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Dokumentenidentifikation DE202007010635U1 15.11.2007
Titel Vorrichtung zur Kontrolle der Ausrichtung einer Waffe beim Zielen
Anmelder Gehmann GmbH & Co. KG, 76133 Karlsruhe, DE
Vertreter Dimmerling, H., Dipl.-Ing., Pat.-Anw., 76185 Karlsruhe
DE-Aktenzeichen 202007010635
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 15.11.2007
Registration date 11.10.2007
Application date from patent application 31.07.2007
IPC-Hauptklasse F41G 1/44(2006.01)A, F, I, 20070731, B, H, DE
IPC-Nebenklasse F41G 1/54(2006.01)A, L, I, 20070731, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung gemäß dem Oberbegriff des Anspruchs 1, zur Kontrolle der Ausrichtung einer Waffe beim Zielen, mit einem Grundkörper, mittels dem die Vorrichtung an der Waffe befestigbar ist, und mit einer Libelle, mittels der die Ausrichtung der Waffe überprüfbar ist.

Eine derartige Vorrichtung ist im Stand der Technik hinlänglich bekannt und wird von Sportschützen sehr gerne zur Überprüfung der Haltung ihrer Waffe im Anschlag verwendet. Mittels der Libelle kann der Sportschütze feststellen, ob er die Waffe im Anschlag richtig hält. So lässt sich insbesondere auch eine Verkantung der Waffe feststellen.

Es ist bekannt, die Vorrichtung mittels eines Prismas am Lauf der Waffe zu befestigen. Die Befestigung erfolgt derart, dass sich die Libelle unterhalb des Korntunnels eines Ringkorns befindet. Es sind aber auch Ringkorne bekannt, bei denen die Libelle im oder am Korntunnel angeordnet ist.

Durch die bekannten Befestigungsarten befindet sich die Libelle in unmittelbarer Nähe der Visierlinie. Dies kann den Schützen jedoch bei seiner beim Zielen aufzubringenden sehr hohen Konzentration stören. Von vielen Schützen wird es als störend empfunden, wenn sich beim Zielen außer dem Ringkorn noch andere Elemente in ihrem Blickfeld befinden. Hingegen wird es von vielen Schützen als angenehm empfunden, wenn sie während des Zielens in ihrem Blickfeld lediglich das Ringkorn und das Ziel haben. Hierdurch erhöht sich ihre Konzentration.

Es ist Aufgabe der Erfindung, eine eingangs genannte Vorrichtung derart auszubilden, dass die Libelle außerhalb des Blickfelds des Schützen beim Zielen anordenbar ist.

Die Lösung dieser Aufgabe ergibt sich aus den Merkmalen des kennzeichnenden Teils des Anspruchs 1. Vorteilhafte Weiterbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Unteransprüchen.

Gemäß der Erfindung ist eine Vorrichtung zur Kontrolle der Ausrichtung einer Waffe beim Zielen, mit einem Grundkörper, mittels dem die Vorrichtung an der Waffe befestigbar ist, und mit einer Libelle, mittels der die Ausrichtung der Waffe überprüfbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Libelle mittels eines Distanzelements in einem Mindestabstand von der Waffe anordenbar ist.

Dadurch, dass die Libelle mittels eines Distanzelements in einem Mindestabstand von der Waffe anordenbar ist, lässt sie sich so weit von der Visierlinie anordnen, dass der Schütze sie beim Zielen nicht mehr in seinem Blickfeld hat. Der Schütze kann sich somit ungestört auf sein Ziel konzentrieren. Damit der Schütze die Haltung der Waffe beim Zielen überprüfen kann, darf die Libelle jedoch nicht zu weit von der Visierlinie angeordnet sein. Idealerweise ist der Abstand der Libelle von der Visierlinie so gewählt, dass der Schütze die Libelle beim Zielvorgang nicht in seinem Blickfeld hat, sie jedoch durch eine geringe Veränderung der Stellung seiner Augen sehen kann.

In vorteilhafter Weise ist das Distanzelement daher als ein Stab ausgebildet, an dem die Libelle befestigt ist. Hierdurch lässt sich der Abstand der Libelle von der Visierlinie auf einfache Weise einstellen. Besonders einfach lässt sich der Abstand der Libelle von der Visierlinie einstellen, wenn die Libelle verschiebbar auf dem Stab angeordnet ist.

Bei einer besonderen Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass der Grundkörper eine Öffnung hat, mittels der er am Lauf der Waffe befestigbar ist. Hierdurch lässt sich die Vorrichtung sehr einfach an der Waffe befestigen. Des Weiteren hat der Schütze hierdurch die Möglichkeit, den Abstand der Libelle von seinem Auge an seine Bedürfnisse anzupassen.

Des Weiteren lässt sich der Grundkörper bei einer solchen Ausführungsform derart an der Waffe befestigen, dass der Stab sich in beliebiger Richtung radial vom Lauf erstreckt. Hierdurch besteht die Möglichkeit, die Libelle nicht nur in waagerechter Richtung seitlich vom Lauf anzuordnen, sondern beispielsweise in einem Winkel von 45 Grad. Um die Funktion der Libellen zu gewährleisten, ist bei einer weiteren besonderen Ausführungsform der Erfindung vorgesehen, dass die Libelle schwenkbar an dem Stab angeordnet ist. Hierdurch lässt sich die Libelle wieder in waagrechter Richtung anordnen, wenn sich der Stab in einem Winkel von beispielsweise 45 Grad in radialer Richtung vom Lauf erstreckt.

