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Dokumentenidentifikation DE102006021567A1 15.11.2007
Titel Vorrichtung für eine Spinnereivorbereitungsmaschine
Anmelder Rieter Ingolstadt Spinnereimaschinenbau AG, 85055 Ingolstadt, DE
Erfinder Moll, Klaus-Uwe, Dr., 85051 Ingolstadt, DE
Vertreter Schlief, T., Dipl.-Phys.Univ. Dr.rer.nat., Pat.-Anw., 85055 Ingolstadt
DE-Anmeldedatum 08.05.2006
DE-Aktenzeichen 102006021567
Offenlegungstag 15.11.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.11.2007
IPC-Hauptklasse D01H 5/22(2006.01)A, F, I, 20060508, B, H, DE
IPC-Nebenklasse D01H 1/22(2006.01)A, L, I, 20060508, B, H, DE   
Zusammenfassung Vorgeschlagen wird eine Vorrichtung (50) einer Spinnereivorbereitungsmaschine (1), insbesondere einer Strecke (1), mit einem Arbeitsorgan, welches zum Bewegen wenigstens eines Faserbandes (FB1; FB2; FB3; FB4; FB5; FB6) vorgesehen ist und welches rotierbar lagerbar und antreibbar ist, wobei an dem Arbeitsorgan ein Befestigungsabschnitt (53) für einen Rotor (55) eines Elektromotors (51) vorgesehen ist, so dass der Rotor (55) koaxial zu einer vorgesehenen Rotationsachse (54) des Arbeitsorgans drehfest an dem Befestigungsabschnitt (53) montierbar und gemeinsam mit dem Arbeitsorgan lagerbar ist.
Weiterhin vorgeschlagen wird ein Streckwerk (5) einer Spinnereivorbereitungsmaschine (1) sowie eine Spinnereivorbereitungsmaschine (1).

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung einer Spinnereivorbereitungsmaschine, insbesondere einer Strecke, mit einem Arbeitsorgan, welches zum Bewegen wenigstens eines Faserbandes vorgesehen ist und welches rotierbar lagerbar und antreibbar ist.

Weiterhin betrifft die vorliegende Erfindung ein Streckwerk für eine Spinnereivorbereitungsmaschine, insbesondere für eine Strecke, mit einer Vielzahl von als Streckwerkswalzen ausgebildeten rotierbar gelagerten Arbeitsorganen zum Bewegen wenigstens eines Faserbandes.

Ebenso betrifft die Erfindung eine Spinnereivorbereitungsmaschine, insbesondere eine Strecke.

Bekannte Spinnereivorbereitungsmaschinen, beispielsweise Strecken vom Typ RSB-D30 der Rieter Ingolstadt Spinnereimaschinenbau AG, weisen eine Vielzahl von Arbeitsorganen auf, welche zum Bewegen eines oder mehrerer Faserbänder erforderlich sind. Der Begriff Faserband ist dabei weit zu verstehen: Er bezieht sich sowohl auf ein kompaktes als auch auf ein vliesartig ausgebreitetes Fasergemenge. Der Begriff Arbeitsorgan hingegen bezieht sich auf alle unmittelbar am Arbeitsprozess der Spinnereivorbereitungsmaschine beteiligten Elemente, welche zum Bewegen, also zum Transportieren und/oder Ablegen eines oder mehrerer Faserbänder erforderlich sind. Damit bezieht sich der Begriff Arbeitsorgan nicht auf solche Elemente, welche zum Antreiben eines dieser Arbeitsorgane erforderlich sind.

Bei bekannten Spinnereivorbereitungsmaschinen erfolgt der Antrieb dieser rotierbar an der Spinnereivorbereitungsmaschine gelagerten Arbeitsorgane üblicherweise mittels eines zentralen elektrischen Hauptmotors. Die Übertragung der Antriebsdrehmomente vom Hauptmotor zu den Arbeitsorganen erfolgt mit einer aufwändigen Getriebeanordnung, welche eine Vielzahl von Getriebeelementen umfasst. Hierzu zählen beispielsweise Zahnräder und Reibräder, aber auch Ketten, Zahnriemen, Keilriemen und Poly-V-Riemen sowie zugehörige Lauf- und Spannrollen.

Nachteilig bei einem derartigen Antrieb ist zunächst der durch die hohe Anzahl von Bauelementen bedingte große Herstellaufwand, de insbesondere zu hohen Herstellkosten führt. Weiterhin von Nachteil sind die Leistungsverluste in der Getriebeanordnung. Darüber hinaus sind gerade Riemenantriebe anfällig für Verschleiß und müssen daher häufig ausgetauscht werden. Auch müssen Riemen häufig nachgespannt werden, da sie sich im Betrieb der Spinnereivorbereitungsmaschine längen. Dies führt zu einem unerwünscht hohen Wartungsaufwand.

Wenn ein Arbeitsorgan angetrieben werden soll, dessen Position an der Spinnereivorbereitungsmaschine veränderbar ist, so muss die Getriebeanordnung entsprechend aufwändig ausgestaltet sein, um das Arbeitsorgan in jeder möglichen seiner Positionen antreiben zu können. Wenn nun ein Arbeitsorgan, beispielsweise bei einem Partiewechsel des vorgelegten Fasermaterials, versetzt wird, so muss auch der Antrieb durch eine Bedienperson angepasst werden. Hierdurch ergibt sich ein hoher Bedienaufwand.

Bei dem bekannten Antriebskonzept rotieren prinzipiell sämtliche Arbeitsorgane mit einem konstanten wechselseitigen Drehzahlverhältnis. Drehzahlverhältnisse von Arbeitsorganen, welche nur selten, beispielsweise bei einem Partiewechsel, angepasst werden müssen, können üblicherweise durch den Austausch von Wechselrädern oder -rollen eingestellt werden. Wenngleich zumeist eine hinreichend feine Einstellbarkeit gegeben ist, so erfordert dies dennoch einen hohen Bedienaufwand.

Sofern ein Drehzahlverhältnis zwischen zwei Arbeitsorganen im laufenden Betrieb der Spinnereivorbereitungsmaschine ständig verändert werden muss, so erfolgt der Antrieb eines der beiden Arbeitsorgane direkt durch den Hauptmotor über ein Getriebe mit konstantem Übersetzungsverhältnis. Der Antrieb des anderen Arbeitsorgans erfolgt vom Hauptmotor über ein Differenzgetriebe, häufig auch Differenzialgetriebe genannt, dem ein Regelmotor zugeordnet ist. Durch eine entsprechende Steuerung des Regelmotors kann dann das Drehzahlverhältnis zwischen den beiden Arbeitsorganen laufend verändert werden. Differenzgetriebe sind jedoch mechanisch sehr aufwändig und teuer, so dass der Wunsch besteht, auf Differenzgetriebe verzichten zu können.

Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es somit, eine Spinnereivorbereitungsmaschine zu verbessern. Dabei sollen insbesondere die genannten Nachteile beseitigt werden.

Die Aufgabe wird gelöst durch eine Vorrichtung für eine Spinnereimaschine, durch ein Streckwerk für eine Spinnereivorbereitungsmaschine und durch eine Spinnereivorbereitungsmaschine gemäß den unabhängigen Ansprüchen.

