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Dokumentenidentifikation DE102006022821A1 15.11.2007
Titel Verwendung von Tetramsäurederivaten zur Bekämpfung von Insekten aus der Ordnung der Käfer (Coleoptera), Thrips (Tysanoptera), Wanzen (Hemiptera), Fliegen (Diptera) und Zikaden (Auchenorrhynchae)
Anmelder Bayer CropScience AG, 40789 Monheim, DE
Erfinder Fischer, Reiner, Dr., 40789 Monheim, DE;
Brueck, Ernst, Dr., 51467 Bergisch Gladbach, DE;
Waetermeulen, Xavier Alain van, 40880 Ratingen, DE
DE-Anmeldedatum 12.05.2006
DE-Aktenzeichen 102006022821
Offenlegungstag 15.11.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.11.2007
IPC-Hauptklasse A01N 43/36(2006.01)A, F, I, 20060512, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A01P 7/04(2006.01)A, L, I, 20060512, B, H, DE   
Zusammenfassung Die vorliegende Erfindung betrifft die Verwendung von Verbindungen der Formel (I)
<formula>
zur Bekämpfung von Insekten aus der Ordnung der Käfer (Coleoptera, Thrips (Thysanoptera), Wanzen (Hemiptera), Fliegen (Diptera) und Zikaden (Auchenorrhynchae),
in welcher A, B, G, W, X, Y und Z die oben angegebenen Bedeutungen haben.

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft die Verwendung von Tetramsäurederivaten zur Bekämpfung von Insekten aus der Ordnung der Käfer (Coleoptera), Thrips (Thysanoptera), Wanzen (Hemiptera), Fliegen (Diptera), und Zikaden (Auchenorrhynchae).

Die Tetramsäurederivate sind bekannt aus EP-A-456 063, EP-A-521 334, EP-A-596 298, EP-A-613 884, WO 95/01 997, WO 95/26 954, WO 95/20 572, EP-A-0 668 267, WO 96/25 395, WO 96/35 664, WO 97/01 535, WO 97/02 243, WO 97/36 868, WO 97/43 275, WO 98/05638, WO 98/06721, WO 98/25928, WO 99/16748, WO 99/24437, WO 99/43649, WO 99/48869 und WO 99/55673, WO 01/09092, WO 01/17972, WO 01/23354, WO 01/74770, WO 03/013249, WO 2004/007 448, WO 2004/024 688, WO 04/065 366, WO 04/080 962, WO 04/111 042, WO 05/044 791, WO 05/044 796, WO 05/048 710, WO 05/049 596, WO 05/066 125, WO 05/092 897, WO 06/000 355.

Die Insektizide Wirkung einiger dieser Verbindungen gegen Insekten aus der Unterordnung der Sternorhyncha sind bekannt (DE-A-05003076). Auch die Wirkung gegen den Meerrettich-Blattkäfer Phaedon cochlearie an Kohl wurde beschrieben. Weiterhin beschrieben ist die Wirkung gegen die grüne Reiszikade Nephotettix cinticeps in Reis.

Überraschenderweise wird nun gefunden, dass Tetramsäurederivate auch gut zur Bekämpfung weiterer tierischer Schädlinge aus den Unterordnungen der Heteroptera, Terebrantia und Cyclorrapha geeignet sind.

Weiterhin wird gefunden, dass Tetramsäurederivate auch gegen Zwergzikaden (Cicadellidae) in dikotylen Kulturen wie Gemüse, Baumwolle, Kartoffeln und überraschend auch in mehrjährigen Kulturen wie in tropischen Früchten, Coniferen, Wein, Tee und Zierpflanzen eine sehr gute Wirkung zeigen.

Außerdem wird gefunden, dass Tetramsäurederivate auch gegen Rüsselkäfer (Curculionidae) und Blattkäfer (Chrysomelidae) in weiteren einjährigen Kulturen wie Kartoffeln, Tabak, Melonen, Rüben, Raps, Getreide, Fruchtgemüse, Knollengemüse, Blattgemüse, Wurzelgemüse, Stängelgemüse, Zwiebelgemüse, Blütenstände als Gemüse und überraschend auch in mehrjährigen Kulturen wie beispielsweise Zitrus, Kern- und Steinobst, Nüssen, Mandeln, Beerenfrüchten, Wein und Hopfen sowie tropischen Kulturen, Zierpflanzen, Baumwolle und Gewürzen eine gute Wirkung zeigen.

Die vorliegende Erfindung betrifft demnach die Verwendung von Tetramsäurederivaten zur Bekämpfung von Insekten aus den Familien a) der Stinkwanzen (Pentatomidae), Weichwanzen (Miridae), Thripse (Thripidae), Minierfliegen (Agromyzidae) und Blumenfliegen (Anthomyiidae) in ein- und mehrjährigen sowie tropischen Kulturen sowie b) zur Bekämpfung von Schädlingen aus der Familie der Zwergzikaden (Cicadellidae) in dikotylen Kulturen, sowie ein- und mehrjährigen Kulturen und in tropischen Kulturen und c) zur Bekämpfung von Insekten aus den Familien der Blattkäfer (Chrysomelidae) und Rüsselkäfer (Curculionidae) in einjährigen Kulturen wie Kartoffeln, Tabak, Melonen, Rüben, Raps, Getreide, Fruchtgemüse, Knollengemüse, Blattgemüse, Wurzelgemüse, Stängelgemüse, Zwiebelgemüse, Blütenstände als Gemüse und überraschend auch in mehrjährigen Kulturen wie beispielsweise Zitrus, Kern- und Steinobst, Nüssen, Mandeln, Beerenfrüchten, Wein und Hopfen sowie tropischen Kulturen, Zierpflanzen, Baumwolle und Gewürzen.

Die nur allgemein beschriebenen zu schützenden Kulturen sind im Folgenden differenziert und näher spezifiziert. So versteht man hinsichtlich der Anwendung unter Gemüse z.B. Fruchtgemüse und Blütenstände als Gemüse, beispielsweise Paprika, Peperoni, Tomaten, Auberginen, Gurken, Kürbisse, Zucchini, Ackerbohnen, Stangenbohnen, Buschbohnen, Erbsen, Artischocken, Mais;

aber auch Blattgemüse, beispielsweise Kopfsalat, Chicoreé, Endivien, Kressen, Rauken, Feldsalat, Eisbergsalat, Lauch, Spinat, Mangold;

weiterhin Knollen-, Wurzel- und Stengelgemüse, beispielsweise Sellerie, Rote Beete, Möhren, Radieschen, Meerrettich, Schwarzwurzeln, Spargel, Speiserüben, Palmsprossen, Bambussprossen, außerdem Zwiebelgemüse, beispielsweise Zwiebeln, Lauch, Fenchel, Knoblauch;

ferner Kohlgemüse, wie Blumenkohl, Broccoli, Kohlrabi, Rotkohl, Weißkohl, Grünkohl, Wirsing, Rosenkohl, Chinakohl.

So versteht man hinsichtlich der Anwendung in Getreidekulturen beispielsweise Weizen, Gerste, Roggen, Hafer, Triticale aber auch Mais, Hirse und Reis;

hinsichtlich der Anwendung versteht man unter Obst oder mehrjährigen Kulturen Zitrus, wie beispielsweise Orangen, Grapefruits, Mandarinen, Zitronen, Limetten, Bitterorangen, Kumquats, Satsumas;

aber auch Kernobst, wie beispielsweise Äpfel, Birnen und Quitten und Steinobst, wie beispielsweise Pfirsiche, Nektarinen, Kirschen, Pflaumen, Zwetschgen, Aprikosen;

weiterhin Wein, Hopfen, Oliven, Tee und tropische Kulturen, wie beispielsweise Mangos, Papayas, Feigen, Ananas, Datteln, Bananen, Durians (Stinkfrüchte), Kakis, Kokosnüsse, Kakao, Kaffee, Avocados, Litschies, Maracujas, Guaven,

außerdem Mandeln und Nüsse wie beispielsweise Haselnüsse, Walnüsse, Pistazien, Cashewnüsse, Paranüsse, Pekannüsse, Butternüsse, Kastanien, Hickorynüsse, Macadamiannüsse, Erdnüsse,

darüber hinaus auch Beerenfrüchte wie beispielsweise Johannisbeeren, Stachelbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren, Erdbeeren, Preiselbeeren, Kiwis, Cranberries.

