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Dokumentenidentifikation DE102006016947A1 15.11.2007
Titel Vorrichtung zum Fixieren eines Schraubstocks oder dergleichen auf einem Maschinentisch
Anmelder Wettlaufer, Fabian, 82467 Garmisch-Partenkirchen, DE
Erfinder Wettlaufer, Fabian, 82467 Garmisch-Partenkirchen, DE
Vertreter Flosdorff, J., Dipl.-Ing.Dr.-Ing.Dipl.-Wirtsch.-Ing., Pat.-Anw., 82467 Garmisch-Partenkirchen
DE-Anmeldedatum 11.04.2006
DE-Aktenzeichen 102006016947
Offenlegungstag 15.11.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.11.2007
IPC-Hauptklasse B23Q 3/02(2006.01)A, F, I, 20060411, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B23Q 3/15(2006.01)A, L, I, 20060411, B, H, DE   B25B 1/24(2006.01)A, L, I, 20060411, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Vorrichtung zum Fixieren eines Schraubstocks oder dergleichen auf einem Maschinentisch ist gekennzeichnet durch einen Metallblock, in den wenigstens eine Magnetspule eingelassen ist, wobei der Metallblock mit Mitteln zum Befestigen des Schraubstocks versehen ist. Der Schraubstock kann in jeder beliebigen Position auf dem Maschinentisch fixiert werden, indem lediglich die wenigstens eine Magnetspule eingeschaltet wird. Zum Lösen des Schraubstocks wird die wenigstens eine Magnetspule entmagnetisiert, so daß der Schraubstock bei Bedarf umgesetzt werden kann.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Fixieren eines Schraubstocks, eines Werkstückanschlags oder eines anderen Arbeitsmittels auf einem Maschinentisch, der im allgemeinen eine ferritische Oberfläche hat.

Ein Maschinentisch der betrachteten Art ist häufig an einem stationären Bearbeitungsgerät wie einer Bohrmaschine, einer Fräsmaschine oder dergleichen angebracht, auf dem Werkstücke bearbeitet werden, die hierzu meist in einen Schraubstock eingespannt werden. Der Schraubstock mit dem Werkstück wird dann in einer ausgewählten Position unter dem Bearbeitungsgerät auf dem Maschinentisch fixiert, so daß z.B. ein Loch an einer vorbestimmten Stelle des Werkstücks gebohrt werden kann.

Bisher wird der Schraubstock, um bei diesem Anwendungsbeispiel zu bleiben, mittels sogenannter Nutsteine auf dem Maschinentisch befestigt, die in Schlitze des Maschinentischs eingreifen und festgezogen werden. Wenn an dem Werkstück ein weiteres Loch zu bohren ist, muß der Schraubstock entsprechend umgesetzt werden, indem die Nutsteine zunächst gelöst und an anderer Stelle wieder festgezogen werden. Dieses Positionieren und Fixieren des Schraubstocks ist mit einem erheblichen Zeitaufwand verbunden, wobei es durchaus sein kann, daß ein bestimmter zu bearbeitender Bereich des Werkstücks nicht in die gewünschte Position gebracht werden kann, da der Maschinentisch nur relativ weit voneinander beabstandete linienförmige Befestigungsmöglichkeiten für die Nutsteine bietet. In solchen Fällen verzichtet eine Arbeitsperson bisweilen auf die Befestigung bzw. Verspannung des Schraubstocks auf dem Maschinentisch, was aber zu ernsthaften Verletzungen führen kann, da sich ein Bohrer insbesondere bei einem größeren Durchmesser in dem Werkstück fangen und den Schraubstock mitsamt dem Werkstück schlagartig in Drehung versetzen kann.

Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Mittel anzugeben, mit denen auf einfachere Weise ein Schraubstock oder ein anderes Arbeitsmittel in jeder gewünschten Position auf einem Maschinentisch befestigt werden kann, wobei auch das Wechseln der Position schnell und einfach vonstatten gehen soll.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die Merkmale der Patentansprüche 1 und 6 gelöst.

Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen gekennzeichnet.

Erfindungsgemäß ist ein Metallblock, vorzugsweise ein Stahlblock vorgesehen, in den wenigstens eine Magnetspule mit ihren elektrischen Anschlüssen eingelassen ist, wobei nach einem Gesichtspunkt der Erfindung der Metallblock mit Mitteln zum Befestigen des Schraubstocks versehen ist. Bei diesen Mitteln kann es sich z.B. um Gewindebohrungen in dem Metallblock handeln, in die Schrauben eingedreht werden, die Langlöcher des Schraubstocks durchgreifen. Nach einem anderen Vorschlag können von dem Metallblock Gewindestifte abstehen, die ihrerseits Langlöcher des Schraubstocks durchgreifen, und auf denen Muttern festgezogen werden. Es sind auch andere mechanische Befestigungsmittel möglich.

Ein Vorteil dieser lösbaren Befestigungsmittel ist, daß ein derartiger erfindungsgemäßer Magnetblock zum Fixieren mehrere verschiedener Arbeitsmittel verwendbar ist, die ihrerseits mit zugehörigen Befestigungsmitteln versehen sind.

Nach einem anderen Gesichtspunkt der Erfindung ist vorgesehen, daß der Stahlblock, in den die wenigstens eine Magnetspule eingelassen ist, einstückig mit dem Schraubstock oder dergleichen ausgebildet ist. Dabei kann der Stahlblock ein (in der Gebrauchslage unterer) Körperabschnitt des Schraubstocks oder dergleichen sein, oder der Stahlblock ist beispielsweise durch Schweißen, Kleben etc. unter dem Schraubstock befestigt.