Die erfindungsgemäße Vorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass an dem Arbeitsorgan ein Befestigungsabschnitt für einen Rotor eines Elektromotors vorgesehen ist. Der Befestigungsabschnitt ist so ausgebildet, dass der Rotor koaxial zu einer vorgesehenen Rotationsachse des Arbeitsorgans drehfest an dem Befestigungsabschnitt montierbar und gemeinsam mit dem Arbeitsorgan lagerbar ist. Auf ein Getriebe, welches einen Hauptmotor mit dem Arbeitsorgan verbinden würde, kann dabei vollständig verzichtet werden. Wenn der Rotor an dem Arbeitsorgan montiert ist, wird er von diesem getragen, so dass auf eine eigene Lagerung des Rotors wie bei einem herkömmlichen Elektromotor verzichtet werden kann. Die erfindungsgemäße Vorrichtung ermöglicht daher einen einfachen Aufbau des Antriebs einer Spinnereivorbereitungsmaschine.

Bevorzugt ist der Befestigungsabschnitt so ausgebildet, dass ein wellenloser Rotor eines Elektromotors montierbar ist. Hierdurch ergibt sich eine einfache und stabile Befestigungsmöglichkeit des Rotors an dem Arbeitsorgan.

Eine besonders stabile Befestigungsmöglichkeit ergibt sich dann, wenn der Befestigungsabschnitt an einem Grundkörper des Arbeitsorgans ausgebildet ist.

Insbesondere wenn der Rotor als Innenläufer eines Elektromotors ausgebildet ist, ist es vorteilhaft, wenn der Befestigungsabschnitt so ausgebildet ist, dass er mit einem Hohlprofil des Rotors korrespondiert.

Ist der Rotor jedoch als Außenläufer ausgebildet, so ist es in vielen Fällen von Vorteil, wenn der Befestigungsabschnitt so ausgebildet ist, dass er mit einem Außenprofil des Rotors korrespondiert.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Befestigungsabschnitt, auf einem wesentlichen Teil seiner axialen Erstreckung einen kreisförmigen Querschnitt, vorzugsweise einen konstanten kreisförmigen Querschnitt, aufweist. In diesem Fall kann ein Rotor mit einer zylindrischen Bohrung in einfacher Weise montiert werden. Rotoren mit zylinderförmiger Zentralbohrung sind in unterschiedlichen Leistungsklassen und mit unterschiedlichen Bohrungsdurchmessern preisgünstig verfügbar. Deren Verwendung senkt die Gesamtkosten der Vorrichtung und damit der Spinnereivorbereitungsmaschine.

Um ein Verdrehen des Rotors auf einem zylinderförmigen Befestigungsabschnitt zu verhindern, kann der Befestigungsabschnitt eine Nut für ein Pass- oder Scheibenfeder aufweisen.

In weiteren Ausführungsbeispielen kann der Befestigungsabschnitt so ausgebildet sein, dass er mit einem korrespondierenden Rotor eine formschlüssige Sicherung gegen Verdrehen bildet. So kann vorgesehen sein, dass der Befestigungsabschnitt auf einem wesentlichen Teil seiner axialen Erstreckung einen als Vieleck, bevorzugt einen als regelmäßiges Vieleck, ausgebildeten Querschnitt aufweist. Weiterhin kann der Befestigungsabschnitt auf einem wesentlichen Teil seiner axialen Erstreckung ein Polygonprofil, ein Zahnwellenprofil und/oder ein Keilwellenprofil aufweisen. Hierdurch können verdrehsichere Verbindungen zwischen dem vorgesehenen Rotor und dem Arbeitsorgan hergestellt werden, wie sie beispielsweise in Hoischen, Technisches Zeichnen, Kapitel 9 beschrieben sind.

Wenn ein mittlerer Abschnitt des Arbeitsorgans bauartbedingt als eigentlicher Arbeitsabschnitt verwendet wird, so kann der Befestigungsabschnitt an einem endseitigen Abschnitt des Arbeitsorgans angeordnet sein. Andernfalls kann der Befestigungsabschnitt auch an einem mittleren Abschnitt des Arbeitsorgans ausgebildet sein.

In unterschiedlichen Ausführungsbeispielen der Vorrichtung ist das Arbeitsorgan eine Zuführgestellwalze, eine ortsfest gelagerte Tastwalze oder eine bewegliche Tastwalze der Spinnereivorbereitungsmaschine.

Ebenso kann die Vorrichtung für ein Streckwerk einer Spinnereimaschine ausgebildet sein. Dann ist das Arbeitsorgan eine Unterwalze, eine Oberwalze oder eine Umlenkwalze einer Eingangswalzenanordnung, einer Mittelwalzenanordnung oder einer Lieferwalzenanordnung.

Weiterhin kann das Arbeitsorgan eine ortfest gelagerte Abzugsscheibe oder eine beweglich gelagerte Abzugsscheibe sein, welche zum Anordnen stromabwärts eines Streckwerks einer Spinnereivorbereitungsmaschine vorgesehen ist.

Auch kann die Vorrichtung für eine Bandablage einer Spinnereivorbereitungsmaschine vorgesehen sein, wobei dann das Arbeitsorgan als Drehteller mit einem Bandkanal zum Ablegen des produzierten Faserbandes in eine Spinnkanne oder als Kannenteller zum Rotieren einer das produzierte Faserband aufnehmenden Spinnkanne ausgebildet ist.

Wenn ein Rotor an dem Befestigungsabschnitt montiert ist, so dass er gemeinsam mit dem Arbeitsorgan lagerbar ist, so ist eine Vorrichtung geschaffen, welche eine funktionelle Einheit bildet und bei entsprechender Gestaltung der Lager insgesamt leicht an der Spinnereivorbereitungsmaschine ein- oder ausbaubar ist. Dies senkt den Wartungsaufwand, wenn das Arbeitsorgan, beispielsweise wegen Verschleißes, zu erneuern ist.

Mit Vorteil ist der Rotor durch Aufkleben auf dem Befestigungsabschnitt oder mittels einer Presspassung auf dem Befestigungsabschnitt gegen Verdrehen gesichert. Es ergibt sich eine besonders stabile und dauerhaft haltbare Verbindung.

Je nach Platzverhältnissen kann der Rotor als Außenläufer oder als Innenläufer ausgebildet sein.

Mit Vorteil ist der Rotor für einen Gleichstrommotor, vorzugsweise für einen bürstenlosen Gleichstrommotor ausgebildet. Derartige Motoren weisen eine vergleichsweise geringe rotierende Masse auf und sind daher für dynamische Antriebe besonders geeignet. Wenn eine bürstenlose Variante vorgesehen ist, so senkt dies den zu erwartenden Wartungsaufwand.

In einem weiteren Ausführungsbeispiel ist der Rotor für einen Asynchronmotor ausgebildet. Asynchronmotoren können vergleichsweise einfach angesteuert werden.

Ebenso kann der Rotor für einen Reluktanzmotor vorgesehen sein. Ein Reluktanzmotor ist eine Sonderform eines Asynchronmotors, welche jedoch im Nennlastbereich das Verhalten eines Synchronmotors zeigt. Dies bedeutet, dass die Drehzahl auch bei schwankender Last weitgehend konstant gehalten werden kann.

Mit Vorteil ist der Rotor als Kurzschlussläufer ausgebildet. Es ergibt sich eine besondere Wartungsfreundlichkeit, da in diesem Fall keine Bürsten erforderlich sind.

Auch kann vorgesehen sein, dass der Rotor für einen Synchronmotor ausgebildet ist. Mit Hilfe einer entsprechenden Steuerung kann dann die Drehzahl des Rotors im wesentlichen unempfindlich gegenüber Laständerungen gesteuert werden.

Wenn der Rotor zur Erzeugung seines Rotorfeldes Permanentmagnete aufweist, so kann einerseits auf Bürsten verzichtet werden, andererseits führt dies zu einer geringen Verlustwärme im Bereich des Rotors.

