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Dokumentenidentifikation DE202006008574U1 15.11.2007
Titel Tankcontainer
Anmelder WEW Westerwälder Eisenwerk GmbH, 57586 Weitefeld, DE
Vertreter Samson & Partner, Patentanwälte, 80538 München
DE-Aktenzeichen 202006008574
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 15.11.2007
Registration date 11.10.2007
Application date from patent application 30.05.2006
IPC-Hauptklasse B65D 88/12(2006.01)A, F, I, 20060530, B, H, DE
IPC-Nebenklasse B65D 90/12(2006.01)A, L, I, 20060530, B, H, DE   B65D 90/20(2006.01)A, L, I, 20060530, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die vorliegende Erfindung betrifft einen Tankcontainer mit einem Tank und einem den Tank über Stirnrahmen aufnehmenden Rahmenwerk. Dabei sind die Stirnrahmen im unteren Bereich über eine Längsrahmenstruktur miteinander verbunden, die zwei seitliche Längsträger aufweist, wobei diese in ihren Endbereichen jeweils über eine Seitendiagonale und eine Bodendiagonale zusätzlich mit den Stirnrahmen verbunden sind. Die Seitendiagonalen verlaufen dabei jeweils in seitlichen Vertikalebenen schräg zwischen Längsträger und einer Eckstütze und die Bodendiagonalen – ebenfalls schräg – in einer bodennahen Horizontalebene zwischen Längsträger und einem unteren Querholm. Eckstütze und unterer Querholm sind dabei Elemente der Stirnrahmen.

Tankcontainer, bei denen der Tank an seinen Stirnenden jeweils mit einem Stirnrahmen gekoppelt ist, sind beispielsweise aus der DE 202 11 594 U1, der DE 297 05 851 U1 und aus der EP 0 425 190 A1 bekannt.

DE 297 05 851 U1 und DE 202 11 594 U1 zeigen eine Kopplung zwischen Tank und Stirnrahmen über sog. Stirnringsattelungen.

EP 04 25 190 A1 zeigt spezielle Sattelelemente, die den Tank insbesondere im Bereich der Eckbeschläge mit dem Stirnrahmen verbinden. So sollen Transport- und Umschlagkräfte möglichst direkt und insbesondere im Bereich der unteren Eckbeschläge in die Eckbeschläge übertragen werden. Solche Sattelstrukturen haben jedoch den Nachteil, daß sie aufwendig zu fertigen sind und eine Isolierung des Tanks erschweren, da zum einen Isolierschichten und -abdeckungen in diesem Bereich unterbrochen werden müssen und zum anderen die speziellen Sattelstrukturen Wärmebrücken darstellen, die eine große Wärmeübertragung zwischen Tank und Umgebung verursachen.

Um dieses Problem zu lösen, werden inzwischen überwiegend Tankcontainer hergestellt, bei denen der Tank nur über Stirnringe bzw. Stirnringsegmente mit dem Stirnrahmen verbunden ist. Zur Verstärkung und Stabilisierung sind die Stirnrahmen untereinander, wenigstens im Bereich der unteren Eckbeschläge, mit zusätzlichen Längsrahmenstrukturen versehen.

So einen Tankcontainer zeigen die 7 bis 9. Hier weist der Tankcontainer 50 einen Tank 52 auf, der an seinen beiden Enden über Stirnringkonstruktionen 54 mit den Stirnrahmen 56 verbunden ist. Zwischen den oberen und unteren Eckbeschlägen 58 verlaufen hier jeweils obere Längsträger 60 und untere Längsträger 62. Üblicherweise ist der Tankcontainer 50 beim Transport über die unteren Eckbeschläge 58 auf einem Trägerfahrzeug (z.B. Sattelauflieger, Containertragwagen, Schiff) fixiert. Um die in Transportrichtung entlang der Längsachse 64 wirkenden Transportlasten, die durch Beschleunigungen verursacht werden, sicher vom Tank in die Eckbeschläge 58 einzuleiten, ist insbesondere im Bodenbereich eine sehr stabile Konstruktion erforderlich. Dazu ist hier der Längsträger aus einem stabilen und damit auch vergleichsweise schweren Warmwalzprofil (z.B. EPI 220) hergestellt. Zusätzlich ist die Anbindung an den Stirnrahmen durch Seitendiagonalelemente 66 und Bodendiagonalelemente 68 verstärkt. Diese Boden- und Seitendiagonalelemente 64 und 66 sind aus kompakten Rechteckrohrprofilen gebildet und verbinden die Längsholme 62 mit den Querholmen 72 bzw. den Eckstützen 70 und. Eine solche bekannte Konstruktion ist den 7 bis 9 entnehmbar.

