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Dokumentenidentifikation DE102007020139A1 15.11.2007
Titel Einfassmaschine
Anmelder Juki Corp., Chofu, Tokio/Tokyo, JP
Erfinder Ogawa, Tatsuya, Chofu, Tokyo, JP;
Hirasawa, Yutaka, Chofu, Tokyo, JP;
Kitada, Kenji, Chofu, Tokyo, JP;
Inui, Masaru, Chofu, Tokyo, JP
Vertreter HOEGER, STELLRECHT & PARTNER Patentanwälte, 70182 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 28.04.2007
DE-Aktenzeichen 102007020139
Offenlegungstag 15.11.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.11.2007
IPC-Hauptklasse D05B 69/00(2006.01)A, F, I, 20070809, B, H, DE
IPC-Nebenklasse D05B 3/00(2006.01)A, L, I, 20070809, B, H, DE   
Zusammenfassung Eine Nähmaschine schließt ein: einen Nähgutvorschubmechanismus, der einen Einfassfleck und ein Hauptnähgut vorschiebt, einen Spindelmotor, der den Mechanismus antreibt, eine Einfassvorrichtung, die entlang einer Nähgutvorschubrichtung angeordnet ist und um die herum der Einfassfleck eingestellt wird, einen Nadelvertikalbewegungsmechanismus, der an einer Ablaufseite der Einfassvorrichtung eine Stichbildung ausführt, einen beweglichen Messermechanismus, der einen geradlinigen Einschnitt an den Nähgütern an einer Ablaufseite der Nähnadeln ausführt, und einen Eckmessermechanismus, der im Wesentlichen V-förmige Einschnitte an jeweiligen Enden des Einschnitts ausbildet. In dem Falle, in dem ein Abstand von einer Einschneidestartposition zur Stichbildebeendigungsposition der geradlinigen Nähte kleiner ist als ein Abstand entlang der Nähgutvorschubrichtung von einem Ende des Eckmessers auf einer Ablaufseite in Nähgutvorschubrichtung bis zu den Nähnadeln, hält der Spindelmotor an, nachdem die Stichbildung durch die Nähnadeln ausgeführt ist, und dann, wenn der Einfassfleck und das Hauptnähgut die Einschneidestartposition des Zentralmessers durch Antreiben des Nähgutvorschubmechanismus erreichen, wird der geradlinige durch Starten des Antriebs des beweglichen Messermechanismus Einschnitt ausgebildet, während der Nähgutvorschubmechanismus mit Bezug auf den Einfassfleck und das Hauptnähgut angetrieben wird.

Beschreibung[de]
TECHNISCHES GEBIET

Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einfassmaschine.

EINSCHLÄGIGER STAND DER TECHNIK

Eine Einfassmaschine wird beispielsweise dazu benutzt, eine Tasche durch Aufnähen eines Einfassflecks auf ein Hauptnähgut und Formen von Einschnitten am Hauptnähgut und Einfassfleck auszubilden.

Bei einer herkömmlichen Einfassmaschine wird ein Einfassfleck auf einem Hauptnähgut auf einer Stichplatte platziert, und eine Einfassvorrichtung mit einem Querschnitt in der Gestalt eines umgekehrten T mit einem Bodenplattenteil und einem aufrechten Plattenteil, der vertikal auf eine obere Fläche des Bodenplattenteils aufgesetzt ist, wird darauf aufgebracht. Jeweilige Enden des Einfassflecks werden in einem Zustand gehalten, in dem sie entlang der Oberseite des Bodenplattenteils und entlang jeweiliger ebenen Flächen des aufrechten Plattenteils zurückgefaltet sind, und die Nähgüter werden in einer vorbestimmten Richtung durch einen Vorschubmechanismus vorgeschoben und durch zwei Nadeln auf jeweiligen Seiten des aufrechten Plattenteils der Einfassvorrichtung aufgenäht. Während des Nähvorgangs wird ein geradliniger Einschnitt, der eine Öffnung einer Tasche bildet, durch ein Zentralmesser ausgebildet, welches sich in vertikaler Richtung in Synchronisation mit einer vertikalen Hin- und Herbewegung der beiden Nadeln hin- und herbewegt, und im Wesentlichen V-förmige Einschnitte, die sich ausgehend von jeweiligen Enden des geradlinigen Einschnitts kontinuierlich in zwei Zweige verzweigen, werden durch eine vertikale Hin- und Herbewegung von Eckmessern gebildet, die so angeordnet sind, dass sie ein V-Form haben.

Die beiden Nadeln führen den Nähvorgang durch Hin- und Herbewegung in der vertikalen Richtung in der Nähe eines Endteils der Einfassvorrichtung an einer Ablaufseite in Nähgutvorschubrichtung F aus, und das Zentralmesser schneidet die Nähgüter an den in Nähgutvorschubrichtung gelegenen Ablaufseiten der beiden Nadeln ein. Deshalb ist, wie in 17 gezeigt, an der in Nähgutvorschubrichtung F gelegenen Ablaufseite der beiden Nadeln 41 ein Führungsglied 33, das so ausgebildet ist, dass es sich in zwei Zweige verzweigt und den Einfassfleck führt, um dem Zentralmesser 51 aus dem Wege zu gehen, am Endteil des aufrechten Plattenteils 32 der Einfassvorrichtung in Nähgutvorschubrichtung auf der Ablaufseite vorgesehen, so dass die jeweiligen Enden des Einfassflecks, der entlang dem aufrechten Plattenteil 32 eingestellt ist, davor bewahrt werden, zufällig durch das Zentralmesser 51 geschnitten zu werden (siehe zum Beispiel JP-A-2003-311056).

In der Einfassmaschine, wie sie in JP-A-2003-311056 offenbart ist, wird eine Antriebskraft für eine vertikale Hin- und Herbewegung eines Zentralmessers über einen Transmissionsmechanismus von einer Spindel, übertragen, die von einem Spindelmotor in Umlauf versetzt wird, der als eine vertikale Antriebskraft für zwei Nadeln dient, und es ist möglich, eine Schaltung so vorzunehmen, dass eine Kraft, die übertragen oder abgestellt werden soll, umzuschalten, und zwar durch Betätigung einer Verbindungsgliedanordnung des Übertragungsmechanismus. Obwohl es nämlich möglich ist, den vertikalen Antrieb des Zentralmessers anzuhalten, während die beiden Nadeln vertikal angetrieben werden, kann das Zentralmesser allein nicht angetrieben werden, während die beiden Nadeln angehalten sind.

18 ist eine erläuternde Ansicht mit der Darstellung einer Positionsbeziehung zwischen einem geradlinigen Einschnitt S, der von dem Zentralmesser ausgebildet wird, Einschnitten V, V, die von den Eckmessern ausgebildet werden, und Nähten T, T, die von den beiden Nadeln ausgebildet werden. In 18 ist eine Richtung F eine Nähgutvorschubrichtung.

In 18 sind Einstichpunkte der beiden Nadeln 41 und eine Position des Zentralmessers 51 in einer Nähendposition in strichpunktierten Linien dargestellten. K bezeichnet eine Gesamtlänge eines Bereichs, in welchem ein Nähvorgang ausgeführt wird, D1 bezeichnet eine Länge entlang der Nähgutvorschubrichtung F mit Bezug auf einen Einschnitt V, der in der Nähgutvorschubrichtung F auf der Ablaufseite vom Eckmesser ausgebildet wird, und H bezeichnet einen Abstand von einem ablaufseitig gelegenen Ende des Zentralmessers zu den beiden Nadeln 41.

Wie oben beschrieben kann das Zentralmesser 51 allein nicht angetrieben werden, während der Vertikalantrieb der beiden Nadeln 41 abgestoppt ist. Wenn deshalb ein Abstand (K – D1) von der Einschnittstartposition des Zentralmessers 51 zur Nähendposition kleiner ist als der Abstand H von dem in der Nähgutvorschubrichtung ablaufseitigen Ende des Zentralmessers 51 zu den beiden Nadeln 41 (K – D1 < H), kann das Zentralmesser 51 den Einschnittvorgang nicht starten, selbst wenn die beiden Nadeln den Nähvorgang von der Nähstartposition zu der Nähendposition beenden. Somit gibt es dann, wenn K – D1 < H wegen einer kurzen Nähdistanz gilt, ein Problem, dass ein Einfassvorgang nicht ausgeführt werden kann.

In einem solchen Fall kann in Betracht gezogen werden, den Abstand H von den ablaufseitigen Ende des Zentralmessers 51 zu den beiden Nadeln 41 dadurch zu reduzieren, dass man die Nähnadeln 41 und das Zentralmesser 51 dichter beieinander anordnet. Da jedoch, wie in 17 gezeigt, das Führungsglied 33 des aufrechten Plattenteils 32 der Einfassvorrichtung zwischen den beiden Nadeln 41 und dem Zentralmesser 51 angeordnet ist, wird dann, wenn ein Abstand zwischen den beiden Nadeln 41 und dem Zentralmesser 51 reduziert wird, ein Zwischenraum zwischen dem Führungsglied 33 und den beiden Nadeln 41 enger, so dass ein dicker Einfassfleck nicht hindurch passieren kann. Es besteht nämlich bei der herkömmlichen Einfassmaschine ein Problem darin, dass es schwierig ist, einen dicken Einfassfleck zu vernähen.

ZUSAMMENFASSUNG DER ERFINDUNG

Es ist ein Ziel der vorliegenden Erfindung einen Nähvorgang ohne Rücksicht auf eine Dicke eines Einfassflecks zu erleichtern. Daneben ist es ein weiteres Ziel der vorliegenden Erfindung, einen Bereich zu vergrößern, in welchem ein geradliniger Einschnitt ausgebildet werden kann.