Vorteilhafterweise ist an dem Arbeitsorgan wenigstens eine mit dem Arbeitsorgan rotierbare Gleitfläche für ein Gleitlager oder wenigstens eine mit dem Arbeitsorgan rotierbare Lauffläche für Wälzelemente eines Wälzlagers vorgesehen. Korrespondierende Gleit- bzw. Laufflächen können dann fest an der Spinnereivorbereitungsmaschine angeordnet sein, so dass ein Gleitlager oder ein Wälzlager entsteht, wenn die Vorrichtung an der Spinnereivorbereitungsmaschine montiert ist. Im letzteren Fall müssen natürlich auch Wälzelemente montiert werden.

Vorteilhafterweise ist eine erste rotierbare Gleitfläche oder eine erste rotierbare Lauffläche auf der einen Seite des Rotors ausgebildet und eine zweite rotierbare Gleitfläche bzw. eine zweite rotierbare Lauffläche auf der anderen Seite des Rotors ausgebildet. Dabei können die erste rotierbare Gleitfläche oder die erste rotierbare Lauffläche und die zweite rotierbare Gleitfläche bzw. die zweite rotierbare Lauffläche so angeordnet sein, dass der eigentliche Arbeitsbereich des Arbeitsorgans, beispielsweise eine Arbeitsfläche einer Verzugswalze, in axialer Richtung zwischen den beiden Laufflächen angeordnet ist. Dies ermöglicht eine stabile Lagerung der Vorrichtung an der Spinnereivorbereitungsmaschine. Alternativ ist es auch möglich, den Befestigungsabschnitt, die erste rotierbare Gleitfläche oder die erste rotierbare Lauffläche, die Arbeitsfläche und die zweite rotierbare Gleitfläche bzw. die zweite rotierbare Lauffläche in dieser Reihenfolge vorzusehen.

Besonders vorteilhaft ist es, wenn wenigstens eine Befestigungseinrichtung zum Befestigen der Vorrichtung an einem nicht rotierbaren Haltelement der Spinnereivorbereitungsmaschine vorgesehen ist, wobei an der Befestigungseinrichtung wenigstens eine besagte nicht rotierbare Gleitfläche oder wenigstens eine besagte nicht rotierbare Lauffläche ausgebildet ist, so dass im Zusammenwirken mit einer besagten rotierbaren Gleitfläche bzw. mit einer besagten rotierbaren Lauffläche und dazwischen angeordneten Wälzkörpern ein Gleitlager bzw. ein Wälzlager gebildet ist. In diesem Fall kann das Arbeitsorgan mit dem Rotor und den Lagern gemeinsam an der Spinnereivorbereitungsmaschine befestigt bzw. von dieser entfernt werden.

Mit Vorteil ist wenigstens ein besagtes Gleitlager oder wenigstens ein besagtes Wälzlager als Standardlager ausgebildet. Standardlager in diesem Sinne sind Anordnungen mit einem Innenring, an dem eine Gleit- oder Lauffläche ausgebildet ist und einem korrespondierenden Außenring, an dem eine korrespondierende Gleit- oder Lauffläche ausgebildet ist. Das Material des Innen- oder des Außenrings kann dabei unabhängig vom Material des Grundkörpers des Arbeitsorgans bzw. unabhängig vom Material der Befestigungseinrichtung gewählt sein. Dies ermöglicht es, Gleit- bzw. Laufflächen mit optimierten Eigenschaften herzustellen. Alternativ könnte jedoch auch eine Gleit- oder Wälzfläche an dem Grundkörper des Arbeitsorgans und eine korrespondierende Gleit- oder Wälzfläche an der Befestigungseinrichtung unmittelbar ausgebildet sein. Hierdurch kann die Konstruktion vereinfacht werden.

Besonders vorteilhaft ist wenigstens einer besagten, vorzugsweise jeder besagten, Befestigungseinrichtung der Vorrichtung eine Einstellvorrichtung zugeordnet, um die Position der Befestigungseinrichtung in Bezug auf das Halteelement einzustellen. Hierdurch kann das Arbeitsorgan der Vorrichtung in einfacher Weise festgelegt werden.

Bevorzugt ist ein Stator, der im Zusammenwirken mit einem besagten Rotor einen Elektromotor bildet, an einer besagten Befestigungseinrichtung festgelegt. Dies ermöglicht es, den Stator in Bezug auf den Rotor exakt zu Positionieren. Dies gilt auch, wenn das Arbeitsorgan mittels besagter Einstellvorrichtung neu Positioniert wird.

Dabei ist es von Vorteil, wenn besagte Befestigungseinrichtung gleichzeitig als Gehäuse für den Elektromotor ausgebildet ist.

Ein erfindungsgemäßes Streckwerk ist dadurch gekennzeichnet, dass an wenigstens einer Streckwerkswalze ein Befestigungsabschnitt vorgesehen ist, an dem ein Rotor eines Elektromotors koaxial zu einer vorgesehenen Rotationsachse der Streckwerkswalze drehfest montiert ist, so dass der Rotor gemeinsam mit der Streckwerkswalze gelagert ist.

Wenn ein Hauptverzugsfeld mit einem variierbaren Verzug vorgesehen ist, so ist es von Vorteil, wenn ein besagter Rotor an einem Befestigungsabschnitt einer Streckwerkswalze montiert ist, welche stromaufwärts des Hauptverzugsfeldes angeordnet ist und ein weiterer besagter Rotor an einem Befestigungsabschnitt einer Streckwerkswalze montiert ist, welcher stromabwärts des Hauptverzugsfeldes angeordnet ist. In diesem Fall kann auf ein Differenzgetriebe zur Verstellung des Verzuges verzichtet werden.

Eine erfindungsgemäße Spinnereivorbereitungsmaschine zeichnet sich dadurch aus, dass sie wenigstens eine erfindungsgemäße Vorrichtung aufweist. Wenn die Spinnereivorbereitungsmaschine eine Strecke ist, so ist es von Vorteil, wenn jeweils eine erfindungsgemäße Vorrichtung an einem Zuführgestell, an einer Einzugswalzeneinheit, an einer Einlaufsensoreinheit, an einem Streckwerk, an einer Auslaufführung und/oder an einer Bandablage vorgesehen ist.

Bevorzugt ist an jeder der genannten Baugruppen der Strecke wenigstens eine erfindungsgemäße Vorrichtung vorgesehen. In diesem Fall können die Arbeitsgeschwindigkeiten der einzelnen Baugruppen individuell mittels des innerhalb der Vorrichtung gebildeten Elektromotors eingestellt werden. Wechselstellen zur Anpassung der Arbeitsgeschwindigkeiten sind dann nicht erforderlich.

Weitere Vorteile der Erfindung sind anhand der folgenden Figuren beschrieben. Es zeigen:

1 eine Seitenansicht einer Strecke nach dem Stand der Technik;

2 ein Antriebsschema einer Strecke gemäß dem Stand der Technik;

3 ein Antriebsschema einer erfindungsgemäßen Strecke;

4a und 4b eine erfindungsgemäße Vorrichtung;

5a und 5b ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung und

6a und 6b ein drittes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Vorrichtung.

1 zeigt eine Strecke 1, als Beispiel für eine Spinnereivorbereitungsmaschine 1 in schematischer Seitenansicht. Die der Strecke 1 vorgelegten Faserbänder FB1, FB2, FB3, FB4, FB5, FB6 werden in Laufrichtung LR über ein Zuführgestell 2, eine Einzugswalzeneinheit 3, eine Einlaufsensoreinheit 4, ein Streckwerk 5, eine Auslaufführung 6 und über eine Bandablage 7 geführt.

