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Dokumentenidentifikation DE202007010444U1 15.11.2007
Titel Freiluftmöbel zum Sitzen und Liegen mit wandelbarer Hülle als Wetter- und Sichtschutz
Anmelder Rogge, Michael, Dipl.-Designer, 23966 Wismar, DE
DE-Aktenzeichen 202007010444
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 15.11.2007
Registration date 11.10.2007
Application date from patent application 27.07.2007
IPC-Hauptklasse A47C 1/14(2006.01)A, F, I, 20070727, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A47C 15/00(2006.01)A, L, I, 20070727, B, H, DE   A47C 7/66(2006.01)A, L, I, 20070727, B, H, DE   A47C 3/18(2006.01)A, L, I, 20070727, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung hat den Titel „Freiluftmöbel zum Sitzen und Liegen mit wandelbarer Hülle als Wetter- und Sichtschutz".

Die Erfindung ist im weitesten Sinne als Strand-, Garten- und Terassenmöbel zu bezeichnen, je nachdem wie es ausgestattet ist und eingesetzt wird.

Ein Trägerteil ist mit einem verstellbaren Dachteil verbunden. Beide Teile zusammen erzeugen einstellbaren Schutz vor Witterungseinflüssen und Sichtschutz rundum für die darin befindlichen Personen auf den Liegesitzen. Das Dachteil kann im Bereich von geöffnet bis völlig geschlossen verstellt bzw. verändert werden.

Bekannteste Vertreter dieser Produktgruppe sind:

  • 1.) die so genannten "Hollywood-Schaukeln", die es in verschiedenen Ausführungen einer Grundkonstruktion gibt.
  • 2.) die noch bekannteren Vertreter, die „Strandkörbe", ebenfalls in verschiedenen Ausführungen einer Grundkonstruktion.

Komfort, Gebrauchswert, technischer Stand der Konstruktion und das Design der beiden bekanntesten Vertreter der Freiluftmöbel sind mangelhaft und wirken veraltet.

Die gravierendsten Mängel der Konstruktion „Hollywood-Schaukel" sind:

  • – unzureichender Schutz vor Witterungseinflüssen
  • – Regulierung des Sonneneinfalls auf den Sitzplatz ist nicht möglich (Beschattung oder Besonnung in Abhängigkeit vom Sonnenstand)
  • – vorwiegend fester Standort – Ausrichtung auf Wind und Sonne durch hohes Gewicht und sperrige Konstruktion erschwert
  • – mangelhafte Ergonomie des Sitzes

Die gravierendsten Mängel der Konstruktion „Strandkorb" sind:

  • – eingeschränkter Schutz vor Witterungseinflüssen auf Grund der Haubengröße und ihres Verstellbereiches
  • – da Haube und Sitzlehne ein Teil darstellen, sind zwei wichtige Funktionen nachteilig gekoppelt, so dass eine Rückenlehnenverstellung nicht unabhängig von der Haubenverstellung erfolgen kann
  • – die Gestaltung des Sitzelementes ermöglicht keine optimale Liegestellung
  • – die Ausrichtung auf Wind und Sonne ist durch die ungeeignete Gestaltung der Bodenfläche erschwert
  • – mangelhafte Ergonomie des Sitzelementes
  • – der Einsatz von Holzwerkstoffen für die tragende Konstruktion schränkt die Lebensdauer ein und erfordert einen hohen Pflegeaufwand
  • – bei Wintereinlagerung hoher Platzbedarf aufgrund sperriger Bauweise und aufwendige Zerlegbarkeit
  • – Pflege und Sauberhaltung des Korbgeflechtes ist nur mit gewissem Aufwand möglich
  • – durch zerklüftete Oberfläche des Flechtwerks ist eine Beschriftung nur schwer und das Anbringen von Aufklebern ganz unmöglich

Quelle für die Ermittlung der Mängel der auf dem Markt befindlichen Produkte sind die Prospekte und Produktbeschreibungen der betreffenden Hersteller, die Originalprodukte sowie Angaben professioneller Verleiher (wie Strandkorbvermieter).

Ziel der Erfindung ist nicht nur die Beseitigung dieser Mängel, vielmehr wird angestrebt, einen neuen Typ von Freiluftmöbel zu entwickeln, der durch sein Konzept eine grundlegende Verbesserung von Ergonomie, Komfort, Gebrauchswert, technischer Ausführung, Lebensdauer, Wartungs- und Pflegeaufwand, Handhabbarkeit und gestalterischer Qualität bietet und eine Innovation gegenüber den genannten Produkten darstellt.

