PatentDe  


Dokumentenidentifikation DE202007011436U1 15.11.2007
Titel Schuheinlage, insbesondere orthopädische Schuheinlage
Anmelder Grifka, Günther, 47804 Krefeld, DE
Vertreter Stenger, Watzke & Ring Patentanwälte, 40547 Düsseldorf
DE-Aktenzeichen 202007011436
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 15.11.2007
Registration date 11.10.2007
Application date from patent application 16.08.2007
IPC-Hauptklasse A43B 17/00(2006.01)A, F, I, 20070816, B, H, DE
IPC-Nebenklasse A43B 17/14(2006.01)A, L, I, 20070816, B, H, DE   A44B 18/00(2006.01)A, L, I, 20070816, B, H, DE   

Beschreibung[de]

Die Erfindung betrifft eine Schuheinlage, insbesondere eine orthopädische Schuheinlage, mit einem Grundkörper, dessen Oberseite zur Aufnahme eines menschlichen Fußes eine Fußbettung ausbildet.

Schuheinlagen im allgemeinen sowie orthopädische Schuheinlagen im speziellen sind aus dem Stand der Technik an sich gut bekannt, weshalb es eines gesonderten druckschriftlichen Nachweises an dieser Stelle nicht bedarf.

Obgleich sich die aus dem Stand der Technik vorbekannten Schuheinlagen im alltäglichen Praxiseinsatz bewährt haben, besteht Verbesserungsbedarf, insbesondere mit Blick auf ihre Verwendung.

Es ist deshalb die Aufgabe der Erfindung, eine gegenüber dem Stand der Technik neuartige Schuheinlage vorzuschlagen, die erweiterte Verwendungsmöglichkeiten bei gleichzeitig einfacher Handhabung schafft.

Zur Lösung dieser Aufgabe wird mit der Erfindung eine Schuheinlage der vorgenannten Art vorgeschlagen, die sich dadurch auszeichnet, dass der Grundkörper zwei relativ zueinander positionierbare Abschnitte aufweist, wobei der eine Abschnitt eine Längsgewölbestütze und der andere Abschnitt eine Außenbacke aufweist.

Für eine wunschgemäße Fußbettung, das heißt eine wunschgemäße Abstützung eines Fußes verfügt der Grundkörper der Schuheinlage über eine entsprechend ausgebildete Längsgewölbestütze einerseits und eine entsprechend ausgebildete Außenbacke andererseits. Diese stützen einen von der Schuheinlage im Benutzungsfall aufgenommenen Fuß in an sich bekannter Weise ab.

Die Längsgewölbestütze und die Außenbacke sind erfindungsgemäß relativ zueinander positionierbar, was dadurch realisiert ist, dass die Schuheinlage über einen Grundkörper verfügt, der zwei relativ zueinander positionierbare Abschnitte aufweist, wobei der eine Abschnitt die Längsgewölbestütze und der andere Abschnitt die Außenbacke trägt. Im Ergebnis wird so ein Grundkörper bereitgestellt, der über eine relativ zur Längsgewölbestütze positionierbare Außenbacke verfügt.

Die relative Lageverstellmöglichkeit der Außenbacke gegenüber der Längsgewölbestütze erbringt den Vorteil, dass die erfindungsgemäße Schuheinlage in ihrer Breite insbesondere im Fersenbereich eingestellt werden kann, was es erlaubt, ein- und dieselbe Schuheinlage für unterschiedlich geschnittene Schuhe zu verwenden. So kann die erfindungsgemäße Schuheinlage sowohl für normalgeschnittene Kaufschuhe einerseits als auch für modisch schlank geschnittene Kaufschuhe andererseits gleichermaßen verwendet werden. Individuelle Anfertigungen der Schuheinlage sind deshalb nicht erforderlich. Der Verwender der erfindungsgemäßen Schuheinlage kann diese für all seine Schuhe gleichermaßen verwenden, da es ihm aufgrund der relativen Positionierbarkeit der Außenbacke gegenüber der Längsgewölbestütze ermöglicht ist, die Schuheinlage in ihrer Breitenausgestaltung auf den jeweils wunschgemäß zu tragenden Schuh einzustellen.

