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Dokumentenidentifikation DE102006022966A1 15.11.2007
Titel Montagesystem zur Montage von Verkleidungsblechen an einem Gebäude
Anmelder MAAS Profile GmbH & Co.KG, 74532 Ilshofen, DE
Erfinder Maas, Wolfgang, 74532 Ilshofen, DE;
Hofmann, Rüdiger, 74532 Ilshofen, DE
Vertreter Wolf & Lutz, 70193 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 13.05.2006
DE-Aktenzeichen 102006022966
Offenlegungstag 15.11.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.11.2007
IPC-Hauptklasse E04F 13/21(2006.01)A, F, I, 20060513, B, H, DE
IPC-Nebenklasse E04F 13/12(2006.01)A, L, I, 20060513, B, H, DE   E04D 3/36(2006.01)A, L, I, 20060513, B, H, DE   
Zusammenfassung Die Erfindung betrifft ein Montagesystem zur Montage von Verkleidungsblechen an einem Gebäude, mit einer Mehrzahl von einteiligen Halteelementen, die jeweils einen mit einer gebäudefesten Unterkonstruktion verbindbaren Fußteil und einen Kopfteil umfassen, der sich mit überlappenden Profilrändern benachbarter Verkleidungsbleche in Eingriff bringen lässt. Erfindungsgemäß sind zwischen der Unterkonstruktion (8) und den Halteelementen (16) angeordnete Verbindungselemente (14, 64) vorgesehen, die zumindest während der Montage der Verkleidungsbleche (20) ein Verschwenken der Halteelemente (16) mit mindestens zwei Freiheitssgraden in Bezug zur gebäudefesten Unterkonstruktion (8) erlauben.

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Montagesystem zur Montage von Verkleidungsblechen an einem Gebäude, mit einer Mehrzahl von einteiligen Halteelementen, die jeweils einen mit einer Trag- oder Unterkonstruktion des Gebäudes verbindbaren Fußteil und einen Kopfteil umfassen, der sich mit überlappenden Profilrändern benachbarter Verkleidungsbleche in Eingriff bringen lässt. Die Erfindung betrifft weiter eine Fassaden- oder Dachverkleidung an einem Gebäude, mit einer Mehrzahl von Verkleidungsblechen und einer Mehrzahl von einteiligen Halteelementen, welche die Verkleidungsbleche tragen und jeweils einen mit einer Trag- oder Unterkonstruktion des Gebäudes verbundenen Fußteil und einen mit überlappenden Profilrändern benachbarter Verkleidungsbleche im Eingriff stehenden Kopfteil umfassen.

Zur Dacheindeckung bzw. Außenverkleidung größerer Gebäude wie Flughäfen, Sportstätten, Messehallen, Bahnhöfen und Lagerhallen werden häufig selbsttragende Verkleidungsbleche in Form von großflächigen, langgestreckten Tafeln oder Bahnen eingesetzt, wobei vor allem Wellprofile, Trapezprofile und Stehfalzprofile zum Einsatz kommen. Die zuletzt genannten Stehfalzprofile weisen an ihren entgegengesetzten Längsseiten jeweils einen Stehfalz auf, dessen umgebogener freier Rand bei der Montage der Verkleidungsbleche mit einem ebenfalls umgebogenen freien Rand des Stehfalzes des benachbarten Profils zur Überlappung gebracht und um die Kopfteile der unter der Stoßfuge angeordneten und als Abstützung dienenden Halteelemente herum zugefalzt wird, um für eine regendichte Verbindung der Profile zu sorgen und ein Abheben infolge von Windsog oder dergleichen zu verhindern.

Eine Fassaden- oder Dachverkleidung mit solchen Stehfalzprofilen ist zum Beispiel aus der DE 101 44 119 A1 bekannt.

Die WO 98/53158 A1 offenbart ein Halteelement für eine Fassaden- oder Dachverkleidung der eingangs genannten Art, bei dem der Fußteil starr mit einer Trag- oder Unterkonstruktion verbunden ist und bei dem der Kopfteil in Bezug zum Fußteil mit einem Freiheitsgrad verschwenkbar ist.