Das Freiluftmöbel laut meiner Anmeldung soll ein oder mehreren erwachsenen Personen ergonomisch einwandfreie Sitzhaltung oder Liegestellung am Strand, im Garten oder auf der Terrasse ermöglichen. Eine wandelbare Hülle soll dosierbaren Schutz vor Wind, Sonne, Regen und Kälte bieten, oder ein Sonnenbad ermöglichen.

Um diese Vielzahl von Funktionen zu erreichen, ist das Freiluftmöbel aus mehreren Bausteinen zusammengesetzt, dem Baukastenprinzip folgend. Diese Bausteine sind im Wesentlichen das Trägerteil, das Dachteil und ein oder mehrere Liegesitze. Dazu steht umfangreiches Zubehör zur Verfügung, um speziellen Anforderungen zu genügen.

Das Trägerteil (1) bildet die Basis. Es ist so beschaffen, dass es ein oder mehrere verstellbare Liegesitze, (2) aufnehmen kann. Gleichzeitig erzeugt es Wetter- und Sichtschutz von der Seite und von hinten bis etwa zur Gürtellinie der darin sitzenden Personen.

Das Trägerteil kann mit einem Stauraum (1) versehen werden, der sich dann unter den Sitzflächen befindet und den ganzen unteren, hinteren Bereich desselben ausfüllen kann (3). Vorn befindet sich der offene Bodenraum (2) für die Füße.

Die Liegesitze (4) sind mehrteilig ausgeführt. Sie bestehen aus Lehne (3), Sitzfläche (4) und Fußauflage (5). Durch eine Mechanik lassen sie sich vom Sitz zur Liege verstellen. 4 zeigt einen Liegesitz in Liege- und einen in Sitzstellung.

Kompletten allseitigen Witterungs- und Sichtschutz für die darauf sitzenden Personen bietet, ergänzend und im Zusammenspiel mit dem Trägerteil, das Dachteil. Es ist auf das Trägerteil montiert und unabhängig von den Liegesitzen einstellbar. Es ist so ausgeführt, dass es völlig geöffnet oder geschlossen werden kann. Das Dachteil ist mehrteilig ausgeführt und stufenlos verstellbar. Die 5 zeigt das geschlossene und 6 das geöffnete Dach aus textilem Material. 7 und 8 zeigen noch andere Dachvarianten, erstere aus einem (z.B. geflochtenen) einteiligen Element, (6) nach hinten gekippt (gestrichelte Linie), (7) nach vorne gekippt mit Vorhangelement (gestrichelte Linie) zum völligen Verschließen und letztere, 8, aus visierartigen Hartschalen.

Zubehörelemente, die eine entsprechende Komfortsteigerung des Freiluftmöbels bewirken, sind:

Ein Drehuntergestell, auf den das Trägerteil montiert wird, soll ein kraftsparendes Ausrichten des Freiluftmöbels nach Wind und Sonne ermöglichen. Bodenrollen sollen eine problemlose Ortsveränderung des Freiluftmöbels auf festen Böden ermöglichen. Tragegriffe an den Seiten des Trägerteiles sollen die Ortsveränderung des Freiluftmöbels auf losen Böden ermöglichen. Schwenktische, die den Liegesitzen zugeordnet werden, lassen sich zum Benutzer hin, oder von diesem weg, schwenken. Sie sollen das Abstellen von Gegenständen ermöglichen. Ein Bordnetz ermöglicht den Betrieb einer Einbaumusikanlage, einer Sitzheizung und (oder) einer Massageeinrichtung in den Liegesitzen oder anderer Stromverbraucher, wie Licht, PC etc. Ein Verschlussgitter soll Schutz vor Benutzung durch Unbefugte bieten.

Alle Zubehörelemente können in Material und Konstruktion ganz unterschiedlich ausgeführt sein. Ihre Aufzählung soll lediglich verdeutlichen, welchen Zweck sie erfüllen, welche Funktion sie haben.

Alle Bausteine und Zubehörteile sind miteinander verschraubt, sowie die Bausteine selber, so dass das Freiluftmöbel zerlegt transportiert und geliefert werden kann.

Glatte Außenflächen des Trägerteiles können problemlos mit dekorativen Aufklebern, Aufdrucken und der gleichen oder mit Werbung versehen werden.

Pflege und Wartung aller Teile sind durch die Auswahl von hochwertigen, modernen und haltbaren Materialien sehr gering und ergeben eine hohe Lebensdauer.