Das nur skizzenhaft dargestellte Zuführgestell 2 weist eine erste Zuführgestellwalze 2a auf, welches so angeordnet ist, dass ein erstes vorgelegtes Faserband FB1 aus einer der Strecke 1 beigestellten ersten Spinnkanne K1 und ein zweites vorgelegtes Faserband FB2 aus einer seitlich versetzt angeordneten Spinnkanne K2 entnommen werden kann. Eine zweite Zuführgestellwalze 2b ist vorgesehen, um ein drittes Faserband FB3 aus einer dritten Spinnkanne K3 und ein viertes Faserband FB4 aus einer vierten Spinnkanne K4 abzuziehen. Ein fünftes Faserband FB5 und ein sechstes Faserband FB6 werden mit einer weiteren, hier nicht gezeigten Zuführgestellwalze jeweils aus einer weiteren, ebenfalls nicht gezeigten Spinnkanne entnommen. Insgesamt ist das Zuführgestell 2 also zur gleichzeitigen Zuführung von sechs Faserbändern an die Einzugswalzeneinheit 3 ausgebildet. Dies ist jedoch als Beispiel zu verstehen, da auch eine andere Anzahl von Spinnkannen mit vorgelegten Faserbändern vorgesehen sein kann.

Das Zuführgestell 2 könnte weiterhin auch so ausgebildet sein, dass es ein vorgelegtes Faserband direkt von einer laufenden Karde oder mehrere vorgelegte Faserbänder von jeweils einer laufenden Karde übernehmen kann.

Wenn im folgenden von Faserbändern FB1, FB2, FB3, FB4, FB5, FB6 gesprochen wird, soll dadurch nicht ausgeschlossen werden, dass lediglich ein Faserband oder eine beliebige andere Anzahl von Faserbändern gemeint ist.

Die Zuführgestellwalzen 2a, 2b sind beim Entnehmen der Faserbänder FB1, FB2, FB3, FB4, FB5, FB6 derart angetrieben, dass sie stets die selbe Umfangsgeschwindigkeit aufweisen.

Die vorgelegten Faserbänder FB1, FB2, FB3, FB4, FB5, FB6 werden von dem Zuführgestell 2 über nicht gezeigte Bandführungsmittel zu der Einzugswalzeneinheit 3 befördert. Diese umfasst drei Einzugswalzen 3a, 3b, 3ab', nämlich eine erste angetriebene Einzugsunterwalze 3a, eine zweite angetriebene Einzugsunterwalze 3b und eine durch den Kontakt mit den Faserbänder FB1, FB2, FB3, FB4, FB5, FB6 mitlaufende Belastungswalze 3ab'. Zwischen dem Zuführgestell 2 und der Einzugswalzeneinheit werden die Faserbänder FB1, FB2, FB3, FB4, FB5, FB6 einer Walzenzuführspannung VZW unterworfen, welche durch eine unterschiedliche Umfangsgeschwindigkeit der Zuführgestellwalzen 2a, 2b und der Einzugswalzen 3a, 3b, 3ab' bewirkt wird.

Von der Einzugswalzeneinheit 3 werden die vorgelegten Faserbänder FB1, FB2, FB3, FB4, FB5, FB6 über einen nicht gezeigten Einlaufrichter zur Einlaufsensoreinheit 4 transportiert. Diese weist ein Tastwalzenpaar 4a, 4a' auf, welches eine ortsfest gelagerte Tastwalze 4a und eine beweglich gelagerte Tastwalze 4a' umfasst. Sowohl die ortsfest gelagerte Tastwalze 4a als auch die beweglich gelagerte Tastwalze 4a' sind um ihre Hochachse rotierbar, hier jedoch aus Gründen der Darstellbarkeit um 90° gedreht dargestellt. Beide Tastwalzen 4a, 4a' sind angetrieben, wodurch die Faserbänder zwischen der Einzugswalzeneinheit und der Einlaufsensoreinheit einer Zuführspannung VZ ausgesetzt werden.

Die Einlaufsensoreinheit 4 dient der abschnittsweisen Erfassung der längenspezifischen Gesamtmasse der gemeinsam durch sie hindurchgeführten Faserbänder FB1, FB2, FB3, FB4, FB5, FB6. Die einzelnen vermessenen Abschnitte weisen üblicherweise eine Länge von einigen Millimetern auf. Für jeden vermessenen Abschnitt wird durch die Einlaufsensoreinheit 4 ein Messwert MW erzeugt. Die Messwerte MW werden insbesondere zur Regulierung der Strecke 1 verwendet.

Beim Transport der Faserbänder FB1, FB2, FB3, FB4, FB5, FB6 von der Einlaufsensoreinheit 4 über eine nicht gezeigte Umlenkeinheit zum Streckwerk 5 werden diese einer Einzugsspannung VE unterworfen, welche durch eine unterschiedliche Umfangsgeschwindigkeit des Tastwalzenpaares 4a, 4a' und des Eingangswalzenanordnung 5a, 5a' bewirkt wird.

Das Streckwerk 5 umfasst die schon genannte Eingangswalzenanordnung 5a, 5a' sowie eine Mittelwalzenanordnung 5b, 5b' und eine Lieferwalzenanordnung 5c, 5c', 5c''. Die Unterwalzen 5a, 5b, 5c der Walzenanordnungen 5a, 5a'; 5b, 5b'; 5c, 5c', 5c''; sind derart angetrieben, dass die Drehzahl von Walzenanordnung zu Walzenanordnung in Laufrichtung LR zunimmt. Hierdurch werden die Faserbänder FB1, FB2, FB3, FB4, FB5, FB6 sowohl im Vorverzugsfeld 5d, welches zwischen der Eingangswalzenanordnung 5a, 5a' und der Mittelwalzenanordnung 5b, 5b' gebildet ist, als auch im Hauptverzugsfeld 5e, welches zwischen der Mittelwalzenanordnung 5b, 5b' und der Lieferwalzenanordnung 5c, 5c', 5c'' gebildet ist, gemeinsam verzogen.

Die Vorverzugsdistanz VVD kennzeichnet den Abstand der Klemmlinien der Einzugswalzenanordnung 5a, 5a' und der Mittelwalzenanordnung 5b, 5b'. Weiterhin entspricht die Hauptverzugsdistanz HVD dem Abstand der Klemmlinien der Mittelwalzenanordnung 5b, 5b' und der Lieferwalzenanordnung 5c, 5c', 5c''. Sowohl die Vorverzugsdistanz VVD als auch die Hauptverzugsdistanz HVD sind zur Anpassung des Streckwerks 5 an die zu verziehenden Faserbänder FB1, FB2, FB3, FB4, FB5, FB6 einstellbar.

Die Unterwalzen 5a, 5b, 5c des Streckwerkes 5 sind nach der Einstellung der Vorverzugsdistanz VVD und der Hauptverzugsdistanz HVD ortsfest angeordnet. Hingegen sind die drehbaren Oberwalzen 5a', 5b' 5c' sowie die drehbare Umlenkwalze 5c'' quer zur Laufrichtung LR beweglich gelagert, so dass sie mittels nicht gezeigter Belastungsmittel gegen die Unterwalzen 5a, 5b, 5c gedrückt werden können, um so eine sichere Klemmung der Faserbänder FB1, FB2, FB3, FB4, FB5, FB6 zu ermöglichen. Die Oberwalzen 5a', 5b' 5c' sowie die drehbare Umlenkwalze 5c'' werden dabei durch den Kontakt mit den laufenden Faserbändern FB1, FB2, FB3, FB4, FB5, FB6 in Rotation versetzt.