Weiter offenbart die WO 00/40823 eine Fassaden- oder Dachverkleidung der eingangs genannten Art, wobei zur Fixierung eines Halteelements in einer Halterschiene einer Trag- oder Unterkonstruktion das Halteelement und die Halterschiene in Bezug zueinander mit einem Freiheitsgrad drehbar sind, und zwar zwischen einer ersten Stellung, in der das Halteelement von der Halterschiene gelöst werden kann, und einer zweiten Stellung, in der das Halteelement in der Halterschiene festgeklemmt ist.

Während bei der Montage von ebenen Verkleidungsblechen an einem Gebäude Halteelemente mit gleichen Abmessungen verwendet und auf einer zur Verkleidung parallelen ebenen Oberfläche des Gebäudes oder einer zuvor am Gebäude angebrachten Trag- oder Unterkonstruktion befestigt werden können, können Verkleidungen mit ein- oder zweidimensional gekrümmten Oberflächen, wie sie zum Beispiel auf Tonnendächern, Dächern in Form von Kugelkalotten oder Kegeln, gerundeten Turm- und Kuppeldächern, Pavillon- und Schirmkonstruktionen oder Dächern mit ellipsoidischen Formen verwendet werden, in der Regel nicht auf entsprechend gekrümmten Oberflächen des Gebäudes oder einer am Gebäude montierten Trag- oder Unterkonstruktion angebracht werden, sondern werden zumeist auf Trag- oder Unterkonstruktionen in Polygonform montiert, so dass nicht nur unterschiedliche Abstände zwischen den Halteelementen und den als Träger für die Haltelemente dienenden Teilen der Trag- oder Unterkonstruktion überbrückt, sondern auch unterschiedlichen Winkelausrichtungen zwischen der Trag- oder Unterkonstruktion und den Verkleidungsblechen Rechnung getragen werden muss.

Ausgehend hiervon liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Montagesystem der eingangs genannten Art dahingehend zu verbessern, dass die Kopfteile der Haltelemente auch bei der Herstellung von ein- oder zweidimensional gekrümmten Fassaden- oder Dachverkleidungen an die Ausrichtung der überlappenden Ränder der Verkleidungsbleche angepasst werden können.

Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, zwischen der Trag- oder Unterkonstruktion und den Halteelementen Verbindungselemente vorzusehen, die zumindest während der Montage der Verkleidungsbleche ein Verschwenken der Halteelemente mit mindestens zwei Freiheitsgraden in Bezug zur Trag- oder Unterkonstruktion und vorzugsweise auch ein Verschieben oder eine Höhenverstellung der Halteelemente in Bezug zur gebäudefesten Unterkonstruktion erlauben.

Eine besonders vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Unterkonstruktion eine Mehrzahl von langgestreckten Rohren oder Stangen mit kreisförmigem Querschnitt umfasst, entlang von denen die Verbindungselemente zusammen mit den zugehörigen Halteelementen nicht nur in Richtung der Längsachse der Rohre oder Stangen verschiebbar, sondern auch in beliebige Schwenkstellungen um die Längsachse verschwenkbar sind.

Um das Verschieben der Verbindungselemente während der Montage zu ermöglichen, werden die Verbindungselemente zweckmäßig mittels einer lösbaren Klemmverbindung an den Rohren oder Rundstangen befestigt, so dass sie bei gelockerter oder gelöster Klemmverbindung um die Längsachse der Rohre oder Rundstangen verschwenkbar und/oder entlang der Längsachse der Rohre oder Rundstangen verschiebbar sind. Zu diesem Zweck umfassen die Verbindungselemente vorteilhaft zwei durch eine oder mehrere Klemmschrauben verbundene Klammerteile, die durch Festziehen der Klemmschraube von entgegengesetzten Seiten her gegen die Rohre oder Stangen anpreßbar sind.

Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Halteelemente in Bezug zu den Verbindungselementen um eine zu den Längsachsen der Rohre oder Stangen im Wesentlichen senkrechte Schwenkachse verschwenkbar sind. Dazu wird der Fuß der Halteelemente zweckmäßig schwenkbar an einem Ausleger eines zugehörigen Verbindungselements befestigt, vorzugsweise mittels zweier Befestigungsschrauben, die jeweils durch ein zur Schwenkachse konzentrisches Langloch hindurch in komplementäre Schraubenbohrungen der Verbindungselemente eingeschraubt werden, so dass bei gelockerten Befestigungsschrauben ein Verschwenken des Halteelements in Bezug zum Verbindungselement möglich ist.

