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Dokumentenidentifikation DE102006011306B4 15.11.2007
Titel Rolltor mit einem zumindest abschnittsweise flexiblen Torblatt
Anmelder Novoferm Nederland B.V., Roermond, NL
Vertreter Albrecht und Kollegen, 45127 Essen
DE-Anmeldedatum 11.03.2006
DE-Aktenzeichen 102006011306
Offenlegungstag 11.10.2007
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 15.11.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.11.2007
IPC-Hauptklasse E06B 9/58(2006.01)A, F, I, 20060311, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E06B 9/88(2006.01)A, L, I, 20060311, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Rolltor mit einem zumindest abschnittsweise flexiblen Torblatt, Seitenführungen und einer angetriebenen Wickelwelle, wobei das Torblatt an seinem unteren Rand einen flexiblen, bei einer Kollision mit einem Hindernis nachgiebigen Torblattabschluss aufweist, in Torschließstellung an seinen seitlichen Rändern in den vertikalen Seitenführungen geführt ist und auf die angetriebene Wickelwelle aufrollbar ist. Das zumindest abschnittsweise flexible Torblatt weist typischerweise eine geringe Massenträgheit auf, weshalb derartige Rolltore vorzugsweise als Schnelllaufrolltore mit einer mittleren Öffnungs- und Schließgeschwindigkeit von 0,5 m/s und mehr eingesetzt werden. Durch Schnelllaufrolltore können beispielsweise in Lagerhallen häufig genutzte Toröffnungen schnell geöffnet und geschlossen werden, wodurch bei der Benutzung Stillstandzeiten weitgehend vermieden werden. Durch den bei einer Kollision mit einem Hindernis nachgiebigen Torblattabschluss können Waren vor Beschädigung und Personen vor Verletzungen geschützt werden.

Ein Rolltor mit den eingangs beschriebenen Merkmalen ist aus der EP 0 922 830 A1 bekannt. Zur Erhöhung der Formstabilität des aus einer flexiblen Folie bestehenden Torblattes sind am Torblattabschluss horizontal gespannte Gummiseile vorgesehen, die an randseitigen, in den Seitenführungen geführten Schlitten befestigt sind. Bei einer Kollision mit einem Hindernis gibt der durch die Gummiseile gespannte Torblattabschluss nach. Beim Einsatz des Rolltores als Außentor kann das Torblatt jedoch durch Windlasten stark verformt und aus den Seitenführungen herausgedrückt werden. Die Stabilität des flexiblen Torblattes ist verbesserungsbedürftig.

Die DE 43 19 824 C1 beschreibt ein Rolltor mit einem zumindest abschnittsweise flexiblen Torblatt, dessen unterer Rand einen bei einer Kollision mit einem Hindernis nachgiebigen Torblattabschluss aufweist. Der flexible Torblattabschluss besteht aus zwei bis drei formstabilen Segmenten, die mit federelastischen Verbindern derart zusammengehalten sind, dass die Kollision des Torblattabschlusses mit einem Hindernis ein Abwinkeln des ansonsten gerade verlaufenden Torblattabschlusses bewirkt. Allerdings kann diese Ausgestaltung bereits bei geringen Querkräften, beispielsweise durch eine Windlast, eine der Federkennlinie der Verbinderelemente entsprechende Auslenkung bewirken.

Aus der DE 203 20 336 U1 ist ein Rolltor bekannt, dessen flexibles Torblatt seitlich angeordnete Scharnierbänder aus einer Vielzahl von Scharniergliedern umfasst. Die Scharniere sind durch ein Spannelement verbunden, dessen Vorspannkraft variabel einstellbar ist. Durch diese Ausgestaltung sind die sich in Bewegungsrichtung des Rolltores erstreckenden Teile des Torblattes bei einer Kollision gegeneinander aus der Torblattebene auslenkbar, wenn eine von außen einwirkende Kraft die voreingestellte Vorspannkraft übertrifft. Der ausgelenkte Teil der Torblattebene muss zur Wiederherstellung des Torblattes manuell in die Ebene der benachbarten Randteile zurückgeführt und die Halteverbindungen wieder hergestellt werden.

