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Dokumentenidentifikation DE102006022510A1 15.11.2007
Titel Segmentierbarer Seefracht-Container
Anmelder Nour el Din, Wael, 12526 Berlin, DE
Erfinder Nour el Din, Wael, 12526 Berlin, DE
Vertreter derzeit kein Vertreter bestellt
DE-Anmeldedatum 12.05.2006
DE-Aktenzeichen 102006022510
Offenlegungstag 15.11.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.11.2007
IPC-Hauptklasse B65D 88/12(2006.01)A, F, I, 20060512, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B65D 88/74(2006.01)A, L, I, 20060512, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung bezieht sich auf einen Seefracht-Container, der mit zusätzlichen Türen bzw. Ladeluken versehen und mit variabel einsetzbaren Schotts unterteilbar ist.

Beschreibung[de]

Die Erfindung bezieht sich auf einen Seefracht-Container, der mit zusätzlichen Türen bzw. Ladeluken versehen und mit variabel einsetzbaren Schotts unterteilbar ist.

Seefracht erfolgt derzeit, und seit Jahren zunehmend, überwiegend mit Standard-Containern der Größe 10 und 20 Fuß.

Üblicherweise werden diese Container von der Reederei angeliefert und vom Frachtführer beladen. Dabei ist es dem Frachtführer innerhalb vereinbarter Regeln und Grenzen möglich, Sammeltransporte unterschiedlicher Auftraggeber in einen Container zu verpacken und zu versenden, um den zur Verfügung stehenden Frachtraum bestmöglich zu nutzen.

Bislang ist dies aber dadurch begrenzt, dass z.B. nur palettierte Industriegüter in Standardcontainern, Schüttgüter, oder z.B. zu kühlendes oder nachzureifendes Obst dagegen jeweils in speziellen Containern verladen werden können, was viele Transportaufgaben verlangsamt – weil erst entsprechende Mengen gesammelt werden müssen – oder unwirtschaftlich macht.

Palettierte Ware wird dagegen häufig nur unter Zwischenlage von Sperrholzplatten übereinander gestapelt, was gerade bei großen Containern die Gefahr des Verrutschens im Seegang und Beschädigung der Ladung mit sich bringt.

Zwar sind Systeme bekannt, mit denen Container modular nutzbar werden sollten, so z.B. faltbare Einsätze nach US 5 421 476, mit denen aber weder Schüttgüter noch zu kühlende Bereiche separiert werden können, oder modular zusammenstellbare Container-Elemente nach US 4 144 984 und ähnlich US 4 209 887, die aber aufwendig herzustellen sind und den Iso-Forderungen nicht entsprechen, so dass bislang faktisch keine nutzbaren Systeme Verbreitung fanden.

Es ist daher die Aufgabe vorliegender Erfindung, eine differenzierte und modulare Nutzung der Container zu ermöglichen, um die oben geschilderten Nachteile zu vermeiden.

Dies wird erfindungsgemäß dadurch erzielt, dass die Container neben den üblichen stirnseitigen Ladetoren zusätzliche verschließbare Schotts auf der Ober- bzw. Unterseite, sowie als Ausschnitt der rückseitigen Stirnfläche aufweisen und innen mit variabel einsetzbaren Schotts ausgestattet werden können.

In einer erweiterten Ausführung können Innenbereiche solcher Container und die zugehörigen Trennschotts thermisch isoliert sein, oder in Form einer Thermozelle eingeschoben werden, deren zur Kühlung erforderlichen Luftein- und Auslässe vorzugsweise in den Einsenkungen der Spundartigen Seitenwände ausgeführt werden, um ausreichenden Luftzutritt auch bei dichter Packung der Container auf oder im Schiff zu gewährleisten.

Die Ausführung der Trennschotts erfolgt vorzugsweise so, dass sie in der Höhe nur geringfügig kleiner sind, als die Innenhöhe der Container, aber ziemlich genau deren lichten Breite entsprechen. Sie werden mit entsprechend ausgeführten Taschen in Bodennähe, durch die die Ladefork eines Gabelstaplers eingreift, in geringfügig gegenüber der senkrechten gekippten und gegenüber der der Vor- und Rückwand des Containers ebenfalls leicht winklig versetzten Position in den Container eingeführt und bis zur gewünschten Position verbracht.

Dort wird das Schott in einem Arbeitsgang zwischen zwei Einsenkungen der spundwandartigen Seitenwände eingebracht und gleichzeitig in der Senkrechten ausgerichtet, so dass es sich selbständig verkeilt.

Alternativ oder zusätzlich wird das Schott durch entweder mechanische Elemente, wie z.B. reibschlüssig durch Exzenterscheiben, oder formschlüssig durch Riegel, oder – insbesondere im Fall thermisch isolierender Schotts – durch umlaufende Luftbälge gesichert, wobei letztere mit einem Druckreservoir oder automatischen Pumpeinheit ausgerüstet sein sollten.

Die Ausführung derartiger erfindungsgemäßer Container und der Einbringung der Trennschotts wird in den nachfolgenden Zeichnungen 1 bis 4 näher erläutert:

1 zeigt einen Container 1 mit einem zusätzlich auf der Oberseite 2 angebrachten Ladeschott 3 für Schüttgüter, sowie den Lüftungsöffnungen 4a bis 4d für Kühlanlagen in den Falzen 4 der Seitenwand 5.