Um noch eine größere Flexibilität im Hinblick auf die Positionierung der Halteelemente zu ermöglichen, sieht eine alternative Ausgestaltung der Erfindung vor, dass die Verbindungselemente ein Kugelgelenk umfassen, so dass die Halteelemente mit mindestens drei Freiheitsgraden in Bezug zur gebäudefesten Unterkonstruktion verschwenkbar sind. Das Kugelgelenk wird vorteilhaft von einer mit dem Fuß eines Halteelements oder dem gebäudefesten Teil der Unterkonstruktion verbindbaren Kugelgelenkpfanne und einem mit dem gebäudefesten Teil der Unterkonstruktion bzw. mit dem Fuß eines Halteelements verbindbaren Kugelgelenkkopf gebildet, die in Bezug zueinander um den Mittelpunkt des Kugelgelenkkopfs drehbar oder schwenkbar sind und sich vorzugsweise in Bezug zueinander in einer gewünschten Stellung arretieren lassen. Die Arretierung kann zweckmäßig dadurch erfolgen, dass die Kugelgelenkpfanne zwei Teile oder Hälften umfasst, die von entgegengesetzten Seiten gegen die Oberfläche des Kugelgelenkkopfs anpreßbar sind.

Um eine Höhenverstellbarkeit zu ermöglichen, ist der Kugelgelenkkopf zweckmäßig am Ende eines Schaftes angebracht, dessen anderes Ende ein mit einer Gewindebohrung der gehäusefesten Unterkonstruktion im Eingriff tretendes Außengewinde aufweist.

Die Verkleidungsbleche sind vorzugsweise als Stehfalzprofile ausgebildet, die an ihren entgegengesetzten Längsseiten mit Stehfalzen mit umgebogenen Profilrändern versehen sind, die zur Verbindung zweier benachbarter Profilbleche einander überlappend um die Kopfteile hintereinander angeordneter Halteelemente herum zugefalzt werden können, wobei zum Ausgleich unterschiedlicher Wärmedehnungen zwischen den Profilen und der Unterkonstruktion eine Verschiebbarkeit der Profile in Bezug zu den Halteelementen in Profilrichtung gewährleistet ist. Zur Herstellung von zweidimensional gekrümmten Fassaden- oder Dachverkleidungen werden vorzugsweise solche konischen Profile verwendet, bei denen die Stehfalze an den entgegengesetzten Rändern der Profile unter einem spitzen Winkel zueinander ausgerichtet sind, so dass sich die Profile in Längsrichtung verjüngen.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert. Es zeigen:

1a eine schematische Schnittansicht eines Teils eines Dachs eines Gebäudes mit einer ellipsoidisch gekrümmten Dachaußenverkleidung und einer polygonalen Innenverkleidung sowie einer zwischen der Außen- und Innenverkleidung angeordneten Trag- oder Unterkonstruktion;

1b eine Draufsicht auf die zwischen der Außen- und Innenverkleidung angeordnete Trag- oder Unterkonstruktion aus 1a;

2a eine teilweise geschnittene Seitenansicht eines auf einem Trägerrohr der Trag- oder Unterkonstruktion befestigten Verbindungselements und eines vom Verbindungselement getragenen Halteelements für die Außenverkleidung;

2b eine teilweise geschnittene Stirnseitenansicht eines Halteelements mit einem Teil der Außenverkleidung;

2c eine Ansicht des Halteelements aus 2a in Richtung der Pfeile A-A in 2a;

3a eine teilweise geschnittene Seitenansicht eines anderen Verbindungselements, das auf einer Tragschiene der Trag- oder Unterkonstruktion befestigt ist und das in 2a und 2b dargestellte Halteelement trägt;

3b eine teilweise geschnittene Seitenansicht des Verbindungselements aus 3a entlang der Linie B-B in 3a;

3c eine Oberseitenansicht des Haltelemente und des Verbindungselements aus 3a und 3b in Richtung der Pfeile C in 3b;

3d eine Querschnittsansicht des Verbindungselements aus 3a und 3b entlang der Linie D-D in 3a.

