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Dokumentenidentifikation DE202006010860U1 15.11.2007
Titel Behälter zur Aufnahme von mit Grobpartikeln beladenen Flüssigkeiten
Anmelder Hugo Vogelsang Maschinenbau GmbH, 49632 Essen, DE
Vertreter Glaeser, J., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 20457 Hamburg
DE-Aktenzeichen 202006010860
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 15.11.2007
Registration date 11.10.2007
Application date from patent application 12.07.2006
IPC-Hauptklasse A01C 23/00(2006.01)A, F, I, 20060712, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A01C 3/06(2006.01)A, L, I, 20060712, B, H, DE   C05F 3/06(2006.01)A, L, I, 20060712, B, H, DE   B01D 21/02(2006.01)A, L, I, 20060712, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Schwere Fremdstoffe wie Steine und Metallteile müssen aus dem Flüssigmist entfernt erden, da sie in der Tankwagenpumpe oder/und den Verteilorganen des Tankwagens zu Beschädigungen oder Verstopfungen führen können.

Es sind aktive und passive Steinabscheider im Gebrauch.

Aktive Abscheider arbeiten mit Sieben, die das zerkleinerbares Siebgut organischen Ursprungs mittels rotierender Messer zerkleinern. Die Abscheider für nicht zerkleinerbare, schwere Fremkörper (z.B. Steine) sind den Zerkleinerern vorgeschaltet und sind meist aufgrund ihres geringen Volumens nicht ausreichend funktionsfähig.

Passive, am Tankwagen montierte Abscheider sind sieblose Beruhigungsräume mit fest eingebauten Schikanen. Schwere Fremdstoffe bleiben vor den Schikanen liegen.

Wirkungsvoll sind diese Abscheider nur, wenn sie ausreichend groß dimensioniert werden. Dann verursachen sie jedoch ein hohes Leergewicht, da das Abscheidervolumen nicht entleert werden kann.

Daher werden bisher großvolumige Abscheider für grobe Schwerstoffe – beispielsweise Steine – außerhalb des Tankwagens stationär positioniert. Stationäre Abscheider sind beispielsweise für einen Lohnunternehmer jedoch nicht flexibel einsetzbar. Die Entleerung der Fremdstoffe ist hierbei unangenehm und zeitraubend. Die bisher am Tankwagen mitgeführten Abscheider sind zu klein, um wirkungsvoll zu arbeiten. Bei Vergrößern bisheriger, mitgeführter Abscheider wird aufgrund der mangelnden Entleerung des Abscheidervolumens das Nutzvolumen des Gülletankwagens verringert.

Die neue Erfindung beseitigt die Nachteile der mitgeführten Abscheider.

Der Abscheider besteht aus einer großvolumigen Kammer. Diese kann am Tankwagen mitgeführt werden oder sogar mit einem Teil des Tankwagens identisch sein. In der Kammer ist eine beweglich Schikane derart eingebaut, dass diese als Schikane wirkt, wenn der Tankwagen befüllt wird, jedoch beim Entleeren wirkungslos ist. In heruntergeklappter Position deckt die Schikane den Sumpfteil des Abscheiders ab, der dann durch Öffnen des unteren Bodens entleert werden kann. Der restliche Teil des Abscheiders steht damit als Nutzvolumen zur Verfügung. Schadvolumen ist lediglich das Sumpfvolumen. Der Verbesserung der Abscheidefunktion etwa durch Vergrößerung des seines Volumens steht somit kein Hindernis mehr im Wege.

Bildbeschreibung

In 1 ist die Anordnung zusammen mit einer Selbstansaugenden Drehkolbenpumpe beim Ansaugvorgang aus einer Vorgrube gezeigt. Schieber 1 ist geschlossen, Schieber 2 ist offen. Die Schikane ist hochgeklappt. Die gepunktete Linie zeigt den Weg des Hauptstroms der Flüssigkeit.

Funktion des Abscheiders:

Aufgrund der geringen Fließgeschwindigkeit im Abscheider – der Strömungsquerschnitt im Abscheider ist um ein Vielfaches großer als der im Ansaugrohr bzw. Ansaugschlauch – sinken schwere Fremdkörper nach unten und sammeln sich im Sumpf.

Beim Ausbringen des Flüssigmistes auf dem Feld wird die Schikane heruntergeklappt (siehe 2). Der nicht mit Fremdkörpern verunreinigte Abscheiderteil oberhalb des Sumpfes kann durch die Anordnung der Ansaugstelle am unteren Teil des Abscheiders entleert werden. Nur ein geringer Teil des Abscheidervolumens verbleibt an Bord des Tankwagens. Die Größe des Abscheiders und damit dessen Wirksamkeit hat also keinen Einfluss auf dessen Leergewicht.

Dies ist der wesentliche Gesichtspunkt der Erfindung.