Gemäß einem Aspekt der Erfindung umfasst eine Einfassmaschine:

einen Nadelvertikalbewegungsmechanismus (40), der zwei parallele, geradlinige Nähte (T, T) mit zwei Nähnadeln (41, 41) durch Antreiben eines Spindelmotors (45) ausbildet;

eine Einfassvorrichtung (30) umfassend einen Bodenplattenteil (31), der entlang einer Nähgutvorschubrichtung (F) oberhalb eines auf einem Nähmaschinentisch (11) aufgebrachten Hauptnähguts (M) angeordnet ist, und einen aufrechten Plattenteil (31), der vertikal vom Bodenplattenteil (31) nach oben absteht, wobei die Einfassvorrichtung (30) einen Einfassfleck (B) zu Einstichpunkten der jeweiligen Nähnadeln (41, 41) in einem Zustand hinleitet, in welchem der Einfassfleck (B) entlang einer Seitenfläche des aufrechten Plattenteils (32) über den Bodenplattenteil (31) zu der anderen Seitenfläche hin eingestellt ist;

einen Nähgutvorschubmechanismus (20), der das Hauptnähgut (M) und den Einfassfleck (B), welcher um die Einfassvorrichtung (30) herum eingestellt ist, zu den Einstichpunkten der Nähnadeln (41, 41) durch Vorschubantriebsmittel (23), die gegenüber dem Spindelmotor (45) verschieden sind, vorschiebt;

einen Zentralmessermechanismus (50), der einen geradlinigen Einschnitt (S) zwischen den beiden geradlinigen Nähten (T, T) durch Vertikalbewegen eines Zentralmessers (51) ausbildet, das in Nähgutvorschubrichtung (F) an einer Ablaufseite der beiden Nähnadeln (41, 41) angeordnet ist, und zwar durch Messerantriebsmittel (57), die gegenüber dem Spindelmotor (45) verschieden sind;

einen Eckmessermechanismus (90), der Einschnitte (V, V) ausgebildet, die sich von jeweiligen Enden des geradlinigen Einschnitts (S) zu Enden der beiden jeweiligen geradlinigen Nähte hin erstrecken.

Die Einfassmaschine ist dadurch gekennzeichnet, dass sie weiterhin umfasst:

Einstellungseingabemittel (85, 86), von denen aus eine Einstellung eingegeben wird, um eine Nählänge (K) der beiden geradlinigen Nähte (T, T), sowie eine Einschneidestartposition und eine Einschneidebeendigungsposition des Zentralmessers mit Bezug auf die geradlinigen Nähte (T, T) zu bestimmen; und

Einschneidesteuermittel (81), die den Spindelmotor (45) anhalten, wenn ein durch die Nähnadeln (41, 41) ausgeführter Nähvorgang beendet ist, und das Hauptnähgut (M) und den Einfassfleck (B) durch Antreiben der Vorschubantriebsmittel (23) zur Einschneidestartposition verschieben, falls ein Abstand (K – D1) von der Einschneidestartposition zu einer Stichbildeendposition der geradlinigen Nähte (T, T), der auf der Basis der Einstellungseingabe festgelegt ist, kleiner als ein Abstand H entlang der der Nähgutvorschubrichtung (F) von einem Ende des Zentralmessers (51) auf einer in der Nähgutvorschubrichtung (F) gelegenen Ablaufseite zu den Nähnadeln (41, 41) ist, und hierauf den geradlinigen Einschnitt (S) ausgehend von der Einschneidestartposition bis zur Einschneidebeendigungsposition durch Antreiben des Vorschubantriebsmechanismus (23) bezüglich des Hauptnähguts (M) und des Einfassflecks (B) ausbilden, welche zur Einschneidestartposition vorgeschoben werden, während der Zentralmessermechanismus (50) angetrieben wird.

Gemäß der oben beschriebenen Einfassmaschine werden die Nähgüter durch den Nähgutvorschubmechanismus vorgeschoben, während der Nadelvertikalbewegungsmechanismus und der Zentralmessermechanismus durch jeweilige Antriebsquellen angetrieben werden, welche von derjenigen für den Nähgutvorschubmechanismus verschieden sind, so dass die Nähte an jeweiligen Seiten des aufrechten Plattenteils der Einfassvorrichtung durch eine Vertikalbewegung der Nähnadeln ausgebildet werden, und der geradlinige Einschnitt wird zwischen den Nähten auf der in Nähgutvorschubrichtung gelegenen Ablaufseite des aufrechten Plattenteils durch eine Vertikalbewegung des Zentralmessers ausgebildet.

In einem Fall, in welchem der Abstand, der auf der Basis der Einstellungseingabe aus den Einstellungseingabemitteln bestimmt ist, und zwar ausgehend von der Einschneidestartposition bis zur Stichbildebeendigungsposition der geradlinigen Nähte, kleiner ist als der Abstand entlang der Nähgutvorschubrichtung vom Ende des Zentralmessers in Nähgutvorschubrichtung auf der Ablaufseite der beiden Nadeln, ist es möglich, einen Eckeneinschnitt auszubilden mit einem Abstand entlang der Nähgutvorschubrichtung, der kleiner ist als ein Abstand von einem Ende des Zentralmessers an einer Zulaufseite in Nähgutvorschubrichtung zu den Nähnadeln. Weiter ist es möglich, einen kurzen, geradlinigen Einschnitt auszubilden, der den gleichen Abstand wie eine Breite des Zentralmessers in der Nähgutvorschubrichtung hat. Deshalb ist es möglich, den Bereich zu vergrößern, in welchem der geradlinige Einschnitt ausgebildet werden kann, und einen glatten Einfassvorgang zu erleichtern.

KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN

1 ist eine schaubbildliche Ansicht mit der schematischen Darstellung der ganzen Einfassmaschine.

2 ist eine schaubildliche Ansicht eines Nadelvertikalbewegungsmechanismus.

3 ist eine schaubbildliche Ansicht eines beweglichen Messermechanismus und des Nadelvertikalbewegungsmechanismus in einem das Einschneiden ermöglichenden Zustand.

4 ist eine weitere schaubildliche Darstellung des beweglichen Messermechanismus und des Nadelvertikalbewegungsmechanismus in einem das Einschneiden einschränkenden Zustand.

5 ist eine schaubbildliche Darstellung des beweglichen Messermechanismus in einer gegenüber 3 und 4 verschiedenen Blickrichtungen.

6 ist eine Draufsicht einer Einfassvorrichtung.

7 ist eine schaubbildliche Ansicht der Einfassvorrichtung.

8 ist ein Blockdiagramm mit der Darstellung eines Steuersystems umfassend ein Betriebssteuermittel der Einfassmaschine.

9 ist eine erläuternde Ansicht mit der Darstellung einer Positionsbeziehung einer Nähnadel und eines Zentralmessers.

10 ist ein Zeitdiagramm mit der Darstellung eines Betriebes der Einfassmaschine.

11 ist ein Flussdiagramm mit der Darstellung eines Nähvorgangs der Einfassmaschine.

12A ist eine erläuternde Ansicht mit der Darstellung einer Position des Zentralmessers mit Bezug auf einen Einfassfleck und ein Hauptnähgut zum Zeitpunkt eines letzten Stiches.

12B ist eine erläuternde Ansicht mit der Darstellung einer Positionsbeziehung der Nähnadeln mit Bezug auf den Einfassfleck und das Hauptnähgut im Zeitpunkt eines ersten Einschneidens des Zentralmessers.

13 ist eine erläuternde Ansicht mit der Darstellung der Positionsbeziehung der Nähnadeln mit Bezug auf den Einfassfleck und das Hauptnähgut im Zeitpunkt des ersten Einschneidens des Zentralmessers, wenn H < K – D1.

14 ist eine erläuternde Ansicht mit der Darstellung der Positionsbeziehung der Nähnadeln mit Bezug auf den Einfassfleck und das Hauptnähgut im Zeitpunkt eines Einschneideendes eines zentralen Einschnitts S, wenn D2 > H – W.

15 ist eine erläuternde Ansicht mit der Darstellung der Positionsbeziehung der Nähnadeln mit Bezug auf den Einfassfleck und das Hauptnähgut im Zeitpunkt des ersten Einschneidens des Zentralmessers, wenn H > K – D1.

16 ist eine erläuternde Ansicht mit der Darstellung der Positionsbeziehung der Nähnadeln mit Bezug auf den Einfassfleck und das Hauptnähgut im Zeitpunkt der Einschnittbeendigung des zentralen Einschnitts S, wenn H > K – D1.

17 ist eine Draufsicht mit der Darstellung einer Konfiguration um die beiden Nadeln herum in einer herkömmlichen Einfassmaschine.

18 ist eine erläuternde Ansicht mit der Darstellung einer Positionsbeziehung zwischen einem geradlinigen Einschnitt, der von einem Zentralmesser gebildet ist, Einschnitten, die von einem Eckmesser gebildet sind, und einer Naht, die durch die beiden Nadeln gebildet ist.

DETAILLIERTE BESCHREIBUNG (Gesamtkonfiguration eines Ausführungsbeispiels der Erfindung)

Eine Einfassmaschine 10 gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung wird unten mit Bezug auf 1 bis 18 beschrieben. In diesem Ausführungsbeispiel sind jeweilige Richtungen von X-, Y- und Z-Achsen bestimmt, die in den Figuren dargestellt sind. Eine Z-Achsrichtung entspricht einer vertikalen Bewegungsrichtungen eines Zentralmessers, das unten beschrieben werden wird, eine Nähebene ist senkrecht zur Z-Achsrichtung, eine X-Achsrichtung entspricht einer Nähgutvorschubrichtung und ist parallel zur Nähebene, und eine Y-Achsrichtung ist eine Richtung senkrecht zur X-Achsrichtung und verläuft parallel zur Nähebene.

Die Einfassmaschine 10 näht einen Einfassfleck B auf ein Hauptnähgut M auf und bildet einen geradlinigen Einschnitt S entlang der Nähgutvorschubrichtung sowie im Wesentlichen V-förmige Einschnitt V, V an jeweiligen Enden des Einschnitts S aus (siehe 18).