Beim Rangierbetrieb im Bahntransport können in Richtung der Längsachse 64 Beschleunigungskräfte auftreten, die durch Beschleunigungen verursacht werden, die das vier- bis sechsfache der Erdanziehung (g) betragen. Deswegen ist bei herkömmlichen Tankcontainern der Längsträger 62 sehr stabil ausgebildet. Nur so kann er die von den Boden- und Seitendiagonalen 68, 66 lokal eingeleiteten Reaktionskräfte ohne plastische Verformung aufnehmen. Vor allem die Rahmenbauteile machen diese bekannte Konstruktion vergleichsweise schwer.

Von dieser Problematik ausgehend besteht daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, einen stirngesattelten Tankcontainer mit einer leichteren Rahmenstruktur bereitzustellen. Eine weitere Aufgabe kann darin bestehen, die Kraftübertragung zwischen Tank und Rahmenstruktur so zu optimieren, daß die Rahmenstruktur und insbesondere die Krafteinleitung zwischen Eckstützen, Seitendiagonalen und Längsträgern bzw. zwischen Querholmen, Bodendiagonalen und Längs trägern so gestaltet wird, daß insbesondere diese Bauteile bei gleicher Stabilität leichter ausgeführt werden können.

Diese Aufgabe löst der Tankcontainer gemäß Schutzanspruch 1, der sich dadurch auszeichnet, daß die Boden- und/oder Seitendiagonalen ein offenes Querschnittsprofil aufweisen. So ein offenes Querschnittsprofil erlaubt eine Gestaltung der entsprechenden Bauelemente (Boden- und/oder Seitendiagonale), so daß die bei Belastungen auftretenden Spannungen gleichmäßiger verteilt werden und lokale Spannungsspitzen an den Verbindungsstellen der fraglichen Bauelemente (Längsträger, Seitendiagonale, Eckstütze; Längsträger, Bodendiagonale, Querholm) verringert werden. Der offene Profilquerschnitt erlaubt eine "weiche" Anbindung, die eine hohe Eigenelastizität der Gesamtstruktur zuläßt, ohne daß die erforderliche Stabilität zu stark verringert wird. So sind wesentlich leichtere Bauelemente als Längsträger und als Eckstützen verwendbar, ohne daß die Festigkeit der Gesamtstruktur zu stark absinkt.

In der Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 2 ist für die Seitendiagonale ein offener Trapezquerschnitt vorgesehen, bei dem von einem Grundflansch zwei Seitenschenkel jeweils in einem Winkel zwischen 145 und 165° abstehen. Diese Gestaltung erlaubt einen verlängerten Anschlußabschnitt der Seitendiagonalen an den Längsträgern und an den Eckstützen. Die speziell gewählte Neigung gewährleistet in den Randbereichen (d.h. im Bereich der Seitenschenkel) eine relativ weiche und lange Kopplung mit der Oberseite des Längsträgers, die zum Grundflansch hin allmählich steifer wird. Unerwünschte Punktlasten werden vermieden und Knickbeanspruchungen des Längsträgers verringert. Der symmetrische Aufbau gemäß Schutzanspruch 3 erlaubt eine verschnittarme Herstellung der Seitendiagonalen durch Ablängen entsprechend profilierter Meterware.

Die Weiterbildung der Erfindung gemäß Schutzanspruch 4 erlaubt eine weiter verbesserte Kraftübertragung zwischen Längsträger und Eckstütze. Die Längengestaltung der Seitendiagonale gemäß Schutzanspruch 5 optimiert die freien Knicklängen am Längsträger und führt gemeinsam mit der Maßnahme gemäß Schutzanspruch 6 zu einer weiter materialoptimierten und damit gewichtsoptimierten Konstruktion.