Die Auslaufführung 6 umfasst einen Trichter 8 sowie eine ortsfest gelagerte und angetriebene Abzugswalze 9 sowie eine bewegliche und angetriebene Abzugswalze 9', welche belastet ist und so gegen die ortsfeste Abzugswalze 9 gedrückt ist. Der Trichter 8 dient der Komprimierung der verzogenen Faserbänder FB1, FB2, FB3, FB4, FB5, FB6, so dass ein einziges kompaktes Faserband FB entsteht. Die Abzugswalzen 9 und 9' dienen dem Abziehen des Faserbandes FB aus dem Messtrichter 8 sowie der weiteren Kompaktierung des produzierten Faserbandes FB. Zwischen dem Streckwerk 5 und den Abzugswalzen 9 und 9' werden die Faserbänder FB1, FB2, FB3, FB4, FB5, FB6 bzw. das produzierte Faserband FB einer Abzugsspannung VA unterworfen.

Die Bandablage 7 dient der geordneten Ablage des mittels der Strecke 1 erzeugten Faserbandes FB in eine Spinnkanne K. Sie umfasst einen Drehteller 10 mit einem Bandkanal 11, welcher um seine gestrichelt dargestellte Achse rotierbar gelagert und angetrieben ist. Die Spinnkanne K ist auf einem Kannenteller 12 abgestellt, der ebenfalls um seine gestrichelt dargestellte Achse rotierbar gelagert und angetrieben ist. Da die beiden Achsen einen Versatz aufweisen, kann das Faserband FB in geordneten Schlaufen in die Spinnkanne K abgelegt werden.

Die Stecke 1 weist eine Maschinensteuerung 13 auf, welche einen Hauptmotor 14 steuert. Dieser treibt die Unterwalze 5c der Lieferwalzenanordnung 5c, 5c', 5c'', die ortfestgelagerte Abzugswalze 9, die beweglich gelagerte Abzugswalze 9', den Drehteller 10 sowie den Kannenteller 12 über eine nicht gezeigte Getriebeanordnung an.

Weiterhin treibt der Hauptmotor 14 über ein Differenzgetriebe 15 die Zuführgestellwalzen 2a, 2b, die Einzugsunterwalzen 3a, 3b, die ortsfeste Tastwalze 4a, die beweglich gelagerte Tastwalze 4a', die Unterwalze 5a der Eingangswalzenanordnung 5a, 5a' sowie die Unterwalze 5b der Mittelwalzenanordnung 5b, 5b' an. Während die direkt von dem Hauptmotor 14 angetriebenen Arbeitsorgane untereinander im Betrieb der Strecke 1 ein konstantes Drehzahlverhältnis aufweisen, und die von dem Differenzgetriebe 15 angetriebenen Arbeitsorgane der Strecke 1 untereinander ebenfalls ein konstantes Drehzahlverhältnis aufweisen, kann mit der gezeigten Antriebsanordnung die Drehzahl der Unterwalze 5b der Mittelwalzenanordnung 5b, 5b' im Verhältnis zur Drehzahl der Unterwalze 5c der Lieferwalzenanordnung 5c, 5c', 5c'' verstellt werden. Hierdurch wird eine Veränderung des Hauptverzuges HV möglich, was die Ausregulierung von Schwankungen der längenspezifischen Masse der zugeführten Faserbänder FB1, FB2, FB3, FB4, FB5, FB6 ermöglicht. Hierzu werden die von der Einlaufsensoreinheit 4 erzeugten Messwerte MW an die Maschinensteuerung 13 übertragen. Auf der Basis der Messwerte MW werden dann Steuerbefehle an einen Regelmotor 16 übertragen, der derart auf das Differenzgetriebe 15 einwirkt, dass die Drehzahlen der stromaufwärts des Hauptverzugsfeldes HV gelegenen Arbeitsorgane verändert wird.

2 zeigt die angetriebenen Arbeitsorgane einer Strecke 1 sowie die zugehörigen Antriebsmittel in Aufsicht. Zur Verdeutlichung der Funktion der Strecke 1 sind weiterhin die zu verziehenden Faserbänder FB1, FB2, FB3, FB4, FB5, FB6, das abzulegende Faserband FB sowie eine zu befüllende Spinnkanne K dargestellt. Die Bandablage 7 ist aus Darstellungsgründen mit der Spinnkanne K um 90° gedreht dargestellt.

Zugmittel sind grundsätzlich als Zahnriemen dargestellt, auch wenn im Stand der Technik Keilriemen oder Flachriemen verwendet sind. Achsen und Wellen sind gleichermaßen als gestrichelte Linien dargestellt. Erforderliche Spannrollen sind aus Vereinfachungsgründen nicht dargestellt.

Der Hauptmotor 14 treibt über Riemen 17 und 18 die Unterwalze 5c der Lieferwalzenanordnung des Streckwerks 5 sowie die ortsfest gelagerte Abzugswalze 9 an. Die Abzugsspannung VA kann dabei durch Austauschen des Wechselrades 40 eingestellt werden. Über einen weiteren Riemen 19 ist auch die bewegliche Abzugswalze 9' angetrieben.

Die Bandablage 7 wird über Riemen 17, 20 und 21 durch den Hauptmotor 14 angetrieben. Dabei wird der Drehteller 10 über einen Riemen 22 angetrieben, wobei eine Anpassung der relativen Drehzahl des Drehtellers 10 durch eine entsprechende Auswahl des Wechselrades 41 erfolgen kann. Der Kannenteller 12 hingegen wird über Zahnräder 42 und 43 angetrieben, von denen wenigstens eins austauschbar ist, um die relative Geschwindigkeit des Kannentellers 12 einzustellen.

Einen Teil seiner Leistung liefert der Hauptmotor 14 über einen Riemen 23 an das Differenzgetriebe 15. Hierbei ist ein Wechselrad 44 vorgesehen, um den Grundverzug im Hauptverzugsfeld HV einstellen zu können. Der Grundverzug ist derjenige Verzug, der auftritt wenn kein Regeleingriff erfolgt. Zur Durchführung von Regeleingriffen ist der Regelmotor 16 über einen Riemen 24 mit dem Differenzgetriebe 15 verbunden.

Von dem Differenzgetriebe 15 ist die Eingangsunterwalze 5a mittels des Riemens 25 und die mittlere Unterwalze 5b mittels des Riemens 26 angetrieben. Um den Vorverzug VV einstellen zu können, ist ein Wechselrad 45 vorgesehen.

Die ortfeste Tastwalze 4a und die bewegliche Tastwalze 4a' sind weiterhin über Riemen 27, 28 und 29 angetrieben. Hierbei ist ein Wechselrad 46 vorgesehen, um die Einzugsspannung VE verändern zu können. Die Einzugswalzen 3a und 3b sind über einen weiteren Riemen 30, die Zuführwalzen 2a, 2b und 2c zusätzlich über einen weiteren Riemen 31 angetrieben. Hierbei ist ein Wechselrad 47 zur Einstellung der Zuführspannung VZ sowie ein Wechselrad 48 zur Einstellung der Walzenzuführspannung VZW vorgesehen.

Durch die Vielzahl der mechanischen Übertragungsglieder entstehen beim Antrieb der Arbeitsorgane der Stecke 1 groß mechanische Verluste. Gerade bei steigenden Energiekosten sind diese Verluste unerwünscht. Zudem muss der Hauptmotor 14 stärker dimensioniert sein, als es die Summe der an den Arbeitsorganen geforderten Leistungen eigentlich erforderlich machen würde. Dies erhöht ebenso wie die Notwendigkeit des Differenzgetriebes 15 die Herstellkosten der Strecke 1.

Durch die Verschleißanfälligkeit der zahlreich vorhandenen Riemen bedarf es außerdem einer zeit- und kostenintensiven Wartung der Strecke 1. Auch ist es im Rahmen der Wartung regelmäßig erforderlich, die vorhandenen Riemen mittels nicht gezeigter Spannrollen nachzuspannen.

