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Dokumentenidentifikation DE202007009556U1 15.11.2007
Titel Sektionaltorblatt aus mehreren Torblattsegmenten mit Fensteröffnung
Anmelder Novoferm Nederland B.V., Roermond, NL
Vertreter Andrejewski, Honke & Sozien, 45127 Essen
DE-Aktenzeichen 202007009556
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 15.11.2007
Registration date 11.10.2007
Application date from patent application 07.07.2007
IPC-Hauptklasse E06B 9/06(2006.01)A, F, I, 20070707, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft ein Sektionaltorblatt aus mehreren gelenkig verbundenen Torblattsegmenten, wobei mindestens eines der Torblattsegmente eine Fensteröffnung mit einem Rahmen und eine in dem Rahmen befestigte, transparente Scheibe aufweist.

Die bei den bekannten Sektionaltorblättern üblichen Paneele mit eingeschnittener Verglasung sind in der Herstellung aufwändig und in der Anbringung von transparenten Scheiben kompliziert. Sie halten die Scheiben mittels Kanten und Klemmvorrichtungen in den Rahmensegmenten. Bei einer Anwendung von Sektionaltoren als Industrietore wird durch das Anbringen von großen Fensterscheiben die Steifigkeit der Tore und somit insbesondere der Widerstand gegen Winddruck vermindert.

Bei aus der Druckschrift DE 102 52 110 A1 bekannten Feuerschutztürflügeln oder ähnlichen Spezialtürflügeln wird, um die äußere Erscheinungsform zu verändern, eine Glasscheibe flächendeckend aufgeklebt. Die aufgeklebte Glasscheibe kann eingefärbt oder getönt sein, wobei das Glas vorzugsweise einen abgedunkelten Rand hat, um die darunter liegende Klebung zu verdecken. Die Glasscheibe wird üblicherweise mit einem heißschmelzenden Kleber großflächig auf dem Türrahmen aufgeklebt.

Vor diesem Hintergrund liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein Sektionaltorblatt anzugeben, das eine einfache Anbringung von transparenten Scheiben ermöglicht und insbesondere durch die Verbindung der Scheibe mit dem Rahmen eine hohe Steifigkeit des Torblattes gewährleistet.

Gegenstand der Erfindung und Lösung der Aufgabe ist ein Sektionaltorblatt mit den eingangs beschriebenen Merkmalen, bei dem die Scheibe auf einer umlaufenden Anlagefläche des Rahmens aufgeklebt und die Klebefläche durch einen nicht durchsichtigen Rand der Scheibe verdeckt ist.

Der nicht durchsichtige Rand ist üblicherweise bereits vor dem Einsetzen der Scheibe an diese angebracht. Ein nachträgliches Anbringen des Randes an einer bereits eingesetzten Scheibe ist grundsätzlich jedoch auch möglich. Als besonders einfaches Druckverfahren zum Anbringen des nicht durchsichtigen Randes bietet sich hier das Siebdruckverfahren an. Auch ist die Anbringung einer Folie auf der Scheibe möglich, um die Klebefläche zu verdecken. Eine solche Folie kann ggf. wieder abgelöst werden, so dass Beschädigungen schnell ausgebessert werden können und die optische Erscheinungsform des nicht durchsichtigen Randes variabel gestaltet werden kann. Schließlich ist eine Farbaufbringung durch Sprühen oder ähnliche Methoden möglich. Der nicht durchsichtige Rand kann sich entweder auf der der Klebefläche abgewandten oder der Klebefläche zugewandten Seite der Scheibe befinden.

Eine vorteilhafte Ausführung der Erfindung sieht vor, einen dauerelastischen Klebstoff für die Klebefläche einzusetzen und einen Spalt zwischen der Kante der Scheibe und dem Rahmen der Fensteröffnung vorzusehen. Durch diese Ausgestaltung werden thermische Spannungen oder Ausdehnungen der Fensterscheibe ausgeglichen, die durch Temperaturwechselbeanspruchung des Sektionaltorblattes verursacht werden.

In einer bevorzugten Ausführung der Erfindung besteht der Rahmen der Fensteröffnung aus einem metallischen Werkstoff oder aus Kunststoff.

Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung der Erfindung umfasst bei wenigstens einem der Torblattsegmente eine Rahmenkonstruktion, die Austaschungen für eine oder mehrere transparente Scheiben vorsieht, die über die gesamte Breite des Sektionaltorblattes reichen.