Die Ausführung gemäß Schutzanspruch 7 verbessert den Kraftfluß zwischen Seitendiagonale und Längsträger. Bei dieser Ausführung greift – bei entsprechender Gestaltung des Längsträgers als Hohlprofil – der relativ stabile Grundflanschbereich in einem relativ weichen Anschlußbereich des Längsträgers an. Dadurch wird auch hier eine elastische Bauteilkopplung mit verbesserter Spannungsverteilung realisiert.

Die Weiterbildungen der Erfindung, die in den Schutzansprüchen 8 bis 13 angegeben sind, betreffen die Gestaltung der Bodendiagonale, die gemäß Anspruch 8 einen nach unten offenen Hutprofilquerschnitt aufweist. So ein Hutprofil hat ähnliche strukturelle Vorteile wie der oben dargestellte offene Trapezquerschnitt der Seitendiagonale. Hier sind aber zusätzlich die freien Kanten der Seitenschenkel durch zusätzliche Krempenschenkel versteift (Schutzanspruch 9). Dadurch kann das Profil insgesamt noch flacher ausgebildet werden und trotzdem eine entsprechende Knick- bzw. Ausbeulstabilität aufweisen. Diese flache Bauweise erlaubt vor allem im Anschlußbereich der Bodendiagonalen an die stirnseiten Querholmen mehr Bodenfreiheit für Anschlüsse bzw. für Isolierungen des Tanks.

Dieser Effekt wird durch die Neigung gemäß Schutzanspruch 10 zusätzlich verstärkt; gleichzeitig verhindert diese Gestaltung, daß sich Nässe und Schmutz auf dem Hauptflansch der Bodendiagonale sammelt und Korrosionsprobleme verursacht. Die Winkelanordnung zum Längsträger gemäß Anspruch 11 erlaubt auch hier eine strukturell besonders günstige Anbindung und eine verbesserte Kraftübertragung zwischen Querholm und Längslager.

Die Verjüngung gemäß Anspruch 12 erlaubt bei spannungsoptimierter Kraftübertragung zwischen Querholm und Längsträger eine gewichtsoptimierte Gestaltung der Bodendiagonale. Die Profiltiefe des Hutprofils (Höhe H) gemäß Anspruch 13 erlaubt die Verbindung eines relativ flachen (niedrigen) Querholms an einen vergleichsweise hohen Längsholm (in vertikaler Richtung gesehen) – auch hier mit einer "weichen" Verbindung zwischen Bodendiagonale und Längsträger bzw. Querholm.

Die überlappenden Anschlußbereiche gemäß Anspruch 14 erlauben eine besonders knickoptimierte Krafteinleitung der Boden- und Seitendiagonalen in die seitlichen Längsträger.

Die Ausbildung des Längsträgers gemäß Schutzanspruch 15 erlaubt die weiter optimierbaren Krafteinleitungen in vertikaler Richtung (Seitendiagonalen) und horizontaler Richtung (Bodendiagonalen) in die Längsträger.

Die Weiterbildung der Erfindung gemäß der Schutzansprüche 16 bis 18 erlaubt in Verbindung mit den besonderen Seiten- und Bodendiagonalen eine gegenüber herkömmlichen Stirnringkonstruktionen erheblich leichtere Ausführung. Dabei ist das Koppelstutzensegment gemäß Schutzanspruch 17 besonders montagefreundlich bei der Ausrichtung von Stirnrahmen zu Tank, und die Weiterbildung gemäß Schutzanspruch 18 erlaubt eine besonders wirtschaftliche Herstellung der Sattelringsegmente.

Ein Ausführungsbeispiel der vorliegenden Erfindung wird anhand der Zeichnungen beispielhaft erläutert; dabei zeigen:

1 eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Tankcontainers;

2 eine geteilte Ansicht der Stirnrahmenseiten (von vorne und von hinten) des in 1 dargestellten Tankcontainers;

3 eine Schnittdarstellung einer Bodendiagonale (Ansicht Y aus 6);

4 eine Schnittdarstellung der Seitendiagonale im Anschlußbereich an die Eckstütze (Schnitt A-A in 1);

5 eine Schnittdarstellung des Anschlußbereichs zwischen Tankende und Stirnrahmen (Schnitt B-B aus 1);

6 eine Ansicht auf eine Bodendiagonale (Teilschnitt C-D aus 2);

7 eine Seitenansicht eines Tankcontainers nach dem Stand der Technik;

8 eine Teilansicht des Stirnrahmenbereichs des in 7 dargestellten Tankcontainers (Schnitt A-A aus 7); und

9 eine Ansicht auf eine Bodendiagonale des in 7 dargestellten Tankcontainers (Ansicht Z aus 8).

