PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE19921965B4 15.11.2007
Titel Feinzahngarnitur einer Auflösewalze für eine Offenend-Spinnmaschine
Anmelder Stahlecker, Fritz, 73337 Bad Überkingen, DE;
Stahlecker, Hans, 73079 Süßen, DE
Erfinder Lang, Kurt, 73111 Lauterstein, DE
Vertreter Patentanwälte Ruff, Wilhelm, Beier, Dauster & Partner, 70174 Stuttgart
DE-Anmeldedatum 12.05.1999
DE-Aktenzeichen 19921965
Offenlegungstag 16.11.2000
Veröffentlichungstag der Patenterteilung 15.11.2007
Veröffentlichungstag im Patentblatt 15.11.2007
IPC-Hauptklasse D01H 4/32(2006.01)A, F, I, 20051017, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Feinzahngarnitur einer Auflösewalze für eine Offenend-Spinnmaschine, mit Zähnen, deren Zahnteilung die Zahnhöhe deutlich übertrifft und die einen positiven Brustwinkel aufweisen.

Von einer Feinzahngarnitur spricht man, wenn die Zahnhöhe unter 2 mm liegt und wenn im Vergleich zur Zahnhöhe eine relativ große Zahnteilung vorliegt. Derartige Feinzahngarnituren wurden ursprünglich entwickelt, um die jeweils positiven Eigenschaften von normalen Zahngarnituren und von Nadelwalzen in sich zu vereinigen (siehe Artzt/Egbers, Technologie des Rotorspinnens, Melliand 1979). In der Praxis werden Feinzahngarnituren vorrangig beim Verspinnen von synthetischem Fasermaterial eingesetzt. Aufgelöste Fasern aus solchem Material sind verhältnismäßig steif und neigen dazu, am Eingang zum Speisekanal die Zähne der Auflösewalze nicht rechtzeitig zu verlassen. Aus diesem Grund haben sich extrem feine Zähne bewährt, da die Fasern dann nicht allzu tief in die Feinzahngarnitur eindringen und daher gut in den Speisekanal abgegeben werden. Für das Vereinzeln der Fasern aus dem zugeführten Fasermaterial sind jedoch Merkmale der Zähne vorteilhaft, die den vorgenannten Eigenschaften teilweise entgegenstehen. Beispielsweise ist zum Vereinzeln ein relativ großer Brustwinkel zweckmäßig, der jedoch einem Ablösen der einzelnen Fasern am Eingang zum Speisekanal entgegensteht. Man kann diesen Nachteil durch eine Erhöhung der Drehzahl der Auflösewalze teilweise kompensieren, wobei dann jedoch die Gefahr besteht, dass die einzelnen Fasern aufgrund der Zähnezahl zu häufig Kontakte mit den Zähnen erhalten und dadurch geschädigt werden.

Aus der DE 3723872 A1 ist eine Reinigungsgarnitur insbesondere für Reinigungswalzen für Baumwollfasern oder Synthetikfasern oder dgl. bekannt, die aus einem Stahldraht gebildet ist. Im Bereich der Zahnspitzen ist eine Hinterschneidungsschräge mit einem positiven Frontwinkel vorgesehen, der im Bereich von 10° bis 40° liegt.

Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, speziell beim Verspinnen von synthetischem Fasermaterial mit steiferen Fasern hinsichtlich der Feinzahngarnitur einen guten Kompromiss zu finden, sodass zum einen das Fasermaterial gut aufgelöst wird und zum anderen die transportierten Fasern rechtzeitig an den Speisekanal abgegeben werden. Diese vorteilhaften Eigenschaften sollen auch bei einer eventuellen Drehzahlerhöhung der Auflösewalze noch zum Tragen kommen.

Die Aufgabe wird dadurch gelöst, dass die Zahnteilung wenigstens das Dreifache der Zahnhöhe und der Brustwinkel höchstens 7,5° beträgt.

Auf Grund der gegenüber dem Stand der Technik vergrößerten Zahnteilung ist die Anzahl der Zähne derart verringert, dass die Fasern vor der Freigabe am Speisekanal durch die Feinzahngarnitur nicht mehr Schläge abbekommen als bei einer Normalgarnitur und bei etwas verringerter Drehzahl der Auzlösewalze. Der Brustwinkel ist so bemessen, dass er einerseits eine gute Auflösung des Fasermaterials ermöglicht und andererseits noch klein genüg ist, dass die Fasern rechtzeitig die Feinzahngarnitur verlassen können.