Aus der Praxis ist ein Rolltor mit den eingangs beschriebenen Merkmalen bekannt, bei dem als flexibler Torblattabschluss ein Mehrkammerprofil aus einem flexiblen Kunststoff vorgesehen ist. Das Profil weist horizontal ausgerichtete Stege zur Versteifung auf. Durch die Anordnung der Stege kann das Mehrkammerprofil unter Einwirkung einer Querkraft in Vertikalrichtung leichter verformt werden als in Horizontalrichtung. Der Begriff Querkraft bezeichnet dabei eine Kraft oder Kraftkomponente, die senkrecht zu der Längsachse des Torblattabschlusses wirkt. Trotz der erhöhten Stabilität des Mehrkammerprofils in horizontaler Richtung kann eine störende Durchbiegung bei einer flächig wirkenden Windlast nicht immer verhindert werden.

In DE 296 23 251 U1 wird ein Rolltor mit flexiblen Torblattabschluss beschrieben, an den ein Rohrkörper angehängt ist, der einen sehr geringen Verformungswiderstand aufweist. In diesem Rohrkörper ist eine Sicherheitseinrichtung mit einem Sensor angebracht, die bei einer Biegung oder Quetschung des Rohrkörpers aufgrund einer geringen Krafteinwirkung von einer Seite oder von unten ein Stoppsignal abgibt, wodurch die Abwärtsbewegung des Rolltores angehalten wird. Der als Abschlusssegment dienende Rohrkörper ist nicht formstabil und muss nach einer Kollision ausgetauscht werden.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde ein Rolltor mit den eingangs beschriebenen Merkmalen anzugeben, dessen Torblattabschluss bei einer gleichmäßig verteilten Krafteinwirkung eine hohe Festigkeit und bei der Kollision mit einem Hindernis eine erforderliche Nachgiebigkeit aufweist.

Die Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass der flexible Torblattabschluss eine Vielzahl von entlang des unteren Randes des Torblattes in Reihe angeordneten und an Stirnflächen anliegenden formstabilen Segmenten aufweist, die durch zumindest ein Spannelement beaufschlagt und dergestalt zusammengehalten sind, dass die Kollision des Torblattabschlusses mit einem Hindernis ein Abwinkeln des ansonsten gerade verlaufenden Torblattabschlusses bewirkt. Im normalen Betriebszustand liegen die Segmente flächig aneinander an und werden von dem zumindest einen Spannelement zusammengehalten, so dass zum Abwinkeln benachbarter Segmente die Spannkraft des Spannelementes überwunden werden muss. Auf die benachbarten Segmente müssen unterschiedlich große Querkräfte wirken, deren Differenz &Dgr;F einen minimalen Schwellenwert &Dgr;Fmin übersteigt, bevor die miteinander fluchtenden Segmente gegeneinander verkanten. Bei einer flächig verteilten Krafteinwirkung auf das Torblatt, beispielsweise durch Windlast, unterscheiden sich die auf benachbarte Segmente wirkenden Querkräfte nur wenig. Bei einer Kollision des Torblattabschlusses mit einem Hindernis treten dagegen lokal an einzelnen Segmenten sehr unterschiedliche Querkräfte auf. Durch die Anordnung und Spannkraft des Spannelementes oder mehrerer Spannelemente kann so erreicht werden, dass der Torblattabschluss bei flächig verteilter Krafteinwirkung starr bleibt und ein Durchbiegen des Torblattes verhindert, und dass er bei einer Kollision mit einem Hindernis dennoch eine ausreichend hohe Flexibilität aufweist.

Der Torblattabschluss kann vorzugsweise durch einen umgeschlagenen und beispielsweise durch eine Naht oder Verklebungen geschlossenen Endabschnitt des flexiblen Torblattes, der die Segmente umgibt, gebildet sein. Ohne Einschränkung kann der Torblattabschluss jedoch auch als separate Leiste ausgebildet sein, die mit dem anschließenden flexiblen Torblattabschnitt verbunden ist. An der Unterseite des Torblattabschlusses kann auch eine zusätzliche elastische Abschlussleiste, beispielsweise aus einem Hohlprofilgummi oder aus Schaumstoff, vorgesehen sein. Durch eine solche Leiste können die Wind- und Schalldichtigkeit des Rolltors im geschlossenen Zustand und die Schutzwirkung des Torblattabschlusses bei einer Kollision weiter verbessert werden.