Hinsichtlich der Anwendung versteht man unter Zierpflanzen ein- und mehrjährige Pflanzen, z.B. Schnittblumen wie beispielsweise Rosen, Nelken, Gerbera, Lilien, Margeriten, Chrysanthemen, Tulpen, Narzissen, Anemonen, Mohn, Amyrillis, Dahlien, Azaleen, Malven,

aber auch z.B. Beetpflanzen, Topfpflanzen und Stauden, wie beispielsweise Rosen, Tagetes, Stiefmütterchen, Geranien, Fuchsien, Hibiscus, Chrysanthemen, Fleißige Lieschen, Alpenveilchen, Ursambaraveilchen, Sonnenblumen, Begonien,

ferner z.B. Sträucher und Koniferen wie beispielsweise Ficus, Rhododendron, Fichten, Tannen, Kiefern, Eiben, Wacholder, Pinien, Oleander.

Hinsichtlich der Anwendung versteht man unter Gewürzen ein- und mehrjährige Pflanzen wie beispielsweise Anis, Chilli, Paprika, Pfeffer, Vanille, Majoran, Thymian, Gewürznelken, Wacholderbeeren, Zimt, Estragon, Koryander, Safran, Ingwer.

Bei den Tetramsäurederivaten handelt es sich um Verbindungen der Formel (I)

in welcher

X für Halogen, Alkyl, Alkoxy, Halogenalkyl, Halogenalkoxy oder Cyano steht,

W, Y und Z unabhängig voneinander für Wasserstoff, Halogen, Alkyl, Alkoxy, Halogenalkyl, Halogenalkoxy oder Cyano stehen,

A für Wasserstoff, jeweils gegebenenfalls durch Halogen substituiertes Alkyl, Alkoxyalkyl, gesättigtes, gegebenenfalls substituiertes Cycloalkyl steht, in welchem gegebenenfalls mindestens ein Ringatom durch ein Heteroatom ersetzt ist,

B für Wasserstoff oder Alkyl steht,

oder

A und B gemeinsam mit dem Kohlenstoffatom an das sie gebunden sind, für einen gesättigten oder ungesättigten, gegebenenfalls mindestens ein Heteroatom enthaltenden unsubstituierten oder substituierten Cyclus stehen,

G für Wasserstoff (a) oder für eine der Gruppen
steht,

worin

E für ein Metallion oder ein Ammoniumion steht,

L für Sauerstoff oder Schwefel steht,

M für Sauerstoff oder Schwefel steht,

R1 für jeweils gegebenenfalls durch Halogen substituiertes Alkyl, Alkenyl, Alkoxyalkyl, Alkylthioalkyl, Polyalkoxyalkyl oder gegebenenfalls durch Halogen, Alkyl oder Alkoxy substituiertes Cycloalkyl, das durch mindestens ein Heteroatom unterbrochen sein kann, jeweils gegebenenfalls substituiertes Phenyl, Phenylalkyl, Hetaryl, Phenoxyalkyl oder Hetaryloxyalkyl steht,

R2 für jeweils gegebenenfalls durch Halogen substituiertes Alkyl, Alkenyl, Alkoxyalkyl, Polyalkoxyalkyl oder für jeweils gegebenenfalls substituiertes Cycloalkyl, Phenyl oder Benzyl steht,

R3 für gegebenenfalls durch Halogen substituiertes Alkyl oder gegebenenfalls substituiertes Phenyl steht,

R4 und R5 unabhängig voneinander für jeweils gegebenenfalls durch Halogen substituiertes Alkyl, Alkoxy, Alkylamino, Dialkylamino, Alkylthio, Alkenylthio, Cycloalkylthio oder für jeweils gegebenenfalls substituiertes Phenyl, Benzyl, Phenoxy oder Phenylthio stehen und

R6 und R7 unabhängig voneinander für Wasserstoff, jeweils gegebenenfalls durch Halogen substituiertes Alkyl, Cycloalkyl, Alkenyl, Alkoxy, Alkoxyalkyl, für gegebenenfalls substituiertes Phenyl, für gegebenenfalls substituiertes Benzyl oder gemeinsam mit dem N-Atom, an das sie gebunden sind, für einen gegebenenfalls durch Sauerstoff oder Schwefel unterbrochenen gegebenenfalls substituierten Ring stehen

in Form ihrer Isomerengemische oder reinen Isomeren.

Bevorzugt einsetzbar sind Tetramsäurederivate der oben genannten Formel (I), in welcher die Reste die folgende Bedeutung haben:

W steht bevorzugt für Wasserstoff, C1-C4-Alkyl, C1-C4-Alkoxy, Chlor, Brom oder Fluor,

X steht bevorzugt für C1-C4-Alkyl, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Halogenalkyl, Fluor, Chlor oder Brom,

Y und Z stehen unabhängig voneinander bevorzugt für Wasserstoff, C1-C4-Alkyl, Halogen, C1-C4-Alkoxy oder C1-C4-Halogenalkyl,

A steht bevorzugt für Wasserstoff oder jeweils gegebenenfalls durch Halogen substituiertes C1-C6-Alkyl oder C3-C8-Cycloalkyl,

B steht bevorzugt für Wasserstoff, Methyl oder Ethyl,

A, B und das Kohlenstoffatom an das sie gebunden sind, stehen bevorzugt für gesättigtes C3-C6-Cycloalkyl, worin gegebenenfalls ein Ringglied durch Sauerstoff oder Schwefel ersetzt ist und welches gegebenenfalls einfach oder zweifach durch C1-C4-Alkyl, Trifluormethyl oder C1-C4-Alkoxy substituiert ist,

G steht bevorzugt für Wasserstoff (a) oder für eine der Gruppen

in welchen

E für ein Metallion oder ein Ammoniumion steht,

L für Sauerstoff oder Schwefel steht und

M für Sauerstoff oder Schwefel steht,

R1 steht bevorzugt für jeweils gegebenenfalls durch Halogen substituiertes C1-C10-Alkyl, C2-C10-Alkenyl, C1-C4-Alkoxy-C1-C4-alkyl, C1-C4-Alkylthio-C1-C4-alkyl oder gegebenenfalls durch Fluor, Chlor, C1-C4-Alkyl oder C1-C2-Alkoxy substituiertes C3-C6-Cycloalkyl,

für gegebenenfalls durch Fluor, Chlor, Brom, Cyano, Nitro, C1-C4-Alkyl, C1-C4-Alkoxy, Trifluormethyl oder Trifluormethoxy substituiertes Phenyl,

für jeweils gegebenenfalls durch Chlor oder Methyl substituiertes Pyridyl oder Thienyl,

R2 steht bevorzugt für jeweils gegebenenfalls durch Fluor oder Chlor substituiertes C1-C10-Alkyl, C2-C10-Alkenyl, C1-C4-Alkoxy-C2-C4-alkyl,

für gegebenenfalls durch Methyl oder Methoxy substituiertes C5-C6-Cycloalkyl oder

für jeweils gegebenenfalls durch Fluor, Chlor, Brom, Cyano, Nitro, C1-C4-Alkyl, C1-C4-Alkoxy, Trifluormethyl oder Trifluormethoxy substituiertes Phenyl oder Benzyl,

R3 steht bevorzugt für gegebenenfalls durch Fluor substituiertes C1-C4-Alkyl oder für gegebenenfalls durch Fluor, Chlor, Brom, C1-C4-Alkyl, C1-C4-Alkoxy, Trifluormethyl, Trifluormethoxy, Cyano oder Nitro substituiertes Phenyl,

