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Dokumentenidentifikation DE202007011479U1 15.11.2007
Titel Gipskartonplatte
Anmelder Vogl, Erich R., 91448 Emskirchen, DE
Vertreter Patentanwälte Rau, Schneck & Hübner, 90402 Nürnberg
DE-Aktenzeichen 202007011479
Date of advertisement in the Patentblatt (Patent Gazette) 15.11.2007
Registration date 11.10.2007
Application date from patent application 16.08.2007
IPC-Hauptklasse E04C 2/26(2006.01)A, F, I, 20070816, B, H, DE

Beschreibung[de]

Die Erfindung richtet sich auf eine Gipskartonplatte mit einer Profilierung an der Stirnseite.

Es ist bekannt, Platten an der Stirnseite mit einem Profil derart zu versehen, dass benachbarte Platten, z. B. mittels eines T-Profils, definiert ineinander gesteckt und verbunden werden können, wobei im Falle einer Verleimung der Verbindung durch die Profilierung zudem noch die Leimoberfläche vergrößert wird.

Bei Gipskartonplatten, die im Wege des Trockenausbaus an Wänden oder Decken verlegt werden, besteht ein Problem insoweit, als die Platten herstellungsbedingt Dickentoleranzen aufweisen, die beispielsweise aus dem Schrumpfungsverhalten der Gipsmasse beim Trocknen resultieren, welches nicht vollständig reproduzierbar ist.

Solche Dickenunterschiede können beim Verlegen Stoß an Stoß dazu führen, dass an der Sichtseite beim Übergang zweier Platten Stufen entstehen, die optisch sehr störend sind oder eine aufwändige Nachbearbeitung durch Spachteln erforderlich machen.

Hiervon ausgehend liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, Gipskartonplatten der eingangs genannten Art so auszugestalten, dass eine saubere Flucht der Oberflächen aneinander anstoßender Gipskartonplatten im Verlegezustand erzielt wird und Nachbearbeitungen weitgehend vermieden werden.

Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, dass das Profil derart in die Stirnseite eingebracht ist, dass der Anfang des Profils unabhängig von der Dicke der Gipskartonplatte einen festen, vorgegebenen Abstand von einer die zukünftige Sichtseite bildenden Oberfläche der Gipskartonplatte aufweist.

Durch diese erfindungsgemäße Ausgestaltung wird erreicht, dass die die Sichtseite bildenden Oberflächen stets exakt miteinander fluchten, weil sie durch die zu dieser Oberfläche einen konstanten Abstand aufweisende Profilierung ausgerichtet werden. Demgegenüber können durch unterschiedliche Dicken bedingte Stufen an der Rückseite durchaus auftreten, wo sie aber in keiner Weise stören.

Mit anderen Worten macht man sich erfindungsgemäß also zunutze, dass das Einbringen der Profilierung in einem gesonderten Arbeitsgang erfolgt, der von der eigentlichen Plattenherstellung unabhängig ist. Wenn die Profile eingebracht werden, sind die Gipskartonplatten als solche bereits fertig und der Abstand von der Oberfläche der Sichtseite zum Beginn der Profilierung ändert sich nicht mehr.

Dabei können ganz unterschiedliche Profile, wie z. B. zinkenartige, sinusförmige, Nut-Feder-artige ineinandergreifende korrespondierende Profile, zum Einsatz kommen, wobei lediglich sichergestellt sind muss, dass sie hinreichend derart ausgeprägt sind, dass beim Ineinandergreifen der Profile benachbarter Platten eine Ausrichtung der Sichtoberflächen gewährleistet ist.

Nachfolgend wird die Erfindung anhand eines bevorzugten Ausführungsbeispiels in Verbindung mit der Zeichnung näher erläutert. Diese zeigt einen schematischen Schnitt durch den Stoßbereich zweier benachbarter Gipskartonplatten im verlegten Zustand.

In der Zeichnung sind zwei verlegte, aneinander anstoßende Gipskartonplatten 1, 2 dargestellt, wobei jede Gipskartonplatte 1, 2 aus einer Gipsplatte 3 und zwei Deckplatten 4, 5 aus Karton besteht.

Die Stirnseiten 6, 7 der Gipskartonplatten 1, 2 sind mit einem ineinandergreifenden Profil in Form eines Steges 8 mit keilförmigen Seitenflächen 9 und einer Nut 10 mit korrespondierend keilförmigen Seitenflächen 11 ausgebildet.

Die Gipskartonplatten 1, 2 weisen unterschiedliche Dicken D1 bzw. D2 von z. B. 12 mm bzw. 13 mm auf.

Trotz der unterschiedlichen Dicke liegt der Abstand A des Beginns des Profils von der in der Zeichnung unteren Oberfläche, d. h. von der Sichtfläche S, bei beiden Platten 1, 2 gleich weit entfernt, was dementsprechend auch für die Abstände B der Mittel-Längs-Achse 12 des Profils (Steg 8, Nut 10) gilt.

Es ist dementsprechend sichergestellt, dass die Oberflächen 13, 14 der Platten 1, 2 auf der Sichtseite S exakt miteinander fluchten, wobei eine Abstufung 15, welche gegebenenfalls an der rückwärtigen Seite entsteht, unschädlich ist.


Anspruch[de]
Gipskartonplatte mit einem Profil an der Stirnseite, dadurch gekennzeichnet, dass das Profil (8, 9) derart in die Stirnseite (6, 7) eingebracht ist, dass der Anfang des Profils unabhängig von der Dicke (D) der Gipskartonplatte (1, 2) einen festen, vorgegebenen Abstand von einer die zukünftige Sichtseite bildenden Oberfläche (13, 14) der Gipskartonplatte (1, 2) aufweist. Gipskartonplatte nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Profil (8, 9) Nut-Feder-artig, zinkenartig oder sinusförmig ausgestaltet ist.






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