Zudem ist anzumerken, dass die Riemenantriebe aufgrund ihrer Ausdehnung kaum vollständig gekapselt werden können. Gerade in einer rauen Spinnereiumgebung neigen die Riemen sowie ihre Lauf- und Spannrollen dazu, sich mit Schmutz zuzusetzen. Daher bedarf es von Zeit zu Zeit einer aufwändigen Reinigung, was den Wartungsaufwand abermals erhöht.

Besondere Probleme ergeben sich im Zusammenhang mit dem Antrieb von Arbeitsorganen, deren Position an der Strecke einstellbar ist. Wird beispielsweise die Position der Eingangsunterwalze 5a verändert, um die Vorverzugsdistanz VVD zu verändern, so muss auch der Riemen 25 neu eingestellt werden. Dies führt beispielsweise bei einem Partiewechsel zu einem erhöhten Bedienaufwand.

Demgegenüber zeigt 3 eine erfindungsgemäße Strecke mit einer Vielzahl von erfindungsgemäßen Vorrichtungen 50. Eine erfindungsgemäße Vorrichtung 50, welche einen Motor 51 und die Zuführgestellwalze 2a umfasst, ermöglicht den Antrieb sämtlicher Zuführgestellwalzen 2a, 2b und 2c mit nur einem Riemen 32. Alternativ könnte auch vorgesehen sein, dass jede der Zuführgestellwalzen 2a, 2b und 2c jeweils Teil einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 50 ist.

Eine weitere Vorrichtung 50 umfasst als Arbeitorgan die Einzugsunterwalze 3b sowie einen daran ausgebildeten Elektromotor 51. Die Vorrichtung 50 ist zum Antrieb eines weiteren Arbeitsorgans mit einem bezüglich des ersten Arbeitsorgans konstanten Drehzahlverhältnis ausgebildet. Das weitere Arbeitsorgan ist hier die Einzugsunterwalze 3a.

Die ortsfeste Tastwalze 4a ist ebenfalls als Teil einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 50 von einem Elektromotor 51 angetrieben. Die bewegliche Tastwalze 4a' hingegen über einen Riemen 34.

Die Unterwalzen des Streckwerks 5a, 5b, 5c sind jeweils über eigene Motoren 51 angetrieben und Bestandteil einer eigenständigen Vorrichtung 50.

Weiterhin ist die ortsfeste Abzugswalze 9a Teil einer Vorrichtung 50 und von einem eigenen Elektromotor 51 angetrieben. Die bewegliche Abzugswalze 9a' ist über einen Riemen 35 angetrieben.

Der Drehteller 10 und der Kannenteller 12 sind jeweils Teil einer eigenständigen Vorrichtung 50, sodass im Bereich der Bandablage keinerlei Riemen erforderlich sind.

Bei der erfindungsgemäßen Strecke 1 ist der mechanische Teil insgesamt stark vereinfacht. Mittels nur vier Riemen 32, 33, 34 und 35 können sämtliche Arbeitsorgane der Strecke 1 angetrieben werden. Die genannten Riemen 32, 33, 34, 35 könnten alternativ auch durch weitere Vorrichtungen 50 entbehrlich gemacht werden.

Die Walzenzuführspannung VZW, die Zuführspannung VZ, die Einzugsspannung VE, der Vorverzug, der Hauptverzug und die Abzugsspannung VA können ebenso wie die relative Drehzahl des Drehtellers 10 oder des Kannentellers 12 durch eine entsprechende Ansteuerung der Motoren 51 eingestellt werden. Wechselräder sind dabei nicht erforderlich.

Auch bereitet die Einstellung der Vorverzugsdistanz VVD bzw. der Hauptverzugsdistanz HVD keine weiteren Probleme, da da der Eingangswalze 5a zugeordnete Motor 51 bzw. der der Mittelwalze 5b zugeordnete Motor 51 jeweils gemeinsam mit der zugehörigen Walze 5a, 5b verschiebbar gelagert ist. Der Aufbau einer erfindungsgemäßen Vorrichtung 50 wird anhand der folgenden Figuren am Beispiel von Vorrichtungen 50 erläutert, welche die Eingangsunterwalze 5a umfassen. Weitere Vorrichtungen 50, welche andere Arbeitsorgane einer Spinnereivorbereitungsmaschine beinhalten, können äquivalent aufgebaut sein.

Die 4a und 4b zeigen eine erfindungsgemäße Vorrichtung 50 in Aufsicht. Als Beispiel für ein Arbeitsorgan einer Spinnereivorbereitungsmaschine ist eine Eingangsunterwalze 5a für ein Streckwerk 5 gezeigt.

Die Eingangsunterwalze 5a ist, wie bereits anhand der 1 erläutert, dazu vorgesehen, an dem Streckwerk rotierbar gelagert und angetrieben zu werden. Aufgabe der Eingangsunterwalze 5a im Betrieb des Streckwerks 5 ist es, ein oder mehrere Faserbänder FB1, FB2, FB3, FB4, FB5, FB6 zu transportieren und dabei im Zusammenwirken mit einer Eingangsoberwalze 5a' zu klemmen, so dass in dem stromabwärts gelegenen Vorverzugsfeld 5d ein Verziehen des oder der Faserbänder FB1, FB2, FB3, FB4, FB5, FB6 erfolgen kann.

Gemäß den 4a und 4b ist dazu eine Arbeitsfläche 60 vorgesehen, welche an einem mittleren Abschnitt 59 eines Grundkörpers 52 der Eingangsunterwalze 5a ausgebildet ist. An einem endseitigen Abschnitt 58 des Grundkörpers 52 bzw. der Eingangsunterwalze 5a ist ein zylinderförmiger Befestigungsabschnitt 53 für einen Rotor eines Elektromotors vorgesehen. Der Befestigungsabschnitt ist so ausgebildet, dass der Rotor koaxial zu einer vorgesehenen Rotationsachse 54 der Eingangsunterwalze 5a drehfest an dem Befestigungsabschnitt 53 montierbar ist. Dabei ist vorgesehen, dass der Rotor gemeinsam mit dem Arbeitsorgan lagerbar ist. Das bedeutet, dass der Befestigungsabschnitt 53 derart stabil ausgeführt ist, dass er den Rotor auch bei den üblichen im Betrieb auftretenden Kräften tragen kann, so dass auf eine eigene Lagerung des Rotors verzichtet werden kann.

Um eine drehfeste Verbindung zwischen dem Befestigungsabschnitt 53 und dem vorgesehenen Rotor zu ermöglichen, ist eine Nut 53a für eine Passfeder vorgesehen. Auf eine derartige Nut 53a und eine Passfeder kann jedoch verzichtet werden, wenn die Drehsicherheit durch andere Maßnahmen gewährleistet ist. Beispielsweise könnte der Rotor aufgeklebt oder aufgeschraubt werden. Auch kann der Befestigungsabschnitt 53 ein Querschnittsprofil aufweisen, welches im Zusammenwirken mit einem korrespondierenden Hohlprofil des Rotors eine formschlüssige und drehfeste Verbindung ergibt. Ebenso könnte der Rotor in einem Presssitz auf dem Befestigungsabschnitt 53 aufgebracht werden.

Die 5a und 5b zeigen ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung 50. Ein Rotor 55, der ein Hohlprofil 56 aufweist, welches mit dem Befestigungsabschnitt 53 korrespondiert, ist hier drehfest an dem Befestigungsabschnitt 53 montiert. Die Vorrichtung 50 ist vorgesehen, um derart an einem Streckwerk gelagert zu werden, dass dem Außenprofil 57 des Rotors 55 ein Stator zugeordnet ist. Wenn die Vorrichtung 50 montiert ist, so entsteht ein Elektromotor zum Antrieb der Eingangsunterwalze 5a, der als sogenannter Innenläufer ausgebildet ist. Innenläufer deshalb, da der Rotor innerhalb des Stators angeordnet ist.