Die 1a und 1b zeigen jeweils einen Querschnitt bzw. Ausschnitt eines ellipsoidisch geformten Dachs eines Gebäudes (nicht dargestellt), das eine im vertikalen Querschnitt im Wesentlichen kreisbogenförmige Dachaußenverkleidung 2 und eine im vertikalen Querschnitt polygonale Innenverkleidung 4 sowie eine zwischen der Außen- und der Innenverkleidung 2 bzw. 4 angeordnete, im Wesentlichen aus Rohrsträngen 6 bestehende starre Trag- oder Unterkonstruktion 8 umfasst. Diese Unterkonstruktion 8 ist durch Stahlbleche 10 und Winkeleisen 12 starr mit der Innenverkleidung 4 sowie durch Verbindungselemente 14 und Halteelemente 16 mit der Außenverkleidung 2 verbunden.

Wie aus 1a zu ersehen, besteht die Innenverkleidung 4 aus einer Mehrzahl von rechteckigen Trapezblechtafeln 18, die jeweils eine Ebene aufspannen und mit der jeweils benachbarten Trapezblechtafel 18 einen Winkel einschließen, wobei die Profilrichtung, d.h. die Richtung der Längsachsen von Rinnen der Trapezblechtafeln 18, parallel zu den Rohrsträngen 6 verläuft. Demgegenüber wird die Außenverkleidung 2 von einer Mehrzahl von großformatigen trapezförmig verjüngten Stehfalzprofilen 20 gebildet. Diese Profile 20 folgen in vertikaler Richtung im Wesentlichen der Krümmung des Dachs, wobei die Breite der Profile von oben nach unten kleiner wird, um dem von oben nach unten abnehmenden Durchmesser des ellipsoidischen Dachs Rechnung zu tragen, wie in 1b durch die trapezförmig verjüngte Form angedeutet.

Wie am besten in 2b dargestellt, sind die Stehfalzprofile 20 an ihren entgegengesetzten, in Profilrichtung verlaufenden Profil- oder Längsseitenrändern jeweils mit einem Stehfalz 22 versehen, d.h. einem an den Profilrändern im rechten Winkel über die Außenseite 24 der Profilbleche 16 überstehenden ebenen Blechstreifen 26, dessen freier Rand 28 unter Bildung eines zum Gebäude hin offenen Längskanals 30 in Richtung des benachbarten Profilblechs 20 umgebogen ist. Die beiden Längskanäle 30 an den einander gegenüberliegenden Stehfalzen 22 aneinandergrenzender Profilbleche 20 sind unterschiedlich groß, so dass sich die beiden umgebogenen freien Ränder 28 ohne ein Verkippen der Bleche 20 zur Überlappung bringen lassen, um die beiden Bleche 20 regendicht miteinander zu verbinden.

Um ein durch Windkräfte verursachtes Abheben der Profilbleche 20 von der Trag- oder Unterkonstruktion 8 zu verhindern, werden die Profilbleche 20 entlang der Falzverbindungen durch Paare von Verbindungselementen 14 und Halteelementen 16 an den Rohrsträngen 6 festgehalten, wobei die Verbindungselemente 14 an den Rohrsträngen 6 befestigt sind und die Halteelemente 16 mit den Profilblechen 20 der Außenverkleidung 2 im Eingriff stehen, wie am besten in 2a und 2b dargestellt.

Die einteilig ausgebildeten Halteelemente 16 bestehen im Wesentlichen aus einem gebäudeseitigen Fußteil 32, einem vom Gebäude weg über die Mitte des Fußteils 32 überstehenden dünneren Stegteil 34, das zwischen den Blechstreifen 26 der benachbarten Stehfalze 22 angeordnet und starr mit dem Fußteil 32 verbunden ist, sowie einem am freien Ende des Stegteils 34 angeformten, im Querschnitt etwa dreieckigen Kopfteil 36, der in den von den Rändern 28 der Stehfalze 22 umschlossenen Längskanal 30 ragt und die Profilblechen 20 entlang der Falzverbindung festhält.

Zur Herstellung der Verbindung zwischen den Profilblechen 20 und den Halteelementen 16 werden die umgebogenen, sich überlappenden Ränder 28 der Stehfalze 22 bei der Montage der Profilbleche 20 derart um die Kopfteile 36 der Halteelemente 16 herum zugefalzt, dass sich die Profilbleche 20 nicht von den Kopfteilen 36 abheben lassen, sich jedoch zum Ausgleich von unterschiedlichen Wärmedehnungen der Profilbleche 20 in Profilrichtung auf den Kopfteilen 36 verschieben können.