Der Abschnitt für die Längsgewölbestütze und der Abschnitt für die Außenbacke bilden zwischen sich eine Fersenausnehmung aus. Der Fersenmittelpunkt liegt damit frei, was in vorteilhafter Weise dazu führt, dass die erfindungsgemäße Schuheinlage nicht aufträgt. Damit eignet sich die erfindungsgemäße Schuheinlage auch für Schuhe, die fersenoffen ausgebildet sind.

Der Grundkörper der erfindungsgemäßen Schuheinlage trägt unterseitig ein Haftmittel, das bevorzugter Weise Teil eines Klettverschlusses ist. Der andere Teil des Klettverschlusses wird durch eine einseitig klebende Zwischeneinlage bereitgestellt, die in den Schuh einzukleben ist. Auf die so mit einem Schuh verbundene Zwischeneinlage kann die erfindungsgemäße Schuheinlage aufgesetzt und so lösbar mit dem Schuh verbunden werden. Ein Verwender der erfindungsgemäßen Schuheinlage hat so die Möglichkeit, all seine Schuhe mit einer entsprechenden Zwischeneinlage zu versehen und die Schuheinlage wahlweise in Kombination mit dem jeweils gewünschten Schuh zu benutzen. Zu diesem Zweck ist die erfindungsgemäße Schuheinlage lediglich in den jeweils gewünschten Schuh einzubringen, wobei aufgrund des Klettverschlusses eine lösbare Verbindung der Schuheinlage mit dem jeweiligen Schuh entsteht.

Die Zwischeneinlage ist als selbstklebender Klettverschluß ausgebildet und kann an den Endkunden zusammen mit der erfindungsgemäßen Schuheinlage geliefert werden. Die Schuheinlage steht bevorzugterweise in unterschiedlichen Fußgrößen zur Verfügung. Die selbstklebende Zwischeneinlage kann vom Verwender bedarfsgerecht auf die Größe der jeweiligen Schuheinlage zugeschnitten werden, weshalb es möglich ist, die selbstklebende Zwischeneinlage in einer Universalgröße bereitzustellen.

Der Grundkörper weist gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung fersenseitig einen umlaufenden Rand auf. Dieser dient der fersenseitigen Abstützung eines Fußes. Der Rand ist bevorzugter Weise aus einem elastischen Material, beispielsweise einem elastischen Kunststoffmaterial gebildet, was es erlaubt, die Schuheinlage sowohl in breiten als auch in schmalen Schuhen zu tragen.

Der Grundkörper der erfindungsgemäßen Schuheinlage besteht bevorzugter Weise aus Kunststoff, wobei unterschiedliche Kunststoffhärtegrade wunschgemäß zum Einsatz kommen können.

Des weiteren kann vorgesehen sein, dass der Grundkörper oberseitig eine Abdeckung trägt, die beispielsweise aus Stoff, Leder oder dergleichen Material gebildet ist. Der Grundkörper kann mit einer solchen Abdeckung vernäht, verklebt oder sonstwie verbunden sein.

Die erfindungsgemäße Schuheinlage zeichnet sich durch ihre beiden relativ zueinander beweg- und positionierbaren Abschnitte aus, die zwischen sich eine Fersenausnehmung ausbilden. Sie kann in allen konfektionierten Kaufschuhen eingesetzt werden, wobei eine Befestigung bevorzugterweise mittels eines selbstklebenden Klettverschlusses ausgebildet wird, der im Schuh auf die Brandsohle aufgeklebt ist. Die Schuheinlage kann dabei in an sich bekannter Weise Fußstützen in Entsprechung der gewünschten Funktion für eine aktive Aufrichtung eines Fußgewölbes bereitstellen. Ein Verwendung der erfindungsgemäßen Schuheinlage auch in fersenoffenen Schuhen ist problemlos möglich, da die Ferse seitlich nicht verrutschen kann. Die von der Schuheinlage bereitgestellte Außenbacke gibt der Ferse entsprechenden Halt. Von besonderem Vorteil in diesem Zusammenhang ist ferner, dass der Fersenmittelpunkt frei liegt, die Schuheinlage also im Verwendungsfall nicht aufträgt, womit die erfindungsgemäße Schuheinlage auch in Kombination mit herkömmlichen Kaufschuhen verwendbar ist. Die Anfertigung von individuellen Schuheinlagen und/oder darauf abgestimmten Schuhen ist in vorteilhafter Weise nicht erforderlich. Dabei erlaubt der bevorzugter Weise zum Einsatz kommende Klettverschluß eine lösbare Anordnung der erfindungsgemäßen Schuheinlage im jeweiligen Schuh, was ein einfaches Wechseln von Schuh zu Schuh möglich macht. Die erfindungsgemäße Schuheinlage ist deshalb in höchstem Maße flexibel einsetzbar.