An dem Grundkörper 52 der Eingangsunterwalze 5a sind weiterhin zwei ringförmige Elemente 61a' und 61b' angebracht, von denen das erste eine erste Lauffläche 61a und das andere eine zweite Lauffläche 61b für Wälzkörper aufweist. Die ringförmigen Elemente sind Innenringe von Standardlagern und dazu vorgesehen, die Vorrichtung 50 an einem Streckwerk rotierbar zu lagern.

Die 6a und 6b zeigen eine Vorrichtung 50, welche an Halteelementen 64a und 64b der Spinnereivorbereitungsmaschine 1 befestigbar ist. An der ersten Befestigungseinrichtung 63a und der zweiten Befestigungseinrichtung 63b sind ringförmige Elemente mit nicht rotierbaren Laufflächen 66a bzw. 66b angeordnet. Die Lauffläche 66a bildet mit der korrespondierenden rotierbaren Lauffläche 61a des Arbeitsorgans 5a und den ersten Wälzelementen 68a ein erstes Kugellager 61a, 66a, 68a. Die nicht rotierbare Lauffläche 66b bildet weiterhin mit der korrespondierenden rotierbaren Lauffläche 61b und den zweiten Wälzkörpern 68b ein zweites Kugellager 61b, 66b, 68b. Mittels dieser genannten beiden Kugellager 61a, 66a, 68a; 61b, 66b, 68b ist die Eingangsunterwalze 5a gemeinsam mit dem Rotor 55 gelagert, so dass beide um die Rotationsachse 54 rotierbar sind.

An dem ersten Befestigungselement 63a ist ein Stator 67 befestigt, so dass der Rotor 45 und der Stator 67 einen Elektromotor 51 bilden, der allerdings keine eigene Lagerung benötigt. Auf diese Weise ist eine kompakte Bauform der Vorrichtung 50 verwirklicht. Da der Elektromotor 51 in die Vorrichtung 50 integriert ist, sind zum Antrieb der Eingangsunterwalze 5a keine Riemen oder Zahnräder, wie bei herkömmlichen Streckwerken erforderlich.

Die Halteelemente 63a und 63b weisen an ihrer Unterseite ein Profil auf, welches mit einem Profil der Halteelemente 64a bzw. 64b korrespondiert. Wie in der Aufsicht in 6b durch Doppelpfeile angedeutet, ist die Vorrichtung 50 entlang der Halteelemente 64a und 64b verschiebbar. Hierdurch ist es möglich, die Vorverzugsdistanz VVD zu ändern. Eine Anpassung des Antriebs der Eingangsunterwalze ist dabei nicht erforderlich, da der Elektromotor 51 automatisch mitverschoben wird. Um die Position der Vorrichtung 50 in Bezug auf die Halteelemente 64a bzw. 64b einzustellen, bzw. um die Vorrichtung 50 in einer bestimmten Position zu fixieren, sind Einstellvorrichtungen 65a und 65b vorgesehen.

Die Befestigungseinrichtung 63a ist gleichzeitig als Gehäuse für den Elektromotor 51 sowie für das Lager 61a, 66a, 68a ausgebildet. Auf der nach außen weisenden ersten Seite umschließt sie das Ende der Eingangsunterwalze 5a vollständig. Auf der zur Arbeitsfläche 60 weisenden zweiten Seite ist das Gehäuse mittels einer Dichtung 69a vollständig abgedichtet.

Das zweite Lager 61b, 66b, 68b ist innerhalb der als Lagergehäuse ausgebildeten Befestigungseinrichtung 63b angeordnet und somit gegen mechanische Einwirkung und/oder Verschmutzungen geschützt. Um das Lager vollständig abzudichten, ist eine Dichtung 69b vorgesehen.

Die in den 4a und 4b, 5a und 5b sowie 6a und 6b gezeigten Vorrichtungen 50 können bei der Herstellung einer Strecke oder auch als selbständiges Ersatzteil für eine Strecke verwendet werden.

Die vorliegende Erfindung ist nicht auf die gezeigten und beschriebenen Aufführungsbeispiele beschränkt. Abwandlungen im Rahmen der Patenansprüche sind jederzeit möglich.