R4 steht bevorzugt für jeweils gegebenenfalls durch Fluor oder Chlor substituiertes C1-C4-Alkyl, C1-C4-Alkoxy, C1-C4-Alkylamino, C1-C4-Alkylthio oder für jeweils gegebenenfalls durch Fluor, Chlor, Brom, Nitro, Cyano, C1-C4-Alkoxy, Trifluormethoxy, C1-C4-Alkylthio, C1-C4-Halogenalkylthio, C1-C4-Alkyl oder Trifluormethyl substituiertes Phenyl, Phenoxy oder Phenylthio,

R5 steht bevorzugt für C1-C4-Alkoxy oder C1-C4-Thioalkyl,

R6 steht bevorzugt für C1-C6-Alkyl, C3-C6-Cycloalkyl, C1-C6-Alkoxy, C3-C6-Alkenyl oder C1-C4-Alkoxy-C1-C4-alkyl,

R7 steht bevorzugt für C1-C6-Alkyl, C3-C6-Alkenyl oder C1-C4-Alkoxy-C1-C4-alkyl,

R6 und R7 stehen zusammen bevorzugt für einen gegebenenfalls durch Methyl oder Ethyl substituierten C3-C6-Alkylenrest, in welchem gegebenenfalls ein Kohlenstoffatom durch Sauerstoff oder Schwefel ersetzt ist

in Form ihrer Isomerengemische oder reinen Isomeren.

Besonders bevorzugt einsetzbar sind Tetramsäurederivate der oben genannten Formel (I), in welcher die Reste die folgende Bedeutung haben:

W steht besonders bevorzugt für Wasserstoff, Methyl, Ethyl, Chlor, Brom oder Methoxy,

X steht besonders bevorzugt für Chlor, Brom, Methyl, Ethyl, Propyl, i-Propyl, Methoxy, Ethoxy oder Trifluormethyl,

Y und Z stehen besonders bevorzugt unabhängig voneinander für Wasserstoff, Fluor, Chlor, Brom, Methyl, Ethyl, Propyl, i-Propyl, Trifluormethyl oder Methoxy,

A steht besonders bevorzugt für Methyl, Ethyl, Propyl, i-Propyl, Butyl, i-Butyl, sec.-Butyl, tert.-Butyl, Cyclopropyl, Cyclopentyl oder Cyclohexyl,

B steht besonders bevorzugt für Wasserstoff, Methyl oder Ethyl,

oder

A, B und das Kohlenstoffatom an das sie gebunden sind, stehen besonders bevorzugt für gesättigtes C6-Cycloalkyl, worin gegebenenfalls ein Ringglied durch Sauerstoff ersetzt ist und welches gegebenenfalls einfach durch Methyl, Ethyl, Trifluormethyl, Methoxy, Ethoxy, Propoxy oder Butoxy substituiert ist,

G steht besonders bevorzugt für Wasserstoff (a) oder für eine der Gruppen

in welchen

M für Sauerstoff oder Schwefel steht,

R1 steht besonders bevorzugt für C1-C8-Alkyl, C2-C4-Alkenyl, Methoxymethyl, Ethoxymethyl, Ethylthiomethyl, Cyclopropyl, Cyclopentyl oder Cyclohexyl,

für gegebenenfalls einfach bis zweifach durch Fluor, Chlor, Brom, Cyano, Nitro, Methyl, Ethyl, Methoxy, Trifluormethyl oder Trifluormethoxy substituiertes Phenyl,

für jeweils gegebenenfalls durch Chlor oder Methyl substituiertes Pyridyl oder Thienyl,

R2 steht besonders bevorzugt für C1-C8-Alkyl, C2-C4-Alkenyl, Methoxyethyl, Ethoxyethyl oder für Phenyl oder Benzyl,

R6 und R7 stehen unabhängig voneinander besonders bevorzugt für Methyl, Ethyl oder zusammen für einen C5-Alkylenrest, in welchem die C3-Methylengruppe durch Sauerstoff ersetzt ist

in Form ihrer Isomerengemische oder reinen Isomeren.

Ganz besonders bevorzugt einsetzbar sind Tetramsäurederivate der oben genannten Formel (I), in welcher die Reste die folgende Bedeutung haben:

W steht ganz besonders bevorzugt für Wasserstoff oder Methyl,

X steht ganz besonders bevorzugt für Chlor, Brom oder Methyl,

Y und Z stehen ganz besonders bevorzugt unabhängig voneinander für Wasserstoff, Chlor, Brom oder Methyl,

A, B und das Kohlenstoffatom an das sie gebunden sind, stehen ganz besonders bevorzugt für gesättigtes C6-Cycloalkyl, in welchem gegebenenfalls ein Ringglied durch Sauerstoff ersetzt ist und welches gegebenenfalls einfach durch Methyl, Trifluormethyl, Methoxy, Ethoxy, Propoxy oder Butoxy substituiert ist,

G steht ganz besonders bevorzugt für Wasserstoff (a) oder für eine der Gruppen

in welchen

M für Sauerstoff oder Schwefel steht,

R1 steht ganz besonders bevorzugt für C1-C8-Alkyl, C2-C4-Alkenyl, Methoxymethyl, Ethoxymethyl, Ethylthiomethyl, Cyclopropyl, Cyclopentyl, Cyclohexyl oder

für gegebenenfalls einfach durch Fluor, Chlor, Brom, Methyl, Methoxy, Trifluormethyl, Trifluormethoxy, Cyano oder Nitro substituiertes Phenyl,

für jeweils gegebenenfalls durch Chlor oder Methyl substituiertes Pyridyl oder Thienyl,

R2 steht ganz besonders bevorzugt für C1-C8-Alkyl, C2-C4-Alkenyl, Methoxyethyl, Ethoxyethyl, Phenyl oder Benzyl,

R6 und R7 stehen unabhängig voneinander ganz besonders bevorzugt für Methyl, Ethyl oder zusammen für einen C5-Alkylenrest, in welchem die C3-Methylengruppe durch Sauerstoff ersetzt ist

in Form ihrer Isomerengemische oder reinen Isomeren.

Insbesondere bevorzugt einsetzbar sind Tetramsäurederivate der oben genannten Formel (I), in welcher die Reste die folgende Bedeutung haben:

in Form ihrer cis/trans-Isomerengemische oder ihrer reinen cis-Isomeren.

Hervorgehoben ist das cis-Isomere der Formel (I-4)

Die Verbindungen der Formel (I) sind bekannte Verbindungen, deren Herstellung in den Patenten/Patentanmeldungen, die auf Seite 1 zitiert sind, beschrieben sind (siehe vor allem WO 97/01 535, WO 97/36 868, WO 98/05 638).

Bevorzugt sind aus der Familie der Stinkwanzen (Pentatomidae): Antestiopsis spp., Dichelops spp., Eurygaster spp., Euschistus spp., Nezara spp., Obealus spp., Piezodorus spp. und Scothinophora spp. in Kulturen wie z.B. Obst, Gemüse, Rüben, Getreide, Reis, Mais und Soja.

Bevorzugt sind aus der Familie der Weichwanzen (Miridae): Collaria spp., Calocoris spp., Heliopeltis spp., Horcias spp., Lygus spp. und Psallus spp. in Kulturen wie z.B. Obst, Nüssen, Kartoffel, Gemüse, in tropischen Kulturen, Baumwolle, Zierpflanzen, Tee, Beerenfrüchte und Soja.

Bevorzugt sind aus der Familie der Thripse (Thripidae): Anaphothrips spp., Baliothrips spp., Caliothrips spp., Frankliniella spp., Heliothrips spp., Hercinothrips spp., Rhipiphorothrips spp., Scirtothrips spp., Selenothrips spp. und Thrips spp., in Kulturen wie z.B. Obst, Baumwolle, Wein, spp., Oscinella spp., Pegomyia spp. in Kulturen wie z.B. Gemüse, Melonen, Getreide, Mais, Kartoffeln, Rüben, Nüssen, Zierpflanzen.