Wie am besten in 2a dargestellt, bestehen die zwischen dem Fußteil 32 jedes Halteelements 16 und dem benachbarten Rohrstrang 6 angeordneten Verbindungselemente 14 jeweils aus zwei mehrfach abgewinkelten Klammerteilen 38, 40 aus streifenförmig ausgestanztem und gebogenem Metallblech, die jeweils in der Nähe ihres einen Endes durch eine Klemmschraube 42 miteinander verbunden sind, so dass sie auf dem Rohrstrang 6 festgeklemmt werden können. Beide Klammerteile 38, 40 weisen zwei Abschnitte auf, die einen stumpfen Winkel &agr; einschließen. Diese Winkel &agr; sind so an den Außendurchmesser der Rohre der Rohrstränge 6 angepasst, dass die beiden Abschnitte jeweils an zwei Paaren von sich diametral gegenüberliegenden Stellen gegen den Rohrstrang 6 angepresst werden, wenn die beiden Klammerteile 38, 40 durch Festziehen der Klemmschraube 42 von entgegengesetzten Seiten her gegen den Rohrstrang 6 gezogen werden. Die Klemmschraube 42 durchsetzt mit einem zum ihrem Kopf 44 benachbarten glatten Schaftteil 46 eine Durchtrittsbohrung im einem Klammerteil 38 und trägt an ihrem freien Ende ein Außengewinde 48, das in eine Gewindebohrung im anderen Klammerteil 40 eingeschraubt ist. Auf diese Weise kann das Verbindungselement 14 durch Festziehen der Klemmschraube 42 auf dem Rohrstrang 6 festgeklemmt und bei Bedarf durch Lockern der Klemmschraube 42 um die Längsachse des Rohrstrangs 6 verschwenkt und/oder entlang der Längsachse des Rohrstrangs 6 verschoben werden.

Das Klammerteil 38 weist zwei parallel zueinander ausgerichtete Endstücke 50, 52 auf, von denen das eine 50 mit seinem freien Ende gegen die gegenüberliegende Innenseite des anderen Klammerteils 40 anschlägt, wenn das Verbindungselement 14 mit der gewünschten Klemmkraft gegen den Rohrstrang 6 angepresst wird. Das andere Endstück 52 dient als Träger für das Halteelement 16 und weist auf seiner vom Rohrstrang 6 abgewandten Seite eine Auflagefläche 54 für den Fußteil 32 des Halteelements 16 auf, der mittels zweier Befestigungsschrauben 56 beiderseits des Stegteils 34 am Klammerteil 38 festgeschraubt ist.

Wie am besten in 2c dargestellt, durchsetzen die beiden Befestigungsschrauben 56 zwei Langlöcher 58 in Form von Kreisbögen, so dass das Halteelement 16 bei Bedarf in Bezug zum Klammerteil 38 und damit in Bezug zum Verbindungselement 14 um eine durch den Mittelpunkt M der beiden Kreisbögen verlaufende Schwenkachse 60 (2a) schwenkbar ist.

Wie am besten in 1b durch eine strichpunktierte Linie dargestellt, ist jeweils eine Mehrzahl von Halteelementen 16 in einer Reihe hintereinander entlang von jeder Falzverbindung zwischen zwei benachbarten Profilblechen 20 (in 1b nicht dargestellt) angeordnet, wobei der horizontale Abstand zwischen zwei in horizontaler Richtung benachbarten Halteelementen 16entsprechend der Verjüngung der Profilbleche 20 entlang des Dachs nach unten zu abnimmt.

Wie am besten in 1a und 1b dargestellt, werden die Halteelemente 16 über die Verbindungselemente 14 von den Rohrsträngen 6 getragen, die in etwa gleichen Abständen voneinander in horizontaler Richtung durch einen zwischen der Außen- und Innenverkleidung 2 bzw. 4 angeordneten Zwischenraum 32 verlaufen. Dabei sind jeweils drei Reihen von Rohrsträngen 6 in regelmäßigen Abständen durch die Stahlbleche 10 verbunden, die zum einen zur Versteifung der Trag- oder Unterkonstruktion 8 und zum anderen zusammen mit den Winkeleisen 12 als Tragelemente für die Innenverkleidung 4 dienen.