Der Grundaufbau eines erfindungsgemäßen Tankcontainers 1 wird nun anhand der 1 und 2 näher erläutert. Der Tankcontainer 1 umfaßt einen Tank 2 und eine Rahmenstruktur, die den Tank 2 über Stirnrahmen 3 an seinen Enden aufnimmt. Zur Kopplung ist zwischen den Stirnrahmen 3 und den Enden des Tanks 2 jeweils eine Stirnringanordnung 4 vorgesehen, die weiter unten näher erläutert wird. Zwischen den Stirnrahmen 3 verläuft im Bodenbereich eine Längsrahmenstruktur 5, die insbesondere dazu dient, entlang der Tankachse 6 wirkende Kräfte zu übertragen.

Der Tank 2 ist in den 1, 2 und 5 durch die strich-doppelpunktierte Linie dargestellt und wird aus einem zylindrischen Körper 8 gebildet, dessen Enden mit gewölbten Böden 10 verschlossen sind. Der Tank 2 weist weiterhin Armaturen und Anschlüsse auf, die hier nicht dargestellt sind.

Die linke Hälfte der 1 zeigt eine Seitenansicht des Tankcontainers 1 und die rechte Hälfte eine Ansicht, bei der die vorderen Rahmenelemente weggeschnitten sind. Beim dargestellten Tankcontainer handelt es sich um eine sogenannte 20'-Einheit, die bei Tankcontainern besonders verbreitet ist, es sind aber auch 10'-, 30'- und 40'-Einheiten üblich.

Die Längsrahmenstruktur 5 umfaßt hier untere Längsträger 12, deren Enden jeweils mit den Stirnrahmen 3 verbunden sind. Zusätzlich sind Seitendiagonale 14 vorgesehen, die schräg nach oben verlaufend von den unteren Längsträgern ausgehend zu den Stirnrahmen 3 führen. Im Bodenbereich sind Bodendiagonalen 16 vorgesehen, die sich in einer bodennahen Vertikalebene ebenfalls schräg vom unteren Längsträger 12 ausgehend zu den Stirnrahmen 3 erstrecken (siehe dazu auch 6).

Die 2 zeigt ebenfalls in einer geteilten Ansicht die Stirnrahmen des Tankcontainers 1 aus 1. Die linke Hälfte zeigt dabei das vordere Ende und die rechte Hälfte das hintere Ende des Tankcontainers 1. Als hinteres Ende wird bei Tankcontainern das Ende bezeichnet, an dem stirnseitig (hier nicht dargestellte) Bodenarmaturen vorgesehen sind.

Die Stirnrahmen 3 sind jeweils aus Eckstützen 18, unteren Eckbeschlägen 20, oberen Eckbeschlägen 22, einem oberen Querholm 24, einem unteren Querholm 26 bzw. 26', oberen Sirndiagonalen 28 und unteren Sirndiagonalen 30 aufgebaut.

Die Seitendiagonalen 14 verbinden jeweils einen Abschnitt L (siehe 6) an der Oberseite der unteren Längsträger 12 mit einem Abschnitt M (siehe 1) an der dem Tank 2 zugewandten Seite der Eckstützen 18. Am stirnrahmenseitigen Anschlußende der Seitendiagonale 14 ist ein Verstärkungsschuh 15 angeordnet.

Der in 4 dargestellte Querschnitt der Seitendiagonale 14 zeigt den Anschluß des Verstärkungsschuhs 15 an den Grundflansch 31 der Seitendiagonale 14, von dem zwei Seitenschenkel 32 abgehen. Im dargestellten Ausführungsbeispiel stehen die Seitenschenkel 32 in einem Winkel &ggr; von 155° vom Grundflansch 31 ab. In anderen Ausführungen beträgt dieser Winkel zwischen 145 und 165°. Im dargestellten Ausführungsbeispiel beträgt die Tiefe t (siehe 6) der Seitendiagonale etwa der halben Breite B des unteren Längsträgers 12. Sie sollte jedoch wenigstens ein Drittel dieser Breite betragen.