In einer bevorzugten Ausführung der Erfindung sind die Segmente als Hohlprofilstücke mit zumindest einer Hohlkammer ausgebildet und durch zumindest ein innenliegendes Spannelemente beaufschlagt und zusammengehalten. Diese Ausführung umfasst sowohl einfache dick- oder dünnwandige Rohrstücke, die leicht zu fertigen sind, als auch Hohlprofile mit mehreren Kammern.

In weiterer Ausgestaltung ist vorgesehen, dass das Spannelement aus einem elastischen Zugseil besteht, welches alle Segmente durchgreift und an den endseitigen Segmenten befestigt ist. Eine solche Ausgestaltung zeichnet sich durch geringe Materialkosten und einen geringen Fertigungsaufwand aus. Zusätzlich oder alternativ können jedoch auch Spannelemente vorgesehen sein, die jeweils nur einige der Segmente durchgreifen. Durch die abschnittsweise Anordnung mehrerer Spannelemente können die flexiblen Eigenschaften entlang des Torblattabschlusses gezielt beeinflusst werden. Es ist beispielsweise möglich, die durch eine flächig verteilt wirkende Windlast stärker beanspruchten seitlichen Enden des Torblattabschlusses zusätzlich zu verstärken.

Besonders bevorzugt ist eine Ausführung der Erfindung, bei der die für die Abwinklung benachbarter Segmente erforderliche Querkraft von der Wirkrichtung dieser Kraft abhängig ist. Üblicherweise ist entlang der Bewegungsrichtung des Torblattabschlusses in vertikaler Richtung eine sehr hohe Flexibilität erforderlich, um Gegenstände und Personen sicher vor Schaden zu schützen. Senkrecht zur Bewegungsrichtung des Torblattabschlusses in horizontaler Richtung besteht die Gefahr eines Einklemmens nicht, so dass eine größere Steifheit des Torblattes von Vorteil ist. Bei einer ausreichend hohen Differenz &Dgr;F der Querkräfte auf zwei benachbarte Segmente kommt es zu einem Abwinkeln der Segmente um eine Knickachse, an der sich die Segmente randseitig berühren. Der minimale Schwellwert &Dgr;Fmin wird dabei bei einem einzigen Spannelement von der Spannkraft des Spannelementes und dem Abstand zwischen Knickachse und Spannelement bestimmt, wobei &Dgr;Fmin mit zunehmendem Abstand zwischen Knickachse und Spannelement zunimmt. Bei mehreren Spannelementen ergibt sich der minimale Schwellwert aus der Überlagerung der einzelnen Spannelemente, wobei jeweils die Spannkraft und der Abstand zu der Knickachse zu berücksichtigen sind. Durch eine exzentrische Anordnung zumindest eines Spannelementes und/oder die Ausformung der Querschnittsfläche der Segmente kann erreicht werden, dass der Abstand zwischen Spannelement und Rand der Querschnittsfläche in verschiedenen Richtungen senkrecht zu der Ausdehnung der in Reihe angeordneten Segmente unterschiedlich ist. Der für ein Abwinkeln erforderliche minimale Schwellwert &Dgr;Fmin kann abhängig von der Richtung der auf die Segmente wirkenden Kraft, genau auf die Erfordernisse abgestimmt, eingestellt werden. Zur Erleichterung der Abwinklung benachbarter Segmente in eine bestimmte vorgegebene Richtung kann auch eine randseitige Abflachung an den Stirnflächen der Segmente vorgesehen sein. Durch eine Abflachung an zumindest einer Stirnfläche der Segmente wird die Auflagefläche der benachbarten Segmente und damit auch der Abstand zwischen Knickachse und Spannelement bzw. Spannelementen bei einer Abwicklung in der vorgegebenen Richtung reduziert.