Wie in 1 gezeigt, schließt die Einfassmaschine 10 ein: einen Nähmaschinentisch 11, der als Arbeitsbasis eines Nähvorgangs dient, ein Nähmaschinengestell 12, das am Nähmaschinentisch 11 befestigt ist, einen großen Presservorschubmechanismus 20, der als ein Nähgutvorschubmechanismus dient, welcher Nähgüter einschließlich dem Hauptnähgut M und dem Einfassfleck B vorschiebt, eine Einfassvorrichtung 30, die den Einfassfleck B von oben her auf das Hauptnähgut M presst, einen Nadelvertikalbewegungsmechanismus 40, der eine Stichbildung an jeweiligen Seiten eines aufrechten Plattenteils 32 der Einfassvorrichtung 30 in der Nähe einer in der Nähgutvorschubrichtung F gelegenen Ablaufseite der Einfassvorrichtung 30 ausführt (siehe 2), einen beweglichen Messermechanismus 50, der vom Nähmaschinengestell 12 gehalten ist und als ein Zentralmessermechanismus dient, der Einschnitte an den Nähgütern B, M ausbildet, und zwar durch Bewegen eines Zentralmessers 51 in einer vertikalen Richtung zwischen Nähnadeln 41, 41 in Nähgutvorschubrichtung auf einer Ablaufseite der Nähnadeln 41 (siehe 5), einen Eckmessermechanismus 90, der die V-förmigen Einschnitte V, V an den jeweiligen Enden des geradlinigen Einschnitts S ausbildet, und Betriebssteuermittel 80, welche die jeweiligen oben beschriebenen Teile steuern (siehe 8).

Nachstehend wird jeder Teil im Einzelnen beschrieben.

(Nähmaschinentisch und Nähmaschinengestell)

Wie in 1 dargestellt, hat der Nähmaschinentisch 11 eine obere Fläche, die parallel zur X-Y-Ebene ist und in einem horizontalen Zustand benutzt wird. Die Oberfläche des Nähmaschinentisches 11 hat eine rechteckige Gestalt, die längsweise entlang der Nähgutvorschubrichtung, das heißt der X-Achsrichtung angeordnet ist. Der große Presservorschubmechanismus 20 und die Einfassvorrichtung 30 sind am Nähmaschinentisch 11 angeordnet und der Eckmessermechanismus ist unter dem Nähmaschinengestell 11 angeordnet.

Am Nähmaschinentisch 11 ist unter den beiden Nähnadeln 41 eine Stichplatte 13 angeordnet. Nadelöffnungen, die den jeweiligen Nähnadeln 41, 41 entsprechen, sind durch die Stichplatte 13 hindurch ausgebildet, und (nicht dargestellte) horizontale Schiffchen sind jeweils unter der Stichplatte 13 vorgesehen. Jeder Nadelfaden, der durch die Nähnadeln 41 hindurch eingesetzt ist, wird nämlich von den entsprechenden horizontalen Schiffchen unter den Nähnadeln 41, 41 eingefangen und mit einem Spulenfaden verwickelt, der von den jeweiligen horizontalen Schiffchen heraus abgewickelt wird, so dass der Nähvorgang ausgeführt wird.

Ein Schlitz, in welchen das Zentralmesser 51 eingesetzt ist, ist in Nähgutvorschubrichtung an der Ablaufseite der Stichplatte 13 zwischen den Nadelöffnungen vorgesehen, und ein nicht dargestelltes ortsfestes Messer, welches die Nähgüter in Zusammenwirken mit dem Zentralmesser 51 schneidet, ist vorgesehen.

Das Nähgestell 12 schließt ein: einen Bettabschnitt 12a, der an einer Seite einer Mittelposition des Nähmaschinentisches 11 in dessen Längsrichtung angeordnet ist, einen vertikalen Säulenteil 12b, der vom Bettabschnitt absteht, und einen Armteil 12c, der sich in der X-Achsrichtung ausgehend von einem oberen Ende des vertikalen Säulenteils 12b erstreckt. Der Nadelvertikalbewegungsmechanismus 40 und der bewegliche Messermechanismus 50 sind teilweise im Armteil 12c untergebracht. Weiterhin sind die Nähnadeln 41, 41 und das Zentralmesser 51 vertikal an einem unteren Ende an einer Vorderseite des Armteils 12c gehalten.

(Nadelvertikalbewegungsmechanismus)

2 ist eine schaubbildliche Ansicht des Nadelvertikalbewegungsmechanismus 40. Der Nadelvertikalbewegungsmechanismus 40 schließt ein: zwei Nähnadeln 41, 41, die eine Zwillingsnadel bilden, zwei Nadelstangen 42, 42, die die Nähnadeln 41, 41 an ihren jeweiligen unteren Enden halten, einen Halterahmen 43, der die Nadelstangen 42, 42 so hält, dass sie entlang ihrer Längsrichtungen gleitbar sind, einen Nadelstangenhalter 44, der die Nadelstangen 42, 42 gemeinsam hält, einen Spindelmotor 45, der als eine Antriebsquelle für eine vertikale Hin- und Herbewegung der Nähnadeln dient (siehe 8), eine Spindel 46, die durch den Spindelmotor 45 in Umlauf versetzt wird, ein Drehgewicht 47, das an einem Ende der Spindel 46 fixiert ist und somit rotiert, eine Kurbelstange, deren eines Ende an das Drehgewicht 47 an einer exzentrischen Position mit Bezug auf dessen Drehzentrum angekoppelt ist, und deren anderes Ende mit dem Nadelhalter 44 verbunden ist, und eine Drehwelle 49, deren eines Ende an den Halterahmen 43 angekoppelt ist, und an die ausgehend von einer (nicht dargestellten) Drehantriebsquelle eine Drehantriebskraft angelegt wird.

Der Halterahmen 43 ist von der Drehwelle 49 schwenkbar gehalten, und die Drehwelle 49 ist im Inneren des Armteils 12c so gehalten, dass sie um die Y-Achse drehbar ist. Die Nadelstangen 42, 42 sind vom Halterahmen 43 senkrecht zur Drehwelle 49 gehalten und laufen parallel zueinander. Da der Halterahmen 43 derart angeordnet ist, dass die Nadelstangen 42, 42 im Wesentlichen entlang der Z-Achsrichtung angeordnet sind, bewegen sich dann, wenn von der Drehwelle 49 eine Drehkraft innerhalb eines bestimmten Bereiches an den Halterahmen 43 angelegt wird, die Nähnadeln 41, 41 an den unteren Enden der Nadelnstangen 42, 42 parallel zu einer Nährichtung.

Eine Antriebskraft wird an die Drehwelle 49 ausgehend von der Drehantriebsquelle angelegt, um eine Stichbildung in einem kurzen Hub in einer zur Nähgutvorschubrichtung entgegengesetzten Richtung auszuführen, um so über die Naht hinaus zu nähen, die zuvor ausgebildet wurde, wodurch eine Rückwärtsverriegelungsvernähung ausgeführt wird, die einen Faden daran hindert sich an einem Nähstartpunkt oder einem Nähendepunkt zu entwirren. Dementsprechend wird in einem gewöhnlichen Nähvorgang die Drehwelle 49 derart gehalten, dass die Nadelstangen 42, 42 parallel zur Z-Achsrichtung angeordnet sind.

Die Spindel 46 wird ebenfalls im Innern des Armteils 12c so gehalten, dass sie um die Y-Achse drehbar ist, und eine Drehantriebskraft einer vollen Rotation wird vom Spindelmotor 45 an die Spindel 46 angelegt. Wenn die Spindel 46 umläuft, läuft das Drehgewicht 47 entsprechend um, und das Ende der Kurbelstange 48 zirkuliert um das Zentrum der Spindel 46. Am anderen Ende der Kurbelstange 48 wird lediglich die Z-Komponente der zirkularen Bewegung des Endes auf den Nadelstangenhalte 40 übertragen, so dass sich die Nadelstangen 42, 42 dementsprechend in der vertikalen Richtung hin- und herbewegen und zwei parallele Nähte T, T an den Nähgütern mit den Nähnadeln 41, 41 ausgebildet werden.

(Beweglicher Messermechanismus)

3 ist eine schaubbildliche Ansicht eines beweglichen Messermechanismus 50 und eines Nadelvertikalbewegungsmechanismus 40 in einem ein Einschneiden ermöglichenden Zustand, 4 ist eine weitere schaubbildliche Ansicht des beweglichen Messermechanismus 50 und des Nadelvertikalbewegungsmechanismus 40 in einem ein Einschneiden einschränkenden Zustand, und 5 ist eine schaubildliche Ansicht des beweglichen Messermechanismus 50 in einer gegenüber 3 und 4 verschiedenen Blickrichtung.

Der bewegliche Messermechanismus 50 schließt ein: das Zentralmesser 51, welches die geradlinige Zertrennung ausbildet, eine Messerstange 52, die an ihrem unteren Ende mit dem Zentralmesser 51 ausgestattet und im Inneren des Armteils 12c so gehalten ist, dass sie in der Z-Achsrichtung gleitbar ist, ein Metalllager 53, das am Nähmaschinengestell befestigt ist und die Messerstange 52 in ihrer Längsrichtung gleitbar hält, einen Messerstangenhalter 54, der an einer Mitte der Messerstange 52 in deren Längsrichtung fixiert ist, ein Stück 55, das an dem Messerstangenhalter 54 befestigt ist, einen Führungsrahmen 56, der am Nähmaschinengestell befestigt und dort gehalten ist und die Messerstange 52 so führt, dass sie sich in der vertikalen Richtung ohne Drehung über das Stück 55 bewegt, einen Messermotor 57, der ein Schrittmotor ist und als Antriebsquelle für eine Vertikalbewegung des Zentralmessers 51 dient, eine Kurbelstange 59, deren eines Ende über einen exzentrischen Nocken 58 an den Messermotor 57 angekoppelt ist, wobei der Nocken 58 mit Bezug auf eine Ausgangswelle 57b des Messermotors 57 exzentrisch angeordnet ist, einen Eingabearm 60 mit einem oszillierenden Ende, das an das andere Ende der Kurbelstange 59 angekoppelt ist, eine Drehwelle 61, deren eines Ende an den Eingabearm 61 angekoppelt ist und durch Lager 68 drehbar gehalten ist, die am Nähmaschinengestell fixiert sind, einen Ausgabearm 62, der einstückig mit der Drehwelle 61 ausgebildet ist und am anderen Ende der Drehwelle 61 mit der Drehwelle oszilliert, ein erstes Verbindungsglied 63, dessen eines Ende an ein oszillierendes Ende des Ausgabearms 62 angekuppelt ist, ein zweites Verbindungsglied 64, das an das andere Ende des ersten Verbindungsgliedes 63 und den Messerstangenhalter 54 ankoppelt ist, einen Luftzylinder 65, der als eine Antriebsquelle dient zum Umschalten zwischen dem ein Schneiden ermöglichenden Zustand und dem ein Schneiden einschränkenden Zustand des Zentralmessers, ein Hebelglied 66, dessen eines Ende an einen Stößel des Luftzylinders 65 angekoppelt ist und eine oszillierende Bewegung ausführt, ein Verbindungsglied 67, das einen Verbindungsteil J des ersten Verbindungsgliedes 63 und des zweiten Verbindungsgliedes 64 und das andere Ende des Hebelgliedes 66 verbindet, und einen Stopper 69, der den Stößel an einer vorbestimmten Position anhält, wenn der Luftzylinder 65 ausfährt.