Bevorzugt sind aus der Familie der Zwergzikaden (Cicadellidae); Circulifer spp., Dalbus spp., Empoasca spp., Erythroneura spp., Homalodisca spp., Iodioscopus spp., Oncometopia spp., in Kulturen wie z.B. Zitrus, Obst, Wein, Kartoffeln, Gemüse, Zierpflanzen, Coniferen, Melonen, Baumwolle, Beerenfrüchte, Tee, Nüssen und tropischen Kulturen.

Weiterhin bevorzugt sind aus der Familie der Rüsselkäfer (Curculionidae): Anthonomus spp., Apion spp., Bothynoderes spp., Ceutorhynchus spp., Cleonus spp., Contrachelus spp., Cosmopolites spp., Curculio spp., Hypera spp., Lissorphoptrus spp., Lixus spp., Premnotrypes spp., Sternechus spp., Tanymecus spp. in Kulturen wie z.B. Gemüse, Kartoffeln, Obst, Zierpflanzen, Baumwolle, Raps, Rüben, Soja und Nüsse.

Außerdem bevorzugt sind aus der Familie der Blattkäfer (Chrysomelidae): Aulacophora spp. in Melonen, Gemüse, Kartoffeln, Rüben, Raps, Zierpflanzen, Beeren früchte, Cassida spp. in Rüben, Lema spp. in Getreide, Reis, Leptinotarsa spp. in Kartoffeln, Gemüse, Haltica spp. in Wein.

Erfindungsgemäß können alle Pflanzen und Pflanzenteile behandelt werden. Unter Pflanzen werden hierbei alle Pflanzen und Pflanzenpopulationen verstanden, wie erwünschte und unerwünschte Wildpflanzen oder Kulturpflanzen (einschließlich natürlich vorkommender Kulturpflanzen). Kulturpflanzen können Pflanzen sein, die durch konventionelle Züchtungs- und Optimierungsmethoden oder durch biotechnologische und gentechnologische Methoden oder Kombinationen dieser Methoden erhalten werden können, einschließlich der transgenen Pflanzen und einschließlich der durch Sortenschutzrechte schützbaren oder nicht schützbaren Pflanzensorten. Unter Pflanzenteilen sollen alle oberirdischen und unterirdischen Teile und Organe der Pflanzen, wie Sproß, Blatt, Blüte und Wurzel verstanden werden, wobei beispielhaft Blätter, Nadeln, Stengel, Stämme, Blüten, Fruchtkörper, Früchte und Samen sowie Wurzeln, Knollen und Rhizome aufgeführt werden. Zu den Pflanzenteilen gehört auch Erntegut sowie vegetatives und generatives Vermehrungsmaterial, beispielsweise Stecklinge, Knollen, Rhizome, Ableger und Samen.

Die erfindungsgemäße Behandlung der Pflanzen und Pflanzenteile mit dem Wirkstoff erfolgt direkt oder durch Einwirkung auf deren Umgebung, Lebensraum oder Lagerraum nach den üblichen Behandlungsmethoden, z.B. durch Tauchen, Sprühen, Verdampfen, Vernebeln, Streuen, Aufstreichen, Injezieren und bei Vermehrungsmaterial, insbesondere bei Samen, weiterhin durch ein- oder mehrschichtiges Umhüllen.

Wie bereits oben erwähnt, können erfindungsgemäß alle Pflanzen und deren Teile behandelt werden. In einer bevorzugten Ausführungsform werden wild vorkommende oder durch konventionelle biologische Zuchtmethoden, wie Kreuzung oder Protoplastenfusion erhaltenen Pflanzenarten und Pflanzensorten sowie deren Teile behandelt. In einer weiteren bevorzugten Ausführungsform werden transgene Pflanzen und Pflanzensorten, die durch gentechnologische Methoden gegebenenfalls in Kombination mit konventionellen Methoden erhalten wird (Genetic Modified Organisms) und deren Teile behandelt. Der Begriff "Teile" bzw. "Teile von Pflanzen" oder "Pflanzenteile" wird oben erläutert.

Besonders bevorzugt werden erfindungsgemäß Pflanzen der jeweils handelsüblichen oder in Gebrauch befindlichen Pflanzensorten behandelt. Unter Pflanzensorten versteht man Pflanzen mit neuen Eigenschaften ("Traits"), die sowohl durch konventionelle Züchtung, durch Mutagenese oder durch rekombinante DNA-Techniken gezüchtet worden sind. Dies können Sorten, Bio- und Genotypen sein.

Je nach Pflanzenarten bzw. Pflanzensorten, deren Standort und Wachstumsbedingungen (Böden, Klima, Vegetationsperiode, Ernährung) können durch die erfindungsgemäße Behandlung auch überadditive ("synergistische") Effekte auftreten. So sind beispielsweise erniedrigte Aufwandmengen und/oder Erweiterungen des Wirkungsspektrums und/oder eine Verstärkung der Wirkung der erfindungsgemäß verwendbaren Stoffe und Mittel, besseres Pflanzenwachstum, erhöhte Toleranz gegenüber hohen oder niedrigen Temperaturen, erhöhte Toleranz gegen Trockenheit oder gegen Wasser- bzw. Bodensalzgehalt, erhöhte Blühleistung, erleichterte Ernte, Beschleunigung der Reife, höhere Ernteerträge, höhere Qualität und/oder höherer Ernährungswert der Ernteprodukte, höhere Lagerfähigkeit und/oder Bearbeitbarkeit der Ernteprodukte möglich, die über die eigentlich zu erwartenden Effekte hinausgehen.

Zu den bevorzugten erfindungsgemäß zu behandelnden transgenen (gentechnologisch erhaltenen) Pflanzen bzw. Pflanzensorten gehören alle Pflanzen, die durch die gentechnologische Modifikation genetisches Material erhielten, welches diesen Pflanzen besondere vorteilhafte wertvolle Eigenschaften ("Traits") verleiht. Beispiele für solche Eigenschaften sind besseres Pflanzenwachstum, erhöhte Toleranz gegenüber hohen oder niedrigen Temperaturen, erhöhte Toleranz gegen Trockenheit oder gegen Wasser- bzw. Bodensalzgehalt, erhöhte Blühleistung, erleichterte Ernte, Beschleunigung der Reife, höhere Ernteerträge, höhere Qualität und/oder höherer Ernährungswert der Ernteprodukte, höhere Lagerfähigkeit und/oder Bearbeitbarkeit der Ernteprodukte. Weitere und besonders hervorgehobene Beispiele für solche Eigenschaften sind eine erhöhte Abwehr der Pflanzen gegen tierische und mikrobielle Schädlinge, wie gegenüber Insekten, Milben, pflanzenpathogenen Pilzen, Bakterien und/oder Viren sowie eine erhöhte Toleranz der Pflanzen gegen bestimmte herbizide Wirkstoffe. Als Beispiele transgener Pflanzen werden die wichtigen Kulturpflanzen, wie Getreide (Weizen, Reis), Mais, Soja, Kartoffel, Baumwolle, Tabak, Raps sowie Obstpflanzen (mit den Früchten Äpfel, Birnen, Zitrusfrüchten und Weintrauben) erwähnt, wobei Mais, Soja, Kartoffel, Baumwolle, Tabak und Raps besonders hervorgehoben werden. Als Eigenschaften ("Traits") werden besonders hervorgehoben die erhöhte Abwehr der Pflanzen gegen Insekten, Spinnentiere, Nematoden und Schnecken durch in den Pflanzen entstehende Toxine, insbesondere solche, die durch das genetische Material aus Bacillus Thuringiensis (z.B. durch die Gene CryIA(a), CryIA(b), CryIA(c), CryIIA, CryIIIA, CryIIIB2, Cry9c Cry2Ab, Cry3Bb und CryIF sowie deren Kombinationen) in den Pflanzen erzeugt werden (im folgenden "Bt Pflanzen"). Als Eigenschaften ("Traits") werden auch besonders hervorgehoben die erhöhte Abwehr von Pflanzen gegen Pilze, Bakterien und Viren durch Systemische Akquirierte Resistenz (SAR), Systemin, Phytoalexine, Elicitoren sowie Resistenzgene und entsprechend exprimierte Proteine und Toxine. Als Eigenschaften ("Traits") werden weiterhin besonders hervorgehoben die erhöhte Toleranz der Pflanzen gegenüber bestimmten herbiziden Wirkstoffen, beispielsweise Imidazolinonen, Sulfonylharnstoffen, Glyphosate oder Phosphinotricin (z.B. "PAT"-Gen). Die jeweils die gewünschten Eigenschaften ("Traits") verleihenden Gene können auch in Kombinationen miteinander in den transgenen Pflanzen vorkommen. Als Beispiele für "Bt Pflanzen" seien Maissorten, Baumwollsorten, Sojasorten und Kartoffelsorten genannt, die unter den Handelsbezeichnungen YIELD GARD® (z.B. Mais, Baumwolle, Soja), KnockOut® (z.B. Mais), StarLink® (z.B. Mais), Bollgard® (Baumwolle), Nucotn® (Baumwolle) und NewLeaf® (Kartoffel) vertrieben werden. Als Beispiele für Herbizid tolerante Pflanzen seien Maissorten, Baumwollsorten und Sojasorten genannt, die unter den Handelsbezeichnungen Roundup Ready® (Toleranz gegen Glyphosate z.B. Mais, Baumwolle, Soja), Liberty Link® (Toleranz gegen Phosphinotricin, z.B. Raps), IMI® (Toleranz gegen Imidazolinone) und STS® (Toleranz gegen Sulfonylharnstoffe z.B. Mais) vertrieben werden. Als Herbizid resistente (konventionell auf Herbizid-Toleranz gezüchtete) Pflanzen seien auch die unter der Bezeichnung Clearfield® vertriebenen Sorten (z.B. Mais) erwähnt. Selbstverständlich gelten diese Aussagen auch für in der Zukunft entwickelte bzw. zukünftig auf den Markt kommende Pflanzensorten mit diesen oder zukünftig entwickelten genetischen Eigenschaften ("Traits").