Anspruch[de]
Vorrichtung (50) einer Spinnereivorbereitungsmaschine (1), insbesondere einer Strecke (1), mit einem Arbeitsorgan, welches zum Bewegen wenigstens eines Faserbandes (FB1; FB2; FB3; FB4; FB5; FB6) vorgesehen ist und welches rotierbar lagerbar und antreibbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Arbeitsorgan ein Befestigungsabschnitt (53) für einen Rotor (55) eines Elektromotors (51) vorgesehen ist, so dass der Rotor (55) koaxial zu einer vorgesehenen Rotationsachse (54) des Arbeitsorgans drehfest an dem Befestigungsabschnitt (53) montierbar und gemeinsam mit dem Arbeitsorgan lagerbar ist. Vorrichtung (50) nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsabschnitt (53) so ausgebildet ist, dass ein wellenloser Rotor (55) eines Elektromotors (51) montierbar ist. Vorrichtung (50) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsabschnitt (53) an einem Grundkörper (52) des Arbeitsorgans ausgebildet ist. Vorrichtung (50) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsabschnitt (53) so ausgebildet ist, dass er mit einem Hohlprofil (56) eines Rotors (55) eines Elektromotors (51) korrespondiert. Vorrichtung (50) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsabschnitt (53) so ausgebildet ist, dass er mit einem Außenprofil (57) eines Rotors (55) eines Elektromotors (51) korrespondiert. Vorrichtung (50) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsabschnitt (53) auf einem wesentlichen Teil seiner axialen Erstreckung einen kreisförmigen Querschnitt, vorzugsweise einen konstanten kreisförmigen Querschnitt, aufweist. Vorrichtung (50) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Befestigungsabschnitt (53) eine Nut (53a) für eine Pass- oder Scheibenfeder ausgebildet ist. Vorrichtung (50) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsabschnitt (53) auf einem wesentlichen Teil seiner axialen Erstreckung einen als Vieleck, bevorzugt einen als regelmäßiges Vieleck, ausgebildeten Querschnitt aufweist. Vorrichtung (50) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsabschnitt (53) auf einem wesentlichen Teil seiner axialen Erstreckung ein Polygonprofil, ein Zahnwellenprofil und/oder oder ein Keilwellenprofil aufweist. Vorrichtung (50) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsabschnitt (53) an einem endseitigen Abschnitt (58) des Arbeitsorgans ausgebildet ist. Vorrichtung (50) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Befestigungsabschnitt (53) an einem mittleren Abschnitt (59) des Arbeitsorgans ausgebildet ist. Vorrichtung (50) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass das Arbeitsorgan eine Zuführgestellwalze (2a; 2b; 2c) eines Zuführgestells (2) der Spinnereivorbereitungsmaschine (1) ist. Vorrichtung (50) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Arbeitsorgan eine Einzugswalze (3a; 3b; 3ab') der Spinnereivorbereitungsmaschine (1) ist. Vorrichtung (50) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Arbeitsorgan eine ortsfest gelagerte Tastwalze (4a) oder eine beweglich gelagerte Tastwalze (4a') der Spinnereivorbereitungsmaschine (1) ist. Vorrichtung (50) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Arbeitsorgan eine Unterwalze (5a; 5b; 5c), eine Oberwalze (5a'; 5b'; 5c') oder eine Umlenkwalze (5c'') einer Eingangswalzenanordnung (5a, 5a'), einer Mittelwalzenanordnung (5b, 5b') oder einer Lieferwalzenanordnung (5c, 5c', 5c'') eines Streckwerks (5) der Spinnereivorbereitungsmaschine (1) ist. Vorrichtung (50) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Arbeitsorgan eine ortsfest gelagerte Abzugscheibe (9) oder eine beweglich gelagerte Abzugscheibe (9') ist, welche stromabwärts des Streckwerks (5) der Spinnereivorbereitungsmaschine (1) vorgesehen ist. Vorrichtung (50) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Arbeitsorgan als Drehteller (10) mit einem Bandkanal (11) zum Ablegen des produzierten Faserbandes (FB) in eine Spinnkanne (K) ausgebildet ist. Vorrichtung (50) nach einem der Ansprüche 1 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass das Arbeitsorgan als Kannenteller (12) zum Rotieren einer das produzierte Faserband (FB) aufnehmenden Spinnkanne (K) ausgebildet ist. Vorrichtung (50) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Rotor (55) an dem Befestigungsabschnitt (53) montiert ist, so dass er gemeinsam mit dem Arbeitsorgan lagerbar ist. Vorrichtung (50) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotor (55) durch Aufkleben auf den Befestigungsabschnitt (53) gegen Verdrehen gesichert ist. Vorrichtung (50) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotor (55) mittels einer Presspassung auf dem Befestigungsabschnitt (53) gegen Verdrehen gesichert ist. Vorrichtung (50) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotor (55) als Innenläufer ausgebildet ist. Vorrichtung (50) nach, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotor (55) als Außenläufer ausgebildet ist. Vorrichtung (50) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotor (55) für einen Gleichstrommotor, vorzugsweise für einen bürstenlosen Gleichstrommotor, ausgebildet ist. Vorrichtung (50) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotor (55) für einen Asynchronmotor ausgebildet ist. Vorrichtung (50) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotor (55) für einen Reluktanzmotor ausgebildet ist. Vorrichtung (50) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotor (55) als Kurzschlussläufer ausgebildet ist. Vorrichtung (50) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotor (55) für einen Synchronmotor ausgebildet ist. Vorrichtung (50) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Rotor (55) zur Erzeugung eines Rotorfeldes Permanentmagnete aufweist. Vorrichtung (50) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass an dem Arbeitsorgan wenigstens eine mit dem Arbeitsorgan rotierbare Gleitfläche für ein Gleitlager oder wenigstens eine mit dem Arbeitsorgan rotierbare Lauffläche (61a; 61b) für Wälzelemente (62) eines Wälzlagers vorgesehen ist. Vorrichtung (50) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine erste rotierbare Gleitfläche oder eine erste rotierbare Lauffläche (61a) auf der einen Seite der Rotors (55) ausgebildet und eine zweite rotierbare Gleitfläche bzw. eine zweite rotierbare Lauffläche (61b) auf der anderen Seite des Rotors (55) ausgebildet ist. Vorrichtung (50) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine erste rotierbare Gleitfläche oder eine erste rotierbare Lauffläche (61a) auf der einen Seite eines Arbeitsbereichs (60) des Arbeitsorgans ausgebildet und eine zweite rotierbare Gleitfläche bzw. eine zweite rotierbare Lauffläche (61b) auf der anderen Seite der Arbeitsfläche (60) ausgebildet ist. Vorrichtung (50) nach einem der vorstehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass sie wenigstens eine Befestigungseinrichtung (63a; 63b) zum Befestigen der Vorrichtung (50) an einem nicht rotierbaren Halteelement (64a; 64b) der Spinnereivorbereitungsmaschine (1) aufweist, wobei an der Befestigungseinrichtung (63a; 63b) wenigstens eine nicht rotierbare Gleitfläche oder wenigstens eine nicht rotierbare Lauffläche (66a; 66b) ausgebildet ist, so dass jeweils im Zusammenwirken mit einer besagten rotierbaren Gleitfläche bzw. mit einer besagten rotierbaren Lauffläche (61a; 61b) und dazwischen angeordneten Wälzkörpern (68a, 68b) ein Gleitlager bzw. ein Wälzlager (61a, 66a, 68a; 61b, 66b, 68b) gebildet ist. Vorrichtung (50) nach vorstehendem Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens ein besagtes Gleitlager oder wenigstens ein besagtes Wälzlager (61a, 66a, 68a; 61b, 66b, 68b) ein Standardlager ist. Vorrichtung (50) nach einem der Ansprüche 33 oder 34, dadurch gekennzeichnet, dass wenigstens einer besagten, vorzugsweise jeder besagten, Befestigungseinrichtung (63a; 63b) der Vorrichtung (50) eine Einstellvorrichtung (65a, 65b) zugeordnet ist, um die Position der Befestigungseinrichtung (63a; 63b) in Bezug auf das Halteelement (64a; 64b) einzustellen oder festzulegen. Vorrichtung (50) nach einem der Ansprüche 33 bis 35, dadurch gekennzeichnet, dass ein Stator (67), der im Zusammenwirken mit einem besagten Rotor (55) einen Elektromotor (51) bildet, an einer besagten Befestigungseinrichtung (63a) festgelegt ist. Vorrichtung (50) nach einem der Ansprüche 33 bis 36, dadurch gekennzeichnet, dass eine besagte Befestigungseinrichtung (63a) als Gehäuse des Elektromotor (51) ausgebildet ist. Streckwerk (5) einer Spinnereivorbereitungsmaschine (1), insbesondere einer Strecke (1), mit einer Vielzahl von als Streckwerkswalzen (5a; 5b; 5c; 5a'; 5b'; 5c'; 5c'') ausgebildeten rotierbar gelagerten Arbeitsorganen zum Bewegen wenigstens eines Faserbandes (FB1; FB2; FB3; FB4; FB5; FB6), dadurch gekennzeichnet, dass an wenigstens einer Streckwerkswalze (5a; 5b; 5c; 5a'; 5b'; 5c'; 5c'') ein Befestigungsabschnitt (53) vorgesehen ist, an dem ein Rotor (55) eines Elektromotors (51) koaxial zu einer vorgesehenen Rotationsachse (54) der Streckwerkswalze (5a; 5b; 5c; 5a'; 5b'; 5c'; 5c'') drehfest montiert ist, so dass der Rotor (55) gemeinsam mit der Streckwerkswalze (5a, 5b, 5c, 5a', 5b', 5c', 5c'') gelagert ist. Streckwerk (5) nach vorstehendem Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein Hauptverzugsfeld (5e) mit einem variierbaren Verzug (HV) vorgesehen ist, wobei ein besagter Rotor (55) an einem Befestigungsabschnitt (53) einer Streckwerkswalze (5a, 5b, 5a', 5b') montiert ist, welche stromaufwärts des Hauptverzugsfeldes (5e) angeordnet ist, und wobei ein weiterer besagter Rotor (55) an einem Befestigungsabschnitt (53) einer Streckwerkswalze (5c, 5c', 5c'') montiert ist, welche stromabwärts des Hauptverzugsfeldes (5e) angeordnet ist. Spinnereivorbereitungsmaschine (1), insbesondere eine Strecke (1), dadurch gekennzeichnet, dass sie wenigstens eine Vorrichtung (50) nach einem der vorstehenden Vorrichtungsansprüche aufweist. Spinnereivorbereitungsmaschine (1) nach vorstehendem Anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Strecke (1) ist, wobei jeweils eine Vorrichtung (50) nach einem der vorstehenden Vorrichtungsansprüche an einem Zuführgestell (2), an einer Einzugswalzeneinheit (3), an einer Einlaufsensoreinheit (4), an einem Streckwerk (5), an einer Auslaufführung (6) und/oder an einer Bandablage (7) vorgesehen ist.






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