Der bewegliche Messermechanismus 50 kann in einen das Schneiden ermöglichenden Zustand geschaltet werden, in welchem die Drehantriebskraft von dem Messermotor 57 übertragen und in eine vertikale Hin- und Herbewegung des Zentralmessers 51 umgewandelt wird, wenn der Luftzylinder sich in einer rückwärtigen Position befindet (ein in 3 dargestellter Zustand), und der Messermechanismus 50 kann in den das Schneiden einschränkenden Zustand geschaltet werden, in welchen die Drehantriebskraft von dem Messermotor 57 nicht zum Zentralmesser 51 hin übertragen wird, wenn der Luftzylinder 65 sich in einer vorderen Position befindet (ein in 4 dargestellter Zustand).

Im Einzelnen: das Hebelglied 66 wird von dem Nähmaschinenrahmen 12 derart gehalten, dass der Mittelpunkt G in seiner Längsrichtung als ein Oszillationsdrehpunkt dient und dass eine Oszillationsachse entlang der Y-Achsrichtung angeordnet ist. Wenn der Luftzylinder 65 sich in der rückwärtigen Position befindet, hält das Hebelglied 66 den Verbindungsteil J des ersten Verbindungsgliedes 63 und des zweiten Verbindungsgliedes 64 über das Verbindungsglied 67 unter einer Oszillationsmittellinie des Ausgangsarms 62.

Wenn der Messermotor 57 betätigt wird, um in einem solchen Zustand umzulaufen, wird das Ende der Kurbelstange 59 durch den exzentrischen Nocken, der an der Ausgangswelle 57b, die ihrerseits in der Y-Richtung angeordnet ist, in Umlauf versetzt. Wenn das Ende der Kurbelstange 59 zirkuliert, bewegt sich das andere Ende nach rückwärts und vorwärts, wodurch der Eingabearm 60 in Schwingung versetzt wird. Infolgedessen rotiert die Drehwelle 61 und versetzt den Ausgabearm 62 in Schwingung.

Der Verbindungspunkt J des ersten Verbindungsgliedes 63 und des zweiten Verbindungsgliedes 64 wird so reguliert, dass er sich entlang eines Bogens bewegt, der einen Radius in der Länge des Verbindungsgliedes 67 und einen Mittelpunkt am Ende des Verbindungsgliedes (Kupplungsende des Hebelgliedes 6) hat. Wenn daher der Verbindungspunkt J sich entlang dem Bogen bewegt, bewegt die Schwingungsbewegung des Ausgabearmes 62 die Messerstange 52 und das Zentralmesser 51 in der vertikalen Richtung, und zwar über das ersten Verbindungsglied 63 und das zweite Verbindungsglied 64, wodurch ein Schneidvorgang ausgeführt wird.

Wenn andererseits der Luftzylinder 65 sich in seiner vorderen Position befindet, wird der Stößel des Luftzylinders 65 in Kontakt mit dem Stopper 69 abgestoppt, und das Hebelglied 66 hält den Verbindungsteil J des ersten Verbindungsgliedes 63 und des zweiten Verbindungsgliedes 64 an der Oszillationsmittellinie des Ausgabearms 62 über das Verbindungsglied 67 angehoben. Zu diesem Zeitpunkt wird auch das Zentralmesser 51 in eine (in 4 dargestellte) Bereitschaftsposition angehoben, in welcher das Einschneiden des Nähguts nicht ausgeführt wird.

Die Länge zwischen Drehzentren an den jeweiligen Enden des ersten Verbindungsgliedes wird so eingestellt, dass sie gleich dem Oszillationsradius des Ausgabearms 62 ist. Wenn der Ausgabearm 62 durch den Messermotor 57 zu schwingen beginnt, wobei der Verbindungsteil J an der Oszillationsmittellinie des Ausgabearms 62 positioniert ist, oszilliert auch das erste Verbindungsglied 63 um den Verbindungsteil J. Im Ergebnis wird ein Zustand erreicht, in welchem an das zweite Verbindungsglied 64 keine Antriebskraft angelegt wird. Dementsprechend bewegt sich das Zentralmesser 51 nicht in der Vertikalrichtung und wird so gehalten, dass es in der Bereitschaftsstellung steht.

Somit kann durch die Betätigung des Luftzylinders 65 ein Betriebszustand und ein eingeschränkter Zustand des Zentralmessers 51 geschaltet werden.

Was die Gestalt einer Klinge betrifft, so schließt das Zentralmesser 51 einen Klingenspitzenteil 51a ein, der nach unten vorsteht, und eine Schneidklinge 51b, die sanft geneigt ist (siehe 9). Das Zentralmesser 51 wird so eingestellt, dass ein unteres Ende der Klingenspitze 51a unter der oberen Fläche der Stichplatte gehalten wird, wenn sich das Zentralmesser 51 im Betriebszustand befindet, und zwar derart, dass das untere Ende der Klingenspitze 51a oberhalb der oberen Fläche der Stichplatte 13 gehalten wird, wenn sich das Zentralmesser 51 in der Bereitschaftsstellung, das heißt im eingeschränkten Zustand befindet.

(Einfassvorrichtung)

6 ist eine Draufsicht der Einfassvorrichtung 30 und 7 ist eine schaubbildliche Ansicht derselben.

Die Einfassvorrichtung 30 schließt ein: einen Bodenplattenteil 31, der eine rechtwinklige Platte ist, einen aufrechten Plattenteil 32, der in senkrechter Richtung auf eine Oberseite des Bodenplattenteils 31 entlang einer Längsrichtung des Bodenplattenteils 31 aufgesetzt ist, ein Führungsglied 33, das in Nähgutvorschubrichtung an einem Ablaufende des aufrechten Plattenteils 32 ausgebildet ist, um den Einfassfleck B so zu führen, dass er dem Zentralmesser 51 ausweicht, und längsweise Führungsteile 34, die den Einfassfleck B derart führen, dass die jeweiligen Enden des Einfassflecks B in seiner Breitenrichtung in einem Zustand vorgeschoben werden, in welchem sie entlang jeweiliger Seiten des aufrechten Plattenteils 32 eingestellt werden.

Die Einfassvorrichtung 30 wird durch einen Haltemechanismus gehalten, der einen (nicht dargestellten) Luftzylinder aufweist, und ist dann, wenn sie nicht benutzt wird, von einem Bereich unterhalb der Nähnadeln 41, 41 weg angeordnet, wie in 1 dargestellt. Im Gebrauch wird die Einfassvorrichtung 30 auf die Stichplatte durch Antreiben des Luftzylinders aufgesetzt.

Der Bodenplattenteil 31 ist in rechtwinkliger Gestalt ausgebildet und wird derart gehalten, dass seine Längsrichtung parallel mit der X-Achsrichtung verläuft, und dass seine Bodenseite so verläuft, dass sie im Gebrauch der Oberseite des Nähmaschinentisches 11 gegenüberliegt. Weiterhin sind im Wesentlichen U-förmige Ausschnittsteile 31a, 31a in Nähgutvorschubrichtung an einem vorderen Ende des Bodenplattenteils 31 für die Nähnadeln 41, 41 ausgebildet, um die Stichbildung auszuführen.

Der aufrechte Plattenteil 32 ist in Form einer rechtwinkligen Platte ausgebildet, ausgenommen das Führungsglied 33 und dessen Nachbarschaft, und steht vertikal in der Mitte des Bodenplattenteils 31 in der Breitenrichtung (das ist die Y-Achsrichtung), so dass seine Längsrichtungen mit der Längsrichtung des Bodenplattensteils 31 zusammenfallen. Die Einfassvorrichtung 30 ist nämlich so ausgebildet, dass der Bodenplattenteil 31 einstückig mit dem aufrechten Plattenteil 32 ausgebildet ist, so dass er in Längsrichtung gesehen die Gestalt eines umgekehrten T hat.

Die Einfassvorrichtung 30 wird von oben her auf dem Einfassfleck B platziert, wenn der Einfassfleck B auf das Hauptnähgut aufgelegt ist, das seinerseits auf der Stichplatte 13 platziert ist, und der Einfassfleck B wird von den großen Pressern derart gehalten, dass die jeweiligen Enden des Einfassflecks B in dessen Breitenrichtung (die Y-Achsrichtung in 6) von jeweiligen Enden des Bodenplattenteils in seiner Breitenrichtung zurückgefaltet und entlang den jeweiligen Seiten des aufrechten Plattenteils 32 aufgestellt sind. Der Einfassfleck B wird nämlich von einer Seite zur anderen Seite des aufrechten Plattenteils 32 über den Bodenplattenteil 31 herum gewunden. Wenn der Einfassfleck, wie oben beschrieben um die Einfassvorrichtung 30 herum gelegt ist, führen die Nähnadeln 41, 41 an jeweiligen Seiten des aufrechten Plattenteils 32 eine Stichbildung aus, und das Zentralmesser 51 bildet durch Auf- und Abbewegung den geradlinigen Einschnitt S aus, während der Einfassfleck B und das Hauptnähgut M vorgeschoben werden.

Wie oben beschrieben sind die beiden längsweise gerichteten Führungsteile 34, 34 so vorgesehen, dass sie den Seiten des aufrechten Plattenteils 32 dicht gegenüberliegen, wodurch die jeweiligen Enden des Einfassflecks B in seiner Breitenrichtung entlang den Seitenflächen des aufrechten Plattenteils 32 gehalten werden. Jeder der längs gerichteten Führungsteile 34, 34 ist an jeweiligen Endteilen an einer in Nähgutvorschubrichtung gelegenen Zulaufseite derart gebogen, dass ein Zwischenraum ausgehend von dem aufrechten Plattenteil 32 zunimmt, und der Zwischenraum wird an seiner Ablaufseite konstant gehalten. Jedes Ende des Einfassfleckes B in seiner Breitenrichtung wird nämlich zwischen die jeweiligen längsweisen Führungsteile 34, 34 und den aufrechten Plattenteil 32 eingesetzt und so geführt, dass er entlang den jeweiligen Seitenflächen des aufrechten Plattenteils 32 gehalten wird.