Die Seitendiagonalen 14 bilden mit dem unteren Längsträger einen Winkel &agr; (siehe 1) von etwa 13°, in anderen Ausführungen schwankt dieser Winkel zwischen 10 und 16°. Dabei bilden die oberen oder äußeren Ränder der Seitendiagonalen 14 obere Sehnen, welche die unteren Längsholme 12 in drei etwa gleich lange Abschnitte T aufteilen. Die oberen bzw. inneren Ränder der Seitendiagonalen 14 bilden untere Sehnen, welche die äußeren Abschnitte T etwa halbieren.

Der oben beschriebene Aufbau und die Anordnung der Seitendiagonale 14 erlaubt eine besonders spannungsgünstige Lastübertragung zwischen dem Anschlußbereich M an den Eckstützen 18 und dem Anschlußbereich L am unteren Längsträger 12. Das offene Trapezprofil gewährleistet dabei günstige Spannungsübergänge bei hoher Gestaltfestigkeit und geringem Gewicht.

Aufbau und Anordnung der Bodendiagonale 16 werden nachfolgend anhand der 3 und 6 erläutert. Die in der 6 dargestellte Seitendiagonale verläuft von einem Anschlußbereich N an der inneren – der Tankachse 6 zugewandten Seite des Längsträgers 12 zu einem Anschlußbereich O an der hinteren – der dem Tank 2 zugewandten – Seite des unteren Querholms 26'. Die Längsachse 33 der Bodendiagonale 16 bildet dabei in der dargestellten Ausführung mit dem unteren Längsträger 12 einen Winkel &bgr; von etwa 19°. In anderen Ausführungen schwankt dieser Winkel zwischen 15 und 24°.

3 zeigt, daß die Bodendiagonalen 16 als Hutprofil mit einem Hauptflansch 33, zwei Seitenschenkeln 34 und 35 sowie zwei Krempenschenkeln 36 und 37 versehen sind. Die Höhe h der Bodendiagonalen 16 beträgt wenigstens ein Drittel der Höhe H (1) des Längsträgers 12. Der Hauptflansch 33 verjüngt sich entlang der Achse 33' vom Anschlußbereich O am unteren Querholm 26 bzw. 26' zum Anschlußbereich N am Längsträger 12, so daß die beiden Seitenschenkel einen Winkel von etwa 3° einschließen. In anderen Ausführungen beträgt dieser Winkel zwischen 0 und 5°.

Zusätzlich weist der Hauptflansch zur Horizontalen eine Neigung von etwa 5° auf. In anderen Ausführungen beträgt diese Neigung wenigstens 2°. Diese Maßnahme verhindert, daß sich Wasser oder Schmutz auf der Oberseite der Bodendiagonale 16 ansammelt.

Der in 3 dargestellte Hutprofilquerschnitt der Bodendiagonale 16 zeigt, daß die Seitenschenkel 34 und 35 nahezu vertikal und die Krempenschenkel 36 und 37 nahezu horizontal verlaufen. In anderen Ausführungen sind die Seitenschenkel 34 und 35 weiter geöffnet und schließen mit dem Hauptflansch 33 jeweils einen Winkel zwischen 90 und 135° ein. Die Krempenschenkel 36 und 37 können ebenfalls um einen Winkel zwischen 0 und 5° zur Horizontalen geneigt sein, damit sich an deren Oberseiten keine Ablagerungen bilden.

Der oben beschriebene Aufbau und die Anordnung der Bodendiagonale 16 erlaubt bei flacher Bauweise eine spannungsoptimierte Kraftübertragung zwischen den unteren Querholmen 26 und 26' und den Längsträgern 12. Dabei gewährleisten die Krempenschenkel 36 und 37 eine weiche Anbindung an die Längsträger 12 bzw. die unteren Querholme 26 und 26' und bieten gleichzeitig bei flacher Bauweise eine vergleichsweise hohe Knickstabilität gegen Druckkräfte entlang der Hauptachse 33'.