Der Wirkstoff der Formel (I) kann in die üblichen Formulierungen überführt werden, wie Lösungen, Emulsionen, Spritzpulver, Suspensionen, Pulver, Stäubemittel, Pasten, lösliche Pulver, Granulate, Suspensions-Emulsions-Konzentrate, Wirkstoff-imprägnierte Natur- und synthetische Stoffe sowie Feinstverkapselungen in polymeren Stoffen.

Diese Formulierungen werden in bekannter Weise hergestellt, z.B. durch Vermischen des Wirkstoffs mit Streckmitteln, also flüssigen Lösungsmitteln und/oder festen Trägerstoffen, gegebenenfalls unter Verwendung von oberflächenaktiven Mitteln, also Emulgiermitteln und/oder Dispergiermitteln und/oder schaumerzeugenden Mitteln.

Als Streckmittel eignen sich z.B. Wasser, polare und unpolare organische chemische Flüssigkeiten z.B. aus den Klassen der aromatischen und nichtaromatischen Kohlenwasserstoffe (wie Paraffine, Alkylbenzole, Alkylnaphthaline, Chlorbenzole), der Alkohole und Polyole (die ggf. auch substituiert, verethert und/oder verestert sein können), der Ketone (wie Aceton, Cyclohexanon), Ester (auch Fette und Öle) und (poly-)Ether, der einfachen und substituierten Amine, Amide, Lactame (wie N-Alkylpyrrolidone) und Lactone, der Sulfone und Sulfoxide (wie Dimethylsysulfoxid).

Im Falle der Benutzung von Wasser als Streckmittel können z.B. auch organische Lösungsmittel als Hilfslösungsmittel verwendet werden. Als flüssige Lösungsmittel kommen im wesentlichen in Frage: Aromaten, wie Xylol, Toluol, oder Alkylnaphthaline, chlorierte Aromaten und chlorierte aliphatische Kohlenwasserstoffe, wie Chlorbenzole, Chlorethylene oder Methylenchlorid, aliphatische Kohlenwasserstoffe, wie Cyclohexan oder Paraffine, z.B. Erdölfraktionen, mineralische und pflanzliche Öle, Alkohole, wie Butanol oder Glykol sowie deren Ether und Ester, Ketone wie Aceton, Methylethylketon, Methylisobutylketon oder Cyclohexanon, stark polare Lösungsmittel, wie Dimethylformamid und Dimethylsulfoxid, sowie Wasser.

Als feste Trägerstoffe kommen in Frage:

z.B. Ammoniumsalze und natürliche Gesteinsmehle, wie Kaoline, Tonerden, Talkum, Kreide, Quarz, Attapulgit, Montmorillonit oder Diatomeenerde und synthetische Gesteinsmehle, wie hochdisperse Kieselsäure, Aluminiumoxid und Silikate, als feste Trägerstoffe für Granulate kommen in Frage: z.B. gebrochene und fraktionierte natürliche Gesteine wie Calcit, Marmor, Bims, Sepiolith, Dolomit sowie synthetische Granulate aus anorganischen und organischen Mehlen sowie Granulate aus organischem Material wie Sägemehl, Kokosnussschalen, Maiskolben und Tabakstengeln; als Emulgier- und/oder schaumerzeugende Mittel kommen in Frage: z.B. nichtionogene und anionische Emulgatoren, wie Polyoxyethylen-Fettsäure-Ester, Polyoxyethylen-Fettalkohol-Ether, z.B. Alkylaryl-polyglykolether, Alkylsulfonate, Alkylsulfate, Arylsulfonate sowie Eiweißhydrolysate; als Dispergiermittel kommen in Frage: z.B. Lignin-Sulfitablaugen und Methylcellulose.

Es können in den Formulierungen Haftmittel wie Carboxymethylcellulose, natürliche und synthetische pulvrige, körnige oder latexförmige Polymere verwendet werden, wie Gummiarabicum, Polyvinylalkohol, Polyvinylacetat, sowie natürliche Phospholipide, wie Kephaline und Lecithine und synthetische Phospholipide. Weitere Additive können mineralische und vegetabile Öle sein.

Es können Farbstoffe wie anorganische Pigmente, z.B. Eisenoxid, Titanoxid, Ferrocyanblau und organische Farbstoffe, wie Alizarin-, Azo- und Metallphthalocyaninfarbstoffe und Spurennährstoffe wie Salze von Eisen, Mangan, Bor, Kupfer, Kobalt, Molybdän und Zink verwendet werden.

Die Formulierungen enthalten im allgemeinen zwischen 0,1 und 95 Gew.-% Wirkstoff, vorzugsweise zwischen 0,5 und 90 % und daneben bevorzugt Streckmittel und/oder oberflächenaktive Mittel.

Der Wirkstoffgehalt der aus den handelsüblichen Formulierungen bereiteten Anwendungsformen kann in weiten Bereichen variieren. Die Wirkstoffkonzentration der Anwendungsformen kann von 0,0000001 bis zu 95 Gew.-% Wirkstoff, vorzugsweise zwischen 0,0001 und 1 Gew.-% liegen.

Die Anwendung geschieht in einer den Anwendungsformen angepassten üblichen Weise.