Das Zentralmesser 51 ist an einer Verlängerungslinie ausgehend vom aufrechten Plattenteil 32 in Nähgutvorschubrichtung F auf der Ablaufseite der Einfassvorrichtung 30 angeordnet. Das Führungsglied 33 ist so vorgesehen, dass der Einfassfleck B vom Zentralmesser 51 nicht zerrissen wird, wenn beide Enden des Einfassflecks B in ihrer Breitenrichtung sich in Nähgutvorschubrichtung F zur Ablaufseite entlang dem aufrechten Plattenteil 32 bewegen. Das Führungsglied 33 ist mit dem in Nähgutvorschubrichtung F ablaufseitigen Ende des aufrechten Plattenteils 32 ausgebildet und verzweigt sich in den beiden Armen zur Richtung F hin derart, dass es von oben gesehen eine V-förmige Gestalt hat. Das Führungsglied 33 ist so angeordnet, dass es das Zentralmesser 51 von beiden Seiten her so dicht wie möglich abdeckt, um den Einfassfleck B wirksam vor dem Zentralmesser 51 zu bewahren. Wenn entsprechend der obigen Ausbildung die Nähgüter vorgeschoben werden, werden die jeweiligen Enden des Einfassflecks B in dessen Breitenrichtung von dem aufrechten Plattenteil 32 durch den Zwischenraum C zwischen den längs gerichteten Führungsteilen 34, 34 und dem Führungsglied 33 weggelenkt und so geführt, dass sie dem Zentralmesser 51 ausweichen.

(Vorschubmechanismus der großen Presser)

Der Vorschubmechanismus 20 der großen Presser schließt ein: große Presser 21, 21, die die jeweiligen Enden des Einfassflecks B, welcher auf die Einfassvorrichtung 30 aufgesetzt ist, in seiner Breitenrichtung von oben her anpressen, einen Haltekörper 22, der die großen Presser 21, 21 hält, einen (nicht dargestellten) Luftzylinder, der die großen Presser 21, 21 über dem Haltekörper 22 auf- und abbewegt, und einen Pressermotor 23, der den Einfassfleck B und das Hauptnähgut M, die von den großen Pressern 21, 21 angepresst werden, durch den Haltekörper 22 in Nähgutvorschubrichtung F vorschiebt, wobei der Pressermotor 23 als Vorschubantriebsmittel dient, das gegenüber dem Spindelmotor 45 separat und verschieden ist.

Jeder der großen Presser 21, 21 ist eine rechteckige Platte und wird von dem Haltekörper 22 in einem Zustand gehalten, in welchem ihre Längsrichtungen entlang der X-Achsrichtung angeordnet sind. Weiterhin sind die großen Presser 21, 21 so gehalten, dass ihre jeweiligen Plattenflächen parallel zur X-Y-Ebene sind. Die großen Presser 21, 21 können durch Antreiben des Luftzylinders zwischen oberen und unteren Positionen umgeschaltet werden. Insbesondere sind die großen Presser 21, 21 in ihrer oberen Position von der Oberseite des Nähmaschinentisches 11 abgetrennt, und sie liegen in ihrer unteren Position auf gleichem Niveau mit der Oberseite des Nähmaschinentisches 11. Weiterhin sind die großen Presser 21, 21 in einem Zustand gehalten, in welchem sie voneinander weg angeordnet sind, so dass wenigsten der aufrechte Plattenteil 32 der Einfassvorrichtung 30 dazwischen hindurch passieren kann.

Der Haltekörper 22 ist in der X-Achsrichtung beweglich am Nähmaschinentisch 11 derart angeordnet, dass jeder der gehaltenen großen Presser 21, 21 an jeweiligen Seiten der Nähnadeln 41, 41 vorbei passieren kann. Weiterhin wird der Haltekörper 22 vom Pressermotor 23 über einen (nicht dargestellten) Kugelschraubmechanismus angetrieben.

(Eckmessermechanismus)

Der Eckmessermechanismus 90 ist in der Passage der großen Presser 21, 21 des Vorschubmechanismus 20 der großen Presser unter dem Nähmaschinentisch 11 angeordnet und bildet im Wesentlichen V-förmige Einschnitte V, V an den jeweiligen Enden des geradlinigen Einschnitts S aus, und sticht durch den Einfassfleck und das Hauptnähgut M, die von dem Vorschubmechanismus 20 der großen Presser vorgeschoben werden, ein Eckmesser 91 von unten her hindurch.

Der Eckmessermechanismus 90 schließt die beiden Eckmesser 91, 91 ein, die in Nähgutvorschubrichtung F in einem Abstand voneinander angeordnet sind, sowie einen (nicht dargstellten) Vertikalbewegungsmotor, der die Eckmesser 91, 91 auf- und abbewegt.

Jedes der Eckmesser 91, 91 schließt ein dreieckiges Paar von Messern ein, die so angeordnet sind, dass sie, von einem Vorderende derselben erblickt, eine V-förmige Gestalt haben, und sie sind mit dem Vorderende nach aufwärts gerichtet gehalten. Die Eckmesser 91, 91 bilden V-förmige Einschnitt V, V an den Nähgütern B, M dadurch aus, dass sie sich von der Unterseite des Nähmaschinentisches 11 durch den Vertikalbewegungsmotor nach aufwärts bewegen. Weiterhin ist der Winkel zwischen dem dreieckförmigen Messerpaar in jedem der Eckmesser 91, 91 so einstellbar, dass er einem Intervall zwischen den beiden Nähten T, T, welche von den Nähnadeln 41, 41 ausgebildet werden soll, entspricht.

Die Eckmesser 91, 91 sind so gehalten, dass Öffnungen der V-förmigen Einschnitte, die durch die jeweiligen Eckmesser gebildet werden, einander gegenüberliegend angeordnet sind. Weiterhin ist es möglich, einen Abstand zwischen den Eckmessern 91, 91 einzustellen.

Wenn die Nähgüter B, M, die mit den Nähten T, T und dem geradlinigen Einschnitt S ausgebildet sind, durch den Vorschubmechanismus 20 der großen Presser in eine Position oberhalb des Eckmessermechanismus 90 vorgeschoben werden, bildet der Eckmessermechanismus 90 zwei V-förmige Einschnitte V, V an den Nähgütern B, M aus, und zwar dadurch, dass die Eckmesser 91, 91 an den jeweiligen Enden des Einschnitts S vertikal bewegt werden. Wie in 18 gezeigt, werden nämlich durch den Eckmessermechanismus 90, der Einschnitt V, der sich von einem Ende des geradlinigen Einschnitts S aus zu den nahen Enden der Nähte T, T erstreckt, und der andere Einschnitt V, der sich von dem anderen Ende des geradlinigen Einschnitts S aus zu den anderen Enden der Nähte T, T erstreckt, an den Enden des geradlinigen Einschnitts S ausgebildet.

(Steuersystem der Einfassmaschine)

8 ist ein Blockdiagramm mit der Darstellung eines Steuersystems, das die Betriebssteuermittel 80 der Einfassmaschine 10 einschließt. Die Betriebsteuermittel 80 sind verbunden: mit einer Anzeigetafel 84, die bestimmte Zeichen oder eine Bildinformation darstellt, mit einem Einstellschalter 85, der an der Anzeigetafel 84 für eine Befehlseingabe oder eine Bildauswahl in Zusammenhang mit einer Vielfalt von Einstellungen angeordnet ist, mit einer numerischen Tastatur 86 zum Eingeben numerischer Werte und zum Einstellen/Löschen der Eingabe in Verbindung mit einer Vielfalt von Einstellungen, und mit einem Startschalter 87 zum Eingeben eines Starts des Nähvorgangs über jeweilige Eingabe-/Ausgabe-Schaltungen (die nicht dargestellt sind). Der Einstellschalter 85 und die numerische Tastatur 86 funktionieren als Einstelleingabemittel gemäß dem Ausführungsbeispiel zum Einstellen/Eingeben verschiedener numerischer Werte (zum Beispiel Abstände K, H, D1, D2, W u.s.w.).

Weiterhin sind die Betriebssteuermittel 80 verbunden mit: dem Spindelmotor 45, dem Pressermotor 23 und dem Messermotor 57, die einer Steuerung über jeweilige Treiber 45a, 23a, 57a unterliegen. Zusätzlich sind der Luftzylinder, der die Einfassvorrichtung 30 auf- und abbewegt, der Luftzylinder, der die großen Presser 21, 21 auf- und abbewegt, und die (nicht dargestellten) Vertikalbewegungsmotoren zum Bewegen der Eckmesser 91, 91 über jeweilige Treiber mit den Betriebssteuermitteln 80 verbunden. In ähnlicher Weise ist ein elektromagnetisches Ventil 70 des Luftzylinders 65, der den Betätigungszustand und den Nichtbetätigungszustand des Zentralmessers 51 schaltet, über einen Treiber 70a, mit den Betriebssteuermitteln 80 verbunden.

Die Betriebssteuermittel 80 schließen für verschiedene Steuerungen eine CPU 81 ein, sowie ein ROM 82, in welchem ein Steuerprogramm zur Ausführung verschiedener Funktionen und Betriebsvorgänge der Einfassmaschine 10, Steuerdaten und verschiedene Nähdaten eingeschrieben sind, und ein RAM 83, welches verschiedene Daten speichert, die auf Vorgänge der CPU 81 innerhalb eines Arbeitsbereiches bezogen sind.

Vorbedingungen von Arbeitsvorgängen, welche durch die CPU 81 zum Steuern spezifischer Betriebsvorgänge des Einfassvorgangs ausgeführt werden, werden zuerst beschrieben.

Wie oben beschrieben, werden bei einem Einfassvorgang der geradlinige Einschnitt S parallel zu und zwischen den beiden Nähten T, T, die von den Nähnadeln 41, 41 gebildet werden, und die V-förmigen Einschnitte V, V an den jeweiligen Enden des geradlinigen Einschnittes ausgebildet (siehe 12A und 12B).