Da der Abstand zwischen der im Querschnitt polygonalen Innenverkleidung 4 und der im Querschnitt im Wesentlichen kreisförmigen Außenverkleidung 2 in Profilrichtung der Profilbleche 20 unterschiedlich groß ist, müssen erstens zwischen der Innen- und Außenverkleidung 4 bzw. 2 unterschiedlich große Abstände ausgeglichen werden. Dies erfolgt mit Hilfe unterschiedlich breiter Winkeleisen 12, wie in 1a dargestellt, die zudem in unterschiedlichen Höhen an den Stahlblechen 10 festgeschraubt sind.

Wegen der Verjüngung der Profilbleche 20 in deren Längsrichtung weisen zweitens paarweise benachbarte Halteelemente 16 auf verschiedenen Rohrsträngen 6 unterschiedliche horizontale Abstände auf. Diese Abstände lassen sich verstellen, indem die Verbindungselemente 14 nach dem Lockern ihrer Klemmschrauben 42 in eine entsprechende Position auf dem Rohrstrang 6 verschoben und dann die Klemmschrauben 42 erneut angezogen werden.

Wie man in 1a sieht, müssen drittens die Kopfteile 36 der an unterschiedlichen Rohrsträngen 6 befestigten Halteelemente 16 der Neigung der Profilbleche 20 im Bereich des jeweiligen Rohrstrangs 6 folgen, damit sie in den Längskanälen 30 frei verschiebbar sind und sich nicht verklemmen. Um während der Montage der Außenverkleidung 2 die gewünschte Neigung der Kopfteile 36 der Halteelemente 16 einzustellen, können die Verbindungselemente 14 nach dem Lockern der Klemmverbindung um die Längsachsen der Rohrstränge 6 verschwenkt werden, bis die Auflageflächen 54 und damit die Kopfteile 36 der Halteelemente 16 unter dem gewünschten Neigungswinkel in Bezug zur Horizontalen ausgerichtet sind.

Wie man in 1b sieht, müssen viertens die Kopfteile 36 einer Reihe von Halteelementen 16 entlang einer Falzverbindung zweier Profilbleche 20 unter einem Neigungswinkel &bgr; in Bezug zu einer zu den Rohrsträngen senkrechten Ebene E ausgerichtet werden, wie durch die strichpunktierte Linie in 1b angezeigt, um eine Längsverschiebbarkeit ihrer Kopfteile 36 in den Längskanälen 30 zu gewährleisten. Dieser Neigungswinkel &bgr; kann eingestellt werden, indem man jedes der Halteelemente 16 nach dem Lockern der Befestigungsschrauben 56 um einen gewünschtes Schwenkwinkel in Bezug zum zugehörigen Verbindungselement 14 um die von den Langlöchern 56 definierte Drehachse 60 verdreht und dann die Befestigungsschrauben 56 wieder anzieht.

Auf diese Weise sind die Halteelemente 16 in Bezug zur gebäudefesten Unterkonstruktion 8, d.h. den Rohrsträngen 6, mit zwei Freiheitsgraden um die Längsachsen der Rohrstränge 6 bzw. um die zu den Längsachsen der Rohrstränge 6 im Wesentlichen senkrechten Schwenkachsen 60 verschwenkbar und mit einem Freiheitsgrad entlang der Längsachsen der Rohrstränge 6 verschiebbar.

Selbstverständlich können die in 2a dargestellten Verbindungselemente 14 bei Verwendung in Verbindung mit anderen Dachformen auch auf Rohren oder Profilen mit anderen als runden Querschnittsformen festgeklemmt werden, zum Beispiel auf Rohren mit quadratischem Querschnitt oder auf U-bzw. L-Profilen, wobei sie dann allerdings nur noch um definierte Winkel von zum Beispiel 90 Grad um die Längsachsen der Rohre oder Profile verschwenkbar sind.

Die 3a bis 3b zeigen eine andere Art von Verbindungselementen 64, die weitere Freiheitsgrade der Bewegung zwischen den Halteelementen 16 und einer gebäudefesten Unterkonstruktion ermöglichen. In diesem Fall umfasst die Unterkonstruktion 8 Metallschienen oder Metallleisten 62, an denen die Verbindungselemente 64 mit Schraubverbindungen befestigt werden.