Anwendungsbeispiele Weichwanzen (Miridae)

Ganz besonders bevorzugt ist die Bekämpfung folgender Arten aus der Familie der Weichwanzen (Miridae):

Lygus lineolaris in Möhren, Knollen-, Wurzel- und Stängelgemüse wie z.B. Spargel, Fruchtgemüse wie z.B. Paprika, Tomaten, Gurken; Kartoffeln, Baumwolle, Kohlgemüse, Kernobst, Beerenfrüchte wie z.B. Erdbeeren; Soja, Tee

Beispiel 1

Ca. 4 m2 große Parzellen mit Teepflanzen der Sorte „Yabukita" werden in 3 Replikationen gegen Lygus spinolai behandelt. Dabei wird der Wirkstoff Beispiel (I-4) (150 OD) in der angegebenen Aufwandmenge gegen den kommerziellen Standard Admire (10 WP) in der angegebenen Aufwandmenge geprüft. Die Applikation erfolgt mit einer motorgetriebenen Rückenspritze. Dabei wird mit einer Wasseraufwandmenge von 10 000 l/ha behandelt.

Die Auswertung erfolgt 15 und 29 Tage nach der Behandlung, indem man die Abtötung der Nymphen an den Trieben bonitiert.

Thripse (Thripidae)

Weiterhin ganz besonders bevorzugt ist die Bekämpfung folgender Arten aus der Familie der Thripse (Thripidae) in folgenden Kulturen:

Beispiel 2

10 m2 große Parzellen mit Gemüsepaprika der Sorte „Zingaro" werden in drei Replikationen gegen Frankliniella occidentalis behandelt. Die Applikation erfolgt mit einer pressluftbetriebenen Rückenspritze. Dabei werden die Wirkstoffe Beispiel (I-9) (240 SC) und Beispiel (I-4) (240 SC) in einer Tankmischung mit 0,1 % a.i. Rapsölmethylester (500 EW) und der kommerzielle Standard Acrinathrin (075 EW) in den angegebenen Aufwandmengen ausgebracht. Es erfolgen zwei Anwendungen im Abstand von 24 Tagen mit einer Wasseraufwandmenge von 1000 l/ha.

Die Auswertung erfolgt 17 und 21 Tage nach der 1. Behandlung und 4 Tage nach der 2. Behandlung, indem man die Abtötung der Tiere (Nymphen) an den Blüten bonitiert.

Beispiel 3

Ca. 22 m2 große Parzellen mit Zucchini der Sorte „Italiana negra" werden in drei Replikationen gegen Caliothrips phaseoli behandelt. Die Applikation erfolgt mit einer motorbetriebenen Rückenspritze. Dabei wird der Wirkstoff Beispiel (I-4) (240 SC) in einer Tankmischung mit 0,1 % a.i. Rapsölmethylester (500 EW) und der kommerzielle Standard Endosulfan (350 EC) in den angegebenen Aufwandmengen geprüft. Die Wasseraufwandmenge beträgt ca. 510 l/ha.

Die Auswertung erfolgt 8 Tage nach der Behandlung, indem man die Abtötung der Tiere (Nymphen) an 5 Blättern bonitierte.

Beispiel 4

10 m2 große Parzellen mit Auberginen der Sorte „Dumaguete Long Purple" werden in drei Replikationen gegen Thrips palmi behandelt. Die Applikation erfolgt mit einem pressluftbetriebenen Rückengerät. Dabei werden die Wirkstoffe Beispiel (I-4) (240 SC) in einer Tankmischung mit 0,2 % a.i. Rapsölmethylester (240 SC) und der kommerzielle Standard Imidacloprid (100 SL) in den angegebenen Aufwandmengen geprüft. Die Wasseraufwandmenge beträgt 400 l/ha. Es erfolgen drei Applikationen im Abstand von 8 bzw. 7 Tagen.

Die Auswertung erfolgt jeweils 4 Tage nach der 2. Behandlung und 7, 14 und 21 Tage nach der 3. Behandlung, indem man die Abtötung der Nymphen an den Blättern bonitierte.

Beispiel 5

6 m2 große Parzellen mit Auberginen der Sorte „Soraya" werden in drei Replikationen gegen Frankliniella occidentalis behandelt. Die Applikation erfolgt mit einer motorbetriebenen Rückenspritze. Dabei wurden die Wirkstoffe Beispiel (I-4) (240 SC) und Beispiel (I-9) (240 SC) in einer Tankmischung mit 0,1 % a.i. Rapsölmethylester (500 EW) und der kommerzielle Standard Spinosad (480 SC) in den angegebenen Aufwandmengen geprüft. Die Wasseraufwandmenge beträgt 1500 l/ha.

Die Auswertung erfolgt 25, 32 und 39 Tage nach der Behandlung, indem man die Abtötung der gemischten Population an den Blättern bonitierte.

Beispiel 6

15 m2 große Parzellen mit Zwiebeln werden in zwei Replikationen gegen Thrips tabaci behandelt. Die Applikation erfolgt mit einer pressluftbetriebenen Rückenspritze. Dabei werden die Wirkstoffe Beispiel (I-4) in einer Tankmischung mit 0,2 % a.i. Rapsölmethylester (500 EW) und der kommerzielle Standard Dimethoat (380 EC) in der angegebenen Aufwandmenge in einer Tankmischung mit 0,9 % a.i. E-Actipron (900 EC) geprüft. Die Wasseraufwandmenge beträgt 300 l/ha.

Die Auswertung erfolgt 43 und 62 Tage nach der Behandlung, indem man die Abtötung der Population an den Blättern bonitiert.

Beispiel 7

Ca. 16,5 m2 große Parzellen mit Auberginen werden in drei Replikationen gegen Thrips palmi behandelt. Dabei wird der Wirkstoff Beispiel (I-4) und der kommerzielle Standard Imidacloprid (100 SL) mit einer pressluftbetriebenen Rückenspritze in den angegebenen Aufwandmengen appliziert. Die Wasseraufwandmenge beträgt 750 l/ha. Der Spritzbrühe wird im Falle von Beispiel (I-4) 0,2 % a.i. Rapsölmethylester (500 EW) hinzugefügt. Es erfolgen drei Anwendungen im Abstand von 7 und 14 Tagen.

Die Bestimmung der Abtötung in Prozent wird an je 20 Blättern vorgenommen. 7, 13 und 21 Tage nach der zweiten Anwendung erhält man folgende Ergebnisse:

Beispiel 8

Ca. 14 m2 große Parzellen mit Baumwolle werden in vier Replikationen gegen die Frankliniella sp. behandelt. Dabei wird der Wirkstoff Beispiel (I-4) (240 SC) und der kommerzielle Standard Orthene (90 SP) mit einem Aufsattelgerät in den angegebenen Aufwandmengen appliziert. Die Wasseraufwandmenge beträgt 360 l/ha. Der Spritzbrühe mit Beispiel (I-4) wird 0,1 % a.i. Rapsölmethylester (500 EW) hinzugefügt.

Die Bestimmung der Wirkung wird anhand der Saugschäden an den Blättern in einer Skala von 1 bis 6 vorgenommen. Dabei bedeutet 1 keine Schädigung und 6 totale Schädigung. Nach 8 und 14 Tagen erhält man folgende Blattschädigungen:

Beispiel 9

Ca. 10 m2 große Parzellen mit Gurken werden in 3 Replikationen gegen Thrips palmi behandelt. Die Applikation erfolgt mit einer luftdruckgetriebenen Rückenspritze. Dabei wird der Wirkstoff Beispiel (I-4) 240 SC), in einer Tankmischung mit 0,2 % a.i. Rapsölmethylester (500 EW) und der kommerzielle Standards Imidacloprid (100 SL) in den angegebenen Aufwandmengen ausgebracht. Die Anwendung erfolgt mit einer Wasseraufwandmenge von 750 l/ha. Es erfolgen zwei Anwendungen im Abstand von 8 d.

Die Auswertung erfolgt 3, 8, 11 und 15 Tage nach der 1. Behandlung, indem man die Abtötung der Tiere (Nymphen) an den Blättern bonitiert.