2 zeigt das Ladetor 6 auf der rückwärtigen Stirnwand 7, sowie ein auf der Unterseite des Containers angebrachte Entnahmeöffnung 8 für Schüttguter, zu deren Nutzung der Container durch ein verkürzendes Glied 9 an der gegenüberliegenden und durch eine Zwischenkette 10 an der ihr zugewandten Seite beim Hochkranen in eine zur Entladung günstigen zweiseitig gekippten Position gebracht werden kann, die nach Entriegelung der Entnahmeöffnung 8 eine vollständige Entleerung des Schüttgutes 11 bewirkt.

3 zeigt eine Thermoeinheit 12, die vorzugsweise durch die Haupttore bis zur Rückwand eingeschoben wird und entweder dort verbleibt und durch das in 2 erkennbare Ladetor 6, sowie eine korrespondierende innere Ladetüre be- und entladen wird, oder jeweils auch durch den Eingriff der Forken eines Gabelstaplers in die Taschen 13 und 14 auf der Unterseite der Einheit und evtl. integrierter Bockrollen auf der rückwärtigen Unterseite ein- und ausgeschoben, sowie zur Sicherung verkeilt wird.

4 zeigt eine systemgerechte mobile Schottwand 15 mit den Transporttaschen 16 und 17 zum Eingriff der Gabelstapler-Forken, sowie das Prinzip der mechanischen Verrieglung mittels exzentrischer Reibscheiben 18 und 19, 20 in 4a, und deren mit Hilfe eines Hammers verriegel- und lösbaren Hebel 21.

Ähnlich wäre die Ausführung mit Riegeln, die jedoch zahlreiche korrespondierende (und evtl. störende) Aufnahmen oder Ausbrüche zum Einrasten verlangt. Derartige Verriegelungen sind dem Fachmann jedoch bekannt und daher hier nicht ausgeführt.

5a zeigt im Querschnitt ein Schott 36, ausgeführt als Thermo-Sandwich mit den Außenschichten 36 und einer Isolierschaum-Mittellage 40, mit in einer Nut 37 umlaufender Abdichtung durch einen Pressbalg 38, in expandierter Form des Pressbalges, 5b dagegen in durch Unterdruck eingezogener Form.

5c zeigt, dass der Pressbalg an den Seiten, wo er eine größere Distanz zu den Falzen der Seitenschotts 39 zu überbrücken hat, größeren Umfang aufweist, als oben und unten (siehe 5a), wo er gegenüber der Grundfläche und Deckfläche des Containers nur wenig Abstand auszufüllen hat.


Anspruch[de]
Seefracht-Container mit für unterschiedliche Güter separierbarem Innenraum, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufteilung mit montier- und demontierbaren Trennschotts erfolgt und die einzelnen Bereiche durch verschließbare Öffnungen be- und entladbar sind. Seefracht-Container nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Dach- und Bodenluken zum Be- und Entladen von Schüttgütern vorgesehen sind. Seefracht-Container nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass diese Luken dicht verschließbar sind. Seefracht-Container nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kühlzelle mit separatem Zugang in den Container bis zur Rückwand einschiebbar ist. Seefracht-Container nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlzelle am Boden Taschen aufweist, in die die Ladeforken eines Gabelstaplers zum Einfügen der Kühlzelle eingreifen können. Seefracht-Container nach Anspruch 1 und 4-5, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlzelle rückwärtig einen eigenen Ladezugang aufweist. Seefracht-Container nach Anspruch 1 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die der Stirnfläche mit dem Haupttor gegenüberliegende rückwärtige Stirnfläche mit einem weiteren, jedoch kleineren Ladetor versehen ist, das nach Montage einer Kühlzelle nach Anspruch 6 mit dem Ladezugang zur Kühlzelle korrespondiert. Seefracht-Container nach Anspruch 4 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlzelle ein eigenes Kühlaggregat aufweist. Seefracht-Container nach Anspruch 4 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Container in den Falzen seiner spundartigen Längswände Öffnungen für Zu- und Abluft der Kühlung enthält. Seefracht-Container nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die mobilen Trennschotts in der Breite der lichten Containerbreite und in der Höhe mit etwas Abstand zu Decke und Boden ausgeführt sind, so dass sie durch verkantetes Einsetzen in die Falzen der Seitenwände zunächst selbsttätig stabil stehen. Seefracht-Container nach Anspruch 1 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass die mobilen Trennschotts exzentrische Feststeller aufweisen, die die Schotts gegen Decke und Boden reibschlüssig verspannen und in den Falzen der spundartigen Seitenwände formschlüssig und reibschlüssig sichern. Seefracht-Container nach Anspruch 1 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass die mobilen Trennschotts durch arretierbare Riegel gegen Decke, und Boden und Seitenwände gesichert werden. Seefracht-Container nach Anspruch 1 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass die mobilen Trennschotts durch in umlaufenden Nuten einziehbare Faltenbälge pneumatisch gegenüber den Umfassenden Containerwänden abgedichtet und gesichert werden. Seefracht-Container nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die pneumatischen Dichtungen und Sicherungen der Schotts in ihrer Wirkung durch einen mit den Bälgen verbundenen Druckspeichergesichert wird. Seefracht-Container nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass die pneumatische Dichtung und Sicherung der Schotts in ihrer Wirkung durch ein oder mehrere autonome Pumpaggregate aufrecht erhalten wird.






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