haben den Vorteil, dass sie relativ flach und kompakt ausgebildet werden können. Dadurch sind sie gut in üblichen Stauräumen, wie zum Beispiel Rücksitztaschen verstaubar, die Handhabbarkeit lässt dabei jedoch zu wünschen übrig.

Die bekannten Eisschaber sind insgesamt hinsichtlich ihrer ergonomischen Eigenschaften nicht zufrieden stellend. So treten, insbesondere wenn auf die Schabekante gezielt und dosiert Druck ausgeübt werden soll, schnell schmerzhafte Ermüdungserscheinungen auf.

Es ist daher Aufgabe der Erfindung, einen Eisschaber zu schaffen, der auf ergonomisch vorteilhafte Weise ein effektives und ermüdungsarmes Entfernen von Eis, Schnee und Reif ermöglicht.

Dies wird durch einen gattungsgemäßen Eisschaber mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.

Gemäß der Erfindung ist oberhalb und hinter der rechtwinklig quer zur Vorschubrichtung verlaufenden Schabekante eine konkave, schräg nach hinten verlaufende und seitlich offene, pflugscharartige Ableit-Ausformung ausgebildet. Durch diese Ableit-Ausformung wird das abgeschabte Eis bei einer Vorschubbewegung des Eisschabers ständig in Form einer sich überschlagenden und zu den Seiten wandernden Welle abgeleitet. Bei der gemäß Patentanspruch 2 nach Art eines Spitzpfluges ausgebildeten Ableit-Ausformung erfolgt das Ableiten des abgeschabten Eises vorteilhaft nach beiden Seiten.

Diese Funktionsweise ist auch die Voraussetzung dafür, dass insbesondere bei der Ausbildung des Eisschabers mit einem Griffstück, bei dem sich der Daumen und die anderen vier Finger der Hand in der Greifstellung in so genannter Opposition befinden, die Auflage der Finger möglichst nahe an der Schabekante möglich ist, ohne dass abgeschabtes Eis auf die Finger geschoben wird. Durch die Auflage der Finger nahe der Schabekante ist eine wirksame und gezielt verteilte Druckausübung auf die Schabekante möglich. Diese Wirkung wird durch die von dem balligen, der gekrümmten Mittelhand angepassten, als Handanlagefläche ausgebildeten Ende des Eisschabers aus in eine obere Greiffläche mit darin konkav ausgebildeteter Fingerauflagefläche verstärkt. Das ballige, in der gekrümmten Mittelhand anliegende Ende unterstützt wirksam eine gute Kraftübertragung in Vorschubrichtung.

Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den Figuren dargestellt und wird im Folgenden näher beschrieben.

Es zeigen:

1: eine perspektivische Draufsicht

2: eine Ansicht nach 1 im Längsschnitt

3: eine Draufsicht

4: eine Ansicht nach 3 im Längsschnitt

Ein im Grundaufbau einstückiger Eisschaber weist ein Griffteil 3 auf, an dessen Vorderseite (in Vorschubrichtung) eine durchgehende Schabekante 1 ausgebildet ist. Das Griffteil 3 ist so gestaltet, dass eine obere Greiffläche 5 und eine unter Greiffläche 7 gebildet werden. Am hinteren Ende ist das Griffteil deutlich ballig ausgebildet, wodurch die Greiffläche 5 in die Handanlagefläche 4 übergeht. Nach vorn geht die obere Greiffläche 5 in eine konkave Fingerauflagefläche 4 über. Die Greifflächen 5 und 7 bestehen aus einem sehr griffigen Material, während der Eisschaber insbesondere im Bereich der Schabekante 1 aus einem sehr kratz- und verschleißfestem Material besteht. Hinter der Schabekante 1 sind nach Art eines Spitzpfluges schräg nach hinten verlaufend die seitlich offenen Ableitausformungen 2 ausgebildet.

Zum Benutzen wird der Eisschaber mit einer Hand so erfasst, dass die gekrümmte Mittelhand an der balligen Handanlagefläche 4 anliegt, der Daumen an der unteren Greiffläche 7 anliegt, und die übrigen vier Finger auf der oberen Greiffläche 5 aufliegen. Die Fingerspitzen liegen dabei in der konkaven Fingerauflagefläche 6. Durch die ballige Ausbildung der Handanlagefläche 4 kann nun bei auf der zu reinigenden Scheibe aufliegender Schabekante 1 mit der gekrümmten Mittelhand effektiv und ermüdungsarm eine Vorschubbewegung bewirkt werden. Ein wirksames und gezieltes Verteilen des Anpressdrucks an der Schabekante 1 wird durch das Platzieren der Finger in der vertieften Fingerauflagefläche 6 sehr vorteilhaft ermöglicht. Das von einer Scheibe abgeschabte Eis gelangt bei einem Vorschub des Eisschabers von der Schabekante 1 in die spitzpflugartig ausgebildeten Ableit-Ausformungen 2 und wird von diesen unter ständigem seitlichen Ableiten vor sich her geschoben. Dabei wird verhindert, dass abgeschabtes Eis auf die wirksam und damit vorteilhaft nahe der Schabekante platzierten Finger der Bedienperson geschoben wird.

In einem für bestimmte Anwendungsfälle vorgesehenen Ausführungsbeispiel (nicht dargestellt) ist hinter der Schabekante nur eine nach Art eines Schrägpfluges gestaltete Ableitausformung ausgebildet, wodurch das Ableiten des abgeschabten Eises nach einer Seite erfolgt.

1
Schabekante
2
Ableit-Ausformung
3
Griffteil
4
Handanlagefläche
5
Greiffläche
6
Fingerauflagefläche
7
Greiffläche


Anspruch[de]
Eisschaber zum manuellen und mechanischen Entfernen von Eis, Schnee oder Reif, insbesondere von Autoscheiben, mit einer rechtwinklig quer an einem Griffteil angeordneten Schabekante und oberhalb hinter der Schabekante ausgebildeten Schiebefläche, dadurch gekennzeichnet, dass die Schiebefläche als in der Vertikalen konkave, schräg nach hinten verlaufende und seitlich offene, pflugscharartige Ableit-Ausformung (2) ausgebildet ist. Eisschaber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ausformung (2) nach Art eines Spitzpfluges ausgebildet ist. Eisschaber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Ableit-Ausformung (2) nach Art eines einseitigen Schrägpfluges ausgebildet ist. Eisschaber nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Griffteil (3) eine obere Greiffläche (5) und eine untere Greiffläche (7) ausgebildet sind, und dass das Griffteil (3) eine ballige, der gekrümmten Mittelhand angepasste Handanlagefläche (4) aufweist. Eisschaber nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Greiffläche (5) von der balligen Handanlagefläche (4) ausgehend in eine konkave Fingerauflagefläche (6) übergeht. Eisschaber nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die obere und die untere Greiffläche (5, 7) jeweils eine griffig ausgebildete Oberfläche aufweist.






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