Beispiel 10

Ca. 5 m2 Parzellen mit ca. 18 Jahre alten Teepflanzen der Sorte „Yabukita" werden in 3 Replikationen gegen Scirtothrips dorsalis behandelt. Dabei wird der Wirkstoff Beispiel (I-4) (100 OD) gegen die kommerziellen Standards Ethiprole (SC10 flowable) und Imidacloprid (50 WG) in den angegebenen Aufwandmengen geprüft. Die Applikation erfolgt mit einem luftdruckbetriebenen Spritzgerät. Die Wasseraufwandmenge beträgt 4500 l/ha. Die Auswertung erfolgt 7 Tage nach der Behandlung, indem man die Abtötung der Nymphen an den Pflanzen bonitiert.

Beispiel 11

Ca. 26 m2 große Parzellen mit Buschbohnen werden 16 Tage nach dem Auflaufen in vier Replikationen gegen Thrips tabaci behandelt. Die Applikation erfolgt mit einer pressluftbetriebenen Rückenspritze. Dabei werden die Wirkstoffe Beispiel (I-2) (240 SC) (I-4) (240 SC) und Beispiel (I-9) (240 SC) in einer Tankmischung mit 0.1 % a.i. Rapsölmethylester (500 EW) gegen den kommerziellen Standard Profenofos (720 EC) in den angegebenen Aufwandmengen geprüft. Die Wasseraufwandmenge beträgt 1000 l/ha. Es erfolgen zwei Anwendungen im Abstand von 10 Tagen.

Die Auswertung erfolgt 5 und 11 Tage nach der ersten Behandlung, indem man die Abtötung der Nymphen auf den Blättern bonitiert.

Zwergzikaden (Cicadellidae)

Weiterhin ganz besonders bevorzugt ist die Bekämpfung folgender Arten aus der Familie der Zwergzikaden (Cicadellidae) in folgenden Kulturen: Empoasca devastans in Gemüse wie Paprika, Tomaten, Gurken, Kohl z.B. Broccoli, Empoasca fabae Bohnen, Salat, Auberginen, Zucchini, Kürbisse, Sellerie, Erbsen, in Empoasca flavescens Beerenfrüchten, in Melonen z.B. Wassermelonen, Netzmelonen, Empoasca kraemeri Cantaloup-Melonen, in Zierpflanzen wie Rosen, Hibiskus, in Zitrus Empoasca onukui wie Orangen, Mandarinen, Grapefruits sowie in Kartoffeln und in Empoasca biguttula tropischen Kulturen wie z.B. Papayas, Bananen, Baumwolle, Tee, Empoasca vitis Wein, Nüsse wie z.B. Erdnüsse, Pecannüsse, Idioscopus clypealis in Gemüse wie Paprika, Tomaten, Gurken, Bohnen, Kürbis Idioscopus niveosparsus gewächse, Auberginen, Zucchini, Kohl, in Beerenfrüchten, in Idioscopus nitidulus Melonen z.B. Wassermelonen, Netzmelonen, Cantaloup-Melonen, in Zierpflanzen, in tropischen Kulturen wie z.B. Mangos, Bananen Oncometopia fascialis in Melonen sowie in Zierpflanzen wie z.B. Rosen, Hibiskus, Zitrus Oncometopia nigricans wie z.B. Orangen, Nüsse wie Pistazien Erythroneura apicalis in Wein Erythroneura eburnea Erythroneura elegantulus Erythroneura variabilis Homalodisca cougulata in Zitrus wie Orangen, Mandarinen, Zitronen, Grapefruits, Limetten, Kumquats, Wein Circulifer tenellus in Gemüse wie z.B. Kürbisse Dalbus maidis in Gemüse z.B. Buschbohnen

Beispiel 12

10 m2 Parzellen mit Baumwolle werden in drei Replikationen gegen Empoasca biguttula behandelt. Die Applikation erfolgt mit einer pressluftbetriebenen Rückenspritze. Dabei wird der Wirkstoff Beispiel (I-4) (240 SC) in einer Tankmischung mit 0,2 % a.i. Rapsölmethylester (500 EW) gegen die kommerziellen Standards Imidacloprid (SL 100) und Buprofezin (WP50) in den angegebenen Aufwandmengen geprüft. Es erfolgen zwei Anwendungen im Abstand von 7 Tagen. Die Wasseraufwandmenge beträgt 750 l/ha.

Die Auswertung erfolgt 3, 7, 14 und 21 Tage nach der zweiten Behandlung durch Zählen der lebenden Tiere. Anschließend wird der Wirkungsgrad in Prozent nach Henderson und Tilton berechnet.

Beispiel 13

Ca. 10 m2 große Parzellen mit Buschbohnen der Sorte „Carioquinha" werden in drei Replikationen gegen Dalbulus maidis behandelt. Die Applikation erfolgt mit einer pressluftbetriebenen Rückenspritze. Dabei werden die Wirkstoffe Beispiel (I-4) (240 SC) und Beispiel (I-9) (240 SC) in einer Tankmischung mit 0,1 % a.i. Rapsölmethylester (500 EW) und der kommerzielle Standard Imidacloprid (200 SL) in den angegebenen Aufwandmengen ausgebracht. Es erfolgen zwei Anwendungen im Abstand von 7 Tagen mit einer Wasseraufwandmenge von 300 l/ha.

Die Auswertung erfolgt 7 und 11 Tage nach der zweiten Behandlung, indem man die Abtötung der Tiere (Nymphen) an den Blättern bonitiert.

Beispiel 14

Ein ca. 14 Jahre alter Mangobaum wird in drei Replikationen gegen Idioscopus clypealis behandelt. Die Applikation erfolgt mit einer Hochdruckspritze. Dabei wird der Wirkstoff Beispiel (I-4) (240 SC) in einer Tanlmischung mit 0,2 % a.i. Rapsölmethylester (500 EW) und die kommerziellen Standards Imidacloprid (100 SL) und Pymetrozine (WP 25) in den angegebenen Aufwandmengen geprüft. Die Spritzbrühenmenge beträgt 10 l/Baum. Es werden fünf Behandlungen im Abstand 7, 14, 21 und 28 Tagen durchgeführt.

Die Auswertung erfolgt jeweils 7 d nach der 3. bis 5. Behandlung, indem man die Abtötung der Nymphen auf den Fruchtständen bonitiert.

Beispiel 15

Ca. 4 m2 Parzellen mit Teepflanzen der Sorte „Yabukita" werden in drei Replikationen gegen Empoasca onukui behandelt. Die Applikation erfolgt mit einer pressluftbetriebenen Rückenspritze. Dabei wird der Wirkstoff Beispiel (I-4) (150 OD) gegen den kommerziellen Standard Admire (10 WP) in den angegebenen Mengen geprüft. Die Wasseraufwandmenge beträgt 10 000 l/ha.

Die Auswertung erfolgt 15 und 29 Tage nach der Behandlung, indem man die Abtötung der Larven in Prozent auf den Trieben bonitiert.

Minierfliegen (Agromyzidae)

Weiterhin ganz besonders bevorzugt ist die Bekämpfung folgender Arten aus der Familie der Minierfliegen (Agromyzidae) in folgenden Kulturen: Liriomyza brassicae in Gemüse wie Paprika, Tomaten, Gurken, Kohl, Bohnen, Salat, Liriomyza bryoniae Auberginen, Zucchini, Kürbisse, in Melonen z.B. Wassermelonen, Liriomyza cepae Netzmelonen, Cantaloup-Melonen, in Zierpflanzen wie Rosen, Liriomyza chilensis Hibiskus, sowie in Kartoffeln, Rüben, Liriomyza hunidobrensis Liriomyza sativae Liriomyza trifolie Liriomyza quadrata Pegomya hyoscyami in Rüben, in Gemüse und Getreide, z.B. Weizen Pegomya spinaciae

Beispiel 16

Ca. 25 m2 große Parzellen mit Winterweizen der Sorte „Capfern" werden in vier Replikationen gegen Pegomya spp. behandelt. Die Applikation erfolgt mit einer pressluftgetriebenen Rückenspritze. Dabei wird der Wirkstoff Beispiel (I-4) (240 SC) in einer Tankmischung mit 0,2 % a.i. Rapsölmethylester (500 EW) und der kommerzielle Standard Calypso (240 OD) in den angegebenen Aufwandmengen geprüft. Es erfolgen zwei Anwendungen im Abstand von 7 Tagen. Die Wasseraufwandmenge beträgt 350 l/ha.