Wie in 9 und 12A gezeigt, ist das Zentralmesser 51, welches den Einschnitt S ausbildet, so angeordnet, dass ein Ende auf einer in Nähgutvorschubrichtung F angeordneten Zulaufseite in Nähgutvorschubrichtung F an einer Ablaufseite an den Nähnadeln 41, 41 in einem Abstand L angeordnet sind. Wie weiterhin in 12B gezeigt, liegt eine Position, an welcher die Ausbildung des Einschnitts S mithilfe des Zentralmessers 51 gestartet wird, das heißt die Einschneidestartposition, an einer Stelle, die sich an einer Rückseite einer Vertikalbewegungsstartposition der Nähnadeln 41, 41 befindet, und zwar in einem Abstand von D1, der eine Länge entlang der Nähgutvorschubrichtung F des V-förmigen Einschnittes V ist, der an der Nähstartseite ausgebildet wird. Um deshalb die Ausbildung des geradlinigen Einschnitts S ausgehend von der Einschneidestartposition zu beginnen, ist es erforderlich, die Nähgüter B, M um eine Summe der Länge D1, einer Klingenbreite W des Zentralmessers 51 und des Abstandes L (D1 + W + L) nach einem ersten Stich der Nähnadeln 41, 41 vorzuschieben, und dann das Zentralmesser 51 zu bewegen.

Weiterhin muss, wie in 12A gezeigt, eine Endposition des geradlinigen Einschnitts S, das heißt die Einschneideendposition, vor einer Nähendposition der Nähte T, T um eine Länge D2 gelegen sein, was eine Länge entlang der Nähgutvorschubrichtung F des V-förmigen Einschnitts V ist, der an der Einschneideendposition ausgebildet wird. Gemäß der Einfassmaschine 10 des Ausführungsbeispiels ist gewährleistet, dass der Abstand L (L = H – W) zwischen dem Zentralmesser 51 und den Nähnadeln 41, 41 angemessen weit ist, so dass ein Abstand von den Nähnadeln 41, 41 zum aufrechten Plattenteil 32 und ein Abstand C von den jeweiligen Enden des Längsführungsteils 34, 34 zum Führungsglied 33 vergrößert sind. Indessen können die Längen D1, D2 entlang der Nähgutvorschubrichtung F der Einschnitte V, die auf der Startendseite und der Beendigungsseite des Einschnitts S ausgebildet werden, vom Einstellschalter 85 und von der numerischen Tastatur 86 auf bestimmte Werte eingestellt werden. In einem Falle, in welchem die Länge D2 des Einschnitts V an der Beendigungsseite des Einschnitts S so eingestellt wird, dass sie kleiner als der Abstand L zwischen dem Zentralmesser 51 und den Nähnadeln 41, 41 ist (L > D2), erreicht daher der Einschnitt S, der von dem Zentralmesser 51 gebildet wird, lediglich eine Position an einer Vorderseite der letzten Stichposition um den Abstand L zu der Zeit, wenn der letzte Stich gemacht wird (siehe 12A). Dementsprechend muss das Zentralmesser 51 angetrieben werden, wobei die Vertikalbewegung der beiden Nähnadeln 41, 41 abgestoppt ist, bis die Nähgüter um einen Abstand L – D2 vorgeschoben sind (nachstehend als ein vergrößerter Spaltabstand bezeichnet), und zwar ausgehend von dem Zeitpunkt, zu dem der letzte Stich gemacht wird, und dies sollte in den Betriebssteuerungen und Arbeitsvorgängen beachtet werden.

Andererseits erreichen in einem Falle, in welchem die Länge D2 in Nähgutvorschubrichtung F des Einschnitts V, der an der Beendigungsseite des Einschnitts S ausgebildet wird, größer ist als der Abstand L zwischen dem Zentralmesser 51 und den Nähnadeln 41, 41 (L < D2), die Nähnadeln 41, 41 die Nähendposition selbst dann nicht, wenn das Zentralmesser 51 die Beendigungsseite des Einschnitts S erreicht (siehe 14). Deshalb ist es, nachdem das Zentralmesser 51 die Beendigungsseite des Einschnitts S erreicht, erforderlich, die Bewegung der Nadeln um einen Abstand D2 – (H – W) fortzusetzen, wobei das Zentralmesser 51 angehalten wird.

Um solche Betriebssteuerungen in einem Falle durchzuführen, in dem Daten betreffend die Längen D1, D2 entlang der Nähgutvorschubrichtung F der Einschnitte V, V, der Abstand L zwischen dem Zentralmesser 51 und den Nähnadeln 41, 41 und die Klingenbreite W des Zentralmessers 51 vorher im ROM 82 gespeichert sind, oder in einem Fall, in dem die Daten vom Einstellschalter 85 in das RAM 83 eingegeben und dort gespeichert werden, führt die CPU 81 eine Betriebssteuerung derart aus, dass der Messermotor 57 zum Antreiben des Zentralmessers betätigt wird, wenn die Nähgüter um einen Abstand D1 + W + L ausgehend von dem ersten Stich der Nähnadeln 41, 41 vorgeschoben werden, und zwar unter Verwendung eines bestimmten Arbeitsprogramms, das im ROM 82 gespeichert ist (siehe 12B).

Alternativ kann eine Betriebssteuerung derart ausgeführt werden, dass der Luftzylinder 65 aus der vorderen Position in die hintere Position umgeschaltet wird, nachdem die Nähgüter um den Abstand D1 + W + L vorgeschoben sind, wobei der Messermotor 57 vorher betätigt wird, oder derart, dass der Luftzylinder 65 rückwärts bewegt wird, und zwar gleichzeitig mit dem Start des Messermotor 57, nachdem den Nähgüter um den Abstand D1 + W + L vorgeschoben sind.

Der erste Stich der Nähnadeln 41, 41 kann erkannt werden durch Feststellung eines Signals, das bei jeder Umdrehung von einem Encoder ausgegeben wird, der am Spindelmotor 45 vorgesehen ist. Weiterhin kann der Nähgutvorschubabstand D1 + W + L dadurch festgestellt werden, dass die Umdrehungszahl des Pressermotors 23 gezählt wird.

Ferner führt die CPU in einem Fall, in dem das ROM 82 oder das RAM 83 Daten betreffend Werte speichert, welche die Länge D2 und den Abstand L anzeigen, und wenn L > D2 ist, eine Betriebssteuerung derart aus, dass der Messermotor 57 für das Zentralmesser 51 abgestoppt wird, nachdem die Nähgüter um den vergrößerten Spaltabstand (L – D2) vorgeschoben sind, ausgehend von dem Zeitpunkt, zu dem der letzte Stich von den Nähnadeln 41, 41 ausgeführt ist, wobei ein vorbestimmtes Prozessprogramm verwendet wird, das im ROM 82 gespeichert ist (siehe 12A).

Alternativ kann die CPU 81 eine Betriebssteuerung derart ausführen, dass der Luftzylinder 65 von der hinteren Position in die vordere Position umgeschaltet wird, nachdem die Nähgüter um den vergrößerten Spaltabstand (L – D2) vorgeschoben sind, wobei der Messermotor 57 betätigt wird, oder derart, dass der Messermotor gleichzeitig mit einem Ausfahrvorgang des Luftzylinders 65 angehalten wird, nachdem die Nähgüter um den vergrößerten Spaltabstand (L – D2) vorgeschoben sind.

Der letzte Stich der Nähnadeln 41, 41 kann dadurch festgestellt werden, dass der Signalausgang bei jedem Umlauf gezählt wird, und zwar vom Encoder, der am Spindelmotor 45 vorgesehen ist. Weiterhin kann der Nähgutvorschubvorgang um den vergrößerten Spaltabstand (L – D2) dadurch festgestellt werden, dass die Umlaufzahl des Pressermotors 23 festgestellt wird.

Weiterhin funktioniert die CPU 81 gemäß dem Ausführungsbeispiel in einem Fall, in dem ein Abstand (K – D1), der auf der Basis der Einstelleingabe vom Einstellschalter 85 und von der numerischen Tastatur 86, ausgehend von der Einschneidestartposition bis zum Stichbildeende der geradlinigen Nähte T, T bestimmt wird, kleiner ist als der Abstand H entlang der Nähgutvorschubrichtung vom Ende des Zentralmessers 51 an der in Nähgutvorschubrichtung gelegenen Ablaufseite bis zu den Nähnadeln 41, 41 (H > K – D1) als Schneidsteuermittel, welches den Spindelmotor 45 anhält, nachdem die Nähte T, T von den Nähnadeln 41, 41 ausgebildet sind, und die CPU 81 schiebt das Hauptnähgut M und den Einfassfleck B vor, um die Einschneidestartposition des Zentralmessers 51 zu erreichen, und zwar durch Antreiben des Pressermotors 23, der als Vorschubantriebsmittel dient, und sie bildet anschließend den geradlinigen Einschnitt S von der Einschneidestartposition zur Einschneideendposition dadurch aus, dass der Antrieb des beweglichen Messermechanismus gestartet wird, der als Zentralmessermechanismus dient, während der Pressermotor 23 mit Bezug auf das Hauptnähgut M und den Einfassfleck B, die zur Einschneidestartposition vorgeschoben werden, angetrieben wird.

Insbesondere in dem Fall, in dem, wie in 18 gezeigt, der Abstand (K – D1) von der Einschneidestartposition des Einschnitts S zum Stichbildeende der geradlinigen Nähte T, T kleiner als der Abstand H entlang der Nähgutvorschubrichtung vom Ende des Zentralmessers 51 in Nähgutvorschubrichtung an der Ablaufseite bis zu den Nähnadeln 41, 41 ist (H > K – D1), selbst nachdem die beiden Nähte T, T von den Nähnadeln 41 gebildet werden, erreicht das Zentralmesser 51 die Einschneidestartposition nicht. Dementsprechend ist es, wie im Zeitdiagramm von 10 dargestellt, erforderlich, nach der Bildung der Nähte T, T bis zur Stichbildeendposition im Voraus (a) bis (c), die Nähgüter B, M um den Abstand H – (K – D1) vorzuschieben, wobei die Nadeln 41 angehalten werden (d) bis (e), und dann das Zentralmesser nach unten zu bewegen (e), um so die Ausbildung des Einschnitts S zu starten (f). Hierauf wird der Schnitt S ausgebildet durch Vorschieben der Nähgüter B, M um einen Abstand (K – D1 – D2 – W), während das Zentralmesser 51 in der Vertikalrichtung bewegt wird, bis die Einschneideendposition erreicht ist (f) bis (g).