In einer weiteren konstruktiven Ausgestaltung der Erfindung ist die aufgeklebte Scheibe aus Verbundglas. Der nicht durchsichtige Rand der Verbundscheibe kann sich zwischen den einzelnen Scheiben des Verbundglases befinden, wobei er innen liegend auf einer der beiden Scheiben angebracht sein kann, so dass er gegen Abrieb, Verschleiß oder schädliche Umwelteinflüsse geschützt ist.

Die Klebefläche einer weiteren bevorzugten Ausführung der Erfindung ist mindestens 10 mm, vorzugsweise aber 15 bis 50 mm breit, um so durch die festsitzende Verbindung zwischen Scheibe und Rahmen den Widerstand des Torblattes gegen Winddruck und die Gesamtfestigkeit bzw. Steifigkeit der Konstruktion zu verbessern. Dies kann insbesondere zu einer Funktionsverbesserung bei großformatigen Industrietoren führen.

Im Folgenden wird die Erfindung anhand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung erläutert. Es zeigen schematisch:

1 den Rahmen eines Torblattsegmentes,

2 einen Schnitt durch den Rahmen und die Anlagefläche,

3 einen vergrößerten Ausschnitt von 2 mit Details der Klebefläche und einem Spalt zwischen der Kante der Scheibe und dem Rahmen.

Das in den 1 bis 3 dargestellte Torblattsegment eines Sektionaltorblattes besteht aus einem als Hohlprofil ausgebildeten Rahmen 1, der aus vier miteinander verbundenen Rahmenteilen zusammengesetzt ist. Aus 2, die einen horizontalen Schnitt durch den Rahmen 1 zeigt, wird ersichtlich, dass der Querschnitt des Hohlprofils an der Rahmeninnenseite eine Anlagefläche 2 für die transparente Scheibe 3 ausbildet.

3 entnimmt man, dass die transparente Scheibe 3 an der kompletten Anlagefläche 2 durch eine Klebefläche 4 befestigt ist. Die Klebefläche 4 hat eine Breite von wenigstens 10 mm, vorzugsweise aber 15 bis 50 mm. Auch zeigt 3 einen nicht durchsichtigen Rand 5 der Scheibe 3, der die Klebefläche 4 vollständig abdeckt und daher wenigstens ebenso breit ist wie diese.

Des Weiteren wird aus 3 ersichtlich, dass sich zwischen der Kante der Scheibe 3 und dem Rahmen 1 ein Spalt 6 befindet, der eine Ausdehnung der Scheibe 3 ermöglicht, um Spannungen auszugleichen, die durch Temperaturwechselbeanspruchungen des Sektionaltorblattes entstehen.


Anspruch[de]
Sektionaltorblatt aus mehreren gelenkig verbundenen Torblattsegmenten, wobei mindestens eines der Torblattsegmente eine Fensteröffnung mit einem Rahmen (1) und eine in dem Rahmen (1) befestigte, transparente Scheibe (3) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Scheibe (3) auf einer umlaufenden Anlagefläche (2) des Rahmens (1) aufgeklebt ist und dass die Klebefläche (4) durch einen nicht durchsichtigen Rand (5) der Scheibe (3) verdeckt ist. Sektionaltorblatt nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der nicht durchsichtige Rand (5) von einem Farbaufdruck, einer Folie oder einer sonstigen Einfärbung der Scheibe (3) gebildet wird und sich auf der Ober- oder Unterseite der Scheibe (3) befindet. Sektionaltorblatt nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Klebefläche (4) durch einen dauerelastischen Klebstoff gebildet ist und sich ein Spalt (6) zwischen der Kante der Scheibe (3) und dem Rahmen (1) der Fensteröffnung befindet. Sektionaltorblatt nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (1) der Fensteröffnung des Torblattsegmentes aus Kunststoff oder Metall ist. Sektionaltorblatt nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eines der Torblattsegmente eine Rahmenkonstruktion ist, die wenigstens eine Austaschung für wenigstens ein Fenster vorsieht, das über die gesamte Breite des Sektioaltorblattes reicht. Sektionaltorblatt nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die aufgeklebte Scheibe (3) aus Verbundglas ist und sich der nicht durchsichtige Rand (5) innen liegend auf einer der beiden Verbundglasscheiben angebracht ist und sich damit zwischen den Verbundglasscheiben befindet. Sektionaltorblatt nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Klebefläche (4) mindestens 10 mm, vorzugsweise 15 bis 50 mm breit ist.






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