Gemäß einer bevorzugten Ausführung der Erfindung ist zur Verbesserung der Betriebssicherheit vorgesehen, dass das Rolltor eine Sicherheitseinrichtung aufweist, die bei einer Abwärtsbewegung des Torblattes eine Kollision mit einem Hindernis erkennt und die Torblattbewegung stoppt. Erfindungsgemäß umfasst die Sicherheitseinrichtung einen Sensor, der ein Abwinkeln der Segmente erkennt und in diesem Fall das Stoppsignal auslöst. Zur Erkennung einer Abwinklung der Segmente kann in den Segmenten eine Hohlkammer zur Aufnahme einer Lichtschranke vorgesehen sein. Beim normalen Betrieb verläuft der Torblattabschluss gerade, so dass auch die Hohlkammern zur Aufnahme der Lichtschranke fluchten und einen direkten Sichtkontakt zwischen einem Sender und einem Empfänger der Lichtschranke ermöglichen. Bei einer Kollision des Torblattabschlusses mit einem Hindernis kommt es zu einem Abwinkeln des Torblattabschlusses, wodurch der Sichtkontakt unterbrochen und die Lichtschranke ausgelöst wird. Durch das Auslösen der Lichtschranke kann die Bewegung des Torblattes durch eine Steuerelektronik angehalten werden. Zur Erkennung eines Abwinkeln der Segmente kann in den Segmenten auch jeweils eine elektrischer Leiter mit stirnseitigen Kontaktflächen vorgesehen sein. Bei dem normalen Betrieb des Rolltores verläuft der Torblattabschluss gerade und die Kontaktfläche zweier benachbarter Segmente berühren sich. Bei der Kollision des Torblattabschlusses mit einem Hindernis kommt es zu einem Abwinkeln des Torblattabschlusses, wodurch die zuvor durchgehende elektrische Verbindung über die Segmente unterbrochen wird. Durch die Unterbrechung der Verbindung kann die Kollision von einer Steuerelektronik erkannt und das Torblatt angehalten werden. Schließlich kann als Sicherheitseinrichtung auch ein fluidgefüllter Druckschlauch oder ein Schlauch mit einem Luftpolster verwendet werden, der in miteinander fluchtende Hohlkammern der Segmente eingezogen wird. Wenn das Torblatt bei einer Abwärtsbewegung auf ein Hindernis auftrifft, löst das Abwinkeln der Segmente einen Druckimpuls aus, der durch einen Drucksensor erfasst wird. Durch den Druckimpuls kann die Kollision von einer Steuerelektronik erkannt und das Torblatt angehalten werden.

Die Erfindung wird im Folgenden anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung erläutert. Es zeigen schematisch:

1 ein erfindungsgemäßes Rolltor bei einer Kollision mit einem Hindernis,

2a bis d Querschnitte von erfindungsgemäßen formstabilen Segmenten eines Torblattabschlusses mit alternativen Anordnungen von Spannelementen,

3a bis c alternative Ausgestaltungen der Stirnseite der Segmente,

4 in Reihe angeordnete Segmente eines Torblattabschlusses mit einer alternativen Anordnung von drei Spannelementen.

1 zeigt ein erfindungsgemäßes Rolltor 1 in einer Draufsicht. Das abschnittsweise flexible Torblatt 2 ist in Seitenführungen 3 geführt und auf eine von einem Antriebsmotor 4 angetriebene Wickelwelle 5 aufrollbar. Das Torblatt 2 weist am unteren Rand einen flexiblen Torblattabschluss 6 auf, der nach einer Kollision mit einem Hindernis 7 abgewinkelt ist. Der flexible Torblattabschluss 6 weist eine Vielzahl von entlang des unteren Randes des Torblattes 2 in Reihe angeordneten und aneinander anliegenden formstabilen Segmenten 8 auf, die als Hohlprofilstücke ausgebildet und durch zwei innenliegende Spannelemente 9beaufschlagt sind. Die Spannelemente 9 sind als elastische Zugseile ausgebildet, die jeweils alle in Reihe angeordneten Segmente 8 durchgreifen. Die Bewegung des Torblattes 2 zumindest in Schließrichtung wird von einer Sicherheitseinrichtung, die das Abwinkeln der Segmente 8 bei einer Kollision mit einem Hindernis 7 erkennt, gestoppt. Zur Verstärkung des Torblattes 2 sind zwischen flexiblen Abschnitten 10 des Torblattes, die aus einer dicken Folie bestehen, horizontal ausgerichtete Profile 11 aus Kunststoff oder Metall vorgesehen. In der vergrößerten Teilansicht der 1 ist zu erkennen, dass der Torblattabschluss 6 durch die von dem Hindernis 7 ausgeübte Kraft an benachbarten Segmenten 8 abgewinkelt ist. Die Segmente 8 berühren sich im Bereich einer Knickachse 12 der Abwinklung randseitig. Der für ein Abwinkeln erforderliche minimale Schwellwert &Dgr;Fmin ist dabei von den Abständen d1 und d2 zwischen Knickachse 12 und den beiden Spannelementen 9 abhängig. An der Unterseite des Torblattabschlusses 6 ist eine zusätzliche Abschlussleiste 13 aus einem elastischen Kunststoffhohlprofil vorgesehen, die bei einem geschlossenen Rolltor 1 eine gute Wind- und Schalldichtigkeit gewährleistet und die flexiblen Eigenschaften des Torblattabschlusses 6 verbessert.