Erläuterungen zu den Figuren Fig. 1

  • zeigt das Trägerteil

Fig. 2

  • zeigt das Trägerteil mit zwei Liegesitzen, die sich in Sitzstellung befinden

Fig. 3

  • zeigt das Trägerteil mit Stauraum (1) und Bodenraum für die Füße (2)

Fig. 4

  • zeigt das Trägerteil mit zwei Liegesitzen, wobei einer sich in Sitzstellung und einer sich in Liegestellung befindet, die aus Rückenlehne (3), Sitzfläche (4) und Beinauflage (5) bestehen

Fig. 5

  • zeigt ein mehrteiliges textiles Dachteil geschlossen

Fig. 6

  • zeigt das selbe mehrteilige textile Dachteil geöffnet

Fig. 7

  • zeigt ein einteiliges Dachelement, gestrichelte Linie nach hinten gekippt (6), volle Linie nach vorne gekippt (7) und mit Vorhangelement (8) verschlossen, gestrichelte Linie

Fig. 8

  • zeigt ein visierartiges vierteiliges Dachteil aus Hartschalen


Anspruch[de]
Möbel zum komfortablen Aufenthalt im Freien (Freiluftmöbel) mit Schutzeinrichtung vor allen Witterungseinflüssen und Schutz vor Einblicken, ausgestattet mit Liegesitzen für eine oder mehrere Personen dadurch gekennzeichnet, dass es wie bei einem Baukasten aus verschiedenen Bausteinen, wie Trägerteil, Liegesitz(e) und Dachteil zusammengebaut ist, die der jeweiligen Situation durch Verstellung angepasst werden können und in Gemeinschaft oder unabhängig voneinander wirken. Freiluftmöbel nach Schutzanspruch 1 mit einem Trägerteil dadurch gekennzeichnet, dass es alle anderen Bauteile, wie Sitze(e), Dachteil und auch Zubehörelemente, wie Drehuntersatz, trägt, verbindet und gleichzeitig auch Schutzeinrichtung ist. Freiluftmöbel nach Schutzanspruch 1 mit einem Dachteil in unterschiedlichen Ausführungen dadurch gekennzeichnet, dass es auf der Basis montiert in einem Bereich von offen bis völlig geschlossen verändert werden kann. Freiluftmöbel nach Schutzanspruch 1 mit einem oder mehreren Liegesitzen, bestehend aus Lehne, Sitzfläche und Fußauflage, dadurch gekennzeichnet, dass er (sie) auf dem Basisteil montiert in einem Bereich von aufrecht Sitzen bis Liegen in kleinen Stufen oder stufenlos und unabhängig von allen anderen Teilen verstellt werden kann (können). Freiluftmöbel nach Schutzanspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass es diesem Konzept folgend in einer Vielzahl von Konstruktionen, Gestaltungen und Materialanwendungen als konkretes Produkt realisiert werden kann. Freiluftmöbel nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass der Liegesitz auch so beschaffen sein kann, dass für zwei oder mehr Personen eine gemeinsame Sitzfläche und Rückenlehne vorhanden ist mit einzelnen Fußauflagen. Freiluftmöbel nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich zu den Standardbausteinen Trägerteil, Sitz/Sitze und Dachteil durch Zubehörteile der Gebrauchswert des Möbels noch wesentlich erhöht werden kann, welche sein können:

a) Stauraum unter dem Sitz/Sitzen angeordnet

b) Drehuntergestell unter dem Trägerteil angeordnet

c) Bodenrollen oder Räder unter dem Trägerteil angeordnet

d) Tragegriffe an den Seiten des Trägerteiles angeordnet

e) Schwenktische in Zuordnung zum Sitz/zu den Sitzen

f) Bordnetz für Stromverbraucher wie Audio/Videoanlage, PC, Sitzheizung, Massageeinrichtung, Beleuchtung u.v.a.m.

g) Verschlussgitter
Freiluftmöbel nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass alle Bauteile und Zubehörteile zerlegt transportiert und geliefert werden können, weil sie miteinander verschraubt sind. Freiluftmöbel nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass glatte Außenflächen des Trägerteiles Dekoration und Werbung in Form von Aufklebern oder Aufdrucken tragen können. Freiluftmöbel nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass Pflege und Wartung durch den Einsatz von hochwertigen und modernen und haltbaren Werkstoffen sehr gering gehalten werden und die Lebensdauer des Produktes deutlich positiv beeinflussen.






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