(Betrieb des Ausführungsbeispiels)

Der Betrieb der Nähmaschine 1 mit der obigen Konfiguration wird basierend auf einem in 11 dargestellten Flussdiagramm beschrieben.

Zuerst liest beim Start eines Einfassvorgangs die CPU 81 die gesamte Stichbildelänge K eines Bereiches ab, in welchem die Stichbildung ausgebildet wird, wobei die Länge K im Voraus im ROM 82 gespeichert ist oder vom Einstellschalter 85 und von der numerischen Tastatur 86 eingegeben wird (Schritt S1), und dann liest die CPU 81 die Länge D1 entlang der Nähgutvorschubrichtung ausgehend von der Stichbildestartposition bis zu einem vorderen Ende des geradlinigen Einschnitts S (die Einschneidestartposition) ab, ferner die Länge D2 entlang der Nähgutvorschubrichtung F ausgehend von der Stichbildeendposition bis zur Einschneideendposition des geradlinigen Einschnitts S, ferner den Abstand H entlang der Nähgutvorschubrichtung ausgehend vom Ende des Zentralmessers 51 in Nähgutvorschubrichtung an der Ablaufseite bis zu den Nähnadeln 41, 41 und schließlich die Breite W des Zentralmessers 51 in der Nähgutvorschubrichtung F (Schritt S2).

Anschließend treibt die CPU 81 den Pressermotor 23 über den Treiber 23a an und startet den Vorschub des Hauptnähguts M und des Einfassflecks B in der Nähgutvorschubrichtung F (Schritt S3) (siehe (a) in 10).

Wenn der Nähgutvorschub gestartet ist, bestimmt die CPU 81 ob die Nähgüter die Nähstartposition erreicht haben (Schritt S4). Ob im Ausführungsbeispiel die Nähgüter die Nähstartposition erreicht haben, wird von einem Nähgutendeerkennungssensor (der nicht dargestellt ist) festgestellt und wenn die Nähgüter die vorbestimmte Nähstartposition erreicht haben, wird von dem Nähgutendeerkennungssensor ein Signal zur CPU 81 abgegeben. Wenn nicht festgestellt wird, dass die Nähgüter die Nähstartposition erreicht haben (Schritt S4; Nein), werden die Nähgüter weiter vorgeschoben bis festgestellt wird, dass sie die Position erreicht haben (Schritt S3). Wenn festgestellt ist, dass die Nähgüter die Nähstartposition erreicht haben (Schritt S4; Ja) treibt die CPU 81 den Spindelmotor 45 über den Treiber 45A an, um die vertikale Hin- und Herbewegung der Nähnadeln 41, 41 auszulösen, das heißt die Stichbildung zu starten, wodurch die Nähte T, T gebildet werden (Schritt S5) (siehe (b) in 10).

Wenn die Stichbildung gestartet ist, führt die CPU 81 einen Rechenprozess aus, in welchem der Abstand H entlang der Nähgutvorschubrichtung F ausgehend vom Ende des Zentralmessers 51 in Nähgutvorschubrichtung auf der Ablaufseite bis zu den Nähnadeln 41, 41 mit dem Abstand (K – D1) von der Einschneidestartposition zum Stichbildeende der geradlinigen Nähte T, T verglichen wird (Schritt S6). Wenn der Abstand H K – D1 oder weniger ist (H ≥ K – D1) (Schritt S6; Ja), wird bestimmt, ob der Nähgutvorschubabstand von der Stichbildestartposition zu H + D1 erreicht ist, das heißt, ob die Nähgüter die Einschneidestartposition des Zentralmessers 51 erreicht haben (Schritt S7). Wenn der Nähgutvorschubabstand von der Einstichstartposition H + D1 nicht erreicht (Schritt S7; Nein), wird der Nähgutvorschub fortgesetzt, und wenn der Nähgutvorschubabstand von dem Startende des Stiches H + D1 erreicht (siehe 13) (Schritt S7; Ja), treibt die CPU 81 den Messermotor 57über den Treiber 57a an, um so die Bewegung des Zentralmessers 51 auf und ab zu starten (Schritt S8). Wenn die Vertikalbewegung des Zentralmessers 51 gestartet ist, führt die CPU 81 einen Berechnungsprozess aus, in dem die Länge D2 und der Abstand H – W miteinander verglichen werden, während die Naht T, T und der Einschnitt S durch Antreiben des Pressermotors 53 gebildet werden (Schritt S9). Wenn D2 größer ist als H – W (D2 > H – W) (Schritt S9; Ja), bestimmt die CPU 81, ob der Nähgutvorschubabstand von der Stichbildestartposition den Wert K – D2 + H – W erreicht (siehe 14), das heißt, ob die Nähgüter zur Einschneideendposition des Zentralmessers 51 vorgeschoben sind (Schritt S10). Wenn der Nähgutvorschubabstand die Einschneideendposition nicht erreicht (Schritt S10; Nein), wird die Ausbildung der Naht T, T und der zentrale Einschnitt S fortgesetzt, während sie vorgeschoben werden, bis sie die Einschneideendposition erreichen, und wenn der Nähgutvorschubabstand die Einschneideendposition erreicht (Schritt S10; Ja), stoppt die CPU 81 das Zentralmesser 51 und hält es an einer vorbestimmten oberen Position, und zwar durch Anhalten des Messermotors 57 über den Treiben 57a (Schritt S11).

Wenn das Zentralmesser 51 abgestoppt ist, bestimmt die CPU 81, ab der Nähgutvorschubabstand von der Stichbildestartposition K erreicht (Schritt S12). Wenn der Nähgutvorschubabstand K nicht erreicht (Schritt S12; Nein), werden die Nähte T, T weiter ausgebildet durch fortgesetzte Bewegung der Nähnadeln 41, 41 in der Vertikalrichtung und fortgesetztes Vorschieben der Nähgüter bis sie K erreichen, und wenn der Nähgutvorschubabstand erreicht (Schritt S12; Ja), steuert die CPU 81 den Spindelmotor 45 über den Treiber 57a so, dass er anhält (Schritt S13). Die CPU 81 bestimmt anschließend, ob die Nähgüter, die durch den Vorschubmechanismus 20 der großen Presser vorgeschoben werden, an der Eckmessereinschneideposition angelangt sind, das heißt der Position, an welcher die Eckeneinschnitte V, V ausgebildet werden (Schritt S14). Wenn die Nähgüter diese Stelle nicht erreichen (Schritt 14; Nein) wird der Vorschub fortgesetzt, bis sie die Eckmessereinschnittposition erreichen. Wenn die Nähgüter die Eckmessereinschnittposition erreichen (Schritt S14; Ja), treibt die CPU 81 den Vertikalbewegungsmotor an, um das Eckmesser 91 über den (nicht dargestellten) Treiber in der Vertikalrichtung zu bewegen, und beendet dann die Vernähung, nachdem die Eckeneinschnitte V, V ausgebildet sind (Schritt S15).

Wenn im Schritt S9 D2 = H – W oder weniger ist (D2 ≤ H – W) (Schritt S9; Nein), bewegt die CPU 81 die Nähnadeln 41, 41 und das Zentralmesser 51 in der Vertikalrichtung und schiebt die Nähgüter vor, um die Nähte T, T und den Einschnitt S auszubilden, während bestimmt wird, ob der Nähvorschubabstand von der Einstichstartposition bis zur Gesamtlänge K der auszuführenden Stichbildung erreicht ist (siehe 13) (Schritt S16). Wenn der Nähgutvorschubabstand den Wert K erreicht (Schritt S16; Nein), wird der Vorschub der Nähgüter fortgesetzt, während die Nähte T, T und der geradlinige Einschnitt S ausgebildet werden, bis K erreicht wird, und wenn der Nähgutvorschubabstand K erreicht (Schritt S16; Ja), hält die CPU 81 den Spindelmotor 45 über den Treiber 45a an, wodurch die Nähnadeln 41, 41, das heißt die Ausbildung der Nähte T, T mit den Nähnadeln 41 gestoppt und bei einer vorbestimmten oberen Position gehalten werden (Schritt S17).

Wenn die Vertikalbewegung der Nadeln abgestoppt ist, während die Ausbildung des geradlinigen Einschnittes S durch vertikales Bewegen des Zentralmessers 51 und Vorschieben der Nähgüter fortgesetzt wird, bestimmt die CPU 81, ob der Nähgutvorschubabstand ausgehend von der Stichbildestartposition den Wert K – D2 + H + W erreicht hat, das heißt, ob die Nähgüter von dem Zentralmesser 51 in die Einschneideendposition vorgeschoben sind (Schritt S18). Wenn der Nähgutvorschubabstand den Wert K – D2 + H – W nicht erreicht (Schritt S18; Nein), wird der Vorschub fortgesetzt, bis er die Einschneideendposition erreicht, und wenn der Nähgutvorschubabstand K – D2 + H – W erreicht (Schritt S18; Ja) stoppt die CPU 81 das Zentralmesser 51 ab und hält es bei einer vorbestimmten oberen Position, und zwar durch Steuerung des Messermotors 57 über den Treiber 57a, so dass der Motor anhält (Schritt S19). Hierauf bewegt sich die CPU 81 weiter zum Schritt S14 und bildet die Eckeneinschnitt V, V in der gleichen Weise wie oben beschrieben aus und beendet schließlich den Nähvorgang.