In 3 ist der Entleerungsvorgang dargestellt. Der untere Teil des Sumpfes besteht aus einer beweglichen Klappe oder ist ein Schubboden. Die Entleerung kann automatisch gesteuert werden und erfolgt in der Regel an einem geeigneten Platz auf dem Feld.

In 4 ist die Vorrichtung mit einer Zerkleinerungsvorrichtung gemäß GM 9107 622.6 oder ähnlicher Bauart zur Zerkleinerung von Faserstoffen oder organischen Grobstoffen dargestellt, wobei der Zerkleinerer in der Regel zwischen Abscheider und Pumpe positioniert wird.

Grundsätzlich kann die Abscheidevorrichtung auch mit einer anderen Pumpe – beispielsweise einer nicht dargestellten selbstansaugenden Kreiselpumpe – betrieben werden.

Ein weiterer Vorteil der erfindungsgemäßen Vorrichtung besteht darin, dass der Betreiber eines von einem Schlepper gezogenen Tankwagens beim Ausbringvorgang die Stützlast der Deichsel auf dem Schlepper-Zugauge derart beeinflussen kann, dass während des Ausbringvorgangs sich diese in geringerem Maße verringert, als es der Fall wäre, wenn kein mitgeführter Abscheider installiert ist. Durch die verzögerte Entleerung des im vorderen Tankbereich integrierten Abscheider-Inhaltes verschiebt sich nämlich die Lage des Tankwagenschwerpunktes nach vorn.

In den Bildern 5, 6 und 7 wird dies erläutert.

5 zeigt die Stellung der Mehrwegehähne beim Befüllvorgang und dementsprechend den Verlauf des Güllestroms. Beim Ansaugen aus einer Vorgrube wird durch den Abscheider angesaugt. Die Schikane ist hochgestellt. Der Abscheider ist wirksam.

6 zeigt die Stellung der Mehrwegehähne und den Weg der Gülle beim Ausbringvorgang.

Hahn 2 ist geschlossen. Hahn 1 steht auf „Ansaugen aus dem Tank". Hahn 3 steht auf „Ausbringen". Beim Entleeren wird als zunächst nur das Nutzvolumen des Tanks entleert. Der Abscheider bleibt gefüllt. Die Funktion ist optional und kann ausgeschaltet werden. Der Weg des Schwerpunktes des Tankwagens verläuft längs der strichpunktierten Linie.

Das Gewicht des weiterhin gefüllten Abscheiders bewirkt eine Verschiebung des Tankwagenschwerpunktes nach vorn und hat zur Folge, dass die Stützlast auf dem Zugauge des Schleppers stets größer ist, als bei gleichzeitiger Entleerung des gesamten Tankwageninhalts. Eine vergrößerte Stützlast am ziehenden Fahrzeug vergrößert dessen mögliche Zugkraft.

7 zeigt die Stellung der Mehrweghähne am Ende des Ausbringvorgangs, wenn gemäß der Erfindung auch das Abscheidervolumen entleert wird. Der Schwerpunkt verlagert sich jetzt hin zum üblichen Schwerpunkt des leeren Tankwagens. Weiterhin ist denkbar, dass die Vorrichtung in einem Vakuum-Tankwagen montiert ist – siehe Vakuumtankwagen bewerkstelligen das Befüllen des Tankvolumens durch Erzeugen eines Vakuums im Tank. Zur Vakuumerzeugung wird ein Luftkompressor eingesetzt. Durch Umsteuern des Kompressors wird beim Ausbringvorgang im Tank ein Überdruck erzeugt.

Beim Vakuum-Tankwagen verbleiben in der Regel schwere Fremdkörper im Tank, so dass dieser von Zeit zu Zeit gereinigt werden muss.

Durch Einsatz der erfindungsgemäßen Vorrichtung kann die Ablagerung die schweren Fremdstoffe auf den Sumpfteil des Abscheiders beschränkt werden, der automatisch, ferngesteuert entleert werden kann. Die derzeit übliche, arbeitsaufwändige Reinigung eines Vakuumtankwagens durch ein Mannloch kann dann entfallen.


Anspruch[de]
Behälter zur Aufnahme, für den Transport und die Abgabe von mit Grobpartikeln beladenen Flüssigkeiten, aufweisend Anschlüsse für die Zufuhr und die Abgabe von Flüssigkeit sowie im Bodenbereich des Behälters eine Wanne zum Auffangen der Grobpartikel, dadurch gekennzeichnet, dass die Wanne (20) zum Behälter (10) durch eine verschwenkbare Klappe (30) absperrbar ist, dass die Klappe 30 in ihrer nicht absperrenden Position als Schikane zur Herabsetzung der Strömungsgeschwindigkeit der Flüssigkeit im Behälter (10) angeordnet ist und dass der Boden (40) der Wanne (20) vom Behälter zwecks Entleerung wegklappbar ausgebildet ist.






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