Weitere Markmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung anhand der Figuren. Dabei zeigen:

1 in einer schematischen Draufsicht von oben die erfindungsgemäße Schuheinlage in einer ersten Ausrichtung und

2 in einer schematischen Draufsicht von oben die erfindungsgemäße Schuheinlage in einer zweiten Ausrichtung.

Die 1 und 2 zeigen die erfindungsgemäße Schuheinlage 1 in schematischer Darstellung, jeweils in einer Draufsicht von oben. Dabei ist in 1 eine erste Ausrichtung der erfindungsgemäßen Schuheinlage gezeigt, nämlich eine solche für einen vergleichsweise schmalen Schuh. 2 zeigt im Unterschied hierzu eine Ausrichtung der erfindungsgemäßen Schuheinlage nach 1 für einen vergleichsweise breiten Schuh.

Die Schuheinlage 1 verfügt über einen Grundkörper, dessen Oberseite 7 zur Aufnahme eines menschlichen Fußes eine Fußbettung ausbildet. Im gezeigten Ausführungsbeispiel nach den 1 und 2 umfaßt diese Fußbettung eine Längsgewölbestütze 3, eine der Längsgewölbestütze 3 gegenüberliegende Außenbacke 4 sowie eine Pelotte 6. Eine andere Ausgestaltung der Fußbettung ist gleichfalls denkbar und für die Erfindung nicht beschränkend.

Nach der Erfindung verfügt die Schuheinlage 1 über zwei relativ zueinander positionierbare Abschnitte 8 und 9. Im gezeigten Ausführungsbeispiel sind diese Abschnitte 8 und 9 zungenartig ausgebildet und stellen die Längsgewölbestütze 3 einerseits sowie die Außenbacke 4 andererseits bereit. Die beiden Abschnitte 8 und 9 sind einstückig ausgebildet und stellen zusammen den Grundkörper 2 dar.

Im Fersenbereich der erfindungsgemäßen Schuheinlage bilden der eine Abschnitt 8 und der andere Abschnitt 9 eine Fersenausnehmung 5 zwischen sich aus. Die Größe dieser Fersenausnehmung 5 ergibt sich in Abhängigkeit der relativen Stellung der beiden Abschnitte 8 und 9 zueinander, wie ein Vergleich der 1 und 2 erkennen läßt.

Der Grundkörper 2 kann auf seiner Oberseite 7 eine im näheren nicht dargestellte Abdeckung tragen, die beispielsweise aus Kunststoff, Stoff und/oder Leder gebildet sein kann. Der Grundkörper selber besteht vorzugsweise aus Kunststoff, wobei die Härte des Kunststoffmaterials in Abhängigkeit des wunschgemäß zu erzielenden Härtegrades der erfindungsgemäßen Schuheinlage ausgesucht ist.

Aufgrund der vorbeschriebenen Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Schuheinlage 1 ist es möglich, den die Außenbacke 4 tragenden Abschnitt 9 relativ gegenüber dem die Längsgewölbestütze 3 bereitstellenden Abschnitt 8 wahlweise, das heißt individuell zu bewegen und zu positionieren. Auf diese Weise läßt sich die Breite B der Schuheinlage einstellen, wie dies ein Vergleich der beiden 1 und 2 zeigt.