Die Auswertung erfolgt 3 Tage nach der letzten Behandlung, indem man die Abtötung der Larven an den Pflanzen bonitiert.

Blattkäfer (Chrysomelidae)

Weiterhin ganz besonders bevorzugt ist die Bekämpfung folgender Arten aus der Familie der Blattkäfer (Chrysomelidae) in folgenden Kulturen: Aulacophora femoralis in Gemüse wie Paprika, Tomaten, Gurken, Bohnen, Salat, Aulacophora similis Auberginen, Zucchini, Kürbisse, in Beerenfrüchten, in Melonen z.B. Wassermelonen, Netzmelonen, Cantaloup-Melonen, Lema lichenis in Getreide, Reis Lema melanopa Lema oryzae Lema bilineata Leptinotarsa decemlineata in Tomaten, Kartoffeln Haltica lythri in Wein

Beispiel 17

Ca. 10 m2 große Parzellen mit Kartoffeln der Sorte „Quarta" werden in drei Replikationen gegen Leptinotarsa decemlineata behandelt. Die Applikation erfolgt mit einer pressluftgetriebenen Rückenspritze. Dabei wird der Wirkstoff Beispiel (I-4) (240 SC) in einer Tabakmischung mit 0,2 % a.i. Rapsölmethylester (500 EW) und der kommerzielle Standard Deltamethrin (100 EC) in den angegebenen Aufwandmengen geprüft. Die Wasseraufwandmenge beträgt 300 l/ha.

Die Auswertung erfolgt 3, 8 und 20 Tage nach der Behandlung, indem man die Abtötung der Tiere (Larven) an den Pflanzen bonitiert.

Beispiel 18

Ca. 25 m2 große Parzellen mit Winterweizen der Sorte „Capfern" werden in vier Replikationen gegen Lema melanopa behandelt. Die Applikation erfolgt mit einem pressluftgetriebenen Rückenspritzgerät. Dabei wird der Wirkstoff Beispiel (I-4) (240 SC) in einer Tankmischung mit 0,2 % a.i. Rapsölmethylester (500 EW) und der kommerzielle Standard Calypso (240 OD) in den angegebenen Aufwandmengen ausgebracht. Es erfolgen zwei Anwendungen im Abstand von 7 Tagen mit einer Wasseraufwandmenge von 350 l/ha.

Die Auswertung erfolgt 3 Tage nach der letzten Behandlung, indem man die Abtötung der Larven auf den Pflanzen bonitiert.

Rüsselkäfer (Curculionidae)

Weiterhin ganz besonders bevorzugt ist die Bekämpfung folgender Arten aus der Familie der Rüsselkäfer (Curculionidae) in folgenden Kulturen: Anthonomus grandis in Baumwolle, in Kernobst wie Äpfel, Beerenobst wie Erdbeeren, Anthonomus pomorum Anthonomus signatus Lissorhoptus oryzae in Reis Ceutorhynchus brassicae in Raps Ceutorhynchus napi Ceutorhynchus assimilis Ceutorhynchus picitarsis Ceutorhynchus quadridens Premnotrypes vorax in Kartoffeln

Beispiel 19

Ca. 25 m2 große Parzellen mit Raps der Sorte „Artus" werden in vier Replikationen gegen Ceutorhynchus napi behandelt. Die Applikation erfolgt mit einer motorbetriebenen Rückenspritze. Dabei wird der Wirkstoff Beispiel (I-4) in einer Tankmischung mit 0,2 % a.i. Rapsölmethylester (500 EW) und die kommerziellen Standards Deltamethrin (25 EC), Lambda-Cyhalothrin (S100) und Thiacloprid (OD 240) in den angegebenen Aufwandmengen geprüft. Die Wasseraufwandmenge beträgt 250 l/ha.

Die Auswertung erfolgt 55 Tage nach der Behandlung, indem man die Abtötung der Larven auf den Pflanzen bonitiert.


Anspruch[de]
Verwendung von Verbindungen der Formel (I)
in welcher

X für Halogen, Alkyl, Alkoxy, Halogenalkyl, Halogenalkoxy oder Cyano steht,

W, Y und Z unabhängig voneinander für Wasserstoff, Halogen, Alkyl, Alkoxy, Halogenalkyl, Halogenalkoxy oder Cyano stehen,

A für Wasserstoff, jeweils gegebenenfalls durch Halogen substituiertes Alkyl, Alkoxyalkyl, gesättigtes, gegebenenfalls substituiertes Cycloalkyl steht, in welchem gegebenenfalls mindestens ein Ringatom durch ein Heteroatom ersetzt ist,

B für Wasserstoff oder Alkyl steht,

oder

A und B gemeinsam mit dem Kohlenstoffatom an das sie gebunden sind, für einen gesättigten oder ungesättigten, gegebenenfalls mindestens ein Heteroatom enthaltenden unsubstituierten oder substituierten Cyclus stehen,

G für Wasserstoff (a) oder für eine der Gruppen
steht,

E für ein Metallion oder ein Ammoniumion steht,

L für Sauerstoff oder Schwefel steht,

M für Sauerstoff oder Schwefel steht,

R1 für jeweils gegebenenfalls durch Halogen substituiertes Alkyl, Alkenyl, Alkoxyalkyl, Alkylthioalkyl, Polyalkoxyalkyl oder gegebenenfalls durch Halogen, Alkyl oder Alkoxy substituiertes Cycloalkyl, das durch mindestens ein Heteroatom unterbrochen sein kann, jeweils gegebenenfalls substituiertes Phenyl, Phenylalkyl, Hetaryl, Phenoxyalkyl oder Hetaryloxyalkyl steht,

R2 für jeweils gegebenenfalls durch Halogen substituiertes Alkyl, Alkenyl, Alkoxyalkyl, Polyalkoxyalkyl oder für jeweils gegebenenfalls substituiertes Cycloalkyl, Phenyl oder Benzyl steht,

R3 für gegebenenfalls durch Halogen substituiertes Alkyl oder gegebenenfalls substituiertes Phenyl steht,

R4 und R5 unabhängig voneinander für jeweils gegebenenfalls durch Halogen substituiertes Alkyl, Alkoxy, Alkylamino, Dialkylamino, Alkylthio, Alkenylthio, Cycloalkylthio oder für jeweils gegebenenfalls substituiertes Phenyl, Benzyl, Phenoxy oder Phenylthio stehen und

R6 und R7 unabhängig voneinander für Wasserstoff, jeweils gegebenenfalls durch Halogen substituiertes Alkyl, Cycloalkyl, Alkenyl, Alkoxy, Alkoxyalkyl, für gegebenenfalls substituiertes Phenyl, für gegebenenfalls substituiertes Benzyl oder gemeinsam mit dem N-Atom, an das sie gebunden sind, für einen gegebenenfalls durch Sauerstoff oder Schwefel unterbrochenen gegebenenfalls substituierten Ring stehen

in Form ihrer Isomerengemische oder reinen Isomeren, zur Bekämpfung von Insekten aus der Familie der Käfer (Coleoptera).
Verwendung von Verbindungen der Formel (I) gemäß Anspruch 1 zur Bekämpfung von Schädlingen aus der Familie der Thrips (Thysanoptera). Verwendung von Verbindungen der Formel (I) gemäß Anspruch 1 zur Bekämpfung von Insekten aus der Familie der Wanzen (Hemiptera). Verwendung von Verbindungen der Formel (I) gemäß Anspruch 1 zur Bekämpfung von Insekten aus der Familie der Fliegen (Diptera). Verwendung von Verbindungen der Formel (I) gemäß Anspruch 1 zur Bekämpfung von Insekten aus der Familie der Zikaden (Auchenorrhynchae).






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