In den 2a bis 2d sind alternative Ausgestaltungen der Segmente 8 im Querschnitt dargestellt. Die für eine Abwinkeln zweier benachbarter Segmente 8 erforderliche Differenz der jeweils einwirkenden Querkraft &Dgr;Fmin ist jeweils für vier Richtungen der auf die in Reihe angeordneten Segmente 8 einwirkenden Kraft als Vektor dargestellt. 2a zeigt ein Segment 8 in Form eines kurzen Rockstückes. 2b zeigt eine Segment 8, welches als Mehrkammerhohlprofil ausgebildet ist und bei einem vergleichsweise geringen Materialaufwand eine gute Festigkeit und einen großen Durchmesser aufweist. Bei den Ausführungen gemäß 2a und 2b ist jeweils ein einziges Spannelement 9 mittig in dem als Hohlprofilstück ausgebildeten Segment 8 angeordnet. Die für eine Abwinklung zweier benachbarter Segmente erforderliche Querkraft ist nicht von der Wirkrichtung dieser Kraft abhängig. 2c zeigt ein Segment 8, bei dem zwei Spannelemente 9 von der Mitte ausgehend in radialer Richtung versetzt angeordnet sind. Ein aus diesen Segmenten aufgebauter Torblattabschluss 6 kann in horizontaler Richtung sehr leicht nach oben und unten geknickt werden und weist in vertikaler Richtung eine hohe Steifigkeit auf. In der Mitte der Querschnittsfläche der Segmente 8 ist eine Hohlkammer 14 zur Aufnahme einer Lichtschranke vorgesehen. Bei dem in der 2d dargestellten Segment 8 sind zwei Spannelemente 9 ausgehend von der Mitte der Querschnittsfläche sowohl in horizontaler Richtung als auch in vertikaler Richtung versetzt angeordnet. Aufgrund der Anordnung der Spannelemente 9 kann ein aus diesen Segmenten 8 aufgebauter Torblattabschluss 6 besonders leicht in vertikaler Richtung nach unten abgewinkelt werden. Zur Verbesserung der flexiblen Eigenschaften des gesamten Torblattabschlusses 6 und zur Gewährleistung einer guten Schall- und Luftdichtheit bei einem geschlossenen Rolltor 1 sind die Segmente 8 von einem elastischen Kunststoffmantel 15 umgeben. Zur Erkennung einer Kollision mit einem Hindernis 7 weisen die Segmente einen elektrischen Leiter mit stirnseitigen Kontaktflächen 16 auf. Bei einer Kollision des Torblattabschlusses 6 mit einem Hindernis 7 wird der zuvor geschlossene elektrische Kontakt entlang der in Reihe angeordneten Segmente 8 unterbrochen und das Torblatt 2 von einer Steuerelektronik angehalten.

3a zeigt ein im Querschnitt ein rechteckförmiges Segment 8 mit einem mittig angeordneten Spannelement 9. Durch eine solche Ausgestaltung der Segmente 8 wird in horizontaler Richtung eine hohe Steifigkeit und in vertikaler Richtung eine hohe Flexibilität erreicht. Das in 3b dargestellte Segment weist an der Stirnseite 17 eine ein Abwinkeln erleichternde randseitige Abflachung 18 auf. Durch die randseitige Abflachung 18 wird eine Vorzugsrichtung festgelegt, in die ein Abwinkeln erleichtert ist.