Bei Versuchen haben sich als Kompromiss Abmessungen bewährt, wonach die Zahnteilung wenigstens 4,5 mm, der Brustwinkel höchstens 7,5° und die Zahnhöhe etwa 1,5 mm beträgt. Wenn zusätzlich der Spitzenwinkel zwischen Zahnbrust und Zahnrücken zwischen 30° und 40° gewählt wird, sind die Zahnflanken noch genügend groß zum Transportieren der aufgelösten Fasern von der Auflösezone bis zum Eingang zum Speisekanal.

In besonders vorteilhafter Ausgestaltung der Erfindung beträgt der Flankenwinkel zwischen zwei Zahnflanken zwischen 8° und 10°. Dabei ist es besonders günstig, die Zahnflanken bezüglich der Zahnform symmetrisch zu gestalten. Dies ist mit einer normalen Drahtgarnitur nicht möglich. Aus diesem Grund lässt sich ein solcher Flankenwinkel nur dann verwirklichen, wenn – wie an sich bekannt – die Zähne aus dem vollen Material der Auflösewalze herausgeschliffen werden.

Die Erfindung ist in der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels, weiter beschrieben.

Es zeigen:

1 einen stark vergrößerten Ausschnitt einer erfindungsgemäßen Feinzahngarnitur, und zwar bei einem Querschnitt durch die Achse der Auflösewalze,

2 einen einzelnen Zahn der Feinzahngarnitur, in Drehrichtung der Auflösewalze betrachtet.

Die nur ausschnittsweise dargestellte Auflösewalze 1 hat eine Drehrichtung A. Die Zähne 3 der Feinzahngarnitur 2 haben eine Zahnteilung t, die zwischen 4,5 und 5 mm liegt und bevorzugt etwa 4,8 mm beträgt. Die Zahnhöhe h liegt in der Größenordnung von 1,5 mm. Der Brustwinkel &agr; der Zähne 3 ist positiv und beweigt höchstens 7,5°. Der zwischen der Zahnbrust 4 und dem Zahnrücken 5 befindliche Spitzenwinkel &bgr; liegt zwischen 30° und 40° und kann bevorzugt etwa 35° betragen.

Die eigentlichen Zähne 3 erstrecken sich von einem Zahngrund 8 bis zu einer Zahnspitze 11. Sie gehen auf ihrer der Zahnspitze 11 abgewandten Seite in Zahngassen 10 über, die unten jeweils durch einen Gassengrund 9 begrenzt sind. Vorzugsweise ist die Feinzahngarnitur 2 nicht aus einer auf die Auflösewalze 1 aufgewickelten Drahtgarnitur hergestellt, sondern aus dem vollem Material der Auflösewalaze 1 in an sich bekannter Weise herausgeschliffen.

Die Vorteile dieser Herstellungsart sind aus 2 ersichtlich, wonach die Zahnflanken 6 und 7 symmetrisch zu einer gedachten Mittellinie des Zahnes 3 verlaufen. Ein derartiges Profil ist mit einer Drahtgarnitur nicht herstellbar. Der zwischen den Zahnflanken 6 und 7 befindliche Flankenwinkel &dgr; beträgt vorteilhaft zwischen 8° und 10°.

Der gewählte Brustwinkel &agr; ist groß genug, dass Einzelfasern aus dem zugeführten Fasermaterial herausgelöst werden können, andererseits aber genügend klein, so dass die transportierten Einzelfasern beim Eingang in einen nicht dargestellten Speisekanal die Feinzahngarnitur 2 rechtzeitig verlassen können. Zur Unterstützung der Freigabe der Einzelfasern kann die Drehzahl der Auflösewalze bei Bedarf erhöht werden, was sich hinsichtlich der Aggressivität der Feinzahngarnitur 2 nicht nachteilig auswirkt, da die gewählte Zahnteilung t größer als normal ist.


Anspruch[de]
Feinzahngarnitur einer Auflösewalze für eine Offenend-Spinnmaschine, mit Zähnen, deren Zahnteilung die Zahnhöhe deutlich übertrifft und die einen positiven Brustwinkel aufweisen, dadurch gekennzeichnet, dass die Zahnteilung t wenigstens das Dreifache der Zahnhöhe (h) und der Brustwinkel (∝) höchstens 7,5 beträgt. Feinzahngarnitur nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zahnteilung (t) wenigstens 4,5 mm beträgt. Feinzahngarnitur nach einem der Ansprüche 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Zahnhöhe (h) etwa 1,5 mm beträgt. Feinzahngarnitur nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Spitzenwinkel (&bgr;) zwischen Zahnbrust (4) und Zahnrücken (5) zwischen 30° und 40° beträgt. Feinzahngarnitur nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Flankenwinkel (&dgr;) zwischen zwei Zahnflanken (6, 7) zwischen 8° und 10° beträgt.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com