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Dokumentenidentifikation DE202007010180U1 15.11.2007
Titel Schuh mit Absatz
Anmelder Caprice Schuhproduktion GmbH & Co. KG, 66955 Pirmasens, DE
Vertreter Patentanwälte Möll und Bitterich, 76829 Landau
DE-Aktenzeichen 202007010180
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 15.11.2007
Registration date 11.10.2007
Application date from patent application 21.07.2007
IPC-Hauptklasse A43B 21/00(2006.01)A, F, I, 20070721, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft Schuhe mit Absatz, insbesondere elegante Damenschuhe mit hohen Absätzen, gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1.

Beim Gehen berührt der Schuh den Boden zunächst mit der Hinterkante des Absatzes, wobei die Sohlenfläche zunächst im Winkel zum Boden steht. Im weiteren Bewegungsablauf verringert sich dieser Winkel, bis die Sohlenfläche komplett auf dem Boden aufsteht. Im weiteren Bewegungsablauf rollt dann der Schuh über den Vorfußbereich ab. Da alle Schuhe im Gelenkbereich versteift sind, um das Fußgewölbe des Schuhträgers zu stützen, ist der Auftritt des Schuhs auf die Fersenkante und auf die Sohlenfläche relativ hart. Dies führt dazu, dass die Sohle hart auf den Boden aufschlägt, wobei ein Klappgeräusch entsteht. Die beim Auftreten des Absatzes und der Sohle entstehenden Erschütterungen werden auf das Knochengerüst des Schuhträgers übertragen. Das ist unbefriedigend.

Selbstverständlich hat es nicht an Versuchen gefehlt, diesem Missstand abzuhelfen. Eine erste bekannte Lösung besteht darin, die Sohlenmaterialien elastisch federnd zu machen. Dem sind aber Grenzen gesetzt, weil bei zu weichem Material der Gang unsicher wird. Außerdem haben weiche Materialien eine geringere Dauerhaftigkeit. Andere Lösungen verwenden weiche Innensohlen, die jedoch Platz benötigen und den Schuh vergrößern. Das ist unbefriedigend.

Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, einen Schuh anzugeben, der bei minimalem Aufwand einen maximalen Komfort bietet.

Diese Aufgabe wird gelöst durch einen Schuh mit den Merkmalen des Anspruchs 1.

Wesentlicher Vorteil der Erfindung ist ihre Einfachheit. Sie lässt sich bei praktisch jedem Absatz vorsehen, gegebenenfalls auch nachrüsten. Überraschenderweise hat sich herausgestellt, dass Schuhe mit erfindungsgemäß abgerundetem Absatz dem Schuhträger das Gefühl vermitteln, in einem Schuh mit besonders weichem Fußbett zu laufen. Dieser Eindruck lässt sich dadurch erklären, dass beim Auftreten wesentlich weniger Schwingungen in der Schuhsohle entstehen und Fuß und Schuh nicht nur wie bisher im Vorfußbereich sondern jetzt auch im Fersenbereich abrollen können.

Die erfindungsgemäße Lösung ist nicht vergleichbar mit dem Einbau einer Fersenrolle, wie sie in orthopädischen Schuhen für Personen mit versteiftem Fußgelenk üblich ist. Man vergleiche beispielsweise die EP 1 175 160 B oder auch das deutsche Gebrauchsmuster G 94 20 046.

Die erfindungsgemäße Absatzkonstruktion ist auch nicht zu verwechseln mit den sogenannten Autofahrerschuhen, wie sie beispielsweise in dem Gebrauchsmuster G 92 12 034 beschrieben sind. Ebenso wenig ist sie zu vergleichen mit den orthopädischen Schuhen, wie sie in der EP 0 552 590 B, der DE 35 20 786 A oder der EP 0 557 409 B beschrieben sind. Bei diesen Schuhen ist die Hinterkante des Absatzes zwar abgeschrägt, jedoch nicht abgerundet. Der Schuh rollt somit nicht auf der Absatzrundung ab, sondern kippt über die Keilkante hart auf den Boden.

Gemäß einer ersten Ausgestaltung der Erfindung ist nur die Hinterkante des Absatzflecks abgerundet.

Alternativ dazu kann auch die Hinterkante des Absatzkörpers gerundet sein.

Schließlich empfiehlt es sich, die Rundung zylindrisch auszugestalten und die Zylinderachse etwa senkrecht zur Schuhlängsachse auszurichten.

Anhand der Zeichnung soll die Erfindung in Form von Ausführungsbeispielen näher erläutert werden. Es zeigen jeweils rein schematisch

1 einen Damenschuh mit einem mittelhohen Absatz,

2 eine Damen-Stiefelette mit einem hohen Absatz,

3 einen ersten Absatz mit gerundeter Hinterkante,

4 einen zweiten Absatz mit gerundeter Hinterkante und

5 einen dritten Absatz mit gerundeter Hinterkante.

1 zeigt einen bequemen Damenschuh mit mittelhohem Absatz 1. Unter dem Absatz 1 ist ein Absatzfleck 2 befestigt, dessen Hinterkante 5 abgerundet ist. Einzelheiten sollen anhand der 3 bis 5 erläutert werden.

2 zeigt eine Damen-Stiefelette mit hohem Absatz 1. Auch hier ist ein Absatzfleck 2 vorgesehen, dessen Hinterkante 5 abgerundet ist.

3 zeigt einen ersten Absatz 1 mit Absatzfleck 2. In der Oberseite des Absatzes 1 erkennt man eine Öffnung 3 für eine Absatzbefestigungsschraube (nicht dargestellt). Die Hinterseite 4 des Absatzes 1 ist der Einfachheit halber eben dargestellt. Die Hinterkante 5 des Absatzflecks 2 ist abgerundet, wobei die Rundung zylindrisch ausgebildet ist mit einer Zylinderachse etwa senkrecht zur Schuhlängsachse (nicht dargestellt).

4 zeigt einen zweiten Absatz 1 mit Absatzfleck 2 und Befestigungsöffnung 3. In diesem Ausführungsbeispiel ist nicht nur die Hinterkante 5' des Absatzflecks 2 sondern auch die Rückseite 4' des Absatzes 1 abgerundet. Dies macht es möglich, auch bei dünnen Absatzflecken 2 ausreichend Rundung zu gewährleisten. Darüber hinaus stellt eine solche Abrundung der Hinterkante des Absatzes auch ein gestalterisches Element dar.

5 zeigt ein drittes Ausführungsbeispiel eines Absatzes 1, hier eines hohen Absatzes für Damenschuhe, mit Absatzfleck 2. Die Rückseite 4" des Absatzes 1 ist elegant abgerundet. Ebenfalls abgerundet ist die Hinterkante 5" des Absatzflecks 2.

Es versteht sich, dass die Position und die Größe der Abrundung des Absatzflecks entsprechend der jeweiligen Schuhgröße angepasst werden können, um das dank der Erfindung erreichbare angenehme Gehgefühl zu optimieren.


Anspruch[de]
Schuh mit Absatz (1, 2), insbesondere eleganter Damenschuh mit hohem Absatz, dadurch gekennzeichnet, dass die Hinterkante (3, 4) des Absatzes (1, 2) abgerundet ist. Schuh nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass nur die Hinterkante (5) des Absatzflecks (2) abgerundet ist. Schuh nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass auch die Hinterkante (4) des Absatzkörpers (1) gerundet ist. Schuh nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Rundung zylindrisch und die Zylinderachse etwa senkrecht zur Schuhlängsachse gerichtet ist.






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