Wenn bei der Einfassmaschine 10 gemäß dem Ausführungsbeispiel, wie in 15 und 16 gezeigt, der Abstand K – D1 entlang der Nähgutvorschubrichtung F vom Ende des geradlinigen Einschnitts S (die Einschneidestartposition) bis zum Stichbildungsende der Nähte T, T kleiner ist als der Abstand H entlang der Nähgutvorschubrichtung F ausgehend von dem Ende des Zentralmessers 51 in der Nähgutvorschubrichtung F an der Ablaufseite bis zu den Nähnadeln 41, 41, das heißt, wenn der Abstand K – D1 kleiner ist als der Abstand H (K – D1 < H) im Schritt S6 (Schritt S6; Nein), bestimmt die CPU 81, ob der Nähgutvorschubabstand von der Stichbildestartposition die Gesamtlänge K der zu bildenden Stichbildung erreicht (siehe 15) (Schritt S20). Wenn der Nähgutvorschubabstand den Wert K nicht erreicht (Schritt S20; Nein), werden die Nähte T, T weiterhin ausgebildet, und zwar durch fortgesetztes Bewegen der Nähnadeln 41, 41 in der Vertikalrichtung, während die Nähgüter vorgeschoben werden, und wenn der Nähgutvorschubabstand den Wert K erreicht (Schritt S20; Ja), stoppt die CPU 81 den Spindelmotor 45 über den Treiber 45a und hält die Vertikalbewegung der Nähnadeln 41, 41 in einem Zustand an, in welchem sie an einer vorbestimmten oberen Position gehalten sind (siehe (c) in 10) (Schritt S21).

Wenn die Vertikalbewegung der Nähnadeln 41, 41 angehalten wird, das heißt, wenn die Nähte T, T gebildet sind, bestimmt die CPU 81, ob der Nähgutvorschubabstand von der Stichbildestartposition den Wert H + D1 erreicht, das heißt, ob die Nähgüter die Einschneidestartposition des Zentralmessers 51 erreicht haben, während die Nähgüter durch Antreiben des Pressermotors 53 vorgeschoben werden (siehe (d) in 10) (Schritt S22). Wenn der Nähgutvorschubabstand den Wert H + D1 nicht erreicht (Schritt S22; Nein), wird der Vorschub der Nähgüter durch Antreiben des Pressermotors 53 fortgesetzt, bis die Einschneidestartposition erreicht ist, und wenn der Nähgutvorschubabstand den Wert H + D1 erreicht (Schritt S22; Ja) (siehe (e) in 10) treibt die CPU 81 den Messermotor 57 über den Treiber 57a an und startet die vertikale Bewegung des Zentralmessers 51 (Schritt S23).

Wenn die Vertikalbewegung des Zentralmessers 51 gestartet ist, bestimmt die CPU 81, ob der Nähgutvorschubabstand von der Einstichstartposition den Wert K – D2 + H – W erreicht, das heißt, ob die Nähgüter die Einschneideendposition des Zentralmessers 51 erreichen, während der Messermotor 57 und der Pressermotor 23 angetrieben werden (siehe (f) in 10) (Schritt S24). Wenn der Nähgutvorschubabstand nicht den Wert K – D2 + H – W erreicht (Schritt S24; Nein), werden die Nähgüter kontinuierlich weiter vorgeschoben, während der geradlinige Einschnitt S durch die Vertikalbewegung des Zentralmessers ausgeführt wird, bis die Nähgüter die Einschneideendposition erreichen, und wenn der Nähgutvorschubabstand den Wert K – D2 + H – W erreicht (Schritt S24; Ja) (siehe (g) in 10), hält die CPU 81 den Pressermotor 23 über den Treiber 23a an, um den Vorschub der Nähgüter abzustoppen, und stoppt weiterhin das Zentralmesser 51 ab und hält es durch Anhalten des Messermotors 57 über den Treiber 57a an der vorbestimmten oberen Position (Schritt S25). Hierauf bewegt sich die CPU 81 zum Schritt 14 und bildet die Eckeneinschnitte V in der gleichen Weise aus, wie oben beschrieben, und beendet dann schließlich den Nähvorgang.

(Effekte des Ausführungsbeispiels)

Wenn gemäß der Nähmaschine 1 des Ausführungsbeispiels, wie oben beschrieben, in dem Falle, in dem der Abstand (K – D1) entlang der Nähgutvorschubrichtung F, der auf der Basis der Einstelleingabe aus dem Einstellschalter 85 und der Tastatur 86, ausgehend von einer Ausbildestartposition, das heißt der Einschnittstartposition des Einschnitts S des Zentralmessers 51, bis zum Stichbildungsende der geradlinigen Nähte T, T kleiner ist als der Abstand H entlang der Nähgutvorschubrichtung vom Ende des Zentralmessers 51 in Nähgutvorschubrichtung F auf der Ablaufseite zu den Nähnadeln 41, 41 (K – D1 < H), funktioniert die CPU 81 als Einschneidesteuermittel, um den Spindelmotor 45 anzuhalten, nachdem die Stichbildung durch die Nähnadeln 41 beendet ist, und wenn das Hauptnähgut M und der Einfassfleck B die Einschneidestartposition des Zentralmessers 51 durch Antreiben des Pressermotors 23 erreichen, ist die CPU 81 in der Lage, eine Betriebssteuerung auszuführen, um den geradlinigen Einschnitt S auszubilden, ausgehend von der Einschneidestartposition bis zur Einscheideendposition, und zwar durch Antreiben des Pressermotors 23 mit Bezug auf das Hauptnähgut M und den Einfassfleck B, die zur Einschneidestartposition vorgeschoben werden, und durch Antreiben des beweglichen Messermechanismus 50. Dementsprechend ist es möglich, Eckeneinschnitte V, V auszubilden, welche die Länge D1 und D2 entlang der Nähgutvorschubrichtung F haben, welche kleiner ist, als der Abstand L (L = H – W) vom Ende des Zentralmessers 51 auf der in Nähgutvorschubrichtung gelegenen Zulaufseite bis zu den Nadeln 41. Weiterhin ist es möglich, einen glatten Einfassvorgang selbst dann zu erleichtern, wenn ein geradliniger Einschnitt S (ein Zentraleinschnitt) ausgebildet wird, in welchem ein Abstand von der Einschneidestartposition zur Einschneideendposition kurz ist.

(Weiteres)

Wenn gemäß dem Ausführungsbeispiel das Zentralmesser 51 das endgültige Ende des geradlinigen Einschnitts S erreicht, das heißt die Einschneideendposition, stoppt die CPU 81 das Zentralmesser 51 in einer vorbestimmten oberen Position ab, und zwar durch Anhalten des Messermotors 57 über den Treiber 57a. Wenn jedoch beispielsweise das Zentralmesser 51 das endgültige Ende des Einschnitts S erreicht, kann die CPU das elektromagnetische Ventil 69 über den Treiber 69a umschalten, um das aktivierte Zentralmesser 51 an einer vorbestimmten oberen Position zu halten, und zwar durch Anhalten des Luftzylinders 65 in der vorderen Position, und die CPU 81 kann den Messermotor 57 anhalten, nachdem die Nähte T, T bis zum endgültigen Ende ausgebildet sind.


Anspruch[de]
Eine Einfassmaschine umfassend:

einen Nadelvertikalbewegungsmechanismus (40), der zwei parallele, geradlinige Nähte (T, T) mit zwei Nähnadeln (41, 41) durch Antreiben eines Spindelmotors (45) ausbildet;

eine Einfassvorrichtung (30) umfassend einen Bodenplattenteil (31), der entlang einer Nähgutvorschubrichtung (F) oberhalb eines auf einem Nähmaschinentisch (11) aufgebrachten Hauptnähguts (M) angeordnet ist, und einen aufrechten Plattenteil (32), der vertikal vom Bodenplattenteil (31) nach oben absteht, wobei die Einfassvorrichtung (30) einen Einfassfleck (B) zu Einstichpunkten der jeweiligen Nähnadeln (41, 41) in einem Zustand hinleitet, in welchem der Einfassfleck (B) entlang einer Seitenfläche des aufrechten Plattenteils (32) über den Bodenplattenteil (31) zu der anderen Seite hin eingestellt ist;

einen Nähgutvorschubmechanismus (20), der das Hauptnähgut (M) und den Einfassfleck (B), welcher um die Einfassvorrichtung (30) herum eingestellt ist, zu den Einstichpunkten der Nähnadeln (41, 41) durch Vorschubantriebsmittel (23), die gegenüber dem Spindelmotor (45) verschieden sind, vorschiebt;

einen Zentralmessermechanismus (50), der einen geradlinigen Einschnitt (S) zwischen den beiden geradlinigen Nähten (T, T) durch Vertikalbewegen eines Zentralmessers (51) ausbildet, das in Nähgutvorschubrichtung (F) an einer Ablaufseite der Nähnadeln (41, 41) angeordnet ist, und zwar durch Messerantriebsmittel (57), die gegenüber dem Spindelmotor (45) verschieden sind; und

einen Eckmessermechanismus (90), der Einschnitte (V, V) ausbildet, die sich von jeweiligen Enden des geradlinigen Einschnitts (S) zu Enden der beiden jeweiligen geradlinigen Nähte (T, T) hin erstrecken,

dadurch gekennzeichnet, dass die Einfassmaschine weiterhin umfasst:

Einstellungseingabemittel (85, 86), von denen aus eine Einstellung eingegeben wird, um eine Nählänge (K) der beiden geradlinigen Nähte (T, T), sowie eine Einschneidestartposition und eine Einschneidebeendigungsposition des Zentralmessers mit Bezug auf die geradlinigen Nähte (T, T) zu bestimmen; und

Einschneidesteuermittel (81), die den Spindelmotor (45) anhalten, wenn ein durch die Nähnadeln (41, 41) ausgeführter Nähvorgang beendet ist, und das Hauptnähgut (M) und den Einfassfleck (B) durch Antreiben der Vorschubantriebsmittel (23) zur Einschneidestartposition verschieben, falls ein Abstand (K – D1) von der Einschneidestartposition zu einer Stichbildeendposition der geradlinigen Nähte (T, T), der auf der Basis der Einstellungseingabe festgelegt ist, kleiner als ein Abstand (H) entlang der Nähgutvorschubrichtung (F) von einem Ende des Zentralmessers (51) auf einer in der Nähgutvorschubrichtung (F) gelegenen Ablaufseite zu den Nähnadeln (41, 41) ist, und hierauf den geradlinigen Einschnitt (S) ausgehend von der Einschneidestartposition bis zur Einschneidebeendigungsposition durch Antreiben des Vorschubantriebsmechanismus (23) bezüglich des Hauptnähguts (M) und des Einfassflecks (B) ausbilden, welche zur Einschneidestartposition vorgeschoben werden, während der Zentralmessermechanismus (50) angetrieben wird.






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