Bei einer weiteren besonderen Ausführungsform der Erfindung ist vorgesehen, dass die lichte Weite der Öffnung einstellbar ist. Hierdurch lässt sich der Grundkörper am Lauf der Waffe klemmbar befestigen. Besonders vorteilhaft ist es, wenn der Grundkörper aus zwei Teilen besteht, welche miteinander verschraubt sind. Hierdurch wird es dem Schützen ermöglicht, die Klemmung des Grundkörpers auf dem Lauf der Waffe individuell so einzustellen, dass der Grundkörper so fest auf dem Lauf der Waffe angeordnet ist, dass er gegen ein unbeabsichtigtes Verstellen gesichert ist, jedoch noch durch absichtliches Aufbringen einer größeren Kraft vom Schützen verstellt werden kann. Des Weiteren lässt sich eine derart ausgebildete Vorrichtung problemlos an Waffenläufe unterschiedlicher Durchmesser befestigen.

Weitere Einzelheiten, Merkmale und Vorteile der vorliegenden Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines besonderen Ausführungsbeispiels unter Bezugnahme auf die Zeichnung.

Es zeigt:

1 eine erfindungsgemäße Vorrichtung in einer ersten Stellung und

2 die in 1 dargestellte Vorrichtung in einer verdrehten Stellung.

Wie 1 entnommen werden kann, weist eine erfindungsgemäße Vorrichtung einen Grundkörper 1 auf, welcher aus einem oberen Teil 1a und einem unteren Teil 1b besteht. Die beiden Teile 1a, 1b sind mittels Schrauben 7 miteinander verbunden.

Des Weiteren weisen die beiden Teile 1a, 1b jeweils eine halbkreisförmige Ausnehmung auf, welche im miteinander verbundenen Zustand der beiden Teile 1a, 1b eine kreisrunde Öffnung 4 ergeben. Mittels der kreisrunden Öffnung 4 ist der Grundkörper 1 auf einen Lauf einer Waffe aufsteckbar. Durch Anziehen der Schrauben 7 lässt sich der Grundkörper 1 klemmend an dem Lauf befestigen.

Mit dem oberen Teil 1a des Grundkörpers 1 ist ein Rundstab 3 verbunden. Der Rundstab 3 kann in eine entsprechende Öffnung des oberen Teils 1a des Grundkörpers 1 eingesteckt sein oder ein Gewinde aufweisen und in den oberen Teil 1a des Grundkörpers 1 eingeschraubt sein.

An dem Stab 3 ist des Weiteren eine Halterung 5 angeordnet, welche eine Libelle 2 aufweist. Die Halterung 5 weist ein Gelenkstück 6 auf, mit dem sie drehbar verbunden ist und durch welches sich der Stab 3 erstreckt. Hierdurch lässt sich die Position der Libelle 2 zum Stab 3 verändern.

In der in 1 dargestellten Stellung verläuft die Libelle 2 etwa parallel zum Stab 3, weshalb der Grundkörper 1 so mit dem Lauf der Waffe verbunden werden sollte, dass der Stab 3 waagerecht angeordnet ist, wenn der Schütze zielt.

Die in 2 dargestellte Ausführungsform entspricht der in 1 dargestellten Ausführungsform. Gleiche Elemente sind daher mit denselben Bezugszeichen versehen. Zur Unterscheidung weisen sie jedoch einen Strich auf.

Im Gegensatz zu der in 1 dargestellten Stellung verläuft die Libelle 2' zu dem Stab 3' in einem Winkel von etwa 45 Grad. Der Grundkörper 1' sollte daher so an dem Lauf der Waffe befestigt sein, dass der Stab 3' zur Waagerechten einen Winkel von etwa 45 Grad aufweist, wenn der Schütze zielt.


Anspruch[de]
Vorrichtung zur Kontrolle der Ausrichtung einer Waffe beim Zielen, mit einem Grundkörper (1), mittels dem die Vorrichtung an der Waffe befestigbar ist, und mit einer Libelle (2), mittels der die Ausrichtung der Waffe überprüfbar ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Libelle (2) mittels eines Distanzelements (3) in einem Mindestabstand von der Waffe anordenbar ist. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Distanzelement (3) ein sich aus dem Grundkörper (1) erstreckender Stab ist, an dem die Libelle (2) befestigt ist. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Libelle (2) verschiebbar auf dem Stab (3) angeordnet ist. Vorrichtung nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Libelle (2) verschwenkbar auf dem Stab (3) angeordnet ist. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (1) eine Öffnung (4) hat, mittels der er am Lauf der Waffe befestigbar ist. Vorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die lichte Weite der Öffnung (4) einstellbar ist. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (1) aus zwei Teilen (1a, 1b) besteht, welche miteinander verschraubt sind.






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