Im dargestellten Ausführungsbeispiel sind die Längsträger 12 aus einem Vierkantrohr mit einem quadratischen Querschnitt ausgebildet. Dabei weisen die Anschlußbereiche L und N der Seitendiagonalen 14 bzw. der Bodendiagonalen 16 eine Überlappung (schraffierter Bereich in 6) von etwa 85% bezogen auf den kürzeren Anschlußbereich (hier N) auf. In anderen Ausführungen sollte diese Überlappung wenigstens 50% betragen, so daß die in unterschiedlichen Ebenen angreifenden Kräfte an den Längsträgern 12 spannungsoptimiert angreifen. So können die resultierenden Spannungen auf das vorhandene Querschnittsprofil und die zur Verfügung stehenden freien Knicklängen abgestimmt werden.

5 zeigt den Aufbau der Stirnringanordnung 4. An den gewölbten Böden 10 des Tanks 2 sind dabei jeweils zylindrische Sirnringe bzw. Stirnringsegmente 38 angeordnet, die über konische Sattelringsegmente 39 bzw. Sattelringe mit den Stirnrahmen 3 verbunden sind. An den zum Tank weisenden engen Enden der Sattelringsegmente 39 sind zylindrische Koppelstutzensegmente 40 bzw. Koppelstutzen ausgebildet, die jeweils mit ihren inneren zylindrischen Umfangsflächen die äußeren zylindrischen Umfangsflächen der Stirnringsegmente 38 umfassen und bei der Montage zur Positionierung auf diesen verschoben werden können. Das Koppelstutzensegment 40 kann beispielsweise an das konische Sattelringsegment 39 einstückig angebördelt sein. Es kann aber auch als Ringstück angesetzt werden.

Das weite Ende des konischen Sattelringsegments 39 ist über seine Stirnfläche mit den Eckstützen 18, den oberen Stirndiagonalen 28 sowie den unteren Stirndiagonalen 30 verbunden. Stirnringsegmente 38 und konische Sattelringsegmente 39 können entweder einen geschlossenen Ring bilden (siehe Ansicht von vorne in 2) oder können unterbrochen ausgebildet sein (siehe Ansicht von hinten 2) und entsprechende Aussparungen für die Anordnung von Armaturen oder anderen Anbauteilen am Tank 2 freilegen. Die konische Gestaltung erlaubt eine materialsparende und dünnwandige Ausführung der Stirnringanordnung 4 und stellt dabei eine stabile Verbindung zwischen Tank 2 und Stirnrahmen 3 sicher. Im dargestellten Ausführungsbeispiel beträgt der Öffnungswinkel des konischen Sattelringsegments etwa 45°. In anderen Ausführungen kann dieser Öffnungswinkel zwischen 30 und 60° liegen.

Im dargestellten Ausführungsbeispiel weist die Seitendiagonale 14 ein offenes Trapezprofil auf und die Bodendiagonale 16 ein Hutprofil. In anderen Ausführungen kann auch die Bodendiagonale 16 ein Trapezprofil aufweisen bzw. die Seitendiagonale 14 ein Hutprofil.

Der Grundflansch 31 des Trapezprofils und der Hauptflansch 33 des Hutprofils sind in den 3 und 4 eben dargestellt. Insbesondere diese Flansche 31 und 33 können zur Verbesserung ihrer strukturellen Eigenschaften zusätzliche Kantungen oder Profilierungen aufweisen.

Weitere Ausführungen und Variationen ergeben sich für den Fachmann im Rahmen der nachfolgenden Schutzansprüche.