3c zeigt eine Anordnung von Segmenten, die jeweils an beiden Stirnseiten 17, 17' eine Abflachung 18 aufweisen. An der Stirnseite 17 der Segmente 8 ist ein Vorsprung 19 vorgesehen, der gelenkig drehbar in einer zugeordneten Nut 20 an der anderen Stirnseite 17' der angrenzenden Segmente 8 gelagert ist. Durch diese Anordnung werden ein sehr leichtes Abwinkeln in vertikaler Richtung und eine hohe Steifigkeit in horizontaler Richtung erreicht.

Die flexiblen Eigenschaften des Tobabschlusses 6 können ohne Einschränkung durch die Anordnung von einem Spannelement 9 oder mehrerer Spannelemente 9 und/oder die Ausformung der Segmente 8 entsprechend der Erfordernisse angepasst werden.

4 zeigt in Reihe angeordnete Segmente 8 des Torblattabschlusses 6 mit einer alternativen Anordnung von drei Spannelementen 9, 9'. Zusätzlich zu einem alle Segmente 8 durchgreifenden Spannelement 9 ist an den seitlichen Rändern des Torblattabschlusses 6 jeweils ein zusätzliches, lediglich einige der Segmente 8 durchgreifendes Spannelement 9' vorgesehen. Durch die zusätzlichen Spannelemente 9' wird der Torblattabschluss 6 abschnittsweise verstärkt.


Anspruch[de]
Rolltor mit einem zumindest abschnittsweise flexiblen Torblatt (2), Seitenführungen (3) und einer angetriebenen Wickelwelle (5), wobei das Torblatt (2) an seinem unteren Rand einen flexiblen, bei einer Kollision mit einem Hindernis (7) nachgiebigen Torblattabschluss (6) aufweist, in Torblattschließstellung an seinen seitlichen Rändern in den vertikalen Seitenführungen (3) geführt ist und auf die angetriebene Wickelwelle (5) aufrollbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass der flexible Torblattabschluss (6) eine Vielzahl von entlang des unteren Randes des Torblattes (2) in Reihe angeordneten und an Stirnflächen anliegenden formstabilen Segmenten (8) aufweist, die durch zumindest ein Spannelement (9) beaufschlagt und dergestalt zusammengehalten sind, dass die Kollision des Torblattabschlusses (6) mit einem Hindernis (7) ein Abwinkeln des ansonsten gerade verlaufenden Torblattabschlusses (6) bewirkt. Rolltor nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Segmente (8) als Hohlprofilstücke ausgebildet und durch zumindest ein innenliegendes Spannelement (9) beaufschlagt und zusammengehalten sind. Rolltor nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Spannelement (9) aus einem elastischen Zugseil besteht, welches alle Segmente (8) durchgreift, und an den endseitigen Segmenten befestigt ist. Rolltor nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die für die Abwinklung benachbarter Segmente (8) erforderliche Querkraft von der Wirkrichtung dieser Kraft abhängig ist. Rolltor nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest ein Spannelement (9) exzentrisch in den Segmenten (8) angeordnet ist. Rolltor nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Segmente (8) von zwei Spannelementen (9) beaufschlagt und zusammengehalten sind. Rolltor nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass zumindest eine Stirnfläche der Segmente (8) eine randseitige Abflachung (18) aufweist, die ein Abwinkeln der an den Stirnflächen anliegenden Segmente (8) bei Auftreten einer auf den Torabschluss wirkenden Querkraft erleichtert Rolltor nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Rolltor (1) eine Sicherheitseinrichtung aufweist, die bei einer Abwärtsbewegung des Torblattes (2) eine Kollision mit einem Hindernis erkennt und die Torblattbewegung stoppt, wobei die Sicherheitseinrichtung einen Sensor umfasst, der ein Abwinkeln der Segmente (8) erkennt und in diesem Fall das Stoppsignal auslöst.






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