1 zeigt eine Stellung der erfindungsgemäßen Schuheinlage 1, der gemäß die beiden Abschnitte 8 und 9 relativ nahe zueinander positioniert sind. In der Konsequenz ist die Schuheinlage im Fersenbereich vergleichsweise schmal ausgebildet. In dieser Stellung der beiden Abschnitte 8 und 9 kann die erfindungsgemäße Schuheinlage in einen vergleichsweise schmal ausgebildeten Schuh eingesetzt werden.

2 zeigt indes eine Stellung der beiden Abschnitte 8 und 9 zueinander, der gemäß die beiden Abschnitte 8 und 9 relativ weit voneinander beabstandet positioniert sind. Diese Stellung nehmen die beiden Abschnitte 8 und 9 ein, wenn die Schuheinlage 1 für einen verhältnismäßig breit ausgebildeten Schuh ausgerichtet ist.

Wie eine Vergleichsbetrachtung der beiden 1 und 2 deutlich erkennen läßt, kann ein- und dieselbe Schuheinlage 1 aufgrund der relativen Positionierbarkeit der beiden Abschnitte 8 und 9 sowohl für einen schmalen Schuh einerseits als auch für einen breiten Schuh andererseits benutzt werden.

Ein weiteres kommt hinzu: Aufgrund der Fersenausnehmung 5 trägt die erfindungsgemäße Schuheinlage 1 nicht auf, was es ermöglicht, die erfindungsgemäße Schuheinlage für alle konfektionierten Kaufschuhe einsetzen zu können. Individuelle Schuhanpassungen sind in vorteilhafter Weise nicht erforderlich.

Die Schuheinlage 1 wird bevorzugter Weise mittels eines in den Figuren nicht näher dargestellten Klettverschlusses lösbar innerhalb eines in den Figuren gleichfalls nicht dargestellten Schuhs befestigt. Der Klettverschluß kann als Zwischeneinlage ausgebildet sein, die oberseitig, das heißt schuheinlagenseitig einen Teil des Klettverschlusses trägt. Der andere Teil des Klettverschlusses ist an der Schuheinlage angeordnet, das heißt zwischeneinlagenseitig. Die Zwischeneinlage selbst wird in den Schuh bevorzugter Weise eingeklebt, zu welchem Zweck die Zwischeneinlage schuhseitig selbstklebend ausgebildet ist.

Dank der Zwischeneinlage ist ein schnelles Befestigen bzw. Lösen der Schuheinlage 1 möglich, womit in einfacher Weise ein Wechseln der erfindungsgemäßen Schuheinlage von Schuh zu Schuh ermöglicht ist.

1
Schuheinlage
2
Grundkörper
3
Längsgewölbestütze
4
Außenbacke
5
Fersenausnehmung
6
Pelotte
7
Oberseite
8
erster Abschnitt
9
zweiter Abschnitt
B
Breite


Anspruch[de]
Schuheinlage, insbesondere orthopädische Schuheinlage, mit einem Grundkörper (2), dessen Oberseite (7) zur Aufnahme eines menschlichen Fußes eine Fußbettung ausbildet, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (2) zwei relativ zueinander positionierbare Abschnitte (8, 9) aufweist, wobei der eine Abschnitt (8) eine Längsgewölbestütze (3) und der andere Abschnitt (9) eine Außenbacke (4) aufweist. Schuheinlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (2) unterseitig ein Haftmittel trägt. Schuheinlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Haftmittel Teil eines Klettverschlusses ist. Schuheinlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der eine und der andere Abschnitt (8, 9) eine Fersenausnehmung (5) zwischen sich ausbilden. Schuheinlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (2) fersenseitig einen umlaufenden Rand aufweist. Schuheinlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper (2) aus Kunststoff besteht. Schuheinlage nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Grundkörper oberseitig eine Abdeckung trägt.






IPC
A Täglicher Lebensbedarf
B Arbeitsverfahren; Transportieren
C Chemie; Hüttenwesen
D Textilien; Papier
E Bauwesen; Erdbohren; Bergbau
F Maschinenbau; Beleuchtung; Heizung; Waffen; Sprengen
G Physik
H Elektrotechnik

Anmelder
Datum

Patentrecherche

Patent Zeichnungen (PDF)

Copyright © 2008 Patent-De Alle Rechte vorbehalten. eMail: info@patent-de.com