Anspruch[de]
Tankcontainer (1) mit einem Tank (2) und einem den Tank (2) über Stirnrahmen (3) aufnehmenden Rahmenwerk, bei dem die Stirnrahmen (3) im unteren Bereich über eine Längsrahmenstruktur (5) miteinander verbunden sind, wobei wenigstens zwei seitliche Längsträger (12) vorgesehen sind, die in ihren Endbereichen jeweils eine zwischen Längsträger (12) und einer Eckstütze (18) verlaufende Seitendiagonale (14) und eine zwischen Längsträger (12) und einem unteren Querholm (26, 26') verlaufende Bodendiagonale (16) aufweisen, dadurch gekennzeichnet, daß die Boden- und/oder Seitendiagonale (16, 14) ein offenes Querschnittsprofil aufweisen. Tankcontainer (1) nach Schutzanspruch 1, wobei die Seitendiagonale (14) einen offenen Trapezquerschnitt aufweist, bei dem ein Grundflansch (31) mit den beiden davon ausgehenden Seitenschenkeln (32) jeweils einen Winkel (&ggr;) zwischen 145 und 165° einschließt. Tankcontainer (1) nach Schutzansprüche 1 oder 2, bei welchem Grundflansch (31) und Seitenschenkel (32) jeweils gleich lang sind. Tankcontainer (1) nach einem der Schutzansprüche 1 bis 3, bei welchem die Seitendiagonale (14) in einem Winkel (&agr;) zwischen 10 und 16° zum Längsträger (12) verläuft. Tankcontainer (1) nach einem der Schutzansprüche 1 bis 4, bei welchem der eine zwischen Eckstütze (18) und Längsträger (12) verlaufende obere Sehne bildende äußere Rand der Seitendiagonale (14) den Längsträger (12) etwa drittelt. Tankcontainer (1) nach Schutzanspruch 5 bei welchem der eine zwischen Eckstütze (18) und Längsträger (12) verlaufende untere Sehne bildende innere Rand der Seitendiagonale (14) Seitendiagonale die Strecke auf dem Längsträger (12) zwischen seinem Anschlußende und dem Schnittpunkt mit der oberen Sehne etwa halbiert. Tankcontainer (1) nach einem der vorhergehenden Schutzansprüche bei welchem die Tiefe (t) der Seitendiagonale (14) in horizontaler Richtung quer zur Längsachse (6) des Tankcontainers (1) gesehen wenigstens ein Drittel der Breite (B) des Längsträgerprofils beträgt. Tankcontainer (1) nach einem der vorhergehenden Schutzansprüche, bei welchem die Bodendiagonale (16) als nach unten offenes Hutprofil ausgebildet ist. Tankcontainer (1) nach Schutzanspruch 8, bei welchem das Hutprofil einen Hauptflansch (33), zwei Seitenschenkel (34, 35) und zwei Krempenschenkel (36, 37) aufweist Tankcontainer nach Schutzanspruch 9, bei welchem der Hauptflansch (33) eine Neigung von wenigstens 3° zur Horizontalen entlang einer Hauptachse (33') aufweist. Tankcontainer (1) nach einem der Schutzansprüche 8 bis 10, bei welchem die Hauptachse (33') der Bodendiagonale (16) in einem Winkel (&bgr;) zwischen 15 und 24° zum Längsträger (12) verläuft. Tankcontainer (1) nach einem der Schutzansprüche 9 bis 11, bei welchem der Hauptflansch (33) entlang der Hauptachse (33') vom Querholm (26, 26') ausgehend verjüngt ausgeführt ist, so daß die Seitenkanten des Hauptflansches (33) einen Winkel zwischen 0 und 5° einschließen. Tankcontainer (1) nach einem der Schutzansprüche 8 bis 12, bei welchem eine Höhe (h) der Bodendiagonale (16) in vertikaler Richtung quer zur Längsachse des Tankcontainers gesehen wenigstens einem Drittel einer Höhe (H) des Längsträgers (12) entspricht. Tankcontainer (1) nach einem der vorhergehenden Schutzansprüche, bei welchem die Anschlußbereiche (L, N) der Seitendiagonalen (14) und der Bodendiagonalen (16) am Längsträger (12) eine Überlappung von wenigstens 50% aufweisen. Tankcontainer (1) nach einem der vorhergehenden Schutzansprüche, bei welchem der Längsträger (12) aus einem Hohlprofilträger mit quadratischem Querschnitt gebildet wird, dessen Seitenflächen jeweils parallel zu einer Vertikal- bzw. Horizontalebene verlaufen. Tankcontainer (1) nach einem der vorhergehenden Schutzansprüche bei welchem die Verbindung zwischen Tank (2) und Stirnrahmen (3) über ein am Tank befestigtes zylindrischen Stirnringsegment (38) und ein am Stirnrahmen (3) befestigten konisches Sattelringsegment (39) erfolgt. Tankcontainer (1) nach Schutzanspruch 16, bei welchem am zum Tank weisenden engen Ende des Sattelringsegments (39) ein zylindrisches Koppelstutzensegment (40) ausgebildet ist, das mit seiner inneren zylindrischen Umfangsfläche an der äußeren zylindrischen Umfangsfläche des Stirnringsegments (38) anliegt. Tankcontainer (1) nach Schutzanspruch 17, bei welchem das Koppelstutzensegment (40) einstückig am Sattelringsegment (39) ausgebildet ist.






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