Die zur Einzelmontage an einer gewünschten Stelle des Dachs vorgesehenen Verbindungselemente 64 umfassen jeweils einen Kugelgelenkkopf 66 an einem Ende eines langgestreckten, mit einem Außengewinde 68 versehenen Schaftes 70, der in eine entsprechende Gewindebohrung 72 von einer der Metallschienen oder Metallleisten 62 eingeschraubt und mit einer Sicherungsmutter 74 gesichert wird, so dass der Kugelgelenkkopf 66 in Bezug zur Unterkonstruktion 62 in Längsrichtung des Schaftes 70 höhenverstellbar ist.

Der Kugelgelenkkopf 66 ist von einer Kugelgelenkpfanne 76 umgeben, die aus zwei miteinander verschraubten Hälften 78, 80 besteht. Die beiden Hälften 78, 80 weisen jeweils eine dem Kugelgelenkkopf 66 gegenüberliegende halbkugelförmige Lagerfläche 81, 83 auf und werden von vier Schrauben 86 zusammengehalten, die durch Bohrungen in der unteren Hälfte 80 hindurch in fluchtende Gewindebohrungen in der oberen Hälfte 78 eingeschraubt sind.

Die vom Metallblech 62 abgewandte obere Hälfte 78 trägt ein Halteelement 16, dessen Fußteil 32 mit vier Befestigungsschrauben 82 starr auf ihrer ebenen Oberseite 84 festgeschraubt ist, während die zum Metallblech 62 benachbarte untere Hälfte 80 zwischen ihrer halbkugelförmigen Lagerfläche 83 und ihrer ebenen Unterseite mit einer von der Lagerfläche 83 weg erweiterten konischen Durchtrittsöffnung 88 für den Schaft 70 des Kugelgelenkkopfs 66 versehen ist. Dadurch ist die Kugelgelenkpfanne 76 nach ihrer Montage zum einen um 360 Grad um die Längsachse des Schaftes 70 drehbar, wie durch die Pfeile D dargestellt, und gleichzeitig um ein durch den Konuswinkel der Durchtrittsöffnung 88 begrenztes Maß mit zwei zusätzlichen Freiheitsgraden um den Mittelpunkt des Kugelgelenkkopfs 66 verschwenkbar, wie durch die Pfeile E und F in 3a bzw. 3b dargestellt.

Durch Festziehen der Schrauben 86 ist es möglich, die Hälften 78, 80 der Kugelgelenkpfanne 76 mit ihren Lagerflächen 81, 83 gegen die sphärische Oberfläche des Kugelgelenkkopfs 66 anzupressen und dadurch die Kugelgelenkpfanne auf dem Kugelgelenkkopf 66 in einer gewünschten Dreh- bzw. Schwenkstellung zu arretieren, in welcher der Kopfteil 36 des Halteelements 16 eine durch die Lage und Ausrichtung der Längskanäle 30 der Stehfalzprofile 22 vorgegebene Lage und Ausrichtung aufweist.