Gemäß der vorliegenden Erfindung kann der Schraubstock oder dergleichen in jeder beliebigen Position auf dem Maschinentisch fixiert werden, indem lediglich die wenigstens eine Magnetspule eingeschaltet wird. Zum Lösung und gegebenenfalls Umsetzen des Schraubstocks wird durch Betätigung eines zugehörigen Schließers zunächst der Stahlblock bzw. der oder die Magnetspule(n) entmagnetisiert, bevorzugt durch einen Wechselstromimpuls, woraufhin der Magnet/die Magnete in der neuen ausgewählten Position des Schraubstocks wieder eingeschaltet werden.

Die Erfindung ermöglicht nicht nur ein leichtes und schnelles Fixieren und Umsetzen des Schraubstocks oder dergleichen, sondern auch dessen Positionierung an jeder Stelle des Maschinentisches, so daß z.B. die Bearbeitung eines Werkstücks mit einer Bohrmaschine oder einer Fräsmaschine erheblich erleichtert ist. Dies gilt auch für andere Bearbeitungen auf einem Maschinentisch oder einer anderen metallischen Unterlage, die so eben ausgebildet ist, daß der Stahlblock mit der Magnetspule (den Magnetspulen) dicht anliegt.

Weiter sieht die Erfindung vor, daß in den Stahlblock wenigstens eine ringförmige Nut eingefräst ist, in die ein bevorzugt aus Kunststoff bestehender Spulenkörper mit seiner Wicklung (bevorzugt Kupferwicklung) eingesetzt ist, wobei die Nut durch eine Kunststoffmasse wie eine PU-Kapselmasse nach außen (in der Gebrauchslage nach unten) abgedichtet ist und zum Schutz vor Spänen zusätzlich ein NE-Metallring eingepreßt ist.

Der Stahlblock enthält ferner wenigstens einen eingefrästen Kanal, durch den die elektrische Leitung verläuft, um der wenigstens einen Spule Strom zuzuführen. Dabei sind bevorzugt zwei oder mehr Magnetspulen in Längsrichtung des Metallblocks hintereinander angeordnet.

Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung sowie anhand der Zeichnung. Dabei zeigen auf rein schematische Weise:

1A–C einen Längsschnitt, eine Unteransicht und eine perspektivische Aufsicht des Metallblocks mit sichtbar gemachten Ringspulen für die Magnetspulen;

2 eine rein schematische Unteransicht und einen Querschnitt eines Stahlblocks für eine Magnetspule;

3 eine perspektivische Ansicht einer Anordnung aus einem Maschinentisch und eines Schraubstocks, der mittels eines erfindungsgemäßen Stahlblocks auf dem Maschinentisch fixiert ist und

4 einen Schaltplan des magnetischen Spannmittels.

Die 1A bis 1C zeigen einen erfindungsgemäßen Stahlblock 1 mit zwei ringförmigen Nuten 3 in die Magnetspulen 2 eingesetzt werden. Ein in die Oberseite des Stahlblocks 1 eingefräster Kanal 4 enthält elektrische Leitungen mit den schematisch angedeuteten Anschlüssen für die Magnetspulen 2, wobei die Leitungen an einer Stirnseite 6 aus dem Stahlblock 1 herausführen. Hier kann ein Stecker für die Stromzufuhr vorgesehen sein.

Die 2a und 2B zeigen einen Stahlblock 7 für eine Magnetspule, die in eine ringförmige Ausfräsung 8 eingesetzt wird, die an der Unterseite durch eine PU-Kapselmasse abgedichtet wird.

3 zeigt einen Schraubstock 9, der auf einem Stahlblock 1 mit Magnetspulen befestigt, beispielsweise auf diesem festgeschraubt ist. Der Magnetblock 1 ist auf einem Arbeitstisch 10 in ausgewählter Position fixierbar.

4 zeigt einen Schaltplan für den Magnetblock. In einem Gehäuse 11 sind ein Gleichrichter 12, ein rastender Schließer 13 zum Einschalten der Magnetspulen, eine Kontrollampe 14 und ein tastender Schließer 15 zum Entmagnetisieren der Magnetspulen durch Wechselstromimpuls untergebracht. In dem Stahlblock 16 befinden sich die Spulen 17 und ein Schutzleiteranschluß 18.


Anspruch[de]
Vorrichtung zum Fixieren eines Schraubstocks oder dergleichen auf einem Maschinentisch, gekennzeichnet durch einen Metallblock (1, 7), in den wenigstens eine Magnetspule (2) eingelassen ist, wobei der Metallblock mit Mitteln zum Befestigen des Schraubstocks (10) versehen ist. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in den Metallblock (1, 7) wenigstens eine ringförmige Nut (3, 8) eingefräst ist, in die ein Spulenkörper (2) mit seiner Wicklung eingesetzt ist, wobei die Nut durch eine Kunststoffkapselmasse nach außen abgedichtet ist. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß ferner wenigstens ein Kanal (4) in den Metallblock (1) eingefräst ist, durch den elektrische Leiter zur Stromzufuhr zu der wenigstens einen Spule verlaufen. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß zwei oder mehr Magnetspulen in Längsrichtung des Metallblocks (1) hintereinander angeordnet sind. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittel zum Befestigen des Schraubstocks (10) oder dergleichen Gewindebohrungen in dem Metallblock oder von dem Metallblock abstehende Gewindestifte aufweisen. Schraubstock oder dergleichen für einen Maschinentisch, gekennzeichnet durch einen Metallblock, in den wenigstens eine Magnetspule eingelassen ist, wobei der Metallblock einstückig mit dem Schraubstock oder dergleichen ausgebildet ist.






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