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Dokumentenidentifikation DE202007007237U1 15.11.2007
Titel Hilfsmittel für ein ergonomisch und anatomisch optimal angepasstes Liegeverhalten
Anmelder Genßheimer, Frank, 65203 Wiesbaden, DE
DE-Aktenzeichen 202007007237
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 15.11.2007
Registration date 11.10.2007
Application date from patent application 21.05.2007
IPC-Hauptklasse A47C 27/10(2006.01)A, F, I, 20070521, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die bisher für ein ergonomisch und der menschlichen Anatomie angepasstes Liegeverhalten üblichen Hilfsmittel (Bereich Gebrauchsgüter) wie herkömmliche Matrazen in diversen Ausführungen (Federkern, Latex, Schaumstoff etc) und die mit Wasser befüllten Systeme (Wasserbetten) weisen diverse Defizite für den Nutzer auf. Gleichzeitig wächst der Bedarf an ergonomisch optimalen, individuellen Hilfsmitteln aufgrund der zivilisationsbedingt ansteigenden Zahl an Menschen mit Rückenleiden und anderen anatomisch bedingten Defiziten.

Der im Schutzanspruch 1 angegebenen Erfindung liegen die Probleme zu Grunde, die sich mit der Anwendung der bisherigen am Markt befindlichen Hilfsmittel ergeben. Diese sind die bei existierenden Systemen mangelnde punktgenaue Unterstützung der menschlichen Anatomie*, die fehlende individuelle Anpassbarkeit an die Bedürfnisse des jeweiligen Nutzers und ggf. an notwendige medizinische Indikationen*, der hohe technische Aufwand, der hohe Anschaffungspreis, die Betriebskosten (für System mit Wasserbefüllung ist ein extra Heizsystem erforderlich) und aufwändige Handhabung (Wartung/Wasseraufbereitung, spezielle Halterungen/Unterbau für Soft-/Hardside-Systeme, Transportaufwand etc.).

  • * Im Bereich der Pflege von Langzeit-Liegepatienten ist insbesondere das Problem des Wundliegens durch herkömmliche Systeme nicht zufriedenstellend gelöst. Eine flächendeckende Nutzung von teuren, derzeit am Markt erhältlichen Systemen die ein besseres Liegeverhalten aufweisen (wie Wasserbetten) ist gerade im Bereich der Medizin und Pflege aus o.g. Gründen der Handhabung und Wirtschaftlichkeit nicht gegeben.

Die aufgeführten Defizite werden mit den in den Schutzansprüchen 1–3 aufgeführten Merkmalen gelöst. Mit der Erfindung wird erreicht, dass jeder Nutzer ein individuelles, der menschlichen Anatomie und den medizinischen Erfordernissen optimal angepasstes Liegemittel erhält, das sich durch leichte Handhabbarkeit und exzellente Wirtschaftlichkeit auszeichnet.

Die einzelnen Komponenten der Erfindung sowie deren Anwendung sind in Anlage 3, 13 dargestellt. Das System besteht prinzipiell aus einem zweischichtigen flexiblen Kunststoff-Körper.

1 zeigt in Aufsicht die erste, obere Schicht: das Kammer-Sicherheitssystem abgetrennt mit Querstegen (2) und kolloider Füllung (1) mit den Eigenschaften: Wärmespeicher-Effekt sowie bewegungsberuhigtes Fließverhalten bei Gewichtsverlagerung.

2 zeigt in der Querschnitts-Sicht: unter der oberen Schicht mit kolloider Füllung (3), die untere Schicht des Aufbaus: das Luftkammer-System (4) abgetrennt mit horizontalen Stegen und als Besonderheit mind. drei Kammern sind mittels Luft-Ventilen (5) individuell befüllbar.

3 zeigt die Funktionssicht: das Hilfsmittel wird zwischen ein herkömmliches Liegemittel (6) z.B. Schaumstoff-Matraze und eine Abdeckung (z.B. Spannbettuch) gelegt und damit fixiert. Das Hilfsmittel wird vor Gebrauch durch den Benutzer nach seinen individuellen anatomischen und medizinischen Erfordernissen entsprechend angepasst (Lufteinlaß über die Ventile des Luftkammer-Systems). Die Nutzung eines zusätzlichen Wärme-Systems wie z.B. einer Heizdecke kann optional nach Bedarf problemlos zusätzlich erfolgen.


Anspruch[de]
Das Hilfsmittel für ein ergonomisch u. anatomisch optimal angepasstes Liegeverhalten ist dadurch gekennzeichnet, dass das System als zweischichtiger, flexibler Kunststoffkörper mit Kammersystem in mindestens Standardgröße 190 × 90 cm und einer Auflagenstärke von ca. 20 mm ausgeführt ist. Das Hilfsmittel nach Anspruch 1 ist zudem dadurch gekennzeichnet, dass die oberste Schicht aus einem Sicherheits-Kammersystem mit Querstegen (Kammergrösse vorzugsweise 900 × 90 mm) und einer kolloiden Füllung (Gel) besteht. Das Hilfsmittel nach Anspruch 1 ist zudem dadurch gekennzeichnet, dass die unterste Schicht ein Luftkammersystem mit mindestens drei unabhängig voneinander individuell über Ventile befüllbare Kammern aufweist, die in ergonomisch günstiger Position platziert sind.






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