Anspruch[de]
Montagesystem zur Montage von Verkleidungsblechen an einem Gebäude, mit einer Mehrzahl von einteiligen Halteelementen, die jeweils einen mit einer gebäudefesten Unterkonstruktion verbindbaren Fußteil und einen Kopfteil umfassen, der sich mit überlappenden Profilrändern benachbarter Verkleidungsbleche in Eingriff bringen lässt, gekennzeichnet durch zwischen der Unterkonstruktion (8) und den Halteelementen (16) angeordnete Verbindungselemente (14, 64), die zumindest während der Montage der Verkleidungsbleche (20) ein Verschwenken der Halteelemente (16) mit mindestens zwei Freiheitsgraden in Bezug zur gebäudefesten Unterkonstruktion (8) erlauben. Montagesystem nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungselemente (14) ein Verschieben der Halteelemente (16) in Bezug zur gebäudefesten Unterkonstruktion (8) erlauben. Montagesystem nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Unterkonstruktion eine Mehrzahl von langgestreckten Rohren oder Stangen (6) umfasst, und dass die Verbindungselemente (14) zusammen mit den zugehörigen Halteelementen (16) um eine Längsachse der Rohren oder Stangen (6) verschwenkbar sind. Montagesystem nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungselemente (14) mittels einer lösbaren Klemmverbindung an den Rohren oder Stangen (6) befestigbar sind, so dass sie bei gelockerter oder gelöster Klemmverbindung um die Längsachse der Rohre oder Stangen (6) verschwenkbar und/oder entlang der Rohre oder Stangen (6) verschiebbar sind. Montagesystem nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Halteelemente (16) um eine zu Längsachsen der Rohre oder Stangen (6) im Wesentlichen senkrechte Schwenkachse (60) verschwenkbar an den Verbindungselementen (14) befestigbar sind. Montagesystem nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Fuß (32) der Halteelemente (14) an den Verbindungselementen (14) mittels zweier oder mehrerer Befestigungsschrauben (56) befestigbar ist, die durch zur Schwenkachse (60) konzentrische Langlöcher (58) hindurch in zwei Schraubenbohrungen der Verbindungselemente (14) einschraubbar sind. Montagesystem nach einem der Ansprüche 3 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungselemente (14) zwei durch eine Klemmschraube (42) verbundene Klammerteile (38, 40) umfassen, die durch Festziehen der Klemmschraube (42) von entgegengesetzten Seiten her gegen die Rohre oder Stangen (8) anpreßbar sind. Montagesystem nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass eines der beiden Klammerteile (38) einen Ausleger (52) mit einer Auflagefläche (54) für den Fuß (32) eines Halteelements (16) umfasst. Montagesystem nach einem der vorangehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungselemente (64) ein Verschwenken der Halteelemente (16) mit mindestens drei Freiheitsgraden in Bezug zur gebäudefesten Unterkonstruktion (8) erlauben. Montagesystem nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungselemente (64) ein Kugelgelenk mit einer mit dem Fuß (32) eines Halteelements (16) oder der gebäudefesten Unterkonstruktion (8) verbindbaren Kugelgelenkpfanne (76) und einem mit der gebäudefesten Unterkonstruktion (8) bzw. mit dem Fuß (32) eines Halteelements (16) verbindbaren Kugelgelenkkopf (66) umfassen. Montagesystem nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Kugelgelenkpfanne (76) zwei Teile (78, 80) umfasst, die unter Blockierung des Kugelgelenks gegeneinander anpreßbar sind. Montagesystem nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, dass einer (78) der beiden Teile (78, 80) der Kugelgelenkpfanne (76) eine Auflagefläche (54) für den Fußteil (32) eines Halteelements (16) umfasst, auf der das Halteelement (16) mittels einer Mehrzahl von Befestigungsschrauben (82) befestigbar ist. Montagesystem nach Anspruch 11 oder 12, dadurch gekennzeichnet, dass einer (80) der beiden Teile (78, 80) der Kugelgelenkpfanne (76) eine Durchtrittsöffnung (88) für einen den Kugelgelenkkopf (66) tragenden Schaft (70) aufweist. Montagesystem nach einem der Ansprüche 10 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass der Kugelgelenkkopf (66) in Bezug zur gebäudefesten Unterkonstruktion (8) höhenverstellbar ist. Montagesystem nach einem der Ansprüche 10 bis 14, dadurch gekennzeichnet, dass der Kugelgelenkkopf (66) von einem mit einem Gewinde (68) versehenen Schaft (70) getragen wird, der sich mit einer komplementären Gewindebohrung (72) in der gebäudefesten Unterkonstruktion (8) in Eingriff bringen lässt. Fassaden- oder Dachverkleidung an einem Gebäude, mit einer Mehrzahl von Verkleidungsblechen und einer Mehrzahl von die Verkleidungsbleche tragenden einteiligen Halteelementen, die jeweils einen mit einer Unterkonstruktion des Gebäudes verbundenen Fußteil und einen mit überlappenden Profilrändern benachbarter Verkleidungsbleche im Eingriff stehenden Kopfteil umfassen, gekennzeichnet durch zwischen der Unterkonstruktion (8) und den Halteelementen (16) vorgesehene Verbindungselemente (14), die jeweils mindestens ein Gelenk (64, 66) mit zwei Freiheitsgraden oder zwei Gelenke (56, 58; 6, 38, 40) mit jeweils einem Freiheitsgrad der Bewegung umfassen.






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